10.1 Konzept Barrierefreiheit.pdf

Neubau des Alstergymnasiums einschließlich Planungs- und Bauleistungen

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 18.09.2026, 09:58 (Europe/Berlin)

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Neubau Alstergymnasium,

Henstedt-Ulzburg

Maurepasstraße 67, 24558 Henstedt-Ulzburg

Konzept Barrierefreiheit

Abgabe Bauantrag

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1 Freianlagen

Barrierefreie Stellplätze: Für das Alstergymnasium sind 5 barrierefreie Stellplätze

geplant. 3 Stellplätze sind auf dem Bestandsparkplatz in der oberen Reihe angeord-

net, sodass diese Plätze den kürzesten Weg zum Eingang sicherstellen und eine

Querung der Fahrbahn nicht notwendig ist. 2 weitere Stellplätze sind auf dem neu

entstehenden Parkplatz angeordnet. Diese Stellplätze sind für die Nutzung der

Sportstätten in optimaler räumlicher Nähe.

Bedarfsparkplätze: Bedarfsparkplätze sind für Menschen vorgesehen, die eine

temporäre Einschränkung haben aber nicht die rechtliche Erlaubnis für einen Barrie-

refreien Stellplätze besitzen. Die Ausweisung dieser Stellplätze ist eine freiwillige

und organisatorische Maßnahme der Schule.

Taktiles Leitsystem: Für die Freianlagen ist ein taktiles Leitsystem geplant, wel-

chen Menschen mit einer Sehbehinderung zu den Haupteingängen führt. Das Taktile

System verläuft von den Busspuren und den Barrierefreien Stellplätzen des Be-

standparkplatzes zum südlichen Eingang des Hauptgebäudes und zum westlichen

Eingang der Bestandssporthallen. Auf ein Taktiles Leitsystem zwischen Neubau und

Sporthalle wird verzichtet, da dieser Weg nur von Ortskundigen Personen genutzt

wird und die Freianlagen in Ihrer Materialität und Flächenbegrenzungen zur Orientie-

rung beitragen.

Wanderweg: Der bestehende Wanderweg beinhaltet auf dem Schulhofgelände

Stufen zur Überwindung von Höhenunterschieden. Die Höhenunterschiede werden

in der Freianlagenplanung integriert und angeglichen. Es werden keine Stufen ge-

plant.

2 Haupteingänge

Architektur + Geometrie: Der Hauptzugang zum Gebäude A erfolgt über die bei-

den Haupteingänge im Süden und Westen. Die Haupteingänge sind durch ein vor-

gestelltes Portal eindeutig zu erkennen. An jedem Zugang gibt es eine doppelflügeli-

ge Tür, die von der Mehrheit der SchülerInnen und Lehrkräfte genutzt wird. Die Tü-

ren sind mit einem geschlossenen Türblatt versehen, wobei die übrige Fassade des

Gebäude A als PR-Fassade geplant ist.

Barrierefreier Zugang: Innerhalb des Portals ist eine weitere Tür mit einem motori-

schen Antrieb für Rollstuhlnutzer eingeplant. Der Türöffner im Außenraum ist nach

den erforderlichen Abständen positioniert und an einer Stele angeordnet. Die

Schwelle beträgt 1 cm.

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3 Vertikale Erschließung

Notwendige Treppenräume: 4 Notwendige Treppenräume in den Baukörpern B1-

B4. Die Treppen sind 2-läufig geplant mit einer lichten Breite von 1,80m. Die erste

und letzte Stufe jeden Treppenlaufs erhält eine kontrastreiche Markierung an der

Stufenvorderkante. Es sind beidseitig durchgehende Handläufe geplant. Die Hand-

läufe sind mit einer Brailleschrift versehen. In den Treppenräumen ist ein sicherer

Bereich als Warteplatz für die Rettung mobilitätseingeschränkter Personen definiert.

Außentreppen: Für jeden Klassenbaukörper (B1-B4) ist ein außenliegendes Trep-

penhaus geplant. Das TRH dient nur der Entfluchtung und nicht der Erschließung.

Freitreppe Haus A: Die Freitreppe im Haus A ist eine nicht notwendige Treppe. Im

Erdgeschoss ist die Treppe in einen freistehenden Kubus integriert, der ein Kiosk

beinhaltet und mit einer Freitreppe kombiniert ist. Die Treppe erhält einen Handlauf

an der rechten Seite. In den oberen Geschossen sind 2 einläufige Treppen mit Zwi-

schenpodest geplant, die beidseitige Handläufe haben. Alle Handläufe sind mit einer

Brailleschrift versehen.

Aufzug: Im Gebäude B1, unmittelbar am Sekretariat, befindet sich ein Aufzug, der

eine barrierefreie Erschließung aller Geschosse sicherstellt.

4 Inklusionsräume

Anzahl I Verortung: Es wird ein Raum pro Jahrgang als Inklusionsraum definiert.

Die Anzahl entspricht dem individuellen Bedarf der Schule. Die Verortung der Räu-

me wurde mit dem Nutzer abgestimmt. Die Räume befinden sich am Ende des Klas-

senkompartments auf der nördlichen Fassadenseite.

Smartboard: In allen Unterrichtsräumen gibt es Smartboards, die höhenverstellbar

sind. Besondere Anforderungen an die Absenkbarkeit der Smartboards werden nicht

genannt. Die Absenkung der Smartboards für eine Nutzung durch Rollstuhlnutzende

hat eine Sichteinschränkung der übrigen Schüler*innen zur Folge und steht außer-

dem im Konflikt mit dem Platzbedarf / Anfahrbarkeit. Dieser Zielkonflikt kann voraus-

sichtlich technisch über Sceensharing o.Ä. gelöst werden.

Licht: Für die Inklusionsräume ist eine Beleuchtungsstärke von 300 lux vorgesehen.

Für den individuellen Bedarf können auch mobile Tischleuchten vorgesehen werden,

welche durch die Schule organisiert werden. Die Leuchten in den Klassenräumen

sind dimmbar geplant.

Akustik: Die Akustischen Anforderungen zur Dämpfung der Inklusionsräume wer-

den über Abgehängte Decken und Wandabsorber sichergestellt. Für den individuel-

len Bedarf sind mobile Soundanlagen vorgesehen.

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DAZ: Es sind drei DAZ-Räume vorgesehen, die innerhalb der Klassenkompartments

verortet sind. Die DAZ-Räume werden nach den inklusiven Anforderungen geplant.

5 Türen

Motorische Türen: Türen mit einem Motorantrieb sind ausschließlich für den Ein-

gangsbereich im EG geplant.

Offenhaltung: Die Flurtüren im Haus A haben Brandschutzanforderungen und wer-

den mit einer Offenhaltung geplant.

Türen zum Klassenkompartment: Die Türen zur Freilernzone der Klassenkom-

partments sind als Stahl-Glas Elemente geplant und sind in eine Brandwand einge-

setzt. Für eine Räumliche Abgrenzung sollen die Türen nicht offenstehen. Für eine

leichtgängige Bedienbarkeit sollen die Bedienkräfte, sofern möglich, reduziert wer-

den.

Höhe Türdrücker: Türdrücker sind übergreifend auf der Standardhöhe von 1,05m

geplant. Eine Ausnahme sind die barrierefreien WC´s.

6 Aula

Rollstuhlplätze: Es werden die erforderlichen Rollstuhlplätze gemäß VstättVo vor-

gesehen (1% der Besucherplätze). Rollstuhlplätze sind im 2.OG auf Saalniveau und

im 3.OG auf der Empore möglich.

Hublift zur Szenefläche: Die Szenefläche befindet sich auf +0,90m über Saalni-

veau und ist über einen Hublift barrierefrei erreichbar.

7 Sanitärbereiche

Unisex Toiletten: Im Erdgeschoss befinden sich Unisex Toiletten im Baukörper B4

und im Haus A im Bereich der Mensa. Diese Toiletten sind auch für Externe zugäng-

lich.

Geschlechter getrennte Toiletten: Die Toiletten, nach Mädchen und Jungen ge-

trennt, befinden sich in den jeweiligen Versorgungs- und Erschließungskerne der

Klassenhäuser. In den Baukörpern B1 und B4 sind die Toiletten für Externe (bei

Aula Nutzung) zugänglich.

Barrierefreie Toiletten: Je Geschoss ist eine Toilette für Rollstuhlnutzer vorgese-

hen, die nach barrierefreien Anforderungen geplant ist. Das Entriegeln der barriere-

freien Toiletten im Alarmierungsfall ist im weiteren Planungsverlauf zu detaillieren:

wer und wie kann die Tür aufgeschlossen werden.

Pflegebad + Sanitätsraum: Im Erdgeschoss befindet sich im Baukörper B1 ein

Sanitätsraum mit angrenzendem Pflegebad. Das Sanitätszimmer ist in unmittelbarer

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Nähe zum Sekretariat angeordnet. Das Pflegebad ist mit einer Dusche ausgestattet.

Im Sanitätsraum befindet sich ein Medikamentenkühlschrank.

Alarmierung: In den Sanitärräumen wird eine Alarmierung nach dem 2 Sinne Prin-

zip geplant, d.h. ein akustisches Signal und eine Blitzleuchte.

8 Leitsystem

Sekretariat: Im Erdgeschoss befindet sich das Sekretariat als erste Anlaufstelle

unmittelbar zwischen beiden Hauptzugängen.

Leitsystem: Ein taktiles Leitsystem ist innerhalb des Gebäudes nicht geplant. Im

Weiteren Projektverlauf wird ein Leitsystem festgelegt und geplant. Es wird mit der

Gemeine abgestimmt, ob es ein bestehendes Leitsystem innerhalb der Liegenschaf-

ten gibt, welchen auch für das Alstergymnasium verwendet werden soll.

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