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Neubau des Alstergymnasiums einschließlich Planungs- und Bauleistungen

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 18.09.2026, 09:58 (Europe/Berlin)

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Neubau Alstergymnasium

in Henstedt-Ulzburg

Maurepasstraße 67, 24558 Henstedt-Ulzburg

Erläuterung der Baumaßnahme

Leistungsphase Genehmigung

Bauherrin Gemeinde Henstedt-Ulzburg Die Bürgermeisterin Rathausplatz 1 24558 Henstedt-Ulzburg

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Beschreibung der Planung

  1. Aufgabenstellung

Auf dem Schulcampus des bestehenden Alstergymnasium in Henstedt-Ulzburg ist ein Neubau des Schulgebäudes und die Teilsanierung der Bestandsdreifeld - Sporthallen geplant.

Die Bauaufgabe ist dabei in mehrere Bauabschnitte untergliedert: Neubau eines Schulgebäudes auf dem bisherigen Sportplatz, vollumfänglicher Rückbau des Bestandsgebäudes, Teilsanierung der bestehenden 2 Dreifeld-Sporthallen, sowie über alles eine neue Gestaltung der Freiflächen.

Die Vorgabe ist, Planung eines sechs zügigen Gymnasiums für ca. 1300 SchülerInnen, sowie ca. 100 Lehrkräfte. Grundlage ist das politisch verabschiedete Raumprogramm aus Schulbauberatung von BMP.

  1. Öffentlich-Rechtliche Anforderungen

2.1. Bauordnungsrecht

Es gilt die Landesbauordnung für das Land Schleswig-Holstein vom 5.7.2024. Des Weiteren richtetet sich die Planung nach der Schulbaurichtlinie von 1999, welche bis zum 30. September 2020 verlängert wurde. Auf Grund eines fehlenden Ersatzes gilt weiterhin die Richtlinie von 1999.

2.2. Brandschutz

siehe gesonderter Brandschutznachweis

  1. Grundstück

Das Bauvorhaben ist auf dem Flurstück 405 geplant.

  1. Anzahl der Stellplätze

Grundlage ist der aktuelle Stand des Verkehrskonzept von ARGUS Stadt und Verkehr Partnerschaft mbB in Abstimmung mit der Gemeinde Henstedt - Ulzburg.

  1. Energieversorgung

Für den Neubau des Alstergymnasiums wird eine eigenständige Wärmeversorgung benötigt. Für die neue Wärmezentrale werden Luft-Wasser-Wärmepumpen eingesetzt, die auf dem Dach des Neubaus platziert werden. Die benötigten Pufferspeicher werden in einem separaten Gebäude, nördlich des Neubaus im Bereich des Wirtschaftshofs, untergebracht.

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  1. Bauwerk / Planungskonzept

6.1. Leitbild / Konzept

Der Schulneubau für das Alstergymnasium wird auf dem bestehenden Sportplatz im Nord- Osten des Schulcampus platziert. Die Haupterschließung erfolgt für den Hauptteil der Schülerschaft und die Lehrkräfte von Süden. Für einen kleineren Teil der Schülerschaft erfolgt die Erschließung von Westen. Durch die Platzierung im Nord-Osten des Grundstücks orientiert sich der neue Schulhof nach Süden und Südwesten.

Der 4-geschossige Neubau besteht aus 5 Baukörpern. Es gibt 4 Klassenhäuser, von denen eins als Fachklassenhaus definiert ist (B1-B4). Ein zentraler Baukörper (A) in der Mitte dient als verbindendes Element zwischen den 4 Klassenhäusern.

Der vorgegebene Kostenrahmen der Gemeinde erfordert die Notwendigkeit äußerst wirtschaftlich zu planen und zu bauen. Der hohe Wiederholungsfaktor im Raumprogramm durch z.B. Allgemeine Unterrichtsräume lässt ein hohes Maß an Standardisierung zu. Die Jahrgänge werden in Lernkompartments mit sechs allgemeinen Unterrichtsräumen, sowie einer zentralen mittigen Freilernfläche organisiert. Daraus resultieren drei nahezu identische Klassenhäuser (B1, B2, B4) und ein Fachklassenhaus (B3), was sich durch eine höhere Installationsdichte auszeichnet. Für die 4 Klassenhäuser wird ein Tragwerkskonzept entwickelt, was auf einer hohen Standardisierung und Vorfertigung basiert. (siehe auch 5.2 Tragwerk). Somit kann eine schnelle Planung und Bauweise sichergestellt werden. Alle Funktionen, die besondere Anforderungen an Technik (Küche) oder Spannweiten (Aula) haben, sind im Haus A organisiert. In der Flächenbilanz des Neubaus fallen auf die Klassenhäuser ca. 80% und auf die Mitte ca. 20% der BGF-Flächen.

Die 5 Baukörper teilen sich wie nachfolgend beschrieben auf. Der Baukörper A bildet das Herzstück des Neubaus und beinhaltet übergreifende Funktionen wie die Mensa, Aula und

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Bewegungsraum. Somit dient er als Treffpunkt und Pausenhalle für die SchülerInnen. Durch besondere Gestaltungelemente, wie z.B. Lufträume und eine Freitreppe wird dieser Baukörper identitätsstiftend für den Neubau des Alstergymnasiums sein.

Durch die zentrale Anordnung zwischen den vier Klassenhäusern trägt der Baukörper zu einer guten Orientierung bei und begünstigt kurze Wege zwischen den verschiedenen Funktionen.

Die Funktionen des Baukörpers sind wie folgt gegliedert. Im Erdgeschoss befinden sich die beiden dezentralen Zugänge zum Neubau. Von hier aus folgt die Verteilung in die Klassenhäuser oder in die oberen Geschosse für SchülerInnen, Lehrkräfte oder Externe. Im Erdgeschoss befindet sich die Mensa der Schule inklusive Küche und Lehrküche. Darüber hinaus lädt der Kiosk an einer Freitreppe zum Verweilen ein. Über die Freitreppe in einem großzügigen Luftraum gelangt man in das 1. Obergeschoss. Über Galerien und auskragende Nischen wird der Luftraum erlebbar gemacht. Im nördlichen Teil fügt sich der Bewegungsraum an, der in Richtung Nordfassade ausgerichtet ist. Im 2. und 3 Obergeschoss befindet sich die zweigeschossige innenliegende Aula als Versammlungsstätte, die Platz für ca. 500 BesucherInnen bietet. Der Zugang erfolgt im 2. Obergeschoss über ein kleineres Foyer für die Aula. Im nördlichen Bereich liegt die Bühne mit Nebenbühne und Hublift. Die Erschließung in die Geschosse 2 und 3 erfolgt über zweiläufige Treppen im Südlichen Teil des Gebäudes, die in einem Luftraum angeordnet sind. Der Luftraum als vertikales Element verbindet die verschiedenen Ebenen miteinander und sorgt für ein besonderes Raumgefühl.

Die barrierefreie vertikale Erschließung des Gebäudes erfolgt über einen Aufzug im Kern B1, der in unmittelbarer Nähe des Sekretariats angeordnet ist.

Die vier Klassenhäuser gliedern sich an den vier Ecken am Hauptgebäude an. In den Baukörpern B1, B2 und B4 sind vom 1.-3-OG die Klassenkompartments organisiert. Dabei sind die Jahrgänge 5-7 im 1. OG, die Jahrgänge 8-10 im 2. OG und die Jahrgänge 11-13 im 3. OG angeordnet. Im Erdgeschoss befinden sich Verwaltung (B1), Kunst/Werken (B2) und das Lehrerzimmer (B4). Jedes Kompartment besteht aus sechs AUR und einer mittigen Freilernzone, wodurch die Verkehrsfläche auf ein Minimum reduziert werden kann. In der Achse zum Haus A sind übergreifende Funktionen wie Treppenraum, Technikräume und Sanitäreinheiten platziert. An der gegenüberliegenden Stirnseite der Fassade befinden sich ein außenliegendes Treppenhaus als Fluchtweg. Das Fachklassenhaus ist der Baukörper B3, in dem die Fachräume für Biologie (EG), Physik (1.OG), Musik (2.OG), Chemie (3.OG) angeordnet sind.

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  1. Baubeschreibung nach Kostengruppen

Die vorliegende Baubeschreibung bezieht sich ausschließlich auf die hochbaulichen Aspekte.

200 Herrichten und Erschließen

210 Herrichten

s. gesonderte Baubeschreibung Außenanlagen

212 Abbruchmaßnahmen

In den Abbruchmaßnahmen sind Kosten für die Abbrucharbeiten von Oberbelägen und Einbauten berücksichtigt. Zusätzlich s. gesonderter Erläuterungsbericht Außenanlagen

213 Altlastenbeseitigung

Die Beseitigung des Oberbodens des Bestandssportplatzes inkl. das Abtragen, Laden, Abfahren und Entsorgen sind in den Kosten berücksichtigt.

214 Herrichten der Geländeoberfläche

Im Zuge der Baumaßnahme wird eine fachgerechte Geländeoberfläche als Herrichtung der Baustelleneinrichtung für den Neubau hergestellt inkl. Laden, Abfahren und Entsorgen von Pflanzlicher Bodendecken, Rasen, Sträuchern und Bäumen. Dies bezieht sich auf den Erd- und Oberflächenbelagsabtrag im unmittelbaren Baufeld des neuen Gebäudes bis zum Niveau der erforderlichen Baugrubensohlen, sowie den Erd- und Oberflächenbelagsabtrag zur Herstellung der Baustelleneinrichtungsflächen in den Außenanlagen als Grundlage für Lagerflächen und Baustraßen. Zusätzlich s. gesonderter Erläuterungsbericht Außenanlagen

300 Bauwerk – Baukonstruktion

310 Baugrube

311 Baugrubenherstellung

Zur Herstellung der Gründung wird eine Baugrube ausgehoben. Die Kosten der Baugrubenherstellung einschließlich Bodenentsorgung (Z 0 bis Z 1.1) und Baugrubenverfüllung und Herstellung des Planums wurden berücksichtigt.

Für die Baugrube wird von einer Abböschung (45°) ausgegangen. Auf Verbaumaßnahmen kann verzichtet werden.

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320 Gründung

322 Flachgründung und Bodenplatten

Die Gründung erfolgt als Flachgründung über eine Stahlbeton-Bodenplatte mit einer Dicke von 30 cm. In Teilbereichen werden Streifen- und Einzelfundamente errichtet mit einer Tiefe bis 120 cm. In den Randbereichen des Gebäudes wird ein Randdämmbereich von 5 m umlaufend mit druckfester Dämmung in einer Stärke von 14 cm zur Vermeidung von Wärmebrücken eingesetzt. Unter der Gebäudesohle wird eine 5 cm Sauberkeitsschicht eingebracht.

Ein aktuelles Baugrundgutachten mit Gründungsempfehlungen ist von Eickhoff und Partner mbB im Vorwege erstellt worden.

324 Gründungsbeläge

Die Gründungsbeläge umfassen Estriche, in weiten Teilen Heizestriche, inkl. Trittschalldämmung, Ausgleichsschüttung und nichtbrennbarer Dämmung.

Als Bodenbeläge sind folgende Materialien vorgesehen:

• Teppich Verwaltung (EG) Lehrerzimmer (EG)

• Linoleum Sitzstufen auf Kiosk (EG) Stahltreppe Luftraum (OG) Allgemeine Unterrichtsräume (OG) Lernbereiche (OG) Fachunterrichtsräume (OG) Aula (OG) Bewegungsraum (OG)

• Fliese Halle (EG) Mensa (EG) Fachunterrichtsräume (EG) Galerien (OG) Sanitär (EG /OG)

• Estrich mit Anstrich Technik (EG/OG)

• Sauberlaufmatten Eingangsbereiche (EG)

• Betonfertigteilstufen und Podeste Treppenräume (EG/OG)

Im Estrichaufbau verlaufen keine Installationen. Feucht- und Nassräume erhalten zudem eine Verbundabdichtung der Klasse W2-I bzw. W3-I.

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An Belagswechseln werden Bodenschienen eingesetzt.

325 Abdichtungen und Bekleidungen

Es ist eine außenseitige Perimeterdämmung an Fundamenten /Frostschürzen vorgesehen. Die Gebäudesohle erhält eine Abdichtung gegen diffundierende Feuchte aus dem Boden aus Bitumenschweißbahnen.

Die Aufzugsunterfahrt ist als WU-Konstruktion geplant.

326 Dränage

Die Herstellung einer Baudrainage ist geplant.

329 Sonstiges zur KG 320

Unterhalb der Bodenplatte und Fundamente wird eine PE-Folie als Trennlage vorgesehen.

Für die Abgrenzung von Estrichflächen werden Estrichwinkel eingesetzt.

Zum Schutz der Bodenfliesen während der Bauzeit sind Schutzabdeckungen aus Abdeckkarton vorgesehen.

330 Außenwände / Vertikale Baukonstruktion, außen

331 Tragende Außenwände

In den Häusern B1 - B4 sind die Außenwände als Stahlbeton Fertigteilfassadenelemente mit einer Stahlbetonstärke von 25 cm geplant. Sie beinhalten Brüstung, Wandstützen, Konsolen und Sturzbalken. Die Außenwände werden als Sandwichelemente mit einer 18 cm starken Dämmung und in Beton eingelassenen hellen Verblendsteinen ausgebildet. Die Außenwände an den Treppenkernen und an den Stirnseiten der Häuser B1 – B4 sind als tragende Stahlbetonwände vorgesehen. Sie dienen außerdem zur Aussteifung des Gebäudes.

333 Außenstützen

Außenstützen sind im Haus A vorgesehen. Die Stützen werden in Sichtbetonqualität ausgeführt.

334 Außenwandöffnungen

Der Gebäudeteil A wird auf allen Fassadenseiten mit einer Pfosten-Riegel-Fassade ausgestattet. Die Gebäudeteile B1 – B4 sind nahezu identisch in der Fensteraufteilung. Die Fassade wird durch horizontale Fensterbänder mit Brüstungen gegliedert, die durch Streckmetalllüftungselemente unterbrochen werden.

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Sowohl die Pfosten-Riegel-Fassaden, die Fenster- und Türelemente inkl. Fensterbänken, sowie die Portalrahmen an den Eingängen sind aus Aluminium geplant. Im Gebäudeteil A werden alle Fenster mit motorischen Fensteröffnern ausgestatten. Die Fenster in den Häusern B1 – B4 erhalten Handhebelgriffe. An den Haupteingängen im Süden und Westen wird jeweils der einzelnstehende Türflügel, zur Einhaltung der Barrierefreiheit, motorisiert ausgestattet.

335 Außenwandbekleidungen, außen

Die Fassaden der Gebäude B1-B4 werden mit Fertigteilfassadenelementen ausgestattet (siehe KG 331). Zur Sicherung der Abdichtungsebene wird ein Fertigteilsockel errichtet. Der Gebäudesockel wird mit einer Perimeterdämmung und einer Dichtschlämme versehen. Im Erdgeschoss ist ein Oberflächen Graffitischutz geplant.

Die Attika wird abgedichtet und mit einer EPS-Dämmung versehen. Die Abschlüsse der Brandwände werden mit Mineralwolle belegt.

336 Außenwandbekleidungen, innen

Die Oberflächen der Außenwände werden in den Unterrichtsräumen gespachtelt und gestrichen. In den Treppenräumen verbleiben die Wandoberflächen in Sichtbetonqualität.

338 Lichtschutz zur KG 330 (Sonnenschutz)

Die Fenster- und Pfosten-Riegelelemente der Gebäude B1-B4 werden auf der Ost-, Süd- und Westfassade mit außenliegenden motorisch angesteuerten Raffstorelamellen mit Führungsschienen ausgestattet. Der Sonnenschutz wird wetter- und temperaturabhängig fassadenweise geregelt. Über Jalousieschalter in den einzelnen Räumen können die Anlagen manuell geregelt werden. Die restlichen Fassaden erhalten keinen außenliegenden Sonnenschutz. Alle Fenster- und Pfosten-Riegel-Elemente werden mit einer Sonnenschutzverglasung versehen. Die Nordfassade erhält keinen außenliegenden Sonnenschutz.

In den Fachunterrichtsräumen Chemie, Physik und Biologie ist eine Vollverdunkelung in mindestens einem Raum pro Fach an Fenstern und Türen vorgesehen.

339 Sonstiges zur Kostengruppe 330

Die Fluchttreppenhäuser an den Stirnseiten der Gebäudeteile B1 – B4 erhalten eine Einhausung aus Mesh, farblich passend zum Verblendstein. Am Treppenauge ist ein verzinktes Flachstahlgeländer geplant. An den Außenwänden sind Holzsockelleisten und in den notwendigen Treppenhäusern Holzhandläufe geplant.

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340 Innenwände/Vertikale Baukonstruktion, innen

341 Tragende Innenwände

In den Gebäudeteilen B1 – B4 sind tragenden Innenwände aus Stahlbeton in 25 cm Stärke geplant. Die tragenden Innenwände dienen der Gebäudeaussteifung und sind an den Sanitärkernen, dem Aufzug und den Treppenhäusern am Übergang zum Gebäudeteil A verortet. In Teilen werden Konsolen an der Mittelachse als Auflager Fertigteilträger vorgesehen. Im Gebäudeteil A sind tragende Innenwände in verschiedenen Stärken geplant. Zusätzlich werden Wandartige Träger mit einer Stärke von 25 cm eingesetzt.

Im Erdgeschoss vom Gebäudeteil A sind die Wände des Kiosks in Mauerwerk mit einer Stärke von 17,5 cm geplant.

342 Nichttragende Innenwände

Die nicht tragenden Innenwände sind in Trockenbauweise als Metallständerwerk mit verstärkten Profilen im Bereich der Türöffnungen sowie mit integrierten Verstärkungen zur Aufnahme von Lasten für z.B. Tafeln und Sanitärobjekte vorgesehen. Die Wände werden, in Feucht- und Nassräumen mit den entsprechenden Trockenbauplatten für Feuchträume ausgestattet. Notwendige Deckenanschlüsse werden gleitend ausgebildet.

Schächte mit entsprechenden Brandschutzanforderungen werden in 11,5 cm Mauerwerk ausgeführt.

Die Brüstung der Plattform über dem Kiosk, sowie die eingestellten Balkone in den Lufträumen von Haus A sind in Holzrahmenbau geplant.

343 Innenstützen

Die Innenstützen sind als Fertigteil-Stahlbeton-Stützen in folgenden Stärken geplant: 25/25 cm, 25/30 cm, 35/35 cm und 40/40 cm Teilweise werden die Stützen mit Konsolen, als Auflager von Decken, ausgeführt. Die Oberflächen der Stahlbetonstützen sind in Sichtbeton vorgesehen.

344 Innenwandöffnungen

Die Innentüren sind je nach funktionalen und brandschutztechnischen Anforderungen geplant. In den Hauptnutzräumen werden Holzblockzargen mit Oberlichtern, Seitenlichtern und Holztürblättern mit HPL-Oberflächen eingesetzt. Die Türen zu Aula, Nebenräumen und WC-Vorräumen erhalten Blockzargen und Holztürblättern mit HPL Oberfläche geplant. In der Küche und den WCs sind Stahlumfassungszargen mit Holztürblätter mit HPL- Oberflächen vorgesehen.

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Die HPL-Oberflächen der Türen werden in den jeweiligen Farbtönen der Gebäudeteile ausgeführt. In den Verkehrsbereichen und in den Treppenhäusern werden verglaste Stahlrohrrahmentüren mit Oberlicht und Seitenlicht oder mit Gang- und Bedarfsflügel eingesetzt. Die Türen der Technikräume werden mit Stahlumfassungszargen und Stahlblechtürblättern versehen. Sämtliche Türen sind für die Aufnahme der mechatronischen, transponderbasierten Schließanlage vorgerichtet.

Öffnungen an Innenwänden kommen am Kiosk, der Aula, am Bewegungsraum, der Schülervertretung und der Küche zum Einsatz. Am Kiosk wird die Wandöffnung als Ausgabebereich genutzt und mit Holz verkleidet. An der Küche sind Aluminiumfenster in unterschiedlichen Größen zur Belichtung und für Blickbeziehungen zwischen Mensa und Küche geplant. Die restlichen Wandöffnungen werden mit Holzfenstern in unterschiedlichen Größen und mit verschiedenen Brüstungshöhen als Sitznischen, Tische und Aufenthaltsräume, teilweise mit tiefen Fensterleibungen, vorgesehen.

345 Innenwandbekleidungen

In Abhängigkeit der Nutzung und Funktion sind unterschiedliche Innenwandbekleidungen geplant: • In den Unterrichtsräumen in Teilbereichen Holzwolle auf Metallständerwänden als Akustikbekleidung, sowie Wandabsorber

• In den Freilernzonen Wandabsorber als Akustikbekleidung

• In den Feucht- und Nassräumen Wandfliesen auf Verbundabdichtung der Klasse W2-I bzw. W3-I

• Im Gebäudeteil A am Kiosk, Kubus und in der Aula: eine flächige Holzbekleidung, teilweise in einem notwendigen Flur mit besonderen Anforderungen bzgl. des Brandschutzes

• Die Balkone in den Lufträumen erhalten ebenfalls eine Holzbekleidung

• Im Bewegungsraum und in den Sanitärräumen werden die Wände mit Spiegeln bekleidet

Trockenbau- und Mauerwerkswände erhalten eine Spachtelung und einen Wandanstrich.

346 Elementierte Innenwandkonstruktionen

In den Sanitärbereichen werden elementierte Systemtrennwände als WC-Trennwände eingesetzt.

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347 Lichtschutz zur KG 340

Im Bereich der Küche und der Küchenumkleide werden Jalousien, an der Pfosten-Riegel- Fassade und an den Fenstern zur Mensa, als Sichtschutz geplant. Darüber hinaus verfügen die Innenfenster zur Aula und zum Bewegungsraum über eine Jalousie zur Vollverdunklung.

349 Sonstiges zur KG 340

An den Innenwänden sind ferner Holzhandläufe und Holzfußleisten geplant, diese werden auch um die Stahlbetonstützen gezogen.

350 Decken

351 Deckenkonstruktionen

In den Gebäudeteilen B1 – B4 besteht das horizontale Tragwerk aus auf den Fertigteil- Stahlbetonunterzügen aufliegenden, vorgespannten Fertigteil- Stahlbetonhohldielen in 26 cm Stärke und mit großen Spannweiten gemäß Entwurfsplanung Tragwerk. Ziel ist ein hoher Grad an Vorfertigung bei der Erstellung des Tragwerks. Im Gebäudeteil A besteht das horizontale Tragwerk aus Stahlbeton-Decken in 26 cm Stärke auf Stahlbeton-Unterzügen gemäß Entwurfsplanung Tragwerk.

Die Fluchttreppenhäuser an den Stirnseiten der Gebäudeteile B1 – B4 erhalten ein separates Tragwerk aus Stahlbeton-Stützen und Stahlbeton-Deckplatten mit einer Stärke von 30 cm.

Die notwendigen Innentreppen sind als Fertigteiltreppen in Stahlbeton geplant. Die Treppe im Luftraum vom Gebäudeteil A ist als Stahltreppe geplant.

352 Deckenöffnungen

Deckenöffnungen sind in unterschiedlichen geometrischen Abmessungen (rund/eckig) für Revisionsklappen und die Führung von TGA vorgesehen.

353 Deckenbeläge

Analog zu KG 324

354 Deckenbekleidungen

In den Unterrichtsräumen werden Deckensegel aus Holzwolle für die Akustik eingesetzt. In den Büroräumen werden Akustikpaneele als Deckensegel angeordnet. Die Fachunterrichtsräume erhalten eine Abhangdecke aus Holzwolle, diese ist auch im Bewegungsraum und den Freilernzonen vorgesehen. Die Galerien im Gebäudeteil A erhalten Deckenkoffer aus Holzwolle, sodass die Sichtbetonoberfläche des Tragwerks ablesbar bleibt.

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Oberhalb des Luftraums wird die Holzwolle direkt an die Decke montiert und farblich von den Galeriebereichen abgesetzt. An den Übergängen zwischen den Gebäudeteilen A und B ist eine abgehängte Gipskartondecke geplant, diese wird in imprägnierter Form auch in den Sanitärbereichen eingesetzt. Im Bereich der Küche ist eine Hygienedecke vorgesehen. Die Gipskarton Abhangdecken werden gespachtelt und gestrichen.

In Abhängigkeit der Anforderungen hinsichtlich der Raumakustik, erhalten die Abgehängten Decken eine Dämmauflage.

Die Unterseiten der Stahlbeton-Fertigteile der Treppen werden im jeweiligen Farbton des Gebäudeteils gestrichen.

359 Sonstiges zur KG 350

Die Geländer der Treppenhäuser werden als geschlossene, lackierte Flachstahlgeländer mit Holzhandlauf vorgesehen.

Die Geländer am Luftraum und an der Treppe im Gebäudeteil A sind in Mesh geplant. Auch die Fenster in den Lernbalkonen werden in Mesh ausgeführt. Die Handläufe sind in Holz geplant. Für die Begrenzung der Estrichflächen an Galerien und Treppen werden Estrichwinkel eingesetzt.

Die vier Fluchttreppenhäuser an den Gebäudeteilen B1 – B4 werden aus Stahl, verzinkt, vorgesehen. Im Erdgeschoss werden Tore als Zugangsbeschränkung mit Meshfüllung eingesetzt, diese sind in Fluchtrichtung immer öffenbar.

Zum Schutz der Bodenfliesen während der Bauzeit sind Schutzabdeckungen aus Abdeckkarton vorgesehen.

360 Dächer

361 Dachkonstruktionen

In den Häusern B1 – B4 besteht das Dachtragwerk aus auf den Fertigteil- Stahlbetonunterzügen aufliegenden, vorgespannten Fertigteil-Stahlbetonhohldielen mit großen Spannweiten gemäß Entwurfsplanung Tragwerk. Ziel ist ein hoher Grad an Vorfertigung bei der Erstellung des Tragwerks. Das Dach des Gebäudeteils A wird im Bereich der Aula als Trapezblech auf Brettschichtholzbindern ausgeführt. In den Galeriebereichen ist das Dach in Stahlbeton vorgesehen.

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362 Dachöffnungen

In den Treppenhäusern, dem Aufzug, der Aula und dem Luftraum werden Pultlichtbänder, Lichtkuppeln und Dunkelklappen zur Belichtung, Belüftung und als Entrauchungsöffnung im Brandfall vorgesehen. Die Bedienung erfolgt motorisch.

363 Dachbeläge

Die Dachdeckung der Flachdächer ist in allen Bereichen als Warmdach mit einem Dachgefälle von 2% und einer außen liegenden Entwässerung konzipiert. Auf den Dächern stehen auf entsprechenden Schutzmatten die lüftungstechnischen Anlagen. Die Dachfläche ist in den Bereichen der Gebäudeteile B1-B4 extensiv begrünt, um eine Regenwasserrückhaltung zu erwirken. Die begrünten Dachflächen können als Aufstellflächen für die PV-Anlagen herangezogen werden. Die Dachflächen des Gebäudes A sind als Foliendach geplant. Sämtliche Dachflächen sind mit Wartungswegen und Sekuranten ausgestattet. Das Fluchttreppenhaus an Gebäudeteil B3 wird als Wartungstreppenhaus bis auf die Dachfläche geführt.

364 Dachbekleidung

In Abhängigkeit raumakustischer Belange werden Akustiksegel und Abhangdecken aus Holzwolle und Gipskarton eingesetzt. In Teilbereichen werden diese direkt montiert (siehe KG 354). In der Aula wird die Holzwolle direkt montiert, zusätzlich werden schallharte Reflektoren an der Decke eingesetzt. Die Brettschichtholzbinder werden dabei ausgespart und lasiert. Die Dachöffnungen in Aula, Treppenräumen und Luftraum erhalten Innenverkleidungen aus Gipskarton, die gespachtelt und gestrichen werden.

369 Sonstiges zur KG 360

Die Dachentwässerung erfolgt über Attikaabläufe, Notentwässerungen und Fallrohre, die in Nischen in die Verblendfassade integriert werden.

Der Zugang zum Dach erfolgt über einen Attikaüberstieg an der Erweiterung des Fluchttreppenhauses B3.

380 Baukonstruktive Einbauten

381 Allgemeine Einbauten

In den Hauptnutzbereichen sind feste architektonisch und funktional zwingend erforderliche Einbaumöbel berücksichtigt.

Diese beinhalten:

• Postfächer, Sideboards und Teeküchen in Verwaltung und Lehrerzimmer

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• Tresen in Sekretariat und Teeküchen

• Bänke mit Rückenlehnen, Ausgabe für den bestehenden Wasserspender und Ausgabebereiche in der Mensa

• Waschtische in den WCs der Verwaltung und Lehrerzimmer

• Kücheneinbauten in der Lernküche

• Faltwand am Kioskfenster/Ausgabe

• Klassenschränke in den Unterrichtsräumen

• Raumteiler, Schränke, Steharbeitsplätze und Sitzelemente in den Freilernzonen

• Bänke, Tische und Hocker in den Lernbalkonen und Galerien

• Regietisch auf der Empore der Aula

382 Besondere Einbauten

In der Aula ist eine Bühne aus modularen Elementen mit einer Höhe von 90 cm geplant, außerdem wird auf der Empore eine Tribüne vorgesehen.

386 Orientierungs- und Informationssysteme

Es ist ein Beschilderungs- und ein Wegeleitsystem (teils taktil wie z.B. in den Treppenhäusern) in allen Gebäudebereichen vorgesehen. Bei den bodentiefen Verglasungen ist ein Durchlaufschutz geplant.

Im Erdgeschoss an der Wand zum Sekretariat wird zur besseren Auffindbarkeit ein Gebäudeplan auf einer Holzplatte montiert. In der Holzverkleidung des Kiosks wird das Schullogo integriert.

In den Treppenhäusern sind geschossweise Wandgrafiken zur Orientierung geplant.

390 Sonstige Maßnahmen für Baukonstruktionen

391 Baustelleneinrichtung

Die Baustelleneinrichtung gemäß Baustelleneinrichtungsplanung umfasst die erforderlichen Baustraßen, Bauzäune, Sichtschutz und Bautore, das Bauschild, erforderliche Sanitär- sowie Bauleitungs- und Besprechungscontainer (Sanitär + Aufenthalt) inkl. Vorhaltung und Kosten fürs Versetzen sowie Kranfundamente für zwei Drehturmkräne. Die Medienversorgung wurde erfasst.

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Es wurden ferner pauschale Ansätze für die Baustelleneinrichtung der jeweiligen Hauptgewerke gebildet.

392 Gerüste

Fassaden- Dachfang- Raum- Treppen- und Rollgerüste einschließlich der Podesttreppen und Gerüstverbreiterungen wurden erfasst.

397 Zusätzliche Maßnahmen

Es ist eine Grobbaureinigung im Vorgriff sowie die Feinreinigung vor Fertigstellung geplant.

Aufgestellt durch: ppp architekten + generalplaner gmbh

Lübeck, den 29.05.2026

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