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Anlage ökologische Forderung gemäß Leitfaden
Die Bw Bekleidungsmanagement GmbH strebt eine nachhaltige Beschaffung von Bekleidung und Ausrüstung an und orientiert sich dabei an dem „Leitfaden der Bundesregierung für eine nachhaltige Textilbeschaffung der Bundesverwaltung“1. Nachfolgend sind die Forderungen der 3. Auflage, Mai 2026 des Leitfadens aufgeführt, deren Umsetzung eine nachhaltige Beschaffung im ökologischen Sinne darstellt.
Wenn nicht anders in der Artikel- oder Materialspezifikation gefordert, ist eine vollumfängliche Umsetzung der für den Leistungsgegenstand relevanten ökologischen Forderungen anzustreben.
| Punkt | Anforderung | Erläuterung | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Anforderungen an das Endprodukt | ||||||||||||||
| Für alle Produkte/Fasern | ||||||||||||||
| 1.1 | 1.1 | Ausschluss und Begrenzung von Formaldehyd im Endprodukt | Der Einsatz von Formaldehyd ist nicht zulässig. | |||||||||||
| Der Gehalt an freiem und teilweise hydrolisierbarem Formaldehyd aus anderen Quellen muss im Fertiggewebe liegen bei: | ||||||||||||||
| Baby: n.d. (Absorptionseinheit kleiner 0.05 bzw. 16 mg/kg) | Baby: n.d. (Absorptionseinheit kleiner 0.05 bzw. 16 mg/kg) | Ohne Hautkontakt: 150 mg/kg | Ohne Hautkontakt: 150 mg/kg | |||||||||||
| Mit Hautkontakt: 75 mg/kg | Ausstattungstextilien: 300 mg/kg | |||||||||||||
| 1.2 | Begrenzung von extrahierbaren Schwermetallen | Die folgenden Schwermetalle dürfen höchstens zu den genannten Mengen extrahiert werden: | ||||||||||||
| Extrahierbare Schwermetalle | Für alle Textilien zulässige Menge [mg/kg] | Extrahierbare Schwermetalle | Für alle Textilien zulässige Menge [mg/kg] | |||||||||||
| Antimon | 30 | Arsen | 1,0 | |||||||||||
| Blei | 1,0 | Cadmium | 0,1 | |||||||||||
| Chrom | 2,0 | Cr(VI) | 0,5 | |||||||||||
| Kobalt | 4,0 | Kupfer | 50 | |||||||||||
| Nickel | 4,0 | Quecksilber | 0,02 | |||||||||||
| 1.3 | Beschränkung von Chlorphenolen im Fertiggewebe | Der Gehalt an Chlorphenolen sowie ihre Salze und Ester darf im Fertiggewebe folgende Grenzwerte in der Summe nicht überschreiten: | ||||||||||||
| Dichlorphenole (DCP): 3,0 mg/kg | Tetrachlorphenole (TeCP): 0,5 mg/kg | |||||||||||||
| Monochlorphenole (MCP): 3,0 mg/kg | Trichlorphenole (TrCP): 2,0 mg/kg | |||||||||||||
| Pentachlorphenole (PCP): 0,5 mg/kg | ||||||||||||||
| 1.4 | Zinnorganische Verbindungen | Der Gehalt der jeweiligen zinnorganischen Verbindungen darf die in Anhang 1 Tabelle 1: Zinnorganische Verbindungen genannten Grenzwerte | ||||||||||||
| nicht überschreiten. |
1 Leitfaden der Bundesregierung für eine nachhaltige Textilbeschaffung der Bundesverwaltung
Version 3.0, Stand Mai/ 2026 1
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| 1.5 | Farbmittel | Bei den eingesetzten Garnen, Geweben und Fertigerzeugnissen dürfen Azo-Farbstoffe, die eines der in Anhang 1 Tabelle 2: Azo-Farbstoffe Liste genannten aromatischen Amine abspalten können, den Grenzwert von 20 mg/kg nicht überschreiten. Für weitere in Anhang 1 Tabelle 3: Weitere ausgeschlossene Farbstoffe unter den Überschriften „Krebserzeugende, erbgutverändernde oder fortpflanzungsgefährdende Farbstoffe“ und „Potenziell sensibilisierende Dispersionsfarbstoffe“ genannte Farbstoffe gilt ein Grenzwert von 50 mg/kg. | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1.6 | Chlorierte Benzole und Toluole | Der Gehalt an den im Folgenden aufgeführten Verbindungen darf 1 mg/kg nicht überschreiten. | |||||||||
| Chlorbenzol | Pentachlorbenzole | Trichlortoluole | |||||||||
| Dichlorbenzole | Hexachlorbenzol | Tetrachlortoluole | |||||||||
| Trichlorbenzole | Chlortoluole incl. Benzylchlorid | Pentachlortoluol | Pentachlortoluol | ||||||||
| Tetrachlorbenzole | Dichlortoluole | ||||||||||
| 1.7 | Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe | Für die verwendeten chemischen Fasern, Garne und Zwirne sowie für Materialien aus Kunststoff dürfen in Anhang 1 Tabelle 4: Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe aufgeführte Höchstwerte für polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) nicht überschritten werden. | |||||||||
| 1.8 | Alkylphenole und Alkylphenolethoxylate | 4-tert-Butyl-, Pentyl-, Heptyl-, Octyl- und Nonylphenole sowie Octyl- und Nonylphenolethoxylate dürfen im Enderzeugnis folgende Grenzwerte | |||||||||
| nicht überschreiten: | |||||||||||
| 10 mg/kg Summengrenzwert für Alkylphenole und 100 mg/kg als gemeinsamer Summengrenzwert für Alkylphenole und Alkylphenolethoxylate. | |||||||||||
| Die geforderten Grenzwerte gelten nicht für Endprodukte, die ausschließlich aus rezyklierter Baumwolle/Wolle und Polyester ohne Verwendung | |||||||||||
| von Alkylphenolen und Alkylphenolethoxylaten hergestellt worden sind; eine Nachweisführung einschließlich eines Analytikberichts ist trotzdem | |||||||||||
| vorzulegen. | |||||||||||
| 1.9 | Chinolin/Quinoline | Der Gehalt an Chinolin darf im Endprodukt 50 mg/kg nicht überschreiten. | |||||||||
| Ergänzend für wasserabweisende Produkte | |||||||||||
| 1.10 | Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFCs) in hydrophobierten Textilien | Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFCs) dürfen nicht eingesetzt werden. In hydrophobierten Textilien dürfen die in Anhang 1 Tabelle 5: Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFCs) in hydrophobierten Textilien aufgeführten Konzentrationen von PFCs nicht überschritten werden. | |||||||||
| Ergänzend für Polyurethan | |||||||||||
| 1.11 | Begrenzung von Dimethylformamid, Dimethylacetamid und N- Methylpyrrolidon | Der Gehalt von Dimethylformamid (DMF), Dimethylacetamid (DMAc) und N-Methylpyrrolidon (NMP) in Polymerbeschichtungen bzw. Nahtversiegelungsbändern auf Basis von Polyurethan darf den Wert von 0,1 Gewichtsprozent nicht übersteigen. | |||||||||
| Ergänzend für bedruckte Produkte, Beschichtungen, Laminate und Membrane | |||||||||||
| 1.12 | Begrenzung von Phthalaten und Weichmachern | Die Summe der in Anhang 1 Tabelle 6: Begrenzung von Phtalaten und Weichmachern aufgeführten Liste namentlich genannten Phthalate und Weichmacher darf höchstens 1.000 mg/kg betragen. |
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| 2. Anforderungen an den Herstellungsprozess | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Für alle Produkte/Fasern | |||||||
| 2.1 | Genereller Ausschluss von bestimmten Farbmitteln und Textilhilfsmitteln | An Farbmittel und Textilhilfsmittel gelten folgende Anforderungen: a. Farbmittel und Textilhilfsmittel dürfen keine Stoffe enthalten, die unter der Chemikalienverordnung REACH (EG/1907/2006) als besonders besorgniserregend identifiziert und in die gemäß REACH Artikel 59 Absatz 1 erstellte Liste (sogenannte Kandidatenliste) aufgenommen wurden. Es gilt die Fassung der Kandidatenliste zum Zeitpunkt der Angebotsabgabe. Ist der Stoff Bestandteil eines Gemisches, so darf seine Konzentration 0,10 Gewichtsprozent nicht überschreiten. Liegt nach der CLP-Verordnung (EG/1272/2008) ein strengerer, spezifischer Konzentrationsgrenzwert für einen Stoff in einem Gemisch vor, so gilt dieser. b. Farbmittel und Textilhilfsmittel müssen die Grenzwerte aus Kapitel 1 der ZDHC MRSL einhalten. Es gilt die Fassung der ZDHC MRSL zum Zeitpunkt der Angebotsabgabe. c. Farbmittel und Textilhilfsmittel, die gemäß den Kriterien der CLP-Verordnung (EG/1272/2008) mit den in Anhang 1 Tabelle 7: Genereller Ausschluss von bestimmten Farbmitteln und Textilhilfsmitteln H-Sätzen eingestuft sind oder die die Kriterien für eine solche Einstufung erfüllen, dürfen nicht eingesetzt werden. Der Wortlaut der CLP-Verordnung (EG/1272/2008) wird in Anhang 1 Tabelle 7: Genereller Ausschluss von bestimmten Farbmitteln und Textilhilfsmitteln aufgeführt. | |||||
| 2.2 | Ausschluss von per- und | Es dürfen keine per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) eingesetzt werden. | |||||
| polyfluorierten Chemikalien | |||||||
| (PFCs) | |||||||
| 2.3 | Ausschluss von Chlorbleichmitteln | Chlorbleichmittel dürfen nicht verwendet werden. | |||||
| 2.4 | Ausrüstung: Biozid- und biostatische Produkte | Biozide im Sinne der Biozid-Verordnung (EU) Nr. 528/2012 und biostatische Produkte dürfen nicht verwendet werden. Topfkonservierer sind | |||||
| davon ausgenommen. Als Topfkonservierer sind Substanzen zugelassen, die der europäischen Biozidverordnung entsprechen und in der Liste | |||||||
| der Wirkstoffe für Topfkonservierer (Produktarttyp PT6) aufgeführt sind. | |||||||
| 2.5 | Ausschluss von Flammschutzmitteln | Die Ausrüstung von Textilien mit Flammhemmstoffen oder inhärentem Flammschutz ist nicht zulässig, außer in der Artikel- oder Materialspezifikation ist eine Flammhemmung gefordert. | |||||
| 2.6 | Verbot von halogenierten | Halogenierte Stoffe als solche oder in Gemischen dürfen als Antifilzmittelausrüstung nicht verwendet werden. | |||||
| Stoffen | |||||||
| 2.7 | Ausschluss schwer abbaubarer Schlichtemittel, Komplexbildner und Tenside | Mindestens 90 Gewichtsprozente der Inhaltsstoffe der verwendeten Weichgriffmittel und Komplexbildner müssen unter aeroben Bedingungen leicht biologisch abbaubar oder inhärent biologisch abbaubar und/oder in Kläranlagen eliminierbar sein. Tenside müssen aerob leicht biologisch abbaubar sein. Alle nichtionischen und kationischen Tenside müssen auch unter anaeroben Bedingungen biologisch abbaubar sein. | |||||
| 2.8 | Grenzwerte für die Einleitung | Abwasser aus Nassbehandlungsanlagen darf bei der Einleitung in ein Gewässer die in Anhang 1 Tabelle 8: Grenzwerte für die Einleitung von Abwässern aus der Nassbehandlung aufgeführten Werte nicht überschreiten. | |||||
| von Abwässern aus der | |||||||
| Nassbehandlung | |||||||
| Ergänzend für Wolle und andere Keratinfasern | |||||||
| 2.9 | Ausschluss von APEO-haltigen Waschmitteln | Alkylphenolethoxylaten (APEO)-haltige Waschmittel sind verboten. |
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| 3. Anforderungen an die eingesetzten Rohfasern | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Baumwolle | ||||||
| 1.1 | Verwendung von Baumwollfasern aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) | Die textile Naturfaser Baumwolle stammt aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) oder aus Fasern aus der Umstellungsphase und erfüllt die Bedingungen der Verordnung (EG) Nr. 2018/848 (EG-Öko-Verordnung) oder des amerikanischen National Organic Programme (NOP). Auf sämtlichen Stufen der Verarbeitungskette muss gewährleistet sein, dass kontrolliert biologische Fasern und Produkte nicht mit konventionellen Fasern und Produkten vermischt werden und dass kontrolliert biologische Fasern nicht durch Kontakt mit unzulässigen Stoffen kontaminiert werden. | |||||
| 2. | Polyester | ||||||
| 2.1 | Begrenzung von Antimon | Die Menge von Antimon in den Polyesterfasern hält den Grenzwert 260 ppm ein. | |||||
| 2.2 | Begrenzung der VOC- | Die Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen während der Polymerisierung von Polyester (Frischfasern) halten als Jahresmittelwerte die Grenzwerte 1,2 g/kg PET-Chips und 10,3 g/kg Filament-Faser ein. | |||||
| Emissionen bei Polyester | |||||||
| Frischfasern | |||||||
| (entfällt beim Einsatz | |||||||
| rezyklierter Polyesterfasern) | |||||||
| 2.3 | Alternativ zur Begrenzung von VOC-Emissionen bei Frischfasern: Verpflichtender Einsatz rezyklierter Polyesterfasern | Die Fasern müssen mit einem Mindestgehalt PET, das aus Produktions- und/oder Verbraucher*innenabfällen recycelt wurde, hergestellt werden. Stapelfasermischungen müssen mindestens 50 Prozent und Filamentfasern mindestens 20 Prozent rezyklierte Fasern enthalten. | |||||
| 3. | Polyamid (oder Nylon) | ||||||
| 3.1 | Grenzwert für N2O- Emissionen (Frischfasern & Rezyklatanteil < 20 Prozent) (entfällt beim Einsatz rezyklierter Polyamidfasern) | Für Polyamid-Frischfasern, bzw. für Frischfasern mit einem Recyclinganteil unter 20 Prozent gelten folgende Grenzwert für N2O-Emissionen: Die N2O-Emissionen, die während der Monomer-Produktion in die Luft gelangen, dürfen ausgedrückt als Jahresmittelwert, 9 g/kg erzeugter Poly-amid-6-Faser und 9 g/kg erzeugter Polyamid-6.6-Faser nicht übersteigen. Dazu müssen Minderungstechniken bei der Caprolactam- und Adipinsäureherstellung eingesetzt werden. Es ist sicherzustellen, dass der Minderungsgrad für N2O-Emissionen bei der Adipinsäureherstellung mindestens 95 Prozent beträgt. | |||||
| 3.2 | Alternativ zum Grenzwert für | Bei textilen Endprodukten aus Recyclingfasern aus Polyamid müssen die Fasern mit mindestens 20 Prozent Nylon, das aus Produktions- und/oder Verbraucher*innenabfällen zurückgewonnen wurde, hergestellt werden. | |||||
| N2O-Emissioen: | |||||||
| Verpflichtender Mindesteinsatz | |||||||
| rezyklierter Polyamidfasern | |||||||
| (>= 20 Prozent) | |||||||
| 4. | Elastan | ||||||
| 4.1 | Ausschluss von Organozinnverbindungen | Zur Produktion der Fasern werden keine Organozinnverbindungen verwendet. |
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| 5. | Polyacryl | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 5.1 | Begrenzung von Acrylnitril | Der Restgehalt an Acrylnitril in den Rohfasern, die den Produktionsbetrieb verlassen, muss weniger als 1,5 mg/kg betragen. | |||||
| 6. | Wolle und andere Keratinfasern | ||||||
| 6.1 | Verwendung von Wolle aus kontrolliert biologischer Tierhaltung (kbT) | Die textile Naturfaser Wolle stammt aus kontrolliert biologischer Tierhaltung (kbT), oder aus Fasern aus der Umstellungsphase und erfüllt die Bedingungen der Verordnung (EG) Nr. 2018/848 (EG-Öko-Verordnung) oder des amerikanischen National Organic Programme (NOP). Auf sämtlichen Stufen der Verarbeitungskette muss gewährleistet sein, dass kontrolliert biologische Fasern und Produkte nicht mit konventionellen Fasern und Produkten vermischt werden und dass kontrolliert biologische Fasern nicht durch Kontakt mit unzulässigen Stoffen kontaminiert werden. Mulesing ist nicht erlaubt. | |||||
| 6.2 | Grenzwerte für die Einleitung von Abwässern aus der Wollreinigung | Der chemische Sauerstoffbedarf (CSB) des Reinigungsabwassers darf 45 g/kg Schweißwolle nicht übersteigen. | |||||
| Die Prüfung des CSB erfolgt gemäß ISO 6060 oder DIN 38409-41 oder DIN 38409-44 oder DIN-ISO 15705 aus der qualifizierten Stichprobe | |||||||
| oder der Zwei-Stunden-Mischprobe. | |||||||
| Die jeweils geltenden nationalen und lokalen gesetzlichen Anforderungen für die Abwasserbehandlung (einschließlich Grenzwerte in Bezug auf | |||||||
| pH-Wert, Temperatur, TOC, BSB, SCB, Farbigkeit und Rückstände von (chemischen) Schadstoffen sowie Einhaltung der Einleitungswege) | |||||||
| müssen erfüllt sein. | |||||||
| 6.3 | Wolle vom Schaf, Prozesskriterium: Chromsalze enthaltende Beizenfarbstoffe | Chromsalze enthaltende Beizenfarbstoffe dürfen nicht verwendet werden. | |||||
| 7. | Regeneratfasern | ||||||
| 7.1 | Verwendung von 25 Prozent Zellstofffasern aus nachhaltiger Forstwirtschaft nach den Prinzipien des FSC oder PEFC | Mindestens 25 Prozent der Zellstofffasern stammen aus nachhaltiger Forstwirtschaft nach den Prinzipien des FSC oder PEFC. Der restliche Anteil an Zellstofffasern stammt von Zellstoff, der aus legaler Forstwirtschaft und legalem Holzanbau beschafft wurde. | |||||
| 7.2 | Ausschluss von Chlor bei der Zellstoff-Produktion | Zellstoff für die Faserproduktion wird ohne Elementarchlor gebleicht. Der sich ergebende Gesamtbetrag von Chlor und organisch gebundenem Chlor in den fertigen Fasern (OX) hält 150 ppm oder im Abwasser der Zellstoffproduktion (AOX) 0,170 kg/ADt Zellstoff ein. | |||||
| 8. | Polypropylen | ||||||
| 8.1 | Ausschluss von Pigmenten auf Bleibasis | Pigmente auf Bleibasis dürfen nicht verwendet werden. | |||||
| 9. | Elastolefin | ||||||
| 9.1 | Begrenzungen beim Einsatz von Spinnölen | Die für die Herstellung von Elastolefin verwendeten Spinnöle dürfen folgende Substanzen nicht enthalten: • Octamethylcyclotetrasiloxane D4 CAS 556-67-2, • Decamethylcyclopentasiloxane D5 CAS 541-02-6, • Dodecamethylcyclohexasiloxane D6 CAS 540-97-6 |
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| 10. | Laminate und Membranen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 10.1 | Anforderungen an die verwendete Membran | Die Membranen müssen jeweils die faserspezifischen Anforderungen erfüllen: Für Polyester-Membranen ist der bei den Polyester-Fasern genannte Punkt Antimongehalt zu berücksichtigen, für Polyamid-Membranen der bei Polyamidfasern genannte Grenzwert für N2O-Emissionen und bei Polyurethan-Membranen die Grenzwerte, die bei Elastan zum Ausschluss von zinnorganischen Verbindungen und der Begrenzung aromatischer Diisocyanate genannt sind. | |||||
| 10.2 | Verbot organischer Lösemittel | Die in Laminaten verwendeten Membranen auf Polyester-, Polyurethan- oder Polyamid-Basis dürfen nicht unter Verwendung von chlorhaltigem | |||||
| und aromatischen Lösemittel hergestellt werden. | |||||||
| 10.3 | Verbot lösemittelhaltiger Klebstoffe im Laminierprozess | Lösemittelhaltige Klebstoffe dürfen im Laminierprozess nicht verwendet werden. Lediglich thermoplastische oder reaktive (z. B. feuchtigkeitsvernetzende) Schmelzklebstoffe werden eingesetzt. Bei Verwendung reaktiver polyurethanbasierter Schmelzklebstoffe darf die Konzentration aromatischer Diisocyanate einen Wert von 0,05 mg/m³ (entsprechend 0,005 ml/m³), am Arbeitsplatz gemessen, ausgedrückt als 8-h-Mittelwert (Schichtmittelwert), nicht überschreiten. | |||||
| 11. | Füllung: Daunen und Federn | ||||||
| 11.1 | Daunen- und Federgewinnung | Federgewinnung vom lebenden Tier, Lebendrupf und Mauserrauf sowie die Gewinnung von Federn und Daunen von Tieren, die zur Produktion von Stopfleber gehalten werden, ist nicht zulässig. | |||||
| 11.2 | Anforderungen an das Abwasser für die Einleitungsstelle | Anforderungen an das Abwasser für die Einleitungsstelle (Direkteinleitung) bei der Verarbeitung von Daunen und Federn: | |||||
| Abwasser aus Nassbehandlungsanlagen darf bei der Einleitung in ein Gewässer folgende Werte nicht überschreiten: | |||||||
| • CSB: 160 mg/l (ausgedrückt als Jahresdurchschnittswert), | |||||||
| • BSB5: 30 mg/l, | |||||||
| • TSS: 50 mg/l, | |||||||
| • Ammoniumstickstoff: 10 mg/l, | |||||||
| • Stickstoff gesamt: 20 mg/l, | |||||||
| • Phosphor: gesamt 2 mg/l, | |||||||
| • Persistenter Schaum an der Einleitstelle | |||||||
| • Der pH-Wert des in Oberflächengewässer eingeleiteten Abwassers muss zwischen 6 und 9 betragen (wenn der pH-Wert des Vorfluters nicht | |||||||
| außerhalb dieses Bereichs liegt), und die Temperatur muss weniger als 35 °C betragen (wenn diese Temperatur nicht bereits im Vorfluter | |||||||
| überschritten wird). Diese Anforderung gilt nicht, wenn nachgewiesen werden kann, dass die Einleitung in die kommunale Kläranlage genehmigt | |||||||
| ist und die kommunale Kläranlage mindestens die Anforderungen der Richtlinie des Rates vom 21. Mai 1991 über die Behandlung von | |||||||
| kommunalem Abwasser (91/271/EWG) einhält. | |||||||
| 12. | Füllung: Polyurethan | ||||||
| 12.1 | Beschränkung von aromatischen Diisocyanaten | Bei der Polymerisierung und dem Spinnprozess darf die Konzentration aromatischer Diisocyanate einen Wert von 0,05 mg/m³ (entsprechend 0,005 ml/m³) am Arbeitsplatz, gemessen in den Prozessstufen, in denen sie jeweils auftreten, ausgedrückt als 8-h-Mittelwert (Schicht-Mittelwert), nicht überschreiten. | |||||
| 12.2 | Verbot von FCKWs | Fluorchlorkohlenwasserstoffe dürfen zum Aufschäumen von Polyurethan nicht verwendet werden. |
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Anhang 1
Tabelle 1: Zinnorganische Verbindungen
Der Gehalt der jeweiligen zinnorganischen Verbindungen darf die nachfolgend genannten Grenzwerte nicht überschreiten:
| Name | Akronym | Grenzwert in mg/kg | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Dibutylzinn / Dibutyltin | DBT | 2 mg/kg | ||||||
| Dimethylzinn / Dimethyltin | DMT | 2 mg/kg | ||||||
| Dioctylzinn / Dioctyltin | DOT | 2 mg/kg | ||||||
| Diphenylzinn / Diphenyltin | DPhT | 2 mg/kg | ||||||
| Dipropylzinn / Dipropyltin | DPT | 2 mg/kg | ||||||
| Monomethylzinn / Monobutyltin | MMT | 2 mg/kg | ||||||
| Monobutylzinn / Monobutyltin | MBT | 2 mg/kg | ||||||
| Monooctylzinn / Monooctyltin | MOT | 2 mg/kg | ||||||
| Monophenylzinn / Monohenyltin | MPhT | 2 mg/kg | ||||||
| Tetrabutylzinn / Tetrabutyltin | TeBT | 2 mg/kg | ||||||
| Tetraethylzinn / Tetraethyltin | TeET | 2 mg/kg | ||||||
| Tributylzinn / Tributyltin | TBT | 1 mg/kg | ||||||
| Tricylcohexylzinn / Tricylcohexyltin | TCyHT | 2 mg/kg | ||||||
| Trimethylzinn / Trimethyltin | TMT | 2 mg/kg | ||||||
| Trioctylzinn / Trioctyltin | TOT | 2 mg/kg | ||||||
| Triphenylzinn / Triphenyltin | TPhT | 1 mg/kg | ||||||
| Tetraoctylzinn / Tetraoctyltin | TeOT: | 2 mg/kg | ||||||
| Tripropylzinn / Tripropyltin | TPT: | 2 mg/kg |
Tabelle 2: Azo-Farbstoffe
Bei den eingesetzten Garnen, Geweben und Fertigerzeugnissen dürfen Azo-Farbstoffe, die eines der in der folgenden Liste genannten aromatischen Amine abspalten können, den Grenzwert von 20 mg/kg nicht überschreiten. Azofarbstoffe, die eines der nachstehenden aromatischen Amine abspalten können (gemäß Richtlinie 2002/61/EG):
| Name | Cas-Nr. | Name | Cas-Nr. | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 4-Aminobiphenyl | 92-67-1 | 3,3‘-Dimethyl-4,4‘-diaminodiphenylmethan | 838-88-0 | ||||||||
| Benzidin | 92-87-5 | p-Kresidin | 120-71-8 | ||||||||
| 4-Chloro-o-toluidin | 95-69-2 | 4,4’-Methylen-bis-(2-chloranilin) | 101-14-4 | ||||||||
| 2-Naphthylamin | 91-59-8 | 4,4’-Oxydianilin | 101-80-4 | ||||||||
| o-Aminoazotoluol | 97-56-3 | 4,4’-Thiodianilin | 139-65-1 | ||||||||
| 2-Amino-4-nitrotoluol | 99-55-8 | o-Toluidin | 95-53-4 | ||||||||
| p-Chloroanilin | 106-47-8 | 2,4-Diaminotoluol | 95-80-7 | ||||||||
| 2,4-Diaminoanisol | 615-05-4 | 2,4,5-Trimethylanilin | 137-17-7 | ||||||||
| 4,4‘-Diaminodiphenylmethan | 101-77-9 | 4-Aminoazobenzol | 60-09-3 | ||||||||
| 3,3‘-Dichlorobenzidin | 91-94-1 | o-Anisidin | 90-04-0 | ||||||||
| 3,3‘-Dimethoxybenzidin | 119-90-4 | 2,4-Xylidin | 95-68-1 | ||||||||
| 3,3‘-Dimethylbenzidin | 119-93-7 | 2,6-Xylidin | 87-62-7 |
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Anhang 1
Tabelle 3: Weitere ausgeschlossene Farbstoffe
Für die im Folgenden unter den Überschriften „Krebserzeugende, erbgutverändernde oder fortpflanzungsgefährdende Farbstoffe“ und „Potenziell sensibilisierende Dispersionsfarbstoffe“ genannten Farbstoffe gilt ein Grenzwert von 50 mg/kg.
| Krebserzeugende, erbgutverändernde oder fortpflanzungsgefährdende Farbstoffe: | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| C.I. Basic Red 9 | C.I. Direct Blue 6 | Solvent Yellow 1 | ||||||
| C.I. Disperse Blue 1 | C.I. Direct Blue 15 | Solvent Yellow 3 | ||||||
| C.I. Acid Red 114 | C.I. Direct Brown 95 | Basic Blue 26 (with ≥ 0.1% Michler’s ketone or base) | ||||||
| C.I. Acid Red 26 | C.I. Direct Red 28 | Basic Green 4 (oxalate, chloride or free) | ||||||
| C.I. Basic Violet 14 | C.I. Disperse Yellow 3 | Basic Violet 3 (with ≥ 0.1% Michler’s ketone or base) | ||||||
| C.I. Disperse Orange 11 | Disperse Yellow 23 | Pigment Red 104 | ||||||
| C.I. Direct Black 38 | Disperse Orange 149 | Pigment Yellow 34 | ||||||
| Potenziell sensibilisierende Dispersionsfarbstoffe (in Anlehnung an Entscheidung 2014/350/EU (EU-ZU für | ||||||||
| Textilerzeugnisse): | ||||||||
| C.I. Disperse Blue 1 | C.I. Disperse Blue 124 | C.I. Disperse Red 17 | ||||||
| C.I. Disperse Blue 3 | C.I. Disperse Brown 1 | C.I. Disperse Yellow 1 | ||||||
| C.I. Disperse Blue 7 | C.I. Disperse Orange 1 | C.I. Disperse Yellow 3 | ||||||
| C.I. Disperse Blue 26 | C.I. Disperse Orange 3 | C.I. Disperse Yellow 9 | ||||||
| C.I. Disperse Blue 35 | C.I. Disperse Orange 76 (frühere | C.I. Disperse Yellow 39 | ||||||
| Bezeichnung Orange 37) | ||||||||
| C.I. Disperse Blue 102 | C.I. Disperse Red 1, | C.I. Disperse Yellow 49 | ||||||
| C.I. Disperse Blue 106 | C.I. Disperse Red 11 |
Tabelle 4: Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe
Für die verwendeten chemischen Fasern, Garne und Zwirne sowie für Materialien aus Kunststoff dürfen folgende Höchstwerte für polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) nicht überschritten werden:
| Name | Grenzwert in mg/kg | Name | Grenzwert in mg/kg | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Benzo[a]pyren | 1,0 mg/kg | Chrysen | 1,0 mg/kg | ||||||||
| Benzo[e]pyren | 1,0 mg/kg | Dibenzo[a,h]anthracen | 1,0 mg/kg | ||||||||
| Benzo[a]anthracen | 1,0 mg/kg | Benzo[ghi]perylen | 1,0 mg/kg | ||||||||
| Benzo[b]fluoranthen | 1,0 mg/kg | Indeno[1‚2,3-cd]pyren | 1,0 mg/kg | ||||||||
| Benzo[j]fluoranthen | 1,0 mg/kg | Phenanthren, Pyren, Anthracen, Fluoranthen | Summe: < 10 mg/kg | ||||||||
| Benzo[k]fluoranthen | 1,0 mg/kg | Naphthalin | < 2 mg/kg, | ||||||||
| Summe 15 PAK | < 10 mg/kg |
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Anhang 1
Tabelle 5: Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFCs) in hydrophobierten Textilien
| Name | Cas-Nr. | Akronym | Grenzwert in | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| hydrophobierten Textilien | |||||||||||
| Perfluoroctansulfonsäure und -sulfonate | 1763-23-1, et. al. | PFOS | 1 µg/m² | ||||||||
| Perfluoroctansulfonamid | 754-91-6 | PFOSA | 1 µg/m² | ||||||||
| Perfluoroctansulfonfluorid | 307-35-7 | PFOSF/POSF | 1 µg/m² | ||||||||
| N-Methylperfluoroctansulfonamid | 31506-32-8 | N-Me-FOSA | 1 µg/m² | ||||||||
| N-Ethylperfluoroctansulfonamid | 4151-50-2 | N-Et-FOSA | 1 µg/m² | ||||||||
| N-Methylperfluoroctansulfonamidethanol | 24448-09-7 | N-Me-FOSE | 1 µg/m² | ||||||||
| N-Ethylperfluoroctansulfonamidethanol | 1691-99-2 | N-Et-FOSE | 1 µg/m² | ||||||||
| Perfluorheptansaure und Salze | 375-85-9, et. al. | PFHpA | 0,025 mg/kg | ||||||||
| Perfluoroctansaure und Salze | 335-67-1, et. al. | PFOA | 0,025 mg/kg | ||||||||
| Perfluornonansaure und Salze | 375-95-1, et.al. | PFNA | 0,025 mg/kg | ||||||||
| Perfluordecansaure und Salze | 335-76-2, et. al. | PFDA | 0,025 mg/kg | ||||||||
| Henicosafluorundecansaure und Salze | 2058-94-8, et. al. | PFUdA | 0,025 mg/kg | ||||||||
| Tricosafluordodecansaure und Salze | 307-55-1, et. al. | PFDoA | 0,025 mg/kg | ||||||||
| Pentacosafluortridecansaure und Salze | 72629-94-8, et. al. | PFTrDA | 0,025 mg/kg | ||||||||
| Heptacosafluortetradecansaure und Salze | 376-06-7, et. al. | PFTeDA | 0,025 mg/kg |
Tabelle 6: Begrenzung von Phtalaten und Weichmachern
Die Summe, der in der folgenden Liste namentlich genannten Phthalate und Weichmacher darf, höchstens 1.000 mg/kg betragen:
| Name | Akronym | Name | Akronym | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Benzylbutylphthalat | BBP | Di-isobutylphthalat | DIBP | ||||||||
| Dibutylphthalat | DBP | Di-isodecylphthalat | DIDP | ||||||||
| Di-ethylhexylphthalat) | DEHP | Di-iso-hexylphthalat | DIHxP | ||||||||
| Di-(2-ethylhexyl)-phthalat | DMEP | Di-isononylphthalat | DINP | ||||||||
| Di-C6-8-branched alkylphthalates, C7 rich | DIHP | Di-n-hexylphthalate) | DHP | ||||||||
| Di-C7-11-branched and linear alkylphthalates | DHNUP | Di-n-octylphthalat) | DNOP | ||||||||
| Di-cyclohexylphthalat) | DCHP | Di-pentylphthalate (N-,iso-, or mixed) | DPP | ||||||||
| Di-hexylphthalate, branched and linear | DHxP | Tris(2-chlorethyl)phosphat | TCEP |
9 Version 3.0, Stand Mai/ 2026
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Anhang 1
Tabelle 7: Genereller Ausschluss von bestimmten Farbmitteln und Textilhilfsmitteln
Farbmittel und Textilhilfsmittel, die gemäß den Kriterien der CLP-Verordnung (EG/1272/2008) mit den folgenden genannten H-Sätzen eingestuft sind oder die die Kriterien für eine solche Einstufung erfüllen, dürfen nicht eingesetzt werden.
| CLP- Verordnung | Wortlaut | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| (EG/1272/2008) | |||||
| Toxische Stoffe | |||||
| H300 | Lebensgefahr beim Verschlucken | ||||
| H310 | Lebensgefahr bei Hautkontakt | ||||
| H330 | Lebensgefahr beim Einatmen | ||||
| H370 | Schädigt die Organe | ||||
| H371 | Kann die Organe schädigen | ||||
| H372 | Schädigt die Organe bei längerer oder wiederholter Exposition (alle betroffenen Organe nennen) | ||||
| Krebserzeugende, erbgutverändernde und fortpflanzungsgefährdende Stoffe | |||||
| H340 | Kann genetische Defekte verursachen | ||||
| H341 | Kann vermutlich genetische Defekte verursachen | ||||
| H350 | Kann Krebs erzeugen | ||||
| H350i | Kann beim Einatmen Krebs erzeugen | ||||
| H351 | Kann vermutlich Krebs erzeugen | ||||
| H360F | Kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen | ||||
| H360D | Kann das Kind im Mutterleib schädigen | ||||
| H360FD | Kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen, Kann das Kind im Mutterleib schädigen | ||||
| H360Fd | Kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen, | ||||
| Kann vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen | |||||
| H360Df | Kann das Kind im Mutterleib schädigen, Kann vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen | ||||
| H361f | Kann vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen | ||||
| H361d | Kann vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen | ||||
| H360fd | Kann vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen, | ||||
| Kann vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen | |||||
| H362 | Kann Sauglinge über die Muttermilch schädigen | ||||
| Gewässergefährdende Stoffe | |||||
| H400 | Sehr giftig für Wasserorganismen | ||||
| H410 | Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung | ||||
| H411 | Giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung | ||||
| Sonstige Gesundheits- oder Umweltwirkungen | |||||
| H420 | Schädigt die öffentliche Gesundheit und die Umwelt durch Ozonabbau in der äußeren Atmosphäre (ersetzt EUH059) |
10 Version 3.0, Stand Mai/ 2026
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Anhang 1
Tabelle 8: Grenzwerte für die Einleitung von Abwässern aus der Nassbehandlung
Abwasser aus Nassbehandlungsanlagen darf bei der Einleitung in ein Gewässer folgende Werte nicht überschreiten:
| Name | Grenzwert | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| CSB | 150 mg/l (ausgedruckt als Jahresdurchschnittswert) | ||||||||||
| BSB5 | 30 mg/l, | ||||||||||
| Sulfit | 2 mg/l, | ||||||||||
| Ammoniumstickstoff: | 10 mg/l, | ||||||||||
| Stickstoff gesamt | 20 mg/l, | ||||||||||
| Phosphor gesamt | 3 mg/l, | ||||||||||
| Der pH-Wert des in Oberflächengewässer eingeleiteten Abwassers muss zwischen 6 und 9 betragen (wenn der pH-Wert | |||||||||||
| des Vorfluters nicht außerhalb dieses Bereichs liegt), und die Temperatur muss weniger als 35 °C betragen (wenn diese | |||||||||||
| Temperatur nicht bereits im Vorfluter überschritten wird). | |||||||||||
| Die Farbigkeit muss folgende Werte einhalten: | |||||||||||
| w 436 nm (Gelbbereich) 7 m-1 | |||||||||||
| w 525 nm (Rotbereich) 5 m-1 | |||||||||||
| w 620 nm (Blaubereich) 3 m-1 | |||||||||||
| Außerdem müssen folgende Grenzwerte eingehalten werden: | |||||||||||
| Name | Grenzwert | Name | Grenzwert | ||||||||
| AOX | 5 mg/l | Chrom gesamt | 0,3 mg/l, | ||||||||
| Sulfid | 1 mg/l | Zink | 5 mg/l, | ||||||||
| Kupfer | 1 mg/l | Antimon | 1,2 mg/l, | ||||||||
| Nickel | 0,2 mg/l |
11 Version 3.0, Stand Mai/ 2026