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Anl. B4 Definitionen Reinigungsleistungen
Unterhaltsreinigung
ZVS-215/2026
Definitionen Reinigungsleistungen
Reinigungsarten
Grundreinigung
Definition:
Die Grundreinigung geht im Umfang und in der Intensität deutlich über die Unterhalts- und
Zwischenreinigung hinaus. Die Grundreinigung umfasst die Entfernung sämtlicher
Schmutzrückstände, die das Aussehen der Oberfläche beeinträchtigen und/oder abgenutzter
Pflegefilme.
Eine Grundreinigung wird im Allgemeinen bei Bedarf in größeren Zeitabständen durchgeführt.
Ziel/Ergebnis:
Oberflächen sollen frei von Verschmutzungen bzw. abgenutzten Pflegefilmen oder anderen
Rückständen sowie wischspuren-, schlieren- und fleckenfrei sein, soweit dies nach dem Stand
der Technik möglich ist.
Bemerkungen/Hinweise:
Die Häufigkeit sollte in Abhängigkeit von Alter, Beanspruchung und Nutzung der Komponenten
bzw. Oberflächen festgelegt werden. Der Zeitpunkt kann vorab vertraglich geregelt oder nach
Bedarf als Sonderreinigung vereinbart werden.
Mögliche Verfahren zur Grundreinigung sind z.B. für nichttextile Bodenbeläge Chemische
Nassgrundreinigung oder Trockene Pflegefilmsanierung und für textile Bodenbeläge
Kombinationsverfahren wie Sprühextraktion/Faserpadreinigung oder Nassshampoonierung/
Sprühextraktion
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Unterhaltsreinigung
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Einpflege / Grundbehandlung
Definition:
Bei der Einpflege oder Grundbehandlung werden Pflege- oder Behandlungsmittel auf
Oberflächen gebracht, die diese zum Werterhalt vor mechanischer Beanspruchung schützen,
die wasser- und/oder schmutzabweisende Effekte gegenüber bestimmten unerwünschten
bzw. schädigenden Einflüssen erzielen und so die nachfolgende Unterhaltsreinigung u. U.
erleichtern. Die Einpflege oder Grundbehandlung setzt eine Grundreinigung oder
Bauschlussreinigung voraus.
Ziel/Ergebnis:
Einheitliche Optik des Pflegefilms, keine unerwünschten Nachteile bezüglich Optik,
Begehsicherheit und elektrischer Leitfähigkeit elastischer Beläge bei der Nutzung.
Bemerkungen/Hinweise:
Die spätere Beseitigung von abgenutzten Pflegemittelfilmen sollte möglich sein.
Unterhaltsreinigung
Definition:
Unterhaltsreinigungen sind sich wiederholende Reinigungsarbeiten nach festgelegten
Zeitabständen.
Ziel/Ergebnis:
Je nach erwartetem und festgelegtem Reinigungsergebnis bzw. den durchzuführenden
Reinigungsarbeiten verschieden.
Bemerkungen/Hinweise:
Im Umfang der Unterhaltsreinigung ist die Entfernung von Verschmutzungen enthalten, die im
Rahmen der üblichen Nutzung des Objektes auftreten. Außergewöhnliche Verschmutzungen,
z. B. Verschmutzungen, die nicht mit den technischen Hilfs- und Reinigungsmitteln der
Unterhaltsreinigung zu beseitigen sind, sowie außergewöhnlich hohe Verschmutzungsgrade
werden im Rahmen von Sonderreinigungen entfernt.
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Unterhaltsreinigung
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Mögliche Verfahren der Unterhaltsreinigung sind z. B.
- zur Entfernung aufliegender Verschmutzungen: Trockenreinigungsverfahren wie Kehren,
Kehrsaugen, elektrostatisch/staubbindendes Wischen, Staub- und Bürstsaugen sowie
Feuchtreinigungsverfahren wie Kehren mit Kehrspäne und Feuchtwischen
- zur Entfernung haftender Verschmutzungen: Nassreinigungsverfahren wie Nasswischen,
Scheuersaugen, Nassscheuern, Sprüh-Wischverfahren
Zwischenreinigung oder Intensivreinigung
Definition:
Die Zwischenreinigung ist eine Intensivreinigung mit dem Ziel, den Zeitpunkt der
Grundreinigung möglichst weit hinauszuschieben, um die Optik zu verbessern.
Ziel/Ergebnis
Die Oberfläche soll in ihrer Optik verbessert werden durch die Beseitigung von Gehspuren und
Laufstraßen sowie das Wiederherstellen einer einheitlichen Optik.
Stark frequentierte Bereiche sollen durch die Teilflächenreinigung in ihrem
Gesamterscheinungsbild der übrigen Fläche angeglichen sein.
Bemerkungen/Hinweise:
Die Zwischenreinigung ersetzt üblicherweise die Grundreinigung nicht, sondern zögert diese
lediglich hinaus.
Mögliche Verfahren der Zwischenreinigung sind z. B. für nichttextile Bodenbeläge
Polieren/Poliersaugen, Spray-Cleanern, Teilflächensanierung und für textile Beläge Garnpad-
/Faserpadreinigung, Pulverreinigung
Sonderreinigung
Definition:
Die Sonderreinigung umfasst die Beseitigung von außergewöhnlichen und/oder aufwändig zu
entfernenden Verschmutzungen sowie außergewöhnlich hohen Verschmutzungsgraden, die
über den Rahmen der Unterhalts- und Zwischenreinigung hinausgehen.
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Unterhaltsreinigung
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Ziel/Ergebnis:
Je nach Auftrag und Art der Sonderreinigung unterschiedlich.
Bemerkungen/Hinweise:
Werden in der Regel als Einzelaufträge vergeben.
Bauendreinigung
Definition:
Die Bauendreinigung ist identisch mit den in der Praxis geläufigen Begriffen „Baufeinreinigung",
„Bauschlussreinigung“ sowie „Erstreinigung bzw. -pflege". Sie findet nach Fertigstellung von
Neubau-, Umbau- oder nach Renovierungsarbeiten statt.
Ziel/Ergebnis:
Oberflächen sind frei von Handwerkerverschmutzungen (Mörtel-, Gips-, Lackspritzer,
Bohrstaub usw.) sowie von Schutzfolien und Etiketten; außerdem sollen die Oberflächen
staubfrei, wischspuren- und schlierenfrei sein (soweit dies nach dem Stand der Technik
möglich ist).
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Unterhaltsreinigung
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Reinigungsarten der Gebäude-(Innen) – Reinigung
Unterhaltsreinigungsverfahren Kehren (Außenbereich)1
Definition:
Manuelle oder maschinelle, trockene mechanische Entfernung von lose aufliegendem (leicht
gebundenem) Schmutz (Staub, Sand, Laub, Papierknäule, Zigarettenkippen etc.) mit
Borstenerzeugnissen (Besen, Bürsten, Kehrwalzen, Bürstwalze) und Aufnahme in ein
Behältnis.
Ziel/Ergebnis:
Oberfläche ist frei von lose aufliegendem Schmutz (Staub, Sand, Laub, Papierknäule,
Zigarettenkippen etc.); mit geringen Staubrückständen auf dem Fußboden ist dennoch zu
rechnen.
Kehrsaugen
Definition:
Trockene mechanische Entfernung von aufliegendem Schmutz mit Borstenerzeugnissen und
gleichzeitiger Absaugung von Staub sowie Aufnahme des Schmutzes in ein Behältnis.
Ziel/Ergebnis: Oberfläche ist frei von Grobverschmutzungi und nicht haftender Verschmutzungii, ohne
Staubaufwirbelung.
Bemerkungen/Hinweise:
Dazu werden Kehrsaugmaschinen eingesetzt, die in einem Arbeitsgang den Schmutz vom
Belag durch Kehren (für Grobschmutz) und Saugen (für Feinschmutz) beseitigen. Sie eignen
sich für große Flächen wie z. B. Höfe, Straßen, Fabrikhallen, Messehallen, Flugplätze,
Bahnhöfe etc.
1 Gemäß BG ist im Innenbereich normales Kehren wegen der Feinstaubbelastung nicht mehr zulässig
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Kehren mit Kehrspänen (Innenbereich)
Definition:
Aufbringen der Kehrspäne (Kehrmehle) und Reinigen des Bodens durch anschließendes
Kehren. Kehrgut fachgerecht entsorgen.
Ziel/Ergebnis:
Oberfläche ist frei von aufliegender Verschmutzung, ohne Staubaufwirbelung; ggf. verbleiben
auf der Oberfläche pflegende Substanzen.
Bemerkung:
Je nach Art der eingesetzten Kehrspäne werden gleichzeitig pflegende Substanzen
aufgebracht.
Saugen
Definition:
Trockenes Absaugen von lose aufliegenden oder schwach haftenden Verschmutzungen
mittels Staubsauger.
Ziel/Ergebnis: Die Oberfläche soll frei von Grobverschmutzungi und nicht haftender Verschmutzungii sein. Haftende Verschmutzungeniii bzw. bei textilen Belägen in den Teppichflor eingedrungene
Substanzen (z. B. Getränkeflecken) können noch auf der Oberfläche vorhanden sein.
Bemerkungen/Hinweise:
Bei textilen Belägen ist nur dann ein gutes Ergebnis der Entstaubung zu erwarten, wenn
leistungsstarke Sauger in angepasster Arbeitsgeschwindigkeit eingesetzt werden und die
gesamte Fläche bearbeitet wird.
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Bürstsaugen
Definition:
Mechanisches Bürsten des Belags und trockenes Absaugen von nicht haftenden Verschmutzungenii oder mechanisch auf der Oberfläche schwach haftenden
Verschmutzungen mittels Bürstsauger.
Ziel/Ergebnis: Die Oberfläche soll frei sein von Grobverschmutzungi, nicht haftender Verschmutzungii und mechanisch auf der Oberfläche schwach haftender Verschmutzungiii sein. In den Teppichflor
eingedrungene Substanzen (z. B. Getränkeflecken) können noch auf der Oberfläche
vorhanden sein.
Feuchtwischen / Staubbindendes Wischen
Definition:
Staubbindendes Wischen mit nebelfeuchten oder präparierten Reinigungstextilien
(Feuchtwischen) bzw. speziellen trockenen Mikrofasererzeugnissen (Elektrostatisch- staubbindendes Wischen) zur Beseitigung von nicht haftenden Verschmutzungenii und in geringerem Umfang auch von Grobverschmutzungi und anschließende Aufnahme des
Grobschmutzes in ein Behältnis.
Ziel/Ergebnis: Oberfläche ist frei von Grobverschmutzungi und nicht haftender Verschmutzungii; haftende Verschmutzungeniii können noch auf der Oberfläche vorhanden sein.
Bemerkungen/Hinweise:
• Geeignet zur Beseitigung von aufliegendem Feinschmutz bei der Unterhaltsreinigung
• Grobschmutzbeseitigung nur bedingt möglich
• Entfernung von haftenden Verschmutzungen nicht möglich
• Voraussetzung zur Anwendung präparierter Tücher sind glatte Bodenbeläge (möglichst ohne
tiefer gelegene Fugen)
• Bei strukturierten Oberflächen können nur spezielle Mikrofasererzeugnisse zum
Trockenmoppen eingesetzt werden
• Gegenüber dem Kehren effektiver, rationeller und hygienischer, da der Staub nicht
aufgewirbelt wird.
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Nasswischen
Definition:
Manuelle Nassreinigung mit Reinigungstextilien zur Beseitigung von haftenden Verschmutzungeniii (Getränkeflecken, Straßenschmutz etc.). Diese Methode kann auch unter
Verwendung von geeigneten Mitteln zur desinfizierenden Fußbodenreinigung eingesetzt
werden; unter Verwendung von Wischpflegemitteln erzielt man gleichzeitig einen Pflegeeffekt.
Das klassische Nasswischverfahren stellt die Zweistufen-Methode dar. Beim ersten
Arbeitsgang wird mit einer Reinigungstextilie (Tücher, Mops, Wischbezüge von
Breitwischgeräten etc.) so viel Reinigungsflüssigkeit auf den Belag gebracht, dass haftende,
wassergebundene Verschmutzungen aufgeweicht bzw. abgelöst werden. In der zweiten
Arbeitsstufe wird die überschüssige Schmutzflüssigkeit wieder mit Reinigungstextilien
aufgenommen. Das Verfahren kann ebenfalls angewendet werden mit Wendebezügen, bei
denen in zwei Arbeitsgängen unter Wenden des Wischbezuges das zweistufige
Nasswischverfahren ohne Bezugwechsel durchgeführt wird.
Beim einstufigen Verfahren wird der Belag in einem Arbeitsgang mit mehr oder weniger stark
entwässerten Reinigungstextilien (Mop, Wischbezug, Scheuer- bzw. Wischtuch, Vliestuch)
gereinigt. Die bei diesem Arbeitsgang zurückbleibende Flüssigkeit lässt man abtrocknen.
Dem Wischwasser können neben Reinigungsmitteln auch Wischpflege- oder
Desinfektionsmittel zugegeben werden.
Ziel/Ergebnis: Oberflächen sollen frei sein von nicht-haftenden Verschmutzungenii, Grobschmutzi, haftenden Verschmutzungeniii (Getränkeflecken, Straßenschmutz etc.) sowie sonstigen
Schmutzrückständen. Gummiabsatzstriche können auf den Oberflächen noch vorhanden sein.
Arten des Nasswischens bei Bodenbelägen sind
Einstufen-Methode, oft auch als Halbnass-Methode bezeichnet,
Zweistufen-Methode
Punktuelles Nasswischen,
Nasswischen kombiniert mit Sprühsystem.
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Bei Einsatz von Wischpflegemitteln sollen die zurückbleibenden Pflegesubstanzen frei sein
von Schmutzeinlagerungen und sich ohne eine aufwendige und umweltbelastende
Grundreinigung vom Fußbodenbelag beseitigen lassen.
Beim Einsatz von Desinfektionsmitteln sollte eine ausreichende Keiminaktivierung erzielt
werden.
Bemerkungen/Hinweise:
Um neben den haftenden wasserlöslichen Verschmutzungen auch aufliegende
Verschmutzungen effektiv zu entfernen, ist i. d. R. vor dem Nasswischen die Entfernung der
aufliegenden Verschmutzung durch geeignete Verfahren erforderlich.
Verschiedene Methoden des Nasswischens sind
Einstufen-Methode, oft auch als Halbnass-Methode bezeichnet,
Zweistufiges Nasswischen = Zweistufen-Methode
Punktuelles Nasswischen,
Nasswischen kombiniert mit Sprühsystem = Sprüh-Wischverfahren
Nasswischen im Gesundheitswesen
Um eine hygienisch einwandfreie Flächenreinigung zu gewährleisten, ist das mehrfache
Eintauchen bzw. Auswaschen der Reinigungstücher / Bezüge in die Reinigungs- bzw.
Desinfektionsmittellösung zu vermeiden, beispielsweise durch Verwendung von
anwendungsfertig präparierte Reinigungstüchern/ Bezüge, Tuch-Wechsel-/Bezugswechsel-
System, Tuch-Falt-Methode u. ä.
Einstufiges Nasswischen / Einstufen-Methode
Definition:
Der Bodenbelag wird in einem Arbeitsgang mit mehr oder weniger stark entwässerten
Reinigungstextilien (Wischbezug, Scheuer- bzw. Wischtuch, Vliestuch) gereinigt. Die bei
diesem Arbeitsgang zurückbleibende Flüssigkeit lässt man abtrocknen.
Dem Wischwasser können neben Reinigungsmitteln auch Wischpflege oder
Desinfektionsmittel zugegeben werden.
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Unterhaltsreinigung
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Ziel/Ergebnis:
Vgl. Nasswischen
Bemerkungen/Hinweise:
Nur für Bodenbeläge geeignet, die einen geringen Verschmutzungsgrad haben oder die
feuchtigkeitsempfindlich sind (Doppelböden in EDV-Räumen etc. sofern die
Reinigungstextilien entsprechend stark entwässert wurden).
Um eine Kumulation von Reinigungs- oder Desinfektionsmittelrückständen sowie nicht
vollständig entfernten Verschmutzungen zu vermeiden, sollte intervallweise (z.B. bei jedem
fünften Wischvorgang) zweistufig nassgewischt werden.
Das einstufige Nasswischen kann mit Fahreimer und Presse, vorpräparierten (imprägnierten)
Bezügen und Wanne mit Abtropfsieb erfolgen.
Zweistufiges Nasswischen / Zweistufen-Methode
Definition:
Die Zweistufen-Methode stellt das klassische Nasswischverfahren dar. Beim ersten
Arbeitsgang wird mit einer Reinigungstextilie (Tüchern, Wischbezügen etc.) so viel
Reinigungsflüssigkeit auf den Belag gebracht, dass haftende, wassergebundene
Verschmutzungen aufgeweicht bzw. abgelöst werden. In der zweiten Arbeitsstufe wird die
Schmutzflotte mit trockenen oder stark entwässerten Reinigungstextilien aufgenommen. Dies
verkürzt die Trocknungszeit und verringert die Rutschgefahr.
Ziel/Ergebnis:
Vgl. Nasswischen.
Bemerkungen/Hinweise:
Der Reinigungseffekt ist i. d. R. besser als beim einstufigen Nasswischen.
Das zweistufige Nasswischen kann mit Fahreimer und Presse oder Wanne mit Abtropfsieb,
als „klassische“ Zwei-Bezugwechsel-Methode, als Einspar-Bezug-wechsel- Methode
(Schüttmethode), mit Doppelbreitwischgeräten und spezieller Dosierwanne, mit
vorpräparierten (imprägnierten) Bezügen oder mit Wendebezügen, bei denen in zwei
Arbeitsgängen unter Wenden des Wischbezuges das zweistufige Nasswischverfahren ohne
Bezugwechsel durchgeführt wird, erfolgen.
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Polieren
Definition:
Geläufig ist auch der Begriff „Bohnern". Maschinelle Behandlung mit Bürstenerzeugnissen
oder Pads (Bodenreinigungsscheiben) auf unbehandelten oder mit Pflegemittel behandelten
Fußbodenbelägen.
Ziel/Ergebnis:
Oberflächen sind frei von Verkehrsspuren, Absatzstrichen und Getränkeflecken. Die Optik des
Pflegefilmes ist einheitlich; je nach der Art der Pflegesubstanzen spezielle Glanzerzeugung.
Die Trittsicherheit darf nicht eingeschränkt werden.
Punktuelles Nasswischen
Definition:
Es werden nur Teilbereiche der Gesamtfläche nassgewischt.
Ziel/Ergebnis:
Vgl. Nasswischen
Da nur punktuell gereinigt wird, ist das Reinigungsergebnis - bezogen auf die Gesamtfläche -
eingeschränkt.
Bemerkungen/Hinweise:
Häufig ist diese Methode dort vorteilhaft, wo eine kleine Fläche häufiger als die Gesamtfläche
nassgewischt werden muss, z. B. Nasswischen im Bereich von Getränkeautomaten zur
Beseitigung von Flecken, wo in Unterrichtsräumen vor der Wandtafel etc. Außerdem eignet
sich das punktuelle Nasswischen, wenn nur die staubbindende Reinigung vollflächig erfolgt
und haftende Verschmutzungen punktuell entfernt werden sollen.
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Nasswischen kombiniert mit Sprühsystem
Definition
Aufsprühen einer gebrauchsfertigen Reinigungslösung mit Hilfe eines Sprühgeräts
(Sprühflasche, Drucksprüher) auf die Reinigungstextilie oder direkt auf die verschmutzte
Fläche und Aufnahme der Verschmutzungen durch Wischen mit Breitwischgerät und
geeigneter Reinigungstextilie.
Ziel/Ergebnis:
Vgl. Nasswischen
Bemerkungen/Hinweise
Nur für Bodenbeläge geeignet, die keinen hohen Verschmutzungsgrad aufweisen oder die
feuchtigkeitsempfindlich sind. Der Arbeitsaufwand ist fast so hoch wie beim zweistufigen
Nasswischen.
Nassscheuern
Definition:
Manuelle oder maschinelle Fußbodenreinigung mit Borstenerzeugnissen oder Reinigungspads
zur Beseitigung hartnäckig haftender Verschmutzungen.
Ziel/Ergebnis: Oberfläche ist frei von Grobverschmutzungi, nicht haftender Verschmutzungii und hartnäckigen haftenden Verschmutzungeniii sowie wischspuren-, schlieren und fleckenfrei.
Bemerkungen/Hinweise:
Als intensiveres Unterhaltsreinigungsverfahren in Objektbereichen mit starken
Verschmutzungen (z. B. Lebensmittel-, Industriebereiche, Schwimmbad u. ä.) oder in
Anwendung in der Grundreinigung. Maschinelles Nassscheuern mit Scheiben-,
Bürstenwalzenmaschinen. Schmutzflotte wird anschließend mit einem Nasssauger
aufgenommen.
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Automatenreinigung / Scheuersaugen
Definition:
Maschinelle Fußboden-Nassreinigung unter Verwendung von Scheuersaugmaschinen (auch
als Bodenreinigungsautomaten bezeichnet) mit Borstenerzeugnissen oder Reinigungspads zur Entfernung von nicht haftenden Verschmutzungenii und haftenden Verschmutzungeniii. Der
Fußboden wird nassgescheuert und die Schmutzflotte im gleichen Arbeitsgang durch
Nasssaugen wieder aufgenommen und in den Schmutzwassertank befördert.
Ziel/Ergebnis: Oberflächen sollen frei von Grobverschmutzungi, nicht haftender Verschmutzungii und haftender Verschmutzungiii. sowie wischspuren-, schlieren- und fleckenfrei sein. Absatzstriche
können auf der Oberfläche noch vorhanden sein.
Bemerkungen/Hinweise:
Insbesondere bei größeren Flächen mit geringem Überstellungsgrad geeignet.
Durch die rasche Trocknung ist der Fußbodenbelag schon nach kurzer Zeit begehbar. In den
Reinwassertank der Scheuersaugmaschinen werden schaumarme Reinigungsmittel
zugegeben.
Detachur (Fleckentfernung)
Definition:
Punktuelle Entfernung von Verfleckungen und haftenden Verschmutzungen auf textilen
Belägen durch Spülmethode mit Hilfe des Nasssaugers oder der Hand- oder Polsterdüse des
Sprühextraktionsgerätes oder durch Tupfmethode durch Abtupfen des Fleckes mit
saugfähigem Material, z. B. Zellstoff, Baumwolltuch u. ä., ggf mit Reinigungslösung oder
geeigneten Detachurmittel.
Ziel/Ergebnis:
Oberfläche frei von punktuell in den Flor eingedrungenen, haftenden Verschmutzungen.
Aufgrund der punktuellen Fleckentfernung kann sich im Gesamterscheinungsbild eine
unterschiedliche Optik ergeben.
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Bemerkungen/Hinweise:
Eine Fleckentfernung ersetzt keine Grundreinigung in gewissen Zeitabständen.
Gemeint sind Flecken, die sich mit marktgängigen Fleckentfernungsmitteln beseitigen lassen.
Flecken sind spezifisch nach dem jeweiligen Stand der Technik zu bearbeiten (am effektivsten
ist das Sprühextraktionsverfahren).
Behandelte Fleckstellen sind so zu bearbeiten, dass eine Wiederanschmutzung durch
Restsubstanzen ausgeschlossen ist (gründliches Nachspülen mit klarem Wasser). Eine
Wiederanschmutzung darf bei einer Begehung im trockenen Zustand nicht auftreten.
Fleckentfernung im Rahmen der Unterhaltsreinigung
Beseitigung von maximal 3 Flecken von einer Größe < 1 dm² pro 100 m² bezogen auf den
Anteil an der Gesamtfläche des bei einem Reinigungsvorgang zu reinigenden Textilbelages.
Wird diese Anzahl an Flecken bzw. deren Größe überschritten, so erfolgt eine Abrechnung als
Sonderreinigung.
Zwischenreinigungsverfahren Polieren / Poliersaugen
Definition:
Maschinelle Behandlung mit Bürstenerzeugnissen (Polierbürsten) oder Pads (Polierpads oder
Spezialpads) auf unbehandelten oder mit Pflegemittel behandelten Fußbodenbelägen.
Fußbodenreinigungsmaschinen können mit einem Saugaggregat ausgerüstet werden
(Polieren und gleichzeitige Staubbeseitigung durch Trockensaugen in einem
Arbeitsgang = Poliersaugen).
Ziel/Ergebnis:
Oberfläche ist frei von Verkehrsspuren, Absatzstrichen und sonstiger haftender Verschmutzungiii. Die Optik des Pflegefilms ist einheitlich; je nach Art der Pflegesubstanzen
spezielle Glanzerzeugung.
Bemerkung:
Vorteile von polierten Oberflächen sind u. a. höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber
Verkehrsspuren und Behandlungsmitteln, Verbesserung der Optik, Vergrößerung der
Grundreinigungsintervalle, dadurch Kosteneinsparung und reduzierte Umweltbelastung. Voraussetzung zum Polieren: Oberfläche muss frei von nicht haftenden Verschmutzungenii
sein.
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Cleanern
Definition:
Das Cleanermittel wird mit einem Handsprühkännchen oder durch eine Sprühvorrichtung an
einer Einscheibenmaschine bzw. High-Speed-Maschine partiell auf den Bodenbelag gesprüht,
der hartnäckige Flecken sowie abgenutzte Pflegefilmstellen aufweist. Diese Stellen werden
maschinell mit einem geeigneten Pad (z. B. rot) bearbeitet und das Cleanermittel verteilt.
Anschließend werden die bearbeiteten Stellen unter Verwendung geeigneter Pads
(beige/gelb, rot) poliert.
Ziel/Ergebnis:
Vorteile sind u. a. höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber Verkehrsspuren und
Behandlungsmitteln, Verbesserung der Optik, Grundreinigungen können hinausgeschoben
werden. Die Oberflächen sind frei von hartnäckigen Flecken, Absatzstrichen, Schrammen,
Schleifspuren etc. Abgenutzte Pflegefilmstellen sind saniert und der übrigen Fläche
angeglichen. Die Optik (Glanz) ist einheitlich.
Bemerkungen/Hinweise:
Cleanermittel und Padscheiben müssen auf Bodenbelagsart, Verschmutzung und Maschinentyp
angepasst sein. Die Trittsicherheit darf nicht einschränkt werden.
Garnpad- / Faserpadmethode
Definition:
Methode zur Zwischenreinigung von textilen Belägen. Nach dem Aufsprühen einer tensidfreien
Reinigungslösung erfolgt eine Bearbeitung mit speziellen Garnpads oder Faserpads unter
Verwendung einer Einscheibenmaschine.
Ziel/Ergebnis:
Begrenzter Reinigungserfolg, lediglich Flächen- keine Tiefenreinigung, daher als
Zwischenreinigung einzustufen. Die Oberfläche soll nach dem Stand der Technik möglichst frei von nicht haftendenii und haftendeniii Verschmutzungen sein.
Bemerkungen/Hinweise:
Diese Methode ist besonders für feuchtigkeitsempfindliche Beläge geeignet. Beim Einsatz
tensidfreier Mittel entsteht keine Begünstigung der Wiederanschmutzung.
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Pulverreinigung
Definition:
Verfahren zur Zwischenreinigung von textilen Belägen.
Ein geeignetes Teppichreinigungspulver wird auf den Belag aufgestreut und mit
Bürstenerzeugnissen manuell oder maschinell einmassiert. Nach dem Trocknen des Pulvers
wird dieses gründlich mit einem leistungsstarken Bürstsauger abgesaugt.
Ziel/Ergebnis:
Begrenzter Reinigungserfolg, lediglich Flächen- keine Tiefenreinigung, daher als
Zwischenreinigung einzustufen. Die Oberfläche soll nach dem Stand der Technik möglichst frei von nicht haftendenii und haftendeniii Verschmutzungen sein.
Bemerkungen/Hinweise:
Diese Methode ist besonders für feuchtigkeitsempfindliche Beläge geeignet.
Dieses Verfahren ist für feuchtigkeitsempfindliche Beläge geeignet. Es besteht das Problem
einer raschen Wiederanschmutzung und der Staubbildung durch die nicht vollständig
entfernbaren Pulverrückstände. Eine Anwendung auf Nadelvlies sowie hochflorigen Belägen
darf nicht erfolgen, da sich bei diesen Belägen das Pulver keinesfalls mehr gründlich entfernen
lässt.
Grundreinigungsverfahren Trockene Pflegefilmsanierung
Definition:
Mechanisches Abtragen alter, abgenutzter Pflegefilme durch Ab- bzw. Anschleifen des
bestehenden Pflegefilms mit leistungsstarker Bodenreinigungsmaschine (z. B. spezielle
Sanierungsmaschine mit Absaugaggregat) und geeignetem Pad (z.B. graues, dunkelbraunes
oder Spezialpad), anschließend Auspolieren bei noch ausreichender Dicke der verbleibenden
Pflegefilmschicht oder Auftrag einer neuen Pflegefilmschicht.
Ziel/Ergebnis:
Einheitliche Optik des Pflegefilms
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Unterhaltsreinigung
ZVS-215/2026
Bemerkungen/Hinweise:
Voraussetzungen
-
relativ ebener Bodenbelag
-
leistungsstarke Bodenreinigungsmaschine mit Absaugung, mit hohem Drehmoment und
hohem Gewicht
Grenzen der Pflegefilmsanierung
-
alte vergraute Pflegefilme mit Schmutzeinlagerungen bis zum Untergrund
-
unebene Beläge, schlechte Verlegung
Vorteile gegenüber der Chemischen Nassgrundreinigung
-
schneller und kostengünstiger
-
partiell anwendbar (Teilflächensanierung)
-
weniger umweltbelastend
Sprühextraktion
Definition:
Gründliche Entfernung haftender Verschmutzungen aus textilen Belägen durch intensives
Umspülen der Fasern und gleichzeitigem Absaugen der Schmutzflotte mit Hilfe einer
Sprühextraktionsgerätes.
Ziel/Ergebnis: Oberfläche soll frei sein von nicht haftender Verschmutzungii und haftendeniii, in die Polschicht
(Flor) eingedrungenen Verschmutzungen - soweit dies nach dem Stand der Technik möglich
ist.
Bemerkungen/Hinweise:
Wegen des guten Reinigungseffektes ist diese Methode zur Grundreinigung geeignet.
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Shampoonierung
Definition:
Reinigen textiler Fußbodenbeläge mit Bürstenmaschinen unter Verwendung einer geeigneten
Shampoolösung; anschließend Absaugen der Schmutzflotte (Schaum).
Ziel/Ergebnis: Oberfläche soll frei sein von nicht haftender Verschmutzungii und haftendeniii, in die Polschicht
(Flor) eingedrungenen Verschmutzungen - soweit dies nach dem Stand der Technik möglich
ist.
Bemerkungen/Hinweise:
Je nach Beschaffenheit des Schaums unterscheidet man Trockenshampoonierung (relativ
trockener Schaum wird bereits in der Maschine produziert) und Nassshampoonierung
(Schaum wird durch Reibung auf dem mit Shampoolösung durchtränkten Textilbelag erzeugt).
Die eingesetzten Mittel sollen eine rasche Wiederanschmutzung verhindern.
Padreinigung
Definition:
Grundreinigung textiler Fußbodenbeläge durch Sprühextraktion (s. Definition Sprühextraktion)
und anschließender Padreinigung (s. Definition Garnpad-Faserpadreinigung) des noch
feuchten Flors. Ggfs. Sprühextraktion punktuell bei verbliebenen haftenden Verschmutzungen.
Ziel/Ergebnis:
Vgl. Sprühextraktion / Garn-/Faserpadreinigung
Bemerkungen/Hinweise:
Sehr guter Reinigungserfolg
Vgl. Sprühextraktion / Garn-/Faserpadreinigung
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Unterhaltsreinigung
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Kombination Nass-Shampoonierung/Sprühextraktion
Definition:
Grundreinigung textiler Fußbodenbeläge durch Nass-shampoonierung (s. Definition
Shampoonierung) und anschließender Sprühextraktion (s. Definition Sprühextraktion). Der im
Schaum gebundene Schmutz wird mit Hilfe eines Sprühextraktionsgerätes mit klarem Wasser
ausgespült und abgesaugt.
Ziel/Ergebnis:
Vgl. Shampoonierung, Sprühextraktion
Bemerkungen/Hinweise:
Vgl. Shampoonierung, Sprühextraktion
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Unterhaltsreinigung
ZVS-215/2026
Ausführung der Reinigung von Ausstattung und Einrichtung (Inventar), Decken
und Wänden
Inhalt entleeren und entsorgen
Definition:
Der Inhalt von verschiedenen Abfallbehältern wird entleert und getrennt gesammelt sowie
anschließend fachgerecht entsorgt.
Ziel/Ergebnis:
Das Behältnis soll frei sein von jeglichem Inhalt (z. B. auch von Kaugummis und haftenden
Papierschnipseln).
Inhalt der Wiederverwertung zuführen
Definition:
Der getrennt gesammelte Inhalt verschiedener Behälter wird der Wiederverwertung zugeführt
(z. B. Papier, Alu, Glas).
Ziel/Ergebnis:
Abfall wird fachmännisch getrennt (z.B. Papier, Alu, Glas).
Bestücken
Definition:
Ein Gegenstand (z. B. Handtuchhalter, Seifenspender etc.) wird neu mit
Verbrauchsmaterialien (z.B. Papierhandtücher, Seifenlösung etc.) versehen.
Ziel/Ergebnis:
Der zu bestückende Gegenstand muss entsprechend dem angegebenen Termin mit
Verbrauchsmaterial aufgefüllt sein.
Bemerkungen/Hinweise:
Zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer muss vertraglich festgelegt werden, wer die zu
bestückenden Verbrauchsmaterialien stellt.
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Unterhaltsreinigung
ZVS-215/2026
Auswechseln
Definition:
Ein Gegenstand wird gegen einen anderen ausgetauscht.
Ziel/Ergebnis:
Der Gegenstand muss entsprechend der Vereinbarung ausgewechselt sein.
Entstauben / Spinnweben
Definition:
Staubentfernung entweder mittels eines Trockensaugers (Staubsaugers) oder mit
Reinigungstextilien vom Gegenstand; Spinnweben werden mit Trockensauger oder
Spinnenbesen entfernt.
Ziel/Ergebnis:
Der Gegenstand / die Oberfläche muss frei von Staub und Spinnweben sein.
Feucht reinigen
Definition:
Lose aufliegende und leicht haftende Verschmutzungen werden manuell mit einem nassen,
stark entwässerten Reinigungstuch vom Gegenstand entfernt.
Ziel/Ergebnis: Gegenstand/Oberfläche ist frei von Grobverschmutzungi, nicht haftender Verschmutzungii und Schlieren; haftende Verschmutzungeniii können noch auf der Oberfläche vorhanden sein.
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Unterhaltsreinigung
ZVS-215/2026
Nass reinigen
Definition:
Haftende Verschmutzungen (z.B. Getränkeflecken, fetthaltige Verschmutzungen) werden
manuell mit einem nassen, wenig entwässerten Schwammtuch oder anderen
Reinigungstextilien vom Gegenstand entfernt.
Ziel/Ergebnis: Gegenstand/Oberflächen soll frei von Grobverschmutzungi, nicht haftender Verschmutzungii und haftender Verschmutzungiii. sowie wischspuren-, schlieren- und fleckenfrei sein.
Nass reinigen und nachtrocknen
Definition:
Haftende Verschmutzungen werden manuell mit einem nassen, wenig entwässerten
Schwammtuch oder anderen Reinigungstextilien vom Gegenstand entfernt. Anschließend wird
die Feuchtigkeit mit einem trockenen Reinigungstuch bzw. ähnlichen geeigneten
Reinigungsutensilien (z. B. Leder) aufgenommen.
Ziel/Ergebnis: Der Gegenstand / die Oberfläche muss frei sein von haftenden Verschmutzungeniii,
Griffspuren, Staub und Schlieren. Der Gegenstand darf nicht mehr feucht sein.
Nass reinigen kombiniert mit Sprühsystem / Sprüh-Wischverfahren
Definition:
Aufsprühen einer gebrauchsfertigen Reinigungslösung mit Hilfe eines Sprühgeräts
(Sprühflasche, Drucksprüher) auf die Reinigungstextilie und Aufnahme der Verschmutzungen
durch Wischen mit geeigneter Reinigungstextilie.
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Unterhaltsreinigung
ZVS-215/2026
Ziel/Ergebnis:
Vgl. Nass reinigen
Bemerkungen/Hinweise:
Vorteile:
- einfache, anwenderfreundliche Handhabung
-Steigerung der Wirtschaftlichkeit (geringer Zeitaufwand, geringere Rüst- und Wegezeiten,
höhere Flächenleistung)
-
Zwangsdosierung, sparsamer Einsatz von Reinigungsprodukten und Wasser
-
kein Hautkontakt zur Reinigungslösung
Nass scheuern
Definition:
Fest haftende Verschmutzungen werden manuell nass mit einem abrasiv wirkenden
Padschwamm, geeigneten Bürsten oder Scheuermittel vom Gegenstand entfernt.
Ziel/Ergebnis:
Der Gegenstand / die Oberfläche muss frei sein von haftenden Verschmutzungen, Griffspuren,
Staub und Schlieren. Der Gegenstand / die Oberfläche kann noch sehr feucht sein.
Bemerkungen/Hinweise:
Jedes der eingesetzten Reinigungsuntensilien muss auf die Oberfläche abgestimmt und
geeignet sein.
Griffspuren / Spritzer / Flecken entfernen
Definition:
Griffspuren, Spritzer oder hartnäckige Flecken werden punktuell und gezielt durch Feucht-oder
Nassreinigung – ggf. anschließend nachtrocknen bzw. polieren – vom Gegenstand entfernt.
Ziel/Ergebnis:
Der Gegenstand / die Oberfläche muss frei sein von Griffspuren, Spritzern und Flecken. Ggf.
darf die Oberfläche nicht mehr feucht und muss poliert sein.
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Unterhaltsreinigung
ZVS-215/2026
Hochdruckreinigung
Definition: Entfernung von haftenden Verschmutzungeniii mit einem Hochdruckreinigungsgerät.
Ziel/Ergebnis: Der Gegenstand / die Oberfläche muss frei sein von haftenden Verschmutzungeniii. Der
Gegenstand / die Oberfläche kann noch sehr feucht sein.
Bemerkungen/Hinweise:
Diese Methode kann im „Nassbereich" wie z. B. Toiletten, Waschräumen, Umkleidekabinen
etc. zum Einsatz kommen.
Polieren
Definition:
Der gereinigte Gegenstand wird mit weichen Reinigungstextilien nachpoliert, um die Optik des
Gegenstandes zu verbessern.
Ziel/Ergebnis:
Der Gegenstand muss sich in einem guten optischen Zustand befinden. Es dürfen keine
Wischspuren vorhanden sein.
Pflegend behandeln
Definition:
Der gereinigte Gegenstand / die gereinigte Oberfläche wird mit geeigneten Pflegemitteln
behandelt.
Ziel/Ergebnis:
Der Gegenstand / die Oberfläche muss sich in eingepflegtem Zustand befinden. Es dürfen
keine Wischspuren oder Unregelmäßigkeiten vorhanden sein.
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Unterhaltsreinigung
ZVS-215/2026
Desinfizierend reinigen
Definition:
Reinigungsprozess und Desinfektion erfolgen in einem Arbeitsgang: Der Gegenstand / die
Oberfläche wird mit einem geeigneten Desinfektionsreiniger benetzt und desinfiziert. Dazu
muss die zu desinfizierende Oberfläche mit einer ausreichenden Menge des
Behandlungsmittels unter leichtem Druck abgerieben werden.
Ziel/Ergebnis:
Sicherstellung der hygienischen Qualität durch mikrobiologische Sauberkeit, d. h. Entfernung
sichtbarer Verunreinigungen sowie Verminderung der Anzahl pathogener oder fakultativ-
pathogener Mikroorganismen und deren Stoffwechselprodukte, dass anschließend vom
desinfizierten Gegenstand / Oberfläche keine Infektionsgefahr mehr ausgeht. Es können
Schlieren durch den Desinfektionsreiniger zurückbleiben.
Bemerkungen/Hinweise:
Die desinfizierende Reinigung ist so durchzuführen, dass eine Keimverbreitung verhindert
wird, insbesondere die Ausbreitung pathogener Mikroorganismen, sowie
Keimverschleppungen vermieden werden, insbesondere um Infektionsketten zu unterbrechen.
Die für die desinfizierende Reinigung verwendeten Mittel müssen aufgrund möglicher
unerwünschter Wechselwirkungen der Einzelkomponenten ausdrücklich für diesen Zweck
deklariert sein.
Die exakte Einhaltung der angegebenen, für wirksam befundenen Konzentrations-Zeit-
Relation ist sicherzustellen.
Der Desinfektionsreiniger muss einen geschlossenen Feuchtigkeitsfilm hinterlassen und darf
während der Einwirkzeit nicht nachgetrocknet werden.
Erläuterungen zu Desinfektionsverfahren:
Vorbeugende, routinemäßige Desinfektion:
Die prophylaktische, routinemäßige Desinfektion wird allgemein mit der täglichen
Hausreinigung verbunden. Ziel ist die höchstmögliche Reduktion des Keimgehaltes in
Verbindung mit der Minderung der Anzahl pathogener und fakultativ pathogener Keime im
jeweiligen Bereich. Die Intensität der Reinigung und Desinfektion richtet sich nach den
jeweiligen Anforderungen der unterschiedlichen Krankenhausbereiche. Demzufolge müssen
für die einzelnen Bereiche entsprechend abgestufte Desinfektions- und Reinigungspläne
erstellt werden: Bereiche, die in besonderem Maße vor Infektionen geschützt werden müssen,
Bereiche, von denen bevorzugt Infektionen ausgehen können, Bereiche mit mittlerem
Infektionsrisiko und Bereiche mit geringen Infektionsmöglichkeiten. Wenn bei der
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Unterhaltsreinigung
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vorbeugenden Desinfektion in einem Arbeitsgang auch ein Reinigungseffekt erzielt werden
soll, sind nur entsprechende Kombinationspräparate zu verwenden, deren unbedenkliche
Kombination überprüft ist. Ein nachträglicher Zusatz von Reinigungsmitteln zu
Desinfektionsmitteln bzw. umgekehrt ist nicht zulässig.
Laufende Desinfektion:
Mit ihr soll eine Keimverschleppung während der Zeit der Erkrankung verhindert werden. Die
laufende Desinfektion erstreckt sich auf alle potentiell durch den Kranken kontaminierten
Gegenstände und die Ausscheidung des Kranken. Sie wird auch als ”Desinfektion am
Krankenbett” bezeichnet.
Schlussdesinfektion:
Die Schlussdesinfektion erfolgt, wenn der Patient nachweislich keinen Krankheitserreger mehr
ausscheidet bzw. wenn dies aufgrund von Erfahrungswerten anzunehmen ist, wenn er verlegt
wurde oder gestorben ist. Sie ist nach § 17 Infektionsschutzgesetz vom 1.1.2001 dann
erforderlich, ”Wenn Gegenstände mit Erregern meldepflichtiger Krankheiten behaftet sind oder
wenn das anzunehmen ist und dadurch eine Verbreitung der Krankheit zu befürchten ist.” Die
zuständige Behörde hat in diesem Fall die notwendigen Maßnahmen zur Abwendung der
hierdurch drohenden Gefahren zu treffen. Durch die Schlussdesinfektion soll der Bereich oder
Raum, der zur Pflege oder Behandlung eines Infektionskranken diente, so hergerichtet
werden, dass er ohne Infektionsgefährdung zur Pflege oder Behandlung eines anderen
Patienten genutzt werden kann. Die Schlussdesinfektion erstreckt sich auf alle Oberflächen
und Gegenstände, die mit Krankheitserregern kontaminiert sind bzw. sein könnten.
Die vereinfachte und erweiterte Schlussdesinfektion:
Bei der vereinfachten Schlussdesinfektion handelt es sich um ein Nasswisch- und
Scheuerverfahren, das zur Anwendung kommt, wenn in der Umgebung des Patienten Objekte
mit Krankheitserregern behaftet sind oder sein können. Eine sorgfältig durchgeführte Laufende
Desinfektion erleichtert die Durchführung der Schlussdes-infektion.
Zur ”erweiterten Schlussdesinfektion” gehört neben der Nasswisch- und Scheuer-desinfektion
(vorgeschaltet oder nachgehend) die ”Raumdesinfektion” durch Verdampfen oder Vernebeln
von Formalin mit geeigneten Apparaten. Sie erfasst das ganze Krankenzimmer und dessen
Einrichtungen. Bei erhöhter Infektionsgefahr des Desinfektors erfolgt erst die
Raumdesinfektion, dann die Nasswisch- und Scheuerdesinfektion. Insbesondere bei
virusbedingtem hämorrhagischem Fieber kann es angezeigt sein, danach nochmals eine
Verdampfung oder Vernebelung von Formalin durchzuführen.
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Unterhaltsreinigung
ZVS-215/2026
Fleckentfernung z. B. bei Sonderreinigung
Definition:
Gemeint sind Flecken, die sich mit marktgängigen Fleckentfernungsmitteln beseitigen lassen.
Flecken sind spezifisch nach dem jeweiligen Stand der Technik zu bearbeiten. Behandelte
Fleckstellen sind so zu bearbeiten, dass eine Wiederanschmutzung durch Restsubstanzen
ausgeschlossen ist (gründliches Nachspülen).
Ziel/Ergebnis:
Oberfläche frei von in den Flor eingedrungenen, haftenden Verschmutzungen.
Bemerkung:
Eine Fleckentfernung ersetzt keine Grundreinigung in gewissen Zeitabständen. Die
Fleckentfernung erfolgt zweckmäßig als Sonderreinigung und wird zeitlich mit dem
entsprechenden Stundensatz abgerechnet. Aufgrund der punktuellen Fleckenentfernung kann
sich im Gesamterscheinungsbild eine unterschiedliche Optik ergeben.
Fleckentfernung bei Unterhaltsreinigung
Definition:
Beseitigung von maximal 3 Flecken von einer Größe < 1 dm² pro 100 m² bezogen auf den
Anteil an der Gesamtfläche des bei einem Reinigungsvorgang zu reinigenden Textilbelages.
Ziel/Ergebnis:
Oberfläche frei von in den Flor eingedrungenen, haftenden Verschmutzungen.
Bemerkungen/Hinweise:
Es ist damit zu rechnen, dass noch Flecken vorhanden sind. Eine Wiederanschmutzung darf
bei der Begehung im trockenen Zustand nicht auftreten.
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Unterhaltsreinigung
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i Grobverschmutzung: heruntergefallener oder weggeworfener Abfall, der sich aufheben lässt, z. B.
Papier, Pflanzenblätter; Zigarettenkippen, Getränkedosen
ii nicht haftende Verschmutzung: Verschmutzung, die sich nicht direkt aufheben lässt, z. B. Staub,
Kies, Sand, Asche, Haare, Spinnweben, Krümel
iii haftende Verschmutzung: Verschmutzung, die auf einer begrenzten Fläche haftet, z. B.
Straßenschmutz, Lebensmittelrückstände, Griffspuren, sonstige Rückstände, Verfleckungen und
optische Veränderungen auf Oberflächen, die nicht auf eine irreversible Veränderung des
Oberflächenmaterials zurückzuführen sind wie beispielsweise Reinigungsmittelrückstände, Vergrauung
u. ä.
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