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Protokoll der dendrologischen Baubegleitung zur Realisierung des Baumschutzes
Ausführungsort: Giebelplatz, Ecke Waldlehne 80 und Ecke Laubenweg 40, 45149 Essen
Bearbeitungsstand: 29.11.2024
Die Beurteilung der Stand- und Bruchsicherheit, sowie möglicher Folgeschäden an den Bäumen, erfolgt durch einen Sachverständigen und auf der Grundlage eines Wurzelprotokolls, sowie einer Fotodokumentation, die von der Auftraggeberseite zur Verfügung gestellt werden. Für etwaige falsche Angaben und hierdurch nicht ersichtliche Schäden, übernimmt der Auftragnehmer keine Haftung. Die ausgeführten Aufgrabungsarbeiten werden stichprobenartig kontrolliert.
| AUFTRAGGEBER | AUFTRAGNEHMER |
|---|---|
| M-J GmbH Jasmin Mehmedovic Gladbecker Str. 356 46240 Bottrop Telefon: E-Mail: info@m-j.gmbh Vertreten durch: Global Green Management | Baum-Welt Dipl. Ing. Željko Erdeljac Brunnenstr.15 42105 Wuppertal Telefon: 01737106221 E-Mail: kontakt@baum-welt.de Vertreten durch: Ivo Kiefer |
| Telefon: | |
|---|---|
| E-Mail: info@m-j.gmbh |
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| SCHUTZKONZEPT | SOFORTMAßNAHMEN |
|---|---|
| Die Schutzmaßnahmen sehen vor, dass die Aufgrabungsarbeiten im Kronentraufbereich +1,5m, gemäß R SBB ausschließlich in Handschachtung, mit einem Saugbagger, oder in geschlossener Bauweise vorgenommen werden. Dabei ist stets der größtmögliche Abstand zum Baum zu wahren. Sollten Arbeiten im statisch wirksamen Raum (Durchmesser in 1m höhe x 2) nicht zu umgehen sein, soll ein baumschutzfachlicher Baubegleiter zugegen sein. Unbefestigter Boden darf weder durch das Befahren mit Maschinen, noch durch Ablagerung schwerer Materialien verdichtet werden. Ist dies nicht zu vermeiden müssen Maßnahmen zur Lastverteilung unternommen werden. (Unterlage aus Fließ + Tragschicht aus Schotter + Abdeckung z.B. Stahlplatte) Der Stamm ist mit 2m hohen Holzlatten, die gegen den Stamm abgepolstert sind, zu schützen, wenn mit Maschinen in unmittelbarer Umgebung (Die Reichweite der Maschine ist zu berücksichtigen) gearbeitet wird. Hiervon wird im Wurzelschutzbereich jedoch grundsätzlich abgeraten. Jegliche Baumschäden (Wurzel, Stamm, Krone) und deren Behandlung sind durch das Ausfüllen des digitalen Wurzelprotokolls sowie Fotos zu dokumentieren. Ebenso Vorschäden im Kronen-, Stamm- und Wurzelbereich. Ggf. notwendige Ausgleichsmaßnahmen werden im Nachhinein besprochen. | Zugefügte Wurzelverletzungen müssen umgehend sauber nachgeschnitten und mit Wurzelschutzpaste gegen Austrocknung behandelt werden. Ein zusätzlicher Schutz mit einem (im Sommer feucht zu haltenden) Schafswollüieß oder Juteverband ist anzubringen, wenn die Wurzeln über einen längeren Zeitraum (> 2 Std.) frei liegen. Diese sind bei Schließen der Baugrube wieder zu entfernen um eine fachgemäße Verdichtung zu ermöglichen. Jeglicher Verlust von Wurzelmasse (auch Fein- und Schwachwurzeln in größerer Menge) gefährden potentiell die Vitalität des Baumes. Um den Baum bei der Kompensation und Bildung neuer Wurzeln zu unterstützen, empfehlen wir das Einbringen wachstumsfördernder oder bodenaktivierender Mittel in den Oberboden. Kambiumschäden am Stamm sind innerhalb eines Tages Wind- und Lichtdicht mit schwarzer Wundschutzfolie abzudecken. |
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| VERLAUFSPROTOKOLL | |||
|---|---|---|---|
| Am 18.11.2024 wurden die Arbeiten unterbrochen, da vorab keine Baumschutz- fachliche Baubegleitung informiert wurde. Am 25.11.2024 wurde ein Termin vor Ort vereinbart. Anwesend waren auf der Auftraggeberseite: Manuel Brendel (MJ GmbH) Tony (MJ GmbH) Arthur (Global Green Management) Armin Bulla (Ruhrûbre) (gegen 11:00 Uhr) Eigentümerseite: Herr Koch (Grün und Gruga) Auftragnehmerseite: Ivo Kiefer (Baum-Welt) 8:00-12:00 Uhr Verlauf des Schachtes wurde besprochen. Handschachtung (nach Auüage) wurde empfohlen und Wurzel-Schutzbereich wurde deûniert. Außerhalb des Schutzbereichs wurde Baggereinsatz unter Vorbehalt zugelassen. 10:00 Uhr Aufnahme der Gehwegplatten. 1 Wurzelstrang wurde beschädigt und umgehend behandelt. (Unmittelbar unter der | Oberüäche in der Wassergebundenen Wegedecke). Die Handschachtung für 5 Kabelverbände, ohne Beschädigung der Wurzeln, erschien der ausführenden Bauûrma nicht möglich. Der Vorschlag, einzelne Löcher in den Wurzelteppich zu machen und die Stränge zusammenzubinden um darunter auszuschachten, wurde von der ausführenden Bauûrma abgelehnt. Alternativer Lösungsansatz 1: Spülkopfbohrung. Alternativer Lösungsansatz 2: Den Schacht mit genügend Abstand durch den Asphalt verlegen. Alternativer Lösungsansatz 3: Arbeiten unter Zuhilfenahme eines Saugbaggers. Am 29.11.2024 wurde eine Termin zur Arbeit mit einem Saugbagger vereinbart. Anwesend waren auf der Auftraggeberseite: Jasmin Mehmedovic (MJ GmbH) Manuel Brendel (MJ GmbH) Tony (MJ GmbH) Arthur (Global Green Management) Armin Bulla (Ruhrûbre) Auftragnehmerseite: Ivo Kiefer (Baum-Welt) 7:30-14:00 Uhr | Das Parkverbot wurde nicht eingehalten und Auto-Besitzer mussten zuerst ausûndig gemacht werden. Der vereinbarte Stammschutz wurde nicht angebracht. Die Baustelle war noch nicht vorab eingerichtet. 8:00 Uhr eintreffen des Saugbaggers. 8:40 Uhr Beginn der Arbeiten. Der Saugbagger wurde mit einem Gummiaufsatz ausgerüstet. Der Boden wurde mit Schaufeln und Druckluftschaufel von der Bauûrma gelockert. Der Baumschutz-fachliche Baubegleiter hat beschädigte Wurzeln schnellstmöglich nachbehandelt. Abgerissene Wurzeln wurden sauber nachgeschnitten. Offene Wunden an Baum2 wurden mit einem Wundschutzmittel versiegelt. Die Arbeiten wurden dokumentiert. Die Versiegelung wurde einem Mitarbeiter der Bauûrma erklärt und er wurde gebeten, diese an den Schäden von Baum1 auszuführen. Alle Arbeiten fanden außerhalb des statisch wirksamen Wurzelraums statt. Kleinste Entfernung zum Baum lag bei 220cm. 13:45 Uhr Ende der Arbeiten mit Saugbagger. 3 | |
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| BAUMBEURTEILUNG 25.11.24 | |
|---|---|
| Baum 1: Laubenweg 40 / Giebelplatz Silberahorn, Höhe ca 20m, Umfang 230cm, Vitalitätsstufe 1 nach Roloff. Vorschäden: Totholz, oberüächliche Wurzeleschäden (durch Fußgänger und Autos), Gehwegplatten zT. angehoben, zT. ersetzt durch wassergebundene Wegedecke. Baum 2: Waldlehne 80 / Giebelplatz Silberahorn, Höhe ca 20m, Umfang 270cm, Vitalitätsstufe 1 nach Roloff. Vorschäden: oberüächliche Wurzeleschäden (durch Fußgänger und Autos), Gehwegplatten zT. angehoben, zT. ersetzt durch wassergebundene Wegedecke. Die Silberahorne stehen unter erschwerten Bedingungen im Straßenbereich. Etwa 2/3 des regulären Wurzelraumes sind asphaltiert. Die Baumscheibe ist sehr klein. Die Ausweichüäche für Wurzeln bildet ein schmaler Vorgarten, sowie der gepüasterte Gehweg. Daher ist es umso wichtiger, dass durch die Aufgrabungsarbeiten so wenig Wurzelwerk wie möglich beschädigt wird. |
Baum 2 Baum 1 4
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BEURTEILUNG Baum 1
Trotz der Zuhilfenahme eines Saugbaggers mit Gummimanschette, wurden einige Schwach und Feinwurzeln durchtrennt, sowie deren Rinde beschädigt. Stellenweise konnten Wurzelbündel erhalten werden. 3 Grobwurzeln wurden durchtrennt. Starkwurzeln sind mit oberüächlichen Rindenschäden erhalten geblieben. Durchtrennte Wurzeln wurden sauber nachgeschnitten und im Anschluss von der Bauûrma mit Wundschutzmittel versiegelt. Ebenso die oberüächlichen Rindenschäden. Durch den Verlust der Feinwurzeln ist die Wasser- und Nährstoffaufnahme des Baumes geschwächt und es kann zur Abnahme der Vitalität kommen. Daher wird ein Ausgleichsschnitt empfohlen. Bei den Arbeiten wurden keine Wurzeln nachhaltig beschädigt, die für die Statik des Baumes relevant wären. Daher kann man davon ausgehen, dass die Standsicherheit gegeben ist.
Kein Schaden Leichter Schaden x Mittlerer Schaden Starker Schaden Total Schaden
| WURZEL-PROTOKOLL Baum1 | |
|---|---|
| Protokollführer | Ivo Kiefer |
| Datum | 29.11.2024 |
| Baumart | Silberahorn |
| Baum-Umfang | 230 cm |
| Entfernung Aufgrabung | 240 cm |
| Wurzelschäden | Siehe folgende Seiten. |
| Stammschäden | - |
| Anmerkungen | Offene Grabung mithilfe eines Saugbaggers. |
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FOTO-DOKUMENTATION Baum 1
Deutlich erkennbarer Feinwurzelteppich unter den Gehwegplatten
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FOTO-DOKUMENTATION Baum 1
Schäden an Grob und Schwachwurzeln unmittelbar unter der Oberfläche. 7
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FOTO-DOKUMENTATION Baum 1
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FOTO-DOKUMENTATION Baum 1
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FOTO-DOKUMENTATION Baum 1
WURZELSCHÄDEN:
D3cm abgerissen D4cm abgerissen D3cm abgerissen D6cm oberflächlich
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|---|---|---|
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FOTO-DOKUMENTATION Baum 1
WURZELSCHÄDEN:
D16cm oberflächlich D6cm oberflächlich D6cm oberflächlich
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FOTO-DOKUMENTATION Baum 1
WURZELSCHÄDEN:
D4cm und D2cm oberflächlich
Ein etwa 120cm breiter Wurzelstrang wurde mit leichten oberflächlichen Schäden erhalten und unterminiert.
Fein- und Schwachwurzeln auf etwa 350 cm Schachtlänge wurden größtenteils durchtrennt.
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| Maßnahmen Baum 1 | |
|---|---|
| In Absprache mit der Grün und Gruga wurden folgende Maßnahmen besprochen: Keine Maßnahmen erforderlich. Jeglicher Verlust von Wurzelmasse (auch Fein- und Schwachwurzeln in größerer Menge) gefährden potentiell die Vitalität des Baumes. Um den Baum bei der Kompensation und Bildung neuer Wurzeln zu unterstützen, empfehlen wir das Einbringen wachstumsfördernder oder bodenaktivierender Mittel in den Oberboden. x Wir empfehlen eine Ausgleichsschnittmaßnahme durch eine Fachûrma im Kronenbereich, zur Reduzierung der Blattmasse und damit einhergehend Verdunstungsüäche. Damit soll präventiv dem Absterben von Ästen durch ein Wasser- und Nährstoffversorgungsdeûzit nach Reduktion der Wurzelmasse vorgebeugt werden. Beim Ausgleichsschnitt sollte das Augenmerk auf einem augeglichenem Verhältnis zwischen verlorener Wurzelmasse und zu entnehmender Blattmasse liegen. (max. 10%) Aufgrund der Schäden an Grob- und Starkwurzeln in Baumnähe, wird die Grundsicherheit des Baumes potentiell herabgesetzt und somit eine erhöhte Gefahr durch Windwurf verursacht. Die Windlast kann bereits durch eine geringe Einkürzung deutlich vermindert werden. Daher soll der Rückschnitt nicht mehr als 20% betragen und keine Wunde größer als 5cm Durchmesser haben. Er muss ZTV-konform von einer Fachûrma ausgeführt werden. Durch die Beschädigung von statisch wirksamen Wurzeln (Grob - Starkwurzeln in unmittelbarer Nähe zum Baum, d.h. Abstand < Stammdurchmesser x 2) kann eine Standsicherheit des Baumes nicht mehr gewährleistet werden. Zur Beurteilung dieser ist schnellstmöglich ein Zugversuch durchzuführen und entsprechend des Ergebnisses eine Maßnahme zu veranschlagen. Diese könnte bspw. eine Kroneneinkürzung oder eine Fällung sein. Kann der Baum erhalten werden, ist die Standsicherheit nach spätestens 5 Jahren erneut zu prüfen. Ferner wird ein Monitoring in Form einer Sichtkontrolle nach 3 Jahren durch einen Baumkontrolleur angeordnet, um mögliche Folgeschäden beobachten und gegebenenfalls darauf reagieren zu können. |
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BEURTEILUNG Baum 2
Trotz der Zuhilfenahme eines Saugbaggers mit Gummimanschette, wurden einige Schwach und Feinwurzeln durchtrennt, sowie deren Rinde beschädigt. Es wurden so viele Wurzelbündel wie möglich erhalten. Stark- und Grobwurzeln sind mit oberüächlichen Rindenschäden erhalten geblieben. Durchtrennte Wurzeln wurden sauber nachgeschnitten und mit Wundschutzmittel versiegelt. Ebenso die oberüächlichen Rindenschäden. Der Verlust von Wurzelmasse konnte minimal gehalten werden und sollten vom Baum kompensiert werden können. Daher wird keine Verminderung der Vitalität erwartet. Bei den Arbeiten wurden keine Wurzeln nachhaltig beschädigt, die für die Statik des Baumes relevant wären. Daher kann man davon ausgehen, dass die Standsicherheit gegeben ist.
Kein Schaden x Leichter Schaden Mittlerer Schaden Starker Schaden Total Schaden
| WURZEL-PROTOKOLL Baum2 | |
|---|---|
| Protokollführer | Ivo Kiefer |
| Datum | 29.11.2024 |
| Baumart | Silberahorn |
| Baum-Umfang | 270 cm |
| Entfernung Aufgrabung | 220 cm |
| Wurzelschäden | Siehe folgende Seiten. |
| Stammschäden | - |
| Anmerkungen | Offene Grabung mithilfe eines Saugbaggers. |
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FOTO-DOKUMENTATION Baum 2
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FOTO-DOKUMENTATION Baum 2
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FOTO-DOKUMENTATION Baum 2
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FOTO-DOKUMENTATION Baum 2
WURZELSCHÄDEN
Oberflächliche Beschädigungen an einigen Schwach- und Grobwurzeln.
Auf der vorigen Seite sieht man, dass immer wieder Stränge von Schwach- und Feinwurzeln erhalten geblieben sind.
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FOTO-DOKUMENTATION Baum 2
Starkwurzeln wurden mit oberflächlichen Schäden erhalten. Diese wurden versiegelt.
Auf Abb. 3 sieht man einen alten Riss in einer 15cm dicken Wurzel.
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| Maßnahmen Baum 2 | |
|---|---|
| In Absprache mit der Grün und Gruga wurden folgende Maßnahmen besprochen: Keine Maßnahmen erforderlich. x Jeglicher Verlust von Wurzelmasse (auch Fein- und Schwachwurzeln in größerer Menge) gefährden potentiell die Vitalität des Baumes. Um den Baum bei der Kompensation und Bildung neuer Wurzeln zu unterstützen, empfehlen wir das Einbringen wachstumsfördernder oder bodenaktivierender Mittel in den Oberboden. Wir empfehlen eine Ausgleichsschnittmaßnahme durch eine Fachûrma im Kronenbereich, zur Reduzierung der Blattmasse und damit einhergehend Verdunstungsüäche. Damit soll präventiv dem Absterben von Ästen durch ein Wasser- und Nährstoffversorgungsdeûzit nach Reduktion der Wurzelmasse vorgebeugt werden. Beim Ausgleichsschnitt sollte das Augenmerk auf einem augeglichenem Verhältnis zwischen verlorener Wurzelmasse und zu entnehmender Blattmasse liegen. (x %) Aufgrund der Schäden an Grob- und Starkwurzeln in Baumnähe, wird die Grundsicherheit des Baumes potentiell herabgesetzt und somit eine erhöhte Gefahr durch Windwurf verursacht. Die Windlast kann bereits durch eine geringe Einkürzung deutlich vermindert werden. Daher soll der Rückschnitt nicht mehr als 20% betragen und keine Wunde größer als 5cm Durchmesser haben. Er muss ZTV-konform von einer Fachûrma ausgeführt werden. Durch die Beschädigung von statisch wirksamen Wurzeln (Grob - Starkwurzeln in unmittelbarer Nähe zum Baum, d.h. Abstand < Stammdurchmesser x 2) kann eine Standsicherheit des Baumes nicht mehr gewährleistet werden. Zur Beurteilung dieser ist schnellstmöglich ein Zugversuch durchzuführen und entsprechend des Ergebnisses eine Maßnahme zu veranschlagen. Diese könnte bspw. eine Kroneneinkürzung oder eine Fällung sein. Kann der Baum erhalten werden, ist die Standsicherheit nach spätestens 5 Jahren erneut zu prüfen. Ferner wird ein Monitoring in Form einer Sichtkontrolle nach 3 Jahren durch einen Baumkontrolleur angeordnet, um mögliche Folgeschäden beobachten und gegebenenfalls darauf reagieren zu können. |
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FAZIT
Die Baustelle wurde im Allgemeinen zufriedenstellend nach Vorgaben des Schutzkonzeptes abgewickelt.
Etwaige sichtbare Vorschäden wurden dokumentiert und angezeigt (Siehe Baum Nr.2). Hierfür wird keine Haftung übernommen.
Eine Verminderung der Vitalität von Baum 1, durch die erfolgten Arbeiten der Firma Global Green Management, kann zukünftig nicht ausgeschlossen werden. Um dieser potentiellen Beeinträchtigung der Vitalität entgegenzuwirken, wird ein Ausgleichsschnitt nach ZTV Baumpüege (0.2.11.17 ) angeordnet.
Die Vitalität von Baum 2 wird voraussichtlich durch die erfolgten Arbeiten der Firma Global Green Management nicht herabgesetzt.
Die Standsicherheit der Bäume wurde durch die erfolgten Arbeiten der Firma Global Green Management nicht beeinträchtigt.
Wuppertal, den 29.11.2024
Željko Erdeljac Ivo Kiefer 21