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G.Roch * Ingenieurdienstieitungen 1/10 Schwanseestraße 113 A * 99427 Weimar Kategorisierung der Deponie Steinachgrund
Kategorisierung der Deponie Steinachgrund
auf der Grundlage der Fachstandpunkte der TLUG:
Empfehlungen zur Rekultivierung von Altdeponien"
^
vom Oktober 2004
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Auftraggeber:
Stadt Lauscha
Stand:Aug-09
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Inhaltsverzeichnis
- Veranlassung................................................................................................................. 3
- Allgemeines................................................................................................................... 3
- Bewertungsmethodik..................................................................................................... 3
- Bewertungskriterien....................................................................................................... 4 4.1 Gefährdungspotential............................................................................................. 4 4.1.1 Ablagerungsvolumen...................................................................................... 5
4.1.2 Inventar.......................................................................................................... 5
4.1.3 Biologische Restaktivität................................................................................ 5 4.1.4 Auswertung.................................................................................................... 5 n 4.2 Aktuelle Beeinträchtigungen................................................................................... 6 4.2.1 Sickerwasseremission.................................................................................... 6
4.2.2 Gnjndwasserbeeinflussung............................................................................ 6 4.2.3 Deponiegas.................................................................................................... 6 4.2.4 Auswertung.................................................................................................... 7
4.3 Korrektukriterien..................................................................................................... 7
4.3.1 Schutzfunktion der Grundwasserüberdeckung............................................... 7 4.3.2 Lage im Trinkwasserschutzgebiet.................................................................. 8 4.3.3 Lage in nach Naturschutzrecht gesicherten Gebieten..................................... 8 4.3.4 Beeinflussung empfindlicher Nutzungen......................................................... 8 4.3.5 Auswertung.................................................................................................... 8 5. Handlungsempfehlung................................................................................................... 9 .^ r^ 6. Zusammenfassung........................................................................................................ 9
Anlagen Anlage 1 Verzeichnis der verwendeten Unterlagen Anlage 2.1 Gefährdungspotential - Ahfallmengen Anlage 2.2 Gefährdungspotential - Inventar Anlage 3.1 deponiebürtige Emissionen - Sickerwasser
Anlage 3.2 deponiebürtige Emissionen - Deponiegas
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- Veranlassung Im Ergebnis der Beratung über die weitere Vorgehensweise zur Sicherung und
Rekultivierung der geschlossenen Deponie Lauscha (Steinachtal) am 20.06.2007 wurde
festgelegt, dass durch die Stadt Lauscha eine „Kategorisiemng" der Deponie Steinachgrund
auf der Grundlage der Fachstandpunkte der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) „Empfehlungen zur Rekultivierung von Altdeponien" vom Oktober 2004 zu
beauftragen ist.
Die Stadt Lauscha beauftragte das Büro G. Roch Ingenieurdienst Weimar mit dieser
Untersuchung. r^ Die Kategorisiemng erfolgte in Auswertung der in Anlage 1 genannten Planungsunterlagen.
- Allgemeines Bei der ehemaligen Hausmülldeponie Lauscha (Im Steinachgrund) handelt es sich um eine Altablagerung ohne Basis- und Oberflächenabdichtung.
Die Deponie befindet sich an einem von Ost nadi West geneigten Hang im Steinachgrund, ca. 1,2 km von Unterlauscha entfernt. Die Deponie hat eine Länge von ca. 300 m. Die Breite schwankt zischen 30 und 70 m. Die größte Höhe beträgt ca. 15 m.
Unmittelbar am Böschungsfuß verläuft der Vorfluter Steinach (vermutlich handelt es sich beim jetzigen Flussbett bereits um eine Verlegung [1]). An die Böschungsschulter grenzt ein Fahrweg an. Die Böschungen sind stark überstellt.
n Die unmittelbare Umgebung der Ablagerung wird als Nadelwald forstwirtschaftlich genutzt. Das Tal der Steinach dient als Erholungsgebiet (Freizeitbad).
Konkrete Angaben zum Entstehungszeitpunkt der Deponie sowie zu den Ablagemngsprodukten und -mengen gibt es nicht. Ablagerungen erfolgten bereits vor 1945. Neben der Verkippung von Hausmüll, Bauschutt und Bodenaushub wurden auch größere Mengen von Industrieabfällen ortsansässiger Betriebe (Glasbruch, Aschen u.a.) eingebaut.
Anfang der 1990iger Jahre soll eine Abdeckung der Oberfläche mit bindigem Material erfolgt sein [3]. Zwischenzeitlich diente die Deponie als Baustoffzwischenlager.
- Bewertungsmethodik
Die Methodik der TLUG befasst sich nach eigenen Angaben „ausschließlich mit der
Ableitung der aufgrund des Gefährdungspotentials sowie zur Abwehr aktueller
Beeinträchtigungen von Schutzgütem erforderlichen Maßnahmen zur Verminderung
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der Sickerwasserbildung infolge Niederschlagsinfiltration und
von Deponiegasemissionen über die Deponieoberfläche."
Für die eingeführten Bewertungskriterien
Gefährdungspotential
und
aktuelle Beeinträchtigung durch deponiebürtige Emissionen
werden über eingeführte Bewertungsstufen die erforderlichen
Infiltrationsminderungsquotienten ermittelt aus den sich der aktuelle bzw. potentielle
Handlungsbedarf (notwendige Maßnahmen, Art der Rekultivierung) ergeben. Zusätzlich
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werden Korrekturfaktoren eingeführt, um höhere Immissionsempfindlichkeiten bestimmter
Nutzungen und Naturfunktionen zu berücksichtigen.
„Weitere zur Verhinderung von negativen Auswirkungen auf die Schutzgüter notwendige
Maßnahmen, wie Z.B.
Herstellen der Standsicherheit
Ableitung von Fremdwasserzuflüssen
Beseitigung von Gefahren durch sperrige Gegenstände
bleiben unberücksichtigt."
Damit ist die vorliegende Bewertungsmethodik zur Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die Sicherung und Rekultivierung der Deponie Steinachgrund nur bedingt geeignet.
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- Bewertungskriterien
4.1 Gefährdungspotential Die Bewertungskriterien und Bewertungsstufen wurden der Tabelle 3 der Handlungsempfehlung entnommen.
Die Einstufung des aufgrund des Gefährdungspotentials der Ablagerunge erforderlichen Handlungsbedarfs ergibt sich aus dem arithmetischem Mittel der Einstufungen nach den
Einzelkriterien:
Ablagerungsvolumen
Inventar
und
Biologische Restaktivität
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4.1.1 Ablagerungsvolumen Konkrete Angaben zu den Ablagerungsmengen gibt es nicht. In der Gutachterlichen Stellungnahme der Ingenieurgemeinschaft für Umwelttechnik von 1991 [2] wird das Ablagerungsvolumen mit 100.000 m3 geschätzt. Im Datenerfassungsbogen Altablagerung [6] wird das geschätzte Ablagerungsvolumen mit 20.001 m3 bis 50.000 m3 aufgeführt.
Gemäß der Fachstandpunkte der TLUG - Empfehlungen zur Rekultivierung von Altdeponien Tabelle 3 erfolgt die Einordnung der Deponie für das Bewertungskriterium [BK] Ablagerungsvolumen in die Bewertungsstufe [S] 1,5.
4.1.2 Inventar Die vermutete Zusammensetzung der Ablagerungen gemäß der Planungsunterlagen wurden in Anlage 2.2 zusammengestellt. Aus dieser Zusammenstellung lässt sich ein Anteil von
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mineralischen Abfällen (inkl. Aschen und Schlacken) von 50 - 80 % ableiten. Dies würde der Bewertungsstufe S=2 entsprechen.
Unter Hinzuziehung der Erfahrungswerte für Thüringer Altdeponien - Tabelle 2 der Fachstandpunkte der TLUG - Empfehlungen zur Rekultiviemng von Altdeponien erfolgt die Zuordnung der mineralischen Abfälle nach LAGA-TR < Z 1.2., was einer Bewertungsstufe S=1 entspricht.
Die Einordnung der Deponie für das Bewertungskriterium [BK] Ablagerungsinventar erfolgt in die Bewertungsstufe [S] 1,5.
4.1.3 Biologische Restaktivität Da die Ablagerungen von Hausmüll und damit verbunden die ohnehin geringen Ablagemngen organischer Abfälle vor 1990 erfolgten, ist von einer weitgehenden
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Mineralisierung auszugehen.
Die Einordnung der Deponie für das Bewertungskriterium [BK] Biologische Aktivität erfolgt in die Bewertungsstufe [S] 1.
4.1.4 Auswertung Die Einstufung des aufgrund des Gefährdungspotentials der erforderlichen Handlungsbedarfs ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel der Einstufung der
Einzelkriterien.
Durchschnittliches Bewertungsstufe Gefährdungspotential = 1,33.
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4.2 Aktuelle Beeinträchtigungen durch deponiebürtige Emissionen
4.2.1 Sickerwasseremission Im Rahmen der Orientierenden Erkundung und Gefährdungsabschätzung der Ingenieurgemeinschaft Umwetttechnik [3] wurden 1991 Rammsondierungen aufgeschlossen. Angetroffenes Sickerwasser wurde analysiert. Die Ergebnisse sind in Anlage 3.1 zusammengestellt und falls möglich den Prüfwerten des Anhanges 2 der BBodSchV und den Einlaufwerten des Anhang 51 derAbwasserverordnung gegenübergestellt.
Der damals durchgeführte Analysenumfang entspricht nicht im vollen Umfang den heutigen Erfordernissen. Die Belastbarkeit der Analytik kann nicht bewertet werden.
Bei vergleichbaren Parametern lagen alle Messwerte [M] unter den Einleitwerten [E] des r: Anhanges 51 derAbwasserverordnung. Bei vergleichbaren Parametern lagen die Messwerte von Kupfer, Zink, Nickel und Kohlenwasserstoffen über dem zweifachen Prüfwert des Anhanges 2 der BBodSchV.
Die Einordnung der Deponie für das Bewertungskriterium [BK] Sickerwasser erfolgt in die Bewertungsstufe [S] 2,2.
4.2.2 Grundwasserbeeinflussung Konkrete Werte liegen nicht vor.
Aufgrund der örtlichen Besonderheiten würde das Sickerwasser ins Uferfiltrat der Steinach
gelangen.
In der Faditechnischen/ Wasserwirtschaftlichen Stellungnahme des Staatlichen Umweltamtes Suhl vom 15.11.1999 [9] wird jedoch eingeschätzt: •':.•'••' n „Die temporär und nur in geringen Mengen an der Basis der Deponie austretenden Sickerwässer haben bisher keine negativen Auswirkungen auf die physikalische, chemische und biologische Beschaffenheit des Wassers der Steinach gehabt."
Die Einordnung der Deponie für das Bewertungskriterium [BK] Grundwasserbeeinflussung erfolgt in die Bewertungsstufe [S] 1.
4.2.3 Deponiegas Im Rahmen der Orientierenden Erkundung und Gefährdungsabschätzung der Ingenieurgemeinschaft Umwelttechnik [3] wurden 1991 Sondiemngen in 3-4 m Tiefe abgeteuft und Gasproben entnommen. Die Ergebnisse sind in Anlage 3.3 zusammengestellt.
Die bereits vor 18 Jahren erzielten Ergebnisse lassen erwartungsgemäß nicht auf Deponiegas schließen.
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Die Einordnung der Deponie für das Bewertungskriterium [BK] Deponiegas erfolgt in
die Bewertungsstufe [S] 1.
4.2.4 Auswertung Die Einstufung des aufgrund des Gefährdungspotentials erforderlichen Handlungsbedarfs ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel der Einstufung der Einzelkriterien.
Durchschnittliches Bewertungsstufe Aktuelle Beeinträchtigung durch deponiebürtige
Emissionen =1,4
4.3 Korrektukriterien
4.3.1 Schutzfunktion der Grundwasserüberdeckung In der Fachtechnischen/ Wasserwirtschaftlichen Stellungnahme des Staatlichen /^ Umweltamtes Suhl vom 15.11.1999 [9] wird heißt es:
„Das Gebiet der HMD gehört zum Südteil des Thüringer Schiefergebirges. Regionalgeologisch betrachtet liegt dieses Gebiet in der so genannten Teuschnitzer Mulde, einem Teilgebiet der Ostthüringer Hauptmulde, deren NW-Grenze vom Schwarzburger Sattel gebildet wird. Die geologische Basis im Bereich der Deponie wird ... von Gesteinen des Ordoviciums gebildet. Es handelt sich hierbei hauptsächlich um feinschichtigen streifigen grau-griJn Tonschiefer, teil blau-grauen quarzitischen Tonschiefer. Die feinschichtigen Tonschiefer wechseln oft im Hangenden in quarzitischen Tonschiefer über. Die Schichten streichen generell von SW nach NE und fallen halbsteil nach SE ein.
Der Tonschiefer ist dadurch gekennzeichnet, dass er praktisch kein Porenvolumen besitzt und keine bis nur geringe Klüftung aufweist. Die durch tektonische Beanspruchung
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entstandenen Klüfte und Spalten sind oft durch Lettenbestege geschlossen bzw. durch Quarz verheilt. Da die Schieferungs- und Schichtfugen nur an der Oberfläche weiter geöffnet anstehen, sind die ordovizischen Gesteine nur gering wasseraufnahmefähig. Es versickern nur geringe Mengen der anfallenden Niederschlage. Entsprechend ist der Tonschiefer überwiegend ohne nennenswerte Grundwasserführung. Lediglich in Gesteinspartien, u.a. Quarzit, die noch über offene Klüfte und Spalten verfügen, ist mit Grundwasseransammtungen in größeren Tiefen und Bildung von schwach schüttenden Ktuft- und Spaltenquellen zu rechnen. Grundwasserflurabstand 20 bis 100 m.
Der passive Grundwasserhorizont im bereich der HMD liegt etwa auf dem Niveau der
Steinach.
Über dem Basisgestein liegt der aktive Grundwasserhorizont, der von der Hangschütt- und Auflockemngszone des Phycodenschiefers gebildet wird. Dieser Hangschutt besteht aus
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schluffig-tonjgen Materialien, der teilweise von Bruchstücken des anstehenden Gesteins der Korngröße von mm- bis dm-Bereich durchsetzt ist. Diese Verwitterungsschicht kann ebenfalls als Wassergeringleiter bzw. Wasserstauer angesprochen werden, so dass nur sehr geringe Mengen an Niederschlagswasser bis zum Festgestein vordringen können. Die periodisch auftretende Grund- und Schichtenwasserführung ist stark vom Oberflächenwasserandrang (Niederschlag, Schneeschmetze) abhängig.
Auf dem anstehenden Festgestein fließt das Hangwasser übewiegend talwärts. Je nach den morphologischen Verhältnissen treten sie als Hangquellen oder Quelle/ Austritten in den Bachniedemngen zutage. Solche Austritte von Grundwasser können im Seitental ,/^m Teufelsholz" und auch im Deponiebereich nicht ausgeschlossen werden.
Die unterirdische Abflussspende liegt nach Erkundungsergebnissen bei < 1,0 l/s*km2. r~\
Der größte Teil der Niederschlage (mittl. Jahresniederschlagshöhe etwa 1000 -1100 mm)
verdunstet und / oder fließ oberirdisch ab."
Aufgmnd dieser beschriebenen hohen Schutzfunktion könnte die Einordnung der Deponie für das Bewertungskriterium [BK] Sickerwasser um eine Kategorie zurückgestuft werden. Da keine näheren Erkenntnisse vorliegen, wird diese Rückstufung vorerst nicht vorgenommen.
4.3.2 Lage im Trinkwasserschutzgebiet Die Deponie befindet sich nicht im Trinkwasserschutzgebiet. Es erfolgt keine Veränderung
der Einstufung.
4.3.3 Lage in nach Naturschutzrecht gesicherten Gebieten r^ Die Deponie befindet sich nicht in nach Naturschutzrecht gesicherten Gebieten. Es erfolgt keine Veränderung der Einstufung.
Die Lage im Wald ist bei der Wahl der Art der Rekultiviemng zu berücksichtigen.
4.3.4 Beeinflussung empfindlicher Nutzungen Die Deponie besitzt keine relevante organische Restaktivität. Der Abstand zu Wohnbebauungen und Freizeiteinrichtungen (Bad) ist größer als 300 m. Es erfolgt keine Verändemng der Einstufung.
4.3.5 Auswertung Es erfolgt keine Korrektur der bisher vorgenommenen Einstufungen.
Es bleibt bei der durchschnittliches Bewertungsstufe der korrigierten Beeinträchtigung durch deponiebürtige Emissionen K = 1,4
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- Handlungsempfehlung
In Auswertung der unter Punkt 4 durchgeführten Bewertung ist eine Einstufung in die
Kategorie K1 vorzunehmen Die Beeinträchtigung bzw. potentielle Gefährdung der
Schutzgüter aufgrund dieser Methodik der TLUG ist als unwesentlich einzuschätzen.
Eine einfache Rekultiviemng ist notwenig.
- Zusammenfassung
In Anwendung der Empfehlungen der TLUG zur Rekultivierung von Altdeponien ist für die
Kategorie K1 (unwesentliche Beeinträchtigung bzw. potentielle Gefährdung von
Schutzgütem, erforderlicher Infiltrationsminderungsquotient =) eine einfache Rekultivierung
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erforderlich. In Kap. 1 der Empfehlungen zur Rekultivierung von Altdeponien heißt es:
„Die nachstehende Methodik befasst sich ausschließlich mit der Ableitung der aufgrund des
Gefährdungspotentials sowie zur Abwehr aktueller Beeinträchtigungen von Schutzgütem
erforderlichen Maßnahmen zur Verminderung
der Sickerwasserbildung infolge Niederschlagsinfiltration und
von Deponiegasemissionen über die Deponieoberfläche."
Weitere zur Verhinderung von negativen Auswirkungen auf die Schutzgüter notwendige
Maßnahmen, wie Z.B.
Herstellen der Standsicherheit
Ableitung von Fremdwasserzuflüssen
r^
Beseitigung von Gefahren durch sperrige Gegenstände
bleiben unberücksichtigt."
Aufgrund der überstellten Böschungen und der Lage zur Steinach stehen bei der Sicherung
und Rekultivierung der Deponie Steinachgrund
die Maßnahmen zur Gewährleistung der Standsicherheit und damit verbunden die
Sichemng des Deponiefußes und die Fassung und Ableitung von Oberflächenwasser
von oben liegenden Einzugsgebieten im Vordergrund.
Die Wahl der Rekultivierung (einschließlich der Modellierung des Müllkörpers) hat somit in
Abhängigkeit der
erforderlichen Stand- und Gleitsicherheit der Deponie
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und
ihrer späteren Nutzung
zu erfolgen.
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Dipl. Ing. G. Roch
Weimar im Aug-09
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An läge 2.1 G.Roch * Ingenieurdienstieitungen Schwanseestraße 113 A * 99427 Weimar Kategorisierung der Deponie Steinachgrund
Bewertungskriterium: Gefährdungspotential - Abfallmengen
Quelle Aussage Bewertungsstufe [S] nach Tabelle 3 (Seite 9) der gem. Empfehlungen zur Rekultivierung von Anlage 1 Altdeponien
[2] ca. 100.000m3 2 davon 20% org. Stoffe 50.000 m3 <V<100.000 m3
[6] von 20001 bis 50 000 m3 1 Volumenklasse 5 V < 50.00 m3
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G. Roch * Ingenieurdienstleitungen Anlage 2.2 Schwonseestraße 113 A * 99427 Weimar Kategonsierung der Deponie Steinachgrund
Bewertungskriterium: Gefährdungspotential - Inventar
Quelle Aussage Bewertungs- gem. stufe [S] Anlage 1 nach Tabelle 3 (Seite 9) der Empfehlungen zur Rekultiviemng von Attdeponien
[1] Siedlungsabfälle (Hausmüll, Sperrmüll) Bauschutt und Bodenaushub > 20% Industrieabfälle ortsansässiger Betriebe (Glasbruch, Asche u.a.) [2] Erdaushub und unbelasteter Bauschutt ca. 35-40 Vol-% 2 Braunkohlenasche mineralische (Na, K-Cloride, -sulfathaltige Aschen) ca. 10-20 Vol-% Abfälle (ind. hausmüllartige Abfälle ca. 20-30 Vol-% r^ Aschen und Vegetabile Reste ca. 10 Vol-% Schlacken) Industrielle und gewerbliche Abfälle, schadstoffhaltig, ohne 50 - 80 % Hausmüllartige Abfälle ca. 5 Vol-% Außer den stark durch NA, Kn-Chloride, -sulfate verunreinigten Braunkohlenaschen ist der gesamte industrielle und gewerbliche Abfall aus Betrieben der Glasverarbeitung (Glashütten) sowie von Betrieben der Metallverarbeitung entsorgt. Schadstoffgmppen: Kohlenwasserstoffverbindungen, insbesondere Mineralöl, LAKW, LCKW Schwermetalle, insbesondere Blei, Cadmium und Zink üblicherweise auch PAK's und PCB's t6] Nr. St-Nr. Bezeichnung (verkürzt) 1 31409 Bauschutt (nicht Baustellenabfälle) 2 91101 Hausmüll 3 31408 Glasabfälle Attglas PVC- 4 57116 PVC-Abfälle . Folienabfälle 5 914 Sperrmüll 6 35103 Eisenschrott
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Vermutung weiterer 7 3 Abfälle
1/1
[Seite 18]
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Anlage 3.1
G.Roch * Ingenieurdienstleitungen
Schwahseestraße 113 A * 99427 Weimar
Kategorisierung der Deponie Steinachgrund
Bewertungskriterium: Prüfwerte Einleit- Prüfwerte
Sickerwasseremission Boden und Grundwasser BBodSchV
BBodSchV werte Anh. 2, 3.2 Anh. 2, 3.2 Anhang 51
Quelle: [2] Anlage 21-24 2PB
Mittelwert PB E Parameter SG5 SG8 SG4 SG3 klar bräunlich gelblich Farbe klar spezifisch geruchlos geruchlos geruchlos trüb, brauner Bodensatz Geruch wenige Bodensink- u. Schwebstoffe leicht trüb, Bodensatz Bodensatz Trübung Temperatur "c 6,38 7,62 7,32 6,52 6,960 203 748,325 ph-Wert 129,3 1856 805 < 200 Leitfähigkeit i^s/cm CSB mg/L 4,1 L2 0,285 1,446 Säurekapazität mmo!/l 0,2 21,6 ÄV 2,8 9,650 Gesamthärte GdH 2,8 227 171 137 222,250 C M N K a a a a l t l g c r im n i i u u e m m sium m m m m g g g g / / / / 1 1 1 1 2 7 0 3 , , , 5 2 3 6 4 8 1 2 0 1 , 1 1 9 3 5 2 , 4 9 3 7 9 0 , , 9 1 0 0 2 4 2 5 1 1 0 . , , 1 4 3 0 2 2 6 8 6 1 7 3 0 6 , , , , 5 6 8 0 8 7 2 7 0 5 3 0 < 70 A E M C N m i h a i s t m l n r e o a g n o r t a i n d n ium m m m m m g g g g g / / / / / 1 1 1 1 1 0 0 0 , 1 0 0 4 , , 2 , 3 2 2 0 , , 1 2 2 8 2 1 0 0 0 3 ,7 , , 6 7 3 1 1 , 6 7 7 6 8 0 0 0 1 ,0 , , 9 3 0 3 4 , 8 1 6 9 8 0 1 0 1 6 ,0 , , 2 , 4 1 0 0 , 1 5 1 5 4 3 1 0 0 0 4 6 , , , , , 6 1 1 5 8 1 3 7 9 3 3 8 5 8 5 < 2 N S S B u a i o t u l r r f i e a t r t stoff m m m m g g g g / / / / 1 1 1 t 7 0 6 A 6 ,1 , , 2 5 8 5 0 1 , 7 9 4 2 2 6 , , 5 5 1 4 0 9 , 2 8 1 , 9 8 5 Ä 3 5 3 0 6 1 4 , , 4 1 7 , 3 1 5 5 30 5 0 8 9 , , , , 6 5 3 8 7 3 7 0 5 0 5 0 < < 0 1 , 0 5 A D B C Z K N O O a l i u i e n c d p X C i k k m f e e iu l r m m m m m m m m g g g g g g ^ / / / / 1 / / 1 L 1 1 1 1 < 0,01 0 0 0 0 0 , , , , , 0 0 0 0 0 0 0 2 1 2 8 3 8 6 6 < 0,01 0 0 0 0 0 0 , , , , , , 0 0 3 0 0 0 1 0 2 9 2 1 1 6 9 7 5 5 < 0,01 0 0 0 0 0 0 , , , , , , 0 0 0 0 1 0 1 - 0 1 3 4 1 1 4 7 9 1 8 < 0,01 0 0 0 0 0 , 0 , , , , 0 0 0 0 0 , 1 0 0 1 0 1 5 9 2 8 9 7 0 0 0 0 0 0 , , , , , , 0 0 0 1 0 0 1 0 2 4 1 2 1 6 0 6 5 5 I t I ] I > < > > > < 0 0 0 0 , , 0 , 0 , 0 0 0 0 , 2 , 0 0 0 0 0 5 5 5 5 5 5 I I I I < < < < < < 0 0 0 0 , , , 5 1 , 2 1 5 5 I I | I > < > < > < 0 0 0 0 0 , , A , , 0 0 0 0 , 5 1 1 1 1 I 0,008 Chrom mg/l 0,05 I < 200 I < 0,1 0,060 Cyanid, ges. mg/t < 0,01 0,485 0, 0 4 ,0 6 6 5 ] < 0,01 0,505 < 0,01 0,505 0,490 I > 0 0 ,0 ,2 1 > < 0 _ ,0 0, 2 4
Kohlenwasserstoffe (Mineralöl) | mg/1 n.n.(< 0,001) |n.n.(<0,001) <
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[Seite 19]
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