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Leitfaden und Verfahrensbedingungen
☒
Offenes Verfahren (OV)
☐
Öffentliche Ausschreibung (Ö)
Nr. OV-RV 2026-100
nach VgV
als Rahmenvereinbarung
Implementierungsbegleitung Digitalisierungsprojekt
ab Zuschlag für 24 Monate
mit einmaliger Verlängerungsoption um 12 Monate
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Inhaltsverzeichnis
1 Einführung 3
2 Auftragsgegenstand 3
3 Aufforderung zur Angebotsabgabe 3
4 Verfahrensbedingungen 4
4.1 Losaufteilung 4
4.2 Haupt- und Nebenangebote 4
4.3 Rahmenvereinbarung 5
4.4 Eignungsnachweise und -kriterien 5
4.5 Zuschlagskriterien 6
Anlage 1: Eignungskriterien und Eignungsnachweise 7
Anlage 2: Zuschlagskriterien 10
Anlage 3: Checkliste der mit dem Angebot einzureichenden Unterlagen 17
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1 Einführung
Öffentlicher Auftraggeber des vorliegenden Vergabeverfahrens ist die Stadtreinigung Hamburg AöR
(nachfolgend auch als „SRH“ oder „Auftraggeber“ bezeichnet). Sie ist eine rechtlich selbständige An-
stalt des öffentlichen Rechts der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH). Sie ist als öffentlich-rechtli-
cher Entsorgungsträger der FHH für die öffentliche Abfallentsorgung in Hamburg zuständig und zu-
gleich größter Entsorgungsdienstleister Hamburgs.
2 Auftragsgegenstand
Gegenstand des vorliegenden Vergabeverfahrens ist die Beschaffung einer Dienstleistung zur Unter-
stützung bei der Einführung einer neu beschafften Tourenplanungs- und Managementsoftware. Im
Zuge der Einführung eines neu beschafften Tourenplanungs- und Managementsystems sowie weiterer geplanter Digitalisierungsinitiativen steht die Organisation vor einer umfassenden fachlichen, technischen
und organisatorischen Transformation (Umsetzung Digitalisierungsprogramm). Die Implementierung bildet dabei die Grundlage für eine langfristige, datenbasierte Steuerung und Weiterentwicklung der Geschäfts- prozesse und geht mit einer hohen Komplexität sowie zahlreichen Schnittstellen zwischen Fachbereichen,
IT und externen Dienstleistern einher. Vor diesem Hintergrund ist eine strukturierte und übergreifende Steuerung der Implementierung erfor-
derlich, um eine konsistente Zielerreichung sicherzustellen, Risiken zu minimieren und die Zusam-
menarbeit aller Projektbeteiligten effektiv zu gestalten. Zur Unterstützung dieser Zielsetzung soll ein
externer Dienstleister eingebunden werden, der die Implementierung in einer koordinierenden, steu-
ernden und unterstützenden Funktion begleitet. Weiterführend müssen weitere Kernprozesse digitali-
siert werden
Näheres hierzu regelt die Leistungsbeschreibung.
Bei dem zu vergebenden Auftrag handelt es sich um eine Rahmenvereinbarung
☐ nein
☒ ja
3 Aufforderung zur Angebotsabgabe
Die SRH fordert interessierte Unternehmen hiermit auf, auf Grundlage dieser Vergabeunterlagen, ins-
besondere der nachfolgenden Verfahrensbedingungen für dieses Vergabeverfahren sowie der auf der
Vergabeplattform zur Verfügung gestellten Bewerbungsbedingungen der SRH ein Angebot abzuge-
ben.
Das Angebot ist bis zu dem in der Auftragsbekanntmachung genannten Termin mit den nachfolgend
aufgeführten Erklärungen, Nachweisen und Unterlagen ausschließlich über die Vergabeplattform ein-
zureichen (vgl. hierzu die Checkliste in der Anlage 3 dieses Dokuments).
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Der Bieter ist bis zu dem in der Auftragsbekanntmachung genannten Termin an sein Angebot gebun-
den (Bindefrist).
4 Verfahrensbedingungen
Das Vergabeverfahren wird als
☒ EU-weites Offenes Verfahren gemäß § 119 Abs. 3 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbe- schränkungen (GWB) und § 15 der Vergabeverordnung (VgV)
☐ Öffentliche Ausschreibung gem. § 9 UVgO
durchgeführt.
4.1 Losaufteilung
☒ Die Vergabe des Auftrags wird nicht in Lose aufgeteilt.
☐ Die Leistung wird wie folgt in _____ Lose aufgeteilt:
Angebote sind möglich für
☐ eine beliebige Anzahl an Losen ☐ nur ein Los. ☐ maximale Anzahl an Losen: _______________ ☐ maximale Anzahl an Losen, die an einen Bieter vergeben werden:
4.2 Haupt- und Nebenangebote
Die Abgabe mehrerer Hauptangebote wird ausgeschlossen:
☒ ja
☐ nein
Die Abgabe von Nebenangeboten ist
☐ zugelassen. ☐ nur in technischer Hinsicht zugelassen (auch ohne Abgabe eines Hauptangebotes). ☐ nur in kaufmännischer Hinsicht zugelassen. ☐ nur in rechtlicher Hinsicht zugelassen.
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☒ nicht zugelassen.
Näheres zur Abgabe von zugelassenen Nebenangeboten siehe § 6 der Bewerbungsbedingungen.
4.3 Rahmenvereinbarung
Die hier ausgeschriebene Leistung wird als Rahmenvereinbarung
☒ an ein Unternehmen
☐ an bis zu ______ Unternehmen vergeben.
Weitere Regelungen zum Abruf aus der Rahmenvereinbarung (Einzelauftragsvergabe) enthält die
Leistungsbeschreibung unter Ziffer 3. Die SRH schätzt, dass das Beauftragungsvolumen während der
Laufzeit der Rahmenvereinbarung bis zu 750.000€ betragen wird.
4.4 Eignungsnachweise und -kriterien
Die SRH überprüft die Eignung der Bieter – und ggf. auch der Nachunternehmer im Rahmen der
Eignungsleihe – anhand der in der Anlage 1 genannten Eignungskriterien und das Vorliegen von
Ausschlussgründen gemäß § 42 Abs. 1 VgV.
Zum Zwecke der Prüfung der Eignung sind durch den Bieter die in der Checkliste (Anlage 3) aufge-
führten Erklärungen und Nachweise mit dem Angebot einzureichen.
Soweit diese Unterlagen der SRH bereits im Rahmen anderer Vergabeverfahren vorgelegt worden
sind, kann sich der Bieter hierauf nur berufen, wenn er im Rahmen des Angebots folgende Angaben
hierzu macht:
- genaue Bezeichnung des vorausgegangenen Vergabeverfahrens (einschl. Vergabenummer
der SRH)
- Datum der Einreichung
Ungeachtet dessen muss der Bieter sicherstellen, dass die Unterlagen, auf die er sich insoweit be-
zieht, inhaltlich den Anforderungen des aktuellen Vergabeverfahren entsprechen. Die SRH empfiehlt
daher, alle geforderten Unterlagen im vorliegenden Verfahren erneut vorzulegen, um etwaigen
Ausschlüssen von Angeboten vorzubeugen.
Bei einem Angebot auf mehrere Lose eines Vergabeverfahrens müssen die Erklärungen und Nach-
weise nur einmal vorgelegt werden.
Bietergemeinschaften müssen die nachstehend genannten Erklärungen und Nachweise für jedes ein-
zelne Mitglied der Bietergemeinschaft abgeben (mit Ausnahme des Vordrucks „Erklärung der Bieter-
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/Arbeitsgemeinschaft“). Insoweit sind von dem Begriff „Bieter“ auch die einzelnen Mitglieder der Bie-
tergemeinschaft erfasst.
4.5 Zuschlagskriterien
Der Zuschlag erfolgt nach § 127 Abs. 1 GWB i. V. m. § 58 VgV auf das wirtschaftlichste Angebot. Die
Ermittlung des wirtschaftlichsten Angebots erfolgt auf Grundlage der in der Anlage 2 genannten Zu-
schlagskriterien.
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Anlage 1: Eignungskriterien und Eignungsnachweise
Die SRH wird die Eignung der Bieter anhand folgender Nachweise prüfen.
Für alle in der Tabelle aufgeführten Nachweise ist das zur Verfügung gestellte Formblatt auszufüllen. Wenn kein Formblatt zur Verfügung gestellt wurde, ist eine selbst zu erstellende Eigenerklärung bzw. das betreffende Nachweisdokument, z.B. Zertifikat einzureichen:
| Kriterium | Ggf. Mindestanforderung | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| I. Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem | |||||
| Berufs- oder Handelsregister | |||||
| 1 | Eigenerklärung zum Nichtvorliegen von Ausschluss- gründen nach §§ 123, 124 GWB sowie zur Tarif- treue nach § 3 HmbVgG und Eintragung im Han- delsregister/ vergleichbaren Register | ||||
| 2 | Ggf. Bewerber-/ Bietergemeinschaftserklärung Diese Erklärung ist von allen Mitgliedern der Bewer- bergemeinschaft zu unterschreiben. | ||||
| 3 | Eigenerklärung zu den Vorschriften betreffend RUS- Sanktionen und dem dort enthaltenen Verbot von Auftragserteilungen an russische Staatsangehörige /Unternehmen/Lieferanten | ||||
| II. Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit | |||||
| 1 | Umsatz des Unternehmens Eigenerklärung über den Umsatz des Bieters in den letzten drei Geschäftsjahren - insgesamt und - im Bereich der angebotenen Leistungen. | ||||
| Ausnahmen bestehen für Unternehmensneugründungen. Diese haben ihre vorhandenen Umsätze, d.h. seit ihrer Gründung bis zur Abgabe des Angebotes, einzureichen. Die SRH behält sich bei allen Umsatzangaben vor, zum Nachweis der Richtigkeit der Angaben ergän- zende Unterlagen anzufordern, z. B. (testierte) Jahresabschlüsse oder Bestätigungen eines Wirtschafts- prüfers oder Steuerberaters. |
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| 2 | Ggf. Eigenerklärung zur Eignungsleihe im Bereich der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähig- keit zum Nachweis der vom Nachunternehmer zur Verfügung stehenden Ressourcen (Nachunterneh- merverpflichtungserklärung). Diese Erklärung ist vom Nachunternehmer zu un- terschreiben. | |||
|---|---|---|---|---|
| III. Technische und berufliche Leistungsfähigkeit | ||||
| 1 | Referenzleistungen Eigenerklärungen über mit dem Auftragsgegenstand vergleichbare frühere Aufträge der letzten 3 Jahre vor Angebotsabgabe mit Angaben zu: - Gegenstand des Auftrags - Zeitraum der Leistungserbringung | Es sind mindestens 3 Referenzprojekte anzuge- ben, die mit dem Auftragsgegenstand vergleich- bare frühere Aufträge beinhalten. Vergleichbar sind dabei nur Referenzen, bei de- nen mindestens eines der nachfolgenden Merk- male vorliegt: - Beratung von Digitalisierungsprojekten in Abfall- wirtschaftsbetrieben (Anzahl MA > 500) im deutschsprachigen Raum oder - Beratung von umfangreichen und komplexen Digitalisierungsprojekten in großen Unternehmen (Anzahl MA > 1.000) im deutschsprachigen Raum oder - Erfahrung mit Digitalisierungsprojekten in öf- fentlich-rechtlichen Unternehmen im deutsch- sprachigen Raum | ||
| 2 | Beschäftigtenzahl Eigenerklärung zum Personalstand zum Zeitpunkt der Angebotsabgabe | |||
| 4 | Angabe der technischen Fachkräfte, die für die Auf- tragsausführung vorgesehen sind (Lebenslauf/Ei- generklärung). | Es muss ein Team von mind. drei Personen (mind. Projektmanager:in + Stellvertretung) mit folgenden Qualifikationen zur Verfügung stehen: - Verantwortliche Mitarbeit in Digitalisierungspro- jekten im Entsorgungsbereich mit mind. 500 Mitarbeitenden oder außerhalb des Entsor- gungsbereiches mit mind. 1.000 Mitarbeitenden - Mindestens drei Jahre Berufserfahrung im Be- reich Beratung. |
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| 5 | Nachweise der beruflichen Qualifikation der für die Auftragsausführung verantwortlichen Mitarbeiter | Zertifizierung der Projektleitung und Stellvertre- tung nach IPMA, PMI, PRINCE2, Scrum Master oder IAPM oder vergleichbar |
|---|---|---|
| Prozessmodellierung nach BPMN-Eigenerklärung zu den Erfahrungen in der Prozessmodellierung im Business Process Model and Notation (BPMN) | ||
| 7 | Nachweis zu Umweltmanagementmaßnahmen (z.B. Nachweis über ein Umweltmanagementsys- tem z.B. Zertifizierung nach ISO 14001 oder ver- gleichbar) | |
| 9 | Eigenerklärung zum Nachweis über technisch-orga- nisatorische Maßnahmen gemäß der Datenschutz- grundverordnung (DSGVO) zur Verarbeitung perso- nenbezogener Daten (siehe Anlage) | |
| 10 | Ggf. Angaben zum Nachunternehmereinsatz - Ggf. Eigenerklärung zu den Leistungsteilen, die auf Nachunternehmer übertragen werden sollen (Erklärung zum Nachunternehmereinsatz) so- wie - Ggf. Eigenerklärung zur Eignungsleihe zum Nachweis der vom Nachunternehmer zur Verfü- gung stehenden Ressourcen (Nachunterneh- merverpflichtungserklärung). Diese Erklärung ist vom Nachunternehmer zu unterschreiben. |
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Anlage 2: Zuschlagskriterien
Die Ermittlung des wirtschaftlichsten Angebots erfolgt anhand der in der nachfolgenden Tabelle ge- nannten Kriterien:
Das Angebot mit der höchsten Punktzahl ist für die SRH das wirtschaftlichste Angebot.
Die Nachforderung dieser Unterlagen ist ausgeschlossen.
| Kriterium | Maximal er- | ||
|---|---|---|---|
| reichbare | |||
| Punktzahl | |||
| Preis Der Bewertungspreis ist der im Preisblatt genannte Nettopreis zzgl. der zum Ange- botszeitpunkt gültigen Umsatzsteuer unabhängig von der Steuerschuldnerschaft, ggf. unter Einbeziehung von Skonti. Der Bestpreis wird mit 35 Punkten bewertet. Bestpreis ist für die SRH der niedrigste Preis. Ein Angebot in Höhe des Doppelten des Bestpreises erhält 0 Punkte. Dazwi- schen werden die Punktwerte im Wege einer linearen Interpolation ermittelt. Es wird folgende Formel zugrunde gelegt: Preisdifferenz zum Bestbieter x Höchstpunktzahl geteilt durch Preis Bestbieter = Abzug von Höchstpunktzahl Beispiel: Bestpreis = 135.000 EUR = 35 Punkte Angebotspreis = 162.000 EUR Preisdifferenz = 27.000 EUR Punktabzug = 27.000 * 35 / 135.000 = 7 (also 28 Punkte) | 35 | ||
| Konzept über die Durchführung der Leistung Projektskizze 1 – Implementierungskonzept Der Bieter hat sein konzeptionelles Vorgehen zur Planung, Steuerung und Quali- tätssicherung der Einführung der einzuführenden Lösung darzustellen. Das Imple- mentierungskonzept muss erkennen lassen, wie der Bieter ausgehend von den fachlichen und technischen Ausgangsbedingungen zu abgestimmten, entschei- dungsreifen und umsetzbaren Ergebnissen gelangt. Mindestens die folgenden In- halte sind zu behandeln: | 60 |
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- Projektverständnis, Zielbild und Erfolgsmaßstäbe
• Darstellung des Verständnisses von Auftrag, Zielsetzung und erwarteter Wirkung der Beratungsleistung;
• Herleitung eines fachlichen und organisatorischen Zielbilds sowie Benen- nung der wesentlichen Erfolgsfaktoren;
• Beschreibung, wie Zielerreichung, Nutzen, Qualität und Fortschritt durch geeignete qualitative und quantitative Kriterien transparent gemacht wer- den;
• Benennung zentraler Annahmen, Rahmenbedingungen, Abhängigkeiten und erforderlicher Mitwirkungsleistungen des Auftraggebers.
- Vorgehensmodell, Phasen und Ergebnisse
• Darstellung eines inhaltlich und zeitlich nachvollziehbaren Vorgehensmo- dells von der Initialisierung über Analyse, Konzeption, Vorbereitung und Begleitung der Umsetzung bis zur Stabilisierung und Übergabe;
• Benennung der je Phase vorgesehenen Arbeitspakete, Meilensteine, Ent- scheidungspunkte und Liefergegenstände;
• Beschreibung der Kriterien für die Freigabe bzw. den Abschluss einer Phase und des Umgangs mit offenen Punkten;
• Erläuterung, wie agile, iterative oder klassische Vorgehensbestandteile mit- einander verbunden und an die betrieblichen Erfordernisse angepasst wer- den.
- Projektorganisation, Governance und Entscheidungswege
• Vorschlag für eine Projekt- und Gremienstruktur einschließlich Rollen, Ver- antwortlichkeiten und Eskalationswegen auf Seiten des Auftragnehmers und der erforderlichen Mitwirkung auf Seiten des Auftraggebers;
• Darstellung der Arbeits-, Berichts- und Entscheidungszyklen einschließlich Statusberichten, Regelterminen, Entscheidungsbedarfen und Beschluss- dokumentation;
• Beschreibung der Sicherstellung einer eindeutigen Aufgabenverfolgung so- wie der transparenten Dokumentation von Entscheidungen, Änderungen und Abhängigkeiten;
• Erläuterung der Zusammenarbeit mit Fachbereichen, IT, Interessenvertre- tungen, Datenschutz, Informationssicherheit und weiteren betroffenen Funktionen, soweit für den Auftragsgegenstand relevant.
- Anforderungs-, Schnittstellen- und Abhängigkeitsmanagement
• Beschreibung der Erhebung, Strukturierung, Priorisierung, Validierung und Nachverfolgung fachlicher, technischer und organisatorischer Anforderun- gen;
• Vorgehen zur Harmonisierung unterschiedlich aufgenommener, wider- sprüchlicher oder konkurrierender Anforderungen und zur Herbeiführung dokumentierter Entscheidungen;
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• Vorgehen zur Identifikation und Steuerung fachlicher, technischer, termin- licher und organisatorischer Schnittstellen und Abhängigkeiten;
• Darstellung, wie Änderungen an Anforderungen bewertet, priorisiert, frei- gegeben und in Planung sowie Dokumentation überführt werden.
- Ressourcen-, Kapazitäts- und Konfliktmanagement
• Darstellung der vorgesehenen Ressourcenplanung einschließlich Kapazi- tätsabgleich, Priorisierung und Vertretungsregelungen;
• Vorgehen bei Ressourcenengpässen, konkurrierenden Linien- und Projekt- aufgaben sowie Verzögerungen in abhängigen Arbeitspaketen;
• Beschreibung eines nachvollziehbaren Eskalations- und Entscheidungs- prozesses für Ressourcenkonflikte;
• Erläuterung, wie die besonderen betrieblichen Anforderungen und Einsatz- bedingungen gewerblicher Mitarbeitender bei Analyse, Beteiligung, Quali- fizierung und Einführung berücksichtigt werden, ohne betriebliche Abläufe unangemessen zu beeinträchtigen.
- Qualitäts-, Test-, Einführungs- und Übergabemanagement
• Darstellung der vorgesehenen Qualitätssicherungsmaßnahmen für Kon- zepte, Anforderungen, Entscheidungen und Liefergegenstände;
• Beschreibung des Vorgehens zur Vorbereitung und Begleitung von Tests, Pilotierung, Abnahme und schrittweiser Einführung, soweit dies vom Leis- tungsumfang umfasst ist;
• Darstellung des Umgangs mit festgestellten Mängeln, offenen Punkten und Nachbesserungsbedarfen;
• Konzept für Wissenssicherung, Dokumentation, Befähigung der Organisa- tion und geordnete Übergabe in Betrieb bzw. Linie.
- Risiko- und Problemmanagement
• Darstellung eines systematischen Vorgehens zur frühzeitigen Identifika- tion, Bewertung, Behandlung, Überwachung und Eskalation von Risiken und Problemen;
• Benennung typischer Risiken eines komplexen, betriebsrelevanten Digita- lisierungs- und Veränderungsvorhabens sowie geeigneter präventiver und korrektiver Maßnahmen;
• Beschreibung von Verantwortlichkeiten, Berichtswegen, Überprüfungszyk- len und Kriterien für Eskalationen;
• Erläuterung, wie Auswirkungen auf Betriebsfähigkeit, Termine, Kosten, Qualität, Akzeptanz, Datenschutz und Informationssicherheit in die Risiko- betrachtung einbezogen werden.
- Organisation des vorgesehenen Personals
• Benennung der vorgesehenen Mitarbeitenden mit Rolle, Aufgaben, Verant- wortlichkeiten und fachlichen Schwerpunkten;
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• Darstellung der Verfügbarkeit während der vorgesehenen Leistungserbrin- gung sowie der Auslastung in anderen Projekten in einer für die Bewertung nachvollziehbaren Form;
• Vertretungs- und Übergaberegelungen für geplante und ungeplante Abwe- senheiten sowie für Personalwechsel;
• Beschreibung, wie eine durchgängige Besetzung, kurze Reaktionswege und die Kontinuität von Wissen und Ansprechpartnern sichergestellt wer- den.
Projektskizze 2 – Change-Management-Konzept
Der Bieter hat ein ganzheitliches, auf den Auftragsgegenstand zugeschnittenes Change-Management-Konzept darzustellen. Das Konzept muss fachliche, organi- satorische und kommunikative Veränderungsbedarfe berücksichtigen und aufzei- gen, wie die betroffenen Personengruppen von der Vorbereitung bis zur Stabilisie- rung der Veränderung angemessen einbezogen und zur Anwendung neuer Pro- zesse, Rollen und Arbeitsweisen befähigt werden. Mindestens die folgenden Inhalte sind zu behandeln:
- Change-Verständnis und Veränderungsziele
• Darstellung des Verständnisses der mit dem Vorhaben verbundenen Ver- änderungen in Prozessen, Rollen, Zusammenarbeit, Führung, Kompeten- zen und Arbeitsalltag;
• Beschreibung der angestrebten Veränderungswirkungen und geeigneter Kriterien, anhand derer Akzeptanz, Befähigung und nachhaltige Veranke- rung beurteilt werden können;
• Benennung wesentlicher Annahmen und Voraussetzungen für eine erfolg- reiche Veränderungsbegleitung.
- Stakeholderanalyse und Betroffenheitsstruktur
• Identifikation und nachvollziehbare Clusterung der direkt und mittelbar be- troffenen internen und externen Personengruppen;
• Bewertung der Betroffenheit nach Art und Intensität der Veränderung, Ein- fluss auf den Projekterfolg, Informations- und Beteiligungsbedarf sowie möglicher Multiplikatorenfunktion;
• Darstellung, wie die Stakeholder- und Betroffenheitsanalyse im Projektver- lauf überprüft und fortgeschrieben wird;
• Besondere Berücksichtigung gewerblicher Mitarbeitender, dezentraler bzw. mobiler Tätigkeiten, Führungskräfte verschiedener Ebenen, administ- rativer Funktionen und weiterer für den Auftragsgegenstand relevanter Gruppen.
- Change-Roadmap und Verzahnung mit der Implementierung
• Darstellung einer phasenbezogenen Change-Roadmap mit Aktivitäten, Meilensteinen, Verantwortlichkeiten und erwarteten Ergebnissen;
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• Erläuterung der inhaltlichen und zeitlichen Verzahnung mit Anforderungs- management, Konzeption, Pilotierung, Einführung, Qualifizierung und Sta- bilisierung;
• Beschreibung, wie Erkenntnisse aus Beteiligung, Kommunikation, Schu- lungen und Feedback in Projektentscheidungen und die weitere Umset- zung zurückgeführt werden.
- Beteiligungs- und Einbindungskonzept
• Beschreibung zielgruppenspezifischer Beteiligungsformate, zum Beispiel Interviews, Workshops, Dialogformate, Pilotgruppen, Multiplikatorennetz- werke oder strukturierte Feedbackschleifen;
• Darstellung von Zweck, Zeitpunkt, Auswahl der Teilnehmenden, Verant- wortlichkeit und erwarteter Verwendung der Ergebnisse je Format;
• Vorgehen zur transparenten Behandlung von Rückmeldungen, Einwänden, Zielkonflikten und nicht umsetzbaren Anforderungen;
• Berücksichtigung bestehender Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechte sowie relevanter interner Gremien und Funktionen.
- Kommunikationsprogramm
• Entwicklung einer nachvollziehbaren Kommunikationslogik entlang der Projektphasen mit Kommunikationszielen, Kernbotschaften, Zielgruppen, Absendern, Kanälen, Frequenzen und Verantwortlichkeiten;
• Darstellung, wie Informationen adressatengerecht, verständlich, barriere- arm und für unterschiedliche Arbeitssituationen zugänglich aufbereitet wer- den;
• Vorgehen zur Sicherstellung konsistenter Botschaften und zur Abstimmung von Projekt-, Führungs- und Linienkommunikation;
• Beschreibung des Umgangs mit Informationslücken, Unsicherheiten, Ge- rüchten, kritischen Rückmeldungen und kurzfristigem Kommunikationsbe- darf.
- Qualifizierung und Befähigung
• Darstellung, wie Qualifizierungsbedarfe je Zielgruppe ermittelt und in ein rollenbezogenes Lern- und Befähigungskonzept überführt werden;
• Beschreibung geeigneter Lernformate, Materialien, Praxisanteile, Unter- stützungsangebote und Transfermaßnahmen;
• Vorgehen zur Terminierung und Durchführung unter Berücksichtigung be- trieblicher Abläufe, Schicht- oder Einsatzbedingungen und unterschiedli- cher digitaler Voraussetzungen;
• Darstellung, wie Lernerfolg, Anwendungsfähigkeit und weiterer Unterstüt- zungsbedarf festgestellt und nachgesteuert werden.
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- Akzeptanzsteigerung, Widerstands- und Konfliktmanagement
• Beschreibung der eingesetzten Methoden zur frühzeitigen Erkennung von Akzeptanzhemmnissen, Widerständen und Veränderungsmüdigkeit;
• Vorgehen zur Ursachenanalyse und zur Auswahl verhältnismäßiger Maß- nahmen, differenziert nach Zielgruppen und Veränderungsphase;
• Darstellung der Rolle von Führungskräften, Multiplikatoren und Projekt- team bei der Bearbeitung von Einwänden und Konflikten;
• Beschreibung transparenter Eskalations-, Rückmelde- und Entscheidungs- wege.
- Erfolgsmessung und nachhaltige Verankerung
• Benennung geeigneter qualitativer und quantitativer Indikatoren für Reich- weite, Verständnis, Beteiligung, Qualifizierung, Akzeptanz und Anwen- dung;
• Darstellung der Erhebungszeitpunkte, Verantwortlichkeiten, Auswertung und adressatengerechten Berichterstattung;
• Beschreibung, wie bei Zielabweichungen nachgesteuert und die Wirksam- keit ergriffener Maßnahmen überprüft wird;
• Konzept zur nachhaltigen Verankerung in Führung, Regelkommunikation, Arbeitsabläufen, Dokumentation und kontinuierlicher Verbesserung nach der Einführung.
Die Bewertung der Angebotskonzepte erfolgen jeweils nach dem folgenden Schema. Jedes Konzept wird einzeln bewertet. Insgesamt kann für beide Konzepte ein maximaler Wert von 60 Punkten erreicht werden.
| Bewertungsstufe | Beschreibung | Punkte |
|---|---|---|
| Unzureichende Ausführungen | Inhalte fehlend weitgehend oder sind nicht nachvollziehbar; Anforderungen werden nicht erfüllt | 0 |
| Geringer Zielerreichungsgrad | Anforderungen werden nur sehr einge- schränkt erfüllt; Konzept ist lückenhaft und wenig belastbar | 15 |
| Mittlerer Zielerreichungsgrad | Anforderungen werden teilweise erfüllt; Konzept ist nachvollziehbar, aber mit er- kennbaren Lücken | 30 |
| Hoher Zielerreichungsgrad | Anforderungen werden weitgehend er- füllt; Konzept ist schlüssig und gut struk- turiert | 45 |
| Sehr hoher Zielerreichungsgrad | Anforderungen vollständig und überzeu- gend erfüllt; Konzept ist umfassend und professionell | 60 |
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| Zur Vergleichbarkeit legt die Auftraggeberin den Umfang der beiden Bearbeitungs- konzepte auf maximal 20 Seiten DIN A4 (einseitig), Schriftart Arial, Schriftgröße 11 und einen Zeilenabstand von 1,5 Zeilen fest. Ausgenommen sind Titelblatt, Inhalts- verzeichnis und Tabellen / Abbildung. Unvollständige oder nicht lesbare Unterlagen können vom Verfahren ausgeschlossen werden. | |
|---|---|
| Ökostrom Die Deckung des Strombedarfs für die an der Leistungserbringung beteiligten Be- triebsstätten erfolgt ausschließlich durch erneuerbare Energien (selbst generierter oder eingekaufter Ökostrom). Der Nachweis erfolgt über Stromvertrag, Stromab- rechnung oder entsprechende Herkunftsnachweise/Grünstromzertifikate. | 5 |
| Maximal erreichbare Gesamtpunktzahl | 100 |
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Anlage 3: Checkliste der mit dem Angebot einzureichenden Unter-
lagen
Mit dem Angebot sind folgende Unterlagen einzureichen.
Für alle in der Tabelle aufgeführten Nachweise ist das zur Verfügung gestellte Formblatt auszufüllen. Wenn kein Formblatt zur Verfügung gestellt wurde, ist eine selbst zu erstellende Eigenerklärung bzw. das betreffende Nachweisdokument, z.B. Zertifikat einzureichen:
| Angebotsunterlagen für die Wertung (werden nicht nachgefordert) | ||||
|---|---|---|---|---|
| Angebotsschreiben | ||||
| Preisblatt | ||||
| Konzept über Changemanagement Ansatz | ||||
| Konzept über Implementierungsvorgehen | ||||
| Erklärungen zum Angebot | ||||
| Ggf. Ziff. der Anlage Eignungsnachweise | ||||
| I.1 | Eigenerklärung zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach §§ 123, 124 GWB sowie zur Tariftreue nach § 3 HmbVgG und Eintra- gung im Handelsregister/ vergleichbaren Register | |||
| I.2 | Ggf. Erklärung Bewerber-/Bieter-/ Arbeitsgemeinschaft; Diese ist als Vollmacht für den Federführer durch alle Mitglieder zu unterzeichnen. | |||
| I.3 | Eigenerklärung zu den Vorschriften betreffend RUS-Sanktionen und dem dort enthaltenen Verbot von Auftragserteilungen an russische Staatsangehörige /Unternehmen/Lieferanten | |||
| III.8 | Ggf. Erklärung zum Nachunternehmereinsatz, sofern ein Nachunter- nehmer eingesetzt werden soll | |||
| III.8 | Ggf. Nachunternehmerverpflichtungserklärung Diese ist durch den Nachunternehmer zu unterzeichnen! | |||
| II.1 | Eigenerklärung Umsatz | |||
| III.1 | Eigenerklärungen zu Referenzen | |||
| III.2 | Eigenerklärungen Beschäftigtenzahl | |||
| III.3 | Angabe der technischen Fachkräfte | |||
| III.4 | Nachweise der beruflichen Qualifikation | |||
| III.5 | Prozessmodellierung | |||
| III.6 | Nachweis zu Umweltmanagementmaßnahmen | |||
| III.7 | Nachweis über technisch-organisatorische Maßnahmen | |||
| Anlage: Geheimhaltungsvereinbarung |
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