2025-05-14_Feuerwache Richterich.pdf

Holzbau für den Neubau einer Rettungswache mit Feuerwehrgerätehaus

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 21.09.2026, 08:17 (Europe/Berlin)

Herkunft: www.vergaben-wirtschaftsregion-aachen.de

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Thermische Bauphysik

sommerlicher Wärmeschutz SWS

Dimensionierung nach DIN 4108 Teil 2 mittels thermischer Simulation

Genehmigungsplanung

Aachen, 14.05.2025

Bauvorhaben: Feuerwehrgerätehaus und Rettungswache Roder Weg 7 52072 Aachen-Richterich

Bauherr: Stadt Aachen Gebäudemanagement E26 Lagerhausstr. 20, 52064 Aachen

Architekt: Mescherowsky Architekten GmbH Bachstraße 22 52066 Aachen

Aussteller: Dipl.-Ing. Stefan Krämer staatlich anerkannter Sachverständiger für Schall- und Wärmeschutz

INTEGRAL INGENIEURE Oranienstraße 9 52066 Aachen

Unterschrift:

Dipl.-Ing. Stefan Krämer

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Aufgabenstellung 2

Inhalt

1 Aufgabenstellung .................................................................................................................................. 3

2 Grundlagen............................................................................................................................................ 4 2.1 Gebäudemodell ........................................................................................................................................... 5

2.2 Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz nach DIN 4108 Teil 2................................................ 7

2.3 Klimadaten – Äußere Einflüsse auf das Gebäude ........................................................................................ 8

3 Randbedingungen ............................................................................................................................... 11 3.1 Konstruktionen .......................................................................................................................................... 11

3.2 Nutzungsrandbedingungen – thermische Zonen....................................................................................... 13

3.3 Zonierung ................................................................................................................................................... 14

4 Ergebnisse Sommerlicher Wärmeschutz .............................................................................................. 16 4.1 Basis ........................................................................................................................................................... 16

Neubau Feuer- und Rettungswache 14.05.2025

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Aufgabenstellung 3

1 Aufgabenstellung

Die Stadt Aachen plant den Neubau einer Feuer- und Rettungswache für den Bezirk Aachen-Richterich.

Das geplante Gebäude umfasst zwei Vollgeschosse. Im Erdgeschoss befinden sich die Räume der freiwilligen Feuer- wehr, im Obergeschoss sind die Räumlichkeiten des Rettungsdienstes verortet.

Für das Gebäude soll der Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes mittels Thermischer Gebäudesimulation erbracht werden.

Bild 1: Luftbild Roder Weg 7 (Quelle: Google 2023)

Neubau Feuer- und Rettungswache 14.05.2025

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Grundlagen 4

2 Grundlagen

Die thermische Gebäudesimulation ist ein Rechenverfahren, bei dem mit Hilfe eines 3D-Modells das thermische Verhalten eines Gebäudes in Stundenschritten für ein Jahr simuliert wird.

Mit Hilfe dieses Rechenverfahrens werden Planungsprozesse unterstützt, indem beispielsweise die Wirksamkeit bestimmter Baumaterialien auf den Energiebedarf untersucht wird.

In die Simulation gehen ein:

◼ Gebäudegeometrie

◼ Materialeigenschaften und Aufbau der Gebäudehülle

◼ Klimadaten am Standort des Gebäudes

◼ Interne Wärmelasten (z.B. Personen, Geräte, Beleuchtung)

◼ Art der Konditionierung

Mögliche Ergebnisse:

◼ Verlauf der Temperaturen, Temperaturhäufigkeit

◼ Oberflächentemperaturen

◼ Kondensation

◼ Heiz- bzw. Kühlenergiebedarf

◼ Erforderliche Heiz- bzw. Kühlleistung

Die Untersuchung wurde mittels dynamischer Gebäudesimulation durchgeführt (Software TAS, Version 9.5.6, Firma EDSL, England).

Eingabedaten • Gebäude • Anlagentechnik • Nutzer • Wetter

Simulationsmodell

Ausgabedaten • Raumlima • Luftwechsel • Wärme - / Kühlbedarf • Energiebedarf • Wirtschaftlichkeit

EnEtnstcshcehiediudnugn g

Bild 2: Ablaufschema – Untersuchung mittels Gebäudesimulation

Neubau Feuer- und Rettungswache 14.05.2025

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Grundlagen 5

2.1 Gebäudemodell

Mittels Gebäudesimulation wurde ein 1:1 Modell des Gebäudes aufgebaut. Das Modell hat alle thermodynami- schen Eigenschaften (z.B. Lichtdurchlässigkeit, Wärmespeichervermögen, Oberflächentemperaturen, usw.) wie ein reales Gebäude.

Die folgenden Abbildungen zeigen das 3D-Modell des Gebäudes (Planstand 11.03.2025).

Bild 3: Nordansicht

Bild 4: Ostansicht

Neubau Feuer- und Rettungswache 14.05.2025

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[Seite 6: Text nur als Bild — nicht lesbar]

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Grundlagen 7

2.2 Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz nach DIN 4108 Teil 2

Zielwerte und Berechnungsrandbedingungen zur Überprüfung des sommerlichen Wärmeschutzes mittels Gebäudesimulation sind in DIN 4108 Teil 2:2013-02 festgelegt.

Bewertungskriterium ist die Anzahl der Übertemperaturgradstunden1 in Kh/a, welche im Auswertezeitraum von Montag bis Freitag zwischen 07.00 Uhr und 18.00 Uhr auftreten.

Die Grenzwerte der Empfindungstemperatur (operative Innentemperatur) zur Berechnung der Übertemperatur- gradstunden sind in Abhängigkeit von den drei Sommerklimaregionen (A, B und C) vorgegeben.

SommerklimaregionBezugswert θ der Innen- b,op temperatur in °CAnforderungswert
Übertemperaturgradstunden in Kh/a
WohngebäudeNichtwohngebäude
A251.200
B261.200
271.200

Bild 7: DIN 4108 Teil 2 2013, Tabelle 9: Bezugswerte der operativen Innentemperatur2 für die Sommerklimaregionen und Übertemperaturanforderungswerte.

Der Gebäudestandort Aachen-Richterich wird der Sommerklimaregion A zugeordnet.

◼ Klimaregion A: Normaljahr TRY - Zone 02 (mittlere Klimarandbedingungen)

Kriterium zur Überprüfung des sommerlichen Wärmeschutzes nach DIN 4108 Teil 2:

◼ Anzahl der Übertemperaturgradstunden Gh25 mit Innentemperaturen über 25°C kleiner als 500 Kh/a

Bild 8: Sommerklimaregion des Standortes

1 Eine Übertemperaturgradstunde entsteht, wenn die Empfindungstemperatur für die Dauer von einer Stunde genau 1 °K über der zulässigen Raumtemperatur liegt.

2 Operative Innentemperatur = Empfindungstemperatur

Neubau Feuer- und Rettungswache 14.05.2025

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Grundlagen 8

2.3 Klimadaten – Äußere Einflüsse auf das Gebäude

In die Simulationsberechnungen gehen Stundenwerte der meteorologischen Daten für den Standort des Gebäudes ein.

Es werden gemäß DIN 4108 Teil 2 die vom Deutschen Wetterdienst (DWD) bereitgestellten Testreferenzjahre in der Version 2010 verwendet.

◼ Mittlere Klimaverhältnisse (Normaljahr) Dieser Datensatz repräsentiert das mittlere Klima der Region.

Folgende meteorologische Daten wurden bei der Simulation berücksichtigt:

◼ Außenlufttemperatur ◼ Global- und Diffus-Strahlung ◼ Relative Luftfeuchte ◼ Bedeckungsgrad ◼ Windrichtung und Windstärke

In den folgenden Grafiken werden die Klimadaten des TRY - Zone 02 detailliert dargestellt

Neubau Feuer- und Rettungswache 14.05.2025

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Grundlagen 9

TRY - Zone 04 - mittlere Klimarandbedingungen

Außenlufttemperatur

40

35

30

25

C 20 ° n i r 15 u ta r 10 e p m 5 e T 0

-5

-10

-15 0 30 60 90 120 150 180 210 240 270 300 330 360

Tag im Jahr

Bild 9: Außentemperatur TRY 02

Außentemperatur, Monatsmittelwerte

T mittelGradtagszahl3Kühlgradtage4Statistische
[°C][K*d][K*d]Auswertung
Januar2,35490t = -8,0°C minTag 4
Februar2,44930t = 31,4°C maxTag 162
März4,34880
April8,03550Anzahl Stunden
Mai12,42110unter 15°C6.551 h/a
Juni15,61005über 20°C457 h/a
Juli18,01125über 25°C69 h/a
August18,0022über 30°C5 h/a
September14,71233
Oktober10,22990
November5,54360
Dezember2,65410
Jahr9,5360454

Bild 10: Außentemperatur TRY 02

3 Gradtagszahl nach VDI 2067 (Heizgrenztemperatur 15°C, Innentemperatur 20°C) 4 Kühlgradtage nach ASHRAE (Kühlgrenztemperatur 18,3°C)

Neubau Feuer- und Rettungswache 14.05.2025

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Grundlagen 10

Solare Einstrahlung

1200

1000

]²m 800 /W [

g n 600 u lh a r tS 400

200

0 0 30 60 90 120 150 180 210 240 270 300 330 360 Tag im Jahr

Globalstrahlung Diffusstrahlung

Bild 11: Global- und Diffus-Strahlung TRY 02

Strahlung, Monatsmittelwerte

G diffusG globalStatistische Auswertung
[W/m²][W/m²]
Januar18,914,5G = 919 W/m² global, maxTag 174
Februar39,927,7G = 522 W/m² diffus, maxTag 157
März110,650,4
April179,686,5
Mai189,4113,7
Juni246,7109
Juli221,1102,9
August191,283,5
September116,378,5
Oktober77,739,8
November30,221,2
Dezember11,610,2
Jahr119,461,5

Bild 12: Strahlung, Monatsmittelwerte TRY 02

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Randbedingungen 11

3 Randbedingungen

Im nachfolgenden Kapitel werden die Randbedingungen beschrieben, die für die thermische Gebäudesimulation berücksichtigt wurden.

3.1 Konstruktionen

In der nachfolgen Tabelle sind die Konstruktionen für die Basisvariante dargestellt:

Opake Bau-SchichtaufbauU-WertPosition
teile(von innen nach außen bzw. unten nach oben)[W/m²K]
AW01Feldbereich
12.5 mmGipskarton0,147
15 mmOSB-Platten
240 mmWDVS 040
60 mmHolzfaserdämmplatte 043
Balkenbereich
Balkenbereich
12.5 mmGipskarton
15 mmOSB-Platten
240 mmHolz
60 mmHolzfaserdämmplatte 043
AW0212.5 mmGipskarton0,212
Fahrzeug-15 mmOSB-Platten
halle
140 mmHolzständer/WLS 040
60 mmHolzfaserdämmplatte 043
FB014 mmLinoleum0,147
65 mmEstrich (Zement)
30 mmTrittschalldämmung
60 mmWDVS 035
250 mmNormalbeton
160 mmWDVS 040
FB0211 mmFliesen0,147
65 mmEstrich (Zement)
30 mmTrittschalldämmung
60 mmWDVS 035
250 mmNormalbeton
160 mm160 mmWDVS 040WDVS 040
FB0315 mmNaturstein0,147
65 mmEstrich (Zement)
30 mmTrittschalldämmung
60 mmWDVS 035
250 mmNormalbeton
160 mmWDVS 040

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Randbedingungen 12

Opake Bau-SchichtaufbauU-WertPosition
teile(von innen nach außen bzw. unten nach oben)[W/m²K]
DA01 Fahrzeug- halleDA01Trapezblech0,192
Fahrzeug-0.3 mmPE-Folie
halle80 mmWDVS 0400,192
120 mmWDVS 040
10 mmBitumendachbahn
DA02160 mmBrettsperrholz0,096
0.3 mmPE-Folie
80 mmWDVS 040
280 mmWDVS 040
10 mmBitumendachbahn
Tor2,5
AT011,5

Bild 13: Konstruktionen der Basisvariante, opake Bauteile

Transparente Bauteileg-Wert [-]U - WPosition
Wert
[W/m²K]
FE01mit Sonnenschutzverglasung, mit Sonnenschutz außen (Raffstore) f = 0,27 c Nord- und Südseite0,300,95
FE02mit Wärmeschutzverglasung mit Sonnenschutz außen (Raffstore) f = 0,24 c Ost- und Westseite0,500,95
FE03mit Wärmeschutzverglasung mit Sonnenschutz außen (Rollladen) f = 0,30 c Ost- und Westseite0,500,95
FE04- Treppenhausmit Sonnenschutzverglasung0,300,95

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Randbedingungen 13

Transparente Bauteileg-Wert [-]U - WPosition
Wert
[W/m²K]
OberlichtPolykarbonat0,381,60
AT020,581,60

Bild 14: Konstruktionen der Basisvariante, transparente Bauteile

Die außenliegende Raffstore weist in Kombination mit einer 3-fach-Sonnenschutzverglasung einen berechneten f- c Wert von 0,27 auf. Der daraus resultierende g beträgt ca. 0,08. Wird die Raffstore hingegen mit einer 3-fach- tot Wärmeschutzverglasung kombiniert, ergibt sich ein f-Wert von 0,24 und ein entsprechender g von ca. 0,12. c tot Der außenliegende Rollladen erreicht in Verbindung mit einer 3-fach-Wärmeschutzverglasung einen f-Wert von c 0,30, woraus ein g von ca. 0,15 resultiert. tot

Der Sonnenschutz hat einen motorischen Antrieb und wird gemäß DIN 4108 angesteuert:

◼ Ausrichtung Nord Grenzbestrahlungsstärke 150 W/m² ◼ Ausrichtung Ost Grenzbestrahlungsstärke 200 W/m² ◼ Ausrichtung Süd Grenzbestrahlungsstärke 200 W/m² ◼ Ausrichtung West Grenzbestrahlungsstärke 200 W/m²

3.2 Nutzungsrandbedingungen – thermische Zonen

Randbedingungen für den Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes mittels Gebäudesimulation nach DIN 4108 Teil 2.

Für die Basis wurden entsprechend der DIN 4108 Teil 2 die Nutzungsrandbedingungen für Nichtwohngebäude mit einer erhöhten Taglüftung für Räume mit Fenstern berücksichtigt.

NutzungstypNichtwohngebäude DIN 4108-2Nutzungszeiten
Interne Lasten144 Wh/(m²d) 13,09 W/m²
TemperaturSoll-Lufttemperatur
- Winter ≥ 21 °C
Fensterlüftung - Taglüftung 4 x A / V G - erhöhte Taglüftung5 LW 3,00 h-1

Bild 15: Nutzungsrandbedingungen – Nichtwohngebäude DIN 4108 Teil 2

5 wenn θ > 23°C und θ > θ i, Luft i,Luft außen,Luft

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Randbedingungen 14

3.3 Zonierung

Die Zonennamen und die Zonennummer wurden den Plänen vom 11.03.2025 entnommen.

Bild 16: Zonierung Erdgeschoss

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Ergebnisse Sommerlicher Wärmeschutz 16

4 Ergebnisse Sommerlicher Wärmeschutz

Bewertungskriterium für den sommerlichen Wärmeschutz ist die Anzahl der Übertemperaturgradstunden6 in Kh/a, welche im Auswertezeitraum von Montag bis Sonntag zwischen 07:00 Uhr und 18:00 Uhr auftreten.

◼ Übertemperaturgradstunden nach DIN 4108 Teil 2 In die Berechnung der Übertemperaturgradstunden gehen die Anzahl der Überschreitungen des zulässigen Grenzwertes von 25 °C sowie die Höhe der Überschreitungen ein.

Der sommerliche Wärmeschutz ist erfüllt, wenn die Anzahl der Übertemperaturgradstunden in allen beheizten Räumen kleiner als 500 Kh/a ist.

4.1 Basis

Häufigkeit der
Überhitzungsstunden
Thermische Zone22>23>24>25>26>27>28>29>30>SUM > 25Kh /a 25Maxi-
mal-
tempe-
ratur
°C
TRY 02 - DIN 4108-T2 Klimaregion A54291467109854513731,4
R_0.05 Küche2523642701475654210027834929,0
R_0.09 LZF Büro23039618264341400011211227,9
R_0.10 Funk20531530016786494728037761529,9
R_0.19 Werkstatt/Lager208204206171341150022115828,2
R_0.24 Schulung313367202652910140011814528,6
R_0.33 Fahrzeughalle3311194616913700457628,2
R_0.40 Fahrzeughalle231792812817000376127,9
R_1.05 Ruheraum24638422890251490013813628,3
R_1.06 Ruheraum27541320774231390011913128,2
R_1.07 Ruheraum281414207673413110012514728,5
R_1.09 Ruheraum26541621976271390012513528,2
R_1.10 Ruheraum25141223071441490013815328,4
R_1.11 Ruheraum22231631015898503918036355329,9
R_1.13 Pause / Bereitschaft241393202764113151014617829,0
R_1.22 Multifunktionsraum22734032317970351513031238029,6
R_1.23 Büro EBE2624272381204516161019821629,0
R_1.24 Lernraum Azubis / Schulung260404200763612140013816028,8
R_1.25 Büro Wachleiter23232029013786531819031346529,9
R_0.23 Jugend/Lehrmittel-296382226743210140013015228,7
raum/Schulung

Bild 18: Basis, erhöhte Taglüftung

Die Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz nach DIN 4108 Teil 2 werden nicht erfüllt.

6 Eine Übertemperaturgradstunde entsteht, wenn die Empfindungstemperatur für die Dauer von einer Stunde genau 1 °K über der zulässigen Raumtemperatur liegt.

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Ergebnisse Sommerlicher Wärmeschutz 17

4.2 Zusammenfassung und Empfehlung

Bild 19: Schattenverlauf Tag 178, 09:00 Uhr (Ostansicht)

Im Rahmen der thermischen Gebäudesimulation wurde der sommerliche Wärmeschutz nach DIN 4108-2 über- prüft. In zwei Räumen, R_0.10 Funk/Multifunktion sowie R_1.11 Ruheraum, wird der zulässige Grenzwert von 500 Übertemperaturgradstunden überschritten.

Die Hauptursache für die kritischen Werte in Raum R_0.10 liegt darin, dass keine außenliegende Verschattung vor- gesehen ist. Die Verschattung durch die angrenzende Fahrzeughalle wirkt sich zwar in den frühen Vormittagsstun- den aus, ist insbesondere im Hochsommer jedoch nicht ausreichend, wie die Verschattungsanalyse deutlich zeigt (Bild 19). Für diesen Raum wird daher empfohlen, eine wirksame außenliegende Verschattung vorzusehen, um die solaren Wärmegewinne signifikant zu reduzieren.

Im darüberliegenden Raum R_1.11 wird auch hier der Grenzwert überschritten, was in erster Linie auf die große Fensterfläche im Verhältnis zur Raumfläche zurückzuführen ist. Zur Reduktion des solaren Eintrags wird empfoh- len, die Fensterfläche zu verkleinern, analog zu den angrenzenden Ruheräumen mit besseren Flächenverhältnis- sen. Alternativ sollten die vorhandenen Rollläden durch außenliegende Raffstore ersetzt werden, um durch einen geringeren Fc-Wert die Effektivität der Verschattung weiter zu verbessern.

Durch Umsetzung dieser baulichen Maßnahmen kann die sommerliche Überhitzung in den beiden betroffenen Räumen wirksam reduziert und somit der Nachweis gemäß DIN 4108-2 erbracht werden.

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