26-09-14 ERK WG - Vergabeunterlagen Teil A.pdf

Generalplanungsleistungen für Sanierung und Umbau eines Wohnblocks in Erkner

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Teil A - Allgemeine Bedingungen für die

Auftragsvergabe

»Generalplanerleistungen für den Umbau

und die Sanierung des Wohnblocks

Friedrichstraße 14-18 in 15537 Erkner«

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Wohnungsgesellschaft Erkner mbH

Generalplanerleistungen Friedrichstr. 14-18, 15537 Erkner Teil A - Allgemeine Bedingungen für die Auftragsvergabe

Inhaltsverzeichnis

1 Aufgabenstellung .................................................................................... 4

1.1 Das Vorhaben .......................................................................................... 4

1.2 Ziel ....................................................................................................... 5

2 Grundsätze des Verfahrens ........................................................................ 5

2.1 Anwendung der VgV ................................................................................. 5

2.2 Hinweise zum Entwurf des Generalplanervertrages ......................................... 5

2.3 Projektantenproblematik .......................................................................... 6

3 Organisation und Ablauf des Verfahrens ....................................................... 6

3.1 Elektronische Abwicklung des Verfahrens ..................................................... 6

3.2 Ortsbesichtigung ..................................................................................... 6

3.3 Ablauf des Vergabeverfahrens .................................................................... 7

3.4 Zuschlagserteilung .................................................................................. 7

3.5 Vorbehalt ............................................................................................... 7

4 Angebot................................................................................................. 7

4.1 Geforderte Bestandteile des einzureichenden Angebotes................................. 8

4.2 Allgemeine Anforderungen an das Angebot .................................................. 8

4.3 Anforderungen an das Honorarberechnungsblatt ........................................... 8

4.4 Anforderungen an die elektronische Einreichung von Angebotsunterlagen ......... 8

5 Bewertung der Angebote ........................................................................... 9

5.1 Vergabekriterien ..................................................................................... 9

6 Unzulässige Wettbewerbsabsprachen .......................................................... 9

7 Mehrfachbewerbungen ............................................................................. 9

8 Bietergemeinschaften .............................................................................. 9

9 Nachunternehmer .................................................................................. 10

10 Einhaltung der Landesgesetzgebung zur Tariftreue und Mindestlöhnen ............ 10

11 Mitteilung über Unklarheiten in den Vergabeunterlagen................................ 10

12 Beantwortung von Fragen der Bewerber/Bieter ........................................... 10

12.1 Grundsätzliche Folgen der Beantwortung von Fragen der Bewerber/Bieter ........ 10

12.2 Ablauf ................................................................................................. 10

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13 Nachprüfungsstelle ................................................................................ 11

Anlagen Teil A

Anlage A1: Termine 3 Seiten

Anlage A2: Bewertungsmatrix Stufe 2 1 Seite

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1 Aufgabenstellung

1.1 Das Vorhaben

Die Wohnungsgesellschaft Erkner mbH (auch „Auftraggeber“ genannt) als städti- sche Tochtergesellschaft der Stadt Erkner beabsichtigt, den Wohnblock Friedrich- straße 14-18 in 15537 Erkner grundlegend zu sanieren und zu modernisieren. Wie bei der bereits abgeschlossenen Sanierung und Modernisierung des Wohnblocks Friedrichstraße 10-12a soll im Zuge der Bauarbeiten durch Umbauten auch eine teilweise Erweiterung der vorhandenen Wohnungsgrundrisse geschaffen werden. Die geplante Umbau- und Modernisierungsmaßnahme erfolgt im bewohnten Zu- stand bei Vollvermietung des Gebäudes. Nach aktueller Kostenschätzung belaufen sich die Baukosten (KG 200–500 und 700) auf rund 8,8 Mio. €.

Aufgrund der Komplexität der Planungsaufgaben, die neben der technischen Ge- bäudeausrüstung auch architektonische und statische Planungsleistungen erfor- dern hat sich der Auftraggeber entschieden, die Planungsleistungen an einen Ge- neralplaner zu vergeben.

Generalplanung mit den Leistungen:

• Objektplanung Gebäude und Innenräume (§ 34 HOAI 2021)

• Fachplanung Tragwerk (§ 51 HOAI 2021)

• Fachplanung Technische Ausrüstung, Anlagengruppen 1- 5 (§ 53 HOAI 2021)

• Objektplanung Freianlagen (§ 39 HOAI 2021)

• Bauphysik (Wärmeschutz/ Energiebilanzierung und Bauakustik) (Anlage 1 HOAI 2021)

• Tiefbauplanung

• Brandschutzplanung

Der Generalplaner soll unter Berücksichtigung der vorliegenden Planung alle Leis- tungsphasen gem. HOAI erbringen. Es ist eine Beauftragung in Leistungsabschnit- ten vorgesehen (Stufe 1: LPH 1-3, Stufe 2: LPH 4, Stufe 3: LPH 5-7, Stufe 4: LPH 8- 9). Im Leistungsumfang des Generalplaners enthalten ist auch die vollständige Ge- nehmigungsplanung und Bauantragstellung unabhängig von den Vorschriften der neuen Bauordnung.

Der Auftraggeber geht davon aus, dass nachfolgende besondere und sonstige Leis- tungen erforderlich sind. Der Auftraggeber erwartet vom Auftragnehmer, dass der Auftragnehmer ihn berät und diese Leistungen selbst erbringt oder geeignete Nachunternehmer beauftragt.

Besondere und sonstige Leistungen:

• Brandschutzplanung (Vorplanung, Entwurfsplanung, prüf- und genehmi- gungsfähiges Brandschutzkonzept) AHO Heft 17, LPH 1-9

• Energiebedarfsausweis nach Baufertigstellung

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• Mitwirkung Mieterveranstaltungen

• Wohnungsbegehungen mit Mietern

• Fördermittelbegleitung projektbegleitend

• Abwicklung der Ausschreibungen der einzelnen Gewerke über die e-Vergabe- plattform des AGs

• Zuarbeiten zur Modernisierungsankündigung und -umlage nach BGB

• Baugrunduntersuchung

• vollumfängliche Schadstoffuntersuchung

• Baustoffliche und Baukonstruktive Untersuchungen (optional)

• Bautechnische Untersuchung zur Loggiaverankerung

• Begutachtung Loggiaauflager und Brüstungsgeländer

• Schallimmissionsprognose, Ermittlung maßgeblicher Außenlärmpegel

• Lüftungskonzept Bestand (optional)

Der Auftraggeber hat bereits umfangreiche Umbau- und Sanierungsmaßnahmen für den angrenzenden Wohnblock in der Friedrichstraße 10-12a im Jahr 2025 ab- geschlossen. In diesem Rahmen wurden bereits Untersuchungen erarbeitet, die den ausgewählten Bewerbern in der Stufe 2 des Verhandlungsverfahrens zur Verfü- gung gestellt werden.

Der Auftraggeber beabsichtigt, keinen Projektsteuerer zu beauftragen.

1.2 Ziel

Das Ziel des Auftraggebers in diesem Ausschreibungsverfahren ist es, das Angebot mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis für sämtliche Planungsleistungen auszu- wählen. Die Leistungen sind direkt nach der Auftragsvergabe zu erbringen.

2 Grundsätze des Verfahrens

2.1 Anwendung der VgV

Der Auftraggeber verfährt nach der Verordnung über die Vergabe öffentlicher Auf- träge (Vergabeverordnung – VgV) und führt ein Verhandlungsverfahren mit Teil- nahmewettbewerb nach § 74 VgV i. V. m. § 17 VgV durch.

2.2 Hinweise zum Entwurf des Generalplanervertrages

Die ausgewählten Bieter erhalten mit der Aufforderung zur Abgabe eines Angebo- tes den Entwurf des Generalplanervertrages. Mit Abgabe des Angebotes können Bieter alternative vertragliche Regelungen vorschlagen. Eine Erörterung erfolgt ausschließlich erst in den Bietergesprächen.

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2.3 Projektantenproblematik

Der Auftraggeber weist darauf hin, dass bereits im Vorwege das Unternehmen In- genieurgesellschaft BBP Bauconsulting mbH mit Planungsleistungen für den Um- bau und die Sanierung des Wohnblocks als Teil des gegenständlichen Vorhabens beauftragt wurde. Sollte sich dieser Marktteilnehmer an dem vorliegenden Verga- beverfahren beteiligen, beabsichtigt der Auftraggeber nicht, diesen auszuschlie- ßen. Stattdessen werden gemäß § 7 Abs. 1 und 2 VgV angemessene Maßnahmen ergriffen, um sicherzustellen, dass der Wettbewerb nicht verzerrt wird. Insbeson- dere wird der Auftraggeber interessierten Marktteilnehmern nach Abschluss der Stufe 1 des Verfahrens (Teilnahmewettbewerbs) die Möglichkeit eröffnen, die ge- samten Ergebnisse der bisherigen Planungsleistungen sowie alle Unterlagen ein- zusehen, die diesem Marktteilnehmer zur Verfügung gestellt wurden. Für den Teil- nahmewettbewerb werden nur relevante Unterlagen zur Verfügung gestellt.

3 Organisation und Ablauf des Verfahrens

3.1 Elektronische Abwicklung des Verfahrens

3.1.1 Der Auftraggeber wickelt das gesamte Vergabeverfahren in elektronischer Form über die e-Vergabeplattform „Vergabemarktplatz Brandenburg“ ab. Insbesondere erfolgen die Kommunikation zwischen Auftraggeber und Bewerbern/Bietern sowie die Einreichung von Teilnahmeanträgen und Angeboten ausschließlich in elektro- nischer Form über den Projektraum des Verfahrens.

3.1.2 Zur Nutzung der e-Vergabeplattform bis zur Abgabe elektronischer Angebote sind lediglich ein aktueller Internet-Browser sowie ein Internetzugang erforderlich.

3.1.3 Um zu gewährleisten, dass alle Teilnehmer am Vergabeverfahren automatisch über Änderungen an den Vergabeunterlagen informiert werden und die Antworten auf Fragen der Bewerber/Bieter erhalten, sollten Bewerber/Bieter sich auf der e- Vergabeplattform für die Teilnahme an dem Vergabeverfahren registrieren. Es ob- liegt ausschließlich dem Bewerber/Bieter, durch geeignete organisatorische Maß- nahmen sicherzustellen, dass das bei der Registrierung angegebene E-Mail-Post- fach kontinuierlich überwacht wird.

3.1.4 Ohne Registrierung kann der Erhalt vorstehender Informationen nicht gewährleis- tet werden. Unternehmen, die von der Möglichkeit der freiwilligen Registrierung keinen Gebrauch machen, müssen sich selbstständig im Projektraum auf der e- Vergabeplattform informieren, ob Vergabeunterlagen zwischenzeitlich geändert wurden oder ob der Auftraggeber Fragen zum Vergabeverfahren beantwortet hat. Das Risiko, ein Teilnahmeantrag/Angebot auf Grundlage veralteter Vergabeunter- lagen oder Informationen abzugeben, liegt ohne erfolgte Registrierung beim Be- werber/Bieter. Die Registrierung für die e-Vergabeplattform ist für Unternehmen vollständig kostenfrei.

3.2 Ortsbesichtigung

Für die Angebotserarbeitung kann eine Ortsbesichtigung durchgeführt werden.

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Ortsbesichtigungen sind vorab mit dem Auftraggeber abzustimmen. Ansprechpart- ner für Absprachen zur Ortsbesichtigung ist:

Herr Dirk Haase E-Mail: info@wg-erkner.de

Im Rahmen der Ortsbesichtigung werden keine verbindlichen Auskünfte erteilt. Maßgeblich sind ausschließlich die schriftlichen Vergabeunterlagen in ihrer je- weils geltenden Fassung. Fragen, die im Zusammenhang mit der Ortsbesichtigung auftreten, sind über die e-Vergabeplattform einzureichen und werden dort ver- bindlich beantwortet.

3.3 Ablauf des Vergabeverfahrens

Als Ergebnis des Teilnahmewettbewerbes werden mindestens 3 und maximal 5 Bie- ter zur Abgabe eines Angebotes aufgefordert.

Die Bieter, die fristgemäß ein dem Aufforderungsschreiben entsprechendes Ange- bot abgegeben haben, werden zu einem Bietergespräch eingeladen. In diesem Ge- spräch erhalten die Bieter die Möglichkeit, ihre Vorstellungen zum Projektablauf und zur Projektorganisation, zur Kosten- bzw. Terminkontrolle sowie zur Qualitäts- sicherung darzustellen und die Erfahrungen und Fachkunde des Projektteams an- hand bisher abgeschlossener Projekte darzulegen und ihr Angebot kurz zu erläu- tern.

Der Ablauf eines Bietergesprächs ist in Anlage A2 dargestellt.

Der Auftraggeber behält sich vor, eine Optimierungsrunde durchzuführen, die im Anschluss an die Bietergespräche erfolgen kann. Gleichermaßen behält sich der Auftraggeber auch eine Auftragsvergabe auf Grundlage der Erstangebote gem. § 17 Abs. 11 VgV ausdrücklich vor.

3.4 Zuschlagserteilung

3.4.1 Aus der Tatsache, dass nur das wirtschaftlichste Angebot beauftragt werden wird, können die am Verhandlungsverfahren Beteiligten, letztendlich jedoch nicht be- rücksichtigten Bieter keine Ansprüche herleiten.

3.4.2 Der Auftraggeber informiert die Bieter, deren Angebote nicht berücksichtigt wer- den sollen, über den Namen des Bieters, dessen Angebot angenommen werden soll und über den Grund der vorgesehenen Nichtberücksichtigung ihres Angebotes ge- mäß § 134 GWB.

3.5 Vorbehalt

Die Erteilung des Zuschlags für eine Gesamtvergabe erfolgt erst, nachdem die Gre- mien des Auftraggebers der Vertragsunterzeichnung zugestimmt haben.

4 Angebot

Der Bieter erklärt mit Abgabe seines Angebotes, dass er sich anhand der vorhande- nen Unterlagen umfassend über die Grundlagen informiert hat und erklärt, dass

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nach Prüfung dieser Unterlagen für die Angebotserarbeitung und Honorarkalkula- tion keine weiteren Unterlagen benötigt werden. Andernfalls hat er diese während der Angebotsbearbeitung durch eine Bieterfrage zu benennen.

4.1 Geforderte Bestandteile des einzureichenden Angebotes

Das Angebot muss aus dem vom Auftraggeber übersandten und vom Bieter voll- ständig auszufüllendem Honorarberechnungsblatt bestehen. Das Honorarberech- nungsblatt ist als pdf- und als xls-Datei abzugeben.

4.2 Allgemeine Anforderungen an das Angebot

4.2.1 Das Angebot ist in deutscher Sprache abzufassen.

4.2.2 Das Angebot muss die in der Aufforderung zur Angebotsabgabe geforderten Preise, Angaben und Erklärungen enthalten.

4.2.3 Alle Preise sind in Euro anzugeben. Sämtliche Kosten, die der Auftragnehmer ge- genüber dem Auftraggeber vertraglich geltend machen will, sind im Honorarbe- rechnungsblatt des Angebotsschreibens aufzuführen und ggf. zu erläutern. Das Honorarberechnungsblatt ist vollständig auszufüllen.

4.2.4 Alle Bestandteile des Angebots sind so zu kennzeichnen (Inhaltsverzeichnis, Sei- tenzahlen), dass die Vollständigkeit der Unterlagen nachvollziehbar ist. Änderun- gen des Bieters an seinen Eintragungen müssen zweifelsfrei sein. Änderungen am Honorarberechnungsblatt bzw. dessen Anlagen sind unzulässig.

4.2.5 Angebote, die den o. g. Anforderungen nicht entsprechen, können ausgeschlossen werden. Fehlende Erklärungen oder Nachweise werden gemäß § 56 VgV nachgefor- dert.

4.3 Anforderungen an das Honorarberechnungsblatt

Das Honorar wird in Anlehnung an die HOAI 2021 auf Basis der anrechenbaren Kosten berechnet. Im Honorarberechnungsblatt können Zu- und Abschläge auf das errechnete Honorar angeboten werden. Außerdem ist der Umbauzuschlag anzuge- ben, dabei ist zu beachten, dass keine zusätzlichen Kosten für mitzuverarbeitende Bausubstanz berücksichtigt werden. Der Aufwand ist mit dem anzugebenen Um- bauzuschlag abgegolten. Das tatsächliche Honorar wird nach Erbringung der Leis- tung entsprechend der HOAI einschließlich der angebotenen Zu- und Abschläge abgerechnet.

4.4 Anforderungen an die elektronische Einreichung von Angebotsunterlagen

4.4.1 Angebote sind ausschließlich in Textform gemäß § 126b BGB durch Upload digita- ler Dokumente/Scans (PDF-Dateien, xlsx-Dateien) auf der vom Auftraggeber ver- wendeten e-Vergabeplattform abzugeben.

4.4.2 Andere Übermittlungswege (etwa Post, E-Mail, Fax oder eine „einfache“ Bieter- nachricht über das Kommunikationsmodul der e-Vergabeplattform) sind nicht zu- lässig und führen zum Ausschluss des Angebots.

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4.4.3 Sämtliche Angebotsunterlagen sind als pdf-Dateien, das Honorarberechnungsblatt zusätzlich auch als xlsx-Dateien einzureichen.

4.4.4 Technische Hinweise zur elektronischen Abgabe über die e-Vergabeplattform

Die Abgabe elektronischer Angebote erfolgt über die e-Vergabeplattform, was ggf. die lokale Installation zusätzlicher, kostenfreier Software erfordert. Hiermit wird eine lokale Verschlüsselung der Angebote sichergestellt. Je nach Betriebsumge- bung können für die Nutzung der e-Vergabeplattform bzw. für die Installation zu- sätzlich erforderlicher Software z.B. administrative Rechte, weitere Softwareumge- bungen oder geänderte Sicherheitseinstellungen erforderlich werden.

Bietern wird empfohlen, sich rechtzeitig vor Ablauf der Angebotsfrist mit der Funk- tionsweise der e-Vergabeplattform vertraut zu machen und ggf. die Installations- und Lauffähigkeit von zusätzlich erforderlicher Software auf den eigenen Rechner- systemen zu testen sowie die Dateigrößen zu prüfen (z.B. mittels Probe-Upload).

4.4.5 Verspätet eingegangene Angebote werden nicht berücksichtigt. Für die Rechtzei- tigkeit des Eingangs ist der vollständige Upload über die e-Vergabeplattform maß- geblich. Angebote, die über die e-Vergabeplattform abgegeben werden, werden mit einem qualifizierten oder einfachen elektronischen Zeitstempel versehen. Ist ein verspäteter Eingang nachweislich durch Umstände verursacht worden, die der Bieter nicht zu vertreten hat, kann auch ein verspätet eingegangenes Angebot be- rücksichtigt werden. Die Darlegungs- und Beweislast hierfür liegt beim Bieter.

5 Bewertung der Angebote

5.1 Vergabekriterien

Die Bewertung für die einzelnen Kriterien erfolgt auf Basis der eingereichten Un- terlagen und der durchgeführten Bietergespräche nach einem Punktesystem. Die Bewertungsmatrix mit den maximal zu erreichenden Punkten ist in der Anlage A2 dargestellt.

6 Unzulässige Wettbewerbsabsprachen

Angebote von Bietern, die sich im Zusammenhang mit diesem Vergabeverfahren an einer unzulässigen Wettbewerbsbeschränkung beteiligen, werden ausgeschlossen.

7 Mehrfachbewerbungen

Mehrfachbewerbungen von Bewerbern, Architekturbüros, Entwurfsverfassern, In- genieurbüros und Freianlagenplanern sind nicht zugelassen und führen zum Aus- schluss der Bewerbungen, an denen sich das entsprechende Unternehmen betei- ligt hat. Der Bewerber hat geeignete Maßnahmen zu ergreifen, die eine Mehrfach- bewerbung seiner Bietergemeinschaftsmitglieder und Nachunternehmer verhin- dern.

8 Bietergemeinschaften

Bietergemeinschaften haben mit ihrem Angebot eine von allen Mitgliedern

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rechtsverbindlich unterschriebene Erklärung abzugeben.

In der Erklärung sind alle Mitglieder der Bietergemeinschaft aufzuführen und der bevollmächtigte Vertreter zu benennen. Des Weiteren muss die Erklärung die Ver- pflichtung enthalten, dass der bevollmächtigte Vertreter die Mitglieder gegenüber dem Auftraggeber rechtsverbindlich vertritt und dass alle Mitglieder als Gesamt- schuldner haften. Der bevollmächtigte Vertreter der Bietergemeinschaft unter- schreibt das Angebot in Textform.

9 Nachunternehmer

Alle wesentlich beteiligten Planer bzw. Planungsunternehmen sind bereits im Be- werberformblatt als Nachunternehmer konkret zu benennen.

Der Bewerber/ Bieter hat auch für den Kreis seiner direkt am Vergabeverfahren be- teiligten Nachunternehmer die Aufrechterhaltung des Geheimwettbewerbs zu ge- währleisten.

Der Auftragnehmer hat dafür Sorge zu tragen, dass die Nachunternehmer die glei- chen Pflichten erfüllen wie der Auftragnehmer selbst.

10 Einhaltung der Landesgesetzgebung zur Tariftreue und Mindestlöhnen

Der Bieter erklärt mit dem Angebot die Einhaltung der Regelungen des Branden- burgischen Vergabegesetzes. Eine aktuelle Liste der für allgemeinverbindlich er- klärten Tarifverträge in der Bundesrepublik ist unter dem folgenden Link einseh- bar:

https://www.bmas.de/DE/Arbeit/Arbeitsrecht/Tarifvertraege/Allgemeinverbindli- che-Tarifvertraege/allgemeinverbindliche-tarifvertraege-art.html

11 Mitteilung über Unklarheiten in den Vergabeunterlagen

Enthalten die Vergabeunterlagen nach Auffassung des Bieters Unklarheiten oder Fehler, so hat der Bieter den Auftraggeber unverzüglich und ausschließlich in Textform über die e-Vergabeplattform darauf hinzuweisen.

12 Beantwortung von Fragen der Bewerber/Bieter

12.1 Grundsätzliche Folgen der Beantwortung von Fragen der Bewerber/Bieter

Die Bewerber/Bieter werden ausdrücklich darauf hingewiesen, dass mit der Beant- wortung der Fragen durch die Vergabestelle die Vergabeunterlagen präzisiert und – falls erforderlich – auch abgeändert werden können. Die Bieter müssen die veröf- fentlichten Antworten auf die Bieterfragen bei der Erstellung ihrer Angebote be- rücksichtigen. Eine Dokumentation aller Bieterfragen und die Antworten der Vergabestelle wird Vertragsbestandteil.

12.2 Ablauf

Für Fragen melden Sie sich auf der e-Vergabeplattform mit ihrem Benutzernamen und Passwort an.

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Im Projektraum des Verfahrens können Fragen an die Vergabestelle zu den Verga- beunterlagen gestellt werden. Dort werden auch die Antworten auf Fragen der Be- werber/Bieter regelmäßig veröffentlicht. Die Beantwortung der Fragen erfolgt nur auf diesem Wege.

13 Nachprüfungsstelle

Zuständige Stelle für Nachprüfungsverfahren ist die:

Vergabekammer des Landes Brandenburg beim Ministerium für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa Heinrich-Mann-Allee 107 14473 Potsdam

Tel.: +49 331 8661719 Fax: +49 331 8661652 E-Mail: Vergabekammer@MWEKE.Brandenburg.de

Die Rügefristen richten sich nach dem Wortlaut des § 160 GWB.

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Anlage A1: Termine und Meilensteine

Verfahrenstermine

Bewerberfragen bis 08.10.2026

Abgabe der Teilnahmeanträge siehe e-Vergabeplattform

Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes 30.10.2026

Bieterfragen bis 23.11.2026

Abgabe der Angebote am 30.11.2026, 11:00 Uhr

Bietergespräche am 16.12. und 17.12.2026

Zuschlagserteilung 26.02.2027

Zuschlags- und Bindefrist endet am 30.03.2027

Termine Planung

Beginn der Planungsleistungen ab März 2027

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Folgende Meilensteine/Fixtermine sind für die Umsetzung des Vorhabens verbindlich:

  • Vertragsabschluss Generalplaner Ende Februar/Anfang März 2027

  • Erarbeitung der Entwurfs- und Genehmigungsplanung bis August 2027 inkl. der Gebäude- und Wohnungsbegehungen

  • Einreichung Baugenehmigung beim Landkreis Oder-Spree Ende August 2027

  • parallel hierzu Erarbeitung der Ausführungsplanung und Erstellung der Ausschreibungs- unterlagen für die einzelnen Gewerke/Lose

  • Veröffentlichung der Ausschreibungsunterlagen bzw. Einholung von Angeboten über das öffentliche Vergabeportal des Landes Brandenburg, beginnend u. a. mit den Losen Rohbau, Dach und Fassade sowie den Gewerken Haustechnik ab September 2027

  • Auswertung und Vergabe der Lose ab Oktober 2027 bis Januar 2028

  • Baubeginn März 2028

  • Beginn und Ende der Arbeiten in den Wohnungen von Mitte April bis Ende September 2028 (weitestgehend außerhalb der Heizperiode)

  • Ende der Bauarbeiten am und im Gebäude Mitte Dezember 2028

  • Fertigstellung der Außenanlagen sowie der Bepflanzung Gründach, Fassadenbegrünung und Vorgarten Mitte Mai 2029

Weitere Meilensteine/Fixtermine sind hinsichtlich des Auftraggebers zu berücksichti- gen:

  • Gebäude- und Wohnungsbegehungen u. a. zur detaillierten Bestandsaufnahme März 2027

  • Zuarbeit aller notwendigen Informationen zum Bauvorhaben für den Antrag beim Förder- mittelgeber durch die WG Erkner Mai 2027

  • Vorstellung Entwurf inkl. Kosten im Aufsichtsrat der WG Erkner Juni 2027

  • Zuarbeit für Präsentation Bauvorhaben für zentrale Mieterinformationsveranstaltung durch die WG Erkner und Teilnahme an der Veranstaltung durch den Planer September 2027

  • Zuarbeit aller notwendigen Informationen für die Erstellung der Modernisierungsankündi- gung nach BGB zum Vorhaben durch die WG Erkner September 2027

  • Versand der Modernisierungsankündigung durch die WG Erkner an die Mieter November 2027

  • mit Baubeginn März bis November 2028 ein wöchentlicher Fixtermin zur Klärung Mieter- anfragen zusätzlich zur wöchentlichen Baubesprechung

  • Begleitung der Fördermaßnahme inkl. aller erforderlichen Begehungen, Abrechnungen und Dokumentationen über den gesamten Bauablauf bis zum Abschluss bzw. bis zur end- gültigen Abrechnung der Baumaßnahme beim Fördergeber

  • Zuarbeit aller notwendigen Informationen für die Erstellung der Modernisierungsumlage nach BGB bis März 2029

  • Versand der Modernisierungsumlage durch die WG Erkner an die Mieter April 2029

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Anlage A2: Bewertungsmatrix Stufe 2

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Bewertungsmatrix Stufe 2 (Zuschlagskriterien)

Projekt: Umbau und Sanierung des Wohnblocks Friedrichstraße 14-18 in 15537 Erkner Leistung: Generalplanerleistungen

Zeit- Max. Wichtung Erreichte Themen / Fragen ansatz Pkt. in % Pkt.

Allgemeines (cid:127)Vorstellung - Begrüßung und Vorstellung des Auftraggebergremiums - Kurzvorstellung der Unternehmen (kurzer Gesamtüberblick) - Persönliche Vorstellung des Projektteams: Vorstellung der Projektleiter, Vorstellung des stellv. Projektleiters10 min.
5 min.
5 min.
I. Personalorganisatorische Aufgabenumsetzung
Qualitäten/ Erfahrungen des Projektteams, Zusammenwirken des Teams im Gespräch (cid:127)Organisation des Projektteams - Teamaufbau (Organigramm), interne Aufgabenverteilung, Abstimmung in der Planung (integrierte Planung), Entscheidungsbefugnisse, Vertretungsregelungen - Gesamteindruck der Präsentation (cid:127)Projektleitung Generalplanung/ Objektplanung - persönliches Auftreten, Kommunikationsfähigkeit während der Präsentation - Darstellung persönlicher Referenzen/ beruflicher Erfahrungen in Bezug auf vergleichbare Maßnahmen, Sanierung/ Modernisierung, Bauen im laufenden Betrieb) - Verfügbarkeit/ Einbindung in andere Projekte (cid:127)stellv. Projektleitung Generalplanung/ Objektplanung - persönliches Auftreten, Kommunikationsfähigkeit während der Präsentation - Darstellung persönlicher Referenzen/ beruflicher Erfahrungen in Bezug auf vergleichbare Maßnahmen, Sanierung/ Modernisierung, Bauen im laufenden Betrieb) - Verfügbarkeit/ Einbindung in andere Projekte (cid:127)Projektverantwortlicher Tragwerksplanung - persönliches Auftreten, Kommunikationsfähigkeit während der Präsentation - Darstellung persönlicher Referenzen/ beruflicher Erfahrungen in Bezug auf vergleichbare Maßnahmen, Sanierung/ Modernisierung, Bauen im laufenden Betrieb) - Verfügbarkeit/ Einbindung in andere Projekte (cid:127)Projektverantwortlicher Fachplanung Technische Ausrüstung HLS - persönliches Auftreten, Kommunikationsfähigkeit während der Präsentation - Darstellung persönlicher Referenzen/ beruflicher Erfahrungen in Bezug auf vergleichbare Maßnahmen, Sanierung/ Modernisierung, Bauen im laufenden Betrieb) - Verfügbarkeit/ Einbindung in andere Projekte (cid:127)Projektverantwortlicher Fachplanung Technische Ausrüstung ELT - persönliches Auftreten, Kommunikationsfähigkeit während der Präsentation - Darstellung persönlicher Referenzen/ beruflicher Erfahrungen in Bezug auf vergleichbare Maßnahmen, Sanierung/ Modernisierung, Bauen im laufenden Betrieb) - Verfügbarkeit/ Einbindung in andere Projekte40 min.50,0%
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Erfahrungen des Projektteams bei gemeinsam abgeschlossenen Projekten (cid:127)PL Objektplaner hat mit den anderen benannten PL bereits erfolgreich vergleichbare Projekte abgeschlossen - Zusammenarbeit Objektplaner mit PL Tragwerksplanung - Zusammenarbeit Objektplaner mit PL Technische Ausrüstung HLS - Zusammenarbeit Objektplaner mit PL Technische Ausrüstung ELT
20
40
40
Summe ZK I25050,0%
Die Position stellv. Projektleitung Generalplanung/ Objektplanung kann auch vom Projektverantwortlichen Technische Ausrüstung ELT oder vom Projektverantwortlichen Technische Ausrüstung HLS übernommen werden. Die Bewertung erfolgt durch eine 5-stufige Punkteverteilung: (hervorragende Darstellung 100%, gute/ vollständige Darstellung 80%, zufriedenstellende Darstellung 60%, ausreichende Darstellung 30%, keine/ falsche Darstellung 0%).

1

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Bewertungsmatrix Stufe 2 (Zuschlagskriterien)

Projekt: Umbau und Sanierung des Wohnblocks Friedrichstraße 14-18 in 15537 Erkner Leistung: Generalplanerleistungen

Zeit- Max. Wichtung Erreichte Themen / Fragen ansatz Pkt. in % Pkt.

II. Herangehensweise an das Projekt
Herangehensweise an das Projekt (cid:127)Einschätzung der projektspezifischen Rahmenbedingungen und Risiken - Rahmenbedingungen die für die Bauaufgabe prägend und relevant sind - Organisation der Objektüberwachung und Sicherstellung der Präsenz in der Planungs- und Ausführungsphase - Risiken, Folgen und Lösungsvorschläge in Bezug z.B. auf Kosten, Termine, Qualitäten - Lösungsvorschläge für die Sanierung des Wohngebäudes bei Vollvermietung30 min.20,0%
20
30
20
30
Summe ZK II10020,0%
Die Bewertung erfolgt durch eine 5-stufige Punkteverteilung: (hervorragende Darstellung 100%, gute/ vollständige Darstellung 80%, zufriedenstellende Darstellung 60%, ausreichende Darstellung 30%,keine/ falsche Darstellung 0%)
III. Honorarangebot
Honorarangebot (cid:127)Gesamtsumme, einschließlich - Grundleistungen, Besondere Leistungen, Honorarsatz, Umbauzuschlag, Stundensätze, Nebenkosten gem. Kalkulationsansatz (cid:127)Fragen/ Klärung zum Honorarangebot30 min.15030,0%
30 min.
Summe ZK III15030,0%
Bewertet wird das Gesamthonorar brutto. Die volle Punktzahl (150 Punkte) erhält das günstigste Angebot. Höhere Angebote erhalten einen Punktabzug entsprechend der prozentualen Erhöhung. (Bsp. Günstigstes Angebot 1.000.000 EUR entspricht 100% der Punkte, nachfolgendes Angebot 1.200.000 EUR (+20%): entspricht 80% der Punkte. Die angebotenen Stundensätze gehen mit einem geschätzten Ansatz von 400 Std. (verteilt auf 75 Std. Projektleitung GP/OP, 75 Std. stellv. Projektleitung GP/OP und Projektleitung TWP, HLS und ELT, 175 Std. Mitarbeiter und 75 Std. Technischer Zeichner oder Mitarbeiter mit vergleichbarer Qualifikation) mit in die Honorarwertung ein.

Summe ZK I - III 500 100%

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