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Nachhaltigkeitsstandards für
Lieferanten der Fraunhofer-Gesellschaft
Stand: Juni 2024
- Allgemeines 2. Einhaltung von Gesetzen und Verordnungen
1.1 D iese Nachhaltigkeitsstandars (NHS) formulieren die 2.1 D er Lieferant, der im Rahmen des Vertragsverhältnisses Anforderungen an Lieferanten (=gleichlautend Zulieferer mit der FhG tätig ist, hat die nationalen Gesetze und Auftragnehmer, Geschäftspartner, Dienstleister etc.) der Verordnungen einzuhalten. Sollten sich die nationalen Fraunhofer-Gesellschaft (FhG), die sie bei ihren geschäft- Gesetze und Verordnungen der relevanten Länder wider- lichen Transaktionen mit der FhG (Leistungsanbahnung sprechen, so rangieren gesetzliche Normen vor unter- bis Auftragsausführung), und im geschäftlichen Umgang gesetzlichen Normen. Im Falle sich widersprechenden mit ihren eigenen Mitarbeitenden, Lieferanten und ande- Rechts auf gleicher Stufe resultiert kein Vertragsbruch ren Interessengruppen einzuhalten haben. aus der Einhaltung einer der Normen und dem daraus resultierenden Verstoß gegen eine andere. Der Lieferant 1.2 Die in diesen NHS formulierten Anforderungen gelten verpflichtet sich, durch sorgfältige Auswahl seiner unmit- gegenüber Unternehmen, juristischen Personen des telbaren und mittelbaren Lieferanten und deren zumut- öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtlichen Institu- barer Überwachung darauf hinzuwirken, dass auch durch tionen mit Sondervermögen (§ 310 Abs. 1 Bürgerliches diese im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis mit Gesetzbuch, BGB) und anderen Geschäftspartnern, die der FhG keine Rechtsverstöße begangen werden. an der Erbringung von Liefer- und Dienstleistungen für die FhG beteiligt sind. 2.2 I nsbesondere verpflichtet sich der Lieferant zur Einhal- tung folgender Gesetze und Verordnungen: 1.3 D er Lieferant stellt sicher, dass die in den NHS festge- legten menschrechtsbezogenen, umweltbezogenen und (1) Der Lieferant stellt sicher, dass geeignete Maßnah- sonstigen (Mindest-)Anforderungen und Pflichten ent- men zur Korruptionsprävention sowie zur Verhin- lang seiner Lieferkette angemessen adressiert werden. derung von Beschleunigungszahlungen im Ausland Er verpflichtet seine Zulieferer dabei durch geeignete und Zuwendungen an Interessengruppen getroffen vertragliche Regelungen zur Einhaltung der NHS oder werden. gleichwertiger Nachhaltigkeitsstandards und zur vertrag- lichen Weitergabe der Vorgaben in der Lieferkette. Der (2) Der Lieferant verpflichtet sich ferner, die in den Lieferant stellt dem Zulieferer spätestens bei Vertrags- ILO-Kernarbeitsnormen (www.ilo.org) festgelegten schluss die NHS oder gleichwertige Nachhaltigkeitsstan- Mindeststandards einzuhalten. dards in geeigneter Form zur Verfügung. (3) Der Lieferant verpflichtet sich das Mindestlohngesetz einzuhalten.
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- Menschen- und Arbeitsrechte (6) Verbot der Missachtung der Koalitionsfreiheit (bspw. Gründung, Beitritt, Mitgliedschaft in einer 3.1 D er Lieferant verpflichtet sich zur Wahrung und Achtung Gewerkschaft). der Menschenrechte, wie sie im Global Compact der Vereinten Nationen, der Internationalen Menschen- (7) Verbot der Ungleichbehandlung in Beschäftigung, rechtscharta, der Erklärung der Internationalen Arbeits- etwa aufgrund von nationaler und ethnischer Abstam- organisation über die grundlegenden Prinzipien und mung, sozialer Herkunft, Gesundheitsstatus, Behin- Rechte bei der Arbeit vom 18. Juni 1998, den Leitprinzi- derung, sexueller Orientierung, Alter, Geschlecht, pien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Men- politischer Meinung, Religion oder Weltanschauung, schenrechte vom 16. Juni 2011 und dem Lieferketten- sofern diese nicht in den Erfordernissen der Beschäfti- sorgfaltspflichtengesetz vom 01. Januar 2023 (»LkSG«) gung begründet ist. Eine Ungleichbehandlung umfasst und den in der Anlage zum LkSG erwähnten Überein- insbesondere die Zahlung ungleichen Entgelts für kommen festgelegt sind. gleichwertige Arbeit.
3.2 D er Lieferant verpflichtet sich, die nachfolgend genannten (8) Verbot des Vorenthaltens eines angemessenen Lohns; menschenrechtsbezogenen Vorgaben einzuhalten und der angemessene Lohn ist mindestens der nach aktiv das Risiko eines Verstoßes gegen eines der folgen- dem anwendbaren Recht festgelegte Mindestlohn den Verbote durch Handlungen und Unterlassungen und bemisst sich ansonsten nach dem Recht des entlang seiner Lieferkette zu minimieren: Beschäftigungsortes.
(1) Verbot der Beschäftigung eines Kindes unter dem (9) Verbot der Herbeiführung einer schädlichen Boden- Alter, mit dem nach dem Recht des Beschäftigungsor- veränderung, Gewässerverunreinigung, Luftver- tes die Schulpflicht endet, wobei das Beschäftigungs- unreinigung, schädlichen Lärmemission oder eines alter 15 Jahre nicht unterschreiten darf. übermäßigen Wasserverbrauchs.
(2) Verbot der schlimmsten Formen der Kinderarbeit für (10) Verbot der widerrechtlichen Zwangsräumung und das Kinder unter 18 Jahren (z. B. alle Formen der Sklaverei Verbot des widerrechtlichen Entzugs von Land, von oder alle sklavereiähnlichen Praktiken, Kinderhan- Wäldern und Gewässern bei dem Erwerb, der Bebau- del, Schuldknechtschaft und Leibeigenschaft sowie ung oder anderweitigen Nutzung von Land, Wäldern Zwangs- oder Pflichtarbeit, Vermitteln oder Anbieten und Gewässern, deren Nutzung die Lebensgrundlage eines Kindes zur Prostitution, gesundheitsschädliche einer Person sichert. Arbeiten). (11) Verbot der Beauftragung oder Nutzung privater oder (3) Verbot der Beschäftigung von Personen in Zwangs- öffentlicher Sicherheitskräfte zum Schutz des unter- arbeit; dies umfasst jede Arbeitsleistung oder Dienst- nehmerischen Projekts, wenn aufgrund mangelnder leistung, die von einer Person unter Androhung von Unterweisung oder Kontrolle seitens des Unterneh- Strafe verlangt wird und für die sie sich nicht freiwillig mens bei dem Einsatz der Sicherheitskräfte z. B. Leib zur Verfügung gestellt hat, etwa in Folge von Schuld- oder Leben verletzt werden. knechtschaft, Menschenhandel. (12) Verbot eines Tuns oder pflichtwidrigen Unterlassens, (4) Verbot aller Formen der Sklaverei, sklavenähnlicher das unmittelbar geeignet ist, in besonders schwer- Praktiken, Leibeigenschaft oder anderer Formen von wiegender Weise eine geschützte Rechtsposition Herrschaftsausübung oder Unterdrückung im Umfeld zu beeinträchtigen und dessen Rechtswidrigkeit bei der Arbeitsstätte, etwa durch extreme wirtschaftliche verständiger Würdigung aller in Betracht kommenden oder sexuelle Ausbeutung und Erniedrigungen. Umstände offensichtlich ist.
(5) Verbot der Missachtung der nach dem Recht des Beschäftigungsortes geltenden Pflichten des Arbeits- schutzes, wenn hierdurch die Gefahr von Unfällen bei der Arbeit oder arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren entstehen.
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3.3 Der Lieferant verpflichtet sich die menschenrechtsbezoge- Minamata-Übereinkommens ab dem für die jeweiligen nen Vorgaben entlang seiner Lieferkette angemessen wie Produkte und Prozesse im Übereinkommen festgeleg- folgt zu adressieren: ten Ausstiegsdatum.
(1) Der Lieferant soll wirksame Prozesse sowie systema- (3) Verbot der Behandlung von Quecksilberabfällen ent- tische und angemessene Sorgfaltsmaßnahmen zum gegen den Bestimmungen des Artikels 11 Absatz 3 aktiven Schutz der Menschenrechte etablieren mit dem des Minamata-Übereinkommens. Ziel, potenzielle und tatsächliche negative Auswirkun- gen auf Menschenrechte innerhalb seiner Lieferkette (4) Verbot der Produktion und Verwendung von Chemika- zu identifizieren, ihnen vorzubeugen, sie zu minimieren lien nach Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe a und Anlage A und zu beenden. des Stockholmer Übereinkommens vom 23. Mai 2001 über persistente organische Schadstoffe. (2) Der Lieferant schult seine Mitarbeitenden dahin- gehend, dass die Einhaltung der Menschenrechte (5) Verbot der nicht umweltgerechten Handhabung, verpflichtend ist. Außerdem soll der Lieferant klare Sammlung, Lagerung und Entsorgung von Abfällen. Regelungen und Rahmenbedingungen schaffen, um die Übernahme von sozialer Verantwortung und (6) Verbot der Ausfuhr gefährlicher Abfälle im Sinne des dem Schutz von Menschenrechten systematisch zu Artikel 1 Absatz 1 und anderer Abfälle im Sinne des gewährleisten. Artikels 1 Absatz 2 des Basler Übereinkommens über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung (3) Wird bei dem Lieferanten ein erhöhtes Risiko fest- gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung. gestellt, verpflichtet sich dieser an dem von der FhG festgelegten Präventionsprogramm teilzunehmen, um (7) Verbot der Ausfuhr gefährlicher Abfälle von in Anlage diese Risiken zu minimieren oder zu vermeiden. VII des Basler Übereinkommens aufgeführten Staaten in Staaten, die nicht in Anlage VII aufgeführt sind. (4) Wird bei dem Lieferanten ein Verstoß festgestellt, verpflichtet sich dieser an dem von der FhG mit dem (8) Verbot der Einfuhr gefährlicher Abfälle und ande- Lieferanten gemeinsam erarbeiteten Abhilfemaß- rer Abfälle aus einer Nichtvertragspartei des Basler nahmenprogramm zur Erlangung der Selbstreinigung Übereinkommens (Artikel 4 Absatz 5 des Basler teilzunehmen (Siehe dazu Ziffer 6). Übereinkommens).
4.3 D er Lieferant verpflichtet sich, die umweltbezogenen Vor- 4. Umwelt- und Klimaschutz gaben entlang seiner Lieferkette angemessen wie folgt zu adressieren: 4.1 D er Lieferant verpflichtet sich zur Wahrung und Achtung grundlegender Umweltstandards und zur Minimierung (1) Der Lieferant soll wirksame Prozesse sowie systema- eines von ihm oder in seiner Lieferkette ausgehenden tische und angemessene Sorgfaltsmaßnahmen zum umweltbezogenen Risikos, wie sie im Lieferkettensorg- aktiven Schutz der Umwelt etablieren mit dem Ziel, faltspflichtengesetz vom 01. Januar 2023 festgelegt sind. potenzielle und tatsächliche negative Auswirkungen auf die Umwelt innerhalb seiner Lieferkette zu identi- 4.2 D er Lieferant verpflichtet sich, die nachfolgend genann- fizieren, ihnen vorzubeugen, sie zu minimieren und zu ten Verbote und Gebote einzuhalten und aktiv das Risiko beenden. eines Verstoßes gegen eines der folgenden Verbote und Gebote durch Handlungen und Unterlassungen entlang (2) Der Lieferant schult seine Mitarbeitenden dahin- seiner Lieferkette zu minimieren: gehend, dass die Einhaltung der Umweltstandards verpflichtend ist. Außerdem soll der Lieferant klare (1) Verbot der Herstellung von mit Quecksilber versetzten Regelungen und Rahmenbedingungen schaffen, um Produkten. den Schutz der Umwelt systematisch zu gewährleisten.
(2) Verbot der Verwendung von Quecksilber und Queck- silberverbindungen bei Herstellungsprozessen im Sinne des Artikels 5 Absatz 2 und Anlage B Teil I des
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(3) Wird bei dem Lieferanten ein erhöhtes Risiko fest- 6. Abhilfemaßnahmen beim Verursacher gestellt, verpflichtet sich dieser an dem von der FhG festgelegten Präventionsprogramm teilzunehmen, um 6.1 W ird bei dem Lieferanten ein Verstoß festgestellt, ver- diese Risiken zu minimieren oder zu vermeiden. pflichtet sich dieser an dem von der FhG mit dem Liefe- ranten gemeinsam erarbeiteten Abhilfemaßnahmenpro- (4) Wird bei dem Lieferanten ein Verstoß festgestellt, gramm zur Erlangung der Selbstreinigung teilzunehmen. verpflichtet sich dieser an dem von der FhG mit dem Lieferanten gemeinsam erarbeiteten Abhilfemaß- (1) D er Lieferant verpflichtet sich zur gemeinsamen nahmenprogramm zur Erlangung der Selbstreinigung Erarbeitung und Umsetzung eines Plans zur Behebung teilzunehmen (Siehe dazu Ziffer 6). des Missstandes.
(2) D er Lieferant akzeptiert ein temporäres Aussetzen der 5. Transparenz und Kontrolle Geschäftsbeziehung während der Bemühungen zur Risikominimierung. 5.1 D er Lieferant ist verpflichtet, über die in seinem Unter- nehmen etablierten Prozesse, Systeme, Regelungen und 6.2 D er Lieferant akzeptiert den Abbruch einer Geschäftsbe- Maßnahmen zu menschenrechtlichen und ökologischen ziehung sofern Sorgfaltspflichten auskunftsfähig zu sein und, auf Ver- langen der FhG, Auskunft darüber zu erteilen. (1) d ie Verletzung einer geschützten Rechtsposition oder einer umweltbezogenen Pflicht als sehr schwerwie- 5.2 D ie FhG ist berechtigt, die vom Lieferanten etablierten Pro- gend bewertet wird, zesse zu menschenrechtlichen und ökologischen Sorgfalts- pflichten, einschließlich der von ihm ergriffenen Sorgfalts- (2) d ie Umsetzung der im Konzept erarbeiteten Maß- maßnahmen im Zusammenhang mit Menschenrechten nahmen nach Ablauf der im Konzept festgelegten Zeit und Umweltstandards, sowie die fristgemäße Umsetzung keine Abhilfe bewirkt, eines Präventionsprogramms oder Abhilfemaßnahmen- plans zu den üblichen Betriebs- und Geschäftszeiten in (3) d er FhG keine anderen milderen Mittel zur Verfügung angemessener Weise risikobasiert zu kontrollieren, zu stehen und eine Erhöhung des Einflussvermögens der auditieren oder durch einen von der FhG beauftragten FhG nicht aussichtsreich erschein Dritten kontrollieren oder auditieren zu lassen.
5.3 D er Lieferant verpflichtet sich, die Nichteinhaltung dieser NHS an die FhG zu melden. Zur Abgabe der Meldung soll das Hinweisgebersystem der FhG genutzt werden.
5.4 D er Lieferant gewährleistet den ungehinderten Zugang der bei ihm beschäftigten Mitarbeitenden zum Hinweis- gebersystem der FhG. Er unternimmt insbesondere keine Handlungen, die den Zugang zu dem Hinweisgeber- system der FhG versperren oder erschweren oder bei ihm beschäftigte Mitarbeitende aufgrund der Nutzung des Hinweisgebersystems der FhG benachteiligen oder bestrafen.
5.5 D er Lieferant soll seine Geschäftspartner, Lieferanten und andere Interessengruppen in relevanten Geschäfts- beziehungen über die Möglichkeit informieren, vermutete Weiterführende Informationen Verstöße (anonym und vertraulich) zu melden, indem sie das Hinweisgebersystem der FhG nutzen. H inweisgebersystem der Fraunhofer- Gesellschaft (BKMS® System)
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Sustainability Standards for Suppliers
to the Fraunhofer-Gesellschaft Munich
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- General information 2. Adherence to laws and regulations
1.1 T hese Sustainability Standards for suppliers (NHS) set 2.1 T he Supplier, who is working with the FhG in the context out the requirements that Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) of the contractual relationship, must adhere to the suppliers (synonyms = providers, contractors, business national laws and regulations. Should the national laws partners, service providers, etc.) must observe in their and regulations of the relevant countries conflict with business transactions with the FhG (from the initial phase each other, primary legislation takes precedence over sec- through to execution of an order) and in their business ondary legislation. In the event of conflicting legislation at dealings with their own employees, suppliers and other the same level, adherence to one piece of legislation and interested parties. the resulting infringement of another piece of legisla- tion will not constitute breach of contract. By carefully 1.2 The requirements set out in these NHS apply to enter- selecting their direct and indirect providers and monitor- prises, legal persons under public law and special-fund ing them within reason, the Supplier undertakes to work institutions under public law (section 310 (1) German toward ensuring that these providers do not commit any Civil Code (Bürgerliches Gesetzbuch, BGB)), and to other legal violations in connection with the contractual rela- business partners that are involved in providing goods tionship with the FhG either. and services for FhG. 2.2 I n particular, the Supplier undertakes to adhere to the 1.3 T he Supplier shall ensure that the human rights-related, following laws and regulations: environment-related and other (minimum) requirements and obligations stipulated in the NHS are adequately (1) The Supplier shall ensure that suitable corruption addressed along their entire supply chain. As part of prevention measures are implemented along with this, they must impose suitable contractual provisions measures to prevent facilitation payments abroad and so that their own providers are obligated to observe the inducements for interested parties. NHS or equivalent sustainability standards and pass the requirements on through the supply chain. The Supplier (2) T he Supplier also undertakes to adhere to the mini- shall make the NHS or equivalent sustainability standards mum core labor standards of the ILO (www.ilo.org). available to the provider no later than upon conclusion of the contract. (3) T he Supplier undertakes to adhere to the German Minimum Wage Act (Mindestlohngesetz, MiLoG).
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- Human and labor rights (7) T he prohibition of unequal treatment in employment, for example on the grounds of national and ethnic 3.1 T he Supplier undertakes to protect and uphold human origin, social origin, health status, disability, sexual rights as enshrined in the United Nations Global Com- orientation, age, gender, political opinion, religion pact, the International Charter of Human Rights, the or belief, unless this is justified by the requirements International Labour Organization’s Declaration on Funda- of the employment. Unequal treatment includes, in mental Principles and Rights at Work of June 18, 1998, particular, the payment of unequal remuneration for the UN Guiding Principles on Business and Human Rights work of equal value. of June 16, 2011, and the German Supply Chain Act of January 1, 2023 (Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, (8) T he prohibition of withholding an adequate living LkSG), as well as the conventions referred to in the annex wage; the adequate living wage amounts to at least to the LkSG. the minimum wage as laid down by the applicable law and, apart from that, is determined in accordance 3.2 T he Supplier undertakes to observe the human rights- with the law in force at the place of employment. related requirements referred to below and to actively minimize the risk of one of the following prohibitions (9) T he prohibition of causing any harmful soil change, being breached by ensuring actions are taken and water pollution, air pollution, harmful noise emission refrained from all along their supply chain: or excessive water consumption.
(1) T he prohibition of the employment of a child under (10) T he prohibition of unlawful eviction and the prohi- the age at which compulsory schooling ends accord- bition of unlawful taking of land, forests and waters ing to the law of the place of employment, provided in the acquisition, development or other use of land, that the age of employment is not less than 15 years. forests and waters, the use of which secures the liveli- hood of a person. (2) T he prohibition of the worst forms of child labor for children under 18 years of age (e.g., all forms of (11) T he prohibition of the hiring or use of private or slavery or practices similar to slavery, the sale and public security forces for the protection of the enter- trafficking of children, debt bondage and serfdom, prise’s project if, due to a lack of instruction or con- as well as forced or compulsory labor, procuring or trol on the part of the enterprise, the use of security offering a child for prostitution, work that is harmful forces results in damage to life or limb, for example. to health). (12) T he prohibition of an act or omission in breach of (3) T he prohibition of the employment of persons in a duty to act that is directly capable of impairing forced labor; this includes any work or service that is a protected legal position in a particularly serious required of a person under threat of punishment and manner and the unlawfulness of which is obvious for which they have not made themselves available upon reasonable assessment of all the circumstances voluntarily, for example as a result of debt bondage in question. or trafficking in human beings. 3.3 The Supplier undertakes to adequately address the (4) T he prohibition of all forms of slavery, practices human rights-related requirements along their supply similar to slavery, serfdom or other forms of domina- chain as follows: tion or oppression in the workplace, such as extreme economic or sexual exploitation and humiliation (1) The Supplier shall establish effective processes and systematic and appropriate due diligence measures for (5) T he prohibition of disregarding the occupational safety actively protecting human rights with the aim of identi- and health obligations applicable under the law of fying, preventing, minimizing and ending both potential the place of employment if this gives rise to the risk of and actual negative impacts on human rights within their accidents at work or work-related health hazards. supply chain.
(6) T he prohibition of disregarding the freedom of asso- ciation (such as the formation, joining, membership of a trade union)
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(2) The Supplier shall train their employees to under- (5) The prohibition of the handling, collection, storage stand that the observance of human rights is compulsory. and disposal of waste in a manner that is not environmen- Moreover, the Supplier shall create clear regulations and tally sound. parameters to systematically ensure the assumption of social responsibility and the protection of human rights. (6) The prohibition of exports of hazardous waste within the meaning of Article 1 (1) and other wastes within (3) Should an increased risk be identified in relation to the meaning of Article 1 (2) of the Basel Convention on the Supplier, the Supplier undertakes to take part in the the Control of Transboundary Movements of Hazardous prevention program stipulated by the FhG to minimize or Wastes and their Disposal. prevent these risks. (7) The prohibition of the export of hazardous waste (4) Should the Supplier be found guilty of a breach, from countries listed in Annex VII to the Basel Convention the Supplier undertakes to take part in the program of to countries not listed in Annex VII. corrective measures devised jointly by the FhG and the Supplier to get the latter to set their own affairs in order (8) The prohibition of the import of hazardous wastes (see Section 6). and other wastes from a non-party to the Basel Conven- tion (Article 4 (5) of the Basel Convention).
- Environmental and climate protection 4.3 T he Supplier undertakes to adequately address the envi- ronment-related requirements along their supply chain as 4.1 T he Supplier undertakes to protect and uphold funda- follows: mental environmental standards and to minimize any environment-related risk — as defined in the LkSG of (1) The Supplier shall establish effective processes and January 1, 2023 — posed by the Supplier themselves or systematic and appropriate due diligence measures for by their supply chain. actively protecting the environment with the aim of iden- tifying, preventing, minimizing and ending both potential 4.2 T he Supplier undertakes to observe the prohibitions and actual negative impacts on the environment within and mandatory steps referred to below and to actively their supply chain. minimize the risk of one of the following prohibitions and mandatory steps being breached by ensuring actions are (2) The Supplier shall train their employees to under- taken and refrained from all along their supply chain: stand that the observance of environmental standards is compulsory. Moreover, the Supplier shall create clear (1) The prohibition of the manufacture of mercury-added regulations and parameters to systematically ensure the products. protection of the environment.
(2) The prohibition of the use of mercury and mercury (3) Should an increased risk be identified in relation to compounds in manufacturing processes within the mean- the Supplier, the Supplier undertakes to take part in the ing of Article 5 (2) and Annex B Part I of the Minamata prevention program stipulated by the FhG to minimize or Convention from the phase-out date specified in the prevent these risks. Convention for the respective products and processes. (4) Should the Supplier be found guilty of a breach, (3) The prohibition of the treatment of mercury waste the Supplier undertakes to take part in the program of contrary to the provisions of Article 11 (3) of the Minamata corrective measures devised jointly by the FhG and the Convention. Supplier to get the latter to set its own affairs in order (see Section 6). (4) The prohibition of the production and use of chem- icals pursuant to Article 3 (1) (a) and Annex A of the Stockholm Convention on Persistent Organic Pollutants of May 23, 2001.
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- Transparency and checks 6. Corrective measures by the responsible party
5.1 T he Supplier must be able to provide information about 6.1 S hould the Supplier be found to be in breach, the Suppli- the processes, systems, regulations and measures that er undertakes to take part in the program of corrective have been established within their enterprise in relation measures devised jointly by FhG and the Supplier to get to human rights due diligence and ecological due dili- the latter to set their own affairs in order. gence and must provide this information at the request of the FhG. (1) The Supplier undertakes to jointly draw up and imple- ment a plan for rectifying the deficiency. 5.2 T he FhG is entitled to inspect, audit or have audited by a third party commissioned by FhG the processes estab- (2) The Supplier accepts a temporary suspension of the lished by the Supplier for human rights and environmen- business relationship while efforts are made to minimize tal due diligence, including the due diligence measures the risk. taken by the Supplier in connection with human rights and environmental standards, as well as the timely imple- 6.2 T he Supplier accepts that a business relationship will be mentation of a prevention program or corrective action terminated if plan during normal operating and business hours in an appropriate risk-based manner. (1) the violation of a protected legal position or an environment-related obligation is assessed as very serious, 5.3 T he Supplier undertakes to report any failure to comply with these NHS to the FhG. The FhG whistleblowing (2) the implementation of the measures developed in system should be used to submit the report. the concept does not remedy the situation after the time specified in the concept has elapsed, 5.4 T he Supplier shall ensure that their employees have unfettered access to the FhG whistleblowing system. (3) the FhG has no other less severe means at its disposal In particular, the Supplier shall refrain from any action and there seems to be little prospect of the FhG increas- that blocks or hinders access to the FhG whistleblowing ing its ability to exert influence. system or that disadvantages or penalizes their employees due to their use of the FhG whistleblowing system.
5.5 T he Supplier should inform their business partners, suppliers and other stakeholders in relevant business relationships about the possibility of reporting suspected breaches (anonymously and confidentially) by using the FhG whistleblowing system.
For more information:
Fraunhofer Whistleblowing System (BKMS® System)
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