AzA_Teilnahme_Stufe1_LRP.pdf

Fortschreibung des Landschaftsrahmenplans für die Stadt Braunschweig

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 14.09.2026, 09:59 (Europe/Berlin)

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Teilnahmewettbewerb Projektbeschreibung

Fortschreibung des Landschaftsrahmenplans (LRP)

für die Stadt Braunschweig

Aufforderung zur Abgabe eines Teilnahmeantrags

Landschaftsplanung gem. § 25 HOAI 2021

Auftraggeberin: Stadt Braunschweig Untere Naturschutzbehörde

Vergabestelle: Fachbereich Bauordnung und Zentrale Vergabestelle Zentrale Vergabestelle Wendenring 1 38114 Braunschweig

Vergabenummer: 6012-68-26-06 Vergabeart: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb (§ 17 VgV) Abgabefrist Teilnahmeantrag: 15.10.2026; Eingang: 07:00 Uhr

Unverbindliche Planung des weiteren Verfahrensablaufs: Aufforderung zur Abgabe der Erstangebote: 04.11.2026 Rückfragen bis: ca. 1 Woche vor Abgabefrist Erstangebote Abgabe der Erstangebote: 02.12.2026 Verhandlungsgespräche: 26.01.2027 Abgabe finale Angebote: 17.02.2027 Bindefrist für die Angebote: 14.04.2027

Ausführungszeitraum: 01.04.2027 bis 31.12.2032 Angestrebt wird ein Bearbeitungszeitraum von 4 Jahren, wobei der verbindliche Zeitplan im Rahmen des Verfahrens mit dem Auftraggeber abzustimmen ist.

Das Leistungsbild zur Fortschreibung des Landschaftsrahmenplans für die Stadt Braunschweig umfasst die Grundleistungen gemäß Anlage 6 zu § 25 Abs. 2 HOAI sowie weitere besondere Leis- tungen, der Erstellung von Ziel- und Maßnahmenkonzepten sowie verfahrensbegleitenden Leis- tungen.

Die nachfolgenden Formulare sind von einer Interessentin/einem Interessenten, Biete- rin/einem Bieter bzw. einer Bietergemeinschaft bitte - soweit zutreffend - vollständig in Textform, § 126b BGB auszufüllen und ausschließlich elektronisch über die Vergabe- plattform deutsche-evergabe.de einzureichen: https://www.deutsche-evergabe.de Bitte achten Sie darauf, die Einreichung nicht über die allgemeine Kommunikationsfunk- tion für Bieterfragen sondern ausschließlich über die Angebotsabgabe vorzunehmen. Machen Sie sich mit den Funktionen rechtzeitig vertraut und kalkulieren Sie ausreichend Zeit für die elektronische Einreichung ein. Bei technischen Problemen wenden Sie sich an den Support der Deutschen eVergabe.

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Der technische Support der Vergabeplattform kann erreicht werden unter: https://www.deutsche-evergabe.de/Dashboards/Dashboard_off Per E-Mail über Kontaktformular auf o. a. Webseite Die gültigen AGB der Vergabeplattform (insbesondere die Nutzungsvoraussetzung und Pflichten für Bieter sowie die Supportzeiten) sowie weitere Informationen sind zu beach- ten. Der Vorgang der Teilnahmeantragsabgabe kann je nach Internetverbindung einige Zeit dauern. Die Übertragung des Angebotes ist erst dann abgeschlossen, wenn das letzte Byte übertragen ist. Dieser Zeitpunkt gilt als Teilnahmeantragsabgabetermin und ist maßgeblich für die Prüfung der Rechtzeitigkeit des Teilnahmeantrags. Der Teilnahmean- trag wird dazu mit einem entsprechenden elektronischen Zeitstempel versehen. Dies gilt später entsprechend für die Angebotseinreichung. Die Kommunikationsfunktion ist ausschließlich für Nachrichten im laufenden Verfahren zwischen registrierten Teilnehmenden und der Auftraggeberin vorgesehen. Für den Download der Unterlagen ist eine Registrierung nicht erforderlich. Bitte beach- ten Sie jedoch, dass nur registrierte Unternehmen Bieterinformationen und Nachrichten über Änderungen von Unterlagen, Terminen usw. erhalten können. Für die Kommunikation mit den Bewerbern bzw. Bietenden – einschließlich der eventuel- len Zuschlagserteilung – werden automatisch die Daten zu Grunde gelegt, mit denen Bewerber(inne)n bzw. Bietende auf der Vergabeplattform registriert sind. Die im Teilnah- meantrag oder später im Angebot gemachten Angaben zum Bieter/zur Bieterin bzw. Be- vollmächtigten der Bietergemeinschaft sind hierfür nicht maßgeblich. Achten Sie daher bitte bei der Registrierung auf eine vollständige und korrekte Firmenangabe (mit Rechtsformbezeichnung und Ort)! Nehmen Sie bitte dort – sofern erforderlich – eine Korrek- tur oder Ergänzung vor! Daten sollen unverpackt/unkomprimiert/direkt im Teilnahmeantrag bzw. Angebot (kein ZIP-Ord- ner) geschickt werden. Achten Sie darauf, dass der Teilnahmeantrag bzw. das Angebot aus technischen Gründen in Summe nicht größer als 500 MB (Megabyte) sein darf. Falls größere Datenmengen eingereicht werden müssen, muss die Teilnahmeantrags- bzw. Angebotsabgabe mit den weiteren Dateien wiederholt werden. In diesem Fall sind Sie aufgefordert, die Zentrale Vergabestelle darüber in Kenntnis zu setzen. Es gilt deutsches Recht. Teilnahmeanträge, Angebote und sonstiger Schriftverkehr sind in deutscher Sprache abzufassen. Auf die Vorschriften der Vergabeverordnung (VgV) wird ausdrücklich verwiesen. Für die Bearbeitung der Vergabeunterlagen und die Erstellung des Teilnahmeantrages wird keine Entschädigung gewährt. Das Gleiche gilt für die Angebots- bzw. Verhandlungsphase. Insbeson- dere erwächst aus der Ausarbeitung kein Ersatzanspruch der/des Bewerbenden/Bietenden.

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Inhaltsverzeichnis

1 Überblick über das Verfahren ................................................................................................ 4

1.1 Angebotsphase (Stufe 2) ....................................................................................................... 4

1.2 Änderungen, Berichtigungen oder Rücknahme von Teilnahmeanträgen bzw. Angeboten ..... 5

1.3 Ausschlusstatbestände ......................................................................................................... 5

1.4 Bewerber-/Bietergemeinschaften, Teilnahme durch Vertreter(in) .......................................... 5

1.5 Nachunternehmer / Unterauftragnehmer / Subunternehmer / freie Mitarbeiter(innen) ........... 6

1.6 Bindefrist/Zuschlagserteilung/Vertragsschluss ...................................................................... 7

2 Projekt ................................................................................................................................... 7

3 Gegenstand des Auftrags ...................................................................................................... 8

4 Eignungskriterien................................................................................................................... 8

5 Eignungsleihe ........................................................................................................................ 8

6 Zuschlagskriterien ................................................................................................................. 9

7 Kosten / Aufwandsentschädigung ....................................................................................... 10

8 Datenschutz/Geheimhaltung ............................................................................................... 10

9 Einverständnis ..................................................................................................................... 10

10 Übersicht aller verfügbaren Vergabeunterlagen und einzureichender Unterlagen ............... 10

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1 Überblick über das Verfahren Bei der ausgeschriebenen Leistung handelt es sich um die Vergabe eines öffentlichen Auftrags nach den Vorschriften des 4. Teils des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Die Vergabe erfolgt im Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb. In der 1. Stufe des Verfahrens, dem Teilnahmewettbewerb, bewerben Sie sich um die Teilnahme am weiteren Vergabeverfahren. Hierbei ist mit dem Teilnahmeantrag bereits die Eignung für die Auftragsausführung nachzuweisen. Es werden Mindestanforderungen gestellt. Die Eignungskriterien entnehmen Sie der Bekanntmachung und dem Formular Teilnahmeantrag. Es werden Eigenerklärungen gefordert. Diese werden ggf. von der Auftraggeberin verifiziert. Fal- sche und fehlende Angaben führen zum Ausschluss vom weiteren Verfahren. Fehlende Unterlagen können teilweise nachgefordert werden, Sie haben darauf jedoch grund- sätzlich keinen Anspruch. Werden Unterlagen nachgefordert, sind diese zwingend innerhalb der gesetzten Frist nachzureichen, sonst folgt der Ausschluss vom Verfahren. Der Teilnahmeantrag bzw. später das Angebotsschreiben muss ausgefüllt hochgeladen werden. Nutzen Sie dafür nur den letzten über die Deutsche eVergabe zur Verfügung gestellten Vordruck. Ein Teilnahmeantrag bzw. Angebot, in dem die in den entsprechenden Vordrucken geforderte Bestätigung fehlt, wird ausgeschlossen. Ihre eventuellen weitergehenden Erläuterungen zum Teilnahmeantrag bzw. Angebot sind als be- sondere Anlage (= gesondertes Schreiben mit einem entsprechenden Dateinamen) elektronisch beizufügen. Erläuterungen, die dieser Vorgabe nicht entsprechen, werden grundsätzlich nicht be- achtet. Der Teilnahmeantrag bzw. das Angebot soll entsprechend den vorgegebenen Dateinamen er- stellt und hochgeladen werden. Etwaige Ergänzungen zum jeweiligen Dateinamen sollen an das Ende des jeweiligen Dateinamens angefügt werden. Für zusätzlich beizufügende Dateien soll ein „entsprechender“ Dateiname verwendet werden, aus dem sich der Inhalt der jeweiligen Datei un- problematisch ergibt. Es werden mindestens 3 Bewerber/-innen, maximal 8 zur Abgabe des Erstangebotes zugelas- sen. Sollten mehr als 8 Teilnahmeanträge die Mindestanforderungen an die Eignung erfüllen, werden die 8 Plätze für das Verhandlungsverfahren ausgelost. Diese 8 Bewerber(innen) werden anschließend zur Abgabe eines Erstangebots aufgefordert. Die detaillierten Anforderungen an die Planung, das einschlägige Leistungsbild, Planunterlagen und diverse weitere Unterlagen, sind Bestandteil der Vergabeunterlagen in der Deutschen eVergabe. Beachten Sie bitte das Leistungsverzeichnisse/Preisblätter dort separat von den übri- gen Vergabeunterlagen zu finden sind. Am Ende dieses Dokuments finden Sie eine Übersicht aller Vergabeunterlagen inkl. des zu ver- wendenden Vordrucks „Teilnahmeantrag“. Die Übersicht enthält auch Angaben, welche Unterla- gen (ausgefüllt) einzureichen sind. Die Kommunikation zwischen Bewerber(inne)n bzw. Bieter(inne)n und Auftraggeberin erfolgt wäh- rend des Verfahrens ausschließlich über das Kommunikationstool des Vergabeportals der Deut- schen eVergabe.

1.1 Angebotsphase (Stufe 2) Mit der Aufforderung zur Angebotsabgabe beginnt die Stufe 2 des Verfahrens. Der Auftraggeber behält sich den Zuschlag auf das Erstangebot ohne weitere Verhandlung vor. Bereits das Erstangebot muss daher vollständig sein. Fehlende Unterlagen – insbesondere Ei- generklärungen, Angaben, Bescheinigungen oder sonstige Nachweise – können von der Verga- bestelle grundsätzlich nachgefordert werden. Einen Anspruch hierauf haben Bieter jedoch nicht.

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Leistungsbezogene Unterlagen, die die Wirtschaftlichkeitsbewertung der Angebote anhand der Zuschlagskriterien betreffen, wie zum Beispiel ein gefordertes Konzept oder das Preisblatt, kön- nen nicht nachgefordert werden. Das Preisblatt muss mit dem Angebot vollständig ausgefüllt eingereicht werden. Ein nicht voll- ständig ausgefülltes Preisblatt führt zum Ausschluss des Angebots. Lediglich wenn unwesentli- che Einzelpreispositionen fehlen, können diese nachgefordert werden. Einen Anspruch hierauf haben Bieter jedoch nicht. Jede/r Bieter/in benennt sein Projektteam inkl. Qualifikationen. Angaben zu Maßnahmen zur Ein- haltung der Termintreue runden das Angebot ab (siehe Zeitplan; Leistungsbeschreibung). Diese Angaben werden neben dem Angebotspreis für die Ermittlung des wirtschaftlichsten Angebots berücksichtigt (s. Zuschlagskriterien). Das wirtschaftlichste Angebot wird dabei anhand der höchsten Punktzahl ermittelt. Mindestens 10 Kalendertage vor Zuschlagserteilung erhalten die unterlegenen Bieter eine Infor- mation gemäß § 134 GWB.

1.2 Änderungen, Berichtigungen oder Rücknahme von Teilnahmeanträgen bzw. Ange- boten Änderungen/Ergänzungen/Berichtigungen des Teilnahmeantrags bzw. Angebots sind bis zum Ablauf der Teilnahmeantrags- bzw. Angebotsfrist zulässig und nur durch Abgabe eines komplett neuen Teilnahmeantrags bzw. Angebots möglich. Durch Einreichung eines neuen oder berichtig- ten Teilnahmeantrags bzw. Angebots wird ein vorher hochgeladener Teilnahmeantrag bzw. hoch- geladenes Angebot als nicht existent angesehen. Bitte ziehen Sie zuvor eingereichte Angebote dennoch zurück. Ein komplett neuer Teilnahmeantrag bzw. neues Angebot ist auch dann hochzuladen, wenn im ursprünglichen Angebot lediglich ein Vordruck (z. B. eine Eigenerklärung) vergessen wurde. Das Hochladen/Nachreichen nur einzelner Dateien/Dokumente ist nicht möglich. Ebenso muss ein komplett neuer Teilnahmeantrag bzw. neues Angebot eingereicht werden, wenn während der Angebotsfrist die Vergabeunterlagen aktualisiert wurden und bereits ein Teil- nahmeantrag bzw. Angebot, jedoch nicht mit den aktuellen Unterlagen, übermittelt wurde. Das Hochladen/der Austausch nur einzelner Dateien/Dokumente ist nicht möglich. Die Rücknahme eines Teilnahmeantrags bzw. Angebots ist bis zum Ablauf der Teilnahmean- trags- bzw. Angebotsfrist zulässig.

1.3 Ausschlusstatbestände Öffentliche Aufträge dürfen nur an fachkundige und leistungsfähige (geeignete) Unternehmen vergeben werden, die zudem nicht nach den §§ 123 oder 124 GWB ausgeschlossen worden sind. Zur Prüfung eines zwingenden oder fakultativen Ausschlusses ist stets der „Teilnahmeantrag“ einzureichen. Sämtliche Ausschlusstatbestände und die Möglichkeiten einer sog. Selbstreinigung ergeben sich aus dem Vordruck.

1.4 Bewerber-/Bietergemeinschaften, Teilnahme durch Vertreter(in) Nicht nur Einzelbieter(inne)n sondern auch Bewerber- bzw. Bietergemeinschaften können Teil- nahmeanträge stellen und später Angebote abgeben. Falls ein Teilnahmeantrag als Bewerbergemeinschaft abgegeben werden soll, sind die Mitglieder der Bewerbergemeinschaft und ihr/e Bevollmächtigte/r der Bewerbergemeinschaft in den Teil- nahmeantrag einzutragen.

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Gibt ein/e Bewerber/in ein Angebot ab, die/der gleichzeitig Mitglied einer Bewerbergemeinschaft ist, oder beteiligt sich ein Unternehmen an mehreren Bewerbergemeinschaften oder geben zwei konzernverbundene Unternehmen jeweils einen separaten Teilnahmeantrag ab, so können die betroffenen Teilnahmeanträge nach Maßgabe des § 124 Abs. 1 Nr. 4 GWB ausgeschlossen wer- den. Sofern eine Vermutung der Verletzung des Geheimwettbewerbs besteht, müssen die betroffenen Bieter bei Teilnahmeantragsabgabe diese Vermutung (unaufgefordert) widerlegen; andernfalls sind die betroffenen Angebote zwingend auszuschließen. Hierfür ist eine formlose Erklärung aus- reichend. Falls ein/e Vertreter/in (z. B. Makler/in, Mitarbeiter/in eines rechtlich selbstständigen Konzernteils) einen Teilnahmeantrag bzw. ein Angebot abgeben will, benötigt sie/er eine entsprechende Voll- macht. Diese Vollmacht soll als Anlage zum Vordruck Teilnahmeantrag oder Angebotsschreiben eingereicht werden. Aus der Vollmacht muss der Name, Anschrift, Telefon-Nummer, ggf. Fax- Nummer, E-Mail-Adresse der/des Bevollmächtigten hervorgehen. Aus der Vollmacht muss ferner der Umfang der Bevollmächtigung eindeutig hervorgehen (z. B. Teilnahmeantragsabgabe, Ange- botsabgabe, Verfahrensschritte bis zur Zuschlagserteilung, Erledigung von Rügen und Nachprü- fungsanträgen). Die Bieterin/Der Bieter ist und bleibt im gesamten Vergabeverfahren das voll- machtgebende Unternehmen, das im Falle des Zuschlags den Auftrag ausführen will. Alle Erklä- rungen bzw. Unterlagen müssen also im Hinblick auf das anbietende Unternehmen – und nicht im Hinblick auf die Vertreterin/den Vertreter – abgegeben bzw. vorgelegt werden. Die Angaben im Teilnahmeantrag bzw. Angebotsschreiben müssen sich also auf das vollmachtgebende Unter- nehmen – und nicht auf die Vertreterin/den Vertreter – beziehen. Vertragspartner/in wird im Auf- tragsfall das vollmachtgebende Unternehmen (und nicht die/der Vertreter/in). Die Abgabe von Teilnahmeanträgen bzw. Angeboten durch eine/n (bevollmächtigte/n) Vertre- ter/in für mehrere Unternehmen ist vergaberechtlich nur unbedenklich, wenn die/der Vertreter/in unaufgefordert von sich aus glaubhaft erklärt, dass die Teilnahmeanträge bzw. Angebote der be- treffenden Unternehmen in Unkenntnis der jeweils anderen Teilnahmeanträge bzw. Angebote er- stellt worden sind. Hierfür ist eine formlose Erklärung ausreichend. Anderenfalls sind die betroffe- nen Teilnahmeanträge bzw. Angebote zwingend auszuschließen.

1.5 Nachunternehmer / Unterauftragnehmer / Subunternehmer / freie Mitarbeiter(innen) Zur Klarstellung: Die Begriffe Nachunternehmer, Unterauftragnehmer und Subunternehmer wer- den synonym verwandt werden. Auch freie Mitarbeiter(innen) sind für gewöhnlich Nachunterneh- mer, da sie gerade keine Arbeitnehmer(innen) des Unternehmens, sondern Selbstständige sind. Falls Teile der Leistung nicht selbst, sondern von einem Nachunternehmer erbracht werden kön- nen bzw. sollen, ist der hierfür benötigte Vordruck „Teilnahmeantrag“ zu verwenden. Im Falle von Eignungsleihe müssen diese Nachunternehmer den Vordruck „05_TNA_AN- LAGE_Eignungsleihe_Bewerbergemeinschaft“ zusätzlich ausfüllen (Eignungsleihgeber). Dieser ist dann vom Bewerber mit seinem Teilnahmeantrag einzureichen, damit die Eignung geprüft werden kann. Nachunternehmer ohne Eignungsleihe treten gegenüber der Auftraggeberin in dieser Stufe des Verfahrens noch nicht in Erscheinung. Lediglich die Leistungen, die an Nachunternehmer verge- ben werden sollen, sind im Teilnahmeantrag anzugeben. Sofern das Angebot des Bieters im weiteren Verfahren in die engere Wahl kommt, wird die Auf- traggeberin dann rechtzeitig vor Zuschlagserteilung den dafür in Betracht kommenden Bieter auf- fordern, die einzusetzenden Nachunternehmer namentlich zu benennen. Von diesem sind dann auch entsprechende Erklärungen abzugeben, dass er tatsächlich zur Verfügung steht, keine Aus- schlussgründe vorliegen usw..

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1.6 Bindefrist/Zuschlagserteilung/Vertragsschluss Die/Der Bieter/in bzw. die Bietergemeinschaft ist bis zum Ablauf der Bindefrist an ihr/sein Ange- bot gebunden. „Freibleibende Angebote“ oder kürzer befristete Angebote können darum nicht be- rücksichtigt werden. Die Zuschlagserteilung erfolgt i. d. R. auf elektronischem Wege in Form einer Nachricht über die Deutsche eVergabe. Wird der Zuschlag rechtzeitig und ohne Änderung erteilt, ist der Vertrag mit Zuschlagserteilung zu den Vorgaben dieses Verfahrens auf der Grundlage des Angebotes der wirtschaftlichsten Bieterin/des wirtschaftlichsten Bieters rechtskräftig zustande gekommen. Dies gilt unbeschadet einer möglichen späteren Festlegung in Form einer Vertragsurkunde.

2 Projekt Der Landschaftsrahmenplan (LRP) ist das zentrale Fachgutachten des Naturschutzes auf regio- naler Ebene. Seine Aufgabe liegt neben der zielorientierten Erfassung und Bewertung des ge- genwärtigen Zustands von Natur und Landschaft, v. a. in der Benennung und räumlichen Konkre- tisierung von Zielen des Naturschutzes und der Landespflege. Den zentralen Baustein des LRP bildet das Zielkonzept, in welchem die zur Verwirklichung der Ziele erforderlichen Maßnahmen gutachterlich darzulegen und zu begründen sind. Gemäß § 10 BNatSchG i. V. m. § 3 NNatSchG besteht eine gesetzliche Pflicht zur Aufstellung und Fortschreibung von Landschaftsrahmenplä- nen. Die Zuständigkeit für die Stadt Braunschweig liegt bei der Stelle Naturschutz in ihrer Funk- tion als untere Naturschutzbehörde. Der für die Stadt Braunschweig derzeit gültige LRP datiert aus dem Jahr 1999 (STADT BRAUN- SCHWEIG 1999). Die ihm zugrundeliegenden Daten stammen aus den Jahren 1995 bis 1997 und sind aus heutiger Sicht als veraltet anzusehen. In den Jahren 2008 – 2014 erfolgte eine Teilaktualisierung des Schutzgutes „Tiere und Pflanzen“ für Flächen außerhalb der Kernstadt. Weiterhin erfolgte im Rahmen dieser Teilaktualisierung die Erarbeitung eines Biotopverbundkonzeptes. Für die Schutzgüter Boden, Wasser, Klima, Luft so- wie Landschaftsbild erfolgte seit 1999 keine Aktualisierung. Die Fortschreibung des LRP für die Stadt Braunschweig ist insbesondere aus den folgenden Gründen erforderlich:  Inhaltliche und formale Anpassung an die Vorgaben nach PATERAK et al. (2001); Berücksich- tigung der gängigen Methodenanwendungen  Auswertung und Erhebung aktueller Schutzgutdaten  Berücksichtigung / Auseinandersetzung mit den konzeptionellen Grundlagen und Vorgaben anderer Programme (Landschaftsprogramm, Niedersächsische Arten- und Biotopschutzpro- gramme) sowie den Zielen und Grundsätzen der Raumordnung  Aktualisierung des Biotopverbundes auf regionaler Ebene  Thematische Auseinandersetzung mit Zielen des Klimaschutzes  Entwicklung eines Zielkonzeptes / Umsetzung des Zielkonzeptes  Erarbeitung von Vorschlägen zur Integration des Zielkonzeptes in die Raumplanung Für dieses Projekt sind die Klimaschutzziele der Stadt Braunschweig zu berücksichtigen. Nähere Informationen erhalten Sie auf der Homepage der Stadt Braunschweig über die folgenden Links:  https://www.braunschweig.de/leben/umwelt/klimaschutz/klimaschutzprozess/index.php

https://www.braunschweig.de/leben/umwelt/natur/natur-und-landschaftsschutz/landschafts- rahmenplanung.php

https://www.braunschweig.de/leben/umwelt/natur/natur-und-landschaftsschutz.php Eine ausführliche Leistungsbeschreibung ist den Vergabeunterlagen beigefügt.

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3 Gegenstand des Auftrags Gegenstand des hier zu vergebenen Auftrages sind Planungsleistungen der Landschaftsplanung gemäß § 25 HOAI 2021, Leistungsphasen 1 bis 4.

4 Eignungskriterien Die Feststellung der Eignung erfolgt anhand der im Teilnahmeantrag vom Bewerber angegebe- nen Eigenerklärungen zu den (Mindest-)Kriterien. Diese sind Teil der EU-weiten Bekanntma- chung dieses Vergabeverfahrens. Weitere Details zu den Eignungskriterien entnehmen Sie bitte der separaten Datei „ausführliche Beschreibung Eignungskriterien LRP“.

5 Eignungsleihe

Falls sich Bieter/in bzw. Bietergemeinschaften zum Nachweis ihrer wirtschaftlichen und finanziel- len bzw. technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit der Fähigkeiten anderer Unternehmen – i. d. R. sind dies Unterauftragnehmer – im Rahmen einer sog. Eignungsleihe bedienen wollen bzw. müssen, ist der hierfür benötigte Vordruck „TNA_ANLAGE_Eignungsleihe_Bewerberge- meinschaft“ zu verwenden.

Unter Eignungsleihe versteht man die Inanspruchnahme von Kapazitäten (z. B. Referenzen, Um- sätzen oder Qualifikationen) von natürlichen oder juristischen Personen, die verschieden vom ei- genen Unternehmensträger sind. Sofern sich der/die Bieter/in auf Kapazitäten eines dritten Un- ternehmens beruft, um eine Eignungsanforderung (z. B. Referenz) nachzuweisen, handelt es sich um eine Eignungsleihe.

Nur für die Leihe der wirtschaftlich-finanziellen Leistungsfähigkeit gilt: Gemäß § 47 Abs. 3 VgV verlangt die Auftraggeberin eine gemeinsame Haftung des Eignungsleihgebers und der Bieterin/ des Bieters, sofern dieser die Kapazitäten eines anderen Unternehmens im Hinblick auf die erfor- derliche wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit in Anspruch nimmt.

Nur für die Leihe der beruflichen Befähigung oder der beruflichen Erfahrung gilt: Die Auftraggebe- rin verlangt, dass der/die Bewerber/in die Kapazitäten anderer Unternehmen nur dann in An- spruch nimmt, wenn diese die Leistung erbringen, für die diese Kapazitäten benötigt werden. Leistungen der Nachunternehmer Falls der Einsatz von Nachunternehmern vorgesehen ist, muss der Bewerber bzw. die Bewerber- /Bietergemeinschaft die Leistungen im Teilnahmeantrag benennen, die er bzw. sie voraussichtlich an Nachunternehmer zu vergeben beabsichtigt. Der Nachunternehmer selbst ist – sofern keine Eignung geliehen wird – noch nicht zwingend anzugeben.

Mitglieder und Leistungsteile der Bewerber-/Bietergemeinschaft Falls der Teilnahmeantrag von einer Bewerber-/Bietergemeinschaft abgegeben wird, müssen alle Mitglieder der Bewerber-/Bietergemeinschaft die jeweils anderen Mitglieder der Bewerber-/Bieter- gemeinschaft benennen und mitteilen, welche Leistungsteile sie im Rahmen der Bewerber-/Bie- tergemeinschaft voraussichtlich erbringen werden.

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6 Zuschlagskriterien

Die Angebote der Stufe 2 werden anhand der nachfolgenden Wertungsmatrix bewertet. Das wirt- schaftlichste Angebot wird dabei anhand der höchsten Punktzahl ermittelt. Nähere Details ent- nehmen Sie bitte der separaten Datei „ausführliche Beschreibung der Zuschlagskriterien LRP“.

Kurze Übersicht über die Zuschlagskriterien

Nr.KriteriumAnteil an
Gesamtbe-
wertung
1Preis40 %
2Erfahrung der Projektleitung25 %
2.1Einschlägige Berufserfahrung der Projektleitung (v. a. Referenzprojekte)15 %
2.2Einschlägige Berufserfahrung der stellvertretenden Projektleitung (v. a. Refe- renzprojekte)10 %
3Umsetzung der Planungsaufgabe35 %
3.1Verfahrensschema20%
3.2Inhaltliche Herangehensweise und Zusammenarbeit mit der Auftraggeberin15 %
Gesamt:100 %

Die Angebotsunterlagen (Stufe 2 des Verfahrens) müssen enthalten:

I. Darstellung des Projektteams A. Vorstellung der für das Projekt vorgesehenen Personen sowie Darstellung der Ver- fügbarkeit und der Koordination B. Darstellung des Einsatzes des Projektteams in den einzelnen Projektphasen sowie Sicherstellung der örtlichen Präsenz C. Darstellung der auftragsbezogenen, fachspezifischen Stärken der Projektverant- wortlichen für das Projekt D. Organisation / Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber

II. Projekteinschätzung und Umsetzung des Projekts A. Maßnahmen zur Termineinhaltung B. Maßnahmen zur Kosteneinhaltung und -verfolgung C. Darstellung der Sicherstellung der Qualität der Planung

III. Honorarangebot auf Grundlage des beigefügten Vertrags und des Honorarblattes Mit dem Angebot ist ein Honorarangebot auf der Grundlage des übersandten Vertrages durch den Bieter vorzulegen. Auf die, im Rahmen des Honorarangebots zu berücksichtigenden Be- sonderen Leistungen, der Verträge und die Möglichkeit entsprechender Abschläge wird hinge- wiesen. Ebenso ist eine Honorarzone eigenständig festzulegen.

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7 Kosten / Aufwandsentschädigung Für die Teilnahme an dem Verfahren sowie die Bearbeitung des Teilnahmeantrags und des An- gebots wird, soweit nicht ausdrücklich etwas anderes angegeben wird, keine Aufwandsentschädi- gung gezahlt. Insbesondere erwächst aus der Ausarbeitung kein Ersatzanspruch der/des Bewer- benden/Bietenden.

8 Datenschutz/Geheimhaltung Bitte beachten Sie das beigefügte mehrseitige Datenschutzmerkblatt der Stadt Braunschweig.

9 Einverständnis Verfahrensbetreuer und dessen Datenverarbeitung – bei Bedarf.

10 Übersicht aller verfügbaren Vergabeunterlagen und einzureichender Unterlagen In der Deutschen eVergabe sind im Rahmen des Teilnahmewettbewerbs zur Einschätzung des zu vergebenden Auftrags neben dieser Datei (AzA_Teilnahme_Stufe 1) verfügbar:

Teilnahmeantrag ☒ TNA_Landschaftsrahmenplan_Stufe 1 ☒ TNA_ANLAGE_Eignungsleihe_Bewerbergemeinschaft

Eignungs- und Zuschlagskriterien ☒ ausführliche Beschreibung Eignungskriterien LRP ☒ ausführliche Beschreibung Zuschlagskriterien LRP

Vertragsbedingungen ☒ Anlage 1 Honorarangebote/Preisblätter ☒ Anlage 2 Leistungsbeschreibung inkl. Lageplan ☒ Anlage 3 Verpflichtungserklärung ☒ Anlage 4 Allgemeine Vertragsbedingungen

Im Zuge der Stufe 2 können zusätzliche Anlagen, wie beispielsweise Qualitätsstandards der Stadt Braunschweig, über die Vergabeplattform zur Verfügung gestellt werden.

Für die Bewerbung um die Teilnahme am weiteren Vergabeverfahren (Stufe 1) sind fol- gende Unterlagen mindestens einzureichen:

☒ TNA_Landschaftsrahmenplan_Stufe1

Hinweise zum Dokument „TNA_Landschaftsrahmenplan_Stufe1“: Als Einzelbieter bzw. bevollmächtigtes Mitglied der Bewerber-/ Bietergemeinschaft ist das oben- stehende Dokument „Tn-Antrag_Stufe1“ seitens des Einzelbieters bzw. des bevollmächtigten Mit- gliedes der Bewerber-/ Bietergemeinschaft einzureichen.

Bei Bildung einer Bewerber- / Bietergemeinschaft ist zusätzlich für jedes Mitglied der Bewerber- / Bietergemeinschaft das obenstehende Dokument „Tn-Antrag_ANLAGE_Eignungsleihe_Bewer- bergemeinschaft“ mit ergänzender Dateibezeichnung einzureichen.

Bei Eignungsleihe ist zusätzlich für jeden Eignungsleihgeber das obenstehende Dokument „Tn- Antrag_ANLAGE_Eignungsleihe_Bewerbergemeinschaft“ einzureichen mit ergänzender Dateibe-

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zeichnung einzureichen. Dabei soll der Dateiname klarstellen, um wessen Erklärung es sich han- delt. Achten Sie aber bitte darauf, keine überlangen Datei-Bezeichnungen zu verwenden (max. 50 Zeichen).

Mit dem Erstangebot (Stufe 2) einzureichen und noch nicht Bestandteil der Vergabeunter- lagen im Teilnahmewettbewerb:

☒ A1_Angebotsschreiben an die Auftraggeberin ☒ A2_Präsentation zum Angebot, maximal 30 Seiten ☒ A3_Honorarblatt ☒ A4_Verpflichtungserklärung

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