Fortschreibung der Hochwassergefahrenkarten im Einzugsgebiet Oberer Neckar
- Status
- Vergeben
- Angebotsfrist
- Nicht angegeben
- Geschätzter Wert
- 752.000 EUR
- Lose
- 1
- Erfüllungsregion
- Baden-Württemberg, Deutschland
- Verfahren
- Verhandlungsverfahren mit Aufruf
- Auftragsart
- Dienstleistung
- Veröffentlicht
- 27.10.2026
- CPV-Codes
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- Dienstleistungen von Ingenieurbüros (71300000)
- Umwelttechnische Beratung (71313000)
- Technische Planungsleistungen (71356400)
- Bekanntmachung
- ausschreibungen.landbw.de
- Bekanntmachungsnummer
- 744718-2026
- Verfahrensnummer
- f4f1fe17-08c0-43f1-8b5a-e63ae424b8bd
Fragenkatalog
Deine Fragen an die Ausschreibung, beantwortet aus Bekanntmachung und Unterlagen.
Kurzbeschreibung
Der Landesbetrieb Gewässer beim Regierungspräsidium Stuttgart lässt die bestehenden Hochwassergefahrenkarten (HWGK) im Einzugsgebiet Oberer Neckar fortschreiben. Dafür sind unter anderem zweidimensionale, instationäre hydraulische Berechnungen für die betroffenen Gewässer durchzuführen und relevante Bauwerke sowie weitere Strukturen zu berücksichtigen; die Ergebnisse werden im vorgegebenen Datenformat abgegeben. Der Auftrag betrifft laut Losbeschreibung 178,2 Kilometer zu berechnende und weitere 28,1 Kilometer zusätzlich zu berücksichtigende Gewässer; der geschätzte Auftragswert beträgt 752.000 Euro, ein Zeitrahmen ist nicht angegeben.
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Leistungsbeschreibung
In Baden-Württemberg bestehen flächendeckend HWGK für rund 11.300 Flusskilometer, welche Zug um Zug, fortgeschrieben werden sollen. Die HWGK erfüllen die Anforderungen der EG-HWRM-RL sowie die sehr hohen Anforderungen des §65 Wassergesetz BW. Sie entfalten direkte rechtliche Wirkung, weshalb die Qualitätsanforderung entsprechend hoch ist. An ca. 224 km langen Gewässern im Einzugsgebiet Oberer Neckar sollen die bestehenden HWGK fortgeschrieben werden. Hierzu sind hydraulische Berechnungen (2-dimensional, instationär), jeweils in der festgelegten Vorgehensweise, durchzuführen Alle hydraulisch relevanten Strukturen im und am Gewässer und auf den Vorländern (z.B. Bauwerke, Ausleitungen, Gräbern) sind zu berücksichtigen. Die Ergebnisse sind in den HWGK-Datenstandard zu überführen und im vorgegebenen Datenformat abzugeben. Die hydrologischen Grundlagen werden zur Verfügung gestellt. /// Die Ergebnisse der HWGK-Ersterstellung sind frei zugänglich und unter https://www.hochwasser.baden-wuerttemberg.de/ abrufbar.
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Leistungen nach Losen (1)
LOT-0001 · HWGK-F GF 15550 Oberer Neckar
Ziel: Fortschreibung der Hochwassergefahrenkarten im Einzugsgebiet Oberer Neckar (ohne Schlichem und Glatt). Zu berechnende Gewässer: 178,2 km. Zusätzlich zu berücksichtigende Gewässer: 28,1 km. Gebietsgröße Gesamteinzugsgebiet Hydraulik: 804 km2. Stützstellen im HydTERRAIN (geschätzt): 850 Mio. Stück. Größe für Rasterverarbeitung (geschätzt): 220 km2. /// Das Vorgehen wird im durch landeseinheitliche Festlegungen für das Projekt HWGK bestimmt und umfasst folgende wesentliche Punkte: Übernahme und Aufbereitung der zu Verfügung gestellten Geobasis- und Geofachdaten, der Hydrologiedaten (BFGM) sowie Prüfung der Vermessungsdaten. / Das Digitale Geländemodell mit eingearbeitetem Gewässerschlauch (TIN/TERRAIN) (Basis: Laserscan-Daten aus Befliegung 2016 ff) überprüfen und ggf. um nicht enthaltene Geländestrukturen sowie vermessene Bauwerksstrukturen verfeinern. Aufbereitung der Daten für die Erstellung der hydraulischen Modelle. / Die hydrologischen Arbeiten sind mit dem "Hydrologischen Basismodell BFGM" einem FGM-Modell durchzuführen (Erweiterung des Programms FGM für die "flächendetaillierte Niederschlag-Abfluss-Modellierung in einem komplexen Einzugsgebiet" aus dem "Softwarepaket Hochwasseranalyse und -berechnung" von LUBW/KIT). Sie umfassen die Übernahme des durch den Auftraggeber bereitgestellten technisch lauffähigen aber noch nicht an die Abflusseigenschaften des Gebiets angepassten Roh-Modells für das Untersuchungsgebiet, die Erweiterung des Roh-Modells zum Detail-Modell durch die Integration und Parametrisierung zusätzlicher Knoten, die Anpassung und Validierung der Abflusseigenschaften des Gebiets anhand von vorliegenden HQT-Werten, die Berechnung von Abflussganglinien mit 3 Modellvarianten für jeweils mindestens fünf Jährlichkeiten sowie die Datenhaltung und Bereitstellung der Ergebnisse und des Modells mittels Access-Datenbanken, grafischen Längsschnitten und FGM Dateien. Die Ergebnisse werden zur Verfügung gestellt. / Es sind hydraulische 2-D-Modelle mit dem Softwarepaket LASER_AS-2D / HydroAS zu erstellen. Alle hydraulisch relevanten Strukturen im und am Gewässer und auf den Vorländern sind zu berücksichtigen. / Berechnung Hydraulik (instationär) mit HydroAS nach festgelegter Vorgehensweise für die Fortschreibung der HWGK (HQ10, HQ50, HQ100, HQ100oHRB, HQ1000 sowie abschnittsweise HWextrem) / Auswertung der modellierten Berechnungen in Bezug auf die Abbildung der hydrologischen Berechnungsgrößen. Ableitung korrigierter Überflutungsflächen, Wasserspiegellagen- und Überflutungstiefen-Raster, Erfassung von Sachdaten und Geometrien / Im Bearbeitungsgebiet befindet sich mehrere Pegel. Für diese in Betrieb befindlichen Landespegel wurden vorab bereits Pegelmodelle erstellt. Diese werden zur Verfügung gestellt und sind zu integrieren. / Für den Pegel Oberndorf / Neckar ist ein Pegelmodell zu erstellen. / Im Gebiet sind mehrere HW-Schutzmaßnahmen in Planung und Bau. Diese sind in der Bearbeitung zu berücksichtigen. / Dokumentation und Abstimmung mit dem AG / Für die Bearbeitung dieses Projekts wird eine Lizenz für HydroAS zur Verfügung gestellt. Die 2D-HN-Berechnungsmodelle HydroAS sind zusammen mit dem Abschlussbericht als SMS-Datensätze lauffähig an den Auftraggeber abzugeben. / Weitere Details siehe: Allgemeine Gebietsbeschreibung für die Gebietsweise Fortschreibung "Oberer Neckar" (HWGK-ID 40-15550) vom 20.05.2026 / Leistungsbeschreibung (LB) Hydraulik - Version 2.0 - Stand: 15.05.2026 / Leistungsbeschreibung (LB) Hydrologie - Version 2.0 - Stand: 13.05.2026. Beide Unterlagen steht bereits im Teilnahmewettbewerb zur Verfügung, um die Aufgabe besser und eindeutiger zu beschreiben, damit die Komplexität der Aufgabe deutlich wird.
Wie wird das Angebot bewertet?
LOT-0001 · HWGK-F GF 15550 Oberer Neckar
- Bewertung der vorgesehenen Herangehensweise für die Organisation und die projektbezogene Qualitätssiche-rung im vorliegenden Fall, inklusive der Bewertung der vorgesehenen Projektleitung und deren Erfahrungen aus vergleichbaren Projekten. Von besonderer Bedeutung hierbei sind Erfahrungen aus dem vorgesehenen Zusammenspiel von Hydraulik und Hydrologie (Harmonisierung). Zur Projektorganisation gehört u.a. die Vollständigkeit des benötigen Bearbeitungsteams, die Gewährleistung der reibungslosen Zusammenarbeit im Bearbeitungsteam, die Gewährleistung der Terminsicherheit, die Gewährleistung der Kapazitäten und die vorgesehene Kommunikation mit dem Auftraggeber. Wesentlicher Punkt in der Bewertung ist die vorgesehene projektbezogene Qualitätssicherung.
- 10 %
- Bewertung der vorgesehenen Herangehensweise für die Bearbeitung der Hydrologie, inklusive der Bewertung der vorgesehenen Bearbeiter und deren Erfahrungen aus vergleichbaren Projekten
- 20 %
- Bewertung der vorgesehenen Herangehensweise für die Bearbeitung der Hydraulik, inklusive der Bewertung der vorgesehenen Bearbeiter und deren Erfahrungen aus vergleichbaren Projekten
- 20 %
- Bewertung der vorgesehenen Herangehensweise für die Bearbeitung im GIS, inklusive der Bewertung der vorgesehenen Bearbeiter und deren Erfahrungen aus vergleichbaren Projekten
- 20 %
- Bewertung des allgemeinen Eindrucks des Bewerbers.
- 10 %
- Für die Angebotswertung wird der Preis (in EUR, brutto) der geprüften und zugelassenen Angebote wie folgt in eine Punkteskala von 0 bis 5 Punkten normiert: 5 Punkte erhält das Angebot mit dem niedrigsten Preis. 0 Punkte erhält ein fiktives Angebot welches um eine Spanne von X % des niedrigsten Preises vom niedrigsten Angebot abweicht. Alle Angebote mit darüber liegenden Preisen erhalten ebenfalls 0 Punkte. Die Punktermittlung für die dazwischenliegenden Preise erfolgt über eine lineare Interpolation mit bis zu drei Stellen nach dem Komma gemäß folgender Formel: = (1 - (Wertungssumme des jeweiligen Bieters - niedrigste Wertungssumme) / Spanne) x Pmax Pmax ist die maximal erreichbare Punktzahl (hier gewählt mit 5 Punkten) Diese Formel hat lediglich eine Abhängigkeit vom günstigsten Angebot. Die weiteren Angebote haben keinen Einfluss auf das allgemeine Bewertungsergebnis, sondern nur auf das individuelle Ergebnis. Für dieses Verfahren wurde eine Spanne von X = 60 % als sinnvoll erachtet und festgelegt.
- 20 %
Vergabeunterlagen
Keine abgerufenen Dateien hinterlegt. Ein abgeschlossener Abruf ist nicht dokumentiert.
Zum UrsprungsportalÄnderungen und Bieterfragen
1 Eintrag- 27.10.2026VergabebekanntmachungBekanntmachung CXUEYDDDYH33F7NB
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