Fortschreibung der Hochwassergefahrenkarten für das Einzugsgebiet Itter/Elz
Landesbetrieb Gewässer beim Regierungspräsidium Stuttgart · Stuttgart, Deutschland · TED
- 13. Aug. 2026Bekanntmachung veröffentlichtQuelle: TED
- 11. Aug. 2026Zuschlag erteiltZuschlag an ProAqua Ingenieurgesellschaft für Wasser- und Umwelttechnik mbH · €417k
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Zusammenfassung
Der Landesbetrieb Gewässer beim Regierungspräsidium Stuttgart beauftragt die Fortschreibung der Hochwassergefahrenkarten (HWGK) für das Einzugsgebiet von Itter und Elz. Dabei sind hydrologische und zweidimensionale, instationäre hydraulische Berechnungen für ca. 105 km Gewässer und ein Einzugsgebiet von 424 km² durchzuführen. Die Ergebnisse sind in den HWGK‑Datenstandard zu überführen und im vorgegebenen Datenformat bereitzustellen. Der geschätzte Auftragswert beträgt 409 000 EUR.
Vergabeunterlagen
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Vergabeentscheid
Zuschlag erteilt
Auftragsgewinner: ProAqua Ingenieurgesellschaft für Wasser- und Umwelttechnik mbH
Auftragswert
€417k
Zuschlag am
11. Aug. 2026
Beschreibung
In Baden-Württemberg bestehen flächendeckend HWGK für rund 11.300 Flusskilometer, welche Zug um Zug, fortgeschrieben werden sollen. Die HWGK erfüllen die Anforderungen der EG-HWRM-RL sowie die sehr hohen Anforderungen des §65 Wassergesetz BW. Sie entfalten direkte rechtliche Wirkung, weshalb die Qualitätsanforderung entsprechend hoch ist. An ca. 105 km langen Gewässern im Einzugsgebiet von Itter und Elz sollen die bestehenden HWGK fortgeschrieben werden. Hierzu sind hydrologische Berechnungen und hydraulische Berechnungen (2-dimensional, instationär), jeweils in der festgelegten Vorgehensweise, durchzuführen Alle hydraulisch relevanten Strukturen im und am Gewässer und auf den Vorländern (z.B. Bauwerke, Ausleitungen, Gräbern) sind zu berücksichtigen. Die Ergebnisse sind in den HWGK-Datenstandard zu überführen und im vorgegebenen Datenformat abzugeben. Die Ergebnisse der HWGK-Ersterstellung sind frei zugänglich und unter https://www.hochwasser.baden-wuerttemberg.de/ abrufbar.
Lose
1 LosZiel: Fortschreibung der Hochwassergefahrenkarten im Untersuchungsgebiet Itter und Elz, in 6 einzelnen Einzugsgebieten, welche alle in den Neckar münden. Zu berechnende / zu berücksichtigende Gewässer: 105 km Gebietsgröße Gesamteinzugsgebiet Hydraulik: 424 km2 Gebietsgröße Gesamteinzugsgebiet Hydrologie: 424 km2 Stützstellen im HydTERRAIN (geschätzt): 200 Mrd. Stück Größe für Rasterverarbeitung (geschätzt): 100 km2 Das Vorgehen wird im durch landeseinheitliche Festlegungen für das Projekt HWGK bestimmt und umfasst folgende wesentliche Punkte: - Übernahme und Aufbereitung der zu Verfügung gestellten Geobasis- und Geofachdaten, der Hydrologiedaten (BFGM) sowie Prüfung der Vermessungsdaten. - Das Digitale Geländemodell mit eingearbeitetem Gewässerschlauch (TIN/TERRAIN) (Basis: Laserscan-Daten aus Befliegung 2016 ff) überprüfen und ggf. um nicht enthaltene Geländestrukturen sowie vermessene Bauwerksstrukturen verfeinern. Aufbereitung der Daten für die Erstellung der hydraulischen Modelle. - Die hydrologischen Arbeiten sind mit dem "Hydrologischen Basismodell BFGM" einem FGM-Modell durchzuführen (Erweiterung des Programms FGM für die "flächendetaillierte Niederschlag-Abfluss-Modellierung in einem komplexen Einzugsgebiet" aus dem "Softwarepaket Hochwasseranalyse und -berechnung" von LUBW/KIT). Sie umfassen die Übernahme des durch den Auftraggeber bereitgestellten technisch lauffähigen aber noch nicht an die Abflusseigenschaften des Gebiets angepassten Roh-Modells für das Untersuchungsgebiet, die Erweiterung des Roh-Modells zum Detail-Modell durch die Integration und Parametrisierung zusätzlicher Knoten, die Anpassung und Validierung der Abflusseigenschaften des Gebiets anhand von vorliegenden HQT-Werten, die Berechnung von Abflussganglinien mit 3 Modellvarianten für jeweils mindestens fünf Jährlichkeiten sowie die Datenhaltung und Bereitstellung der Ergebnisse und des Modells mittels Access-Datenbanken, grafischen Längsschnitten und FGM Dateien. - Es sind hydraulische 2-D-Modelle mit dem Softwarepaket LASER_AS-2D / HydroAS zu erstellen. Alle hydraulisch relevanten Strukturen im und am Gewässer und auf den Vorländern sind zu berücksichtigen. - Berechnung Hydraulik (instationär) mit HydroAS nach festgelegter Vorgehensweise für die Fortschreibung der HWGK (HQ10, HQ50, HQ100, HQ100oHRB, HQ1000 sowie abschnittsweise HWextrem) - Auswertung der modellierten Berechnungen in Bezug auf die Abbildung der hydrologischen Berechnungsgrößen. Ableitung korrigierter Überflutungsflächen, Wasserspiegellagen- und Überflutungstiefen-Raster, Erfassung von Sachdaten und Geometrien - Für die beiden in Betrieb befindlichen Landespegel wurden vorab bereits Pegelmodelle erstellt. Diese werden zur Verfügung gestellt und sind zu integrieren. - Im Gebiet sind mehrere HW-Schutzmaßnahmen in Planung und Bau. Diese sind in der Bearbeitung zu berücksichtigen. - Dokumentation und Abstimmung mit dem AG Für die Bearbeitung dieses Projekts wird eine Lizenz für HydroAS zur Verfügung gestellt. Die 2D-HN-Berechnungsmodelle HydroAS sind zusammen mit dem Abschlussbericht als SMS-Datensätze lauffähig an den Auftraggeber abzugeben. Weitere Details siehe: "Beschreibung der für eine Fortschreibung der HWGK notwendigen Anforderungen an das Vorhaben" - Version 1.7a (Entwurf) sowie "Beschreibung der für eine Fortschreibung der HWGK notwendigen Anforderungen an die hydrologische Basismodellierung".(Entwurf). Beides steht bereits im Teilnahmewettbewerb zur Verfügung, um die Aufgabe besser und eindeutiger zu beschreiben, damit die Komplexität der Aufgabe deutlich wird. Es muss aber davon ausgegangen, dass an beiden Dokumenten bis zur Angebotsaufforderung noch Änderungen vorgenommen werden.
Zuschlagskriterien
6 Kriterien- quality10%
Bewertung der vorgesehenen Herangehensweise für die Organisation und die projektbezogene Qualitätssicherung im vorliegenden Fall, inklusive der Bewertung der vorgesehenen Projektleitung und deren Erfahrungen aus vergleichbaren Projekten. Von besonderer Bedeutung hierbei sind Erfahrungen aus dem vorgesehenen Zusammenspiel von Hydraulik und Hydrologie (Loop). Zur Projektorganisation gehört u.a. die Vollständigkeit des benötigen Bearbeitungsteams, die Gewährleistung der reibungslosen Zusammenarbeit im Bearbeitungsteam, die Gewährleistung der Terminsicherheit, die Gewährleistung der Kapazitäten und die vorgesehene Kommunikation mit dem Auftraggeber. Wesentlicher Punkt in der Bewertung ist die vorgesehene projektbezogenen Qualitätssicherung.
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Bewertung der vorgesehenen Herangehensweise für die Bearbeitung der Hydrologie, inklusive der Bewertung der vorgesehenen Bearbeiter und deren Erfahrungen aus vergleichbaren Projekten
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Bewertung der vorgesehenen Herangehensweise für die Bearbeitung der Hydraulik, inklusive der Bewertung der vorgesehenen Bearbeiter und deren Erfahrungen aus vergleichbaren Projekten
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Bewertung der vorgesehenen Herangehensweise für die Bearbeitung im GIS, inklusive der Bewertung der vorgesehenen Bearbeiter und deren Erfahrungen aus vergleichbaren Projekten
- quality10%
Bewertung des allgemeinen Eindrucks des Bewerbers. Beispielsweise: Hat sich der Bieter im Ausschreibungsverfahren an die Wünsche und Anforderungen des AG gehalten. Konnte der Bieter seine Ausführungen allgemeinverständlich formulieren.
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Angebotspreis