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1. Bericht
AUFTRAGGEBER: Stadt Göttingen -Fachbereich 65 Fachdienst Kultur und Sonderbauten 65.3 Hiroshimaplatz 1-4
37083 Göttingen
OBJEKT: Deutsches Theater Göttingen Theaterplatz 1
37073 Göttingen
HIER: Begutachtung Dachstuhl (Holzbauteile)
GESCHÄFTSNUMMER: 1546/ 26
ORTSTERMIN: 24. März 2026 Teilnehmende:
Herr Goldhagen [Stadt Göttingen]
Herr Weide [Technischer Leiter Theater Göttingen] Marie Gehrhardt [SV Büro Gehrhardt)
Der Unterzeichner
Dipl.-Ing. Architektur Matthias Gehrhardt
von der Industrie- und Handelskammer Kassel öffentlich bestellt und vereidigter Sachverständiger für Schäden an Gebäuden
Tel.: (0561) 9 30 80-0, Fax: (0561) 9 30 80-49, e Mail: info@bau-schlau.net, homepage: www.bau-schlau.net Tannenkuppenstraße 5, D-34119 Kassel
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ALLGEMEINES / AUFTRAG
Das Deutsche Theater steht in 37073 Göttingen am Theaterplatz 1. Das Theater wurde im Jahr 1890 im Stile der italienischen Renaissance (Neorenaissance) neu erbaut. Die letzte größere Sanierung datiert auf Anfang der 1980er Jahre.
Das deutsche Theater in Göttingen soll zeitnah komplett saniert werden.
Der Unterzeichner soll die Holzbauteile des Dachstuhls begutachten und den Zustand textlich und fotografisch dokumentieren.
Foto 1 zeigt das Theater von außen im Überblick.
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FESTSTELLUNGEN
Die Feststellungen werden analog des Begangs im Ortstermin dokumentiert. Beginnend beim Aufgang zum Dachstuhl. Zunächst wird der vordere Teil (Zum Eingang) inkl. des sichtbaren Teils des Daches in Augenschein genommen. Danach der hintere und seitliche Bereich des Daches.
Foto 2 zeigt den Aufgang zum Dachstuhl als Überblick.
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Foto 3 zeigt den Aufgang rückblickend vom Dachstuhl aus. Zum Teil sind noch die origina- len Rundholzsparren vorhanden (Markierung).
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Foto 4 zeigt exemplarisch die statischen Verbesserungsmaßnahmen, die vermutlich bei den letzten Sanierungsmaßnahmen (1980er Jahre des vergangenen Jahrhunderts) einge- baut wurden).
Der Dachbalken wurde verstärkt und mittels Stahlklammern und mittigem Hartholzkeil ver- stärkt. Das Foto 4 zeigt die Stahlklammern mit Gewindestäben exemplarisch.
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Foto 5 zeigt den allgemeinen Dachaufbau (Harzer Unterdach1) bestehend aus einer Bitu- menbahn2, Lattung, Konterlattung und Dachstein.
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1 Harzer Unterdach: Unterdach aus Rauspundbrettern und darüberliegenden Bitumenabdichtungsbahn. Im Mittelgebirge (Harz) verbreiteter Konstruktionsaufbau (da wetterfest und hochwertig).
2 Bitumenbahnen: sind Bahnen, die unter Verwendung von Bitumen hergestellt werden und die talkumiert oder beschiefert sind. Sie werden für Abdichtungen im Bauwesen verwendet und kön- nen durch Anschmelzen der Deckschichten (Schweißen) oder auch überlappend gena- gelt verarbeitet werden.
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Foto 6 und 7 zeigen beispielhaft den zu einem kleinen Teil abgängigen Dielenbelag im Be- reich des Fußbodens.
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Foto 8 zeigt einen Dachdeckerausstieg zum Dach.
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Fotos 9 – 13 zeigen einmal umlaufend das Dach. Es sind Betondachsteine eingebaut wor- den.
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Foto 14 zeigt beispielhaft eine Abhängung (Flachstahl) der Deckenbalken am Dachspar- ren.
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Foto 15 zeigt den hinteren Teil des Daches. Die Feststellungen decken sich mit denen im vorderen Teil. Ebenfalls ist hier ein konstruktiv verstärkter Dachbalken vorhanden. Auch eine weitere Abhängung konnte gesichtet werden (rote Pfeilmarkierung).
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Foto 16 zeigt scharfkantige (neuere) Dachsparren im Bereich der Lüftung. An dieser Stelle ist das Dach geöffnet worden um haustechnische Einbauten in den Dachraum zu schaffen und zu installieren.
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Foto 17 zeigt die vorgenannte Austauschsparren aus anderer Perspektive.
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Foto 18 zeigt eine weitere konstruktive Verstärkung eines Dachbalkens.
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Foto 19 zeigt eine Abhängung aus Stahl um die haustechnischen Anlagen zu fixieren.
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Foto 20 und 21 zeigen den hinteren Abschnitt des Dachstuhls.
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Foto 22 zeigt einen Seilzug für die Bühnentechnik.
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Foto 23 zeigt den hinteren Teil auf der anderen Seite des Dachstuhls.
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Foto 24 zeigt einen weiteren Aufgang zum Dach.
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Die Fotoaufnahmen 25 und 26 zeigen einen weiteren Blick auf die Dachlandschaft des Theaters.
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BEWERTUNG
Das Dachtragwerk und die Dacheindeckung wurde in den 1980er Jahren großflächig er- neuert. Im Rahmen dieser Maßnahme wurden Dachbalken statisch vergrößert und mitei- nander kraftschlüssig verbunden (Stahlklammern mit Gewindestäben).
Die konstruktive Substanz des Daches kann grundsätzlich als gut bewerten.
Hinsichtlich der vorhandenen Abhängekonstruktionen, die aus Flachstahl sowie teilweise aus U-Profilen bestehen, wird eine ergänzende statische Überprüfung empfohlen. Diese Konstruktionen wurde im Rahmen der Begehung nicht abschließend beurteilt und bedarf einer gesonderten Nachweisführung durch einen Tragwerksplaner im Zuge der Sanie- rungsarbeiten.
Der Fußbodenaufbau ist an einigen wenigen Stellen abgängig. Die Dielen sollten ebenfalls überprüft und teilweise ausgetauscht werden. Ggf. sind auch Holzbalken in diesen Berei- chen auszutauschen.
Beim verbauten Holz handelt es sich zu einem kleinen Teil augenscheinlich um zweitver- wendeten Holz. Dieses ist jedoch nach visueller Einschätzung in einem ordnungsgemä- ßen Zustand und gibt zum Zeitpunkt der Begutachtung keinen Anlass zur Beanstandung.
Im Bereich der Dachabdichtung sollten alle Detailpunkte (Rinnen, Anschlüsse Einfassun- gen) kontrolliert und ggf. repariert / erneuert werden.
Dieser 1. Bericht besteht aus 14 Seiten mit 26 Fotoaufnahmen. Er wird den Auftraggebern nur per PDF-Datei überreicht.
Kassel, den 02. April 2026 Der Sachverständige
Urheberschutz, alle Rechte vorbehalten. Das Gutachten ist nur für den Auftraggeber und den angegebenen Zweck be- stimmt. Eine Vervielfältigung oder Verwendung durch Dritte ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Sachverständigen gestattet.
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