Fachplanungsleistungen zur Machbarkeitsstudie für die Großkälteanlage im Rathaus Essen

Status
Vergeben
Angebotsfrist
Nicht angegeben
Geschätzter Wert
Nicht angegeben
Lose
1
Erfüllungsregion
Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Verfahren
Verhandlungsverfahren mit Aufruf
Auftragsart
Dienstleistung
Veröffentlicht
29.07.2026
CPV-Codes
Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen (71240000)
Bekanntmachung
ted.europa.eu
Bekanntmachungsnummer
525434-2026
Verfahrensnummer
c6d5629f-a6ef-43cb-a7ef-e1d91f54bda0

Fragenkatalog

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Kurzbeschreibung

Die Stadt Essen schreibt Fachplanungsleistungen für eine Machbarkeitsstudie zur Sanierung oder Erneuerung der Kälteversorgungsanlage im Rathaus Porscheplatz 1 aus. Ziel ist die technische, wirtschaftliche und betriebliche Bewertung der bestehenden Anlage in einem 106 Meter hohen Gebäude unter laufendem Betrieb. Die Beauftragung umfasst die Entwicklung und den Vergleich verschiedener Handlungsoptionen als Entscheidungsgrundlage.

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Leistungsbeschreibung

Erstellung einer Machbarkeitsstudie zur technischen, wirtschaftlichen und betrieblichen Bewertung der bestehenden Kälteversorgungsanlage. Auf Grundlage der Untersuchung sind geeignete Handlungsoptionen zu entwickeln und vergleichend zu bewerten, um eine belastbare Entscheidungsgrundlage für die zukünftige Sicherstellung der Kälteversorgung zu schaffen

Leistungen nach Losen (1)

  • LOT-0001 · Rathaus Porscheplatz 1, 45127 Essen, Fachplanungsleistungen zur Sanierung oder Erneuerung der Großkälteanlage

    Analyse, Bewertung und Variantenuntersuchung der bestehenden Kälteversorgungsanlage unter Berücksichtigung des laufenden Gebäudebetriebs sowie der baulichen und technischen Rahmenbedingungen. Das Untersuchungsobjekt ist ein Sonderbau mit einer Gebäudehöhe von ca. 106 m. Die technische Infrastruktur ist vertikal organisiert und hydraulisch stark vernetzt. Die Untersuchung erfolgt unter der Randbedingung eines dauerhaft betriebenen Gebäudes Die Kälteversorgung erfolgt über eine zentrale Kälteerzeugung im Untergeschoss (U3). Die Rückkühlung erfolgt über auf dem Dach angeordnete Rückkühlwerke.Die Verbindung zwischen Kälteerzeugung und Rückkühlung erfolgt über vertikale Steig- und Fallleitungen über die gesamte Gebäudehöhe. Die Kälteverteilung erfolgt über ein horizontales Verteilnetz sowie über die Lüftungsanlagen der Nutzungseinheiten. Das System ist hydraulisch durchgängig vernetzt und als Gesamtsystem zu betrachten Ergebnisziel der Untersuchung ist die Entwicklung einer belastbaren Entscheidungsgrundlage für den zukünftigen Umgang mit der Kälteanlage unter Berücksichtigung von Betriebssicherheit, Wirtschaftlichkeit und technischer Umsetzbarkeit im laufenden Gebäudebetrieb. Untersuchungsumfang und Fragestellungen Im Rahmen der Machbarkeitsstudie sind durch den Auftragnehmer insbesondere folgende Aspekte zu bearbeiten: - Ermittlung des tatsächlichen Zustands der Gesamtanlage (Erzeugung, Rückkühlung, Verteilung und hydraulisches Gesamtsystem) - Analyse der Ursachen der Korrosionsproblematik unter Berücksichtigung von Material, Betriebsweise und Wasserqualität - Bewertung der technischen Kritikalität der Korrosionsschäden hinsichtlich Schadensfortschritt, Ausfallrisiko und Auswirkungen auf die Betriebssicherheit - Bewertung des Einflusses des offenen Kühlsystems auf den Anlagenzustand - Bewertung der Auswirkungen auf Betrieb, Funktionsfähigkeit und Versorgungssicherheit - Einordnung des Schadensbildes als lokal begrenzt oder systemisch wirksam - Abschätzung der verbleibenden technischen Nutzungsdauer der Bestandsanlage - Entwicklung technisch und wirtschaftlich geeigneter Zukunftsstrategien Es ist beabsichtigt, auch die spätere bauliche Umsetzung der Maßnahmen auf Grundlage der HOAI durch den Auftragnehmer optional erbringen zu lassen.

Wie wird das Angebot bewertet?

Kriterien ohne Loszuordnung

Berücksichtigung des Preises durch die Wertungsmethode "Preis-Quotient-Methode"
60 %
Teamstruktur & Interdisziplinarität: Wie greifen die Kompetenzen in den Bereichen Kältetechnik, Anlagenhydraulik und Anlagenchemie/Korrosionsschutz für diese spezielle Aufgabe ineinander? Präsenz & Verfügbarkeit: Wie stellt das Team die Erreichbarkeit und die erforderliche Vor-Ort-Präsenz in Essen sicher (besonders wichtig bei der erweiterten Bestandsaufnahme)? Vertretungskonzept: Wie wird der Know-how-Erhalt bei Ausfall von Schlüsselpersonen im Projektverlauf gesichert?
16 %
Analysekonzept: Wie plant der Bieter die Ursachenanalyse der Korrosionsproblematik und die Untersuchung des 106 m hohen, hydraulisch vernetzten Systems im laufenden Betrieb durchzuführen? Betriebssicherheit: Welche konkreten methodischen Ansätze schlägt der Bieter vor, um die Kälteversorgung während der Bearbeitungs- und Umsetzungsphase (insbesondere in der Saison April bis Oktober) zwingend aufrechtzuerhalten? Variantenentwicklung: Wie nachvollziehbar und innovativ ist der vom Bieter skizzierte Prozess, um zu der am Ende geforderten wirtschaftlichen und technischen Vorzugsvariante zu gelangen? Die generelle Punkte-Systematik 5 Punkte (Sehr gut): Herausragendes, exzellent auf das Projekt zugeschnittenes Konzept. Der Bieter hat die spezifischen Problemstellungen (z. B. 106 m Gebäudehöhe, laufender Betrieb, komplexes Hydrauliknetz) tiefgehend durchdrungen. Lösungsansätze sind detailliert, schlüssig und bieten erheblichen Mehrwert oder innovative Ansätze zur Risikominimierung. 4 Punkte (Gut): Überzeugendes und gut durchdachtes Konzept, das die wesentlichen Projektanforderungen vollständig und projektspezifisch adressiert. Es bleiben kaum Fragen offen. 3 Punkte (Befriedigend): Solides, praxistaugliches Konzept. Die Anforderungen werden grundsätzlich erfüllt, jedoch ist die Herangehensweise eher standardisiert und lässt tiefere objektspezifische Detaillierungen (speziell zum Rathaus Essen) vermissen. 2 Punkte (Ausreichend): Das Konzept geht bedingt auf die Aufgabenstellung ein. Es weist fachliche oder methodische Lücken auf oder ist stark generalisierend, ohne erkennbaren Bezug zur konkreten Anlagenstruktur. 1 Punkt (Mangelhaft): Wesentliche Aspekte der Aufgabenstellung werden nicht berücksichtigt (z. B. fehlendes Konzept zur Aufrechterhaltung des Sommerbetriebs). Starke qualitative Defizite. 0 Punkte (Ungenügend): Keine, völlig unbrauchbare oder komplett am Thema vorbeigehende Angaben.
16 %
Terminplanung Machbarkeitsstudie: Qualität und Realismus des vom Bieter vorzulegenden Bau- und Betriebsphasenkonzepts. Baulogistik & Eingriffstiefe: Konzept zum Umgang mit den extremen baulogistischen Randbedingungen (Arbeiten im Hochhaus, stark vernetztes Gesamtsystem). Kostenkontrolle: Methodik zur belastbaren Ermittlung der Investitions- und Betriebskosten (Lebenszyklusbetrachtung über 20 Jahre) und zur Vermeidung von Kostensteigerungen.
8 %

Vergabeunterlagen

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