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Auftraggeber Informationsanforderungen (AIA)
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INHALT Seite
- PRÄAMBEL 3 1.1. GELTUNGSUMFANG DER AUFTRAGGEBER-INFORMATIONSANFORDERUNGEN (AIA) 4 1.2. ABGRENZUNG ZUM BIM-PROJEKTABWICKLUNGSPLAN (BAP) 4 1.3. OpenBIM WORKFLOWS ZUR UNTERSTÜTZUNG DER INTERDISZIPLINÄREN 5 PROJEKTKOLLABORATION
- PROJEKTINFORMATION 6 2.1. PROJEKTABLAUF 6 2.1.1. PROJEKTABLAUF ALLGEMEIN 6 2.1.2. PROJEKTABLAUF ALS RZ-BAUMAßNAHME 9 2.2. ANFORDERUNGEN NACHHALTIGES BAUEN 12 2.3. INTEGRATION VON MODELLDATEN IN DAS CAFM DES AUFTRAGGEBERS 14 2.4. SOFTWARELANDSCHAFT 15 2.5. PROJEKTRAUM 15 2.5.1. DATEIBAUMSTRUKTUR 16 2.5.2. DATEIBENENNUNG 16 2.5.3. VERSIONIERUNG 16 2.5.4. BENACHRICHTIGUNG 16
- BIM-ZIELE UND BIM-ANWENDUNGSFÄLLE 18 3.1. DEFINITION DER BIM-ZIELE 18 3.2. ABLEITUNG DER BIM-ANWENDUNGSFÄLLE 20
- BIM ROLLEN UND VERANTWORTLICHKEITEN 24 4.1. BESCHREIBUNG DER ROLLENBILDER 24 4.2. ABGRENZUNG DER FACHDISZIPLINEN 27
- MODELLBASIERTES ARBEITEN, BIM-MODELLSTRUKTUR UND INHALTE 28 5.1. BIM-FACHMODELLE 28 5.2. DETAILLIERUNGSGRADE UND INFORMATIONSTIEFEN 28 5.3. MODELLIERUNGSRICHTLINIE 31 5.4. BIM2Field 31
- BIM-SCHNITTSTELLEN UND TECHNOLOGIEN 35 6.1. BIM-KOORDINATION UND ÜBERGABEN 35 6.1.1. ORGANISATION DER BIM-KOORDINATION 35 6.1.2. ÜBERGABE DER BIM-FACHMODELLE FÜR DIE KOORDINATION AN DEN BIM- 36 GESAMTKOORDINATOR 6.1.3. BIM-ÜBERGABEN AN DEN AUFTRAGGEBER 36 6.2. DATENLIEFERUNGSPLAN 37 6.2.1. FESTLEGUNG DER DATENAUSTAUSCHFORMATE 38 6.2.2. EIGENSCHAFTEN DER PLANUNGSSOFTWARE 40 6.2.3. VISUALISIERUNG UND PRÜFSOFTWARE 40
- KOLLISIONSPRÜFUNG, MODELLBASIERTES BESPRECHUNGS- UND BERICHTSWESEN 41 7.1. KOLLISIONSPRÜFUNG 41 7.2. MODELLBASIERTES BESPRECHUNGS- UND BERICHTSWESEN 41
- QUALITÄTSSICHERUNG 43
VERSION: Anpassung Stand 19.05.2026
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- PRÄAMBEL
Kern der Methode BIM ist die Erstellung von digitalen dreidimensionalen Bauwerksmodellen für Bestand und Neubau. Diese Modelle beinhalten vordefinierte Bauteile und Räume. Dafür werden in einem kooperativen Planungsprozess mit allen beteiligten Planern sukzessive die geometrischen Informationen festgelegt, mit anderen relevanten Informationen angereichert und verknüpft. Informationen dienen als Datengrundlage während der Planung, Realisierung, des Betriebs und der Erhaltung der Bauwerke. BIM erleichtert damit wesentlich die Betrachtung des gesamten Lebenszyklus. Termine und Kosten werden zusätzlich zu den geometrischen Dimensionen in 4D und 5D-Modellen betrachtet. Damit ist BIM, auch gemäß VDI 2552, kein Softwarepaket, sondern eine Arbeitsmethode, die sowohl die Projektsteuerung als auch die Zusammenarbeit in allen Lebensphasen eines Bauwerks erleichtert.
Grundlegend kann folgende Definition für BIM getroffen werden: „Building Information Modeling bezeichnet eine kooperative Arbeitsmethodik, mit der auf der Grundlage digitaler Modelle eines Bauwerks die für seinen Lebenszyklus relevanten Informationen und Daten konsistent erfasst, verwaltet und in einer transparenten Kommunikation zwischen den Beteiligten ausgetauscht oder für die weitere Bearbeitung übergeben werden.“ (Quelle: Stufenplan Digitales Planen und Bauen des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur - BMWI) Die Bereitstellung abgestimmter Planungs-, Bau- und Betriebsdaten stellt, unabhängig vom jeweiligen Beschaffungsweg oder der Auftragsart, einen zeit- und aufgabenintensiven Prozess dar. In der BIM- Methode werden darüberhinaus die Anforderungen an das zu errichtende oder zu sanierende Bauwerk im Rahmen der Ausschreibung und Vergabe spezifiziert.
Diese Auftraggeber Informationsanforderungen (AIA) bilden die Vorgaben des Bauherren für die Erstellung, Mitwirkung, Koordination, Prüfung, Überprüfung, Analyse und Steuerung der Anwendung der BIM-Methode zur Bauaufgabe für die nachfolgend genannten Leistungsbilder:
| Leistungsbilder | 1 H P L | 2 H P L | 3 H P L | 4 H P L | 5 H P L | 6 H P L | 7 H P L | 8 H P L | 9 H P L |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gebäude und Innenräume | x | x | x | x | x | x | x | x | x |
| Verkehrsplanung | x | x | x | x | x | x | x | x | x |
| Tragwerksplanung | x | x | x | x | x | x | n.V. | x | n.V. |
| Technische Ausrüstung | |||||||||
| Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen | x | x | x | x | x | x | x | x | x |
| Wärmeversorgungsanlagen | x | x | x | x | x | x | x | x | x |
| Lufttechnische Anlagen | x | x | x | x | x | x | x | x | x |
| Starkstromanlagen | x | x | x | x | x | x | x | x | x |
| Fernmelde- und Informationstechnik | x | x | x | x | x | x | x | x | x |
| Förderanlagen | x | x | x | x | x | x | x | x | x |
| Nutzungsspezifische Anlagen | x | x | x | x | x | x | x | x | x |
| Gebäudeautomation | x | x | x | x | x | x | x | x | x |
| Nutzungsspezifische Anlagen - Labor | x | x | x | x | x | x | x | x | x |
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Die Umsetzung der Methode BIM zeichnet sich durch die kollaborative Modellbearbeitung aus: Jeder Planungsteilnehmer nutzt ein eigenes Fachmodell. Über einen offenen Standard im Bauwesen (IFC) zur digitalen Beschreibung von Gebäudemodellen (Building Information Modeling) sind alle Planungsteilnehmer in der Lage, ihre Modelle und Daten anderen Planungsteilnehmern zur Verfügung zu stellen. Diese können bei Bedarf in die anderen Fachmodelle referenziert werden. Anhand eines Koordinationsmodells werden die Fachmodelle geprüft, koordiniert und final zu einem Gesamtmodell zusammengefügt. Um allen Planungsteilnehmern eine weitgehende Nutzung ihrer fachspezifischen Softwareapplikationen zu ermöglichen, erfolgt die Anwendung der Methode BIM im Sinne des Open BIM.
1.1. GELTUNGSUMFANG DER AUFTRAGGEBER-INFORMATIONSANFORDERUNGEN (AIA)
Die AIA - auch als BIM-Lastenheft zu bezeichnen - umfassen die technischen und organisatorischen Anforderungen des Auftraggebers an die Umsetzung der BIM-Methode in der Projektabwicklung der Bauaufgabe für die genannten Leistungsbilder in den genannten Leistungsphasen gemäß Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI).
Die Anforderungen beziehen sich insbesondere auf die Übergabe von BIM-spezifischen Lieferobjekten, wie BIM-Koordinations- und Fachmodelle an den Auftraggeber, sowie auf die Erfüllung der geforderten BIM-Anwendungsfälle, die Qualitätssicherung durch die benannten BIM-Rollen und die Sicherstellung der Koordination zwischen den Projektbeteiligten. Ebenfalls geht das Nutzungsrecht an den erstellten Modellen des gesamten Planungsprozesses an den Auftraggeber über bei vertragsgerechter Vergütung und nach Zahlungseingang der Planungsleistung.
1.2. ABGRENZUNG ZUM BIM-PROJEKTABWICKLUNGSPLAN (BAP)
Der BIM-Abwicklungsplan ist ein Dokument, das als Kommunikationsgrundlage innerhalb eines Projekts zwischen den Projektbeteiligten dient. Die Basis für den BIM-Abwicklungsplan sind die vorliegenden Auftraggeber-Informations-Anforderungen. Im BAP werden die projektspezifischen Strukturen erfasst, die für die erfolgreiche Anwendung der BIM-Methode eines Projekts erforderlich sind. Dieses Dokument bildet somit die projektbezogene Zusammenfassung aller Aktivitäten und technischen Schnittstellen der Projektbeteiligten in Bezug auf die BIM-Methode und soll die Zusammenarbeit der Projektbeteiligten strukturieren sowie die laufende Projektarbeit vereinfachen. Inhaltlich umfasst der BAP die Planung, Vorbereitung, Steuerung und Kontrolle der geforderten BIM- Leistungen.
Der BAP beinhaltet allgemeine, BIM-spezifische als auch technische Festlegungen, Definitionen und Beschreibungen, um primär den digitalen Informationsaustausch zwischen allen Projektbeteiligten durch Transparenz und Strukturierung sicherzustellen. Dabei muss der BAP unter Mitwirkung aller Projektbeteiligten bzw. relevanten Projektbeteiligten während der Projektzeit fortgeschrieben werden.
- Umsetzungsstrategie für die vereinbarten BIM-Anwendungen
- Zuweisung der BIM-spezifischen Rollen auf die Projektbeteiligten / Organigramm
- Konkrete Vereinbarungen zum Koordinationsprozess (Häufigkeit, techn. Umsetzung, etc.)
- Konkrete Abstimmung der BIM-Übergaben an den Auftraggeber mit dem Projektterminplan
- Festlegung der Modellstruktur mit genauer Aufteilung, Bezeichnung und inhaltlicher Zuordnung
- Konkretisierung der geforderten Detaillierungstiefe im Sinne der Level of Detail (LOD)
- Festlegungen zu den im Projekt verwendeten Codierungen, Raumschlüssel etc.
- Festlegung der im Projekt verwendeten Software, Verison und Schnittstellen
- Festlegung der Qualitätssicherheit, Bestimmen der Prüfläufe
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- Zuweisung der Verantwortlichkeiten
- Aufsetzen eines initialen Testlaufs zu Beginn des Projekts
Verantwortlichkeiten: BAP-Vorlagedatei: BIM-Manager BAP-Zusammenstellen: BIM-Gesamtkoordinator (=Zusammenführen, dokumentieren, monatlich für BIM Manager bereitstellen) Mitwirken / Fortschreiben: BIM-Manager, BIM-Gesamtkoordinator, BIM-Fachkoordinator Überprüfen / Freigeben: BIM-Manager
1.3. OpenBIM WORKFLOWS ZUR UNTERSTÜTZUNG DER INTERDISZIPLINÄREN PROJEKTKOLLABORATION
Ausgehend vom interdisziplinären Kooperationsbündnisses "einfach BIM" wurden anwendungsreife inderdisziplinäre Workflows sowie Dokumenten- und CAD-Vorlagen erarbeitet. Diese werden dem Planungsteam in einer Art Baukastensatz über die Website (www.einfachbim.de) zur Verfügung gestellt. Die folgende Übersicht bietet Einblick in die Themengebiete:
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- PROJEKTINFORMATION
2.1. PROJEKTABLAUF
2.1.1. PROJEKTABLAUF ALLGEMEIN
Beschreibung des Stufeninhaltes Ein detaillierter Projektablauf wird mit Erstellung BAP, welcher als bearbeitfähiges Tool dem Planungsteam vom Auftraggeber bereit gestellt wird, definiert. Zum groben Überblick des Gesamtprozesses dient die oben angeordnete Grafik.
Stufe 0 Der Auftraggeber definiert mittels Auftraggeber-Informations-Anforderung die wesentlichen Eckdaten der Projektaufgabe. Des Weiteren wird in einem verkürzten BIM-Abwicklungsplan eine prozessentscheidende Datenabfrage generiert. Für die nächste Projektstufe werden abschließend der projektspezifische AIA und Pre-BAP erstellt.
Stufe 1 Die Vergabe von Planungsleistungen erfolgt mittels wirtschaftlicher und fachlicher Auswertung nach festgelegten Bewertungskriterien. Zur Vergleichbarkeit der Angebotsstruktur dienen ebenfalls die Er- gebnisse der einzelnen Pre-BAPs, welche mit den restlichen Angebotsdokumenten abzugeben sind.
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Stufe 2 Der Projektanlauf dient mit Beginn der Planungsaktivitäten der zentralen Abstimmung zur Umsetzung des BIM-Prozesses mit alle Planungsbeteiligten. Am Anfang dieser Stufe steht generell ein Projektanlauf-Workshop. Inhalt des Workshops sind die Klärung der Anforderungen und Abstimmung der Grundlage für den Ablauf der modellbasierten Planung. Anhand der Auftraggeber-Informations- Anforderungen werden die Grundlagen der modellbasierten Projektabwicklung erläutert. Weiter werden die Anforderungen nach projektspezifischen Gegebenheiten angepasst. Hierbei werden vor allem Software, Schnittstellen sowie die Vorgehensweise bei der Kommunikation und Kollaboration besprochen. Weiter ist ein Ziel des Workshops die Erarbeitung des groben Planungszeitplans um die Abhängigkeiten der jeweiligen Fachgewerke zu konsolidieren.
Alle Projektbeteiligten sollen möglichst ein konkretes Abbild von der Umsetzung der modellbasierten Planung erhalten. Zudem werden die Bedingungen der Testphase und die Anforderungen an das zu liefernde Testmodell erläutert. Daraufhin wird der BIM-Abwicklungsplan ganzheitlich verfasst. Zudem wird die Projektplattform und Struktur vom AG vorgestellt und erläutert. Die Leitung des Workshops obliegt dem BIM-Manager in Kooperation mit dem BIM-Gesamtkoordinator.
Im Anschluss an den Workshop werden Testmodelle, in einem vom AG/BIM Gesamtkoordinators festgelegten Zeitraum, zum Abgleich der IT-Struktur und IT-Kompatibilität erstellt. In der Testphase wird die Umsetzung der Anforderungen bezüglich der Modellierung und der fachübergreifenden Qualitätssicherung in einem gemeinsamen Workshop abgestimmt. Das Achsraster und der Projektnullpunkt werden koordiniert. Erste Bauteile werden in einem Testmodell konstruiert und der Datenaustausch durchgeführt. Durch diese Testumsetzung sollen eventuelle Unstimmigkeiten und Probleme im Vorfeld geklärt und eine reibungslose Projektabwicklung in Bezug auf die BIM-Methode sichergestellt werden. Folgende Punkte sind zu betrachten:
- die Kompatibilität der Fachmodelle,
- die Nutzung gemeinsamer Koordinaten (z.B. Projektnullpunkt),
- die Umsetzung des Kollaborationsprozesses,
- die Nutzung eines gemeinsamen Achsrasters,
- die Nutzung gemeinsamer Modell- und Bauteileinheiten,
- der Export und das Referenzieren von IFC-Dateien sowie
- die Einhaltung der Detaillierungs- und Informationstiefen (LOIN).
Das Testmodell muss den Soll-Zustand der Modellanforderungen wiedergeben, die anzuwendenden Projektkoordinaten sowie ggf. das Achsraster enthalten. Die Testmodelle enthalten die jeweils fachspezifisch zu koordinierenden Bauteile und Informationen. Dabei werden die ersten Ansichts punkte über das BCF-Format und die eingesetzte Kollaborationsplattform zwischen den jeweiligen Projektbeteiligten übermittelt. Die BIM-Testphase erfolgt auf Grundlage des BAP und im Anschluss an den BIM-Kick-off. Die Durchführung erfordert die Teilnahme der BIM-Qualitätsüberwachung, der BIM- Gesamtkoordination sowie der agierenden Fachplaner. Dieser sogenannte "Würfeltest" wird fest im Terminplan verankert und bildet die Grundlage fü´r die einzelnen Fachplanungen sowie - modelle. Abschluss dieser Phase ist ein zusammenfassender Qualitätsbericht des Gesamtkoordinators.
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Stufe 3 Mit Beginn der Planungsphase wird ausschließlich in einem Modell und entsprechend im BAP festgelegter Regeln gearbeitet. Die entsprechenden BIM-Anwendungsfälle, sowie die terminierten und inhaltlich festgelegten Arbeitsergebnisse werden innerhalb der Projektplattform zur Verfügung gestellt. Zu regelmäßigen Projektbesprechungen erfolgt eine entsprechende Qualitätskontrolle und Auswertung der Fachmodelle. Zum Abschluss der Phase wird das As-Planned-Modell durch den AG freigegeben.
Stufe 4 Während der Ausführung wird der Bauablaufplan modellbasiert fortgeschrieben. Das As-Built Modell und das Revisionsmodell entspricht am Ende der Phase dem geforderten Level of Detail.
Stufe 5 Das Modell wurde am Ende der Stufe 4 für die Übergabe an die CAFM-Software mit spezifischen Daten ergänzt. Dieser Vorgang erfolgt gemäß HZDR-Modellierungsrichtlinie, welche die geforderten Attribute und Attributsinhalte zur automatisierten Anreicherung des CAFM durch das Revisionsmodell vorgibt. Die Attribute basieren auf branchenüblichen Anforderungsmatrixen, wie z.B. CAFM-connect, sind jedoch auftraggeberbezogen individualisiert sowie erweitert worden. Am Ende der Leistungsphase 8 ist das Revisionsmodell vom Auftragnehmer in gefordertem Umfang und Qualität dem Auftraggeber zur Verfügung zu stellen.
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2.1.2. PROJEKTABLAUF ALS RZ-BAUMAßNAHME
Der AG ist eine überwiegend bundfinanzierte Einrichtung. Die Baumaßnahmen werden daher in der Regel als RZ-Baumaßnahmen durchgeführt. Zum allgemeinen Verständnis wird in diesem Abschnitt der Ablauf einer RZ-Baumaßnahme beschrieben.
Rechtliche Grundlagen Die Voraussetzung und Grundsätze für die Bewilligung und Verwendung der Zuwendungen sind in der Bundeshaushaltsordnung (BHO) geregelt. Für die Durchführung von Zuwendungsbaumaßnahmen sind darüber hinaus die Baufachlichen Ergänzungsbestimmungen zu den VV zu § 44 BHO, sowie die Baufachlichen Nebenbestimmungen (NBest-Bau) zu beachten. Die Baufachlichen Ergänzungs- bestimmungen mit Anlagen und Mustern sowie Verfahrenserläuterungen und Anhänge sind 2006 zu den "Richtlinien für die Durchführung von Zuwendungsbaumaßnahmen" (RZBau) zusammengefasst worden. Die RZ-Bau ist ein Leitfaden für den Antragsteller (Zuwendungsempfänger), für den Zuwendungsgeber und für die Bundesbauverwaltung. Die Ziele der RZBau:
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- Verfahrensabläufe transparent machen
- Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten umfassend darstellen
- kostenorientiere Planung
- Beschleunigung der Abläufe
- Einhaltung der Vergabevorschriften
- Förderung der baupolitischen und baukulturellen Ziele des Bundes
Formlose Anfrage / Einleitung des Förderverfahrens Der Zuwendungsempfänger richtet eine Anfrage an die Zuwendungsgeber. Diese beinhaltet u.a. die Darlegung der bedarfsauslösenden Gründe, ggf. eine Variantenuntersuchung zur Bedarfsdeckung, eine grobe Kostenermittlung, möglich Finanzierung.
Vorabstimmung und Koordinierungsgespräch Die Zuwendungsgeber klären grundsätzlich die Förderfähigkeit und Antragsberechtigung, legen die koordinierenden Zuwendungsgeber fest. Am Koordinierungsgespräch nehmen der Zuwendungsgeber, die Zuwendungsempfänger und die Bauverwaltung teil. Im Koordinierungsgespräch ist Einvernehmen bzw. Klärung zu folgenden Punkten herbeizuführen über, z.B.:
- Finanzierungskonzept / - art / -anteile
- Förderumfang
- der Zeitplan und die Bindungsfristen des Gebäudes an den Zuwendungszweck
- die Verwaltung, ggü. der der Verwendungsnachweis zu erbringen ist
- Durchführung Kunst am Bau
- Umfang der Antragsunterlagen
Beauftragung Bundesverwaltung Nach der Abstimmung der Konzeptplanung deligiert die Oberste Technische Instanz die weitere Bearbeitung an die zuständige Bundesbauverwaltung, die auch die baufachliche Stellungnahme erstellt.
Festlegung Bedarf Den Stellen- und Raumbedarfplan (Flächen und Qualitäten) stimmt der Zuwendungsempfänger mit dem koordinieren Zuwendungsgeber ab. Der Zuwendungsgeber übermittelt den von ihm anerkannten Stellen- und Raumbedarfsplan an den Zuwendungsempfänger.
VgV-Verfahren oder Wettbewerb Die Beauftragung von Freiberuflich Tätigen für Planung und Durchführung erfolgt in der Regel nach VgV oder Wettbewerb.
Aufstellung der Antrags- und Bauunterlagen und Festsetzung der Kostenobergrenze Vom Zuwendungsempfänger (Bauherr) werden in Zusammenarbeit mit dem Auftragnehmer die Antrags- und Bauunterlagen gemäß den Vorgaben aufgestellt. Der Zuwendungsempfänger hat sich an dem förderfähigen Bedarf und der Antrags-/ Kostenobergrenze zu orientieren.
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Baufachliche Prüfung der Bauunterlagen und Anerkennung der Antrags- und Bauunterlagen Voraussetzung für die baufachliche Prüfung, ist ein anerkannter Stellen- und Raumbedarfsplan und die Vollständigkeit der eingereichten Unterlagen. Die Prüfung der Antrags- und Bauunterlagen erfolgt stichprobenweise, im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit der Planung und Konstruktion, auf die Angemessenheit der Kosten und die Einhaltung der im Koordinierungsgespräch getroffenen Festlegungen.
Verwaltungsmäßige Antragsprüfung und Erteilung Zuwendungsbescheid Die Antragsunterlagen werden vom Zuwendungsgeber verwaltungsmäßig geprüft. Nach Vorliegen aller geprüfter Antrags- und Bauunterlagen sowie Stellungnahmen wird über die endgültige Finanzierung abgestimmt. Bei Abweichungen / Überschreitung der Kostenobergrenze findet ein Abstimmungsgespräch mit dem Zuwendungsgeber statt. In diesem Gespräch wir die weitere Vorgehensweise einvernehmlich festgelegt. Die Zuwendungsgeber erteilen den Zuwendungsbescheid, welcher die erforderlichen baufachlichen und verwaltungsmäßigen Auflagen und Bedingungen enthalten. Erst nach Erteilung des Zuwendungsbescheides können Bauaufträge ausgelöst und beauftragt werden.
Beauftragung der baudurchführenden Ebene Die baudurchführende Ebene hat ein Beratungsgespräch mit dem Zuwendungsempfänger vor Überprüfung der Bauausführung zu führen und u.a. auf folgende Punkte hinzuweisen:
- Projektorganisation
- Beratung im Umgang mit dem Wettbewerbs- und dem Vergabewesen
- Vereinbarung von Vorlagetermine
- Bauzeitenplan
- Führung des Bauausgabebuches gegliedert nach DIN 276
- Führung des Verwendungsnachweises
- Ausführungsplanung einschließlich der technischen Ausrüstung und der Freianlagen
Der Zuwendungsempfänger teilt dem baudurchführenden Ebene den Baubeginn mit. Die Bauausführung wird stichprobenweise durch die baudurchführende Ebene überprüft und das Ergebnis wird aktenkundig festgehalten.
Mittelanforderung, Baurechnung, Zwischennachweise Der Zuwendungsempfänger fordert mittels Formblatt die notwendigen Mittel nach dem Baufortschritt an. Der Zuwendungsempfänger führt die geforderten Nachweise, ordnet und bezeichnet die Rechnungsbelege nach den zugehörigen Buchungen im Bauausgabebuch. Bei Zuwendungsmaßnahmen die über ein Haushaltsjahr hinausgehen, legt der Zuwendungsempfänger einen jährlichen Zwischennachweis vor, dieser wird vom Zuwendungsgeber verwaltungsmäßig geprüft.
Abweichungen Führen Abweichungen zu einer wesentlichen Änderung des Raumbedarfs / Raumprogramm oder einer wesentlichen Überschreitung der Baukosten, ist vom Zuwendungsempfänger vor der Ausführung die Zustimmung des Zuwendungsgeber einzuholen. Vom Zuwendungsempfänger ist hierzu ein begründeter Nachtrag bei der baudurchführenden Ebene zur baufachlichen Prüfung und Stellungnahme vorzulegen.
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Fertigstellung der Maßnahme Der Zuwendungsempfänger meldet dem Zuwendungsgeber und der baudurchführenden Ebene die Fertigstellung bzw. die Inbetriebnahme der Baumaßnahme sowie den voraussichtlichen Abschluss und Vorlagetermin des Verwendungsnachweises.
Aufstellung des Verwendungsnachweises Der Zuwendungsempfänger erbringt, unter Mitwirkung des Auftragnehmers, den Verwendungsnachweis ggü. der genannten bauausführenden Ebene. Der Zuwendungsempfänger erstellt in der Regel innerhalb von 6 Monaten den Verwendungsnachweis.
Baufachliche und verwaltungsmäßige Prüfung des Verwendungsnachweises, Erteilung des abschließenden Zuwendungsbescheides Die baudurchführende Ebene prüft anhand der Baurechnung den Verwendungsnachweis stichprobenweise. Die baudurchführende Ebene gibt zu der Bauabwicklung und zu den baufachlich festgestellten Kosten Stellungnahme ab. Aus baufachlicher Sicht nicht zuwendungsfähige Kostenanteile werden benannt und ggf. begründet. Die Bundesbauverwaltung leitet die von der baudurchführenden Ebene baufachlich geprüften Unterlagen an die mit der verwaltungsmäßigen Prüfung beauftragten Stelle weiter. Der Verwendungsnachweis wird verwaltungsmäßig von der im Zuwendungsbescheid festgelegten Stelle geprüft. Nach der verwaltungsmäßigen Prüfung des Verwendungsnachweises setzen der Zuwendungsgeber die Höhe der Zuwendung endgültig fest und erteilen einen abschließenden Zuwendungsbescheid.
2.2. ANFORDERUNGEN NACHHALTIGES BAUEN Der Leitfaden Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude des Bundesbauministeriums ist die Basis für ein ganzheitliches quantitatives Bewertungsverfahren von Gebäuden. Mit den Regelungen zur sinngemäßen Anwendung des Leitfadens sowie den eingeführten BNB-Systemvarianten und –Modulen, besteht die Möglichkeit vielfältigste Nachhaltigkeitsbeurteilungen vorzunehmen. Ziel des nachhaltigen Bauens ist der Schutz allgemeiner Güter, wie Umwelt, Ressourcen, Gesundheit, Kultur und Kapital. Aus diesen leiten sich die klassischen drei Dimensionen der Nachhaltigkeit - Ökologie, Ökonomie und soziokulturelle Aspekte - ab, an denen auch die Qualität eines Gebäudes gemessen werden muss. Darüber hinaus sind technische Qualitäten sowie die Prozessqualität zu betrachten, die als Querschnittsqualitäten Einfluss auf alle Teilaspekte der Nachhaltigkeit haben.
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Die in der Grafik benannten fünf Teilaspekte werden jeweils getrennt bewertet und mit festgelegter Gewichtung zu einer Gesamtnote verrechnet. Dies bietet die Möglichkeit, herausragende Qualitäten in einem oder mehreren Teilbereichen auch gesondert darzustellen. Die Standortmerkmale werden getrennt von den Objektqualitäten bewertet und als zusätzliche Information ausgewiesen, da sie durch Planung und Gebäude nur sehr eingeschränkt beeinflussbar sind.
Der Zielwert des Erfüllungsgrades ist innerhalb des Planungsteams in Abstimmung mit dem Bauherrn zu definieren und im BAP (Kapitel 2.1.2. Projektinformationen) zu definieren. Folgende notwendige Informationen sind modellbasiert zu ermitteln und dem Auftraggeber am Ende der LPH 3 + 8 zu übergeben.
- die aufsummierten Materialienmengen unabhängig von der Einbaulage basierend auf den Informationen des Gebäudemodells
- Auflistung Leistungspositionen mit Einordnung in die jeweilige Kostengruppe nach DIN 276: 2018-12 zur Bewertung der Life-Cycle-Costs Ö k Q o lo u g a is c lit ä h t e T
S e c h n is c h
Ö k o n o Q u a
P r o z e s s
t a n d o r t m e Q u a lit ä
m is c h e lit ä t
q u a lit ä t
e r k m a le t
Su on zd io k u lt u f u n k t io Q u a lit ä r ent lle a le
Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) Zuordnung der Erfüllungsgrade zu Gebäudenote und Zertifikat
Erfüllungsgrad Note Zertifikat
100% 1,0 95%
90% 1 ,5 80%
75%
70% 2,0 65%
60%
55% 3,0 50%
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2.3. INTEGRATION VON MODELLDATEN IN DAS CAFM DES AUFTRAGGEBERS
Als CAFM Software wird beim Auftraggeber „Wave“ des Unternehmens Loy+Hutz verwendet. Ziel der modellbasierten Planung ist ein frühzeitiger Abgleich zukünftiger Betriebskosten um Entscheidungsprozesse seitens des Auftraggebers zu verifizieren. Aus diesem Grund werden die Modelle an die CAFM-Software übergeben und die Daten über gleichbleibende GUIDs aktualisiert. Die Übergabe erfolgt in den im AIA / BAP definierten Zeitintervallen.
Für das sogenannte Mapping werden die gesamten „Modelldaten“ ausgelesen, danach kann zu jedem Attribut jeder IFC-Klasse jeder Software ein Wave-Datenfeld zugeordnet werden. Hierfür wurden feste CAFM Daten-Tabellen und Auswertungen seitens HZDR angelegt. Gemäß Modellierungsrichtlinie sind entsprechende CAFM-relevante Inhalte zu den einzelnen Elementen benannt. Zur optimierten Kompatibilität und einer sinnhaften Weiterverarbeitung des spezifischen Projektwissens sind zur Erstellung und Auslagerung der einzelnen Modelle die Grundsätze der Datenliefervorschrift (Datenformate und Bezeichnungen) zwingend einzuhalten. Innerhalb Anwendungsfall BIM2Field ist somit die modellbasierte Werkplanung bzw. Werk- und Montageplanung einschließlich Fortführung zum As-Built-Modell als auch das Revisionsmodell gemäß HZDR-Standard zwingend erforderlich.
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2.4. SOFTWARELANDSCHAFT
Die folgende Grafik gibt einen Überblick über die grundlegenden Datenaustauschprozesse. Seitens Auftraggeber wird dabei der Projektraum "ownCloud" für das Projektteam bereitgestellt, sowie die Nutzung der Kollaborationsplattform "Revizto" vorgegeben.
2.5. PROJEKTRAUM
Der Auftragnehmer verpflichtet sich, für das Projekt erstellte (digitale) Planungsergebnisse und digitale Modelle über die Projektplattform zu übermitteln und dabei die vereinbarten Austauschformate, Freigabeabläufe und Namenskonventionen zu berücksichtigen. Fachmodelle und sonstige Planungsunterlagen der an der Planung fachlich Beteiligten wird der BIM-Gesamtkoordinator ebenfalls über die Projektplattform abrufen und koordinieren. Der Auftragnehmer und die weiteren an der Planung fachlich Beteiligten haben wechselseitig keine Ansprüche darauf, Planungsergebnisse in Form von Papierausdrucken zur Verfügung gestellt zu bekommen. Innerhalb der Leistungsphase 8 haben alle ausführenden Gewerke mit BIM-Anforderung Anspruch auf max. 1-fache Planausfertigung, sowie ausführende Gewerke ohne BIM-Anforderung erhalten weiterhin max. die 3-fache Planausfertigung, seitens Fachplanung.
Als Plattform wird ein Projektraum innerhalb der ownCloud-Anwendung zur Verfügung gestellt.
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2.5.1. DATEIBAUMSTRUKTUR
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2.5.2. DATEIBENENNUNG
Auftragnehmer sind an die Namenskonventionen, zur Ablage von Dokumenten innerhalb des Projektraums gebunden. Die Dateibezeichnung von Modellen und Plänen wird innerhalb der Modellierungsrichtlinie separat definiert.
Übersicht Namenskonventionen: AAAA_JJJJ-MM-TT__VVV_PPPP_DDD_EEE.xxx
AAAA: vierstelliges Kürzel des Absenders/ Erstellers JJJJ-MM-TT: „internationales Datumsformat“ VVV: Versionierung bei Bedarf z.B. V01 (siehe Kapitel 2.5.3) PPPP: vierstellige Projektnummer (Gebäudenummer oder Projektname) DDD: zusätzliche 1 bis 3 stelliges Projektkürzel (Option) EEE: Kurzerläuterung Inhalt xxx vorgegebene Programmextension, z.B. .doc, .xls, .msg, .pdf
Beispiel: FKTM_2020-02-02_V01_G260_Raumbuch.xls FKTM_2020-02-02_V01_G620_BS_Brandschutzgutachten.pdf
2.5.3. VERSIONIERUNG
Grundlegend gilt das Dokumentendatum als Ausweisung des aktuellen Dokuments und somit zu Versionierung. Falls am gleichen Datum diferenzierte Versionen des Dokumentes abgelegt werden, sind diese entsprechend in der Dateibenennung um die oben aufgeführte Codierung "VVV" zu erweitern. Die entsprechende Version von Projektdateien ist dann nummerisch fortzuführen.
2.5.4. BENACHRICHTIGUNG
Die Benachichtigung von Projektteilnehmern erfolgt mittels E-Mail-Verteiler, welcher in der Projektstartphase festzulegen ist.
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- BIM-ZIELE UND BIM-ANWENDUNGSFÄLLE
3.1. DEFINITION DER BIM-ZIELE
Die vom Auftraggeber benannten Ziele zum Einsatz von Building Information Modeling sind die Grundlage für die Definition und Auswahl der BIM-Anwendungsfälle im Projekt. Grundsätzlich erwartet der AG vom Einsatz der BIM-Methode eine effizientere Vertragserfüllung gemäß §650a BGB. Weiter wird von einer transparenteren Kosten- und Terminsicherheit sowie von einer zielgerichteten und anforderungsgerechten Datengrundlage für die anschließende Betriebsphase (Facility Management) ausgegangen.
Im Projektverlauf werden diese Ziele regelmäßig überprüft und an die sich weiterentwickelnden Methoden, Softwareprodukte und Schnittstellen entsprechend angepasst. Diese Anpassungen werden regelmäßig im BIM-Projektabwicklungsplan (BAP) erfasst und ergänzt. Die folgende Tabelle 1 zeigt die grundsätzlichen Ziele zur Anwendung der BIM-Methode im Projekt:
| BIM Zielstellungen | ||
|---|---|---|
| ID | Ziel | Anwendungsfall |
| 1 | Strukturierte und effiziente Projektbearbeitung | Fortschreibung des BAP |
| 2 | Einheitliche Projektgrundlage | Bestandserfassung |
| 3 | Einheitlicher Planstand | Modellierung der Planungsgrundlage |
| 4 | Einheitliche Kommunikation und Vernetzung der Projektbeteiligten | Projekterarbeitung im zur Verfügung gestelltem Projektraum und innerhalb der vorgegebenen Kollaborationsplattform |
| 5 | Unterstützung der Kommunikation aller Projektbeteiligten anhand von 3D Modellen ab LPH 2 | Visualisierung der Planung für Planungs- und Baubesprechungen |
| 6 | Widerspruchsfreiheit der planerischen Darstellung zwischen Modellen, Plänen und Dokumenten | Dokumentation der Planung sowie Ableitung der Pläne aus den BIM-Fachmodellen |
| 7 | Erstellen von prüfrelevanten Plänen aus dem digitalen Fachmodell Objektplanung | Abgleich der Parameter mit Gutachten / Prüfberichten und BIM-Fachmodellen |
| 8 | Koordination und Kollisionsprüfung anhand der Fachmodelle | Zusammenführen der Fachmodelle zum Koordinationsmodell zur Kollisionsprüfung |
| 9 | Modellintegrierte Brandschutzkonzeption | Modellbasiertes Brandschutzkonzept im Fachmodell Architektur integriert |
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| 10 | Höhere Kostensicherheit durch Plausibilisierung der Mengen aus dem Modell | Modellbasierte Kostenermittlung |
|---|---|---|
| 11 | Frühzeitiges Erkennen und Minimieren von Projektrisiken | Modellbasierte Terminplanung |
| 12 | BIM2Field (LPH 6, 7 + 8) | Modellbasierte Vergabe und Bauüberwachung |
| 13 | Vollständige Objektdokumentation | Objektdokumentation im As-Built Modell = IST-Zustand und Revisionsmodell |
| 14 | Übernahme der ganzheitlichen Modelldaten in das CAFM | Informationsanreicherung der Attributsdaten gemäß Liefervorschrift |
| 15 | Anwendung des Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) | Abgleich der Parameter aus den Zielfestlegungen für BNB-Anwendung |
| 16 | Modellintegrierter Wärmeschutz | Modellbasierter Wärmeschutznachweis auf Basis des Fachmodells Architektur |
Erklärung der Legende:
- "erforderlich": Diese BIM-Zielstellung soll mit der BIM-Methode durch den AN realisiert werden.
- "nicht erforderlich": Diese BIM-Zielstellung wird zwischen AG und AN nicht vereinbart.
- "nicht gefordert, optional durch AN möglich": Diese BIM-Zielstellung kann durch den AN mittels der BIM-Methode angewendet werden, jedoch sehen wir darin keine besondere Leistung Text erforderlich Text nicht erforderlich Text nicht gefordert, optional durch AN möglich
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3.2. ABLEITUNG DER BIM-ANWENDUNGSFÄLLE
Nachfolgend werden die verschiedenen Anwendungsfälle beschrieben, die in den einzelnen Leis tungsphasen umgesetzt werden. Die BIM-Anwendungsfälle beschreiben die Umsetzung der BIM Methode in den Projekten, um die aufgezeigten Ziele zu erreichen. Durch die Anwendungsfälle entste hen Anforderungen an die Auftragnehmer, die für die Projektabwicklung zu berücksichtigen sind. Aus den Anforderungen ergeben sich die Lieferleistungen der Beteiligten.
Zum Erreichen der in Tabelle 1 festgelegten Ziele wurden durch den Auftraggeber die in Tabelle 2 formulierten BIM-Anwendungsfälle definiert, die im Projektverlauf umzusetzen sind.
| BIM-Anwendungsfälle | ||
|---|---|---|
| ID | Anwendungsfall | Beschreibung |
| 1 | Fortschreibung des BAP | |
| 1.1 | Erstbefüllung BAP | In Stufe 2 zum Planungsstart wird die AG-Vorlage zum BAP, mit geforderten Informationen zu grundsätzlichen Themen der BIM-Umsetzung und Terminketten befüllt. (Verantwortlichkeiten siehe Kapitel 1.2) |
| 1.2 | Fortschreibung BAP | Innerhalb des Planungsprozesses wird der BAP mit allen Projektbeteiligten fortgeschrieben und monatlich aktualisiert dem AG zur Freigabe zur Verfügung gestellt. |
| 2 | Bestandserfassung | |
| 2.1 | Bestandserfassung Modellierung erfolgt gewerkeweise. | Visualisierung des Bestandes anhand der BIM-Modelle bzw. des Koordinationsmodells in einem BIM-Viewer zur Abstimmung des Planungsstarts aller Projektbeteiligten mit dem Auftraggeber. |
| 3 | Modellierung der Planungsgrundlage | |
| 3.1 | Modellierung erfolgt fachplaner- bezogen | Die Vorgaben des AG zur Modellierung in Bezug auf Inhalte und eine abgestimmte Modellstruktur sind weiterführend im Planungsteam innerhalb des BAP zu untersetzen und zwingend ab LPH2 umzusetzen. |
| 4 | Projekterarbeitung im zur Verfügung gestelltem Projektraum und innerhalb der vorgegebenen Kollaborationsplattform | |
| 4.1 | AG stellt Projektraum mit Nutzungsvorgaben zur Verfügung. | Zur Wissenssammlung und einheitlichen Kommunikation wird ein vorstrukturierter Projektraum zur Verfügung gestellt, welcher entsprechender Nutzungsvorgaben von allen Projektbeteiligten zu füllen ist. |
| 4.2 | Mitarbeit Kollaborationsplattform | Seitens Auftraggeber wird die Kollaborationsplattform "Revizto" vorgegeben. Die Interaktion der Projektverantwortlichen des Auftragnehmers mit dem gesamten Projektteam ist entsprechend auftragnehmerseitig sicherzustellen. |
| 5 | Visualisierung der Planung für Planungs- und Baubesprechungen |
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| BIM-Anwendungsfälle | ||
|---|---|---|
| ID | Anwendungsfall | Beschreibung |
| 5.1 | Visualisierung der Planung zur Entscheidungsfindung mit dem AG | Visualisierung der Planung anhand der BIM-Modelle bzw. des Koordinationsmodells in einem BIM-Viewer zur Abstimmung der Planung aller Projektbeteiligten mit dem Auftraggeber sowie zur besseren Veranschaulichung von Planungsentscheidungen. |
| 6 | Dokumentation der Planung sowie Ableitung der Pläne aus den BIM-Fachmodellen | |
| 6.1 | Planableitung ab LPH 2 | Aktuelle Ableitung der 2D Pläne aus den in der BIM- Planungssoftware erstellten BIM-Modellen zur Gewährleistung einer widerspruchsfreien Planungsdokumentation. |
| 6.2 | Dokumentenableitung | Aktuelle Ableitung der Dokumente und Listen aus den in der BIM-Planungssoftware erstellten BIM-Modellen zur Gewährleistung einer widerspruchsfreien Planungsdokumentation. |
| 7 | Abgleich der Parameter mit Gutachten / Prüfberichten und BIM-Fachmodellen | |
| 7.1 | Brandschutz | Aktuelle Ableitung der Dokumente zur Gewährleistung einer widerspruchsfreien Planungsdokumentation der BIM- Modelle |
| 7.2 | Tragwerksplanung | Aktuelle Ableitung der Dokumente zur Gewährleistung einer widerspruchsfreien Planungsdokumentation der BIM- Modelle |
| 7.3 | Strahlenschutz | Aktuelle Ableitung der Dokumente zur Gewährleistung einer widerspruchsfreien Planungsdokumentation der BIM- Modelle |
| 8 | Zusammenführen der Fachmodelle zum Koordinationsmodell zur Kollisionsprüfung | |
| 8.1 | Koordination | Regelmäßiges Zusammenführen aller BIM-Fachmodelle zu einem Koordinationsmodell zur Koordinierung der Projektbeteiligten entsprechend der Verantwortlichkeiten. |
| 8.2 | Kollisionsprüfung | Nutzung des Koordinationsmodells für eine leistungsphasenadäquate Kollisionsprüfung mit Dokumentation als Teil der Koordination der Planung. |
| 8.3 | Archivierung der Koordinationsmodelle | Regelmäßige Versionierung und Archivierung des zur Prüfung und Änderung genutzten Koordinations- modells. |
| 9 | Modellintegrierte Brandschutzkonzeption | |
| 9.1 | Integration | Das modellbasierte Brandschutzkonzept wird durch das Schittstellengewerk Brandschutz im nativen Architekturmodell integriert. Die Abstimmung des Fachplaners Brandschutz mit Fachpaners Architektur kann entsprechend der HZDR BIM-Prozessdatenbank erfolgen. |
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| BIM-Anwendungsfälle | ||
|---|---|---|
| ID | Anwendungsfall | Beschreibung |
| 10 | Modellbasierte Kostenermittlung | |
| 10.1 | Erstellung der Flächen- und Rauminhalte für die Kostenschätzung | Ableitung von Flächen- und Rauminhalten aus den in der BIM-Planungssoftware erstellten BIM-Modellen zur Kostenschätzung |
| 10.2 | Erstellung von Mengenauszügen und Stücklisten für die Kostenberechnung | Attributierung der geplanten Modellelemente der BIM- Modelle mit Kostengruppenzuordnung, Ableitung und Auswertung der Bauteillisten und Mengen in einer BIM- Software zur Plausibilisierung der Mengen bei der Kostenberechnung. |
| 11 | Modellbasierte Terminplanung | |
| 11.1 | Erstellung der Modellebauteile und Zonen mit Einteilung zur Visualisierung terminrelevanter Zusammenhänge. | Ziel ist ein abgestimmter Bauzeitenplan zur frühzeitigen Definition von gewerkeübergreifenden Abhängigkeiten. |
| 12 | Modellbasierte Vergabe und Bauüberwachung | |
| 12.1 | BIM Prozesse innerhalb der Vergabe | Innerhalb des Vergabeprozesses werden Vergabeeinheiten mit BIM-Anforderungen zusammen mit dem AG festgelegt. Die Vergabe erfolgt dann im 2- stufigen Prozess (Beschränkte Ausschreibung mit Teilnahmewettbewerb). Der Teilnahmewettbewerb wird um eine BIM-Eignungsprüfung unter Anwendung der AG- spezifischen Bewertungsmatrix durchgeführt. Die Erstellung von Leistungsverzeichnissen wird zudem um BIM-spezifische Inhalte erweitert. |
| 12.2 | BIM Prozesse innerhalb der Bauausführung | Die Abstimmung und Qualitätskontrolle wird innerhalb der Bauausführung mittels modellbasierten Bauberatungen und Interaktion auf der AG-spezifischen Kollaborationsplattform durchgeführt. Die Überwachung der Erstellung einer modellbasierten Werkplanung bzw. Werk- und Montageplanung sowie die Weiterführung zum As-Built-Modell und Revisionsmodell ist für Vergabeeinheiten mit BIM- Anforderung zwingend vorgegeben. Weitere Anwendungsfälle zur effizienten Durchführung der Bauüberwachung sind von Auftragnehmer individuell mit dem Ausführenden zu vereinbaren. |
| 13 | Objektdokumentation im As-Built Modell = IST-Zustand und Revisionsmodell |
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| BIM-Anwendungsfälle | ||
|---|---|---|
| ID | Anwendungsfall | Beschreibung |
| 13.1 | Objektdokumentation | Zur Objektdokumentation ist das As-Planed-Modell über die Werkplanung bzw. Werk- und Montageplanung hin zum As-Built-Modell fortzuführen. Innerhalb der Ausführung dient das Werkplanungsmodell bzw. As-Built- Modell oft als Grundlage zur Vorfertigung, wodurch der LOD zu hoch vorliegt, zur analogen Nutzung als Revisionsmodell und Übergabe an das CAFM. Folglich ist das Revisionsmodell separat zu führen, damit der LOD-Standard als auch die Datenübergabeformate entsprechend HZDR-Standard eingehalten werden. |
| 14 | Informationsanreicherung der Attributsdaten gemäß Liefervorschrift | |
| 14.1 | Attributsdatensätze | Seitens HZDR wird eine digitale Modellierungsrichtlinie (basierend auf BIMQ von AEC3) zur Verfügung gestellt, wodurch dem Planungsteam für marktführende CAD- Anwendungen Vorlaufdateien zur Integration der LOI- Anforderungen zur Verfügung gestellt werden können. Unabhängig davon sind innerhalb der Modellierungsrichtlinie leistungsphasenbezogene Vorgaben zu Attributen, Attributsinhalten und PSET- Konventionen verankert, welche innerhalb von Planung und Ausführung sicher gestellt werden müssen. |
| 14.2 | interdisziplinäre Attributsbefüllung (z.B. Raumattribute) | Weiter exisitieren Bauteile bzw. Objekte, welche interdisziplinäre attribuiert werden müssen. Eine fachgewerkeübergreifende Zusammenarbeit (z.B. der Raumattribute) ist zwingend erforderlich. Als Grundlage dient hierbei der Anwendungsfall Schnittstellengewerke der BIM-Prozessdatenbank. |
| 15 | Abgleich der Parameter aus den Zielfestlegungen für BNB-Anwendung | |
| 15.1 | Erfüllung der Zielfestlegung | gemäß Zielvereinbarung BNB (siehe Kapitel 2.2) |
| 16 | Modellbasierter Wärmeschutznachweis auf Basis des Fachmodells Architektur | |
| 16.1 | Integration | Der modellbasierten Ergebnisse des Wärmeschutznachweises werden durch das Schittstellengewerk Wärmeschutz im nativen Architekturmodell integriert. Die Abstimmung des Fachplaners Wärmeschutz mit Fachpaners Architektur kann entsprechend der HZDR BIM-Prozessdatenbank erfolgen. |
| 16.2 | Übergabe Berechnungsergebnisse an TGA-Fachplanung | Die modellbasierten Bauteildaten der Berechnungssoftware (z.B. Solarcomputer) werden der TGA-Fachplanung nativ und als Ergebnisbericht zur Verfügung gestellt. |
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- BIM ROLLEN UND VERANTWORTLICHKEITEN
Die BIM-Rollen können folgendermaßen strukturiert werden:
Auftraggeber HZDR Projektverantwortlicher BIM Manager Herr Lange BIM-Qualitätsüberwacher Frau Brückner
BIM-CAD-Koordinator Frau Brückner
BIM-IT-Koordinator Frau Kuhn
BIM-Gesamtkoordinator Gebäude und Innenräume
BIM- BIM- BIM- Fachkoordinator Fachkoordinator Fachkoordinator
BIM BIM BIM Konstrukteur Konstrukteur Konstrukteur
4.1. BESCHREIBUNG DER ROLLENBILDER
BIM-Manager
Der BIM-Manager ist Organ des AG und steuert in dieser Funktion u.a. übergeordnet das Daten- und Informationsmanagement. Er vertritt die Umsetzung der entwickelten Strategie, sowie die Ziele des AIA und Anforderungen an die BIM Prozessabwicklung und ist Ansprechpartner auf AG-Seite für den BIM-Prozess. Er führt den kontinuierlichen Abstimmungsprozess im Hinblick auf die Umsetzung des Gesamtmodells konform zu den Zielvorgaben und Anforderungen des Projektes. Der BIM-Manager trägt keine Verantwortung für die fachliche Qualität der Planung. Ihm obliegen die Strategie und die organisatorische Steuerung der Daten. Zur Wahrnehmung dieser Aufgaben hat er insbesondere folgende Rechte:
- führt nach Plausibilitätsgesichtspunkten Qualitätsprüfungen der BIM- Projektabwicklung durch und definiert die BIM-Projektziele und Prämissen
- geht Hinweisen auf eine nicht sach- und fachgerechte BIM-Projektabwicklung oder drohende Zielabweichungen nach Prüfung und Kontrolle aller Prozessschritte und Projekt- und Arbeitsergebnisse. Er erhält dafür uneingeschränkte Einsicht in alle Projektunterlagen, kann sich über den Stand des Projektes detailliert informieren lassen und erhält die Möglichkeit, an allen Besprechungen nach eigenem Ermessen teilzunehmen. Dazu wird er über alle Besprechungstermine rechtzeitig informiert.
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- bestätigt die Übereinstimmung der Planung mit den Vorgaben der Aufgabenstellung und dem Projektziel
Der BIM-Manager trägt folgende Verantwortung entsprechend der jeweiligen Aufgabenbereiche:
- Verantwortlich für die Steuerung der BIM- Anwendungen im Projekt sowie die Festlegungen der BIM-bezogenen Rechte und Pflichten der Projektteilnehmer
- gemeinsame Datenablage, Kollaborationsplattform
- Vorgabe von Anforderungen an die gemeinsame Kollaborationsplattform
- Sicherstellung der erforderlichen Ressourcen zur Implementierung der Kollaborationsplattform
- administriert und verwaltet die „Öffentliche“ und die „Archiv“ Umgebung der Kollaborationsplattform, sofern ein solcher Standard eingeführt wurde
- Datensicherheit
- Erstellung der Vorgaben zur Datensicherheit, Datenkonsistenz und Datenverteilung
- Mitwirken, Fortschreiben und Freigabe des BIM-Projektabwicklungsplans (BAP)
- Überprüfung der Einhaltung des AIA, sowie des BIM-Projektabwicklungsplans (BAP) der Koordinationsprozesse und Workflows sowie vereinbarter Standards und Richtlinien des AG
- Ansprechpartner für projektspezifische BIM-Themen
- Freigabe IT-Konzept, insbesondere bei Änderungen während des Projektverlaufs
- Organisation des Kollaborations-, Koordinierungs- und Qualitätssicherungsprozesses
BIM-Gesamtkoordinator
Der AN trägt die Verantwortung für die Qualität der Planung hinsichtlich der Umsetzung der Anforderungen aus dem BIM-Prozess. Der BIM-Gesamtkoordinator führt den Kombinationsprozess der Einzelmodelle der jeweiligen Fachdisziplinen durch, steuert operativ die konkreten Planungsleistungen und stellt mit Qualität- und Kollisionschecks die gewünschte Qualität und Funktionalität des Modells sicher. Der BIM- Gesamtkoordinator stellt die Übereinstimmung zu den BIM-Anforderungen sicher und verantwortet die Implementierung und Einhaltung der Prozesse der jeweiligen Fachdisziplinen.
Zusätzlich kommt zur Sicherstellung der Qualität der produzierten Daten und zur Koordination der digitalen Modelldaten ein Aufgabenfeld hinzu, das durch einen BIM-Koordinator erfüllt wird. Aufgaben und Verantwortlichkeiten sind wie folgt definiert:
- wirkt bei der Fortschreibung des projektspezifischen BIM-Abwicklungsplans in Abstimmung mit dem AG und den anderen Projektbeteiligten mit
- Verantwortet die Koordination / Integration aller Fach- und Teilmodelle in einem Gesamtmodell
- Verantwortet die Kollisionsprüfung und Umsetzbarkeit aller Fach- und Teilmodelle in technischer jedoch nicht in inhaltlicher Form
- Übernimmt die kontinuierliche Qualitätssicherung der zu übergebenden Daten Auftraggeber- Informations-Anforderung
- Administriert die „Arbeit im Modell“ Umgebung der Kollaborationsplattform für alle Gewerke, sofern ein solcher Standard eingeführt wurde
- Administriert und verwaltet die „Teilen“ Umgebung der Kollaborationsplattform für den AG, sofern ein solcher Standard eingeführt wurde
- arbeitet mit den Projektbeteiligten, insbesondere mit dem BIM-Manager konstruktiv und offen zusammen
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- steuert die BIM-Projektabwicklung bei stetigem Soll-Ist-Abgleich mit den vereinbarten Zielvorgaben
- stellt die mit dem BIM-Manager abgestimmten Qualitäts- und Qualifikationsanforderungen sicher
- steht dem BIM-Manager für projektbezogene Auskünfte zur Verfügung und gibt Ihm uneingeschränkt Einblick in alle Projektunterlagen.
BIM-Fachkoordinator
Der AN trägt die Verantwortung für die Qualität der Fachplanung hinsichtlich der Umsetzung der Anforderungen aus dem BIM-Prozess. Aufgaben und Verantwortlichkeiten sind wie folgt definiert:
-
wirkt bei der Fortschreibung des projektspezifischen BIM-Abwicklungsplans in Abstimmung mit dem AG und den anderen Projektbeteiligten mit
-
Ansprechpartner der Projektleitung und des BIM-Managers in allen BIM betreffenden Fragen
-
Sicherstellung der Umsetzung der vereinbarten BIM-Anwendungsfälle für die eigene Planung
-
Bereitstellung der BIM-Fachmodelle gemäß dem vereinbarten Lieferplan
-
Kontrolle, Übergabe und Freigabe der eigenen kollisionsfreien bzw. kollisionsarmen BIM- Fachmodelle an den BIM-Gesamtkoordinator für die BIM-basierte Koordination
-
Sicherstellung und Prüfung der eigenen BIM-Fachmodelle gemäß der LOD Festlegungen und Anwendung der Modellierungsrichtlinien
-
bei Verantwortung über mehrere BIM-Fachmodelle zusätzliche Prüfung der Koordination zwischen diesen Modellen vor Übergabe an den BIM-Gesamtkoordinator
-
Sicherstellung, dass ausschließlich relevante Informationen für den Koordinationsprozess
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4.2. ABGRENZUNG DER FACHDISZIPLINEN
Objektplanung
- Im BIM-Prozess übernimmt, wenn in oben angeführter Abbildung nicht anders definiert, der Objektplaner die Rollen des BIM-Gesamtkoordinators, des BIM-Fachkoordinators und des BIM- Konstrukteurs.
- In der Rolle des BIM-Gesamtkoordinators verantwortet der Objektplaner die gewerke- übergreifende Gesamtkoordination der BIM-Fachmodelle aller Planungsbeteiligten inklusive der Kollisionsprüfung sowie die termingerechte Übergabe der koordinierten Fach- und Koordinationsmodelle und weiterer BIM-Ergebnisse an den Auftraggeber.
- In der Rolle des BIM-Koordinators verantwortet der Objektplaner die Koordination und die termingerechte Bereitstellung seiner BIM-Fachmodelle.
- In der Rolle des BIM-Konstrukteurs erstellt der Objektplaner sein fachspezifisches Bauwerksmodell als BIM-Fachmodell Objektplanung zur Dokumentation seiner planerischen Arbeitsergebnisse unter Einhaltung der Modellierungsregeln und des geforderten Detaillierungsgrads.
Fachplanung
- Im BIM-Prozess übernimmt der jeweilige Fachplaner die Rollen des BIM-Fachkoordinators und BIM-Konstrukteurs.
- In der Rolle des BIM-Fachkoordinators verantwortet der jeweilige Fachplaner die Koordination und die termingerechte Bereitstellung seiner BIM-Fachmodelle.
- In der Rolle des BIM-Konstrukteurs erstellt der jeweilige Fachplaner sein fachspezifisches Bauwerksmodell als BIM-Fachmodell zur Dokumentation seiner planerischen Arbeitsergebnisse unter Einhaltung der Modellierungsregeln und des geforderten Detaillierungsgrads.
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- MODELLBASIERTES ARBEITEN, BIM-MODELLSTRUKTUR UND INHALTE
5.1. BIM-FACHMODELLE
Jede an der Planung beteiligte Fachdisziplin erstellt ein eigenes BIM-Fachmodell in der im BAP abgestimmten Planungssoftware. Koordinationsmodelle werden periodisch für alle Gewerke separat aus den jeweiligen BIM-Fachmodellen zusammengefasst. Die BIM-Fachmodelle werden im Projektverlauf in Teilmodelle, z.B. gemäß der einzelnen Gebäude und Gebäudeabschnitte, untergliedert. Diese Festlegung wird im BAP innerhalb des Planungsteams vereinbart.
5.2. DETAILLIERUNGSGRADE UND INFORMATIONSTIEFEN
Die Bestandteile der Fachmodelle, die sog. Modellelemente, haben während des Planungsprozesses unterschiedliche Detaillierungsgrade, ähnlich den Maßstäben in den verschiedenen Leistungsphasen der HOAI. Diese Detaillierungsgrade werden nach dem englischsprachigen Original mit „Level of Detail“ bzw. „Level of Development“ (LOD) sowie gemäß DIN EN 17412-1 LOIN "Level of Information Need" bezeichnet.
| Detail | Beschreibung des Detaillierungsgrades |
|---|---|
| LOD 100 | Grafische, sehr schematische und skizzenhafte Darstellung zur Definition des Allg. Projektes und zur Erstellung von Machbarkeitsstudien |
| Space Management - Visualisieren, Erkennen und Bewerten von Bereichen bzw. Flächen, Räumen, Raumgruppen (zum Beispiel Nutzungs- und Ziel Funktionsbereiche), Auswerten von Energieabschätzungen, Gewinn‐Verlust oder Verschattungsberechnungen und standortbezogene Simulationen; Maßgebende Öffnungen für Gewerke definieren | |
| LOD 200 | Präzisere grafische Darstellung der Objekte, die auch Basisparameter wie Allg. Oberflächen, Fläche, Volumen und Abmessungen zur Ableitung von Kennwerten enthalten |
| Erste Bemessung wesentlicher Baugruppen zur Kostenerstellung und Ziel Koordination der Hauptgewerke | |
| LOD 300 | Detaillierte Darstellung und Informationsanreicherung zur Koordination, Allg. Vergabe und Ableitung von gewerkeübergreifenden Kennwerten |
| Grundlage für Genehmigungsverfahren, Basis für haustechnische Ziel Berechnungen und Simulationen sowie für die Ausschreibung, Kollisions- prüfungen, Mengenermittlungen und mögliche Zertifizierung durch Dritte. | |
| LOD 400 | Allg. Präzise Darstellung und abgeschlossene Informationsanreicherung |
| parametrische Informationen und einzelne detaillierte Bauteile sind Basis für Werk- und Montageplanung, Fertigungsprozesse und Ableitung von Ziel Kennwerten. Weiter sind Bauabläufe und modellbasierte Fortschrittskontrolle ableitbar. | |
| LOD 500 | Modell "As Built" berücksichtigt Modifikationen, welche während der Allg. Erstellung des Bauwerkes entstanden sind |
| Ziel Integration in CAFM |
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Da die Modellelemente bei einer BIM-basierten Planung nicht nur geometrisch beschrieben werden, sondern vor allem auch mit den notwendigen Bauteileigenschaften, wird der bisher übliche übergeordnete Fertigstellungsgrad LOIN / LOD in den geometrischen Detaillierungsgrad „Level of Geometry“ (LOG) und die alphanumerische Informationstiefe „Level of Information“ (LOI) unterteilt. Der Detaillierungsgrad bildet somit in der Zusammenfassung das Level der geometrischen Darstellung (LOG) und der Informationstiefe (LOI) ab.
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| Architektur | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Tiefe | 100 | 200 | 300 | 400 | 500 |
| LOG | Grobe Tragstruktur Bauteile in Grundformen als homogener Volumenkörper modelliert, keine Unterteilung in Schicht und Material, Öffnungen für Türen und Fenster vorhanden, Gliederung in Etagen und Rumen inkl. Raumvolumina; Festlegung Achsraster | Gebäude in Baugruppen mit eindeutiger Bezeichnung und definierter Geometrie, vorgesehener Verortung, Form und Orientierung, Schichtenaufbau ist vorhanden, wesentliches Mobiliar und Ausrüstungs- gegenstände sind vorhanden | Gebäude und Bauteile mit exakten Abmessungen und Materialisierung, Detaillierung, Schichtenaufbau, wesentliche projektspezifische Gebäudeum- gebungselemente werden modelliert | endgültige Geometrie von Gebäude und Bauteilen mit tatsächlichen Platzbedarf und Verortung | Aktualisierung gemäß bebauter Geometrie |
| LOI | Anlage Gebäudegrund- information, Angaben zu Raum (Nummerierung und Nutzung), Angabe der Bauteil- bezeichnung | Detaillierung der Rauminformationen mit gewerke- übergreifenden Informationen, Festlegung Wandtypen und Materialen, Wandinformationen tragend / nicht tragend, innen/außen und Brandschutzanfor- derung vorhanden | Erweiterung der Rauminformationen zur Bewertung von Funktionalität und Gebrauchs- tauglichkeit, Integration bauphysikalischer Eigenschaften, Informationen und Abmessungen von Einbauten, Mobiliar, Aufzug, etc. | Komplettierung Raum- und Bauteil- informationen gemäß Modellierungsricht- linie Anlage E, Fabrikate gemäß Angebotsauswer- tung der Ausschreibung werden integriert | Aktualisierung gemäß gebauter Fabrikate |
| Ausla- gerungs- modelle | Raummodell (Darstellung Raumprogramm anhand der Volumenkörper), Roh- / Ausbaumodell, Fassaden- / Umgebungsmodell | ||||
| Beispiel- grafik |
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| Tragwerksplanung | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Tiefe | 100 | 200 | 300 | 400 | 500 |
| LOG | Konzept Wand- und Aussteifungs- elemente; Skizzenhafte Darstellung größerer Wand- und Deckenöffnungen; Schematische Darstellung Baugrube / Böschung; Abschätzung Stärken wesentlicher Bauteile | Wandtypen, Stützen und Decken- elemente als 3D Bauteile; Darstellung von Sperrzonen und erhöhte Armierungs- bereiche; Grobe Darstellung Übergänge, Bauteilanschlüsse und Aussparungs- einlagen; Aussparungen der Gewerke sind vordimensioniert und statisch berücksichtigt (insb. Aufzüge, Treppen) | Detaillierte Darstellung Wand-, Decken- und Tragwerkselemente inkl. Übergängen und Anschlüssen | Einlagen und Aussparrungen Gebäudetechnik sind im Modell in Größe und Lage koordiniert; Vorfabrikations- elemente (z.B. Treppen) sind für die Ausführung freigegeben und im Modell getreu dargestellt; Schalungs- einteilung, Bindlöcher- positionen, Sichtkanten | Aktualisierung gemäß gebauter Geometrie |
| LOI | Vorinformation tragend / nicht tragender Wände | Hinterlegung statischer Wandinformtionen und vorgesehenem Material; Richtwert Nutzlast- anforderung; Dimensionierung Träger | Festlegung Materialeigen- schaften und -oberflächen, Definition der Anschlussarten; Ausweisung Brandschutz-, Schallschutzwerte und Nutzlasten | Oberflächen- behandlung der Bauteile | Aktualisierung gemäß gebauter Fabrikate |
| Modell- schwer- punkte | Wandelemente, Stützen- / Deckenelemente, Stahl- oder Holzbau | ||||
| Beispiel- grafik |
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| Technische Ausrüstung | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Tiefe | 100 | 200 | 300 | 400 | 500 |
| LOG | Skizzenhafte Darstellung Trassenführung, Technikflächen, Installationen und Rohrleitungen; Aussage zu lichten Raumhöhen; Strukturierung und Koordination der Gewerke als Gesamtpaket; Ausrüstungs- gegenstände und Bedienzonen werden abgeschätzt und 2D-gezeichnet; Definition großer Einbring- und Revisionsöffnungen | Darstellung der Trassen und Baugruppen als Volumenkörper; Festlegung und Vordimensionierung Steigzonen und Trassen, Hauptleitungen; Definition der Einbringung | Leitungen (Ausnahme Gewerk Elektro) und Bauteile sind präzise zu modellieren, Festlegung von Wartungs- und Revisionsflächen als Volumenkörper; Einbring- und Revisionsöffnungen sind maßlich definiert; Darstellung von Dämmung, Isolierung und brandschutz- relevanten Systemen; Dimensionierung von Aussparungen | Sämtliche Leitungen und Bauteile mit ihren Montage- und Befestigungs- anschlüssen | Aktualisierung gemäß gebauter Geometrie |
| LOI | Angabe der Bauteil- bezeichnung und -art | Zuarbeit haustechnischer Rauminformationen an Architekt; Erweiterung Bauteil- informationen | Spezifikation Bauelemente hinsichtlich Qualitäten und Materialien; Trennung der Baugruppen nach Gewerken möglich; Integration von Bemessungs- und Berechungs- ergebnissen | Festlegung von Fabrikaten gemäß Auswertung Angebotsabgabe, Eintragung spezifischer Daten gemäß Modellierungs- richtlinie Anlage E. | Aktualisierung gemäß gebauter Fabrikate |
| Modell- schwer- punkte | Trassenführung, Steigzonen / Leitungsschächte, Technikräume | ||||
| Beispiel- grafik |
Bildquelle: Yves Bützberger, 3DPlanungsprozess nach LOD, URL: https://www.fhnw.ch/de/weiterbildung/architektur-bau-geomatik/digitales-bauen/cas-potenziale-und-strategien-im-digitalen- bauen/media/abstract_cas_db_ps4_yves_buetzberger.pdf+&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de&client=firefox-b-d (Stand 25.09.2019)
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Der AG definiert einen Mindeststandard zum Detailierungsgrad zur Bearbeitung von Projekten innerhalb des Planungsteams. Für die Übergabe der BIM-Fachmodelle an den AG und für die Nutzung in den vereinbarten BIM-Anwendungsfällen sind diese Detaillierungsgrade einzuhalten. Generell gilt, dass die nach den LOD-Definitionen geforderten Informationen zum Abschluss der jeweiligen Leistungsphase vorhanden sein müssen und den Informationsgrad enthalten, der zur Erfüllung der BIM-Anwendungen in der jeweiligen Leistungsphase benötigt wird. Im Rahmen der BIM- Qualitätsprüfung wird die Vollständigkeit der BIM-Fachmodelle gemäß der LOD-Definitionen kontrolliert. Abweichungen müssen im BAP dokumentiert und vom AG freigegeben werden.
| Mindesanforderungen Detailierungsgrad AG | |||
|---|---|---|---|
| Architektur | Tragwerksplanung | Technische Ausrüstung | |
| LPH 3 | LOD 300 | LOD 200 | LOD 200 |
| LPH 5 | LOD 400 | LOD 400 | LOG 300 und LOI 400 |
| As-Built | aktualisierte LOG 400 und LOI 500 | aktualisierte LOG 300 und LOI 500 | aktualisierte LOG 300 und LOI 500 |
5.3. MODELLIERUNGSRICHTLINIE
Die Fachmodelle müssen so modelliert sein, dass die in den einzelnen BIM-Anwendungsfällen festgelegten Ziele erreicht werden und die Vorgaben hinsichtlich der Datenanforderungen eingehalten werden. Hierfür notwendige Konventionen sind durch den AN im BAP festzulegen und fortzuschreiben.
Insbesondere ist ein einheitliches, mit dem AG abgestimmtes Koordinatenreferenzsystem sowohl als Lagesystem, als auch als Höhensystem zu verwenden. Die BIM-Fachmodelle müssen eine abgestimmte Positionierung zu diesem Koordinatensystem haben, die ein korrektes Einfügen in das Koordinationsmodell ermöglichen und gleichzeitig die Konsistenz des 3D-Geometriedatenaustausch nicht beeinträchtigen.
Anforderungen Nachhaltiges Bauen Für die Ermittlung der Materialienmengen zur BNB-Bewertung bedarf es Detaillierungsgrad LOD 300 des Gebäudemodells mit Abschluss der LPH 3.
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5.4. BIM2Field
Grundlage einer erfolgreichen Leistungsphase 8 unter Anwendung der BIM-Methode (BIM2Field) ist die Festlegung von Vergabeeinheiten mit BIM-Anforderungen. Dies erfolgt ausgehend vom jeweiligen Fachplaner in Abstimmung mit dem AG. In der Folge wird der Vergabeprozess um die BIM- Eignungsprüfung der Vergabeeinheiten erweitert.
Innerhalb der Ausführung (BIM2Field) werden auf Grundlage des As-Planned-Modells die Werplanung bzw. Werk- und Montageplanung sowie die Revisionsunterlage modellbasiert erstellt und final als As- Built-Modell und Revisionsmodell dem Auftraggeber im nativen sowie im IFC-Format zur Verfügung gestellt. Weiterhin unterstützt die konsequente Einbindung einer Kollaborationsplattform und der Austausch von BCF-Dateien die Kommunikation des Planungsteams mit den ausführenden Gewerken. Während der Bauphase wird zudem seitens Auftraggeber ein BIM-fähiger Besprechungscontainer zur Verfügung gestellt, welcher für die regelmäßig stattfindenden Bauberatungen genutzt wird.
Folglich sind folgende Anwendungsfälle innerhalb der Leistungsphase 8 seitens Fachplanung in Zusammenarbeit mit der Vergabeeinheit sicherzustellen:
- Modellbasierte Kollaboration zur Umsetzung der Bauausführung über den HZDR-Projektraum und die vorgegebene Kollaborationsplattform
- Modellbasierte Werkplanung bzw. Werk- und Montageplanung und As-Built-Modell
- Qualitätssicherung des Revisionsmodells als Basis zur Objektdokumentation im CAFM
Optional können zur effizienten Abwicklung von BIM2Field seitens Fachplanung mit dem Ausführenden folgende kollaborative Anwendungsfälle vereinbart werden:
- Digitales Aufmaß und Abrechnung
- Digitales Bautagebuch
- Fotodokumentation innerhalb der Kollaborationsplattform
- Abnahme und Mängelprotokollierung innerhalb der Kollaborationsplattform
- modellbasierter Bauablauf und/oder Baufortschrittsdokumentation
- Freigabeprozess bzw. Bemusterung innerhalb der Kollaborationsplattform
Als Voraussetzung wird seitens Fachplanung ein Modellübergabeworkshop zur Übergabe des As- Planned Modells hin zur Ausführung organisiert und geleitet. Inhaltlich werden dabei die zwingend notwendigen und optionalen Anwendungsfälle erläutert und beschlossen, sowie deren Umsetzung abgestimmt, als auch Details des vorliegenden As-Planned-Modells in Inhalt und Struktur erläutert. Erfahrungsgemäß umfasst die Workshopdauer circa 3-6 Stunden und kann online oder in Präsenz durchgeführt werden.
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- BIM-SCHNITTSTELLEN UND TECHNOLOGIEN
Die Verfahren für die Zusammenarbeit mit der BIM-Methode werden prinzipiell festgelegt. In den AIA werden die Methode und die Verantwortlichkeiten bestimmt. Weiterführende organisatorische Aspekte wie Festlegungen zu Auftaktveranstaltung, Projektbesprechungen, Koordinationssitzungen, technologische Aspekte wie Einrichtung der Projekträume, Dateiablagen und Häufigkeit des Datenaustauschs, und telekommunikative Aspekte wie die Nutzung von Standleitungen oder Web- Meetings, müssen im BAP in Abstimmung mit dem Projektterminplan festgelegt werden.
6.1. BIM-KOORDINATION UND ÜBERGABEN
6.1.1. ORGANISATION DER BIM-KOORDINATION
Die im Projekt vorgesehenen Planungsbesprechungen (Jour-fixe) mit dem Auftraggeber sind modellbasiert unter Integration der Kollaborationsplattform und Dokumentation über BCF zu organisieren. Hierzu ist in Verantwortung der BIM-Gesamtkoordinators ein BIM-basierter Workflow im Rahmen der Planung der Planung zur Koordination und zur Kollisionsprüfung aufzusetzen. Dem Auftraggeber muss es, nach vorheriger Abstimmung, immer ermöglicht werden, an dem modellbasierten Abstimmungsprozess teilzunehmen. Die insich koordinierten BIM-Fachmodelle sind entsprechend zu festgelegten Terminen einschließlich Qualitätsbericht zur BIM-Gesamtkoordination zur Verfügung zu stellen. Vom BIM-Gesamtkoordinator werden diese im BIM-Koordinationsmodell auf Kollisionen und Qualität überprüft und entsprechende Anforderungen zur Nachbesserung als BCF innerhalb der Kollaborationsplattform vorgehalten. Freigaben von Planungselementen und Daten sind zu beachten. Freigaben erfolgen ausschließlich über die Projektplattform von dem für die Freigabe der Planungsleistung Verantwortlichen, im Zweifel durch den Auftraggeber.
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6.1.2. ÜBERGABE DER BIM-FACHMODELLE FÜR DIE KOORDINATION AN DEN BIM- GESAMTKOORDINATOR
Die Übergaben der BIM-Fachmodelle für die Koordination und die weiteren Anwendungen und Prüfungen, insbesondere der leistungsphasenadäquaten Kollisionsprüfungen, erfolgen grundsätzlich nach folgenden generellen Prinzipien.
- Die BIM-Fachmodelle werden von den BIM-Konstrukteuren erstellt und von den BIM- Fachkoordinatoren geprüft. Die geprüften BIM-Fachmodelle werden im gemeinsam genutzten Datenformat IFC dem BIM-Gesamtkoordinator übergeben. Der BIM-Gesamtkoordinator fasst die BIM-Fachmodelle aller an der Planung beteiligten Fachdisziplinen nach eingehender Überprüfung auch gegenüber der geforderten Detaillierungsgrade und Informationstiefen in einem BIM-Koordinationsmodell zusammen.
- Die Kollisionen oder Änderungswünsche werden im eigenen BIM-Fachmodell visualisiert und können dort geändert und angepasst werden. Die Verantwortung für das BIM-Fachmodell liegt zu jeder Zeit bei dem verantwortlichen Fachplaner. Nach Einarbeitung der Änderungen wird ein neuer Revisionsstand der BIM-Fachmodelle durch die BIM-Fachkoordinatoren geprüft übergeben und durch den BIM-Gesamtkoordinator freigegeben.
- Die zur Lösung der dokumentierten Konflikte notwendigen Änderungsanforderungen werden modellbasiert erstellt und in einem geeigneten Format durch den BIM-Gesamtkoordinator an die BIM-Fachkoordinatoren der betroffenen BIM-Fachmodelle übermittelt.
Der konkrete Ablauf, die Häufigkeit und die Terminierung dieses Vorgehens werden im BAP beschrieben. Dort werden auch die notwendigen Vorbereitungen, wie die vorausgehende Qualitätsprüfung, die notwendigen Vorgaben für den Einsatz der Softwareschnittstellen zur Übergabe der BIM-Fachmodelle und die vorbereitenden Überprüfungen des BIM-Koordinationsmodells festgelegt.
6.1.3. BIM-ÜBERGABEN AN DEN AUFTRAGGEBER
Die BIM-Fachmodelle der einzelnen Fachdisziplinen müssen in Verantwortung der BIM- Fachkoordinatoren zu festgelegten Meilensteinen an den Auftraggeber und den BIM-Manager übergeben werden. Die Anzahl und Zeitpunkte dieser Meilensteine ergeben sich aus dem Projektterminplan. Dabei müssen die BIM-Fachmodelle dem für die jeweilige Leistungsphase vereinbarten Detaillierungsgrad (LOD), bestehend aus dem geometrischen Detaillierungsgrad (LOG) und dem alphanumerischen Detaillierungsgrad (LOI), entsprechen. Die Lieferung des aktuellen und auf Widerspruchsfreiheit geprüften BIM-Koordinationsmodells inklusive der eingearbeiteten BIM-Fachmodelle erfolgt durch den BIM-Gesamtkoordinator regelmäßig gemäß Projektterminplan, mindestens jedoch zum Ende jeder Leistungsphase. Der BIM-Manager überprüft die übergebenen BIM-Modelle.
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6.2. DATENLIEFERUNGSPLAN
Der Abschnitt Datenlieferung beschreibt die Abgabeformate einzelner Planungs- und Ausführungskomponenten. Die Lieferung der entsprechenden Dateiformate ist für den Auftragnehmer verpflichtend. Weitere vertraglich vereinbarte Komponenten, wie bspw. Pläne und statische Berechnungen bleiben unberührt. Soweit vertraglich nicht etwas anderes bestimmt ist, werden Modelle ausschließlich digital über die Datenplattform übermittelt. Die 3D-Modellierung bietet eine zentrale Datenbasis für alle Ableitungen aus dem Modell. Daraus resultiert eine konsistente Planung. Durch die Möglichkeit, Planungsergebnisse weiterer Fachdisziplinen zu referenzieren, kann der Planungsprozess optimiert und Unstimmigkeiten unmittelbar festgestellt werden. Die Beteiligten erhalten durch eine optimale räumliche Darstellung und durch die Möglichkeit, verschiedene Blickwinkel einzunehmen, zusätzlich zu 2D-Plänen ein visuelles Abbild der Planung. Die 3D-Modelle dienen somit als eine weitere Entscheidungsgrundlage für den Auftraggeber.
Insgesamt erfahren die internen Prozesse der AN und die daraus resultierende Planungsqualität eine Optimierung aufgrund der Ableitung von 2D-Plänen und Listen aus der 3D-Geometrie. Die hohe Anzahl an Plausibilisierungen zwischen den verschiedenen Grundrissen, Schnitten, Ansichten und Bauteillisten wird durch die Ableitung aus dem 3D-Modell reduziert. Änderungen am Modell (z. B. Verschiebung eines Fensters) werden in allen Ansichten aktualisiert dargestellt.
Unbeschadet dessen hat der AG Anspruch auf 2D-Pläne als Ergebnis einer jeden Leistungsphase, sowie für einzuholende Genehmigungen und die Beauftragung von ausführenden Unternehmen. Objektüberwachungsleistungen sollen mittels des digitalen Gebäudemodells abgewickelt werden.
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6.2.1. FESTLEGUNG DER DATENAUSTAUSCHFORMATE
Der Datenaustausch der BIM-Fachmodelle innerhalb des Projektverlaufs erfolgt im OPEN BIM. Innerhalb des Datenaustauschs ist die Dateigröße je Modell auf 50MB zu begrenzen, Abweichungen müssen dem Auftraggeber angezeigt und begründet werden.
| Inhalt | Stufe | Intervall | Abgabezeitpunkt / Inhalt | Format | Verant- wortliche r |
|---|---|---|---|---|---|
| Projektgrundlagen | |||||
| AIA - Auftraggeber- informationsanforderung | Stufe 0 | einmal | zur Ausschreibung Planungsleistung | BM | |
| BAP - BIM Abwicklungsplan | Stufe 2 | einmal | Nachbereitung Projektstart | .pdf, .xlsx, .mpp | BM |
| Stufe 3-4 | mehrfach | zum Abschluss von Leistungsphasen | .pdf, .xlsx, .mpp | BM | |
| Planung und Modellierung | |||||
| 3D-Fachmodelle | Stufe 2 | einmal | vor Abschlussbesprechung Stufe 2 (Würfeltest) | .ifc, nativ | FKO |
| Stufe 3 | mehrfach | einschl. Qualitätsbericht für BIM-Koordinations- besprechungen und zum Abschluss von Leistungsphasen | .ifc, nativ | FKO | |
| Stufe 3 | mehrfach | Upload der Modellarbeitsstände innerhalb der Kollaborationsplattform | .ifc | FKO | |
| Stufe 4 | einmal | Revisionsmodell | .ifc, nativ | FKO | |
| 2D-Planableitung | Stufe 3 | mehrfach | zum Abschluss von Leistungsphasen | .dwg; .pdf | FKO |
| Stufe 3 | mehrfach | Upload der im Modell verorteten Arbeitsstände zu Grundrissen, Details und Schematas innerhalb der Kollaborationsplattform | FKO | ||
| Stufe 4 | einmal | Revisionsmodell | .dwg; .pdf | FKO | |
| Koordinierte Planunterlage | Stufe 3 | mehrfach | zum Abschluss von Leistungsphasen | .dwg; .pdf | GKO |
| Stufe 4 | einmal | Revisionsmodell | .dwg; .pdf | GKO | |
| Datenlieferungsplan | Stufe 2-4 | mehrfach | Dokumentation der Modellabgabe | .pdf, .xlsx | FKO |
| Brandschutzpläne und/oder -modell | Stufe 2-4 | mehrfach | Ende Leistungsphase 2+5 | .ifc, nativ, .pdf | FKO |
| Schlitz- und Durchbruchsmodelle | Stufe 2-4 | mehrfach | LPH 5+8 | .ifc, nativ | FKO |
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| Inhalt | Stufe | Intervall | Abgabezeitpunkt / Inhalt | Format | Verant- wortliche r |
|---|---|---|---|---|---|
| Modellbasierte Kollisionsprüfung | |||||
| 3D-Gesamtmodell | Stufe 2 | einmal | vor Abschlussbesprechung Stufe 2 | .bcf Würfel- test | GKO |
| Stufe 3 | mehrfach | zu BIM-Koordinationsterminen und zum Abschluss von LPH | .bcf | GKO | |
| Stufe 4 | nach Erf. mehrfach | Revisionsmodell | .bcf | GKO | |
| Datenlieferungsplan | Stufe 2-4 | mehrfach | Dokumentation der Modellabgabe | .pdf, .xlsx | GKO |
| Qualitätsbericht | Stufe 2-4 | mehrfach | Ergebnisbericht einschl. Übersicht zu BCF-Umfang und - inhalten | .pdf, .bcf | GKO |
| Modellbasierte Mengenermittlung | |||||
| Mengen-/Kostenliste | Stufe 3-4 | mehrfach | zum Abschluss von Leistungsphasen | .pdf, .xlsx, GAEB | FKO |
| gewerkeübergreifende Kostenliste | Stufe 3-4 | mehrfach | zum Abschluss von Leistungsphasen | .pdf, .xlsx, GAEB | GKO |
| Modellbasierte Bauablaufplanung | |||||
| Gesamtbau- ablaufmodell | Stufe 3-4 | mehrfach | Simulierbarer Bauablauf am Modell | .ifc, .cpixml | GKO |
| Visualisierung und Dokumentation Termin Soll-Ist-Vergleich | Stufe 4 | mehrfach | zu entsprechend terminierten Bauberatungen | .ifc, .cpixml | GKO |
| Terminplan | Stufe 3-4 | mehrfach | ausgelagerter Bauzeitenplan | .pdf, .mpp | GKO |
| Digitales Bautagebuch, Mängelmanagement | |||||
| Bautagebuch | Stufe 4 | mehrfach | Erstellungsintervall mind. Wöchentlich, Übergabe AG am Ende d. Leistungsphase | FKO | |
| Mängelprotokoll | Stufe 4 | mehrfach | Erstellung zur Abnahme und in Vorbereitung dessen, sowie zum Ende d. Leistungsphase | FKO | |
| CAFM | |||||
| As-Built Modell mit CAFM- Connect Parametern | Stufe 4 | final | nach Abschluss Leistungs- phase, jeweils gewerkegetrennt | .ifc, nativ | GKO |
| Koordinationsbesprechung | |||||
| 3D-Fachmodelle | Stufe 2-4 | mehrfach | einschl. Qualitätsbericht gemäß Terminplan der Besprechungen | .dwg, .ifc, .pdf, nativ | FKO |
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| Inhalt | Stufe | Intervall | Abgabezeitpunkt / Inhalt | Format | Verant- wortliche r |
|---|---|---|---|---|---|
| Digitales Geländemodell | |||||
| Vermessungsdaten des Geländes | Stufe 3-4 | mehrfach | gemäß Bauablaufplanung nach Beendigung erforder- licher Einmessarbeiten | .dwg, .ifc | BM |
| Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) | |||||
| Materialmengen | Stufe 3 | einmal | Abschluss LPH 3 | .xlsx; .pdf | FKO |
| Stufe 4 | einmal | Abschluss LPH 8 | .xlsx; .pdf | FKO | |
| Leistungspositionen KGR 300 bis 4.Stelle | Stufe 3 | einmal | Abschluss LPH 3 | .xlsx; .pdf | FKO |
| Stufe 4 | einmal | Abschluss LPH 8 | .xlsx; .pdf | FKO | |
| Leistungspositionen KGR 400 bis 3.Stelle | Stufe 3 | einmal | Abschluss LPH 3 | .xlsx; .pdf | FKO |
| Stufe 4 | einmal | Abschluss LPH 8 | .xlsx; .pdf | FKO |
BM = BIM-Manager FKO = Fachkoordinator GKO = Gesamtkoordinator GP = Generalplaner
6.2.2. EIGENSCHAFTEN DER PLANUNGSSOFTWARE
Die gewählte fachspezifische BIM-Planungssoftware zur Erstellung der BIM-Fachmodelle muss mindestens die folgenden Funktionalitäten bereitstellen:
- Das Erstellen der Modellelemente (eine Abbildung der realen Bauteile) als dreidimensionale, intelligente und parametrisierbare Objekte mit der Zuordnung beliebiger alphanumerischer Informationen anhand entsprechender Objektwerkzeuge.
- Die Definition logischer Abhängigkeiten zwischen den Modellelementen und die Nachführung bei Veränderungen
- Das Erstellen logischer Strukturelemente wie Geschoss- und Anlagengliederung und die Zuordnung der Modellelemente zu dieser Strukturierung (Grundvoraussetzung objektbasierte CAD-Anwendung)
- Die Unterstützung der dynamischen Planableitung aus dem Modell, so dass die Pläne ohne Nacharbeiten als Dokumentation generiert und in allen Ansichtsformen nachgeführt werden können.
- Die Generierung von Listen, Mengenauszügen und anderen Berechnungen aus dem BIM-Modell.
6.2.3. VISUALISIERUNG UND PRÜFSOFTWARE
Die Visualisierungs- bzw. Prüfsoftware muss die erstellten Fachmodelle gemäß den Anforderungen der BIM-Anwendungsfälle filtern, anzeigen und auswerten können. Die Schnittstellen zwischen der erstellenden Planungssoftware und der Software zur Auswertung und Simulation müssen sichergestellt werden. Zur Prüfung (einschließlich der Kollisionsprüfung) des Koordinationsmodells wird ein BIMChecker, welcher der Formate IFC unterstützt, vorausgesetzt.
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- KOLLISIONSPRÜFUNG, MODELLBASIERTES BESPRECHUNGS- UND BERICHTSWESEN
7.1. KOLLISIONSPRÜFUNG
Um den Planungsfortschritt zwischen allen Projektbeteiligten zu überwachen, und zu bewerten, werden modellbasierte Besprechungen durchgeführt. In den Besprechungen wird dem gesamten Projektteam der aktuelle Planungsstand am 3D-Modell dargelegt und nach visuellen Kriterien bewertet. Diese dienen der Entscheidungsfindung. Zudem können Aufgaben sowie Verantwortlichkeiten abgeleitet werden. Die modellbasierten Besprechungen werden auch bei Bauherrenbesprechungen, Nutzerabstimmungen, Planungsfreigaben und Abstimmungen mit dem lnbetriebnahmemanagement durchgeführt.
Vorteile der modellbasierten Besprechungen und des Berichtswesens ist die durchgängige und verlustfreie Übermittlung von Problemstellungen und Verantwortlichkeiten, die Verkürzung der Kommunikationswege und die Förderung der interdisziplinären Kollaboration. Des Weiteren werden durch die Nutzung der Modelle bei Besprechungen der Aufwand und die Fehleranfälligkeit zwischen dem Ersteller und Prüfer reduziert.
7.2. MODELLBASIERTES BESPRECHUNGS- UND BERICHTSWESEN
Die modellbasierten Besprechungen werden in regelmäßig festgelegten Intervallen, die im BIM Abwicklungsplan terminiert werden, durchgeführt. Das Koordinationsmodell wird für die Planungsbesprechungen herangezogen. Hierbei werden aktuelle Planungsthemen direkt im 3D-Modell innerhalb der Kollaborationsplattform, nach Vorgabe des Auftraggebers, veranschaulicht und gemeinsam besprochen. Weiterhin wird das Koordinationsmodell für Bauherren und Nutzerbesprechungen verwendet, um den Abstimmungsprozess der Beteiligten zu unterstützen sowie eine bessere Entscheidungsgrundlage zu bieten. Aus den Besprechungen resultierende Unstimmigkeiten und Aufgaben werden mittels BCF an die Verantwortlichen übermittelt.
Neben den modellbasierten Besprechungen ist im Projekt auch ein Berichtswesen zu führen. Hierbei sind regelmäßige Statusberichte zum aktuellen Projektstand, Ergebnisberichte zum Ende jeder Leistungsphase sowie entsprechende Qualitätssicherungsberichte zu erstellen. In den modellbasierten Besprechungen wird auch die Fortschreibung des BIM-Abwicklungsplans durchgeführt.
Modellbasierte Besprechungen sind vorrangig online zu organiseren. Besprechungen in Präsenz sind ebenfalls modellbasiert abzuhalten. Die Integration der Kollaborationsplattform und Dokumentation von Diskussionsinhalten über den BCF-Workflow ist obligatorisch.
Am Ende jeder Leistungsphase nach HOAI ist die Lieferung eines kollisionsarmen Gesamtmodells durch den BIM-Gesamtkoordinator zu erbringen. Folgende Kollisionstypen gilt es zu verifizieren:
- Hard Clashes Prüft die Kollision von Bauteilen gewerkeübergreifend. Die Prozentzahl der Kollisionen ist stetig zu minimieren und im As-Planned-Modell auszuschließen.
- Soft Clashes Hierbei werden Volumina plausibilisiert, welche für den Platzbedarf von Isolierungen, Wartungs- und Montageräumen im Modell vorhanden sind.
- Funktionsüberprüfung Eine Überprüfung von definierten Bauteilfunktionalitäten, wie Fenster- und Türöffnungsgrade, ist durchzuführen.
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Je nach Projektfortschritt wird der Grad der Kollisionsfreiheit im BAP definiert.
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- QUALITÄTSSICHERUNG
Die Fachmodelle der einzelnen Planungsbeteiligten werden regelmäßig hinsichtlich der Qualitäten, Quantitäten und Konflikte überprüft. Dazu wird eine Koordinationssoftware verwendet, um alle Fachmodelle in ein Koordinationsmodell zu integrieren. Um die jeweiligen Fachmodelle aus verschiedenen Anwendungen zusammenzuführen ist sicherzustellen, dass die Softwareanwendung die projektspezifisch genutzten Formate lesen kann. Die Mindestanforderung ist die Nutzung des IFC- Standards. Die Softwareauswahl für die Qualitätssicherung von Seiten der Auftragnehmer ist grundsätzlich frei wählbar.
Von Seiten des AG wird für die Qualitätssicherung die Software Solibri eingesetzt. Seitens AG wird zur Qualitätssicherung eine Vorlage für den Qualitätsbericht für die einzelnen Fachmodelle der Fachkoordinatoren und zusammenfassend für den Gesamtkoordinator bereit gestellt. Ziel ist die Sicherstellung der definierten Anforderungen. Die Verantwortlichkeit für die übergebenen Dokumente und Dateien liegt bei dem jeweiligen AN, welcher im Verlauf des Projektes zur Erstellung der Qualitätssicherungsberichte verpflichtet ist. Entsprechende Meilensteine werden im BAP vereinbart. In diesen Berichten sind folgende Kriterien zu prüfen:
Verantwortlichkeiten: Erstellen: BIM-Gesamtkoordinator Mitwirken: BIM-Fachkoordinator Überprüfen / Freigeben: BIM-Mananger
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Modellbasierte Kollaboration Um eine durchgängige und transparente Kommunikation und Kollaboration sicherzustellen, erfolgt die Zusammenarbeit der Projektbeteiligten mithilfe des BIM-Collaboration Format (BCF), das auf einen kurzzyklischen, modellgestützten Informationsaustausch aufbaut. Auf der auftraggeberseitig vorgegebenen Kollaborationsplattform haben alle Projektbeteiligten Zugriff auf die erstellten BCF- Dateien. Die Unstimmigkeiten und zugehörigen Informationen des jeweiligen Projektbeteiligten werden zentral verwaltet und bereitgestellt. Planungsunstimmigkeiten und Hinweise werden einem Verantwortlichen mit einem Ausschnitt des betreffenden Bereichs per BCF übermittelt. Über den Status kann nachvollzogen werden, wie der Stand der Bearbeitung ist. Die modellbasierte Kollaboration erleichtert die Interaktion zwischen allen Planungsbeteiligten und schafft eine transparente und schnelle Entscheidungsfindung.
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