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L E I S T U N G S B E S C H R E I B U N G
und
V E R G A B E B E D I N G U N G E N
zur Vergabe
„Liebenswertes Kuselerland – Entwicklung eines
Ausstellungskonzepts sowie Erlebnis- und
Vermittlungsangeboten für das
Besucherkalkbergwerk Wolfstein“
Vergabenummer: 11459/136/2026 Auftraggeber: Landkreis Kusel, vertreten durch den Landrat Herrn Johannes Huber, Trierer Str. 49-51, 66869 Kusel
Hintergrund und Gegenstand der Vergabe
Im Rahmen des Förderprojektes „Modellprojekte Smart Cities: Stadtentwicklung und Digitalisierung (436)“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) hat der Kreis Kusel in der 3. Staffel eine Förderung des Vorhabens „LAND L(i)EBEN“ erhalten. Die erste Phase (Strategie) des Projektes ist bereits abgeschlossen und die zweite Phase (Umsetzung) dauert noch bis Ende 2027 an. Die Fördermittel werden durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) verwaltet. Für die fachliche Unterstützung wurde die „Koordinierungs- und Transferstelle“ gegründet, welche die Fördermittelempfänger unterstützt und vernetzt.
In der Strategiephase wurden in einem ko-kreativen Entwicklungsprozess integrierte Zielbilder und Umsetzungsideen für den Landkreis Kusel erarbeitet. Dazu wurde eine umfangreiche Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie von weiteren Akteursgruppen durchgeführt. Hieraus entstanden die folgenden sechs integrierten Maßnahmen, welche in der Umsetzungsphase gefördert werden:
• Schlauer Landkreis (Querschnittsmaßnahme) • Mobilität im FoKUS • Medi-KUS • Liebenswertes Kuselerland • Gemeinschaft l(i)eben • Dritter Ort
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Ziel dieser Maßnahmen ist es, innovative und übertragbare Lösungen im Sinne der integrierten, nachhaltigen Stadtentwicklung und des Gemeinwohls zu entwickeln und dabei stadtentwicklungspolitische Ziele und Maßnahmen zu ermöglichen und umzusetzen. Weitere Informationen finden sich im Internet: https://www.land-lieben.de/ und in der veröffentlichten und genehmigten Strategie unter https://www.land-lieben.de/bilder/kusel- strategiepapier.pdf?cid=98s (Hinweis: Stand Juni 2023; seitdem haben sich Änderungen in den Projektkonzeptionen ergeben).
Im Rahmen der Phase 2 (Umsetzung) soll die Integrierte Maßnahme „Liebenswertes Kuselerland“ über unterschiedliche Teilprojekte realisiert und die angestrebten Ziele erreicht werden. Dabei zielt die integrierte Maßnahme „Liebenswertes Kuselerland“ darauf ab, die zahlreichen beeindruckenden und spannenden Kulturschätze, Sehenswürdigkeiten und landschaftlichen Besonderheiten und die damit verbundenen Traditionen und Geschichten des Landkreises Kusel durch die Verknüpfung mit innovativen digitalen Medientechnologien für die Bevölkerung und Tourist:innen neu erlebbar und damit attraktiver und bekannter zu machen. Darüber hinaus sollen die überwiegend ehrenamtlich betreuten Kulturstätten der Region und die vielfältigen Hintergrundinformationen, Anekdoten und Geschichten bewahrt und auch außerhalb der Öffnungszeiten zugänglich gemacht werden.
Das für diese Ausschreibung relevante Teilprojekt umfasst die konzeptionelle Weiterentwicklung des Besucherbergwerks Wolfstein sowie die Entwicklung zeitgemäßer analoger, digitaler oder hybrider Erlebnis- und Vermittlungsformate. Das Kalkbergwerk Wolfstein ist ein bedeutendes industrie- und bergbauhistorisches Zeugnis der Region und vermittelt als Besucherbergwerk die Geschichte des handwerklichen Kalkabbaus und der Kalkverarbeitung. Neben den untertägigen Stollenanlagen befinden sich auf dem Gelände historische Anlagen und Artefakte wie Kalköfen, Kalkmühle, Transmission und Zechenhaus, die die Geschichte des Kalkbergwerks bis heute authentisch erlebbar machen.
Im Zuge einer geplanten baulichen Neuordnung und Modernisierung des Besucherbereichs über Tage soll das Besuchserlebnis des Kalkbergwerks grundlegend weiterentwickelt werden. Ziel ist es, die bestehenden Führungsangebote durch frei zugängliche Vermittlungsangebote zu ergänzen, historische Zusammenhänge anschaulich zu vermitteln und bisher nur eingeschränkt zugängliche Inhalte für unterschiedliche Zielgruppen erlebbar zu machen.
Hierzu sollen ein Gesamtkonzept sowie verschiedene Erlebnisangebote entwickelt werden, die historische Inhalte, persönliche Geschichten, Zeitzeugenberichte und technische Abläufe des Kalkbergbaus zeitgemäß vermitteln. Die zu entwickelnden Erlebnis- und Vermittlungsangebote sollen dabei die vorhandenen historischen Artefakte und die besondere Atmosphäre des Ortes aufgreifen und sinnvoll in das Gesamterlebnis integrieren.
Ziel ist die Schaffung eines attraktiven, mehrsprachigen und barrierearmen Besuchserlebnisses für Einheimische, Touristinnen und Touristen sowie Schul- und Reisegruppen. Gleichzeitig soll historisches Wissen langfristig gesichert und auch außerhalb klassischer Führungsangebote zugänglich gemacht werden.
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Gegenstand
Gegenstand dieser Ausschreibung ist die konzeptionelle, inhaltliche, gestalterische und technische Entwicklung eines Gesamtkonzepts sowie analoger, digitaler und hybrider Erlebnis- und Vermittlungsangebote für das Besucherbergwerk Wolfstein.
Hierzu sind ein übergreifendes Ausstellungskonzept sowie mehrere Erlebnisangebote zu entwickeln und zu produzieren. Hierzu zählen insbesondere die Entwicklung einer zentralen digitalen Erzählfigur („Otto Kappel“), die Konzeption und Umsetzung eines immersiven Erlebnisraums im Zechenhaus, die Entwicklung von Vermittlungsangeboten im Bereich der historischen Kalköfen, der Transmission und der Kalkmühle sowie ergänzende audiovisuelle Erlebnis- und Vermittlungsangebote im obertägigen Bereich des Besucherbergwerks.
Die konkrete Wahl der Vermittlungsform ist grundsätzlich offen und durch den Auftragnehmer (im Folgenden AN) im Rahmen der jeweiligen Arbeitspakete zu entwickeln. Analoge, digitale, audiovisuelle, interaktive, multimediale sowie hybride Vermittlungsansätze sind zulässig, sofern sie geeignet sind, die jeweiligen Vermittlungsziele zu erfüllen, sich schlüssig in das Gesamterlebnis des Besucherbergwerks einfügen und den Anforderungen des jeweiligen Arbeitspakets entsprechen Soweit in einzelnen Arbeitspaketen konkrete Vorgaben zu Art der Vermittlung oder zu technischen Anforderungen gemacht werden, sind diese verbindlich zu berücksichtigen.
Interaktive Vermittlungsansätze werden grundsätzlich begrüßt, sofern sie einen erkennbaren Mehrwert für die Vermittlungsziele, das Besuchserlebnis und die aktive Auseinandersetzung mit den Inhalten schaffen. Die konkrete Form und der Umfang interaktiver Elemente sind durch den AN unter Berücksichtigung der jeweiligen Zielsetzung, des Betriebsaufwands, der Barrierefreiheit sowie der langfristigen Nutzbarkeit zu entwickeln.
Die Leistungen umfassen insbesondere die Konzeption, Inhaltsentwicklung, Gestaltung, Medienproduktion, technische Planung sowie die Entwicklung der für den Betrieb erforderlichen Software- und Steuerungslösungen.
Die Beschaffung von Hardware, die Umsetzung der Szenografie sowie gegebenenfalls erforderliche Bauleistungen sind nicht Gegenstand dieser Ausschreibung. Die hierfür erforderlichen technischen Anforderungen und Leistungsverzeichnisse sind im Rahmen der Planungsleistungen durch den AN zu erarbeiten und mit dem Auftraggeber (im Folgenden AG) sowie den beteiligten Fachplanern abzustimmen.
Projektstand und Budgetangaben
Im Rahmen des Förderprojekts LAND L(i)EBEN wurden bereits erste konzeptionelle Vorarbeiten zur digitalen Weiterentwicklung des Besucherbergwerks Wolfstein durchgeführt. Hierzu zählen insbesondere ein Vorkonzept zur digitalen Vermittlung, erste inhaltliche Vorarbeiten sowie die Definition zentraler Projektziele und Erlebnisbausteine. Diese Vorarbeiten bilden die Grundlage der vorliegenden Ausschreibung und sind durch den AN im Rahmen der weiteren Konzeptions- und Planungsleistungen zu berücksichtigen, weiterzuentwickeln und zu konkretisieren.
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Parallel zur Entwicklung der Erlebnisangebote erfolgt eine bauliche Neuordnung und Modernisierung des Besucherbergwerks. Ziel dieser Maßnahmen ist die Verbesserung der Aufenthaltsqualität und Barrierefreiheit sowie die langfristige Sicherung und Weiterentwicklung des Standortes.
Nach aktuellem Planungsstand wird das bestehende Zechenhaus, das aktuell als Teil der regulären Führung als Vorführraum für einen thematisch passenden Film genutzt wird, durch einen Neubau ersetzt. Die Kubatur des bestehenden Gebäudes bleibt dabei erhalten. Das neue Zechenhaus wird nach aktuellem Planungsstand in der ersten Jahreshälfte 2027 umgesetzt und soll künftig als zentraler Erlebnisraum des Besucherbergwerks dienen. Für diesen Bereich ist die Entwicklung eines immersiven audiovisuellen Erlebnisraums vorgesehen. Die Grundfläche beträgt ca. 30 m². Das neue Gebäude wird keine Fenster aufweisen, zwei Zugänge haben, mit einem offenen Satteldach errichtet nach aktuellem Planungsstand mit einem elektrischen Split- Gerät klimatisiert.
Für das neue Zechenhaus wird durch den AG eine separate raumakustische Untersuchung durchgeführt. Die Ergebnisse werden dem AN zum Projektstart als Planungsgrundlage zur Verfügung gestellt. Die Erkenntnisse sind bei der Entwicklung der Erlebnisangebote, der Audio- und Klanggestaltung sowie der technischen Planung zu berücksichtigen.
Der angrenzende Besucherbereich über Tage umfasst zusätzlich eine Fläche von ca. 100 m² und ist vor Witterung ausschließlich durch eine seitlich offene Dachkonstruktion aus Holz geschützt. In diesem Bereich befinden sich die historischen Kalköfen, die Kalkmühle sowie weitere denkmalgeschützte Bestandteile des Kalkbergwerks. Die historische Transmission, die ursprünglich als Antrieb für die Kalkmühle diente und sich derzeit noch im bestehenden Zechenhaus befindet, wird im Zuge der Baumaßnahme in den angrenzenden Besucherbereich versetzt. Alle genannten Elemente sind als authentische historische Artefakte in die zukünftige Vermittlung einzubeziehen.
Darüber hinaus sind die im Besucherbergwerk vorhandenen historischen Ausstellungsobjekte, Karten und sonstigen Exponate, die derzeit in zwei Vitrinen im Zechenhaus untergebracht sind, im Rahmen der Konzeptentwicklung zu sichten und hinsichtlich ihrer Eignung für die zukünftige Vermittlung zu bewerten. Geeignete Objekte sind in angemessener Weise in die Entwicklung des Gesamterlebnisses einzubeziehen.
Ein wesentliches Projektziel ist die Erweiterung des bisherigen Besuchsangebots um frei erkundbare Vermittlungsangebote im Bereich über Tage. Das Besucherbergwerk kann derzeit ausschließlich im Rahmen geführter Touren besichtigt werden. Die zukünftige Ausstellung soll daher sowohl unabhängig von Führungen nutzbar sein als auch die bestehenden Führungsangebote sinnvoll ergänzen.
Darüber hinaus dient das Projekt der Saisonerweiterung. Da die untertägigen Bereiche des Besucherbergwerks derzeit nur von März bis November zugänglich sind, soll die neue Ausstellung über Tage künftig auch während der Wintermonate ein eigenständiges Besuchserlebnis ermöglichen. Hierfür ist ein alternatives Vermittlungsangebot vorzusehen, das Besucherinnen und Besuchern auch außerhalb der Betriebszeiten des Stollens einen Eindruck des Erlebnisses unter Tage vermittelt.
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Da die bauliche Umsetzung und die Entwicklung der Erlebnis- und Vermittlungsangebote parallel erfolgen, ist während der gesamten Projektlaufzeit eine enge und kontinuierliche Abstimmung mit dem beteiligten Planungsbüro und Fachplanern erforderlich.
Dem Auftraggeber steht nach aktuellem Stand für das vorliegende Teilprojekt ein Höchstbudget von 252.100,84 € (netto) / 300.000 € (brutto) € zur Verfügung, welches bei der vorliegenden Vergabe zu beachten ist. Dieses Budget umfasst sowohl die im Rahmen der vorliegenden Ausschreibung zu erbringenden Planungs-, Konzeptions-, Gestaltungs- und Produktionsleistungen als auch die nachgelagerte Beschaffung von Hardware, die Umsetzung der Szenografie sowie gegebenenfalls erforderliche Bau- und Installationsleistungen. Angebote zu dieser Ausschreibung, deren Budget 202.500€ (netto) bzw. 250.000€ (brutto) überschreiten, werden daher ausgeschlossen.
Die im Rahmen dieser Ausschreibung entwickelten Konzepte und Lösungen sind unter Berücksichtigung dieses Gesamtbudgets zu planen. Ziel ist die Entwicklung eines fachlich, gestalterisch und wirtschaftlich tragfähigen Gesamtkonzepts, dass die verfügbaren Finanzmittel des Gesamtprojekts angemessen berücksichtigt.
Rahmenbedingungen zur Angebotserstellung
Der Bieter muss ausreichende Erfahrung zur Projektabwicklung verfügen. Diese ist anhand einschlägiger Referenzangaben zu belegen.
Die Benennung von mindestens drei bis maximal sechs einschlägigen Referenzen über abgeschlossene oder laufende Aufträge zur Konzeption und Umsetzung von Museums- / Ausstellungsmodernisierungen innerhalb der letzten 5 Jahre , wird gefordert. Die Referenz(en) benennt/-en den Auftraggeber mit Ansprechstelle (Telefonnr., E-Mail-Adresse), den Auftragswert, die Vertragslaufzeit sowie beschreiben den Leistungsinhalt und den Leistungsumfang.
Die Referenzangabe sollte Bezug zu dem benannten Projektteam aufweisen.
Je Referenz sollte der Umfang der Darstellungen zwei DIN A4 Seiten nicht überschreiten.
Der Bieter muss ausreichende personelle Kapazitäten mit den erforderlichen Qualifikationen zur Leistungserfüllung vorhalten und nachweisen.
Angaben des zur Leistungserbringung vorgesehenen Projektteam insbesondere der Projektleitung in den Bereichen:
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Szenografie / Ausstellungskonzeption inklusive barrierefreier Ausgestaltung des Ausstellungserlebnisses und eigenständiger Inhaltsentwicklung
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Medienkonzeption und Umsetzung von medialen Erlebnissen
-
Projektmanagement
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zu tätigen.
Diese sind namentlich und unter Nennung der jeweiligen einschlägigen Berufserfahrungen, sowie Mitarbeit in bisherigen Projekten zu benennen.
Dem Angebot sind textliche Beschreibungen beizufügen anhand derer die Bewertung der eingereichten Referenzprojekte der Bieterin bzw. des Bieters sowie des Lebenslaufs und der Referenzen der jeweiligen Projektleitung in den dargestellten Bereichen als eine der drei hauptbearbeitenden Personen bewertet werden können.
Es wird eine Darstellung auf maximal 10 DIN A4 Seiten je Bereich erwartet.
Dem Angebot ist eine Kalkulationsgrundlage beizufügen aus welcher die Angebotspreisbildung mit den in der Aufforderung zur Angebotsabgabe in dem Punkt „Kriterium „Wertungspreis“ Gewichtung 40 %“ benannten Kriterien hervorgeht.
Hierbei soll insbesondere neben dem Preis auch die geplante Verwirklichung der Arbeitspakete als Grobskizze (kalkulatorisch relevante Umsetzungspläne wie z.B. digitale oder analoge Angebote) sowie der dabei kalkulatorisch zugrunde gelegte Zeitaufwand je Arbeitspaket aufgezeigt werden.
Mit der Abgabe des Angebotes erklärt der Bieter / Auftragnehmer (AN),
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dass er vor Angebotsabgabe die herausgegebenen und die zur Einsicht vorgelegten Vergabeunterla- gen durchgearbeitet und sich über alle rechtlichen und preisbeeinflussenden Umstände unterrichtet hat;
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dass er diese Ausschreibung auf ihre Vollständigkeit hin überprüft hat, insbesondere auch darauf, dass Seiten fehlen;
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dass bei eventuellen Rückfragen eine zufriedenstellende ausführliche Klärung erfolgte.
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dass er die Ausführung der genannten Leistung zu den von ihm eingesetzten Preisen anbietet.
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dass er alle Vorgaben der Leistungsbeschreibung und darin gemachten Vertragsbedingungen, als verbindlich anerkennt und einhält.
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dass zugegangene Änderungen der Vergabeunterlagen Gegenstand seines Angebotes sind.
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dass die gewerberechtlichen Voraussetzungen für die Ausführung der angebotenen Leistung erfüllt werden.
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dass er bei der Ausführung öffentlicher Aufträge nachweislich nicht gegen geltende umwelt-, sozial- oder arbeitsrechtliche Verpflichtungen verstoßen hat.
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- dass das Angebot ohne Preisabsprachen zustande gekommen ist sowie einen pauschalen Schadens- ersatz in Höhe von 15 Prozent der Bruttoabrechnungssumme dieses Vertrages entrichten wird, falls er aus Anlass der Vergabe nachweislich eine Abrede getroffen hat, die eine unzulässige Wettbewerbsbeschränkung darstellt, es sei denn, er weist einen geringeren Schaden nach.
Leistungszeitraum
Mit der Leistung ist unmittelbar nach Zuschlagserteilung zu beginnen. Der Leistungszeitraum endet am 30.09.2027. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen sämtliche beauftragten Leistungen einschließlich der fachlichen Begleitung und der bautechnischen Überwachung von Umsetzung, Inbetriebnahme, Testbetrieb und Abnahme vollständig erbracht sein.
Arbeitspaket 1 ist spätestens bis zum 15.11.2026 abzuschließen.
Der AN hat im Rahmen von Arbeitspaket 1 einen detaillierten Termin- und Meilensteinplan vorzulegen, der sicherstellt, dass sämtliche nachgelagerten Vergabe-, Beschaffungs-, Umsetzungs-, Test- und Abnahmeprozesse innerhalb des Gesamtprojektzeitraums abgeschlossen werden können. Der Terminplan ist mit dem AG abzustimmen und bildet die Grundlage der weiteren Projektbearbeitung.
Der AN hat die zur Vorbereitung nachgelagerter Vergabeverfahren erforderlichen Planungs- und Ausschreibungsunterlagen jeweils so rechtzeitig bereitzustellen, dass die fristgerechte Umsetzung des Gesamtprojekts bis zum 30.09.2027 gewährleistet bleibt.
Allgemeine Anforderungen und Leistungen über alle Arbeitspakete hinweg:
- Grundlage der Leistungserbringung
Die Ausschreibung erfolgt in Anlehnung an die Kernleistungen der aktuellen HOAS 2 (Honorarordnung für Ausstellungsgestaltung). Die darin definierten Leistungsphasen 1-7, sollen die methodische Grundlage für die Bearbeitung der einzelnen Arbeitspakete bilden. Ergänzend sind die projektspezifischen Zusatzleistungen zu erbringen. Die sonstigen Regelungen der HOAS 2 werden nicht Vertragsgrundlage.
1.1 Kernleistungen
Die HOAS 2 umfasst folgende Kernleistungen, die in beigefügten PDF-Datei „HOAS2_Digitalfassung“ weiter detailliert werden. Diese gelten für alle Arbeitspakete, wenn nicht anders im Arbeitspaket definiert:
- Grundlagenermittlung / Konzeptskizze
- Konzept
- Entwurfsplanung
- Ausführungsplanung einschließlich detaillierter Leistungsverzeichnisse
- Mitwirkung beim Vergabeprozess
- Baulich-technische Überwachung und Koordinierung der Realisierung 7
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- Abnahme, Übergabe, Dokumentation und Inbetriebnahme
Die in den Arbeitspaketen beschriebenen Leistungen umfassen grundsätzlich alle Leistungsphasen der HOAS 2. Abweichungen hiervon werden im jeweiligen Arbeitspaket ausdrücklich benannt.
1.2 Projektspezifische Zusatzleistungen
Zusätzlich zu den Kernleistungen sind die in diesem Leistungsverzeichnis definierten projektspezifischen Zusatzleistungen zu erbringen.
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Erstellung eines inhaltlichen Konzepts für die digitalen und multimedialen Erlebnisangebote des Besucherbergwerks Wolfstein auf Grundlage des im Rahmen dieser Ausschreibung zu entwickelnden Gesamtkonzepts. Das inhaltliche Konzept umfasst insbesondere die Entwicklung der narrativen Struktur, der Vermittlungsziele, der dramaturgischen Leitidee, der Besucheransprache sowie der inhaltlichen Verknüpfung der einzelnen Erlebnisstationen. Dabei sind die historischen, kulturellen und technischen Besonderheiten des Kalkbergwerks sowie die bereitgestellten Quellenmaterialien, Oral-History-Inhalte und bestehenden Vermittlungsangebote angemessen zu berücksichtigen.
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Fremdsprachliche Adaption der Erlebnis- und Vermittlungsangebote in englischer Sprache (American English). Die Leistung umfasst die vollständige Übersetzung sowie die fachliche, kulturelle, dramaturgische und mediale Anpassung aller im Rahmen des Projekts entwickelten Inhalte an ein internationales Publikum. Dies beinhaltet insbesondere audiovisuelle Inhalte, Audioformate, Ausstellungstexte, Beschriftungen, Untertitel, Benutzeroberflächen, Navigationen, Interaktionssysteme, Softwareanwendungen sowie weitere analoge, digitale oder hybride Vermittlungsformate. Ziel ist die Entwicklung einer hinsichtlich Inhalt, Nutzererlebnis, Verständlichkeit und Vermittlungsqualität gleichwertigen englischsprachigen Version der jeweiligen Erlebnis- und Vermittlungsangebote. Die finale englischsprachige Fassung ist durch qualifizierte Native Speaker fachlich und sprachlich zu prüfen sowie vor der Abnahme einer sprachlichen und technischen Qualitätssicherung zu unterziehen.
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Eigenständige Recherche, Redaktion und inhaltliche Ausarbeitung der Erlebnis- und Vermittlungsangebote des Besucherbergwerks Wolfstein. Die Leistung umfasst die Sichtung, Bewertung, Strukturierung und inhaltliche Aufbereitung der bereitgestellten Quellenmaterialien sowie die Entwicklung aller für die Erlebnis- und Vermittlungsangebote erforderlichen Inhalte. Hierzu zählen insbesondere historische, technische, kulturelle und biografische Inhalte, narrative Vermittlungsformate, Ausstellungstexte, Sprechertexte, Interaktionsinhalte sowie weitere für die Umsetzung erforderliche redaktionelle Leistungen. Die durch den AG bereitgestellten Archivmaterialien, historischen Dokumente, Fotografien, Pläne, bestehenden Vermittlungsangebote sowie Oral-History-Interviews bilden die Grundlage der Inhaltsentwicklung und sind fachgerecht auszuwerten und in die Konzeption zu integrieren. Sofern für die Umsetzung erforderlich, sind ergänzende Recherchen
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durchzuführen. Die entwickelten Inhalte sind jeweils in einer Form aufzubereiten, die für die vorgesehenen analogen, digitalen oder hybriden Vermittlungsformate geeignet ist.
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Durchführung eines Proof-of-Concepts für den immersiven Erlebnisraum im Zechenhaus (Arbeitspaket 3). Für den im Arbeitspaket 3 vorgesehenen immersiven Erlebnisraum im Zechenhaus ist zwischen Leistungsphase 2 (Konzept) und Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung) ein Proof-of-Concept durchzuführen. Ziel ist die Überprüfung der technischen, gestalterischen, dramaturgischen und betrieblichen Machbarkeit der vorgesehenen Rauminszenierung sowie der wesentlichen Medien-, Audio-, Steuerungs- und Interaktionsfunktionen. Hierfür sind die zentralen Erlebnis- und Funktionsbestandteile der geplanten Inszenierung mittels geeigneter Tests, Mockups, Simulationen, Demonstratoren oder funktionsfähiger Teilprototypen zu validieren. Die Ergebnisse sind nachvollziehbar zu dokumentieren sowie hinsichtlich Umsetzbarkeit, Risiken, Betriebsfähigkeit und Optimierungsbedarf zu bewerten. Der Proof-of-Concept bildet die Grundlage für die Freigabe des Übergangs in Leistungsphase 3 durch den AG.
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Mediale und digitale Umsetzung der in den Arbeitspaketen beschriebenen Erlebnisangebote. Die Leistung umfasst die vollständige Produktion, Gestaltung und technische Umsetzung der im Rahmen der jeweiligen Arbeitspakete entwickelten digitalen und multimedialen Vermittlungsangebote. Hierzu zählen insbesondere Audio-, Video-, Animations-, Grafik- und Interaktionsdesign, die Produktion von Sprach- und Medieninhalten, die Entwicklung erforderlicher Software-Anwendungen sowie die technische Aufbereitung der Inhalte für die spätere Integration in die vorgesehenen Medien- und Ausstellungssysteme. Die Leistungen sind nicht auf die Konzeption und Planung beschränkt, sondern umfassen die vollständige Erstellung der jeweiligen Medien- und Anwendungskomponenten bis zur betriebsbereiten Integration gemäß den in Anlehnung an die HOAS 2 jeweils beauftragten Leistungsphasen.
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Form der Zusammenarbeit und Ausführungsort
Die Umsetzung der Arbeitspakete erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Projektteam LAND L(i)EBEN, der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein sowie weiteren projektbeteiligten Akteuren.
Ausführungsort: Besucherkalkbergwerk Wolfstein , Hauptstrasse 48, 67752 Wolfstein
Da die bauliche Weiterentwicklung des Besucherbergwerks parallel zur Entwicklung der Erlebnis- und Vermittlungsangebote erfolgt, ist eine kontinuierliche und eigenständige Abstimmung mit den beteiligten Planungsbüros sowie weiteren Fachplanern erforderlich.
Um eine zielgerichtete und gebündelte Kommunikation im Projektverlauf zu gewährleisten, verpflichtet sich der AN zur Benennung einer festen Projektleitung und einer festen Ansprechperson für den AG.
Während der Projektlaufzeit sind regelmäßige Abstimmungstermine zwischen allen relevanten Projektbeteiligten durchzuführen. Das hierfür vorgesehene Abstimmungsintervall wird zu
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Projektbeginn im Rahmen des Kick-off-Termins gemeinsam festgelegt und kann im weiteren Projektverlauf entsprechend dem Projektfortschritt und dem jeweiligen Abstimmungsbedarf angepasst werden.
- Projektvorbereitung und Grundlagen
Auf Basis der bei der Vergabe übermittelten zeitlichen Rahmenbedingungen sind zum Projektauftakt ein realistischer Zeit- und Umsetzungsplan sowie die erforderlichen Abstimmungs- und Freigabeprozesse zu erarbeiten und mit dem AG abzustimmen.
Hierzu gehören insbesondere:
• Sichtung der jeweils aktuellen Planungsunterlagen zum Besucherbergwerk sowie des Neubaus des Zechenhauses, • Sichtung der zur Verfügung gestellten Bestands- und Projektunterlagen, • Einarbeitung in die räumlichen, technischen und betrieblichen Rahmenbedingungen des Besucherbergwerks, • Teilnahme an einem Kick-off-Termin mit dem AG und den relevanten Projektbeteiligten • Durchführung mindestens einer gemeinsamen Vor-Ort-Begehung des Besucherbergwerks im Rahmen des Projektauftakts.
Die weitere Ausarbeitung und Konkretisierung erfolgt im Rahmen von Arbeitspaket 1 durch die Erstellung eines detaillierten Termin- und Meilensteinplans für die Gesamtprojektumsetzung.
- Gesamterlebnis und inhaltliche Verzahnung
Die im Rahmen der einzelnen Arbeitspakete entwickelten Vermittlungsangebote sind als Bestandteile eines übergreifenden Gesamterlebnisses zu konzipieren und in die im Rahmen von Arbeitspaket 1 zu entwickelnde Besucherführung und Erlebnisdramaturgie einzubinden. Die einzelnen Stationen sind jedoch so auszugestalten, dass sie auch unabhängig voneinander verständlich und nutzbar bleiben und keine zwingende Besuchsreihenfolge voraussetzen.
Die im Rahmen dieser Ausschreibung zu entwickelnde Intro-Station dient als zentraler Einstiegspunkt in das Besuchererlebnis. Sie hat die Rolle und Funktion der weiteren Erlebnisangebote innerhalb des Gesamterlebnisses zu vermitteln, einen Überblick über die wesentlichen Themen und Erlebnisbereiche des Besucherbergwerks zu geben sowie die Besucherinnen und Besucher bei der Orientierung innerhalb des Besucherangebots zu unterstützen.
Gleichzeitig ist eine inhaltliche, gestalterische und dramaturgische Verzahnung der einzelnen Erlebnisangebote sicherzustellen. Inhalte können an mehreren Stationen aufgegriffen werden, sind jedoch zielgerichtet auf die jeweilige Funktion und den Vermittlungszweck der jeweiligen Station abzustimmen. Unnötige inhaltliche Wiederholungen sind zu vermeiden.
Die Erlebnis- und Vermittlungsangebote sind zudem gestalterisch und funktional aufeinander abzustimmen. Es ist eine konsistente Gestaltungs- und Interaktionslogik zu entwickeln, die eine 10
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einheitliche Nutzererfahrung über alle Stationen hinweg gewährleistet. Dies umfasst insbesondere die visuelle Gestaltung, die Informationsarchitektur, die Nutzerführung, die Bedienlogik, die Gestaltung von Benutzeroberflächen sowie die Verwendung wiederkehrender Gestaltungselemente und Interaktionsprinzipien.
- Archivmaterial, Oral History und Inhaltsentwicklung
Zur Geschichte des Kalkbergwerks, der Kalkverarbeitung in der Region sowie zur Person Otto Kappel, dem letzten Bergmann vor Ort, werden dem AN durch den AG Archivmaterialien, historische Dokumente, Fotografien, Pläne, bestehende Vermittlungsinhalte sowie weitere projektbezogene Materialien zur Verfügung gestellt.
Darüber hinaus werden durch den AG maximal acht Oral-History-Interviews vorbereitet und bereitgestellt. Die Inhalte sind vom AN zu sichten und als Grundlage für die Entwicklung der Erlebnisangebote zu berücksichtigen.
Aktuell wird im Besucherbergwerk ein Film mit historischen Aufnahmen gezeigt. Das darin enthaltene historische Filmmaterial ist im Rahmen der Konzeption und Medienproduktion zu berücksichtigen und, soweit fachlich und gestalterisch sinnvoll, in die vorgesehenen Medien- und Vermittlungsangebote zu integrieren.
Die Konzeption des Gesamterlebnisses sowie die Entwicklung der Inhalte erfolgen in enger Abstimmung mit dem AG sowie den aktuellen Bergwerksführerinnen und Bergwerksführern als fachliche Wissensträger des Besucherbergwerks.
Die durch den AG bereitgestellten Materialien bilden die zentrale Grundlage der Inhaltsentwicklung. Sie sind im Rahmen der Konzeptions-, Planungs- und Produktionsleistungen angemessen zu berücksichtigen und in die jeweiligen Vermittlungsangebote zu integrieren.
- Protopersonas und Nutzerzentrierung
Im Rahmen der Vorkonzeption wurden durch den AG Protopersonas und Zielgruppenprofile entwickelt. Diese sind vom AN zu sichten, gemeinsam mit dem AG zu validieren und im weiteren Projektverlauf als Grundlage für die nutzerzentrierte Entwicklung der Erlebnisangebote heranzuziehen.
- Mehrsprachigkeit
Die englischsprachige Adaption ist über alle Arbeitspakete hinweg von Beginn an mitzuplanen und in die Konzeption, Inhaltsentwicklung, Gestaltung, Medienproduktion sowie technische Umsetzung der Erlebnis- und Vermittlungsangebote soweit in Arbeitspaketen gefordert zu integrieren. Sämtliche analogen, digitalen und hybriden Vermittlungsangebote sind so zu planen
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und umzusetzen, dass eine gleichwertige Nutzung der deutsch- und englischsprachigen Inhalte gewährleistet ist.
Die Qualität der englischsprachigen Inhalte ist während des gesamten Projektverlaufs sicherzustellen. Übersetzungen sind nicht als reine Sprachübertragung zu verstehen, sondern haben die fachlichen, kulturellen und dramaturgischen Besonderheiten internationaler Zielgruppen angemessen zu berücksichtigen.
Die technische und gestalterische Konzeption ist so auszuführen, dass eine spätere Erweiterung um weitere Sprachfassungen grundsätzlich möglich bleibt.
- Betriebs- und Umsetzungsanforderungen
Die vorgeschlagenen Erlebnis- und Vermittlungsangebote sind unter Berücksichtigung der jeweiligen räumlichen, klimatischen und betrieblichen Rahmenbedingungen des Besucherbergwerks zu konzipieren. Dies gilt insbesondere für den Unterschied zwischen klimatisierten und nicht klimatisierten Bereichen sowie für die Anforderungen an einen langfristig sicheren, wirtschaftlichen und wartungsarmen Betrieb.
Für den Einsatz im obertägigen Bereich sind geeignete witterungs- und temperaturbeständige Materialien, Konstruktionen, Medien- und Ausstellungssysteme vorzusehen. Bildschirme, Projektionsflächen, Anzeigesysteme, Grafiken, Beschriftungen und vergleichbare Vermittlungselemente sind hinsichtlich Helligkeit, Ablesbarkeit, Spiegelungsverhalten und Nutzbarkeit unter den tatsächlichen Lichtverhältnissen auszulegen.
Soweit Erlebnis- und Vermittlungsangebote Audio- oder Sprachinhalte vorsehen, sind diese aufeinander sowie auf bestehende oder geplante Klanginstallationen abzustimmen. Die akustische Konzeption ist so auszuführen, dass sich gleichzeitig betriebene Audioquellen nicht gegenseitig beeinträchtigen und die Wahrnehmbarkeit der jeweiligen Inhalte gewährleistet bleibt. Hierzu sind geeignete technische, räumliche, gestalterische oder organisatorische Maßnahmen vorzusehen.
Sämtliche Lösungen sind für den dauerhaften Museums- und Ausstellungsbetrieb zu konzipieren. Hierbei sind insbesondere Wartungsfreundlichkeit, Betriebssicherheit, Ersatzteil- bzw. Nachbeschaffbarkeit, langfristige Verfügbarkeit der eingesetzten Komponenten und Materialien sowie die Möglichkeit eines wirtschaftlichen Betriebs und einer wirtschaftlichen Instandhaltung zu berücksichtigen.
Der AN hat die voraussichtlichen Investitions-, Betriebs-, Wartungs-, Hosting-, Lizenz- und sonstigen Folgekosten der vorgeschlagenen Lösungen nachvollziehbar darzustellen, soweit solche Kosten durch die jeweilige Lösung entstehen. Die vorgeschlagenen Lösungen sind unter Berücksichtigung ihrer Investitions- und Folgekosten zu entwickeln und zu bewerten. Soweit technisch, gestalterisch und funktional gleichwertige Alternativen bestehen, sind Lösungen mit möglichst geringen laufenden Betriebs-, Wartungs- und Folgekosten zu bevorzugen.
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- Technische Schnittstellen und Leistungsabgrenzung
Die Entwicklung der Erlebnis- und Vermittlungsangebote erfolgt parallel zur baulichen Weiterentwicklung des Besucherbergwerks sowie zu weiteren Fachplanungen und Gewerken. Der AN hat die technischen, räumlichen und betrieblichen Anforderungen der vorgesehenen Erlebnis- und Vermittlungsangebote während des gesamten Projektverlaufs eigenständig mit den beteiligten Fachplanern und dem AG abzustimmen.
Im Rahmen der Detail- und Ausführungsplanung sind durch den AN die technischen, funktionalen und betrieblichen Anforderungen der vorgesehenen Erlebnis- und Vermittlungsangebote zu definieren und zu konkretisieren. Soweit für die jeweiligen Lösungen erforderlich, umfasst dies insbesondere Anforderungen an Stromversorgung, Netzwerkanschlüsse, Mediensteuerung, Medienserver, Audio-, Video- und Interaktionssysteme sowie weitere für den Betrieb erforderliche technische Infrastruktur.
Bei der Planung der Medien-, Audio- und Ausstellungstechnik sind die Anforderungen des Denkmalschutzes zu berücksichtigen. Soweit Befestigungen, Leitungsführungen oder sonstige Eingriffe an denkmalgeschützten Bauwerken oder historischen Artefakten erforderlich werden, sind diese durch den AN frühzeitig zu identifizieren, fachlich zu beschreiben und mit dem AG abzustimmen.
Im Rahmen der Konzeptions-, Detail- und Ausführungsplanung sind durch den AN mögliche Wand-, Fassaden- und sonstige Flächen des Besucherbergwerks hinsichtlich ihrer Eignung für die Erlebnis- und Vermittlungsangebote zu bewerten. Sofern die vorgeschlagenen Vermittlungskonzepte die Nutzung solcher Flächen vorsehen, sind die jeweiligen Anforderungen und Rahmenbedingungen frühzeitig mit dem AG sowie den beteiligten Fachplanern abzustimmen. Die finale Festlegung geeigneter Flächen erfolgt im Projektverlauf unter Berücksichtigung der baulichen, betrieblichen und denkmalrechtlichen Anforderungen.
Die für die Umsetzung der Erlebnis- und Vermittlungsangebote erforderlichen Hardware-, Ausstattungs- und Ausstellungselemente sowie die bauliche Umsetzung der Szenografie einschließlich gegebenenfalls erforderlicher Bauleistungen sind nicht Gegenstand der vorliegenden Ausschreibung. Diese Leistungen werden durch den AG in separaten Vergabeverfahren vergeben.
Der AN hat im Rahmen der Leistungsphase 5 (Vergabe) die hierfür erforderlichen technischen Spezifikationen, Planungsgrundlagen und Leistungsverzeichnisse zu erarbeiten sowie die entsprechenden Vergabeverfahren fachlich zu unterstützen.
Sofern Bestandteil der beauftragten Leistungsphasen, übernimmt der AN im Rahmen der Leistungsphase 6 (Baulich-technische Überwachung und Koordinierung der Realisierung) die fachliche Koordinierung und Begleitung der Integration der geplanten Medien-, Ausstattungs-, Hardware- und Steuerungskomponenten in die Ausstellung und im Rahmen der Leistungsphase 7 (Abnahme und Übergabeprozess, Dokumentation und Inbetriebnahme) die Durchführung und Begleitung der erforderlichen Test- und Probeläufe sowie die fachliche Begleitung der Inbetriebnahme, Abnahme und Übergabe.
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- Nutzungsrechte
Mit der finalen Abnahme der erstellten Inhalte und Arbeitsergebnisse gehen sämtliche für den Betrieb, die Weiterentwicklung, die Dokumentation, die Öffentlichkeitsarbeit sowie zukünftige Vermittlungs- und Bildungsangebote erforderlichen Nutzungsrechte zeitlich, räumlich und inhaltlich unbeschränkt auf den AG über. Dies umfasst insbesondere Konzepte, Texte, Grafiken, Illustrationen, Animationen, Audioinhalte, Videoformate, Übersetzungen, Storyboards, Softwarekomponenten sowie weitere im Rahmen des Auftrags erstellte Inhalte.
Werden lizenzpflichtige Inhalte oder Medienbestandteile verwendet, hat der AN sicherzustellen, dass der AG die für den vorgesehenen Einsatz erforderlichen zeitlich, räumlich und inhaltlich unbeschränkten Nutzungsrechte erhält. Wiederkehrende Lizenzgebühren oder nutzungsabhängige Kosten für Medieninhalte, Audio-, Bild-, Video-, Grafik- oder vergleichbare Medienbestandteile sind nicht zulässig. Die erforderlichen Rechte sind durch den AN nachzuweisen.
- Korrekturschleifen und Freigaben
Die Entwicklung der Arbeitspakete erfolgt in enger Abstimmung mit dem AG. Für alle wesentlichen Konzept-, Entwurfs- und Produktionsergebnisse sind verbindliche Freigabeschritte vorzusehen.
Für Arbeitspaket 1 sind zwei Abstimmungs- und Korrekturschleifen vorzusehen. Die finale Freigabe des Gesamtkonzepts durch den AG ist Voraussetzung für den Übergang in die weitere Entwurfs- und Produktionsplanung.
Für den im Arbeitspaket 3 vorgesehenen Erlebnisraum ist zwischen Leistungsphase 2 (Konzept) und Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung) der im Abschnitt 1.2 „Projektspezifische Zusatzleistungen“ beschriebene Proof-of-Concept durchzuführen. Der Übergang in die Entwurfsplanung erfolgt erst nach Freigabe der Ergebnisse durch den AG.
Für die Umsetzung der einzelnen Erlebnis- und Vermittlungsangebote sind vor Beginn der Ausführungs- und Produktionsleistungen die hierfür erforderlichen Feinkonzepte vorzulegen. Diese umfassen, soweit für die jeweilige Lösung erforderlich, insbesondere Drehbücher, Skripte, Storyboards, Interaktionskonzepte, Gestaltungsentwürfe, technische Umsetzungskonzepte sowie weitere zur Beschreibung der geplanten Umsetzung geeignete Unterlagen. Aus den finalen Feinkonzepten muss die inhaltliche, gestalterische und technische Umsetzung eindeutig hervorgehen. Hierfür sind je Arbeitspaket zwei Korrekturschleifen mit dem AG vorzusehen. Die Umsetzung darf erst nach schriftlicher Freigabe durch den AG beginnen.
Für das Arbeitspaket 2 sind zwei Korrekturschleifen für Charakterdesign, visuelle Gestaltung, Stimme und Tonalität vorzusehen. Die finale Gestaltung ist vor Beginn der Medienproduktion durch den AG freizugeben.
Vor der finalen Übergabe sind sämtliche im Rahmen der Ausschreibung entwickelten Erlebnis- und Vermittlungsangebote durch den AN auf ihre Funktionsfähigkeit, Vollständigkeit und Übereinstimmung mit den freigegebenen Konzepten zu prüfen. Für die Inbetriebnahme und den
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Betrieb der entwickelten Lösungen sind drei gemeinsame Test- und Optimierungsschleifen mit dem AG vorzusehen. Soweit technische Systeme, Medieninstallationen, Softwareanwendungen oder Steuerungssysteme Bestandteil der jeweiligen Lösung sind, sind diese im Rahmen der Test- und Optimierungsschleifen gesondert auf ihre Funktionsfähigkeit, Betriebssicherheit und Integrationsfähigkeit zu prüfen.
Erst nach erfolgreicher Durchführung der vorgesehenen Tests sowie der Behebung wesentlicher Mängel erfolgt die finale Abnahme.
- Dokumentation und Übergabe
Sämtliche im Rahmen des Projekts erstellten Konzepte, Inhalte, Entwürfe, Planungsunterlagen, Medienproduktionen, Softwarekomponenten, Dokumentationen sowie sonstigen Arbeitsergebnisse sind dem AG nach Projektabschluss in geeigneter digitaler Form zu übergeben.
Sofern technisch möglich und sinnvoll, sind bearbeitbare Ausgangsdateien sowie offene oder marktübliche Dateiformate bereitzustellen. Dies umfasst insbesondere Projektdateien, Quellmaterialien, Grafik- und Layoutdateien, Audio- und Videodateien, Softwarestände, technische Spezifikationen, Planungsunterlagen, Produktionsdaten sowie weitere für den späteren Betrieb, die Pflege, die Nachproduktion oder die Weiterentwicklung erforderliche Unterlagen.
Soweit analoge oder hybride Vermittlungslösungen entwickelt werden, sind zusätzlich die hierfür erforderlichen Gestaltungs-, Produktions- und Ausführungsunterlagen in einer Form zu übergeben, die eine spätere Nachproduktion, Anpassung oder Weiterentwicklung ermöglicht.
- Barrierefreiheit
Die Anforderungen an Barrierefreiheit sind über alle Arbeitspakete hinweg zu berücksichtigen. Die in diesem Leistungsverzeichnis formulierten Anforderungen stellen Mindestanforderungen dar.
Der AN hat sämtliche im Rahmen dieses Auftrags zu entwickelnden Erlebnis- und Vermittlungsangebote barrierearm und unter Berücksichtigung der jeweils einschlägigen gesetzlichen Vorgaben und technischen Standards zur Barrierefreiheit zu konzipieren und umzusetzen. Dies gilt sowohl für analoge als auch für digitale und hybride Vermittlungsangebote.
Für sämtliche im Rahmen dieser Ausschreibung entwickelten Erlebnis- und Vermittlungsangebote sind barrierearme Alternativangebote in Form einer Audiodeskription sowie einer Fassung in Leichter Sprache vorzusehen. Die konkrete Ausgestaltung kann abhängig von der jeweiligen Vermittlungsform und den Anforderungen des jeweiligen Arbeitspakets variieren. Ziel ist es, die wesentlichen Inhalte, Zusammenhänge und Vermittlungsziele der
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Erlebnisangebote für Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen zugänglich zu machen und ein möglichst durchgängiges sowie gleichwertiges Besuchserlebnis zu ermöglichen.
Die im Rahmen der Ausschreibung entwickelten Inhalte, Medienproduktionen, Softwareanwendungen, Gestaltungs- und Vermittlungskonzepte sind darüber hinaus so zu strukturieren und zu dokumentieren, dass eine spätere Ergänzung weiterer barrierearmer oder barrierefreier Vermittlungsangebote grundsätzlich ohne grundlegende Neukonzeption möglich bleibt. Dies betrifft insbesondere zusätzliche Sprachfassungen, Angebote in Gebärdensprache, erweiterte Audiodeskriptionen sowie weitere zukünftige Formen barrierefreier Vermittlung.
Soweit digitale Anwendungen, Medienangebote, Interaktionssysteme oder audiovisuelle Vermittlungsformate Bestandteil der jeweiligen Lösung sind, sind insbesondere die Anforderungen der EN 301 549 in der jeweils geltenden Fassung, der WCAG 2.2 mindestens auf Konformitätsniveau AA sowie der BITV 2.0, soweit anwendbar, zu berücksichtigen.
Bei analogen oder hybriden Vermittlungsangeboten sind die Anforderungen an eine möglichst barrierearme Nutzung, Orientierung, Wahrnehmbarkeit und Zugänglichkeit angemessen zu berücksichtigen. Hierbei sind insbesondere die einschlägigen Anforderungen der DIN 18040, soweit anwendbar, zu beachten.
Die konkrete Ausgestaltung der Barrierefreiheitsmaßnahmen ist durch den AN im Rahmen der jeweiligen Konzeption zu entwickeln, mit dem AG abzustimmen und im weiteren Projektverlauf umzusetzen.
Die vorgesehenen Lösungen sind in geeigneten Phasen des Projektverlaufs unter Einbeziehung relevanter Betroffenenverbände sowie Vertreterinnen und Vertretern der jeweiligen Zielgruppen zu testen und zu validieren. Ziel ist es, die barrierefreie Nutzbarkeit der entwickelten Erlebnis- und Vermittlungsangebote bereits während der Konzeptions- und Umsetzungsphase zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen.
- Qualitätssicherung und Inbetriebnahme
Vor der Übergabe der jeweiligen Arbeitsergebnisse sind durch den AN geeignete Maßnahmen zur Qualitätssicherung durchzuführen. Dies umfasst insbesondere die Prüfung der fachlichen, inhaltlichen, gestalterischen, technischen und betrieblichen Qualität der entwickelten Erlebnis- und Vermittlungsangebote.
Soweit technische Systeme, Medieninstallationen, Softwareanwendungen oder Schnittstellen Bestandteil der jeweiligen Lösung sind, sind deren Funktionsfähigkeit, Stabilität und ordnungsgemäße Integration zu überprüfen. Darüber hinaus sind die inhaltliche Richtigkeit, die sprachliche Qualität, die Einhaltung der freigegebenen Konzepte sowie die Erfüllung der Anforderungen dieses Leistungsverzeichnisses sicherzustellen.
Im Folgenden werden die Zielsetzungen der Arbeitspakete beschrieben. Die Leistungen umfassen grundsätzlich alle Leistungsphasen der HOAS 2 und die dort beschriebenen Kernleistungen sowie die in der Ausschreibung benannten projektspezifischen
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Zusatzleistungen. Abweichungen hiervon werden im jeweiligen Arbeitspaket ausdrücklich benannt.
Eine zusätzliche Auflistung der wichtigsten Eckpunkte der Aufgaben und Leistungen sowie Details zu Abgabemodalitäten pro Arbeitspaket finden Sie in Anhang 02.
Open-Source-Anforderungen und Vorgaben des Förderprogramms Smart Cities
Das Vorhaben wird im Rahmen des Förderprogramms „Modellprojekte Smart Cities“ gefördert. Die jeweils geltenden Vorgaben des Fördermittelgebers sind durch den AN zu berücksichtigen und einzuhalten.
Soweit im Rahmen dieses Auftrags Softwareanwendungen, digitale Anwendungen, Schnittstellen, Steuerungs-, Interaktions- oder vergleichbare Softwaresysteme entwickelt oder angepasst werden, sind diese grundsätzlich als Open-Source-Lösungen umzusetzen. Für den Einsatz der entwickelten Software dürfen dem AG keine laufenden Lizenzkosten entstehen.
Die entwickelten Softwarelösungen sind unter einer geeigneten Open-Source-Lizenz bereitzustellen, die eine Nutzung, Anpassung, Weiterentwicklung und Weiterverbreitung durch den AG sowie durch vom AG beauftragte Dritte ermöglicht.
Sofern im Rahmen des Projekts eigenentwickelte Softwarekomponenten entstehen, sind diese einschließlich der zugehörigen Dokumentation entsprechend den Vorgaben des Fördermittelgebers zur Veröffentlichung auf der Plattform OpenCode bereitzustellen. Die hierfür erforderlichen Unterlagen und Informationen sind dem AG vollständig zu übergeben.
Die verwendeten Open-Source-Komponenten, Frameworks, Bibliotheken und Lizenzmodelle sind nachvollziehbar zu dokumentieren. Darüber hinaus ist eine verständliche technische Dokumentation bereitzustellen, die den Betrieb, die Pflege, Anpassung und Weiterentwicklung der entwickelten Lösungen ermöglicht.
Der Einsatz proprietärer Softwarekomponenten ist nur zulässig, soweit deren Verwendung technisch zwingend erforderlich ist und keine fachlich gleichwertige Open-Source-Alternative verfügbar ist. Die Erforderlichkeit ist durch den AN nachvollziehbar zu begründen.
Arbeitspaket 1: Entwicklung eines Gesamtkonzepts für den obertägigen Bereich des Besucherbergwerks Wolfstein
Im Rahmen der laufenden baulichen Neuordnung und Modernisierung des Besucherbergwerks Wolfstein ist ein übergreifendes Ausstellungskonzept für den Bereich über Tage zu entwickeln. Ziel ist die Schaffung eines zusammenhängenden analogen und digitalen Besuchererlebnisses, das sowohl im Rahmen geführter Touren als auch durch individuell erkundbare Angebote genutzt werden kann.
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Teil der Neukonzeption sind digitale, analoge und hybride Erlebnis- und Vermittlungsangebote des Besucherbergwerks. Für die digitale Erweiterung liegt bereits ein Vorkonzept vor (s. Anlage 01). Die Planung und Produktion dieser Angebote erfolgt in den nachfolgenden Arbeitspaketen der vorliegenden Ausschreibung. Im Rahmen des vorliegenden Arbeitspakets sind diese jedoch in ein übergreifendes Ausstellungskonzept einzubetten und mit weiteren analogen, digitalen und hybriden Vermittlungsangeboten zu einem schlüssigen Gesamterlebnis zu verbinden.
Hierfür ist eine übergreifende narrative Struktur für das gesamte Areal zu entwickeln. Die im Vorkonzept definierten inhaltlichen Ansätze sind hinsichtlich des Gesamterlebnisses weiterzuentwickeln, aufeinander abzustimmen und räumlich sinnvoll in Bezug auf die vorhandenen historischen Artefakte und Erlebnisorte des Besucherbergwerks zu verorten. Hierzu zählen insbesondere die Kalköfen, die Kalkmühle, die Transmission, das Zechenhaus sowie weitere historische Bestandteile des Bergwerksareals.
Neben der inhaltlichen und dramaturgischen Konzeption umfasst das Arbeitspaket die Entwicklung eines Raumnutzungs-, Besucherführungs- und Betriebskonzepts. Hierbei sind der Besucherfluss und die Besucherführung so zu planen, dass sowohl eine individuelle Ausstellungserkundung als auch die parallele Durchführung geführter Touren möglich sind und Besucherströme bedarfsgerecht gelenkt werden können. Darüber hinaus sind barrierefreie Wegeführungen und Vermittlungsangebote unter Berücksichtigung der geltenden Anforderungen an die Barrierefreiheit in die Konzeption zu integrieren. Bestandteil des Arbeitspakets ist zudem die Entwicklung eines detaillierten Termin- und Meilensteinplans für die weitere Projektbearbeitung. Der Terminplan hat insbesondere die Konzeptions-, Planungs-, Vergabe-, Beschaffungs-, Umsetzungs-, Test- und Abnahmephasen einschließlich der hierfür erforderlichen Abstimmungs- und Freigabeprozesse zu berücksichtigen. Die Planung ist so auszulegen, dass die fristgerechte Umsetzung des Gesamtprojekts einschließlich aller nachgelagerten Vergabe-, Beschaffungs- und Umsetzungsleistungen bis spätestens zum 30.09.2027 gewährleistet werden kann.
Die Entwicklung des Ausstellungskonzepts erfolgt auf Grundlage des vom AG bereitgestellten Vorkonzepts, Planungsunterlagen, Archivmaterialien, Oral-History-Inhalte sowie weiterer projektbezogener Unterlagen. Die inhaltliche Ausarbeitung erfolgt durch den AN in enger Abstimmung mit dem AG und unter Einbeziehung der aktuellen Bergwerksführerinnen und Bergwerksführer als fachliche Wissensträger des Besucherbergwerks.
Das Arbeitspaket 1 muss bis zum 15.11.2026 abgeschlossen sein.
Sämtliche im Rahmen dieses Arbeitspakets zu erstellende Konzepte, Planungsunterlagen und Arbeitsergebnisse sind dem AG bis zu diesem Zeitpunkt in finaler und abgestimmter Fassung vorzulegen. Die Freigabe der Ergebnisse aus Arbeitspaket 1 bildet die Voraussetzung für die weitere Bearbeitung der nachfolgenden Arbeitspakete.
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Arbeitspaket 2: Entwicklung der medienübergreifenden Erzählfigur „Otto Kappel“ für das Besucherbergwerk Wolfstein
Im Rahmen dieses Arbeitspakets ist die historische Figur Otto Kappel als zentrale medienübergreifende Erzählfigur für die Erlebnis- und Vermittlungsangebote des Besucherbergwerks Wolfstein zu entwickeln. Otto Kappel war der letzte Bergmann des Kalkbergwerks Wolfstein und soll künftig als wiederkehrendes narratives Element die verschiedenen digitalen Erlebnisangebote miteinander verbinden.
Ziel ist die Entwicklung einer eigenständigen, historisch glaubwürdigen und langfristig nutzbaren Erzählfigur, die sowohl innerhalb der im Rahmen dieses Projekts entwickelten Erlebnisangebote als auch für zukünftige Vermittlungs-, Bildungs- und Kommunikationsmaßnahmen eingesetzt werden kann. Die konkrete gestalterische Ausprägung der Figur ist durch den AN zu entwickeln.
Grundlage der Entwicklung sind die durch den AG bereitgestellten historischen Quellen, Fotografien, Filmaufnahmen, Dokumente, Oral-History-Inhalte sowie weitere projektbezogene Materialien. Historisch belegbare Eigenschaften, Erscheinungsmerkmale und biografische Informationen sind angemessen zu berücksichtigen. Soweit historische Informationen nicht vorliegen oder nicht eindeutig belegbar sind, sind die erforderlichen gestalterischen und dramaturgischen Ergänzungen nachvollziehbar und unter Wahrung der historischen Glaubwürdigkeit zu entwickeln.
Die entwickelte Figur ist so zu gestalten, dass sie medienübergreifend eingesetzt und in unterschiedliche analoge, digitale und hybride Vermittlungsformate integriert werden kann. Die Figur muss insbesondere für den Einsatz in audiovisuellen Inszenierungen, Animationen, grafischen Darstellungen, interaktiven Anwendungen, Druckerzeugnissen sowie weiteren Vermittlungs- und Kommunikationsformaten geeignet sein.
Die Gestaltung der Figur hat zudem eine spätere Nutzung in barrierearmen und barrierefreien Vermittlungsformaten zu ermöglichen. Die Figur ist so zu entwickeln, dass sie neben den Erlebnis- und Vermittlungsangeboten des Besucherbergwerks auch für Kommunikations-, Marketing- und Tourismuszwecke des AG sowie seiner Projektpartner eingesetzt werden kann.
Die Figur ist so zu entwickeln und bereitzustellen, dass sie dauerhaft für statische und animierte Anwendungen nachgenutzt werden kann. Hierfür sind sämtliche für die Erstellung weiterer Animationen, Sprachfassungen und Anwendungsvarianten erforderlichen Ausgangs-, Arbeits- und Quelldateien in bearbeitbarer Form zu übergeben. Die bereitgestellten Daten müssen eine Weiterentwicklung und Nutzung der Figur durch den AG oder durch vom AG beauftragte Dritte ohne unverhältnismäßigen Zusatzaufwand ermöglichen.
Arbeitspaket 3: Konzeption, Gestaltung, Inhaltsentwicklung und Umsetzung einer Intro- Station für das Besucherbergwerk Wolfstein
Im Eingangsbereich des Besucherbergwerks Wolfstein ist eine weitestgehend analoge Intro- Station zu entwickeln, die Besucherinnen und Besuchern einen ersten Zugang zum Gesamterlebnis des Besucherbergwerks vermittelt. Ziel der Station ist die Einführung in die
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Geschichte des Kalkbergwerks, die geologischen und historischen Zusammenhänge des Standorts sowie die Orientierung innerhalb des Besuchererlebnisses.
Die Station dient als zentraler Einstiegspunkt für alle Erlebnisangebote des Besucherbergwerks. Sie soll Besucherinnen und Besuchern einen Überblick über die wesentlichen Themen, historischen Zusammenhänge und Erlebnisbereiche vermitteln und sie in die Lage versetzen, die weiteren Stationen des Besucherbergwerks eigenständig zu erkunden. Gleichzeitig muss die Station als Einstiegspunkt für geführte Touren nutzbar sein und die Anforderungen einer Gruppenvermittlung berücksichtigen.
Die konkrete inhaltliche, gestalterische und technische Ausgestaltung der Station ist durch den AN zu entwickeln. Die Station ist vorrangig als analoge Vermittlungslösung zu konzipieren. Ergänzende mediale oder interaktive Elemente sind zulässig, soweit sie die Vermittlungswirkung sinnvoll unterstützen. Die vorgeschlagene Lösung muss sich hinsichtlich Gestaltung, Besucherführung, Wartungsaufwand und Betrieb sinnvoll in das Gesamterlebnis des Besucherbergwerks einfügen und die Ergebnisse aus Arbeitspaket 1 berücksichtigen.
Bestandteil der Station ist die Vermittlung des Stollensystems des Kalkbergwerks Wolfstein. Hierfür ist eine geeignete kartografische, grafische oder vergleichbare Darstellung zu entwickeln, die Besucherinnen und Besuchern einen verständlichen Überblick über Aufbau, Verlauf und Dimensionen des Bergwerks vermittelt. Die derzeit genutzten historischen Darstellungen können hierbei als Grundlage dienen, sind jedoch im Hinblick auf Verständlichkeit, Orientierung, Lesbarkeit und gestalterische Qualität neu aufzubereiten. Die Darstellung soll insbesondere die Orientierung innerhalb des Stollensystems unterstützen und zentrale Informationen, wie beispielsweise Streckenverläufe, räumliche Zusammenhänge, relevante Kenndaten des Bergwerks sowie die Einordnung der für Besucher zugänglichen Bereiche nachvollziehbar visualisieren.
Die Station ist so zu konzipieren, dass sowohl Einzelpersonen als auch Besuchergruppen die dargestellten Inhalte gleichzeitig erfassen können. Bei der räumlichen Ausgestaltung sind Sichtbeziehungen, Aufenthaltsflächen sowie die Anforderungen geführter Gruppen angemessen zu berücksichtigen. Hierzu können einzelne Bestandteile der Station beispielsweise als Wandinstallation oder in vergleichbarer Form ausgeführt werden, sofern dies die Vermittlungswirkung unterstützt.
Grundlage der Inhaltsentwicklung sind die durch den AG bereitgestellten Archivmaterialien, historischen Quellen, Kartenmaterialien, Oral-History-Inhalte sowie weitere projektbezogene Materialien. Vorhandene historische Karten, Pläne oder vergleichbare Quellen können in die Vermittlung integriert werden, soweit dies fachlich und gestalterisch sinnvoll ist. Die finale dramaturgische, gestalterische und inhaltliche Aufbereitung erfolgt durch den AN.
Arbeitspaket 4: Entwicklung eines immersiven, multimedialen Erlebnisraums im Zechenhaus
Das Zechenhaus bildet den zentralen Erlebnisraum des Besucherbergwerks Wolfstein und soll im Rahmen dieses Arbeitspakets als immersives, multimediales Ausstellungserlebnis
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konzipiert, gestaltet und umgesetzt werden. Der Raum verfügt über eine bespielbare Fläche von ca. 30 m² und soll Besucherinnen und Besuchern ein sinnliches und emotionales Erlebnis der Arbeitswelt des Kalkbergbaus vermitteln.
Das Erlebnis ist als audiovisuelle Rauminszenierung mit einer Gesamtspielzeit von ca. 15 bis 20 Minuten zu entwickeln. Die Inszenierung muss sowohl vor als auch nach einer Führung unter Tage sowie unabhängig von einem Besuch der Stollen funktionieren. Der Einstieg in das Erlebnis muss jederzeit möglich sein, ohne dass auf einen Neustart oder den Beginn einer vollständigen Inszenierung gewartet werden muss. Die Inhalte sind so zu gestalten, dass sie auch bei einem Einstieg während einer laufenden Inszenierung nachvollziehbar bleiben. Der Erlebnisraum ist sowohl für den individuellen Besuch als auch für den Einsatz im Rahmen geführter Touren auszulegen.
Um diese Ansprüche zu erfüllen, sind unterschiedliche Einstiegs- und Nutzungsszenarien vorzusehen. Die Steuerung erfolgt über ein Show-Control-System. Vor Umsetzung der Medienproduktion hat der AN diesbezüglich ein technisch belastbares Betriebs- und Steuerungskonzept vorzulegen und mit dem AG abzustimmen. Die Bedienung des Systems ist auf die Anforderungen des späteren Betriebs auszurichten und wird vor der Umsetzung vom AG freigegeben.
Die Steuerung ist so auszulegen, dass bei Bedarf automatische Aktivierungs- und Betriebsmodi umgesetzt werden können. Insbesondere ist vorzusehen, dass die Inszenierung nach Phasen ohne Besucherbetrieb automatisiert aktiviert werden kann, beispielsweise durch eine geeignete Besuchererkennung an den beiden Zugängen des Erlebnisraums.
Die audiovisuelle Inszenierung erfolgt durch den Einsatz geeigneter Projektions-, Bildschirm- und Medientechnik sowie räumlicher Audiotechnik und ist in deutscher und englischer Sprache zu produzieren. Die deutschsprachige Fassung ist als Standardfassung des Erlebnisraums vorzusehen und wird im Regelbetrieb über die raumbezogene Audiowiedergabe ausgegeben. Die Audioinszenierung ist als Spatial Audio in einer für den Anwendungszweck geeigneten Mehrkanal-Lautsprecherkonfiguration umzusetzen. Die Planung erfolgt unter Berücksichtigung der durch den AG bereitgestellten Ergebnisse der raumakustischen Untersuchung des Zechenhauses.
Für die englischsprachige Fassung ist eine technische Lösung vorzusehen, die eine synchrone bzw. parallele Nutzung zur deutschsprachigen Raumtonfassung ermöglicht. Die Lösung muss so ausgestaltet sein, dass die Nutzung der englischsprachigen Fassung den regulären Betrieb des Erlebnisraums nicht beeinträchtigt. Eine Umsetzung über individuelle Audiogeräte oder vergleichbare technische Lösungen ist grundsätzlich möglich.
Die konkrete technische Umsetzung ist durch den AN im Rahmen des Betriebs- und Steuerungskonzepts zu entwickeln. Für englischsprachige Gruppenführungen ist die englische Sprachfassung zusätzlich als eigenständige Hauptfassung der Rauminszenierung bereitzustellen. Die Konzeption ist so auszuführen, dass eine spätere Ergänzung weiterer Sprachfassungen grundsätzlich möglich bleibt.
Für die im Erlebnisraum produzierten Medieninhalte sind eine Audiodeskription in deutscher Sprache sowie eine Fassung in Leichter Sprache bereitzustellen. Für die Nutzung dieser
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Angebote sind technische Lösungen vorzusehen, die eine synchrone bzw. parallele Nutzung zur deutschsprachigen Raumtonfassung ermöglichen. Die konkrete technische Umsetzung ist durch den AN zu entwickeln und mit dem AG abzustimmen. Die barrierearmen Fassungen müssen die wesentlichen Inhalte, Zusammenhänge und Vermittlungsziele der Rauminszenierung zugänglich machen und ein möglichst gleichwertiges Nutzungserlebnis ermöglichen. Die technische und gestalterische Konzeption des Erlebnisraums ist darüber hinaus so auszuführen, dass eine spätere Ergänzung weiterer barrierearmer oder barrierefreier Vermittlungsangebote, insbesondere Angebote in Gebärdensprache, zusätzlichen Sprachfassungen oder erweiterten Assistenzsystemen, grundsätzlich möglich bleibt.
Die Entwicklung der Inhalte erfolgt auf Grundlage der durch den AG bereitgestellten Archivmaterialien, historischen Quellen, Oral-History-Inhalte sowie weiterer projektbezogener Materialien. Die bereitgestellten Oral-History-Inhalte sind als eigenständige Quelle in die dramaturgische Konzeption einzubeziehen. Vorhandenes historisches Filmmaterial des Besucherbergwerks ist, soweit fachlich und gestalterisch sinnvoll, in die Inszenierung zu integrieren.
Die Leistungen umfassen neben der Konzeption, Planung und Medienproduktion auch die Erstellung der für die Umsetzung erforderlichen technischen Planungsunterlagen und Leistungsverzeichnisse, die fachliche Begleitung der Umsetzung sowie die Unterstützung bei Inbetriebnahme, Testbetrieb und Abnahme des Erlebnisraums im Rahmen der beauftragten Leistungsphasen gemäß HOAS 2.
Für den Erlebnisraum sind zwei Modi als audiovisuelle Rauminszenierungen zu entwickeln und zu produzieren:
a) Die Welt unter Tage – Sinnliche Inszenierung
Die Besucherinnen und Besucher erhalten durch audiovisuelle Eindrücke interessanter Stellen im Bergwerk und räumliche Klangwelten einen emotionalen Zugang zur Arbeitswelt und Umgebung des Kalkbergbaus. Die Inszenierung soll insbesondere die Atmosphäre des Stollens, die Arbeitsbedingungen unter Tage sowie die besondere Charakteristik des Kalkbergwerks vermitteln.
Die Spielzeit dieses Modus beträgt ca. 2 bis 3 Minuten. Die Inszenierung ist als dauerhaft wiederkehrender Loop auszuführen. Hierbei werden alle Projektionen, Bildschirme und Audioquellen des Raums als immersive Gesamtinszenierung bespielt.
b) Einführung in den Kalkbergbau aus Sicht von Otto Kappel in zwei Fassungen
Otto Kappel führt als zentrale Erzählfigur durch die Geschichte des Kalkbergbaus in Wolfstein. Die Vermittlung erfolgt in Form eines zeitlich durchkomponierten audiovisuellen Erlebnisses, das historische Entwicklungen, technische Zusammenhänge, persönliche Erfahrungen sowie die Lebens- und Arbeitswelt des Kalkbergbaus aus seiner Perspektive vermittelt.
Die Erzählungen Otto Kappels sind neben den durch den AG bereitgestellten Materialien durch Anekdoten und O-Töne aus den Oral-History-Interviews sowie Zeitzeugenberichten zu kontextualisieren. Die inhaltliche Struktur und die konkreten Themen ergeben sich aus den
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Ergebnissen von AP 1 sowie den bereitgestellten Projektunterlagen. Eine Übersicht möglicher Themen findet sich in Anlage 05.
Zur Veranschaulichung technischer Abläufe und Arbeitsprozesse sind bis zu fünf digitale Rekonstruktionen, Animationen oder vergleichbare Visualisierungen historischer Werkzeuge, Arbeitsabläufe oder technischer Prozesse des Kalkbergbaus zu erstellen.
Für diesen Modus sind zwei Fassungen zu entwickeln:
Langfassung: Die Fassung richtet sich insbesondere an Besucherinnen und Besucher ohne Teilnahme an einer Führung unter Tage, soll jedoch auch für Besucherinnen und Besucher mit Führung unter Tage einen eigenständigen Mehrwert bieten.
Kurzfassung: Kompakte Erlebnisfassung für Besucherinnen und Besucher nach einer Führung unter Tage. Der Schwerpunkt liegt auf ergänzenden Inhalten, persönlichen Geschichten, historischen Zusammenhängen, technischen Hintergründen oder anderen Themen, die über die Inhalte der regulären Führung hinausgehen.
Die beiden Fassungen sind auf Grundlage einer modularen dramaturgischen Struktur zu entwickeln. Hierfür sind die Inhalte in thematisch und dramaturgisch abgeschlossene Storymodule zu gliedern, die jeweils eigenständig nutzbar sind und sich zu unterschiedlichen Gesamtfassungen kombinieren lassen.
Die Kurz- und Langfassung sind durch den AN als betriebsbereite, vollständig auskomponierte Fassungen bereitzustellen. Die hierfür verwendeten Storymodule, Mediensequenzen, Audioinhalte sowie die zugehörigen Steuerungs- und Ablaufstrukturen sind in einer Form zu übergeben und zu dokumentieren, die eine spätere Bearbeitung, Anpassung und Neukombination der Fassungen ermöglicht. Die im Show-Control-System hinterlegten Abläufe sind editierbar auszuführen und dürfen nicht ausschließlich als fest konfigurierte Endfassungen bereitgestellt werden.
Die modulare Struktur ist so zu entwickeln, dass auch bei einer nachträglich veränderten Zusammenstellung der Inhalte ein nachvollziehbarer dramaturgischer Aufbau sowie eine schlüssige audiovisuelle und narrative Vermittlung gewährleistet bleiben.
Beide Fassungen sind so zu gestalten, dass sie bei Bedarf auch als automatisierter Loop betrieben werden können. Die Spielzeit dieses Modus beträgt insgesamt ca. 15 bis 18 Minuten.
Arbeitspaket 5: Konzeption, Gestaltung, Inhaltsentwicklung und Entwicklung einer Vermittlungslösung zum Kalkbrennen an den historischen Kalköfen
Im Bereich der historischen Kalköfen ist eine Vermittlungsstation zu entwickeln, die den Prozess des Kalkbrennens anschaulich, verständlich und zielgruppengerecht vermittelt. Ziel der Station ist es, die historische Funktion der Kalköfen sowie die einzelnen Arbeitsschritte der Kalkherstellung am authentischen Ort nachvollziehbar zu machen und die historischen Kalköfen als zentrales Artefakt in die Besuchererfahrung einzubinden und in Szene zu setzen.
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Die konkrete inhaltliche, gestalterische und technische Ausgestaltung ist durch den AN zu entwickeln. Analoge, digitale, audiovisuelle, interaktive oder hybride Vermittlungsansätze sind zulässig, sofern sie geeignet sind, die Vermittlungsziele dieses Arbeitspakets zu erfüllen. Die vorgeschlagene Lösung muss sich hinsichtlich Gestaltung, Besucherführung, Wartungsaufwand und Betrieb sinnvoll in das Gesamterlebnis des Besucherbergwerks einfügen.
Grundlage der Inhaltsentwicklung sind die durch den AG bereitgestellten Archivmaterialien, historischen Quellen, Oral-History-Inhalte sowie die Ergebnisse aus Arbeitspaket 1. Eine beispielhafte Darstellung des Brennprozesses ist in Anlage 05 enthalten. Die finale dramaturgische, gestalterische und inhaltliche Aufbereitung erfolgt durch den AN.
Sofern digitale, audiovisuelle oder interaktive Vermittlungselemente vorgesehen werden, sind deren technische und gestalterische Ausgestaltung sowie die hierfür erforderlichen Betriebs- und Nutzungskonzepte durch den AN zu entwickeln.
Arbeitspaket 6: Konzeption, Sounddesign und Umsetzung einer Klanginstallation im Eingangsbereich des Besucherbergwerks
Im Eingangsbereich des Besucherbergwerks Wolfstein ist eine räumliche Klanginstallation zu entwickeln, die Besucherinnen und Besucher bereits beim Betreten des Geländes atmosphärisch und emotional in die Welt des Kalkbergbaus einführt.
Ziel der Installation ist die Vermittlung einer klanglichen Atmosphäre, die die Arbeitswelt des Kalkbergbaus, die historischen Abläufe der Kalkherstellung sowie die besondere Umgebung des Bergwerks erfahrbar macht. Die Klanginstallation dient als einführendes Element des Gesamterlebnisses und soll die Besucherinnen und Besucher auf die weiteren Erlebnisangebote einstimmen.
Die Installation ist vorrangig auf Grundlage eigener, von durch den AN zu erstellenden Tonaufnahmen zu entwickeln. Ergänzend können durch den AG bereitgestellte Archivmaterialien, historische Quellen, Oral-History-Inhalte sowie weiteres geeignetes historisches Material verwendet werden. Hierbei können insbesondere historische Arbeitsgeräusche, Umgebungsgeräusche des Bergwerks, technische Abläufe der Kalkherstellung, Klangwelten des Stollens sowie weitere geeignete Klangquellen eingesetzt werden. Bereits im Rahmen anderer Arbeitspakete entwickelte oder produzierte Klang- und Atmosphärenelemente können, soweit fachlich und gestalterisch sinnvoll, wiederverwendet und in die Klanginstallation integriert werden.
Die konkrete dramaturgische, gestalterische und technische Ausgestaltung der Klanginstallation ist durch den AN zu entwickeln. Die Installation ist als räumliche Audioinszenierung mit einer Spielzeit von ca. 5 bis 10 Minuten zu konzipieren und als wiederkehrender Loop auszuführen. Die Klanginstallation kann sich innerhalb des Loops verändern und unterschiedliche Klangsequenzen enthalten.
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Die Wiedergabe der Klanginstallation erfolgt als mittels eines Mehrkanal-Audio-Systems. Hierfür hat der AN eine geeignete Lautsprecherkonfiguration sowie die hierfür erforderlichen technischen Komponenten zu planen und zu spezifizieren.
Die räumliche Anordnung der Klangquellen hat einen nachvollziehbaren Bezug zu den historischen Artefakten und Funktionsbereichen des Besucherbergwerks herzustellen. Geräusche und Klangereignisse sind nach Möglichkeit an denjenigen Orten im Besucherbereich zu verorten, die inhaltlich mit den dargestellten Arbeitsprozessen oder historischen Funktionen verbunden sind. Dies betrifft insbesondere die Kalköfen, die Kalkmühle, die Transmission sowie weitere historische Bestandteile des Bergwerksareals. Ziel ist die Schaffung einer räumlich erfahrbaren Klanglandschaft, die historische Zusammenhänge vermittelt und die Orientierung sowie das Besuchserlebnis unterstützt.
Arbeitspaket 7: Konzeption, Gestaltung, Inhaltsentwicklung und Entwicklung einer Vermittlungslösung zur historischen Transmission und Kalkmühle
Im Rahmen der Neugestaltung des Besucherbergwerks Wolfstein ist eine Vermittlungsstation zur historischen Transmission und Kalkmühle zu entwickeln. Ziel ist es, die Funktionsweise, Bewegung und historische Bedeutung der Transmission sowie deren Zusammenhang mit der Kalkmühle anschaulich und nachvollziehbar zu vermitteln.
Die historische Transmission und die Kalkmühle bleiben als authentische Artefakte Bestandteil des Besuchererlebnisses und sind als zentrale Bezugspunkte der Vermittlung zu berücksichtigen. Die Transmission befindet sich derzeit noch im bestehenden Zechenhaus und wird im Zuge der baulichen Neuordnung des Besucherbergwerks in den angrenzenden Besucherbereich versetzt. Der funktionale und räumliche Zusammenhang zwischen Transmission und Kalkmühle bleibt dabei erhalten.
Da sowohl die Transmission als auch die Kalkmühle heute nicht mehr betriebsfähig sind, ist mindestens eine digitale Visualisierung der ursprünglichen Funktionsweise, Bewegungsabläufe und Kraftübertragung zwischen den Anlagen vorzusehen. Diese kann beispielsweise in Form einer Animation, einer digitalen Rekonstruktion, eines Videos oder einer vergleichbaren digitalen Darstellung erfolgen. Ziel ist es, die ursprüngliche Funktionsweise der Anlagen sowie ihre Bedeutung für die Kalkverarbeitung sichtbar und verständlich zu machen. Bewegungsabläufe, technische Zusammenhänge und historische Arbeitsprozesse sind nachvollziehbar zu vermitteln und die ursprüngliche Funktion der Anlagen am authentischen Standort erlebbar werden zu lassen.
Die konkrete inhaltliche, gestalterische und technische Umsetzung ist durch den AN zu entwickeln. Die Vermittlungslösung kann analoge, digitale, audiovisuelle, interaktive oder hybride Elemente umfassen. Die digitale Visualisierung der Funktionsweise von Transmission und Kalkmühle ist dabei verpflichtender Bestandteil der Lösung. Die vorgeschlagene Lösung muss sich gestalterisch, dramaturgisch und technisch in das Gesamterlebnis des Besucherbergwerks einfügen und die Ergebnisse aus Arbeitspaket 1 berücksichtigen.
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Grundlage der Inhaltsentwicklung sind die durch den AG bereitgestellten Archivmaterialien, historischen Quellen, Oral-History-Inhalte sowie weitere projektbezogene Materialien. Die finale dramaturgische, gestalterische und inhaltliche Aufbereitung erfolgt durch den AN.
Anhang der Leistungsbeschreibung Folgende Dateien als Anhang an der Leistungsbeschreibung und damit als Bestandteil dieser beigefügt:
Anlage 01 Vorkonzept zur digitalen Erweiterung im Besucherbergwerk Wolfstein.pdf Anlage 02 Detaillierte Leistungsdefinition der Arbeitspakete.pdf Anlage 03 Planungsstand für den Umbau des Besucherbergwerks.zip
Hinweis zu den beigefügten Planunterlagen
Die als Anlagen beigefügten Planunterlagen des Zechenhauses dienen der Information und stellen den zum Zeitpunkt der Ausschreibung vorliegenden Planungsstand dar. Es handelt sich um Vorentwurfsunterlagen, die als Grundlage für die Angebotserstellung und die Entwicklung der Vermittlungskonzeption heranzuziehen sind.
Die bauliche Planung befindet sich derzeit noch im weiteren Abstimmungs- und Genehmigungsprozess. Insbesondere stehen die abschließende Abstimmung mit den zuständigen Stellen sowie die nachfolgenden Planungsphasen noch aus. Weitere Detailinformationen, insbesondere zur Ausführungsplanung, technischen Gebäudeausstattung, Elektro- und Medieninfrastruktur sowie zu einzelnen baulichen Ausführungsdetails, liegen zum Zeitpunkt der Ausschreibung noch nicht vor.
Der Auftragnehmer hat dies bei der Leistungserbringung zu berücksichtigen. Die im Rahmen der Konzepterstellung und Planung entwickelten Lösungen sind grundsätzlich so anzulegen, dass sie an fortgeschriebene Planungsstände angepasst werden können.
Anlage 04 Bildmaterial des obertägigen Bereichs des Besucherbergwerks Wolfstein,pdf Anlage 05 Übersicht möglicher Vermittlungsthemen.pdf
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