Digitale Patienteninformation, Aufklärungsvideos und Behandlungsdokumentation

Status
Vergeben
Angebotsfrist
Nicht angegeben
Geschätzter Wert
2.300.000 EUR
Lose
1
Erfüllungsregion
Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Schleswig-Holstein, Deutschland
Verfahren
Verhandlungsverfahren ohne Aufruf
Auftragsart
Dienstleistung · Rahmenvereinbarung
Veröffentlicht
05.11.2024
CPV-Codes
IT-Dienste: Beratung, Software-Entwicklung, Internet und Hilfestellung (72000000)
Bekanntmachung
ted.europa.eu
Bekanntmachungsnummer
672595-2024
Verfahrensnummer
9ce85b11-a7ca-4503-82d6-1d12ca88a58d

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Kurzbeschreibung

Die Sana Klinikum Offenbach GmbH beschafft eine digitale Lösung für Patienteninformation, digitale Anamnese sowie Pflege- und Behandlungsdokumentation. Die Lösung soll Aufklärungs- und Informationsvideos sowie mehrsprachige Aufklärungsunterlagen bereitstellen, in ein Patientenportal integrierbar sein und Daten strukturiert mit bestehenden Krankenhausinformationssystemen austauschen; zusätzlich werden Lizenzen, Installation, langfristige Projektbegleitung und Schulungen erwartet. Der geschätzte Auftragswert beträgt 2,3 Millionen Euro, die Vertragslaufzeit 1080 Tage, und die Leistungen sind für mehrere Regionen in Deutschland vorgesehen.

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Leistungsbeschreibung

Gegenstand des vorliegenden Vergabeverfahrens ist die noch fehlende Lösung für die vollumfängliche Umsetzung des Fördertatbestands 2 (Digitales Patientenportal (§19 Abs. 1 Satz 1 Nr.5 KHSFV) und 3 (Digitale Pflege- und Behandlungsdokumentation (§ 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 KHSFV)). Die Sana hat das strategische Ziel in vielen Bereichen, vollumfängliche digitale Prozesse zu etablieren. Das Patientenportal nach FTB2 sowie die Digitale Pflege- und Behandlungsdokumentation nach FTB3 sollen den Prozess vor der Aufnahme, während der Behandlung sowie das Überleitungs- und Entlassmanagement unterstützen und eine nahtlose Kommunikation und Informationsaustausch zwischen Patientinnen/en, Ärzten/innen und medizinischem Personal ermöglichen. Die Sana Kliniken AG legt besonderen Wert auf die Erfüllung der Muss-Kriterien gemäß den Vorgaben des KHZG. Die gesuchte Lösung soll dazu dienen, dass Patienten sich bereits vor der physischen Aufnahme in einer Sana-Einrichtung über die bevorstehende Behandlung informieren (z.B. in Form von (Aufklärungs-)Videos) können. Die Einbindung passender Informations-/Aufklärungsfilme führt zu einer größeren Patientenzufriedenheit durch die Erhöhung der Gesundheitskompetenz und besseres Verständnis für den bevorstehenden Eingriff/Behandlung. Die Lösung muss über eine umfängliche Indikationsbibliothek verfügen, da die Sana ein sehr großes Spektrum an Behandlungen anbietet. Das System muss sich in das Patientenportal integrieren lassen. Des Weiteren ist der strukturierte Datenaustausch mit bestehenden Primärsystemen (insb. KIS) ebenfalls Pflicht. Zusätzlich zur Bereitstellung der Lizenzen und der Installation der Lösung wird auch die langfristige Begleitung des Projekts gefordert. Des Weiteren erwartet die Sana Kliniken AG ein ausgereiftes Schulungskonzept mit ausreichender Begleitung durch den Auftragnehmer. Diese Aufträge werden ausschließlich durch die in der Vertragsanlage 3 "Verzeichnis Auftraggeber" genannten Auftraggeber an das(die)jenige(n) Unternehmen erteilt, das(die) zu diesem Zeitpunkt Vertragspartner der Rahmenvereinbarung ist(sind). Die Auftraggeber sind Empfänger von Fördermitteln aus dem Krankenhauszukunftsfonds und danach durch den Fördermittelbescheid zur Einhaltung des Vergaberechts verpflichtet. Einige Auftraggeber sind als öffentliche Auftraggeber im Sinne des GWB ohnehin an das (Kartell-) Vergaberecht gebunden. Die näheren Einzelheiten des konkreten Beschaffungsvorhabens ergeben sich aus den Vergabeunterlagen

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Leistungen nach Losen (1)

  • LOT-0001 · Zuschlag_digitale Behandlungsinformation und Aufklärungsvideos

    4 Funktionale Anforderungen 4.1 Digitale Anamnese - Die Anamnese kann losgelöst von örtlichen Gegebenheiten und asynchron selbst vom Patienten durchgeführt werden. - Neben einer Basisanamnese gibt es auch eine eingriffsbezogene Anamnese sowie eine Pflegeanamnese. - Daten werden strukturiert erfasst und können in weitere Subsysteme weitergegeben werden 4.2 Digitale Aufklärung - Aufklärungsbögen stehen zu einer Vielzahl an Indikationen und mehrsprachig zur Verfügung. - Handschriftliche Annotationen und Individualisierung des Aufklärungsbogens sind möglich. - Aufklärungsvideos und indikationsbezogene Informationen zur Behandlung werden für den Patienten digital zugänglich gemacht. - Dokumente können revisionssicher archiviert werden. 4.3 Digitale Unterschrift - Aufklärungsbögen können digital unterschrieben werden. - Behandlungsverträge, Zusatzleistungen, Formulare, DSVGO-Dokumente, etc. können signiert werden. 4.4 Integration eigener Dokumente - Eigene Dokumente wie Datenschutzvereinbarungen, Wahlleistungen etc. können in den digitalen Workflow integriert und editiert werden. - Dokumente können bearbeitet und elektronisch Unterschrieben werden. 5 Anbindung an Interoperabilitätsplattform Um einen einrichtungsübergreifenden Datenaustausch und Dokumentenzugriff zu ermöglichen, mit denen die Portallösung kommuniziert, wird eine einheitliche technische Infrastruktur benötigt. 5.1 Kurzbeschreibung IOP Die Interoperabilitätsplattform (IOP) wurde konzipiert, um die unterschiedlichen Einrichtungen der Sana Kliniken AG zu vernetzen und einen einrichtungsübergreifenden Datenaustausch und Dokumentenzugriff zu realisieren. Kern des Konzeptes ist es, in jeder Einrichtung harmonisierte Kopien der wesentlichen Daten in einem IHE-Repository zu halten und über diese "Affinity-Domains" hinweg eine zentrale "Datendrehscheibe" aufzubauen, die bei vorliegenden Einwilligungen und Berechtigungen Abfragen nach Dokumenten eines Patienten an die jeweiligen Häuser weiterleitet. Die zentrale Stelle wirkt nach außen wie eine Affinity-Domain, die alle Daten aller Einrichtungen enthält und gibt die eingehenden XDS-Anfragen, nach einer Prüfung der Berechtigungen, an die einzelnen Einrichtungen weiter, bündelt die Ergebnisse und liefert diese aus. So lässt sich ein IHE-Viewer nutzen, um alle Dokumente aus allen Einrichtungen zu sehen. Für die zentrale Stelle wird auch ein Repository verwendet, um Dokumente zu speichern, die keinen Bezug zu einer einzelnen Einrichtung haben. Hier werden Einwilligungen, Profil-Informationen und Zusatzinformationen zu einrichtungsübergreifenden automatischen Systemen abgelegt. Solche automatischen Systeme können auch zum Zugriff auf die Daten berechtigt werden, um z.B. Anwendungen der künstlichen Intelligenz einzusetzen, um generelle Empfehlungen zu erzeugen, die auf Grundlage der Gesamtdaten berechnet werden. Bestandteil des Systems ist auch die Zusammenführung der lokalen Master-Patienten-Index-Einträge (MPI) in einen Sana-weiten Master-Patient-Index (eMPI), der nur für Patienten auch Daten enthält, die in die entsprechende Nutzung explizit eingewilligt haben. Um die dabei notwendigen Repositories auch optimal nutzen zu können, sollen diese losgelöst vom Anbieter der IHE-Umgebung aufgebaut werden und als Nebeneffekt auch als Langfristarchive für digitale Dokumente einsetzbar sein. Die zentrale Komponente soll auch von der Sana-weiten Portallösung "MeineSana" genutzt werden, um die Daten der Portalanwendung abzulegen, aber auch die Funktion des einrichtungsübergreifenden Dokumentenzugriffs zu realisieren. Dabei verbleiben die Daten immer in den Einrichtungen und werden nur nach der Rechteüberprüfung zur Anzeige oder dem Download über das Portal ausgeliefert. Es muss sichergestellt werden, dass die Datenhaltung unter der Patientenhoheit liegt und es eine übergreifende Nutzer- und Zugriffsverwaltung gibt. Es wird davon ausgegangen, dass die Bieter ein eigenes Identity-Management für Patienten nutzen und auch Dokumente austauschbar machen. Die Bieter müssen in der Lage sein ihr eigenes Identity-Management an den eMPI der IOP anzubinden und auch bilaterale Schnittstellen zum Dokumentenmanagement der Einrichtung und von MeineSana aufzubauen.

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LOT-0001 · Zuschlag_digitale Behandlungsinformation und Aufklärungsvideos

Punkte aus dem Leistungsverzeichnis
60 %
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40 %

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