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BNB-Nachhaltigkeitskoordination für den Neubau eines Forschungsarchivs

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 15.09.2026, 12:04 (Europe/Berlin)

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Verhandlungsverfahren (§ 17 VgV) für Leistungen der BNB-Nachhaltigkeitskoordination

  • einschließlich Nachweisführung und Begleitung der Konformitätsprüfung

Neubau Forschungsarchiv „Tor zur Literatur“ Marbach | Marbach am Neckar

BESCHREIBUNG DER VERGABE

  1. August 2026

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Verhandlungsverfahren gemäß § 17 VgVfür Leistungen der BNB-Nachhaltigkeitskoordination

  • einschließlich Nachweisführung und Begleitung der Konformitätsprüfung Neubau Forschungsarchiv „Tor zur Literatur“ Marbach | Marbach am Neckar

BESCHREIBUNG DER VERGABE

Auftraggeber / Vergabestelle Deutsche Schillergesellschaft e.V. vertreten durch Herrn Steffen Schmidt Schillerhöhe 8-10 71672 Marbach am Neckar

EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO): Die Vergabesteuerung gewährt definierten, verantwortlichen Personen Zugriff auf die in der Datenschutzord-

nung vorgesehene Verarbeitung personenbezogener Daten. Diese Daten sind den Verantwortlichen nur in dem für ihre Arbeit notwendigem Umfang zugänglich. Die personenbezogenen Daten werden dabei durch geeignete technische und organisatorische Maßnahmen vor der Kenntnisnahme Dritter geschützt. Sie sind

sicher und verschlüsselt gespeichert bzw. verschlossen gelagert und lediglich von befugten Personen einzusehen. Es werden keinerlei Daten an Dritte weitergege-

ben, sofern dies nicht für die Abwicklung des Verfahrens notwendig ist.

Redaktioneller Hinweis zur Gleichbehandlung: In Anlehnung an das Merkblatt M 19 des Bundesverwaltungsamtes berücksichtigen die Formulierungen des

Textes die sprachliche Gleichbehandlung von Frauen und Männern. Dem dort formulierten Grundsatz folgend, dass eine sprachliche Gleichbehandlung nicht zu

Lasten der Verständlichkeit und Lesbarkeit von Texten gehen darf, ist, wenn notwendig, die Form des generischen Maskulinums (maskuline Personenbezeichnung,

die weibliche und männliche Personen in der Bedeutung vereinen) geschlechtsneutral verwendet.

Quelle Abbildung Deckblatt: Visualisierung, Gustav Düsing Architekt, Berlin, mit Landschaftsarchitektur mahl gebhard konzepte, München

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BESCHREIBUNG DER VERGABE

INHALTSVERZEICHNIS

1 Verfahrensart, Art und Gegenstand der Leistung ............................................................................. 4 2 Auftraggeber / Vergabestelle ........................................................................................................... 4 3 Verfahrensbetreuung ....................................................................................................................... 4 4 Aufgabenstellung ............................................................................................................................. 5 5 Zu vergebende Leistungen ............................................................................................................. 18 6 Auswahlphase ................................................................................................................................ 20 7 Vergabephase ................................................................................................................................. 28 8 Datenaustausch .............................................................................................................................. 34 9 Honorierung / Kostenerstattung .................................................................................................... 34 10 Termine .......................................................................................................................................... 34 11 Übersicht der Unterlagen zum Verfahren ....................................................................................... 35

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BESCHREIBUNG DER VERGABE

BESCHREIBUNG DER VERGABE

1 Verfahrensart, Art und Gegenstand der Leistung

ž Verhandlungsverfahren nach § 17 VgV mit Teilnahmewettbewerb mit einer Auswahlphase und einer Vergabephase ž Vergabe von Leistungen zur planungs- und baubegleitenden Koordination, Beratung, Prüfung, Bewer-

tung, Qualitätssicherung und Dokumentation der Anforderungen des Bewertungssystems Nachhalti- ges Bauen des Bundes (BNB) einschließlich der erforderlichen Nachweisführung und der Begleitung der Konformitätsprüfung. ž Neubau des Forschungsarchivs „Tor zur Literatur“ in Marbach am Neckar ž 3 - 5 Teilnehmer werden zu den Verhandlungsgesprächen aufgefordert.

2 Auftraggeber / Vergabestelle

Deutsche Schillergesellschaft e.V.

vertreten durch Herrn Steffen Schmidt Schillerhöhe 8-10, 71672 Marbach am Neckar

3 Verfahrensbetreuung

THIELE3 ARCHITEKTEN UND INGENIEURE GmbH Engesserstraße 4a | 79108 Freiburg Langgässerweg 26a | 64285 Darmstadt vgv@thielehoch3.de

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4 Aufgabenstellung

Anlass

Anlass für das Vergabeverfahren sind die Koordinations- und Beratungsleistungen für den geplanten Neubau eines Forschungsarchivs unter dem Titel „Tor zur Literatur“. Der bestehende Literaturcampus des Deutschen Literaturar- chivs auf der Schillerhöhe mit Schiller-Nationalmuseum, Archivgebäude einschließlich Erweiterungsbau, Literatur- museum der Moderne und Collegienhaus wird durch ein neues Forschungsarchiv ergänzt.

Der Neubau soll die Bereiche Forschungsarchiv und Magazine, Digitalisierung, Benutzer- und Lesebereiche, Kon- ferenz- und Veranstaltungsräume, Ausstellungs- und Vermittlungsflächen sowie Büro- und Nebenräume aufneh- men. Darüber hinaus soll er als offenes Entree zwischen der Stadt, dem Literaturcampus und dem künftig entste- henden Literaturpark wirken.

Das Wettbewerbsverfahren wurde mit der Preisgerichtssitzung am 11. und 12. März 2026 abgeschlossen. Grund- lage der weiteren Planungen ist der mit dem 1. Preis ausgezeichnete Wettbewerbsentwurf des Wettbewerbssie-

gers. Aus dem anschließenden Vergabeverfahren ist das Büro von Gustav Düsing Architekt aus Berlin in Zusam- menarbeit mit mahl gebhard konzepte aus München als Sieger hervorgegangen. Der Auftraggeber wird die Büros mit den weiteren Planungsleistungen der Gebäudeplanung nach § 34 HOAI beauftragen.

Zur weiteren Umsetzung der Baumaßnahme auf Grundlage des vorliegenden Wettbewerbsentwurfs beziehungs- weise der Vorentwurfsplanung sind nun weitere Planungsleistungen erforderlich.

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Projektbeschreibung

4.2.1 Standort

Quelle Karte: Daten und Kartendienst der LUBW

Der Neubau entsteht auf der Schillerhöhe in Marbach am Neckar auf dem Gelände des ehemaligen Hermann-Zan- ker-Hallenbads sowie den angrenzenden Flächen. Das Wettbewerbsgrundstück umfasst gemäß Auslobung das Flurstück 1145, eine Teilfläche des Flurstücks 1070/A sowie einen Teil der Jahnstraße (Flurstück 1146). Die Gesamt-

fläche des Wettbewerbsgebiets beträgt rund 11.530 m².

Das Grundstück wird westlich von der Straße Schillerhöhe, südlich von der Weimarstraße sowie nördlich von Sport- und Freiflächen begrenzt. Entlang der nördlichen Grundstücksgrenze ist eine 10 m breite, nicht überbaubare Flä- che als zukünftige Verbindung zum Literaturpark freizuhalten.

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Planungsstand

Grundlage der weiteren Planungen ist der Wettbewerbsentwurf von Gustav Düsing Architekt, Berlin, in Zusammen-

arbeit mit mahl gebhard konzepte, München. Der Planungsstand des Wettbewerbsverfahrens ist als Anlage BV.1 der Beschreibung der Vergabe beigefügt.

4.3.1 Auszüge Wettbewerbsbeitrag - Stand Februar 2026

Grundriss Erdgeschoss

Grundriss Obergeschoss

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Querschnitt

Längsschnitt

Ansicht West

Ansicht Süd

4.3.2 Entwurfskonzept (Auszug Erläuterungsbericht)

Im Zentrum der Entwurfsaufgabe standen Fragen nach der Rolle des Bauwerks im Kontext seiner unmittelbaren Umgebung sowie nach seiner Einbindung in übergeordnete architektonische Fragestellungen.

  • Wie können die neuen Baukörper das bestehende Ensemble auf der einen Seite räumlich erweitern und auf der anderen Seite eine neue Ost-West Verbindung schaffen?
  • Wie kann dramaturgisch die Schillerhöhe von Osten her eingeleitet werden und als Auftaktgebäude eine einladende und bürgernahe Geste geschaffen werden?
  • Wie kann die Strategie eines Literaturparks konsequent durch die neue Architektur umgesetzt werden

und Park und Gebäude maximal miteinander verschmelzen?

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  • Wie kann also ein effizientes Archivgebäude poetisch, behutsam und nachhaltig in den bestehenden Kontext integriert werden?
  • Wie kann ein Gebäude zugleich Tor zur Literatur für eine neue Generation sein – und Schutzraum für eine der bedeutendsten Literatursammlungen der Welt?

Herausgekommen sind dabei zwei flache Baukörper, deren begrünte Dächer Teil der Parkanlage werden und sich in Richtung Schillerhöhe erheben. Deren Tektonik und innere Logik die sinnlichen Qualitäten des Außenraums in einen architektonischen Raum überführen. Formen, die zwischen der kleinteiligen Bebauung der Siedlung, dem Literaturpark und den Bestandsgebäuden der Schillerhöhe vermitteln. Zwei Gebäude, die sich über große Glasfas- saden öffnen und Transparenz und Offenheit ausstrahlen. Die auf der einen Seite maximale Zurückhaltung sugge- rieren und sich schützend über ihren wertvollen Inhalt legen und sich auf der anderen Seite zu einer klar lesbaren Silhouette mit eindeutiger Adressbildung aufschwingen.

Der Entwurf entwickelt sich aus der Landschaft heraus, speziell das von Osten nach Westen hin abfallenden Gelände bildet den Ausgangspunkt für eine Serie von landschaftlichen Interventionen die die Gebäude als minimale und ökologisch eingebundene Baukörper mit der Landschaft verschwimmen lassen und gleichzeitig Großformen her- ausbilden die durch ihre Präzision, ihren radikalen Minimalismus und selbstverständlichen Umgang mit Natur- raum, zeitgenössisch sind und einen gestalterisch hochwertigen Beitrag zum aktuellen Nachhaltigkeitsdiskurs lie- fern. Die Dächer der beiden Gebäude sind leicht gekippte Flächen, die sich organisch aus dem Gelände herausfalten

und in ihrer Leichtigkeit die Tradition von der Koexistenz von Landschaft und Architektur im Kontext von Bundes- gartenschauen fortschreiben. Es wird bewusst eine antimonumentale Formsprache gewählt die sich in den Kanon der bereits bestehenden Gebäude, insbesondere das Schiller-Nationalmuseum und das Literaturmuseum der Mo- derne, als sensibles, leichtes und niedrigschwelliges Haus eingliedert. Das Potenzial der Verschmelzung des Areals mit dem im Zuge der Bundesgartenschau entstehenden Literaturparks wird durch die als Teil des Parks erschlosse- nen und an diesen fugenlos anschließenden Dachflächen maximal ausgeschöpft. Die flachen, sich diagonal auf- stellenden Dachformen bieten dabei eine Reihe von Aussichtspunkten (Belvederes) die den Blick über die Land-

schaft freigeben, bei der Orientierung auf dem Gelände helfen und ultimativ mit den bereits bestehen Aussichts- plattformen der Schillerhöhe in einen Dialog treten. Die Dachgärten werden zu Lesegärten, die der Nachbarschaft rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Übergroße Leselampen dienen der Orientierung aktivieren ihre unmittel- bare Umgebung, öffentliche Bücherregale unterstützen die Idee der Literatur als zugängliches Gemeingut. Die Gebäudeteile sind den jeweils öffentlichen (West) und nicht öffentlichen (Ost) Funktionen zugeteilt, wobei sich die Funktionen an der Schnittstelle unterhalb der Jahnstraße verschneiden, Einblicke freigeben und spannenden

Funktionsüberlagerungen zu erzeugen. Während das Empfangsgebäude einen offenen, niedrigschwelligen und

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spielerischen Eindruck erzeugen soll, stellt sich das Archivgebäude als maximal effizientes und genau auf die Be- dürfnisse der Nutzerinnen abgestimmtes Haus dar.

Landschaftsgestaltung

Die Entwicklung der BUGA und der im Rahmenplan vorgesehene Literaturpark werden im Entwurf als zusammen- hängender Freiraum weitergeführt und mit dem Literaturmuseum der Moderne sowie dem Schiller-Nationalmu- seum räumlich verknüpft. Damit wird das „Tor zur Literatur“ als Entree und als verbindendes Gelenk zwischen Lite- raturpark, DLA Campus und den Ankunftsräumen im Süden lesbar. Leitidee ist eine begehbare Dachlandschaft, die sich nahtlos an das Gelände anschließt und den Literaturpark auf die Architektur zieht. So entsteht ein topografisches Kontinuum, das den Literaturpark im Norden, die Aufenthalts- flächen und Lesegärten im Westen und Osten sowie die verkehrlichen Bereiche im Süden barrierefrei miteinander

verbindet. Der Park ist für alle da und bietet eine klare Hierarchie von Wegen und Aufenthaltsorten, die Orientie- rung und Adressbildung unterstützen. Die freiräumlichen Qualitäten entstehen aus der Verzahnung der Zwischen- räume. Flächen zwischen Gebäuden und Park werden nicht als Restflächen behandelt, sondern als programmierte Übergangszonen aktiviert. Lesewiesen, Bücherschränke und differenzierte Sitz und Aufenthaltsangebote fördern Begegnung, Aufenthalt und informelles Lernen. Die Haupterschließung liegt nördlich der beiden Gebäude und führt als eindeutige Promenade zwischen ihnen hindurch. An diese barrierefreie Hauptroute schließt ein ergänzen- des Wegesystem an, das die Dachlandschaft erschließt und den westlichen Bereich des Empfangsgebäudes anbin-

det. Das Gehen durch den Park wird um das Lustwandeln erweitert. Entlang der Wegefolge entstehen erhöhte Auf- enthaltsorte als Belvederes, die Blickbeziehungen aufnehmen, Orientierungspunkte setzen und die landschaftli- che Geste des Daches erfahrbar machen. Die Anforderungen an ruhenden Verkehr werden eingehalten und in die Freiraumorganisation integriert. Fahrradstellplätze sind nutzungsnah verortet. Die Pkw-Stellplätze werden über verkehrsberuhigte Bereiche angebunden, die die Querbarkeit und die Priorität des Fuß- und Radverkehrs im Frei- raum stärken. Der durch die Gebäude entstehende Aushub wird gezielt in das bestehende Gelände nördlich des Grundstücks

integriert und im Bereich der Übergänge von Landschaft zu Dach genutzt. Die Modellierung verbindet Ost und West und stärkt die räumliche Kontinuität des Parks. Der Verlauf der anbindenden Straßen bleibt dabei unberührt. Die Bepflanzung folgt den Nutzungen und schärft Räume durch strukturgebende Gehölze und robuste Staudenbil- der. Wege, Rückzugsorte und Aufenthaltsinseln werden atmosphärisch differenziert. Eine vielfältige, literaturbezo- gene Pflanzenauswahl erzeugt ein Landschaftsbild, das beim Durchschreiten Referenzen und Assoziationen ermög- licht, sodass Autorinnen und Autoren die Besucherinnen und Besucher auf dem Weg durch den Park gedanklich

begleiten.

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Konstruktion und Materialien Um den hohen Ansprüchen an Traglast und Raumklima gerecht zu werden, wurde eine Stahlbetonkonstruktion gewählt. Die Entscheidung, das Archivgebäude zu versenken, unterstützt die energetische Performance des Ge-

bäudes und verlangt im Bereich der an Erdreich anschließenden Bauteile nach einer Massivbauweise. (Wände, Decken, und Dächer). Nichttragende Innenwände werden aus Lehm geplant. Bei den Stützen handelt es sich um massive Stahlstützen, um diese möglichst elegant in Erscheinung zu bringen. Im Bereich der Archive wechselt die freie Anordnung der Stützen in ein regelmäßiges Raster von ca. 8 m x 7 m. In diesem Bereich werden vorgefertigte Stahlbeton- Kappendecken-Elemente verbaut. Diese sparen 55 % Beton gegenüber konventionellen Betondecken, können schnell montiert werden und die großen Spannweiten erlauben eine flexible Nutzung der Archivflä- chen. Um den Verbrauch an Beton weiter zu verringern, wird im Bereich des Empfangsgebäudes eine dünne, elas-

tische gebettete Bodenplatte vorgesehen und die einzelnen Stahlstützen auf Punktfundamente abgeleitet. Die zweifach gekrümmten, hyperbolischen Dächer werden formoptimiert geplant und aus Ort-Beton ausgeführt. Die Glasfassaden im Bereich des Empfangsgebäudes sind 2 Scheibenisolierverglasung mit integriertem Vogel- schutz. Durch den großen Dachüberstand kann auf eine Sonnenschutzverglasung verzichtet werden. Es wird eine farbneutrale, hochtransparente Erscheinung angestrebt. Die Gründungssohle bindet in den ausreichend tragfähigen Lettenkeuper ein. Die Höhenlage der Bodenplatten der Untergeschosse liegen oberhalb des anzutreffenden Grundwasserspiegels – somit ist eine einfache Abdichtung

gegen Sickerwasser und Bodenfeuchte ausreichend.

Detailausschnitt Fassade

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Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit Die Gebäude sind kompakt gehalten und haben ein vorteilhaftes Verhältnis von offenen zu geschlossenen Flächen, was der Nutzung als Archivgebäude geschuldet ist. Das Versenken der Archivflächen bringt zusätzliche Vorteile in den Unterhaltskosten der Gebäude, da sich die Temperatur im Erdreich konstant hält und daher geringer geheizt bzw. gekühlt werden muss. Die Archivflächen lassen sich unterirdisch nach Süden erweitern, was weitere 1.600 m2

Fläche bereitstellen würde. Wir schlagen außerdem vor, nach Beauftragung die Idee eines Unterkellerns des Emp- fangsgebäudes anzustoßen, was pro Geschoss einen Flächenzugewinn von weiteren 3.700 m2 Archivfläche bedeu- ten würde. Die wirtschaftliche und ökologische Belastung durch das Entsorgen des Aushubes wird umgangen; es ist geplant den Aushub vollständig auf dem unmittelbaren Grundstück zur Modellierung des Land- schaftsparks zu verwenden. Die Dachbegrünung ist Teil der Landschaft und ihrer Pflege, sie verbessert dauerhaft das Klima im Gebäude und im Park und bildet einen nachhaltigen Mehrwert für Mensch und Umwelt.

Klima- und Energiekonzept Die Energie- und Klimastrategie des Gebäudes basiert auf einer saisonal unterschiedlichen Nutzung von Geomet- rie, Masse und Verglasung sowie auf einer klaren funktionalen Zonierung der Räume. Im Sommer reduzieren das

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intensiv begrünte Dach (Verdunstungs- und Speichermasse) sowie der mindestens 3 m auskragende Dachüber- stand die solaren Lasten effektiv: Die hochstehende Sommersonne trifft die Fassaden nur minimal. Gleichzeitig wird die große thermische Kapazität des Baukörpers – einschließlich der drei unterirdischen Geschosse – genutzt, um Wärme aufzunehmen und nachts über freie Kühlung wieder abzugeben. Im Winter wirkt dieselbe Geometrie

umgekehrt: Die tief stehende Wintersonne kann unter dem Dachüberstand hindurch in die verglasten Süd- und Westfassaden einfallen und liefert wertvolle solare Gewinne, die den Heizbedarf deutlich reduzieren. Das Gebäude arbeitet damit passiv in zwei Modi: sommerliche Lastbegrenzung durch Verschattung und Speichermasse sowie winterliche Energieernte über transparente Fassaden. Die aktive Haustechnik wird dadurch entlastet und auf nied- rige Leistungsniveaus begrenzt.

Foyer / Atrium

Das zentrale Foyer ist als tageslichtdurchflutetes Atrium konzipiert. Frischluft wird als natürliche Quellluft über Fas- sadenbereiche in das Atrium geführt. Die Vorwärmung der Zuluft erfolgt über Unterflurkonvektoren , eine Fußbo- dentemperierung garantiert thermische Behaglichkeit im Winter wie im Sommer. Eine effiziente Querlüftung wird über öffenbare Oberlichter im Atrium ermöglicht, die insbesondere in den Übergangszeiten und nachts zur freien Kühlung genutzt werden. Die bei Sonneneinstrahlung anstehenden Wärme im Bereich des Oberlichts kann bei Bedarf kontrolliert abgeführt werden.

Bürobereiche Die Bürobereiche profitieren von der Auskragung der Dachflächen, die als robuste und dauerhafte Verschattung wirkt. Die Grundlüftung erfolgt natürlich über öffenbare Fensterflügel in der Fassade, wodurch ein hoher Nutzer- komfort und eine Reduktion des mechanischen Lüftungsbedarfs erreicht werden. Die Raumkonditionierung erfolgt über wassergeführte Fußbodenheizung die auch zur Kühlung herangezogen werden kann und mit niedrigen Vor- und Rücklauftemperaturen betrieben werden um eine hohe Energieeffizienz zu ermöglichen.

Archivbereiche Die Archivräume sind bewusst erdberührend angeordnet, um stabile Temperatur- und Feuchtebedingungen zu gewährleisten. Durch den Verzicht auf direkte solare Einstrahlung und die Minimierung der Infiltration wird ein optimaler Schutz der Archivobjekte erreicht und platzraubende Anlagentechnik reduziert. Die Belüftung erfolgt über eine zentrale mechanische Zuluftanlage mit bedarfsgerechter Be- und Entfeuchtung. Im Sinne einer energe- tisch effizienten Luftführung wird eine Kaskadenlüftung eingesetzt: Die Abluft aus dem Archiv strömt in das Atrium

und trägt dort zur Belüftung der angrenzenden Zonen bei.

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Das Gebäudedach bleibt bewusst frei von technischen Aufbauten. Luftansaugung und -abführung erfolgen seitlich im Fassadenbereich sowie über definierte Kernzonen. Die Energieversorgung erfolgt über Wärmepumpen in Kom- bination mit Geothermie. Ergänzend werden glasintegrierte Photovoltaikelemente in den Oberlichtern (ca. 200m2) eingesetzt, um regenerative Energie direkt am Gebäude zu erzeugen.

Außenraum und Mikroklima Das intensiv begrünte, öffentlich begehbare Dach fungiert als Erweiterung des Literaturparks. Es übernimmt Funk- tionen der Regenwasserrückhaltung und -versickerung, verbessert das lokale Mikroklima durch Verdunstung und trägt zur Erhöhung der Biodiversität bei. Gleichzeitig nutz die begrünte Dachfläche um thermische Spitzen im Ge- bäude zu reduzieren. Das Klimakonzept folgt konsequent der Architektur: passiv, zoniert und landschaftlich integriert. Geometrie, Masse und Nutzung übernehmen den größten Teil der Klimaarbeit – die Technik ergänzt nur dort, wo sie notwen- dig ist.

Grundzüge für ein Brandschutzkonzept Brandabschnitte Nach § 19 VStättVO müssen (3) Versammlungsstätten mit Versammlungsräumen von insgesamt mehr als 3600

m² Grundfläche eine automatische Feuerlöschanlage haben. Die Gesamtfläche des Veranstaltungsbereiches be- trägt weniger als 3.000 m². Dieser soll als ein Großraum betrachtet werden, eine selbsttätige Löschanlage ist nicht erforderlich. Lagerräume und Technikräume werden durch feuerbeständige Wände abgetrennt. Das Magazinge- bäude wird durch eine Brandwand vom Veranstaltungsbereich abgetrennt. Im Magazingebäude werden die De- cken feuerbeständig sein. Die offen geführte Treppe erhält einen Raumabschluss durch feuerbeständige Wände, an oberster Stelle Öffnungen zur Rauchableitung. Die Raumgröße der einzelnen Magazinräume ist in Abstimmung mit dem Bauherren auf Grundlage eines Sicherheitskonzeptes abzustimmen. Bei einer Ausdehnung von max. ca.

80 m ist eine weitere Unterteilung vorauszusetzen.

Rettungswege Versammlungsbereich: Der Konferenzraum, der von der übrigen Fläche abgetrennt werden kann, erhält einen un- mittelbaren Ausgang ins Freie. Alle vom Großraum des Veranstaltungsbereiches abgetrennten Aufenthaltsräume erhalten Sichtverbindung zum Großraum. Von der Großraumfläche existieren zahlreiche Ausgänge unmittelbar ins Freie. Das Magazingebäude verfügt über einen notwendigen Treppenraum. Dieser hat seinen Ausgang ins Freie

im 1. Obergeschoss. Aufenthaltsräume erhalten zwei Rettungswege, neben der Anbindung an den Treppenraum

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einen Ausgang ins Freie oder in einen gesicherten Bereich (anderen Brandabschnitt. Die zulässige Rettungsweg- länge im Veranstaltungsbereich wird eingehalten. Im Magazingebäude wird durch Übergänge in gesicherte Berei- che die Rettungsweglänge entsprechend verkürzt.

4.3.3 Strukturdaten (Stand März 2026)

Nutzfläche ca. 12.145 m² Bruttogrundfläche BGF (R+S) ca. 15.425 m² Bruttorauminhalt BRI (R+S) ca. 70.054 m3

Baukosten

Die zuletzt genehmigten Baukosten setzen sich wie folgend zusammen:

Kostenanteil KG 300: ca. 33,00 Mio. EUR netto

Kostenanteil KG 400: ca. 16,90 Mio. EUR netto Kostenanteil KG 500: 1,00 Mio. EUR netto

Durchführungszeitraum / Projektlaufzeit

Mit den Leistungen der BNB-Nachhaltigkeitskoordination soll unmittelbar nach der Beauftragung begonnen wer-

den. Die Leistungen sind planungs- und baubegleitend bis zum Abschluss der BNB-Konformitätsprüfung ein- schließlich der Bearbeitung etwaiger Rückfragen und Nachforderungen der zuständigen Konformitätsprüfungs- stelle zu erbringen. Die abschließenden BNB-Bewertungs- und Nachweisunterlagen sind nach Fertigstellung des Bauvorhabens und nach Vorliegen aller für die Zertifizierung erforderlichen Planungs-, Ausführungs-, Inbetriebnahme-, Mess- und Do- kumentationsunterlagen bei der zuständigen Konformitätsprüfungsstelle einzureichen. Der konkrete Einrei- chungstermin ist im Projektverlauf mit dem Auftraggeber und der Konformitätsprüfungsstelle abzustimmen.

Folgender Bauzeitplan ist vorgesehen (Stand:11.08.2025, Deutsches Literaturarchiv, Marbach) ž Baubeginn: Q2/2029 ž Baufertigstellung: Q1/2032

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Rahmenbedingungen

Die Planung und Ausführung erfolgen auf Grundlage des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen des Bundes

(BNB). Für das Bauvorhaben ist eine Zertifizierung in der Qualitätsstufe Silber zu erreichen.

Für das Vergabeverfahren ist die Systemvariante für Büro- und Verwaltungsgebäude, Modul Neubau, Version 2015 (BNB_BN, Neubau, V 2015) anzuwenden. Bewertungsgegenstand ist der gesamte Neubau „Tor zur Literatur“ einschließlich der zugehörigen, unmittelbar ge- nutzten ober- und unterirdischen Gebäudeteile. Die Bilanzierungs- und Berechnungsgrenzen richten sich nach den Vorgaben der festgelegten BNB-Systemvariante und den einschlägigen Kriteriensteckbriefen.

Zuständige Konformitätsprüfungsstelle ist die Oberfinanzdirektion Baden-Württemberg, Bundesbau Baden-Würt- temberg, Betriebsleitung, Aufgabengebiet B32: Zuwendungsbau, Nachhaltiges Bauen.

Der Auftragnehmer hat die festgelegten System- und Projektgrundlagen bei Aufnahme seiner Leistungen zu be- rücksichtigen. Erforderliche Detailabstimmungen zur Anwendung einzelner BNB-Kriterien sind durch den Auftrag- nehmer vorzubereiten, mit dem Auftraggeber und der zuständigen Konformitätsprüfungsstelle abzustimmen und zu dokumentieren.

Förderung

Das Vorhaben wird durch den Bund und das Land Baden-Württemberg gefördert. Die Finanzierung erfolgt paritä- tisch, gemäß dem festgelegten Festbetrag.

Vorbefasste Planungsbüros

Für die zur Vergabe anstehenden Leistungen der BNB-Nachhaltigkeitskoordination wurden keine projektbezoge- nen Vorleistungen erbracht. Es wurde lediglich eine im Rahmen der Vorprüfung der Wettbewerbsbeiträge 15 Nach- haltigkeitskriterien bewertet.

Weitere Planungsbeteiligte

ž Objektplanungsleitungen Gebäude und Innenräume Gustav Düsing Architekt, Berlin ž Objektplanungsleistung Freianlagen mahl gebhard konzepte, München ž Tragwerksplanung wh-p Beratende Ingenieure, Stuttgart

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ž Fachplanung ELT + Förderanlagen Ing. Büro Kummich & Weißkopf, Bopfingen ž Fachplanung HLS + MSR solares bauen, Freiburg ž Fachplanung Brandschutz Krämer Evers, Stuttgart ž Fachplanung Bauphysik N.N.

Planungsstand

4.10.1 Zertifizierung

Hinsichtlich der Koordinatoren- und Beratungsleistungen zur Zertifizierung wurden bisher keine Leistungen er-

bracht. Eine abgestimmte BNB-Zielvereinbarung, eine vollständige BNB-Ausgangsbewertung sowie ein projekt- spezifisches Nachhaltigkeits-Pflichtenheft liegen daher noch nicht vor. Die genannten Unterlagen sind im Rahmen der zu vergebenden Leistungen auf Grundlage der Projekt- und Pla- nungsunterlagen sowie der mit dem Auftraggeber abzustimmenden Nachhaltigkeitsziele zu erstellen. Das Nach- haltigkeits-Pflichtenheft ist während des Planungs- und Bauprozesses fortzuschreiben und zu konkretisieren.

4.10.2 Gebäudeplanung / Fachplanungen

Die Objekt- und Fachplanungsleistungen befinden sich derzeit in den Leistungsphasen 1-2 (Vorentwurfsplanung) gemäß § 34, § 51 und § 55 HOAI. Die Entwurfsplanung einschließlich Kostenberechnung ist entsprechend dem aktuellen Rahmenterminplan bis zum 15.02.2028 vorgesehen. Die Genehmigungsplanung (Leistungsphase 4)

schließt sich anschließend an. Ein Auszug der Vor- bzw. Entwurfsplanung ist als Anlage beigefügt.

Planungsgrundlagen

Für die weitere Planung werden die folgenden Unterlagen als gesetzte Grundlage zur Verfügung gestellt: ž Anlage BV.1: Wettbewerbsentwurf von Gustav Düsing Architekt, Berlin, in Zusammenarbeit mit mahl

gebhard konzepte, München, Stand März 2026, pdf-Dateien ž Anlage BV.2: RifT-Muster M221_5_Anl1 Bund Stand: Dezember 2024 (Angebotsphase).

Als methodische Grundlagen gelten insbesondere die festgelegten BNB-Systemunterlagen, Kriteriensteckbriefe, Zielvereinbarungstabellen, Pre-Check-Muster, das Muster des energetischen Pflichtenhefts sowie der Bericht zur Bewertung der Nachhaltigkeit in der für das Projekt vereinbarten Fassung.

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BESCHREIBUNG DER VERGABE

Das projektspezifische Nachhaltigkeits-Pflichtenheft wird durch den Auftragnehmer auf Grundlage dieser Unterla- gen sowie des vorhandenen Projekt- und Planungsstandes erstellt und nach Freigabe durch den Auftraggeber fort- geschriebene Planungsgrundlage.

5 Zu vergebende Leistungen

Der Auftraggeber sieht für die Vergabe der Leistungen der BNB-Nachhaltigkeitskoordination ein Verhandlungsver-

fahren mit Teilnahmewettbewerb nach § 17 VgV vor. Gegenstand des Auftrags ist die planungs- und baubegleitende Koordination, Beratung, Prüfung, Bewertung, Qua- litätssicherung und Dokumentation der Anforderungen des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen des Bundes (BNB) einschließlich der erforderlichen Nachweisführung und der Begleitung der Konformitätsprüfung für den Neubau des Forschungsarchivs „Tor zur Literatur“ in Marbach am Neckar. Ziel ist die Erreichung des für das Projekt festgelegten BNB-Qualitätsstandards Silber. Mit den Leistungen ist unmittelbar nach Beauftragung zu beginnen. Der bei Auftragserteilung vorhandene Bear-

beitungsstand ist zu prüfen. Festgestellte Lücken und Risiken sind zu dokumentieren, hinsichtlich ihrer Auswirkun- gen auf die BNB-Zielerreichung zu bewerten und den zuständigen Projektbeteiligten zuzuordnen.

Die Zuordnung zu Leistungsphasen der HOAI dient ausschließlich der zeitlichen Einordnung und Schnittstellenbe- schreibung. Das vollständige und verbindliche Leistungsbild ergibt sich aus der Anlage BV.2: RifT-Muster M221_5_Anl1 Bund Stand: Dezember 2024. Maßgeblich sind die dort ausgewählten und projektspezifisch er- gänzten Leistungspositionen.

Grundleistungen

Der Begriff „Grundleistungen“ bezeichnet innerhalb dieser Vergabebeschreibung den verbindlich vorgesehenen Leistungsumfang der BNB-Nachhaltigkeitskoordination. Eine Einordnung als Grundleistung im Sinne der HOAI ist damit nicht verbunden. Die nachfolgende Zuordnung zu Leistungsstufen und Leistungsphasen dient ausschließ- lich der zeitlichen Einordnung der Leistungen der BNB-Nachhaltigkeitskoordination in den Projektablauf.

Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich abschließend aus der Anlage BV.2: RifT-Muster M221_5_Anl1 Bund Stand: Dezember 2024.

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BESCHREIBUNG DER VERGABE

Schwerpunktmäßig sind zunächst folgende Leistungen zu erbringen: ž Leistungsstufe 1: Aufstellung einer abgeschlossenen Grundlagenermittlung (Leistungsphase 1 und Teile aus Leistungsphase 2 gemäß HOAI) beziehungsweise Leistungen nach Teil B, Nummer 2 des Leit- fadens Nachhaltiges Bauen; die dort aufgeführten Anforderungen sind zu berücksichtigen ž Leistungsstufe 3: Aufstellung einer abgeschlossenen Entwurfs- und Genehmigungsplanung (Leis- tungsphasen 3 und 4 gemäß HOAI) sowie der Bauunterlage / Projektunterlagenach RBBau ž Leistungsstufe 4: Aufstellung einer abgeschlossenen Ausführungsplanung (Leistungsphase 5 gemäß HOAI) ž Leistungsstufe 5: Vorbereitung und Durchführung der Vergabe (Leistungsphasen 6 und 7 gemäß HOAI) ž Leistungsstufe 6: Objektüberwachung und Dokumentation (Leistungsphase 8 gemäß HOAI) sowie Do-

kumentation – Inbetriebnahme – Zertifizierung Die Leistungen im Zusammenhang mit der Vorbereitung und Durchführung des bereits abgeschlossenen Pla- nungswettbewerbs sind nicht Gegenstand des Auftrags.

Sonstige Leistungen (optional)

Ergänzend zu dem unter Ziffer 5.1 beschriebenen verbindlichen Leistungsumfang behält sich der Auftraggeber vor,

die nachfolgend aufgeführten sonstigen und optionalen Leistungen zu beauftragen. Der konkrete Leistungsum- fang ergibt sich abschließend aus der Anlage BV.2: RifT-Muster M221_5_Anl1 Bund Stand: Dezember 2024 (An- gebotsphase). Maßgeblich sind die in der Leistungsanlage ausgewählten Positionen und die im Honorarformblatt hierfür vorge- sehenen Vergütungen. ž Leistungen im Bereich „Material- und Produktkatasters“ ž Leistungen im Bereich „Ökobilanzierung“ ž Leistungen im Bereich „Berechnung der Lebenszykluskosten“ ž Leistungen im Bereich „Durchführung, Auswertung und Bewertung von Messungen“ ž Leistungen im Bereich „Prüfen von Konzepten, die im Rahmen der Planung erstellt wurden“ ž Leistungen im Bereich „Nutzerhandbuch“ ž Leistungen im Bereich „Wassergebrauchskennwert“ Die Leistungen werden nur ausgeführt, soweit sie durch die Auftraggeber ausdrücklich beauftragt werden. Ein An- spruch auf Beauftragung optionaler Leistungen besteht nicht.

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BESCHREIBUNG DER VERGABE

Zusatzleistungen (optional)

5.3.1 Zusatzleistung 1

Zusätzliche Projekttreffen Über die im verbindlichen Leistungsumfang und in der Leistungsanlage enthaltenen Workshops, Besprechun- gen und Vor-Ort-Termine hinausgehende, vom Auftraggeber gesondert angeordnete Projekttreffen werden auf Grundlage eines im Honorarangebot anzugebenden Einheitspreises vergütet. Es sind 5 zusätzliche Termine pauschal anzubieten. Die Pauschale umfasst die Vorbereitung, Teilnahme, Nachbe-

reitung und Dokumentation des Termins. Darüber hinaus ist je weiterem zusätzlichen Termin ein Einheitspreis anzugeben.

5.3.2 Zusatzleistungen 2

Zusätzliche Leistungen nach gesondertem Abruf Zusätzliche Leistungen, die über den verbindlich festgelegten Leistungsumfang hinausgehen, werden nur nach vorheriger schriftlicher Beauftragung durch den Auftraggeber erbracht.

Stufen- und abschnittsweise Beauftragung

Der Auftraggeber behält sich eine stufenweise (zunächst Leistungsstufe 1) Beauftragung vor.

Nebenkosten

Als Pauschale auf das Gesamtnettohonorar anzubieten. Somit sind alle sonstigen Nebenkosten abgedeckt.

6 Auswahlphase

Teilnahmebedingungen

Teilnahmeberechtigt sind natürliche und juristische Personen, die die geforderten fachlichen Anforderungen erfül- len:

Fachliche Anforderungen / Berufsbezeichnung: Qualifikation BNB-Koordinator

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BESCHREIBUNG DER VERGABE

Anforderungen BNB-Koordinator: Der BNB-Nachhaltigkeitskoordinator ist der fachliche Berater und Systemanwender, der über nachgewiesene Kenntnisse des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen des Bundes verfügt und diese zielgerichtet in das Projekt einbringt. Er begleitet und dokumentiert das Projekt nach Maßgabe des für das Vorhaben verbindlich festgelegten

BNB-Systems und koordiniert die für die Bewertung und Nachweisführung erforderlichen Leistungen. Projektbegleitend berät und unterstützt er den Auftraggeber sowie die beteiligten Objekt- und Fachplanungen bei den im BNB-Bewertungs- und Konformitätsprüfungsprozess erforderlichen Schritten. Er begleitet den Prozess vom bei Beauftragung vorliegenden Projekt- und Planungsstand über die weitere Planung und Bauausführung bis zur Einreichung der Abschlussdokumentation und zur Bearbeitung der vertraglich vorgesehenen Rückfragen und Nachforderungen der zuständigen Konformitätsprüfungsstelle.

Die für die Auftragsausführung als BNB-Koordinator vorgesehene Person muss über eine entsprechende Zu- satzqualifikation im Bereich des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen verfügen. Als Nachweis ist eine Bestäti- gung über die Eintragung im Bundesregister Nachhaltigkeit unter Ausweisung der Zusatzqualifikation BNB-Koor- dinator, BNB-Berater oder BNB-Sachverständiger oder ein gleichwertiger Qualifikationsnachweis vorzulegen. Die Zusatzqualifikation Nachhaltigkeit sowie der Zeitpunkt ihres Erwerbs beziehungsweise der Eintragung in das Bun- desregister Nachhaltigkeit sind zu benennen. Bei einem gleichwertigen Qualifikationsnachweis sind die ausstel- lende Stelle, die Bezeichnung und die wesentlichen Inhalte der Qualifikation sowie der Zeitpunkt des Erwerbs an-

zugeben.

Bei natürlichen Personen sind die fachlichen Anforderungen erfüllt, wenn die für die Auftragsausführung vorgese- hene verantwortliche Projektleitung zur Führung der Berufsbezeichnung Architekt oder Ingenieur gemäß dem zum Zeitpunkt der Bekanntmachung gültigen Architektengesetz Baden-Württemberg beziehungsweise Ingenieurge- setz Baden-Württemberg befugt ist. Ist in dem Herkunftsstaat des Bewerbers die Berufsbezeichnung nicht gesetz- lich geregelt, so erfüllt die Person die fachlichen Anforderungen, wenn sie über ein Diplom, Prüfungszeugnis oder

einen sonstigen Befähigungsnachweis verfügt, dessen Anerkennung gemäß der Richtlinie 2005/36/EG in der durch die Richtlinie 2013/55/EU geänderten Fassung über die Anerkennung von Berufsqualifikationen gewähr- leistet ist.

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BESCHREIBUNG DER VERGABE

Bei juristischen Personen sind die fachlichen Anforderungen erfüllt, wenn zu ihrem satzungsgemäßen Geschäfts- zweck Planungsleistungen gehören, die der anstehenden Planungsaufgabe entsprechen, und wenn der bevoll- mächtigte Vertreter der juristischen Person beziehungsweise die für die Auftragsausführung vorgesehene verant- wortliche Projektleitung die fachlichen Anforderungen erfüllt, die an natürliche Personen gestellt werden.

Bewerbergemeinschaften natürlicher und juristischer Personen sind ebenfalls teilnahmeberechtigt, wenn jedes Mitglied der Bewerbergemeinschaft teilnahmeberechtigt ist.

Mehrfachbewerbungen natürlicher oder juristischer Personen oder von Mitgliedern von Bewerbergemeinschaften können zum Ausschluss der Beteiligten führen.

Auswahl der Teilnehmer für das Verhandlungsverfahren

6.2.1 Grundsätze

Zur Überprüfung der Fachkunde, Leistungsfähigkeit, Erfahrung und Zuverlässigkeit der Bewerber, insbesondere ihrer Eignung und Kompetenz für die Planungsaufgabe, werden eindeutige und nichtdiskriminierende Kriterien

festgelegt. Dabei wird differenziert zwischen formalen Kriterien für die Zulassung zum Auswahlverfahren und in- haltlichen Kriterien zur Beurteilung der Eignung im Auswahlverfahren. Zur Gewährleistung von Transparenz, Nach- vollziehbarkeit und Nachprüfbarkeit wird das Auswahlverfahren dokumentiert.

6.2.2 Zulassung zum Auswahlverfahren

Bewerber bzw. Bewerbergemeinschaften, die zur Auswahl zugelassen werden wollen, müssen den formalen Zulas- sungskriterien ausnahmslos genügen. Sie belegen dies auf dem vorgegebenen Teilnahmeantrag und mit weiteren Nachweisen, die für die Zulassung zur Auswahl gefordert sind. Zum Auswahlverfahren wird nur zugelassen, wer den Teilnahmeantrag fristgerecht elektronisch über die Vergabe- plattform eingereicht hat. Unterlagen zum Teilnahmeantrag, die über den geforderten Umfang hinausgehen, wer-

den nicht berücksichtigt.

Zulassungskriterien: ž Fristgerechte Einreichung des Teilnahmeantrags mit allen geforderten Unterlagen (elektronisch) über die Vergabeplattform.

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BESCHREIBUNG DER VERGABE

ž Vollständig ausgefüllter Teilnahmeantrag mit allen erforderlichen Unterlagen und Unterschrift in Schriftform gemäß § 126b BGB des Bewerbers bzw. des Vertreters der Bewerbergemeinschaft. ž Für Bewerbergemeinschaften gilt: Die Bewerbergemeinschaft hat mit ihrem Teilnahmeantrag eine Er- klärung aller Mitglieder abzugeben, in der die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft im Auftragsfall er- klärt ist und in der alle Mitglieder aufgeführt sind (siehe Anlage T.1 Formblatt „Bewerbergemein- schaft“). Der mit der für die Durchführung des Vertrags bevollmächtigte Vertreter ist zu bezeichnen und es ist zu bestätigen, dass der bevollmächtigte Vertreter die Mitglieder gegenüber dem Auftraggeber rechtsverbindlich vertritt. ž Angaben über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach § 123 und 124 GWB erfolgen als Ei- generklärung im Teilnahmeantrag sowie mit der Anlage T.3_Formblatt „Rechtslage“, die Angabe über das Vorliegen einer Berufshaftpflichtversicherung in Höhe von 1,0 Mio. EUR für Personen und sonstige Schäden erfolgt im Teilnahmeantrag. Liegen zu Ausschlussgründen und Berufshaftpflicht keine Eigen- erklärungen vor, führt dies ohne Weiteres zum Ausschluss. Es wird darauf hingewiesen, dass die Ei- generklärungen beim Fehlen nicht nachgefordert werden (§ 56 Abs. 2 Satz 2 VgV).

Bewerber qualifizieren sich durch die Erfüllung der o. g. Zulassungskriterien (formale Kriterien) für die qualitative Auswahl.

6.2.3 Auswahlverfahren

Den Nachweis der fachlichen Eignung und Kompetenz erbringen die Bewerber durch Nachweise, Erklärungen und Referenzen in Form von Referenzprojekten, in denen sie darlegen, inwieweit sie den Auswahlkriterien genügen. Um einen ausreichenden Wettbewerb sicherzustellen und aussagekräftige Referenzen zu erhalten, weicht der ge- forderte Zeitraum, in der die aufgeführten Referenzprojekte an den Nutzer übergeben werden müssen, von § 46 Abs. 3 Nr. 1 VgV ab und wurde auf 10 Jahre festgelegt.

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BESCHREIBUNG DER VERGABE

6.2.4 Auswahlkriterien

Leistungskriterien
1Technische Leistungsfähigkeit
Anzahl der Berufsträger (BT / Architekten oder Ingenieure mit glw. Qualifikation; BNB-Koordinator): durchschnittliche Anzahl der Berufsträger (BT) der letzten 3 Ge- schäftsjahre (2023 / 2024 / 2025)bis 2 BT: 3 bis 4 BT: über 4 BT:1 Punkt 3 Punkte 5 Punkte
2Berufliche Leistungsfähigkeit / Referenzen
2.1 Referenzprojekt Kategorie A: Abgeschlossene Zertifizierung nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) für Neubau Nichtwohngebäude mit öffentlichem Auftraggeber ž Baukosten KG 300/400: mind. 5,0 Mio. EUR netto ž Zeitpunkt nach 01.01.2016 bis 23.08.2026 BNB-Konformi- tätsprüfung abgeschlossen beziehungsweise BNB-Zertifikat erteilt ž Angabe Bauherr/Auftraggeber (Anschrift, Ansprechpartner)1 Projekt: 2 Projekte:4 Punkte 8 Punkte (max. 8 Pkte.)
2.2 Referenzprojekt Kategorie B: Abgeschlossene Zertifizierung nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) für Neubau allgemein mit vergleichbarer Komplexität (z.B. Bil- dungsbau) – Auftraggeber allgemein ž Baukosten KG 300/400: mind. 10,0 Mio. EUR netto ž Zeitpunkt nach 01.01.2016 bis 23.08.2026 BNB-Konformi- tätsprüfung abgeschlossen beziehungsweise BNB-Zertifikat erteilt ž Angabe Bauherr/Auftraggeber (Anschrift, Ansprechpartner)1 Projekt: 2 Projekte:3 Punkte 6 Punkte (max. 6 Pkte.)

Die Angaben nach Ziffer 1 erfolgen als Eigenerklärungen im Teilnahmeantrag.

Die Referenzen nach Ziffer 2 sind im Teilnahmeantrag aufzulisten (siehe Teilnahmeantrag Pkt. 9 Checkliste Teilnah- meantrag mit Anlagen), der Nachweis erfolgt über die Formblätter „Referenzen“ in Anlage T.4.

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BESCHREIBUNG DER VERGABE

Ein zusätzliches Datenblatt mit Darstellung der Referenzprojekte ist zulässig, die ergänzenden Referenzblätter soll- ten jedoch je Referenzprojekt auf eine DIN A4-Seite, vorzugsweise Querformat, beschränkt werden.

Zum optimalen Nachweis der Leistungsfähigkeit wird empfohlen, gegebenenfalls eine Bewerbergemeinschaft zu

bilden. Auf die Möglichkeit der Eignungsleihe wird ausdrücklich hingewiesen.

6.2.5 Hinweise zur Anerkennung der Referenzprojekte

Bei den Referenzprojekten muss es sich um unterschiedliche Projekte handeln.

Zur Anerkennung als Referenzprojekt muss das Projekt jeweils alle geforderten Kriterien erfüllen. Wird ein Krite- rium nicht erfüllt, kann das Projekt nicht als Referenzprojekt anerkannt werden. Eine Abstufung der Punktevergabe je nach Umfang der erfüllten Einzelkriterien erfolgt nicht. Jede Referenz kann nur einmal anerkannt werden.

Bei den Referenzen 2.1 und 2.2 muss es sich um die unterschiedlichen Projekte handeln.

Mit Einreichung der Referenzprojekte wird die Einhaltung der o. g. Voraussetzungen bestätigt.

Maximale Punktzahl: Insgesamt können in den Bereichen 1 bis 2 zusammen maximal 19 Punkte erreicht werden.

Mindestpunktzahl:

Im Bereich 1 beträgt die zu erreichende Mindestpunktzahl zusammen 1 Punkt; im Bereich 2 (Referenzen) beträgt die zu erreichende Mindestpunktzahl zusammen 7 Punkte.

6.2.6 Auswahl

Für die Vergabephase qualifiziert sind alle Teilnehmer, die in den Bereichen 1 und 2 die jeweils geforderte Min- destpunktzahl und somit in Summe mindestens 8 Punkte erreichen.

Für die Vergabephase sollen mind. 3 und max. 5 Bieter ausgewählt werden. Die Auswahl der Bieter erfolgt auf- grund der Rangfolge der erreichten Punkte der Gesamtbewertung (absteigende Rangfolge). Bei Bewerbern mit

gleicher Punktzahl entscheidet das Los.

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BESCHREIBUNG DER VERGABE

Nachrücker: Zur Abgabe eines Erstangebotes aufgeforderte Bewerberinnen werden dringend gebeten, die AG un- verzüglich zu informieren, sollten sie sich gegen eine Angebotsabgabe entscheiden. Die AG behält sich vor, in die- sem Fall die/den nach Maßgabe dieser Ziffer des Verfahrensbriefs punktemäßig nachfolgende Bewerberin nach- rücken zu lassen, also als Bieterin zuzulassen. Die/der nachrückende Bewerberin erwirbt hierdurch keinen An-

spruch auf Verlängerung der Erstangebotsfrist.

Es wird empfohlen, die Unterlagen (Teilnahmeantrag, Formblätter, etc.) aus dem Verfahren zu verwenden. Freie Bewerbungen werden dennoch berücksichtigt. Die Anzahl der Bewerbungsunterlagen ist nicht beschränkt. Aber: Bewerbungsunterlagen, die nach Erreichen der max. Punktzahl über den geforderten Umfang hinausgehen, wer- den nicht berücksichtigt.

Zur Gewährleistung von Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Nachprüfbarkeit wird das Auswahlverfahren doku- mentiert. Alle Bewerber erhalten auf schriftliche Nachfrage die von Ihnen erreichte Punktzahl sowie die Punktzahl, bis zu welcher die Bewerber zu den Vergabegesprächen zugelassen wurden.

6.2.7 Vorab ausgewählte Teilnehmer

Es sind keine Teilnehmer vorab ausgewählt.

Hinweis zur Bewerbung

Die Kommunikation erfolgt ausschließlich über die Vergabeplattform

Die Bewerbungen sind ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform einzureichen. Die Verfahrenssprache ist ausschließlich Deutsch. Die Kommunikationssprache nach Vertragsabschluss und während des aufrechten Ver- tragsverhältnisses ist Deutsch.

Alle Teile der Ausschreibungsunterlagen sind verbindlich und entfalten die darin vorgesehenen Rechtsfolgen, die u. a. auch zum Ausschluss eines Bewerbers vom weiteren Verfahren oder Ausscheiden eines Angebotes führen können bzw. müssen.

Der Auftraggeber behält es sich vor, innerhalb der Angebotsfrist, gegebenenfalls unter Verlängerung der Frist, Be- richtigungen und Ergänzungen zu den Ausschreibungsunterlagen vorzunehmen und diese allen Interessenten bzw. Bewerber und Bieter über die elektronische Vergabeplattform mitzuteilen.

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BESCHREIBUNG DER VERGABE

Stellt der Interessent bzw. der Bewerber oder der Bieter in den Unterlagen Widersprüche fest oder erscheinen ihm einzelne Punkte nicht zweifelsfrei, so hat er sich durch Rückfragen an den Auftraggeber Klarheit zu verschaffen. Fallen einem Interessenten, Bewerber bzw. Bieter Fehler oder (vermutete) Verstöße gegen Vergabebestimmungen auf oder hat dieser Bedenken gegen die Art der Ausführung, hat er diese umgehend dem Auftraggeber (siehe

Bekanntmachung – elektronische Vergabeplattform) mitzuteilen.

Der Auftraggeber benachrichtigt die Bewerber bzw. die Bieter im Rahmen der in der EU-weiten Bekanntmachung angegebenen elektronischen Vergabeplattform. Als verbindliche Kontaktdaten der Interessenten gelten.– bis zur Einreichung des Angebots – die Daten der Registrierung in der Plattform. Für die Richtigkeit der Angaben (z.B. der E-Mail-Adresse) der Interessenten/Bieter übernimmt der Auftraggeber (oder die Kontakt-stelle) keine Haftung.

Die vom Bewerber bzw. Bieter angegebene E-Mail-Adresse darf vom Auftraggeber genutzt werden, um etwaige Entscheidungen im Verfahren (z.B. Aufforderung zur Angebotslegung, Absageschreiben, Zusageschreiben, Aus- scheidensentscheidung, Zuschlagsentscheidung, Mitteilung über den Abschluss des Auftrags etc.) an den Bewer- ber bzw. Bieter zu übermitteln (auch außerhalb der elektronischen Plattform). Der Bewerber bzw. Bieter ist ver- pflichtet, die E-Mail-Adresse bzw. seinen damit verbundenen elektronischen Verfügungsbereich entsprechend zu kontrollieren und empfangsbereit zu halten. Etwaige Ereignisse (Serverausfall, Empfang im SPAM-Ordner etc.), die den Zugang einer durch den Auftraggeber an die angegebene E-Mail-Adresse abgesendeten E-Mail in den elekt-

ronischen Verfügungsbereich des Bieters verhindern, gehen ausschließlich zulasten des Bieters.

Rückfragen der Bewerber bzw. der Bieter

Der Datenaustausch und die Kommunikation der Projektbeteiligten erfolgt ausschließlich über die Vergabeplatt- form dtvp. Die Bewerber bzw. die Bieter haben inhaltliche Rückfragen zu den Ausschreibungsunterlagen möglichst frühzeitig und in elektronisch leicht bearbeitbarer Form zu übermitteln. Verspätete Rückfragen werden nicht be-

antwortet, sofern es sich nicht um erforderliche Klarstellungen handelt. Die Beantwortung der Rückfragen erfolgt unter Anführung der anonymisierten Fragen.

Vertraulichkeit, Datenschutz

Der Bewerber bzw. Bieter verpflichtet sich, alle mit den angesprochenen Verfahren in Zusammenhang stehenden Informationen und Unterlagen vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben.

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BESCHREIBUNG DER VERGABE

Die von den Bewerbern bzw. Bietern erbetenen, personenbezogenen Angaben werden im Rahmen des Vergabe- verfahrens nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften verarbeitet und gespeichert. Mit der Registrierung in der Vergabeplattform oder der Abgabe eines Teilnahmeantrages bzw. von einem Angebot erklären sich die Bewerber bzw. die Bieter damit einverstanden, dass die bekanntgegebenen personenbezogenen Angaben und übrigen Da-

ten im Rahmen des Vergabeverfahrens verarbeitet und gespeichert werden.

Ergänzend zu jeder Datenschutzerklärung teilt der Auftraggeber mit, dass Daten auch zum Zweck der Durchführung des Vergabeverfahrens verarbeitet werden. Rechtsgrundlage dieser Datenverarbeitung ist Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO. Im Rahmen des Vergabeverfahrens darf der Auftraggeber personenbezogene Daten direkt über die bevollmäch- tigte Kontaktstelle übermittelt bekommen. Weitere Übermittlungsempfänger können vom Auftraggeber für die Durchführung des Vergabeverfahrens beigezogene Berater sein.

7 Vergabephase

Vergabekriterien

Im Rahmen des Vergabegesprächs wird der Auftraggeber bei der Entscheidung über die Auftragserteilung gemäß

VgV folgende Kriterien heranziehen, welche die erwartete fachliche Leistung bewerten:

VergabekriteriumPunkteWichtung
1. Zusammensetzung und Erfahrung des vorgesehenen Projekt- teams 1.1. Personalspezifische Qualifikation / Erfahrung mit vergleichbaren Projekten der Projektleitung0-525 25

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BESCHREIBUNG DER VERGABE

2. Arbeitsstruktur und Methodik Die Erläuterungen sollen anhand eines vergleichbaren Referenz- projekts erfolgen und Bezüge zur vorliegenden Planungsaufgabe herstellen. 2.1. Methodische Herangehensweise der im Auftragsfall vorgesehenen Projektleitung 2.2. Darstellung Qualitätsmanagement, Aussagen zu den typischen Ri- siken und Fehlern bei der Leistungserbringung in allen zu beauf- tragenden Leistungsphasen, sowie Vorschläge zum Vermeiden die- ser Fehler. 2.3. Kommunikation innerhalb des Planungs-Teams (Objektplaner, Fachplaner, Projektsteuerung), Anleitung des Planungs-Teams im Zertifizierungsprozess 2.4. Terminplanung und Zeitmanagement (Erläuterung anhand Rah- menterminplan für das Projekt mit Darstellung der eigenen Pla- nungsabläufe vom nächstmöglichen Zeitpunkt des Planungsbe- ginns bis zur Fertigstellung; Bewertung der Plausibilität durch Gre- mium), inkl. Zeitkapazität und Verfügbarkeit des Projektleiters.0-5 0-5 0-5 0-545 15 10 5 15
3. Honorarparameter 3.1. Honorarangebot für die gemäß Ziffer 5.1“ Grundleistungen“ mit Ziffer 5.2 „Sonstige Leistungen“ und lt. Anlage BV.2: RifT-Muster M221_5_Anl1 Bund Stand: Dezember 2024 benannten Leistun- gen unter Hinweis: es müssen alle Leistungen angeboten werden. 3.2. Honorarpauschale Zusatzleistung 1 für Projekttreffen vor Ort ge- mäß Ziffer 5.3.1 bis zu 5 Treffen: .... EUR netto; Honorarpauschale je Termin: .... EUR netto 3.3. Nebenkostenpauschale gemäß Ziffer 5.5 in Prozent auf das Ge- samtnettohonorar (Ziffer 3.1 bis 3.2)1-530 30
Maximale gewichtete Punktezahl / Summe Wichtung500100

Erläuterung der Bewertung Vergabekriterien Ziffer 1

0 Punkte nicht gegeben, nicht überzeugend

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BESCHREIBUNG DER VERGABE

1 Punkt sehr gering gegeben, sehr wenig überzeugend 2 Punkte gering gegeben, wenig überzeugend 3 Punkte gegeben, überzeugend 4 Punkte gut gegeben, sehr überzeugend

5 Punkte sehr gut gegeben, sehr sicher überzeugend

Die Bepunktung erfolgt in 0,5-Punkte-Schritten.

5 Wertungspunkte werden erreicht, wenn folgende Merkmale vollständig erfüllt sind: Projektleiter und stellvertretender Projektleiter verfügen anhand der vorgelegten Ausarbeitung über einen äußerst umfangreichen Erfahrungsschatz an mit der Planung vollständig vergleichbarer Maßnahmen. Das setzt eine lang- jährige Berufserfahrung von min. 10 Jahren in dem Bereich der geforderten Beratungsleistungen voraus. Ihre ge- nerelle zeitliche Verfügbarkeit für die zu vergebende Maßnahme wird konkret, plausibel und aussagekräftig (auch unter Benennung etwaiger parallel zu bearbeitender Projekte) dargestellt.

4 Wertungspunkte werden erreicht, wenn folgende Merkmale vollständig erfüllt sind:

Projektleiter und stellvertretender Projektleiter verfügen anhand der vorgelegten Ausarbeitung über einen sehr großen Erfahrungsschatz an mit der Planung weitgehend vergleichbarer Maßnahmen. Das setzt eine langjährige Berufserfahrung von min. 8 Jahren in dem Bereich geforderten Beratungsleistungen voraus. Ihre generelle zeitli- che Verfügbarkeit für die zu vergebende Maßnahme wird konkret und plausibel (auch unter Benennung etwaiger parallel zu bearbeitender Projekte) dargestellt.

3 Wertungspunkte werden erreicht, wenn folgende Merkmale vollständig erfüllt sind: Projektleiter und stellvertretender Projektleiter verfügen anhand der vorgelegten Ausarbeitung über einen großen

Erfahrungsschatz an mit der Planung überwiegend vergleichbarer Maßnahmen. Das setzt eine langjährige Berufs- erfahrung von min. 6 Jahren in dem Bereich geforderten Beratungsleistungen voraus. Ihre generelle zeitliche Ver- fügbarkeit für die zu vergebene Maßnahme wird plausibel (auch unter Benennung etwaiger parallel zu bearbei- tender Projekte) dargestellt.

2 Wertungspunkte werden erreicht, wenn folgende Merkmale vollständig erfüllt sind: Projektleiter und stellvertretender Projektleiter verfügen anhand der vorgelegten Ausarbeitung über einen ausrei- chenden Erfahrungsschatz an mit der Planung teilweise vergleichbarer Maßnahmen. Das setzt eine mehrjährige Berufserfahrung von min. 5 Jahren in dem Bereich geforderten Beratungsleistungen voraus. Ihre generelle zeitli- che Verfügbarkeit für die zu vergebene Maßnahme wird nachvollziehbar dargestellt.

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BESCHREIBUNG DER VERGABE

1 Wertungspunkt wird erreicht, wenn folgende Merkmale vollständig erfüllt sind: Projektleiter und stellvertretender Projektleiter verfügen anhand der vorgelegten Ausarbeitung über erste Erfah- rungen mit der Planung von Gebäuden. Das setzt eine Berufserfahrung von min. 3 Jahren in dem Bereich gefor- derten Beratungsleistungen voraus. Ihre generelle Verfügbarkeit für die zu vergebene Maßnahme wird bestätigt.

Erläuterung der Bewertung Vergabekriterien Ziffer 2

0 Punkte nicht gegeben, nicht überzeugend 1 Punkt sehr gering gegeben, sehr wenig überzeugend 2 Punkte gering gegeben, wenig überzeugend 3 Punkte gegeben, überzeugend 4 Punkte gut gegeben, sehr überzeugend 5 Punkte sehr gut gegeben, sehr sicher überzeugend

Die Bepunktung erfolgt in 0,5-Punkte-Schritten.

5 Wertungspunkte werden erreicht, wenn folgende Merkmale vollständig erfüllt sind: Es werden Instrumente und Maßnahmen für sämtliche Aufgabenschwerpunkte (d. h. für die Ablauforganisation, für die Qualitätssicherung, für die Kostensicherung und -optimierung, Terminsicherung, Fortentwicklung der Pro- jektskizzen und Bewältigung von Schnittstellen) sowie für alle Projektphasen (d. h. Planung, Vergabe und Ausfüh- rung) sehr gut vorgestellt.

4 Wertungspunkte werden erreicht, wenn folgende Merkmale vollständig erfüllt sind: Es werden Instrumente und Maßnahmen für sämtliche Aufgabenschwerpunkte (d. h. für die Ablauforganisation, für die Qualitätssicherung, für die Kostensicherung und -optimierung, Terminsicherung, Fortentwicklung der Pro- jektskizzen und Bewältigung von Schnittstellen) sowie für alle Projektphasen (d. h. Planung, Vergabe und Ausfüh- rung) vorgestellt. Strukturierte und nachvollziehbare Angaben, die eine gute Leistung erwarten lassen, liegen vor.

3 Wertungspunkte werden erreicht, wenn folgende Merkmale vollständig erfüllt sind: Es werden Instrumente und Maßnahmen für sämtliche Aufgabenschwerpunkte (d. h. für die Ablauforganisation, für die Qualitätssicherung, für die Kostensicherung und -optimierung, Terminsicherung, Fortentwicklung der Pro- jektskizzen und Bewältigung von Schnittstellen) vorgestellt. Durchschnittliche Angaben, die einzelne Lücken und/oder Ungereimtheiten aufweisen können und eine durchschnittliche Leistung erwarten lassen, liegen vor.

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2 Wertungspunkte werden erreicht, wenn folgende Merkmale vollständig erfüllt sind: Es werden Instrumente und Maßnahmen für sämtliche Aufgabenschwerpunkte (d. h. für die Ablauforganisation, für die Qualitätssicherung, für die Kostensicherung und -optimierung, Terminsicherung, Fortentwicklung der Pro- jektskizzen und Bewältigung von Schnittstellen) vorgestellt. Angaben weisen Lücken und/oder Ungereimtheiten auf bzw. lassen Schwächen bei der Leistung erwarten oder sind schlechter als in üblichen Angeboten.

1 Wertungspunkt wird erreicht, wenn folgende Merkmale vollständig erfüllt sind: Es werden Instrumente und Maßnahmen für sämtliche Aufgabenschwerpunkte (d. h. für die Ablauforganisation, für die Qualitätssicherung, für die Kostensicherung und -optimierung, Terminsicherung, Fortentwicklung der Pro- jektskizzen und Bewältigung von Schnittstellen) vorgestellt. Angaben weisen erhebliche Lücken und/oder Unge- reimtheiten auf bzw. lassen erhebliche Schwächen bei der Leistung erwarten oder sind erheblich schlechter als in anderen Angeboten.

Erläuterung der Bewertung Ziffer 3 Honorarparameter

5 Punkte Angebot mit der niedrigsten geprüften Honorarsumme … … 0 Punkte fiktives Angebot mit dem 2,0-fachen der niedrigsten geprüften Honorarsumme

Alle Angebote, die über dem fiktiven Angebot liegen, erhalten ebenfalls 0 Punkte. Die Punkteermittlung für die dazwischenliegenden Honorarsummen erfolgt über eine lineare Interpolation mit bis zu zwei Stellen nach dem Komma.

Die Honorartafeln der HOAI 2021 stellen lediglich Orientierungswerte für eine angemessene Honorarhöhe dar. Der Auftraggeber wird sich bei der Honorierung an den entsprechenden Honorartafeln, die an Art und Umfang der Aufgabe und an der Leistung ausgerichtet sind, sowie am Leistungsbild der HOAI orientieren.

Für den Auftraggeber ist die Angemessenheit des Honorars entscheidend.

Hinweis: eine Honorarberechnung durch den Teilnehmer ist erforderlich (s. Formblatt Honorarangebot)

Wertung der Vergabekriterien

Der Auftraggeber bewertet die Bieter anhand der Vergabekriterien mit bis zu 5 Punkten. Die Punkte werden ent- sprechend Tabelle 7.1 Vergabekriterien, gewichtet. Insgesamt kann eine (gewichtete) Punktzahl von max. 500 Punkten erreicht werden.

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BESCHREIBUNG DER VERGABE

Jedes Mitglied des Vergabegremiums wird alle Angebote hinsichtlich des jeweiligen Qualitätskriteriums mit einer Note bewerten, wobei die möglichen Noten 5,4,3,2,1 sind und 5 die Bestnote darstellt. Die Bepunktung kann in 0,5 Punkte-Schritten erfolgen Die Gesamtnote des Angebots in jedem Kriterium wird dann durch Bildung des arith- metischen Mittels aller vergebenen Noten der Mitglieder des Vergabegremiums gebildet.

Der nach der Auswertung der Zuschlagskriterien bestplatzierte Bewerber erhält den Auftrag. Bei Punktgleichheit entscheidet das Los.

Zuschlag

Der Zuschlag kann in Anlehnung an § 17 Abs. 11 VgV auf das Erstangebot erfolgen.

Information nach § 134 GWB und Wartefrist

Der Auftraggeber wird den im Vergabeverfahren verbliebenen Bietern mitteilen, mit welchem Bieter der Auftrag abgeschlossen werden soll. In der Mitteilung selbst werden den verbliebenen Bietern das jeweilige Ende der War- tefrist bekannt gegeben, der Namen des Unternehmens, dessen Angebot angenommen werden solle, die Gründe der vorgesehenen Nichtberücksichtigung des jeweils unterliegenden Angebots und den frühesten Zeitpunkt des

Vertragsschlusses.

Vorlage Haftpflichtversicherungsnachweis

Der Nachweis der im Rahmen der Auswahlphase geforderte Eigenerklärung zur Haftpflichtversicherung für Perso- nenschäden und Sachschäden bei einem in der EU zugelassenen Versicherungsunternehmen ist spätestens bei Abgabe des Honorarangebots vorzulegen.

Die Betragshöhe ist im Auftragsfalle durch schriftliche Zusage des Versicherers über die Bereitschaft zur erforderli- chen Höhe der Deckungssumme oder durch den Abschluss einer objektbezogenen Versicherung zu bestätigen. Bei einer Bewerbergemeinschaft ist die Deckungszusage eines Mitglieds der Bewerbergemeinschaft ausreichend.

Die Deckungssummen müssen mindestens betragen: für Personenschäden: 1.000.000,- Euro für sonstige Schäden (Sach- und Vermögensschäden): 1.000.000,- Euro

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  • einschließlich Nachweisführung und Begleitung der Konformitätsprüfung Neubau Forschungsarchiv „Tor zur Literatur“ Marbach | Marbach am Neckar

BESCHREIBUNG DER VERGABE

Ablauf Verhandlungsgespräch

Zur Führung des Auftragsgesprächs erfolgt eine Einladung des vorgesehenen Projektteams im Hannah-Arendt-

Raum im DLA-Archivgebäude Marbach, Schillerhöhe 8-10, 71672 Marbach am Neckar. Die Verhandlungsgespräche finden am 11. Dezember 2026 statt, der genaue Termin mit Uhrzeit wird rechtzeitig bekanntgegeben. Das stimmberechtigte Bewertungsgremium besteht aus Vertretern des Auftraggebers.

In diesem Gespräch wird der vorgesehene Projektleiter gebeten, sich und sein Team vorzustellen und die Projek- tabwicklung für die gestellte Aufgabe möglichst anhand des Projektes darzustellen. Für die Präsentation durch den Bewerber ist ein Zeitrahmen von max. 30 Minuten vorgesehen, für Rückfragen eine Dauer von max. 10 Minuten.

Insgesamt ist eine Gesprächsdauer von nicht mehr als 40 Minuten vorgesehen. Die Präsentation ist vorab zum Verhandlungsgespräch gemeinsam mit dem Erstangebot über die Vergabeplatt- form einzureichen. Die Präsentation ist auch als Handout in dreifacher Ausfertigung für die Mitglieder des Bewer- tungsgremiums zum Vergabegespräch mitzubringen.

8 Datenaustausch

Der Datenaustausch und die Kommunikation der Projektbeteiligten erfolgt ausschließlich über die Vergabeplatt- form dtvp.

9 Honorierung / Kostenerstattung

Für die Ausarbeitung der Bewerbungsunterlagen sowie für die Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Auf- tragsgespräch werden keine Kosten erstattet.

10 Termine

Auswahlphase Absendung der Auftragsbekanntmachung Montag, 24. August 2026 Rückfragenzeitraum bis zum Mittwoch, 16. September 2026 Rückfragenbeantwortung bis Dienstag, 22. September 2026 Frist für den Eingang der Teilnahmeanträge (mind. 30 Tage) Donnerstag, 24. September 2026 Unterrichtung der Bewerber über die Entscheidung der Zulassung zur Teilnahme und Aufforderung Abgabe Erstangebot Montag, 12. Oktober 2026

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BESCHREIBUNG DER VERGABE

Vergabephase Rückfragenzeitraum bis zum Freitag, 06. November 2026 Rückfragenbeantwortung bis zum Montag, 09. November 2026

Abgabe Erstangebot (mind. 25 Tage) Donnerstag, 12. November 2026 bis 12:00Uhr Verhandlungsgespräche Freitag, 11. Dezember 2026

11 Übersicht der Unterlagen zum Verfahren

ž Aufforderung zur Abgabe eines Teilnahmeantrags

ž Beschreibung der Vergabe mit Anlagen: · Anlage BV.1: Wettbewerbsentwurf von Gustav Düsing Architekt, Berlin, in Zusammenarbeit mit mahl gebhard konzepte, München, Stand 11.03.2026, pdf-Dateien · Anlage BV.2: RifT-Muster M221_5_Anl1 Bund Stand: Dezember 2024 (Angebotsphase).

ž Teilnahmeantrag mit

Anlage T.1: Formblatt „Bewerbergemeinschaft“ Anlage T.2: Formblatt „Unterauftrag und Eignungsleihe“ Anlage T.3: Formblatt „Rechtslage“ Anlage T.4: Formblatt „Referenzen“ Anlage T.5: Formblatt „Tariftreue“ Anlage T.6: Formblatt „ILO-Kernarbeitsnormen“ Anlage T.7: Formblatt „Verordnung (EU) 2022/576“

ž Formblatt Honorarangebot (Angebotsphase).

Die vollständigen Unterlagen werden im Rahmen der Auswahlphase im PDF-Format zur Verfügung gestellt, zusätz- lich dazu der Teilnahmeantrag mit den Anlagen T.1 bis T.7 und das Formblatt Honorarangebot als Word-Dokument (.docx).

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Alle Unterlagen dieser Ausschreibung