Anlage 5 Pädagogisches Konzept BS.pdf

Betreuungsleistungen und Essensausgabe für den schulischen Ganztag an Husumer Grundschulen

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 17.09.2026, 12:46 (Europe/Berlin)

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Asmussenstraße 1 25813 Husum Telefon: 04841 / 8 23 12 Telefax: 04841 / 8 79 20 Buergerschule.Husum@schule.landsh.de Einleitung

Die Bürgerschule liegt im Herzen Husums. In unserem denkmalgeschützten Gebäude (erbaut 1876) lernen zur Zeit 260 Schüler Sie werden in Jahrgangsklassen unterrichtet, zur Zeit haben wir immer drei Klassen pro Jahrgang. Neben den 23 Lehrkräften arbeiten in der Bürgerschule 3 Lehrer vom Förderzentrum, 2 Schulsozialarbeiterinnen und 11 pädagogische Mitarbeiterinnen.

Unsere Schule ist ein Ort, an dem Kinder vieler verschiedener Nationalitäten und Kulturen miteinander leben und lernen. Kinder, die mit wenigen Deutschkenntnissen zu uns kommen, werden nach ein bis zwei Wochen in einer Klasse teilintegriert, bekommen in der Globusklasse aber noch intensiven Deutschunterricht. In allen Klassen und Fächern wird mit durchgängiger Sprachbildung das Ziel verfolgt, für alle Kinder ihre Kenntnisse der Sprache zu steigern.

Mit einem Migrantenanteil von über 70% und einem Sozialindex 9 wird unsere Schule Schule seit vielen Jahren im Perspektivschulprogramm gefördert, dass seit 2024 in das Startchancen – Programm übergegangen ist. Über dieses Programm können wir über zusätzliche Gelder verfügen, mit denen wir Personal und Sachmittel „einkaufen“ können.

Schule soll für die Kinder eine positive Erfahrung werden. Eine durchgehende Sprachbildung und die Förderung von Akzeptanz, Toleranz und einem sozialgeprägten Miteinander bestimmen unsere Grundsätze:

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Leitideen und Grundsätzen unserer pädagogischen

Arbeit

Unsere gemeinsame Arbeit wird getragen von gegenseitigem Respekt, vertrauensvoller Offenheit und Achtung vereinbarter Regeln.

Wir legen großen Wert auf die Erziehung zur Gemeinschafts- und Konfliktfähigkeit.

Wir fördern und fordern jedes Kind in seiner individuellen Lernentwicklung.

Wir fördern das Zusammenleben von Kindern verschiedener Muttersprachen und Kulturen.

Gesundheitserziehung hat bei uns einen hohen Stellenwert.

Wir wollen im Lernprozess ganzheitliche Sinnesempfindungen erfahrbar machen.

Wir arbeiten mit außerschulischen Institutionen eng zusammen.

Wir sehen in der intensiven Zusammenarbeit mit den Eltern eine Bereicherung und wichtige Unterstützung für die Kinder.

Gemeinsame Regeln für den Vor – und Nachmittag Ich verhalte mich freundlich. Mit Materialien gehe ich ordentlich um. Ich arbeite leise am Platz. Ich melde mich.

In der Pause spiele ich friedlich. In der Pause bin ich auf dem Schulhof. Zu Begin der Pause gehe ich langsam und leise nach draußen. Am Ende der Pause stelle ich mich mit meiner Klasse auf.

Erinnerung: Gehe bei Problemen und Konflikten zu einer erwachsenen Person auf dem Schulhof.

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Erziehung zur Gemeinschafts- und Konfliktfähigkeit

Wir wollen an unserer Schule den konstruktiven Umgang mit Konflikten fördern, denn nur so ist es den Schülerinnen und Schüler möglich, sich frei zu entwickeln und offen für neue Lerninhalte zu sein. Wir haben an unserer Schule Strukturen, Übungsfelder und Unterrichtsprinzipien geschaffen, um die Gemeinschafts- und Konfliktfähigkeit der Schülerinnen und Schüler in allen Bereichen des schulischen Lebens zu fördern.

Feste Rituale

  • Morgenkreis /Begrüßung
  • Sozialtraining
  • Klassendienste
  • Geburtstagsfeiern
  • (Wochen-)Abschlusskreis
  • Klassenrat
  • Gruppen- und Gesprächsregeln

Fußballregeln in der Pausenzeit

  • Eigenständige Organisation der Spielstruktur bei den Fußballspielen in den Pausen.
  • z.B. Fußballplan

Patenschaften

  • Die vierten Klassen begleiten Kinder der ersten Klassen ein Jahr lang durch den Schulalltag.
  • Leichteres und angstfreies Einleben in den Schulalltag
  • Lernhelfer für bestimmte Unterrichtsphasen
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Teamgeister

  • Programm zum Sozialen Lernen
  • Fester Bestandteil in der Stundentafel

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Erziehungshilfe-Tandem

  • Hospitationen in den KiTas und Übergangsgespräche, Austausch mit der Schulärztin, Austausch mit Fachkräften der Eingliederungshilfe
  • Mitarbeit am Kids-Projekt (Kinder in die Schule)
  • Bedarfsorientierte Koordinierung der Schulassistenz-Stunden und Unterstützung
  • Regelmäßiger Austausch/Zusammenarbeit mit Schulsozialarbeit und ASD
  • Begleitung des Übergangs in die Sek I
  • Beratung und Begleitung der Kollegen bei z.B. Unterrichtsstörungen, Verhaltens-auffälligkeiten von Kindern, Elternarbeit
  • Gestaltung eines gelungenen Übergangs vom Kindergarten in die Schule

Schulsozialarbeit

  • Einzelberatung für Schülerinnen u. Schüler, Eltern und Lehrkräfte • Bei allen Konflikten im schulischen und häuslichen Bereich • Bei Schulschwierigkeiten, Schulschwänzen, Schulversagen • Bei Mobbing und Gewalt • Bei Suchtproblemen und Ängsten
  • Sozialpädagogische Gruppenarbeit • Präventive Gruppenarbeit, z.B. soziales Kompetenztraining • Geschlechterspezifisches Arbeiten
  • Offene Angebote • Ferienprojekte • Projekte zu pädagogischen Themen (Mediennutzung, u.v.m.) • Enge Kooperation mit der Ganztagsschule
  • Vernetzung im Gemeinwesen • Kooperation mit der Jugendhilfe und Beratungseinrichtungen, wie Schulpsychologen, Erziehungsberatung, Suchtberatung und Kinderschutzzentrum • Bei Bedarf Vermittlung von ergänzenden und weiterführenden Hilfen • Regelmäßiger Austausch zwischen Assistenzkräften, Lehrkräften und Poolkräften (multiprofessionelles Team)

Schulassistenz

  • Beginn Januar 2016
  • Implementierung über das Ministerium für Schule und Berufsbildung

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  • Unterstützung: • von Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern im Schulalltag • im sozialen und emotionalem Bereich
  • Durchführung von Fördermaßnahmen in Kleingruppen und Einzelsituationen
  • Regelmäßiger Austausch zwischen Assistenzkräften, Lehrkräften und Schulsozialarbeiter

Pool-Projekt

  • Beginn Schuljahr 2015/2016
  • In Kooperation mit dem Kreis Nordfriesland, dem Diakonischen Werk Husum, der Lebenshilfe Husum und dem Förderzentrum
  • Begleitung, Unterstützung und Förderung der Schülerinnen und Schüler durch pädagogische Fachkräfte
  • Regelmäßiger Austausch zwischen Poolkräften und Lehrkräften

Besondere Förderangebote

räumliche Gestaltung • Doppelklassenräume in der Eingangsstufe • Möglichkeiten der Raumgestaltung für individualisierte Unterrichtsphasen (z. B. Morgenkreis, Gruppengespräche, Rückzugsmöglichkeiten für Kleingruppenarbeiten, Leseecke • Werkraum und Kunstraum • Schülerbücherei und Computerraum mit Arbeitsplätzen • Eigene DaZ Räume mit Arbeitsplätzen

sächliche Ausgestaltung • vielfältiges Material zur Unterstützung individualisierten Lernens • Montessorimaterialien für die Fächer Deutsch und Mathematik • themenbezogene Bücherkisten und Klassenbücherei • Smart-Board • umfangreiche Musikinstrumente

Methodische Prinzipien

  • Morgenkreis
  • Gemeinsames Klassenfrühstück
  • Klassenübergreifende Aktivitäten auf den Fluren
  • Gegenseitige Präsentation von Unterrichtsergebnissen
  • Aktive Pausengestaltung

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  • Lernen mit unterschiedlichen Medien (Computer, Lernwerkstätten, Smart-Board)

  • Internet-ABC

  • Lernen am Außerschulischen Lernort

  • Ausflüge

  • Mehrtägige Klassenfahrten

  • Theater- und Kinobesuche

  • Prinzip des mitverantwortlichen Handelns durch Schüler (Klassenpaten, Klassenrat, ritualisierter Morgenkreis mit festen Sprachmustern zur Stärkung der Persönlichkeit und Gemeinschaft wie zur durchgängigen Sprachbildung)

  • Themenbezogen fächerübergreifendes Lernen auf individuellen Niveaustufen in enger Kooperation mit dem Förderzentrum (z. B. auch SHiB)

  • Lernprozessbegleitende Diagnostik von Anfang an fortlaufend, daraus resultierende individuell erstellte Lern- und Förderpläne

  • stundenweise Doppelbesetzung durch Schulassistenz, Grundschul- und Förderschullehrkräften

  • zeitlich begrenztes Kleingruppentraining z. B. Schriftspracherwerb und mathematische Grundkenntnisse

  • Kleingruppe zum individualisierten Erlernen der deutschen Sprache für Kinder nichtdeutscher Muttersprache je nach Schulalter (siehe Konzeption des DaZ-Unterrichts auf unserer Homepage)

  • intensive Zusammenarbeit mit Eltern, z.B. • regelmäßiger intensiver Austausch über Lernentwicklungen • Einführung in Förderstrategien zur individuellen Unterstützung des eigenen Kindes • 2 x jährlich verpflichtende Zeugnisgespräche, Förderplangespräche

Abschluss

Die Bürgerschule sieht sich als eine Gemeinschaft, die auf einem respektvollen Umgang miteinander basiert. Das Erziehungskonzept unterstützt die Kinder dabei zu selbstbewussten und verantwortungsvollen Individuen heranzuwachsen, die ihren Beitrag zu einer sozialen und

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wertschätzenden Gesellschaft leisten können. Durch eine enge Vernetzung im Sozialraum wird ein Klima angestrebt, dass jedem Kinde die bestmögliche Lernumgebung und Förderung bietet.

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Alle Unterlagen dieser Ausschreibung