M109_Aufgabenbeschreibung_26-79450.docx

Architektenleistungen für Sanierung und Umbau eines Verwaltungsgebäudes

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 15.09.2026, 15:15 (Europe/Berlin)

Herkunft: vergabe.landbw.de

Tabellen, Layout und Zeichen können bei der Extraktion abweichen. Maßgeblich ist die Originaldatei.

Originaldatei öffnen
Vergabenummer: 26-79450
Projekt:1. BA Unterbringung Sicherheitsbehörden, Krailenshaldenstraße 44, 70469 Stuttgart
Architektenleistungen nach Teil 3 Abschnitt 1 HOAI (Gebäude und Innenräume)

1. Aufgabenbeschreibung

Beabsichtigt ist die Beauftragung von

Objektplanungsleistungen für LP2 - LP8 nach Teil 3, Abschnitt 1 der HOAI.

1.1. Aufgabe

1.1.1 Standort, Gebäude und Nutzung

Das Verwaltungsgebäude an der Krailenshaldenstraße 44 in Stuttgart-Feuerbach wurde 1973 erbaut und verfügt über eine Geschossfläche von etwa 31.422m². Das Gebäude hat eine einzigartige Architektur mit einem zentralen Erschließungskern, der die Etagen und die beiden Gebäudehälften miteinander verbindet. Die Räume um den Kern herum werden zu Funktionsräumen und Büros umgebaut, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Die Gebäudehälften bilden durch ihre knickförmige Struktur eine charakteristische S-Form, die auch in der Nutzung des Gebäudes berücksichtigt wird.

Die Nutzung des Gebäudes an der Krailenshaldenstraße 44 ist geprägt von Büro und Verwaltungseinheiten und soll eine Reihe von Anforderungen von Sicherheitsbehörden erfüllen.

Der Eingangsbereich ist großzügig gestaltet und bietet einen repräsentativen Empfangsbereich. Darunter befinden sich zwei Untergeschosse die Lagermöglichkeiten und eine große Anzahl von Parkplätzen im 2. Untergeschoss bietet. Im Außenbereich stehen weitere Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Durch die bestehende IT-Infrastruktur sind Baumaßnahmen besonders abzustimmen und erschütterungsarm durchzuführen.

Die Büro- und Verwaltungsnutzung umfasst 7 Stockwerke und ein Staffelgeschoss mit Büros, die für die Mitarbeiter der Verwaltung zur Verfügung stehen. Im obersten Geschoss befinden sich Sozialräume und eine Dachterrasse. Das Gebäude weißt eine bauzeittypische Schadstoffbelastung auf. Bekannte Belastungen weisen die Fassadenplatten und Teile des Abwassersystems auf, die asbesthaltig aber derzeit gebunden sind. Außerdem befindet sich in der Abdeckung der Heizkörper alte KMF, die lose eingelegt und leicht zu entfernen sind.

Um eine dauerhaft wirtschaftliche Nutzung der landeseigenen Gebäude sowie ein effizientes Gebäude- und Flächenmanagement sicherzustellen, benötigt die Staatliche Vermögens- und Hochbauverwaltung Baden-Württemberg fachlich richtige, vollständige und aktuelle Gebäudedaten. Die Erfassung der Flächen erfolgt nach den Vorgaben der Anlage „Bestandsdokumentation Flächenmanagement CAFM“. Vorhandene Grundrisspläne (CAD-Pläne, Papierpläne, gescannte Pläne) können als Grundlage herangezogen werden. Die Angaben in den Plänen müssen jedoch vor Ort abgeglichen und entsprechend der Vorgaben angepasst beziehungsweise ergänzt werden.

1.1.2 Ausgangslage

Für die Unterbringung zweier Sicherheitsbehörden in beiden Bauabschnitten werden folgende wesentlichen Maßnahmen angedacht:

  • Umbauarbeiten auf Grundlage der durch uns erstellen Nutzungsanforderung. (Gemeinschafts- und Sanitärräume sowie Büro- und Lagerflächen)
  • Austausch der Beleuchtung auf LED
  • Erneuerung von Bodenbelägen und teilweise Oberflächen
  • Netzwerk Aufrüstung / Netzwerk-Infrastruktur anpassen
  • Sicherheitsaufrüstung der Gebäudehülle samt Umzäunung des Geländes nach Sicherheitsangaben der zuständigen Stelle
  • Umsetzung von Sicherheits- und Brandschutzkonzepten
  • Instandsetzung und Umbauarbeiten von Zugangseinrichtungen samt Überwachungsanlagen
  • Installation einer PV-Anlage ggf. additive Fassaden PV

Im Zeitraum von 2010 – 2015 wurde umfangreich in die Erneuerung der TGA, u.a. Kälteerzeugung, Energieversorgung, Lüftung und Wärmeerzeugung, sowie Trinkwasserverrohrung und die Sanitärräume investiert. Außerdem wurden Dach und der größere Teil des Tiefgaragendachs erneuert. Das Gebäude wird über die Abwärme der Rechenzentren und zwei Gaskessel aus den 2010er Jahren beheizt, das vorhandene BHKW war nicht wirtschaftlich und wurde außer Betrieb genommen. Zwei der fünf vorhandenen Fahrstühle wurden steuerungstechnisch modernisiert, drei weitere können nach einer Modernisierung wieder in Betrieb genommen werden. Aufgrund des laufenden Rechenzentren-Betriebs werden die technischen Anlagen auch weiterhin gepflegt und auf aktuellem Stand der Technik gehalten. So wird aktuell in die Energieversorgung der Kältemaschinen und die redundante Versorgungssicherheit (NEA) investiert.

Die Fassade ist unsaniert aber funktional. Im Zuge der Umbauten der vergangenen Jahre wurden nach aktuellem Kenntnisstand die alten KMF-haltigen abgehängten Decken in großen Gebäudeteilen bereits saniert.

1.1.3 Leistungsbeschreibung

  • Allgemeine Leistungen
    • Erstellung von Entwürfen und Plänen für die Sanierung und den Umbau des Büro- und Verwaltungsgebäudes samt spezialräume im Untergeschoss.
    • Berücksichtigung von Sicherheitsanforderungen, wie z.B. Zugangskontrolle, Überwachung und Schutz vor unbefugtem Zugang.
    • Einhaltung von Brandschutz- und Bauvorschriften.
    • Berücksichtigung von Umwelt- und Energieeffizienzanforderungen.
    • Baurechtliche Anforderungen: Beschreibung der baurechtlichen Anforderungen, wie z.B.: Einhaltung von Bauvorschriften und -gesetzen.
    • Erteilung von Baugenehmigungen und -zulassungen.
    • Berücksichtigung von Anforderungen an die Haustechnik, wie z.B. Heizung, Lüftung und Klimaanlage.
  • Spezifische Leistungen für die Unterbringung zweier Sicherheitsbehörden
    • Austausch der Beleuchtung zu LED: Ersetzen der bestehenden Beleuchtung durch LED-Beleuchtung, um Energieeffizienz und Langlebigkeit zu verbessern.
    • Netzwerk Aufrüstung / Netzwerk-Infrastruktur anpassen: Modernisierung der Netzwerk-Infrastruktur, um die Anforderungen der Sicherheitsbehörden zu erfüllen.
    • Umbauarbeiten auf Grundlage der späteren Nutzung: Anpassung der Raumstruktur und -ausstattung an die Bedürfnisse der Sicherheitsbehörden.
    • Sicherheitsaufrüstung der Gebäudehülle samt Umzäunung Gelände: Verbesserung der Sicherheit der Gebäudehülle durch den Einbau von sicherheitsrelevanten Bauelementen, wie z.B. Panzerglas, Sicherheitstüren und -fenster.
    • Umsetzung von Sicherheits- und Brandschutzkonzepten: Entwicklung und Umsetzung von Sicherheits- und Brandschutzkonzepten, die den Anforderungen der Sicherheitsbehörden entsprechen.
    • Instandsetzung und Umbauarbeiten von Zugangseinrichtungen samt Überwachungs-anlagen: Sanierung und Modernisierung der Zugangseinrichtungen, wie z.B. Türen, Tore und Schleusen.
    • Installation einer PV-Anlage ggf. additive Fassaden PV: Installation einer Photovoltaik-Anlage, um die Energieeffizienz und -unabhängigkeit des Gebäudes zu verbessern.

1.2. Leistungen

Zur Umsetzung der Aufgabe ist beabsichtigt, die in der Anlage 1 zum Vertrag gekennzeichneten Leistungen stufenweise zu übertragen. Eine Zuverlässigkeitsüberprüfung ist zwingend notwendig für alle Planer und Vertretungen, welche am Projekt beteiligt sind.

Es ist beabsichtigt zunächst die LPH 2 und 3 des ersten Bauabschnitts zu beauftragen.

Die Beauftragung der LPH 4- LPH 8 wird nach erfolgreichem Abschluss der LPH 3 beauftragt. Zudem wird eine Weiterbeauftragung für den zweiten Bauabschnitt (Unterbringung 2. Sicherheitsbehörde) erteilt, nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts.

1.3 Kosten

Geschätzte Bauwerkskosten (KG300 und 400) für beide Bauabschnitte werden beziffert auf 10.400.000,00 Euro brutto Aufschlüsselung nach / der relevantenKostengruppen entsprechend DIN 276-1:2018-12:

Die Kosten werden aufgeteilt in Bauabschnitt I. zu

3002.000.000 Euro brutto
4003:200:000 Euro brutto

Und im Bauabschnitt II. zu

3002.000.000 Euro brutto
4003:200:000 Euro brutto

Dieser Betrag wird der Bemessung der vertraglich zu vereinbarenden Kostenobergrenze zugrunde gelegt

2. Termine für den I. Bauabschnitt

  • LPH 2-3 I. Quartal 2027 – II. Quartal 2027
  • LPH 5-7 II. Quartal 2027 – III. Quartal 2027
  • LPH 8 III. Quartal 2027 - I. Quartal 2028

3. Zuschlagskriterien

Die Entscheidung über die Auftragserteilung basiert projektbezogen auf den im beigefügten Muster M130 bzw. M130_2 genannten Zuschlagskriterien.

Alle Unterlagen dieser Ausschreibung