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Aufgabenbeschreibung RifT-Muster M109 Land Stand: Dezember 2024
Vergabenummer: 26-71219
Projekt : RV,VBBW AmtRV,Minnegg.1,(N),Ersatzneubau, 88214 Ravensburg, Minneggstr. 1 Architektenleistungen nach Teil 3 Abschnitt 1 HOAI
- Aufgabenbeschreibung Beabsichtigt ist die Beauftragung von Objektplanungsleistungen für Gebäude und Innen- räume nach Teil 3, Abschnitt 1 der HOAI.
1.1. Aufgabe Beschreibung der Baumaßnahme: Das Amt Ravensburg ist derzeit an drei Standorten in der Südstadt von Ravensburg unterge- bracht. In einem landeseigenen Bestandsgebäude in der Minneggstr. 1, Baujahr 1926, sowie in Anmietungen am Goetheplatz 4 und Goetheplatz 2. Die Landes-Vorgaben des „Energie und Klimaschutzkonzepts“ schreiben eine Flächenreduktion/ -optimierung aller Landesbehörden vor. Das Raumprogramm des Amtes kann im landeseigenen Bestandsgebäude nicht unter- gebracht werden. Diese sollen in einem Erweiterungsbau realisiert werden.
Um die Konsolidierung (Unterbringung an einem Standort) zu erreichen, muss das Bestands- gebäude in der Minneggstraße 1 in Teilen umgebaut und ostseitig ein Holz-Erweiterungsbau mit Stahlbeton-Sockelgeschossen hangseitig angeschlossen werden. Das Amt Ravensburg wird zukünftig sowohl im Bestandsgebäude, als auch im Ersatzneubau unter Berücksichtigung der funktionalen Zusammenhänge, der notwendigen Sicherheitsvor- kehrungen, der Barrierefreiheit und des Brandschutzes untergebracht.
Das Bestandsgebäude, Minneggstraße 1, steht nicht unter Denkmalschutz. Die Haustechnik soll zukünftig auch den Erweiterungsbau teilweise mitversorgen. D.h. es wird Übergabestatio- nen bzw. Unterverteilungen im neuen Gebäude geben. In die bestehende Raumstruktur wird möglichst wenig eingegriffen werden.
Das landeseigene Grundstück mit der Flurstück-Nummer 1463/12 steht für den Erweiterungs- bau zur Verfügung. Die Verbindung zum Bestandsgebäude sowie weitere Nebengebäude wer- den auf dem Grundstück 1463/2 realisiert. Der Erweiterungsbau ist als Holz-Hybridbau zu er- richten.
Das Sockelgeschoss mit Registratur- und Besprechungsflächen soll in Massivbauweise er- richtet werden. Ab dem 2.Obergeschoss des Erweiterungsbaus in Holzbauweise sollen offene Bürostrukturen, Sozial- und Besprechungsräume, aber auch Lagerräume und eine Registratur untergebracht werden (siehe Baugesuchpläne).
Geplanter Ablauf der Maßnahme: Generell ist von beengten Verhältnissen auf dem Hang-Baugrundstück auszugehen. Es ist derzeit von einer Baustelleneinrichtungsfläche auf dem südlichen Grundstücksteil des Flur- stücks 1463/12 auszugehen. Eine beengte Zufahrt auf der nördlichen und südlichen Seite des Bestandsgebäudes ist möglich. In einem ersten Bauabschnitt ist der Rückbau der Garage so- wie der Altregistratur geplant. Im zweiten Bauabschnitt wird die Hangsicherung, sowie die Er- stellung der Sockelgeschosse durchgeführt, so dass im dritten Bauabschnitt der Holzbau auf- gesetzt werden kann.
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Interimsunterbringungen sind nicht vorgesehen und werden durch die bestehenden Anmietun- gen (G4 und G2) getragen. Die Bauumsetzung erfolgt während des laufenden Betriebs des Bestandsgebäudes.
Grundlagen: Für das Flurstück 1463/2 und 1463/12 gilt der qualifizierte Bebauungsplan "Zwischen See- straße, Minneggstraße, Federburgstraße und Zogenfeldstraße" aus dem Jahr 1968. Die Grundlagen für die Leistungserbringung bilden Bestandspläne, Baugesuchspläne, sowie der geologische Grundlagenbericht und die Ergebnisse der Erkundungsbohrungen, die dem Auftragnehmer zur Verfügung gestellt werden.
Projektabwicklung: Die Ablagestruktur wird vom Auftraggeber auf der online Plattform PlanTeam-SPACE (PTS) bereitgestellt.
Planungsbeteiligte / Koordination: Architektenleistungen mit Planung und Koordinierung weiterer fachlich Beteiligter: Tragwerks- planer, HLS-Ing./ MSR-Ing., ELT-Ing., IuK-Ing., Vermessungs-Ing., Brandschutzplaner, Bau- physiker, Gutachter (Schadstoffe), Tiefbauplaner und Spezialtiefbau Hangsicherung) u.a. nach Vorgabe des Architekten. Ein geotechnischer Bericht sowie eine orientierende Bausubstanzerkundung mit Vorschlägen zur Hangabfangung liegen bereits vor.
Projektziele: Mit Beschluss des Landtags von Baden-Württemberg vom 6. Oktober 2021, ist für die Landes- verwaltung bereits bis 2030 die Netto-Treibhausgasneutralität zu erreichen. Damit verbunden sind anspruchsvolle energetische Ziele für Baumaßnahmen des Landes Baden-Württemberg.
Der Erweiterungsbau als Neubau ist als Low-Tech-Gebäude zu planen und zu errichten.
Die baulich intakte Gebäudehülle des Bestandsbaus ist bereits energetisch saniert.
Geeignete Dachflächen, sind vollständig für die Stromerzeugung durch eine Photovoltaikan- lage zu nutzen. Ergänzend kann beim Erweiterungsbau nach Möglichkeit bauteilintegrierte PV (z. B. in der Fassade) geplant werden.
Das Bestandsgebäude wird derzeit über eine Holzpellets-Heizungsanlage beheizt. Die Ge- bäude werden mittelfristig auf klimaneutrale Wärmeversorgung umgestellt.
Eine Nachhaltigkeitszertifizierung der Baumaßnahme mit dem Bewertungssystem Nachhalti- ges Bauen (BNB) ist derzeit nicht vorgesehen. Eine sinngemäße Anwendung der BNB-Krite- rien soll geprüft und ggf. teilweise angewendet werden.
Der Bauantrag befindet sich derzeit in Prüfung. Ergänzungen für die LPH 2, sowie eine Zuar- beit für die LPH 3 (Projektbeschreibung und Kostenberechnung) sind daher prozentual be- rücksichtigt. (Anlage 1) Die Planungs- und Bauüberwachungsleistungen nach HOAI für die Leistungsphasen 5-8, so- wie besonderer Leistungen der LPH 8 und 9 sollen stufenweise vergeben werden.
In der Planung von Baumaßnahmen des Landes und in diesem Projekt sind unter anderem, folgende Punkte zu berücksichtigen: a) Möglichkeiten des Baustoffrecyclings beim späteren Rückbau. b) Abfallverwertungskonzepts zur Vorlage bei der Baurechtsbehörde nach Landes-Kreislauf- wirtschaftsgesetz BW. c) Barrierefreiheit vollumfänglich.
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Vermögen und Bau ist für das Baurecht verantwortlich. Der Arbeitsschutz wird vom Amt Ravensburg verantwortet. Eine kontinuierliche Abstimmung unter den Beteiligten ist erforder- lich. Eine Gefährdungsbeurteilung des Betreibers wird über alle LPHs fortgeschrieben.
Bei Landesgebäuden ist grundsätzlich auf maschinelle Raumkühlung zu verzichten. Der Schutz gegen sommerliche Überhitzung u.a. an Arbeitsplätzen, ist mit energieeffizienten und nachhaltigen Lösungen durch geeignete passive, bauliche Maßnahmen zu gewährleisten. Der solare Eintrag ist vorrangig durch Verwendung von effizienten Sonnenschutzsystemen und von Sonnenschutzverglasungen entsprechend gering zu halten. Darüber hinaus erforder- liche Kühlleistungen sind nach Möglichkeit durch passive Kühlsysteme (z.B. Nachtausküh- lung) zu erreichen.
Der Baufortschritt ist kontinuierlich mit der Projektleitung des Amtes Ravensburg abzustim- men, um den laufenden Betrieb während der Baudurchführung zu koordinieren.
Dokumentation: Um eine dauerhaft wirtschaftliche Nutzung der landeseigenen Gebäude so- wie ein effizientes Gebäude- und Flächenmanagement sicherzustellen, benötigt die Staatliche Vermögens- und Hochbauverwaltung Baden-Württemberg fachlich richtige, vollständige und aktuelle Gebäudedaten. Die Erfassung der Flächen erfolgt nach den Vorgaben der Anlage „Bestandsdokumentation Flächenmanagement CAFM“. / pitFM
1.2. Leistungen Zur Umsetzung der Aufgabe ist beabsichtigt, die in der Anlage 1 zum Vertrag gekennzeichne- ten Leistungen stufenweise zu übertragen.
1.3 Kosten Geschätzte Bauwerkskosten1: 3.430.000 Euro brutto.
Aufschlüsselung nach / der relevanten Kostengruppen entsprechend DIN 276-1:2018-12:
KG 300 2.400.000 Euro brutto KG 400 1.030.000 Euro brutto
Dieser Betrag wird der Bemessung der vertraglich zu vereinbarenden Kostenobergrenze zu- grunde gelegt
- Termine Erstellung der Bauunterlage bis 04 / 2027 Genehmigung Bauunterlage und Auftrag zur Weiterplanung 07 / 2027 Baugenehmigung (Einreichung 22.05.2026) 09 / 2026 Ausführungsplanung und Ausschreibung - 07 / 2027 LpH 5+6 (70% bepreiste LV‘s) Zustimmung zur Baudurchführung./ Mittelfreigabe 07 / 2027 Baubeginn vor Ort 10 / 2027 Fertigstellung 10 /2028
1 Kostengruppe 300 - 400 nach DIN 276-1: 2018-12
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- Zuschlagskriterien Die Entscheidung über die Auftragserteilung basiert projektbezogen auf den im beigefügten Muster M130 bzw. M130_2 genannten Zuschlagskriterien.