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TOURISMUS MARKETING GMBH
BADEN-WÜRTTEMBERG
-
VERGABE ZUR ENTWICKLUNG
UND IMPLEMENTIERUNG EINES
TOURISMUS-DASHBOARDS FÜR
BADEN-WÜRTTEMBERG
IM VERHANDLUNGSVERFAHREN
MIT TEILNAHMEWETTBEWERB
NACH VGV
BEWERBERMEMORANDUM
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Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg Europaweite Vergabe zur Entwicklung eines Tourismus-Dashboards für Baden-Württemberg im Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb nach VgV
Bewerbermemorandum
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Inhaltsverzeichnis
1 Ausgangssituation 3
1.1 Hintergrund 3
1.2. Ziel des Vergabeverfahrens 3
1.3 Vergabegegenständliche Leistung 4
1.4 Vertragszeitraum und Verlängerungsoption 5
2 Vergabestelle – Auftraggeber 6
3 Formale Angaben zum Verfahren 6
3.1 Art des Verfahrens 6
3.2 Teilnahmeberechtigung 7
3.3 Bewerbergemeinschaften 7
3.4 Eignungsleihe / Unterauftragnehmer 7
3.5 Ablauf des Verfahrens 8
3.6 Angebotswertung 10
4 Formale Vorgaben zum Teilnahmewettbewerb (Phase 1) 10
4.1 Form und Frist der Teilnahmeanträge, Einreichung 10
4.2 Inhalte der Teilnahmeanträge, Bewerberauswahl 11
4.2.1 Nachweis der Eignung 11
4.2.2 Mindestanforderungen an die Eignung 12
4.2.3 Auswahl der Bewerber 12
4.3 Nachforderung von Unterlagen 16
5 Weitere Rahmenbedingungen des Verfahrens 16
5.1 Einverständnis der Bewerber 16
5.2 Fragen zum Verfahren 17
5.3 Änderung und Aufhebung des Verfahrens 17
6 Vergabekammer 18
7 Anlagen 18
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Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg Europaweite Vergabe zur Entwicklung eines Tourismus-Dashboards für Baden-Württemberg im Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb nach VgV
Bewerbermemorandum
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1 Ausgangssituation
1.1 Hintergrund
Die Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) ist als Landestourismusorganisation für die übergreifende Vermarktung und die strategische Weiterentwicklung des Urlaubslandes Baden-Württemberg im In- und Ausland zuständig. Neben Marketingtätigkeiten übernimmt sie die Rolle einer Managementorganisation und versteht sich als Wissens- und Kompetenzzentrum für touristische Fragestellungen im Land.
Die Marktforschung der TMBW untersucht kontinuierlich aktuelle Entwicklungen und zukünftige Trends im Tourismus sowie deren Auswirkungen auf die Branche. Sie stellt zentrale Tourismusstatistiken für Baden-Württemberg sowie nationale und internationale Studien bereit und liefert Daten zu Markt- und Zielgruppenentwicklungen, zum Nachfrageverhalten und zur wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus.
Das vom Ministerium für Arbeit, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg geförderte Netzwerk Zukunft Tourismus (NZT) arbeitet an einer stärkeren Vernetzung von Wissenschaft und Praxis und der Förderung von Zukunfts-, Wettbewerbs- und Resilienzfähigkeit des Tourismusstandorts Baden-Württemberg. Eine Aufgabe ist der Wissenschafts-Praxis-Transfer durch die strukturierte Aufbereitung von Wissen sowie eine praxisnahe Kommunikation über geeignete Plattformen. Dabei arbeitet das NZT eng mit der Marktforschung sowie Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen zusammen und nutzt bestehende Daten, Studien und Forschungsergebnisse als Grundlage.
1.2. Ziel des Vergabeverfahrens
Ziel des Vergabeverfahrens ist die Konzeption, Entwicklung und Umsetzung eines modular aufgebauten, landesweiten Tourismus-Dashboards für Baden-Württemberg. Mit dem Dashboard soll eine digitale Plattform geschaffen werden, um Kennzahlen aus vorhandenen Studien und statistischen Erhebungen systematisch zu bündeln, strukturiert aufzubereiten sowie anschaulich und ansprechend bereitzustellen. Dadurch soll die Nutzung von Daten zugänglich gemacht und deutlich erleichtert werden.
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Das Dashboard ist im Sinne des Wissenschaft-Praxis-Transfers als zentrale, landesweite Datenplattform im Business-to-Business-Kontext (B2B) intendiert. Es soll für Effizienz, Konsistenz und Vergleichbarkeit sorgen und richtet sich an Destinationsmanagementorganisationen (DMOs), touristische Leistungsträger und Betriebe, Verwaltung und Politik sowie an Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft und Marktforschung.
Mit dem Dashboard werden im Detail folgende Zielsetzungen angestrebt:
Überblick und Transparenz über aktuelle Entwicklungen im Tourismus in Baden- Württemberg durch eine einheitliche und standardisierte Datenbasis
Transferleistung durch eine visuelle, anschauliche und verständliche Aufbereitung touristischer Daten sowie einen niederschwelligen Zugang für Wissenschaft und Praxis
Förderung datenbasierter Entscheidungen in DMOs, Politik und Verwaltung
Analysefähigkeit durch Zeit- und Raumvergleiche, Filterfunktionen, Datenexport so- wie Visualisierung über Tabellen, Diagramme, Karten und Animationen
Innovative Anwendung durch logische und intelligente Verknüpfung sowie interaktive Datenvisualisierung
1.3 Vergabegegenständliche Leistung
Die TMBW schreibt die Entwicklung und Implementierung einer landesweiten, modular aufgebauten Dashboard-Lösung zur zentralen Zusammenführung, Aufbereitung und Visualisierung touristischer Kennzahlen aus unterschiedlichen Datenquellen aus. Die TMBW erwartet die Konzeption, Entwicklung, Implementierung und Inbetriebnahme einer produktiv nutzbaren Softwarelösung.
Das vergabegegenständliche Dashboard soll modular aufgebaut sein. Mit Zuschlagserteilung wird die TMBW zunächst die Entwicklung einer Basisversion für zentrale touristische Kennzahlen beauftragen. Diese Basisversion muss bereits vollständig einsatzfähig sein. Sie ist zugleich Grundlage für spätere Erweiterungen (weitere Datenquellen, Analysefunktionen und perspektivisch KI-Anwendungen), deren Entwicklung optionaler Gegenstand der ausgeschriebenen Leistung ist.
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Hosting und Betrieb der Softwarelösung, Softwarepflege sowie die Dateneingabe sind für die Dauer der Projektförderung des NZT bis zum 31. Dezember 2028 ebenfalls Gegenstand der Ausschreibung.
Die Softwarelösung ist so zu konfigurieren, dass diese nach Ablauf der Projektförderung am 31. Dezember 2028 auch von einem anderen Dienstleister betreut und weiterentwickelt werden kann.
Weitere Einzelheiten zur ausgeschriebenen Leistung und zum Leistungsumfang sind der als Anlage 2 beigefügten Leistungsbeschreibung zu entnehmen.
1.4 Vertragszeitraum und Verlängerungsoption
Der ausgeschriebene Vertrag kommt mit Zuschlagserteilung zustande. Diese ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen. Mit der Leistungserbringung ist unmittelbar nach Auftragserteilung entsprechend den vertraglichen Vorgaben zu beginnen. Die Inbetriebnahme der Basisversion des Dashboards soll bis Herbst 2027 abgeschlossen sein.
Hinsichtlich der Leistungsbestandteile „Hosting, Betrieb, Softwarepflege und Dateneingabe“ bestehen zugunsten des Auftraggebers jeweils zwei einseitige Vertragsverlängerungsoptionen von jeweils einem Jahr. Ein Anspruch des Auftragnehmers auf Ausübung der Optionen besteht nicht.
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2 Vergabestelle – Auftraggeber
Vergabestelle und Auftraggeber ist die Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW).
Die Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg wird in diesem Bewerbermemorandum sowie dessen Anlagen gleichbedeutend auch als "Auftraggeber" und "Vergabestelle" bezeichnet.
Die Bewerber werden gleichbedeutend auch als "Bieter", oder "Auftragnehmer" bezeichnet. Auftraggeber und Auftragnehmer werden gemeinsam auch als "Parteien" und "Vertragspartner" bezeichnet.
Die Vergabestelle wird in diesem Verfahren beraten und unterstützt von:
Menold Bezler Rechtsanwälte Steuerberater Wirtschaftsprüfer Partnerschaft mbB Herrn Rechtsanwalt Dr. Karsten Kayser Frau Rechtsanwältin Melanie Burger Stresemannstraße 79 70191 Stuttgart
3 Formale Angaben zum Verfahren
3.1 Art des Verfahrens
Aufgrund des geschätzten Auftragswerts der zu vergebenden Leistungen erfolgt die Ausschreibung europaweit in einem Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb nach den Regelungen des GWB sowie der VgV.
Das Verfahren wurde dem Amt für amtliche Veröffentlichungen der EU zur europaweiten Bekanntmachung übersandt und im Supplement des Amtsblatts der EU veröffentlicht. Die Auftragsbekanntmachung ist auf der Homepage http://ted.europa.eu abrufbar.
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3.2 Teilnahmeberechtigung
Teilnahmeberechtigt sind alle natürlichen und juristischen Personen, die die in der Vergabebekanntmachung geforderte Eignung aufweisen sowie Bewerbergemeinschaften, die die Eignungsanforderungen erfüllen.
Beteiligt sich ein Unternehmen mehrfach – sei es als Bewerber, Mitglied einer Bewerbergemeinschaft oder Unterauftragnehmer ‒ an diesem Vergabeverfahren, so kann dies zum Verfahrensausschluss aller Bewerber / Bewerbergemeinschaften, bei denen das jeweilige Unternehmen beteiligt bzw. als Unterauftragnehmer vorgesehen ist, führen.
3.3 Bewerbergemeinschaften
Unternehmen können sich für die Teilnahme an diesem Verfahren zu Bewerbergemeinschaften zusammenschließen. Bewerbergemeinschaften stehen Einzelbewerbern gleich.
Eine nachträgliche Bildung von Bewerbergemeinschaften nach Ende der Frist zur Abgabe des Teilnahmeantrags ist nicht zulässig.
Bewerbergemeinschaften haben eine von allen Mitgliedern unterzeichnete Erklärung abzugeben, in welcher sie die Aufgabenteilung innerhalb der Bewerbergemeinschaft darstellen, einen bevollmächtigten Vertreter der Bewerbergemeinschaft benennen und erklären, dass alle Mitglieder der Bewerbergemeinschaft im Vergabeverfahren sowie im Auftragsfall gesamtschuldnerisch haften.
3.4 Eignungsleihe / Unterauftragnehmer
Ein Bewerber kann zum Nachweis seiner Eignung (wirtschaftliche und finanzielle sowie technische und berufliche Leistungsfähigkeit) die Kapazitäten anderer Unternehmen in Anspruch nehmen (Eignungsleihe). Diese Möglichkeit besteht unabhängig von der Rechtsnatur der zwischen dem Bewerber und den anderen Unternehmen bestehenden Verbindungen. In diesem Fall ist der Vergabestelle nachzuweisen, dass dem Bewerber die erforderlichen Mittel tatsächlich zur Verfügung stehen werden, indem beispielsweise eine entsprechende Verpflichtungserklärung dieses Unternehmens vorgelegt wird.
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Die Unternehmen, auf die sich ein Bewerber zum Nachweis seiner Eignung stützt, müssen die Eignung gemäß der europaweiten Vergabebekanntmachung hinsichtlich derjenigen Eignungskriterien erfüllen, zu deren Nachweis sich der Bewerber auf die Eignung des Unternehmens stützt. Zudem sind die Erklärungen über das Vorliegen von Ausschlussgründen nach § 123 Abs. 1 bis 4 GWB und § 124 Abs. 1 GWB auch für diese Unternehmen vorzulegen. Werden die vorstehend dargestellten Eignungsanforderungen nicht erfüllt oder liegen Ausschlussgründe gemäß § 123 Abs. 1 bis 4 GWB vor, so ist das Unternehmen auf Aufforderung der Vergabestelle innerhalb einer von dieser vorgegebenen Frist zu ersetzen. Liegen Ausschlussgründe nach § 124 Abs. 1 GWB vor, so kann die Vergabestelle verlangen, dass der Bewerber das Unternehmen ersetzt.
Nicht eignungsrelevante Unterauftragnehmer sind mit dem Teilnahmeantrag noch nicht zu benennen.
3.5 Ablauf des Verfahrens
Das Verhandlungsverfahren wird in zwei Phasen durchgeführt:
Phase 1 – Teilnahmewettbewerb:
Interessierte Unternehmen sind in der derzeit stattfindenden Phase 1 zur Beteiligung am Teilnahmewettbewerb aufgefordert. Auf der Grundlage der unter Ziffer 4.2.2 dargestellten Vorgehensweise werden unter allen grundsätzlich geeigneten Bewerbern im Rahmen des Teilnahmewettbewerbs drei bis fünf Unternehmen ausgewählt, die zur Abgabe eines Angebots aufgefordert werden.
Phase 2 – Angebots- und Verhandlungsphase:
Die Vergabeunterlagen werden allen zur Abgabe eines ersten Angebots aufgeforderten Teilnehmern zeitgleich zur Verfügung gestellt. Der geforderte Inhalt der Angebote ist in den Vergabeunterlagen dargestellt, die den im Rahmen des Teilnahmewettbewerbs ausgewählten und zur Abgabe eines Angebots aufgeforderten Bewerbern zugehen werden.
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Die Bieter haben ein erstes indikatives Angebot abzugeben, das auf Grundlage der Leistungsbeschreibung sowie des Vertragsentwurfs zu erstellen ist.
Die ersten Angebote werden auf Grundlage der Zuschlagskriterien bewertet. Auf dieser Grundlage wird ein Bieterranking erstellt.
Im Anschluss tritt die Vergabestelle in das Verhandlungsverfahren ein. Die Vergabestelle behält sich vor, im Rahmen des an die erste Wertung anschließenden Verhandlungsverfahrens sukzessive weniger gut platzierte Bieter auszuscheiden, nur mit einzelnen anhand der Wertung besser platzierten Bietern in (weitere) Verhandlungen zu treten und Endverhandlungen nur mit einem Unternehmen zu führen. Die Vergabestelle behält sich vor, schon auf Grundlage des ersten Angebots entsprechend zu verfahren. Nach Durchführung der Verhandlungen sowie Prüfung und Wertung der Angebote wird dem auf Grundlage der Zuschlagskriterien wirtschaftlichsten Angebot der Zuschlag erteilt.
Für das gesamte Verfahren ist folgender Terminplan vorgesehen:
Anfang November 2026: Voraussichtliche Aufforderung zur Abgabe eines ersten indikativen Angebots
Mitte Dezember 2026: Ende der Frist zur Abgabe des ersten indikativen Angebots
Ende Januar 2027: Angebotspräsentation und Verhandlungen (voraussichtlich KW 4)
Februar 2027: Aufforderung zur Abgabe eines verbindlichen Angebots
März 2027: Abschluss des Verhandlungsverfahrens und Zuschlagserteilung
Die Vergabestelle weist darauf hin, dass eine Änderung aller oder einzelner Termine vor- behalten bleibt. Alle vorbenannten Termine sind unverbindlich. Die Vergabestelle wird die Bieter über Modifikationen des Terminplans informieren.
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3.6 Angebotswertung
Die Bewertung der Angebote in Phase 2 und damit die Auswahl des wirtschaftlichsten Angebots erfolgt nach folgenden Kriterien:
| 1 | Preis | 20 % |
|---|---|---|
| 2 | Fachliches, technisches und organisatorisches Umsetzungskonzept der Basislösung | 30 % |
| 3 | Innovations- und Zukunftsfähigkeitskonzept | 40 % |
| 4 | Hosting, Betrieb, Softwarepflege und Dateneingabe | 10 % |
Die für die Angebotsphase ausgewählten Bieter erhalten nähere Informationen zu den Zuschlagskriterien und möglichen Unterkriterien. Die Vergabestelle behält sich eine geringfügige Modifikation der Zuschlagskriterien vor.
4 Formale Vorgaben zum Teilnahmewettbewerb (Phase 1)
4.1 Form und Frist der Teilnahmeanträge, Einreichung
Für die Abgabe des Teilnahmeantrags stellt die Vergabestelle das in der Anlage 1 beigefügte Teilnahmeformular zur Verfügung.
Der Teilnahmeantrag muss elektronisch in Textform (§ 126b BGB) über das Online- Vergabeportal bis spätestens
- Oktober 2026, 12:00 Uhr
eingereicht werden.
Die Dateien müssen im Dateiformat „PDF“ eingereicht werden.
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Die Übermittlung des Teilnahmeantrags hat mithilfe elektronischer Mittel über das Online- Vergabeportal dtvp.de zu erfolgen. Diese erfolgt über den Menüpunkt „Teilnahmeanträge“. Dort wird das kostenlose „Bietertool“ bereitgestellt, welches eine separate Installation erfordert.
Es wird empfohlen, rechtzeitig vor Ende der Teilnahmefrist die Übermittlung des Teilnahmeantrags (mindestens 24 Stunden vor Ablauf der oben genannten Teilnahmefrist) zu testen. Bei technischen Problemen und Fragen in diesem Zusammenhang finden Sie unter www.dtvp.de weitergehende Informationen und Kontaktmöglichkeiten zum Support der Vergabeplattform. Die Vergabestelle kann zu technischen Fragen im Zusammenhang mit der Abgabe des Teilnahmeantrags grundsätzlich keine Auskünfte erteilen.
Anderweitig auf elektronischem oder postalischem Wege übermittelte Teilnahmeanträge, wie z.B. per Telefax oder auch per E-Mail, sind nicht zugelassen.
4.2 Inhalte der Teilnahmeanträge, Bewerberauswahl
4.2.1 Nachweis der Eignung
Im Teilnahmeantrag ist die Eignung gemäß den Vorgaben in der EU-weiten Vergabebekanntmachung nachzuweisen. Die vorzulegenden Erklärungen und Nachweise ergeben sich aus den Vorgaben des Teilnahmeformulars.
Die Eignung ist für jeden Bewerber bzw. – bei Bewerbergemeinschaften – jedes Mitglied einer Bewerbergemeinschaft gesondert nachzuweisen.
Die Unternehmen, auf die sich ein Bewerber zum Nachweis seiner Eignung stützt, müssen die Eignung hinsichtlich derjenigen Eignungskriterien erfüllen, zu deren Nachweis sich der Bewerber auf die Eignung des Unternehmens stützt. Zudem sind die Erklärungen über das Vorliegen von Ausschlussgründen nach § 123 Abs. 1 bis 4 GWB und § 124 Abs. 1 GWB auch für diese Unternehmen vorzulegen.
Zum Nachweis der Eignungsanforderungen ist das ausgefüllte Teilnahmeformular inklusive der dort aufgeführten Anlagen oder eine entsprechend den Vorgaben ausgefüllte Einheitliche Europäische Eigenerklärung vorzulegen.
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4.2.2 Mindestanforderungen an die Eignung
Wie aus der EU-Vergabebekanntmachung ersichtlich sind folgende Mindestnachweise nachzuweisen:
Mindestreferenzen:
Eigenerklärung über ein Referenzprojekt über die Konzeption, Entwicklung, Implementierung und Inbetriebnahme einer webbasierten Dashboard- oder datenbasierten Softwarelösung. Das Referenzprojekt muss Merkmale der Verarbeitung und Visualisierung statistischer oder strukturierter Daten aufweisen. Dazu zählen Möglichkeiten zur räumlichen und zeitlichen Auswertung und Darstellung von Daten sowie die Aufbereitung sozioökonomischer, soziodemographischer, soziokultureller, sozioökologischer oder geographischer Daten und Kennzahlen.
Die Abnahme und Inbetriebnahme des Dashboards oder der datenbasierten Softwarelösung muss vorliegen und darf nicht vor dem 1. Januar 2023 erfolgt sein.
Mindestumsatz:
– Der durchschnittliche Netto-Gesamtjahresumsatz der vergangenen drei abgeschlossenen Geschäftsjahre muss mindestens EUR 250.000 netto betragen.
4.2.3 Auswahl der Bewerber
Die Bewertung der Teilnahmeanträge und somit die Auswahl der Bewerber, die zur Abgabe eines ersten Angebots aufgefordert werden, erfolgt in einem dreistufigen Verfahren.
Stufe 1:
Zunächst wird geprüft, ob die Teilnahmeanträge den formalen Anforderungen genügen. Unvollständige Teilnahmeanträge, die trotz ggf. erfolgter Nachforderung von Unterlagen weiterhin unvollständig bleiben, können nicht berücksichtigt werden.
Stufe 2:
Anschließend wird beurteilt, ob der Bewerber nach den vorgelegten Angaben und Nachweisen grundsätzlich geeignet erscheint, die verfahrensgegenständlichen Leistungen ordnungsgemäß zu erbringen.
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Stufe 3:
Schließlich wird unter den Bewerbern anhand von max. drei Referenzen (Mindestreferenz und bis zu zwei weiteren Referenzen) beurteilt, wer unter den als grundsätzlich geeignet eingestuften Bewerbern im Vergleich zu den Mitbewerbern besonders geeignet erscheint und daher am weiteren Verfahren beteiligt werden soll.
Für die Auswahl werden nur die als priorisiert gekennzeichneten maximal drei Referenzen bewertet. Hierzu sind die Referenzen durch den Bewerber zu priorisieren. Erfolgt, auch nach ggf. erfolgter Nachforderung, keine Priorisierung durch den Bewerber, so wird die Vergabestelle die Referenzen priorisieren und entsprechend in die Wertung einbeziehen.
Die Vorlage von insgesamt mehr als drei Referenzen ist nicht erwünscht.
Die Referenzen werden anhand folgender Auswahlkriterien bewertet:
Kriterium „Visualisierung und Interaktion“
| Die Leistung umfasste eine aufeinander abgestimmte | |
|---|---|
| 5 Punkte | |
| Visualisierung und Interaktion von Datenbeständen. | |
| Die Leistung umfasste eine Interaktion von | |
| 2 Punkte | |
| Datenbeständen. | |
| Die Leistung umfasste eine Visualisierung von | |
| 1 Punkt | |
| Datenbeständen. | |
| Die Leistung umfasste keine Visualisierung und Interaktion | |
| 0 Punkte | |
| von Datenbeständen. |
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Kriterium „Technische Erweiterbarkeit“
| Die Leistung umfasste eine erweiterbare modulare | |
|---|---|
| 5 Punkte | |
| Systemarchitektur. | |
| Die Leistung umfasste eine modulare Systemarchitektur. | 3 Punkte |
| Die Leistung umfasste keine modulare und erweiterbare | |
| 0 Punkte | |
| Systemarchitektur. |
Kriterium „Hosting & Betrieb“
| Die Leistung umfasste neben der Erstellung und | |
|---|---|
| 5 Punkte | |
| Implementierung des Dashboards / der datenbasierten | |
| Softwarelösung sowohl das Hosting und den Betrieb der | |
| Plattform als auch die Softwarepflege. | |
| Die Leistung umfasste neben der Erstellung und | |
| 3 Punkte | |
| Implementierung des Dashboards / der datenbasierten | |
| Softwarelösung das Hosting und den Betrieb der | |
| Plattform. | |
| Gegenstand der Leistung war nur die Erstellung und | |
| 0 Punkte | |
| Implementierung des Dashboards / der datenbasierten | |
| Softwarelösung ohne Hosting und Betrieb. |
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Kriterium „Dateneingabe“
| Die Leistung umfasste eine systematische und | |
|---|---|
| 5 Punkte | |
| automatisierte Dateneingabe, Datenübernahme und | |
| laufende Aktualisierung der vorgesehenen | |
| Datenbestände. | |
| Die Leistung umfasste ein manuelles Vorgehen zur | |
| 3 Punkte | |
| Dateneingabe, Datenübernahme und zur laufenden | |
| Aktualisierung der vorgesehenen Datenbestände. | |
| Gegenstand der Leistung war nur die Erstellung und | |
| 0 Punkte | |
| Implementierung des Dashboards/ der datenbasierten | |
| Softwarelösung ohne Dateneingabe. |
Kriterium „Innovation“
| Die Leistung umfasste die aufeinander abgestimmte | |
|---|---|
| 5 Punkte | |
| Integration von KI-Funktionen und Einbindung digital | |
| erzeugter Daten (z. B. Mobilfunk-, Zahlungs-, Social | |
| Media-, Verkehrs- oder Sensordaten). | |
| Die Leistung umfasste die Integration von KI- | |
| 2 Punkte | |
| Funktionen. | |
| Die Leistung umfasste die Einbindung digital erzeugter | |
| 1 Punkt | |
| Daten. | |
| Die Leistung umfasste keine Innovationen in Technik | |
| 0 Punkte | |
| und Daten oder KI-Funktionen. |
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Es können somit maximal 25 Punkte je Referenz erreicht werden. Für den Fall, dass nach der vorstehend beschriebenen Vorgehensweise durch Punktegleichstand die vorgesehene Anzahl der zur Angebotsabgabe aufzufordernden Bieter überschritten wird, entscheidet die höhere Punktzahl im Kriterium „Innovation“. Sofern auch in diesem Kriterium Punktegleichstand besteht, entscheidet das Los.
4.3 Nachforderung von Unterlagen
Die Vergabestelle behält sich vor, von den Bewerbern die Nachreichung, Vervollständigung und/oder Korrektur von Unterlagen im Rahmen des vergaberechtlich Zulässigen zu verlangen. Werden Unterlagen nicht fristgemäß nachgereicht, vervollständigt oder korrigiert, wird der Teilnahmeantrag ausgeschlossen. Ein Anspruch auf Nachforderung besteht nicht.
5 Weitere Rahmenbedingungen des Verfahrens
5.1 Einverständnis der Bewerber
Jeder am Verfahren beteiligte Bewerber erklärt sich durch seine Beteiligung und Mitwirkung mit den vorliegenden Verfahrensbedingungen einverstanden. Verlautbarungen jeder Art über Inhalt und Ablauf des Verfahrens vor und während der Laufzeit des Wettbewerbs sowie des ggf. anschließenden Vergabeverfahrens einschließlich der Veröffentlichung aller Ergebnisse dürfen nur durch die Vergabestelle und ihre Bevollmächtigten abgegeben werden.
Jeder Bewerber willigt durch seine Beteiligung am Verfahren ein, dass seine personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit dem o.g. Verfahren in Form einer automatisierten Datei geführt werden. Eingetragen werden Name, Vertreter, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Nach Abschluss des Verfahrens werden diese Daten entsprechend den datenschutzrechtlichen Bestimmungen gelöscht.
Jeder Bewerber hat mit Übersendung von Unterlagen im Teilnahmewettbewerb bzw. in den nachfolgenden Vergabeverhandlungen diejenigen Unterlagen deutlich kenntlich zu machen, die Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse enthalten und in welche nach Auffassung des Bewerbers daher im Falle eines vergaberechtlichen Nachprüfungsverfahrens die Akteneinsicht durch Dritte zu versagen ist.
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5.2 Fragen zum Verfahren
Interessenten haben die Möglichkeit, auf den Teilnahmewettbewerb bezogene Rückfragen zu diesem Vergabeverfahren unter dem Betreff „Vergabe Tourismus- Dashboard TMBW“ bis zum 16. Oktober 2026 (Eingang) per E-Mail an
Dashboard-TMBW@menoldbezler.de
oder mittels Vergabeplattform zu stellen.
Bitte beachten Sie:
Antworten zu rechtzeitig eingehenden Bewerberfragen sowie aktualisierte oder weitere Unterlagen, welche sämtliche Interessenten und Bewerber im Verfahren betreffen, werden unter vorstehend genanntem Link zur Verfügung gestellt.
Bewerber müssen sicherstellen, dass sie regelmäßig und insbesondere unmittelbar vor Abgabe ihres Teilnahmeantrags prüfen, ob seitens der Vergabestelle zusätzliche Informationen oder Unterlagen zur Verfügung gestellt wurden, welche für die Abgabe des Teilnahmeantrags zu beachten sind.
Verbindlicher Bestandteil der Unterlagen für den Teilnahmewettbewerb werden die unter vorstehendem Link veröffentlichten Antworten und Informationen. Mündliche Auskünfte und Erklärungen haben keine Gültigkeit.
5.3 Änderung und Aufhebung des Verfahrens
Die Vergabestelle behält sich vor, den Teilnahmewettbewerb zu jedem Zeitpunkt zu modifizieren oder durch einfache Mitteilung zu beenden, insbesondere dann, wenn nicht genügend qualifizierte Bewerbungen eingehen. Im Falle der Beendigung des Verfahrens während des Teilnahmewettbewerbs sind Ansprüche gegen die Vergabestelle ausgeschlossen.
Bewerber, die ihre Bewerbungsunterlagen im Verlauf des Verfahrens ganz oder teilweise publizieren oder Dritten ohne Einverständnis der Vergabestelle aushändigen, können vom Verfahren ausgeschlossen werden.
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5.4 Kostenerstattung für die Teilnahme am Vergabeverfahren
Für das Bearbeiten und Erstellen der Teilnahmeanträge sowie der Angebote wird den Bewerbern keine Entschädigung gewährt.
6 Vergabekammer
Für Nachprüfungsverfahren zuständige Stelle:
Vergabekammer Baden-Württemberg beim Regierungspräsidium Karlsruhe Kapellenstraße 17 76131 Karlsruhe Telefax: +49 721 926-3985
7 Anlagen
Anlage 1: Teilnahmeformular
Anlage 2: Leistungsbeschreibung
Anlage 3: Information zur DSGVO