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Anlage 4
Systemumgebung
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INHALT
- Einleitung 1
- Anbindung externer Systeme 2 2.1. Infrastruktur des LfF 2 2.2. Active Directory (AD) des Landes 2 2.3. Schnittstelle zu SAP (allgemein) 2 2.3.1. Anforderung 2 2.3.2. SAP Systemumgebung 3 2.4. Schnittstelle zu SAP – Cloud-ALM 3 2.4.1. Anforderung 4 2.4.2. SAP Cloud-ALM 4 2.5. Schnittstelle zum Laufzettel LfF (Eigenentwicklung) 4
- rlp-Cloud 2.0 6
- Migration 7 4.1. Anforderung 7 4.1.1. Erfordernisse an die Datenmigration 8 4.2. Systemumgebung 9 4.2.1. SAP SOLUTION MANAGER 9 4.2.2. ZAMMAD 10
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1. Einleitung
Dieses Dokument dient der näheren Beschreibung der Systemumgebungen der
anzubindenden externen Systeme.
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2. Anbindung externer Systeme
2.1. Infrastruktur des LfF
Die Anwendungen die im Landesamt für Finanzen eingesetzt sind, werden auf virtuellen
Servern mit dem Betriebssystem Microsoft Windows Server 2022 bzw. 2025 betrieben.
Die Arbeitsplätze der User basieren auf virtuellen Desktops, die von Citrix-
Terminalservern bereitgestellt werden und auf die die User über Thin-Clients
zugegreifen.
2.2. Active Directory (AD) des Landes
Schnittstelle zum Active Directory (AD) des Landes
Das Ticketsystem muss Schnittstellen zu anderen Systemen anbieten. Es muss eine
Schnittstelle zum AD des Landes ermöglicht werden, mit dem Ziel des Single Sign-On
(SSO) für integrierte Landes-AD-User. Das LfF nutzt zur Berechtigungsvergabe das
zentral durch den LDI eingesetzte Produkt Active Directory der Firma Microsoft, aktuell
in der Version 10.0.26100.8328.
2.3. Schnittstelle zu SAP (allgemein)
Schnittstelle zu SAP (allgemein)
Anbindung des Change and Transport Systems (CTS) von SAP Systemen (siehe
Kapitel 1.2.24 der Leistungsbeschreibung).
2.3.1. Anforderung
Die Anbindung des Ticketsystems an das SAP Change and Transport System (CTS)
ist durch den Auftragnehmer zwingend erforderlich. Die Anbindung an SAP muss je
nach Vorgangsart steuerbar sein. Es muss die Möglichkeit geben, verschiedene
Änderungszyklen mit Aufgabenplänen für die in SAP definierten Transportwege
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anzulegen. Transportaufträge sollen nur über ein Ticket angelegt werden können. Eine
automatische Transportsteuerung bei Wechsel des Ticketstatus muss konfigurierbar
sein (hier muss auch ein Transport von Kopien möglich sein). Der Import der
Transportaufträge in die verschiedenen SAP-Systeme sollte direkt über das
Ticketsystem eingeplant werden können (regelmäßige Jobs). Ein manueller Import
eines Tickets in bestimmte SAP Systeme sollte direkt aus dem Ticket möglich sein. Es
muss jederzeit im Ticket ersichtlich sein, in welche Systeme ein Import bereits erfolgt
ist bzw. wo ein Import ansteht. Ein Import aller oder einer Teilmenge der Transporte
eines Änderungszyklus sollte direkt aus dem Ticketsystem möglich sein. Cross System
Object Lock (CSOL) und Downgrade-Schutz muss konfigurierbar sein und bei Fehlern
eine Prüfung der Transporte vor Import ermöglichen. Die Anbindung zum SAP CTS ist
ausführlich darzustellen (Siehe Leistungsbeschreibung).
2.3.2. SAP Systemumgebung
Die derzeitige SAP-Systemumgebung besteht aus S/4HANA Systemen mit
Releasestand S/4HANA 2023, sowie SAP ERP 6.0 Systemen mit Releasestand EHP8.
Unsere Server basieren auf einem Linux-Betriebssystem (derzeit SUSE Linux
Enterprise Server 15). Als Datenbank kommt ausschließlich die SAP HANA Datenbank
(Version SAP HANA DATABASE 2.0) zum Einsatz.
2.4. Schnittstelle zu SAP – Cloud-ALM
Schnittstelle zu SAP – Cloud-ALM
Alternative zur Anbindung des Change and Transport Systems (CTS): Anbindung von
SAP Cloud ALM (Features) zur Transportsteuerung (siehe Kapitel 1.2.24 der
Leistungsbeschreibung).
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2.4.1. Anforderung
Alternativ zur direkten Anbindung des SAP Change and Transport System kann die
Anbindung auch über SAP Cloud ALM (Feature) erfolgen. Das Anlegen und die
Freigabe der Transporte sollte vollständig über das Ticketsystem möglich sein. Es ist
zusätzlich zu berücksichtigen, dass auftraggeberseitig ein zusätzlicher Tenant für SAP
Cloud ALM gekauft werden und der Speicher des kostenfreien Tenants voraussichtlich
erweitert werden muss. Sofern eine Anbindung über SAP Cloud ALM angeboten wird,
ist die Funktion und der evtl. zusätzliche Speicherbedarf in einem Konzept darzustellen
(Siehe Leistungsbeschreibung).
2.4.2. SAP Cloud-ALM
SAP Cloud ALM ist eine SAP Cloud Anwendung und stellt verschiedene APIs für das
Change und Transport System zur Verfügung. Da SAP Cloud Anwendungen
regelmäßig gewartet werden, muss sichergestellt sein, dass das Ticketsystem immer
kompatibel zur neuesten Version ist.
Die Anbindung mehrerer Tenants (Test- und Produktiv-Tenant) muss möglich sein.
2.5. Schnittstelle zum Laufzettel LfF (Eigenentwicklung)
Schnittstelle zum Laufzettel LfF (Eigenentwicklung)
Das LfF setzte eine Anwendung „Laufzettel“ ein. Die Anwendung "Laufzettel" dient der
innerdienstlichen Aufbau- bzw. Ablauforganisation. Über diese Anwendung werden
beispielsweise Neueinstellungen, Umzüge sowie Stellenwechsel etc. zentral verbreitet
und verarbeitet. Dabei handelt es sich um eine
WPF (Windows Presentation Foundation) .NET-Anwendung als Desktop Programm für
Windows. Die Datenablage erfolgt in Organisationseinheiten (OUs) im Open LDAP.
Open LDAP dient hierbei als zentrales Verzeichnis für Benutzerdaten.
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Es soll durch das Ticketsystem eine Schnittstelle bereitgestellt werden, die über einen
WebService aufgerufen werden kann und zur Ticketerstellung / Ticket-ID-Abfrage
verwendet werden kann. Der Aufruf des WebServices soll über eine .NET-Anwendung
oder andere Anwendungen möglich sein. (Siehe Leistungsbeschreibung)
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3. rlp-Cloud 2.0
Container-Anwendungen müssen in der rlp-Cloud 2.0 beim Landesbetrieb Daten und
Information betrieben werden und müssen die im angehängten Dokument „Vorgaben
zur Softwareeinbringung in die rlp-Cloud 2.0 OpenShift Containerplattform“ (Anlage zur
Systemumgebung) beschriebenen Vorgaben erfüllen.
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4. Migration
Zur Sicherstellung einer vollständigen Tickethistorie sowie einer dauerhaft geeigneten
Recherchefähigkeit (insbesondere mittels Volltextsuche) sind sämtliche relevanten
Ticketdaten aus dem SAP SOLUTION MANAGER sowie dem Ticketsystem ZAMMAD
in das neue Ticketsystem zu migrieren. Die Migration umfasst abgeschlossene wie auch
noch in Bearbeitung befindliche Vorgänge.
4.1. Anforderung
Das neue Ticketsystem soll das bisher auf dem Solution Manager (SAP SOLUTION
MANAGER 7.2 und mit dem SP Stack 20 -Stand 11/2025-) betriebene Ticketsystem
ablösen. Dabei müssen gängige und bereits etablierte Prozesse abgebildet werden.
Eine Integration des neuen Ticketsystems in das SAP-Transportwesen ist zwingend
erforderlich.
Die Einführung des neuen Ticketsystems soll weiterhin dazu genutzt werden, das im
LfF für die Belange der Haus-IT vorhandene Ticketsystem ZAMMAD (Version 6.5.2)
ebenfalls abzulösen und in das neue Ticketsystem zu integrieren, so dass im LfF
zukünftig nur noch ein Ticketsystem betrieben wird.
Um eine entsprechende Tickethistorie zu erhalten ist es somit notwendig, dass aus
beiden vorherigen Ticketsystemen (zzgl. aus dem Vorgängersystem SAP SOLUTION
MANAGER 7.1) die Migration der dort vorhandenen Tickets stattfindet. Die Migration
muss sich dabei sowohl auf abgeschlossene, als auch noch in Bearbeitung befindliche
Tickets beziehen; es sind somit ca. 55.000 bis 60.000 Tickets zu migrieren. Die
abgeschlossenen Tickets sind zwingend zukünftig nebst adäquater
Recherchemöglichkeit (Volltextsuche) zur Verfügung zu stellen. Dabei muss
mindestens die alte Ticket-ID, der Ticketstatus, der Tickettext (betrifft alle im Ticket
enthaltenen Texte unterschiedlicher Erfassungsmasken) sowie enthaltene Anlagen
vorhanden sein. Tickettexte müssen dabei mit Datum und mit Benutzernamen
übernommen werden.
(siehe Kapitel 1.1 und 1.2.19 der Leistungsbeschreibung).
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4.1.1. Erfordernisse an die Datenmigration
Es ist sicherzustellen, dass die übernommenen Tickettexte aus beiden aktuell
genutzten Ticketsystemen vollständig recherchierbar sind.
Das Datenmodell für den SAP Solution Manager umfasst mehrere strukturierte
Tabellen. Es wird vorausgesetzt, dass dem Auftragnehmer die spezifische
Datenstruktur der SAP für eine Migration bekannt ist oder er sich mit angemessenem
Aufwand innerhalb des Einführungszeitraums anhand verfügbarer Dokumentationen in
diese einarbeiten kann.
Für das im non-SAP eingesetzte Ticketsystem ZAMMAD wird ebenfalls für die
Datenmigration vorausgesetzt, dass die Einarbeitung in die spezifische Datenstruktur
des Produktes mit angemessenem Aufwand innerhalb des Einführungszeitraums
erfolgt.
Der konkrete Migrationsumfang und die Möglichkeiten zur Übernahme weiterer
Datenfelder sind im Rahmen des Einführungsprojekts mit dem Auftraggeber zu
ermitteln und abzustimmen. Dabei sind technische, datenschutzrechtliche und fachliche
Anforderungen zu berücksichtigen.
Für die Migration der Ticketdaten aus den beiden vorgenannten Systemen hat der
Bieter ein Migrationskonzept und seine Erfahrungen in Bezug auf die Migration von
Daten aus dem SAP Solution Manager sowie ZAMMAD vorzulegen.
(Siehe Leistungsbeschreibung).
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4.2. Systemumgebung
4.2.1. SAP SOLUTION MANAGER
Aus dem SAP Solution Manager (SAP SOLUTION MANAGER 7.2 SP 21) müssen
Tickets und Änderungsdokumente aus kundeneigenen Vorgangsarten basierend auf
den folgenden SAP-Standardvorgangsarten migriert werden:
▪ SMIN
▪ SMIT
▪ SMMJ
▪ SLFN
Die kundeneigenen Vorgangsarten beinhalten auch eine Reihe kundeneigener Felder,
die ebenfalls migriert werden müssen.
Stand 19.06.2026 befinden sich 49.021 Ticketvorgänge im Datenbestand des SAP
Solution Manager. Unter Berücksichtigung des laufenden Betriebs ist von einem
Gesamtumfang von ca. 55.000 bis 60.000 zu migrierenden Tickets auszugehen.
Folgende Datenarten aus dem SAP Solution Manager sind im Rahmen der Migration
zu übernehmen:
-
Vorgangsdaten zu abgeschlossenen und in Bearbeitung befindlichen Tickets.
-
Kommunikation zu Änderungsvorgängen (Change).
-
Ticketvorlagen für wiederkehrende Tätigkeiten,
-
Dateianhänge aus dem SAP Content Server.
Folgende Datenfelder sind zwingend zu übernehmen:
-
alte Ticket ID,
-
IPEMA®-Modul,
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-
Ticketart,
-
Ticketstatus,
-
Fertigstellungsgrad,
-
Ticketpriorität,
-
Sämtliche Tickettexte mit Datum und Benutzerkennung,
-
Angaben zu ursprünglichen Release- und Aufwandsplanung,
-
Informationen zu Ticketbeteiligten (insbesondere Meldende und zuständige
Bearbeiter),
-
Referenztickets,
-
Dateianhänge, einschließlich dem Kennzeichen „Enthält persönliche Daten“.
4.2.2. ZAMMAD
Weiterhin setzt das LfF zur Organisation der hausinternen IT-Aufgaben das
Ticketsystem des Herstellers Zammad GmbH ein. Es stellt die nachvollziehbare,
einheitliche und transparente Protokollierung von Berechtigungsanfragen,
Systemanpassungen und Ausfällen sowie deren Bearbeitung und Dokumentation
sicher. Darüber hinaus dient es als Wissensdatenbank und bietet eine Volltextsuche
über die Inhalte von Tickets und Anhängen.
Die Anwendung läuft auf einem Linux-Betriebssystem Ubuntu 24.04.4 LTS.
Technische Basis sind PostgreSQL, Elasticsearch, Nginx, Redis, Ruby on Rails, LDAP
/ Active Directory integration.
Das Ticketsystem Zammad enthält derzeit 5.200 Tickets. Jedes Ticket verfügt über 9
Datenfelder sowie die Möglichkeit, Anhänge jeden Typs mit einem Ticket zu verbinden.
Für eine Migration sind alle Felder der Tickets (ggf. ohne die Tags) und User-
Kennungen von Belang, damit alte Anfragen genau nachvollzogen werden können. Für
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reine Recherchezwecke wäre als absolutes Minimum der Ticketinhalt samt Anhang mit
der Möglichkeit einer Volltextsuche über alle Inhalte und Anhänge hinweg zu migrieren
Zusätzlich ist im Ticketsystem Zammad eine KnowledgeBase (Im Startmenü Hilfe und
Anleitungen) realisiert, die vermutlich manuell exportiert werden muss. Darauf basiert
auch die Anforderung an ein neues Ticketsystem, dass es die Möglichkeit geben muss,
eine entsprechende KowledgeBase im neuen System zu hinterlegen.
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