Durchführung einer Eingliederungsmaßnahme für Sprache und berufliche Integration
- Status
- Vergeben
- Angebotsfrist
- 23.07.2026, 10:00 (Europe/Berlin)
- Geschätzter Wert
- 2.302.000 EUR
- Lose
- 1
- Auftraggeber
- Landeshauptstadt Wiesbaden - Der Magistrat - Sozialleistungs- und Jobcenter, Kommunale Arbeitsvermittlung
- Erfüllungsregion
- Hessen, Deutschland
- Verfahren
- Offenes Verfahren
- Auftragsart
- Dienstleistung
- Veröffentlicht
- 22.06.2026
- CPV-Codes
- Erwachsenenbildung und sonstiger Unterricht (80400000)
- Bekanntmachung
- had.de
- Bekanntmachungsnummer
- 427591-2026
- Verfahrensnummer
- d8611a36-fcf8-4693-beab-6e0915e8e1c1
Fragenkatalog
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Kurzbeschreibung
Die Landeshauptstadt Wiesbaden, vertreten durch den Magistrat und das Sozialleistungs- und Jobcenter, sucht einen Dienstleister für die Eingliederungsmaßnahme „Sprache und Integration für den Arbeitsmarkt“. Das Angebot soll Migrantinnen und Migranten beim Ausbau ihrer Deutschkenntnisse, beim Abbau individueller Hemmnisse und bei der Entwicklung einer beruflichen Perspektive unterstützen, um ihre nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft zu fördern. Der geschätzte Auftragswert beträgt 2.302.000 Euro; die Leistung wird in Wiesbaden erbracht, und Angebote können bis zum 23. Juli 2026 um 08:00 Uhr eingereicht werden.
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Leistungsbeschreibung
Beauftragung mit der Durchführung der Eingliederungsmaßnahme "SIA - Sprache und Integration für den Arbeitsmarkt" auf der Grundlage von § 16 Abs. 1 Nr. 2 Zweites Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) i. V. m. § 45 Abs. 1 Nr. 1 Drittes Buch Sozialgesetzbuch (SGB III)
Leistungen nach Losen (1)
LOT-0000 · SIA - Sprache und Integration für den Arbeitsmarkt
1. Zielsetzung: Ziel des Förderangebotes ist es, Migrantinnen und Migranten beim Ausbau ihrer Deutsch-kenntnisse zu unterstützen, individuelle Hemmnisse abzubauen und gemeinsam eine trag-fähige und verwertbare berufliche Perspektive zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht dabei die nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft. Ein großer Teil der Zielgruppe verfügt erfahrungsgemäß weder über in Deutschland anerkann-te Schul- oder Berufsabschlüsse noch über Nachweise ihrer im Herkunftsland erworbenen beruflichen Erfahrungen. Hinzu kommen oftmals unzureichende Deutschkenntnisse, die selbst nach dem Besuch von Integrationskursen des BAMF bestehen bleiben, sowie fehlendes Wissen über den deutschen Arbeitsmarkt, seine Berufsbilder, reglementierte Zugangsvoraus-setzungen und gängige Bewerbungstechniken. Für diese Menschen braucht es ein niedrigschwelliges Angebot, das sie schrittweise an den Arbeits- und Ausbildungsmarkt heranführt. Dazu gehören Informationen über den deutschen Arbeitsmarkt, berufliche Orientierung, der Ausbau sprachlicher Kompetenzen sowie praktische Sprech- und Anwendungsmöglichkeiten. Gleichzeitig soll die Maßnahme konkrete Unter-stützung bei der beruflichen und gesellschaftlichen Integration bieten. Ein weiterer Schwer-punkt liegt auf der eigenen Rollenfindung, die in geschlechterbezogenen Modulen für Männer und Frauen vertieft wird. In den wöchentlichen Coachings werden die erwerbsfähigen Leistungsberechtigten (eLb) professionell bei ihrer beruflichen Eingliederung begleitet. Gemeinsam werden individuelle Handlungspläne entwickelt, Vermittlungshemmnisse bearbeitet und bei Bedarf weitere Fach-stellen einbezogen. Darüber hinaus findet im Coaching aktive Vermittlungsarbeit statt, ein-schließlich der Begleitung zu Bewerbungsgesprächen. Der Auftraggeber erwartet vom Auftragnehmer das zusätzliche Mittel aus der hessischen Arbeitsmarktförderung "Berufsqualifiziernde Sprachförderung Plus (BQS+)" beantragt werden und der Nachweis der Antragstellung mit der Angebotsabgabe erbracht wird. Ohne die Bereitstellung der BQS-Mittel kommt der Vertrag der Maßnahme SIA nicht zustande. 2. Zielgruppe: Das Förderangebot richtet sich an erwerbsfähige Leistungsberechtigte (eLb), die Anspruch auf Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) haben. Zur Zielgruppe gehören eLb mit Fluchthintergrund und abgeschlossenem Integrationskurs oder mit Migrationshintergrund und Deutschkenntnissen, die für die Integration in den Arbeitsmarkt verbessert werden müssen. 3. Rahmenbedingungen 3.1 Dauer des Förderangebotes/Option: Die Beauftragung hat eine Laufzeit von 12 Monaten. Sie beginnt am 01.11.2026 und endet am 31.10.2027. Es besteht eine Option zur Vertragsverlängerung um weitere 12 Monate vom 01.11.2027 bis 31.10.2028. Für die Option erhält der Auftragnehmer im Zuge einer Inflationsanpassung eine gestiegene Aufwandspauschale von 2,5% für den Zeitraum vom 01.11.2027 - 31.10.2028. Es besteht eine weitere Option zur Vertragsverlängerung um weitere 12 Monate vom 01.11.2028 bis 31.10.2029. Für die Option erhält der Auftragnehmer im Zuge einer Inflationsanpassung eine gestiegene Aufwandspauschale von 2,5% für den Zeitraum vom 01.11.2028 - 31.10.2029. Die Entscheidung über die Ausübung des Gestaltungsrechtes der Vertragsverlängerungen (Option) wird von dem Auftraggeber getroffen und steht nur diesem zu. Für das Förderangebot sind keine urlaubsfreien Tage vorgesehen. Der Auftragnehmer bietet das Förderangebot durchgehend an. Eine Unterbrechung der Leistungserbringung durch den Auftragnehmer über die gesetzlichen Feiertage hinaus, hierzu zählen auch der 24.12. und 31.12., ist ausschließlich an zwei Tagen zulässig. 3.2 Anzahl der Teilnehmendenplätze: Der Auftragnehmer stellt 70 Plätze zur Verfügung. Diese sind während der gesamten Laufzeit des Förderangebotes vom Auftragnehmer vorzuhalten. 3.3 Zeitlicher Umfang für die Teilnehmenden: Das Förderangebot wird in Teilzeit mit insgesamt 30 Unterrichtseinheiten pro Woche pro Teilnehmenden durchgeführt. Davon entfallen wöchentlich 20 UE auf Maßnahmeinhalte, die aus SGB‑II‑Mitteln finanziert werden, sowie 10 UE auf ein ergänzendes Sprachtraining, das über BQS‑Mittel gefördert wird. Das Förderangebot findet mit 6 UE täglich in Teilzeit (Gruppenangebote/Workshops und Coaching) statt. Eine Unterrichtseinheit (UE) entspricht 45 Minuten. Begleitend zu den Gruppenangeboten erfolgt ein persönliches Coaching von 2 UE pro Woche, pro Teilnehmenden. Teilnehmende sollen über den gesamten Maßnahmezeitraum von einer Fachkraft betreut werden. Fällt ein Termin in einer Woche aus, ist dieser nachzuholen und entsprechend zu dokumentieren. 3.4 Zuweisung und Zuweisungsdauer: Es sollen erwerbsfähige Leistungsberechtigte zugewiesen werden, die der genannten Ziel-gruppe entsprechen. Leistungsberechtigte, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, können nicht zugewiesen werden. Die individuelle Zuweisungsdauer beträgt 6 Monate. Der Einstieg in das Förderangebot ist flexibel. 3.5 Ort: Ort der Leistungserbringung ist das Stadtgebiet der Landeshauptstadt Wiesbaden. Der Standort muss über eine geeignete Infrastruktur verfügen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln (ÖPNV) in angemessener Zeit gut erreichbar sein. Der maximale Auftragswert beträgt insgesamt 2.302.000,00 €, finanziert aus SGB II-Mitteln.
Frist: 23.07.2026, 02:00 (Europe/Berlin)
Anforderungen an deinen Betrieb
entfällt
Wie wird das Angebot bewertet?
Kriterien ohne Loszuordnung
- Punkt 3, 4 und 6 in der Leistungsbeschreibung
- 13 %
- Punkt 5 der Leistungsbeschreibung
- 48 %
- Marketingaktivitäten beschreiben, warum die Strategie gewählt wurde und ob das Konzept geeignet ist
- 9 %
- Einhaltung maximaler Auftragswert
- 30 %
Vergabeunterlagen
Keine abgerufenen Dateien hinterlegt. Ein abgeschlossener Abruf ist nicht dokumentiert.
Zum UrsprungsportalAnforderungen
entfällt
Änderungen und Bieterfragen
1 Eintrag- 02.09.2026VergabebekanntmachungBekanntmachung 604972-2026
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