SBN_31_Anlage 02.3_Prüfergebnis_Wettbewerbsprojekt_S-BahnNürnberg_Vergabe.pdf

Betrieb des S-Bahn-Netzes Nürnberg 2031+

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 17.10.2026, 05:49 (Europe/Berlin)

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Prüfergebnis Wettbewerbsprojekt

S-Bahnnetz Nürnberg

Die DB InfaGO AG hat den Aufgabenträger Bayerische Eisenbahngesellschaft GmbH im Wett- bewerbsprojekt S-Bahnnetz Nürnberg umfangreich beraten und das vorliegende Fahrplankon- zept geprüft. Im Folgenden sind die Verkehre, die unterstellten Rahmenbedingungen und das Prüfergebnis zusammengefasst.

Grundlagen

1.1 Projektbeschreibung

Im Wettbewerbsprojekt S-Bahnnetz Nürnberg erfolgt eine Vergabe von SPNV-Leistungen zu Dezember 2030 und umfasst folgende Linien:  S1 Bamberg – Hartmannshof  S2 Roth – Altdorf  S3 Nürnberg Hbf – Neumarkt (i.d.Opf.)  S4 Nürnberg Hbf – Crailsheim  S5 Nürnberg Hbf – Allersberg  S6 Nürnberg Hbf – Neustadt/Aisch

1.2 Infrastruktur

InfrastrukturbasisFahrplanjahr 2026
Ergänzt um-

1.3 Fahrzeuge

Die von DB InfraGO ermittelten Referenzfahrzeiten zur Einhaltung des 24h-Fahrplanes betra- gen:

 S1 Nürnberg Hbf – Bamberg 46,6 Minuten  S1 Bamberg – Nürnberg Hbf 46,9 Minuten

 S3 Nürnberg Hbf – Neumarkt(i.d.Opf.) 29,9 Minuten  S3 Neumarkt(i.d.Opf) – Nürnberg Hbf 29,6 Minuten  S6 Nürnberg Hbf – Neustadt/A. 28,7 Minuten

 S6 Neustadt/A. – Nünberg Hbf 28,3 Minuten

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1.4 Bauzuschläge

Der bei der DB InfraGO angewendete Bauzuschlag für die Züge des SPNV beträgt 3,5 Min / 100 km * 0,89. Daraus ergeben sich für die wettbewerbsprojektrelevanten Strecken folgende konkrete Werte:

Strecke / StreckenabschnittWert (Minuten)
Bamberg – Nürnberg1,9
Nürnberg - Hartmannshof1,2
Roth – Nürnberg0,8
Nürnberg - Altdorf0,8
Nürnberg Hbf – Neumarkt (i.d.Opf.)1,2
Nürnberg Hbf - Crailsheim2,9
Nürnberg Hbf – Allersberg0,8
Nürnberg Hbf – Neustadt/A1,3

1.5 Mindesthaltezeiten

Die BEG und DB InfraGO planen die Verkehrskonzepte grundsätzlich mit bedarfsgerechten, am Fahrgastaufkommen und Fahrzeug ausgerichteten Haltezeiten. Im Netz S-Bahnnetz Nürnberg wurden folgende Mindesthaltezeiten unterstellt.

HaltezeitBetriebsstelle
2,0 MinutenNürnberg Hbf
1,0 MinutenForchheim, Erlangen, Fürth(Bay) Hbf, Lauf (links Peg), Hersbruck (links Peg)
0,7 MinutenNeustadt/A Mitte; Emskirchen; Hagen- büchach; Puschendorf; Siegelsdorf; Fürth- Burgfarrnbach; Fürth-Unterfürberg

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1.6 Mindestwendezeiten

Die Mindestwendezeit im Zuglauf beträgt mindestens 6 Minuten, am Linienende ebenfalls min- destens 6 Minuten. Zur Sicherung der Qualität werden folgende darüberhinausgehende Werte vereinbart:

BetriebsstelleWendezeit
Nürnberg Hbf10
Bamberg8
Forchheim8
Erlangen8
Lauf l.P.8
Hersbruck l.P8
Hartmannshof8
Roth8
Schwabach8
Altdorf b.Nür.8
Neustadt/A.8

1.7 Stärken, Schwächen, Flügeln und Vereinigen

Die Mindestzeiten beim Trennen und Schwächen beträgt, von der Ankunft des Zuges bis zur Abfahrt des ersten Zugteils, mindestens 3 Minuten. Die Abfahrt des zweiten Zugteils erfolgt im Zugfolgeabstand. Die Mindestzeiten beim Stärken und Vereinigen zweier Züge beträgt mindestens 5 Minuten, von der Ankunft des zweiten Zuges bzw. Zugteils bis zur Abfahrt des gesamten Zugverbandes. Abweichende Werte sind wie folgt definiert: - entällt -

1.8 Umgebende Fahrplankonzepte

Bei den Betrachtungen wurden folgende Wettbewerbsprojekte, bzw. Fahrlagen berücksichtigt

 SPNV (Stand mKoK 2028) o Abschnitt Nürnberg – Bamberg:  RE 14 Nürnberg Hbf- Sonneberg  RE 19 Nürnberg Hbf – Erfurt

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o Abschnitt Nürnberg – Neuhaus (Pegnitz):  RE 30 Nürnberg Hbf – Bayreuth Hbf  RE 31 Nürnberg Hbf - Cheb

 RE 32 Nürnberg Hbf – Neuenm-Wirsberg – Bamberg  RE 33 Nürnberg Hbf – Hof Hbf

 RE 40/41 Nürnberg Hbf – Neust (Waldnaab) o Abschnitt Nürnberg – Neumarkt (Oberpf):  RE 50 Nürnberg Hbf – Regensburg Hbf o Abschnitt Nürnberg – Allersberg:  RE 1 Nürnberg Hbf – München Hbf o Abschnitt Nürnberg – Treuchtlingen:  RE 16 Nürnberg Hbf – Treuchtlingen - München Hbf  RE 60 Nürnberg Hbf – Treuchtlingen o Abschnitt Nürnberg – Ansbach:  RE 90 Nürnberg Hbf – Stuttgart Hbf o Abschnitt Nürnberg – Würzburg:  RE 10 Nürnberg Hbf – Würzburg Hbf

 SPFV (Stand mKoK 2028)  FV02 München Hbf – Hamburg-Altona

 FV 05.1/.2 München Hbf – Hamburg-Langenfelde  FV04 München Hbf – Berlin-Gesundbrunnen  FV07.1/ .2 München Hbf – Berlin Hbf

 FV16.1/ .2 München Hbf – Dortmund Hbf  FV96 Karlsruhe – Leipzig Hbf  FV17 Frankfurt (Main) Hbf – Wien Hbf

 SGV o Taktverkehre aus mKoK 2028 o Einzelverkehre gemäß Jahresfahrplan 2025

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Ergebnis der Prüfung

Mit den Angaben in den von uns übergebenen Unterlagen zum SPNV-Wettbewerbsprojekt S- Bahn Nürnberg können wir die Konstruierbarkeit mit den zugrunde gelegten Rahmenbedingun- gen, sowie der Betriebsabwicklung in den Bahnhöfen, sowie den uns zum maßgeblichen Zeit- punkt bekannten betrieblichen Umständen feststellen.

Die Bedingungen und Einschränkungen rechtlicher und werkzeugbedingter Art gemäß Anlage 4 zur Vereinbarung zwischen der BEG und DB InfraGO zu Betriebsprogrammstudien im Zuge von Nahverkehrsausschreibungen finden Anwendung.

Folgende Sachverhalte sind darüber hinaus zu beachten:

 Die S-Bahnen S1, S2 und S3 verkehren in Nürnberg Hbf grundsätzlich über die Gleise 1, 2 und 3. Umlaufbedingte Abweichung und Gleisänderungen in den Nachtstunden sind nicht geprüft.  Informationen zum künftigen Abstell- und Werkstattkonzept liegen nicht vor. Bei ggü. heute wesentlichen Änderungen in der Zu-/Abführung und Abstellung insbesondere in Nürnberg Hbf können sich Änderungen am Prüfergebnis ergeben.

Aussagen zur Qualität des Betriebsprogramms

 In der Ausschreibung wird das aktuelle Fahrplankonzept nahezu unverändert auf bestehen- der Infrastruktur fortgeführt. Bereits heute bestehende Engpässe (Fürth – Erlangen, Fürth – Siegelsdorf, Feucht – Neumarkt) bleiben bestehen. Es ist mit ggü. dem heutigen Zustand vergleichbaren Pünktlichkeitswerten zu rechnen. Bei einer Ausweitung der umliegenden Verkehre (SPFV, SGV) ist tendenziell eine weitere Anspannung zu erwarten.

 Wir empfehlen grundsätzlich die Entwicklung von Störfallkonzepten/Dispositionsregeln durch das künftig verkehrende Eisenbahnverkehrsunternehmen. Insbesondere auf den ein- gleisigen Strecken tragen diese zum Abbau von aufgetretenen Verspätungen bei.

München, im April 2026

i. V. i. A. Christian Weigenand Mario Bethge

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