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Generalzolldirektion Leistungsbeschreibung Zentrale Beschaffungsstelle der Stand: 25.09.2026 Bundesfinanzverwaltung O 1088 B 231/26 – DIII.B.141.10 141- 2026 -0196 „Digitale Gesundheitsförderung in der Zollverwaltung
Anlage 1 zum Vertrag
Leistungsbeschreibung
Vor der Pandemie wurden an den Dienststellen der Zollverwaltung Gesundheitstage in
Präsenz als Teil der betrieblichen Gesundheitsförderung angeboten. Die durch die Ein-
schränkungen während der Pandemie entstandenen digitalen Formate der Gesundheits-
förderung haben sich bewährt. Daher möchte die Generalzolldirektion allen Beschäftig-
ten der Zollverwaltung Kampagnen zur Gesundheitsförderung mit verschiedenen
Schwerpunktthemen weiterhin in digitaler Form anbieten.
Zur erfolgreichen Umsetzung werden digitale Inhalte benötigt.
Bedarfsträgerin
Bedarfsträgerin ist die Generalzolldirektion in Bonn (Vàclav-Havel-Platz 6, 53121 Bonn).
Aufgaben und Struktur der Zollverwaltung und ihrer Beschäftigten sind unter Punkt 9
beschrieben (siehe unten).
Ausschreibungsgegenstand
Die digitale Gesundheitsförderung umfasst die Themenfelder (siehe Punkt 10)
• Entgrenzung von Arbeit und Privatleben
• Altersgerechtes Arbeiten – gesund und leistungsfähig im Berufsleben bleiben
• Stretching und Dehnen – beweglich und gesund im Arbeitsalltag
• Gesundes Arbeiten im Homeoffice
• Einsamkeit im Arbeitsalltag
die den Beschäftigten im Veranstaltungszeitraum in Form voraufgezeichneter Vorträge
(siehe Punkt a) angeboten werden sollen. Weiterführende Informationen sollen den Be-
schäftigten im Anschluss daran im Intranet oder über die Führungskräfte zur Verfügung
stehen (siehe Punkte b, c).
a) voraufgezeichnete Vorträge (Langform)
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Generalzolldirektion Leistungsbeschreibung Zentrale Beschaffungsstelle der Stand: 25.09.2026 Bundesfinanzverwaltung O 1088 B 231/26 – DIII.B.141.10 141- 2026 -0196 „Digitale Gesundheitsförderung in der Zollverwaltung
Anlage 1 zum Vertrag
Als Kerninhalt der Kampagne sollen einzeln buchbare, vorab aufgezeichnete digitale
Präsentationen über eine Konferenzplattform (Skype) abgespielt werden. Die Auftrag-
nehmerin stellt entsprechende Dateien mit Text-, Ton- und Bildmaterial zur Verfügung.
Neben einer allgemeinen Einführung zum Thema sollten die unter Punkt 10 genannten
Schwerpunkte Bestandteil des Vortrags sein.
b) voraufgezeichnete Kurzvorträge
Nicht alle Beschäftigte werden an den voraufgezeichneten Vorträgen in Langform teil-
nehmen können. Die Kurzvorträge sollen eine knappe Zusammenfassung der Inhalte
der Hauptvorträge vermitteln.
Um einen Großteil der Beschäftigten für die angebotenen Themen zu sensibilisieren, soll
zusätzlich ein voraufgezeichneter Kurzvortrag (ca. 5 – 10 Minuten) zur Verfügung ge-
stellt werden. Dieser Kurzvortrag wird durch Führungskräfte im Rahmen ihrer regelmä-
ßigen Onlinebesprechungen im Beisein der Beschäftigten abgespielt. Zusätzlich werden
diese Kurzvorträge im Intranet der Zollverwaltung veröffentlicht, um möglichst viele Be-
schäftigte zu erreichen. Auch ohne den Hauptvortrag (a) vorab gesehen zu haben, sollen
die Inhalte für die Beschäftigten verständlich sein und einen Mehrwert darstellen.
c) Informationsdokumente
Im Nachgang zum (voraufgezeichneten) Vortrag sollen vertiefende Informationen als
Dokument zur Verfügung gestellt werden, die im Intranet der Zollverwaltung für alle Be-
schäftigten (als Datei) nutzbar sind. Der Umfang des Dokuments sollte 1-2 DIN A4-Sei-
ten umfassen.
Im Informationsdokument sollten die unter Punkt 10 genannten Themenschwerpunkte
aufgegriffen und in Form von Handouts mit Text- und Grafikelementen (z.B. in Form von
Tabellen, Bildern, Mindmaps, Karikaturen usw.) sowie Verweis auf weiterführende Fach-
literatur tiefergehend vermittelt werden.
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Generalzolldirektion Leistungsbeschreibung Zentrale Beschaffungsstelle der Stand: 25.09.2026 Bundesfinanzverwaltung O 1088 B 231/26 – DIII.B.141.10 141- 2026 -0196 „Digitale Gesundheitsförderung in der Zollverwaltung
Anlage 1 zum Vertrag
Ziel ist es übersichtlich und leicht verständlich Informationen zu vermitteln, auch wenn
man ggfs. den Vortrag nicht anschauen konnte. Ein bloßes Abbilden der zum Vortrag
verwendeten PowerPoint-Folien ist nicht ausreichend.
Technische Voraussetzungen
a) voraufgezeichnete Vorträge (Langform)
Erwünscht sind sog. besprochene Präsentationen mit einer Dauer von 30 - 45 Minuten -
aus Kapazitätsgründen aufgeteilt in zwei max. 25-minütige Dateien. Sowohl die Gesamt-
datei als auch die beiden aufgeteilten Sequenzen sind in einem sicheren Datenraum
abzulegen. Dazu wird ein Zugangslink durch die Auftraggeberin versendet. Eine Über-
sendung in Form eines USB-Sticks o.ä. ist nicht erwünscht.
Folgende technische Parameter sind einzuhalten:
• Auflösung: 720p,25 Frames, • Ausgabeformat: 1280*720 Pixel • Video-Encoder: H.264 (Standard) • Framerate: 25 FPS • Quality: constant quality • Ausgabeformat: mp4, Web Optimized • Soundformat: AAC, Stereo
b) voraufgezeichnete Kurzvorträge
Erwünscht sind sog. besprochene Präsentationen mit einer Dauer von 5 – 10 Minuten –
eine Unterteilung des Videos aus Kapazitätsgründen ist nicht notwendig. Sequenzen
sind in einem sicheren Datenraum abzulegen. Dazu wird ein Zugangslink durch die Auf-
traggeberin versendet. Eine Übersendung in Form eines USB-Sticks o.ä. ist nicht er-
wünscht.
Folgende technische Parameter sind einzuhalten:
• Auflösung: 720p,25 Frames, • Ausgabeformat: 1280*720 Pixel • Video-Encoder: H.264 (Standard) • Framerate: 25 FPS • Quality: constant quality • Ausgabeformat: mp4, Web Optimized • Soundformat: AAC, Stereo
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Anlage 1 zum Vertrag
c) Informationsdokumente
Die ergänzenden Informationen zu den unter Punkt 10 genannten Schwerpunkten sind
als docx., ppt. oder pdf-Datei zur Verfügung zu stellen.
Barrierefreiheit
• Die besprochenen Präsentationen müssen untertitelt sein (Untertitel sollten relevante
Inhalte der Folie nicht überdecken).
• Die besprochenen Präsentationen müssen möglichst kontrastreich veranschaulicht
werden. Dies bezieht sich ebenfalls auf kontrastreiche Untertitel.
• Außerdem sollte eine serifenlose Schriftart wie z.B. Arial verwendet werden.
• Abbildungen und praktische Übungen sollten so anschaulich erklärt werden, dass
auch seheingeschränkte Personen die Übungen nachvollziehen und mitmachen kön-
nen.
• Bei der Untertitelung keine Schattierungen verwenden.
• Keine umfangreiche Dopplung von Folientext und Untertitelung (z.B. bei längeren Zi-
tatauszügen).
Methodische Anforderungen
Gewünscht ist ein abwechslungsreicher, verständlicher und interaktiver Vortrag. Kurze
Praxisbeispiele, Reflexionsfragen, Fallbeispiele oder kleine Übungen können eingesetzt
werden, um die Teilnehmenden aktiv einzubeziehen.
Die Inhalte sollten wissenschaftlich bzw. fachlich fundiert, zugleich aber verständlich und
praxisnah vermittelt werden.
Die Auftragnehmerin hat im Rahmen der Leistungserbringung mindestens eine einschlä-
gige wissenschaftliche Studie als fachliche Grundlage für den Vortrag (je Los) vorzule-
gen und im Vortrag zu berücksichtigen.
Erforderlich sind wissenschaftlich fundierte Quellen mit hoher Evidenz, insbes. systema-
tische Reviews bzw. Metaanalysen. Die vorgelegte Studie muss einen nachvollziehba-
ren inhaltlichen Bezug zum Gegenstand des Vortrags aufweisen und spätestens mit An-
gebotsabgabe vorgelegt werden.
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Anlage 1 zum Vertrag
Die Teilnehmenden sollten am Ende des Vortrags konkrete Anregungen und Handlungs-
möglichkeiten für ihren beruflichen und privaten Alltag mitnehmen.
Der Kurzvortrag soll einige Hinweise des Langvortrags kurzweilig aufgreifen. Dazu wer-
den gemeinsam ein oder mehrere Schwerpunkte herausgegriffen.
Qualitätssicherung und Korrekturen
Es ist vorgesehen durch mehrere Absprachetermine eine gemeinsame Vorstellung vom
Leistungsprodukt zu erhalten. Somit sollen Mehraufwände durch nachträgliche Korrek-
turen reduziert werden. Die entsprechenden Zeiträume können dem Zeitplan (siehe
Nr. 7) entnommen werden.
Es besteht ein Anspruch der Auftraggeberin auf Ausbesserung von Rechtschreib- oder
Layout-Mängeln durch die Auftragnehmerin. Gleiches gilt, sofern grundsätzliche Maßga-
ben der Leistungsbeschreibung nicht erfüllt werden. Änderungsbitten können im Rah-
men der vorgesehenen Absprachen und ggf. zusätzlich schriftlich mitgeteilt werden.
Nach der Zusendung der vereinbarten Inhalte behält sich die Auftraggeberin vor, Anpas-
sungen in der inhaltlichen Darstellung oder der technischen Umsetzung in eigener Zu-
ständigkeit vorzunehmen.
Das Leistungsprodukt muss produkt- und herstellerneutral sein. Werbung zugunsten be-
stimmter Produkte oder Anbieter ist nicht zulässig.
Zeitplan
Es ist beabsichtigt, den Zuschlag voraussichtlich bis spätestens innerhalb der
KW 44 2026 zu erteilen. Für die Leistungsausführung ergibt sich folgender Zeitplan:
- Auftaktgespräch voraussichtlich
ab KW 44
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| 2. Vorbereitung der vereinbarten Inhalte durch die Auftragneh- merin | 3 Wochen (vrs. bis Ende KW 47) | Für Rückfragen und anlassbezogene Absprachen stehen Ansprechpersonen der Auftragnehmerin und der Auftraggeberin gegenseitig zur Verfügung. |
|---|---|---|
| 3. Bereitstellung der Dateien durch die Auf- tragnehmerin | Erhalt bis: Ablauf von 2. (Ende der KW 47) | Die vereinbarten Inhalte werden erstmals der Ge- neralzolldirektion zur Verfügung gestellt. Um den Aufwand für die Auftragnehmerin mög- lichst gering zu halten, wird empfohlen ein Skript und die zugehörigen Präsentationsfolien zu über- senden. So können nachträgliche Korrekturen ein- facher aufgenommen werden, als wenn bereits ein Vortrag eingesprochen worden ist. Sofern eine Bereitstellung früher erfolgt, können auch die „gemeinsamen Absprachetermine zur Qualitätssicherung“ früher beginnen |
| 4. Gemeinsame Ab- sprachetermine zur Qualitätssicherung | Ab Bereitstel- lung des ers- ten Entwurfs (3.) fortlaufend | Ein oder falls notwendig mehrere Termine, um die zugesandten Inhalte zu besprechen und ggf. Ände- rungswünsche einzubringen. |
| 5. Bereitstellung der Dateien mit der fina- len Vortragsversion | Spätestens bis zum Ablauf der 50. KW | Nach Umsetzung der Änderungsbitten, werden die aktualisierten Inhalte an die Generalzolldirektion zugeleitet. Nur sofern weiterhin Qualitätsmängel bestehen, wären Absprachen/Zusendungen dar- über hinaus notwendig. |
| 6. Bereitstellung der Dateien mit der fina- len Vortragsversion | Spätestens bis zum 16.12.2026 | Vorlage der Rechnung(-en) an die Generalzolldi- rektion |
| 7. Abschlussgespräch | Termin nach Absprache | In einem optionalen Abschlussgespräch kann die Zusammenarbeit bei Bedarf gemeinsam reflektiert werden. |
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Anlage 1 zum Vertrag
Nutzungsrechte
Das bereitgestellte Text-, Ton- oder Bildmaterial darf zeitlich unbegrenzt durch die Zoll-
verwaltung genutzt werden.
Wie gestalten sich die Aufgaben und Struktur der Zollverwaltung?
Die deutsche Zollverwaltung ist dem Bundesministerium der Finanzen unterstellt und -
aufgeteilt in Generalzolldirektion, Hauptzollämter und Zollfahndungsämter - bundesweit
tätig. Die rund 8.000 Beschäftigten der Generalzolldirektion sind vor allem mit konzepti-
onellen, strukturellen, übergreifend fachlichen und administrativen Aufgaben befasst.
Dabei leisten sie auch Unterstützung für die örtlichen Dienststellen.
Auf Ortsebene sind ca. 35.000 Beschäftigte, verteilt auf 41 Hauptzollämter und 8 Zoll-
fahndungsämter, vor allem mit der operativen Aufgabenwahrnehmung gegenüber Wirt-
schaftsbeteiligten und Privatpersonen betraut. Neben der Erhebung von Steuern und
Zöllen sind zentrale Aufgaben des Zolls: die Gewährleistung eines reibungslosen inter-
nationalen Warenverkehrs und eines fairen Wettbewerbs, der Kampf gegen Schwarzar-
beit und illegale Beschäftigung, die Überwachung des gesetzlichen Mindestlohns, die
Erhebung der Kraftfahrzeugsteuer, die Bekämpfung von Produktpiraterie und organisier-
ter Kriminalität, die Durchführung von Vollstreckungsmaßnahmen sowie der Einsatz für
den Artenschutz.
Mit dem Zuwachs an Aufgaben hat der Zoll an Bedeutung gewonnen – sein Wirken ist
heute wichtiger denn je.
9.1 Was zeichnet unsere Beschäftigten aus?
Durch das vielfältige Tätigkeitsspektrum gibt es auch vielseitige Anforderungen an die Be-
schäftigten.
Die meisten Innendienst-Vorgänge finden hauptsächlich digital, also im Büro in der Dienst-
stelle oder im mobilen Arbeiten im eigenen zu Hause statt. Papiergestützte Arbeit wird im-
mer seltener.
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Anlage 1 zum Vertrag
Daneben gibt es auch zahlreiche Aufgabenfelder, wie z.B. die Warenabfertigung, die
Schwarzarbeitsbekämpfung, Kontroll-, Prüf und Ermittlungstätigkeiten oder die Vollstre-
ckung, in denen regelmäßig Präsenz- und Außendienst verrichtet wird. Teile der Bediens-
teten werden im Umgang mit der Waffe geschult und sind zur Teilnahme an entsprechen-
den Fortbildungstrainings verpflichtet.
Genauso unterschiedlich wie die Aufgabenfelder der Beschäftigten, ist deren Arbeitsum-
feld. So wird die Arbeitswoche sehr unterschiedlich abgeleistet. Zollämter haben im Hinblick
auf ihre Servicefunktion für Wirtschaftsbeteiligte und Privatpersonen spezielle Öffnungszei-
ten, Zeitfenster für risikoorientierte Kontrolleinsätze variieren stark oder Schichtdienst ist
notwendig. Ein Großteil der Beschäftigten insbesondere in den Innendienstbereichen ver-
fügt jedoch über flexible Arbeitszeitmodelle.
Durch die zunehmende Arbeitsortflexibilisierung (Telearbeit oder vor allem mobiles Arbei-
ten) in dafür geeigneten Bereichen werden weitere Elemente moderner Arbeitsplatzgestal-
tung genutzt.
Die Arbeit im Homeoffice war für die meisten Beschäftigten eine neue Erfahrung. Sie muss-
ten sich auf eine neue Arbeitssituation und einen neuen Arbeitsalltag einstellen. Zudem
konnte der Austausch mit den Beschäftigten nicht in herkömmlicher Form geführt werden,
so dass digitale Kommunikationsmedien eine immer wichtigere Rolle spielen. Stand heute
lässt sich sagen, dass sich in vielen Dienststellen das anteilige mobile Arbeiten fest etabliert
hat.
Der Dienstherr möchte mit solchen Kampagnen zur digitalen Gesundheitsförderung den
Stellenwert der Gesunderhaltung seiner Beschäftigten zum Ausdruck bringen. Es ist zu-
gleich ein Zeichen der Wertschätzung ggü. den Beschäftigten, welche die Aufgaben der
Zollverwaltung bundesweit erfüllen. Auf diese Weise kommt er seiner Fürsorgepflicht nach
und möchte das Wohlbefinden der Beschäftigten steigern.
Themenfelder
Im Nachfolgenden werden die Themenfelder der verschiedenen Vorträge und die inhaltlichen
Erwartungen erläutert.
Der Kurzvortrag soll einige Hinweise des Langvortrags kurzweilig aufgreifen. Dazu werden
gemeinsam ein oder mehrere Schwerpunkte herausgegriffen.
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Anlage 1 zum Vertrag
Die Festlegung auf die finalen Vortragsinhalte erfolgt in gemeinsamer Absprache zwischen
der Auftraggeberin und der Auftragnehmerin(s. Nr. 5, 6) nach Zuschlagserteilung. Ein gewis-
ser Spielraum zur Abweichung von den u.g. Inhalten ist verhandelbar.
10.1 Themenfeld 1: Entgrenzung von Arbeit und Privatleben
Gesucht wird ein fachlich fundierter und praxisorientierter Vortrag zum Thema „Entgrenzung
von Arbeit und Privatleben“ im Kontext der Gesundheitsförderung.
Der Vortrag soll sich mit der zunehmenden Vermischung beruflicher und privater Lebensbe-
reiche auseinandersetzen und aufzeigen, welche gesundheitlichen Auswirkungen daraus
entstehen können. Dabei sollen sowohl die Chancen als auch die Herausforderungen mo-
derner Arbeitsformen, insbesondere durch mobiles Arbeiten und digitale Erreichbarkeit be-
rücksichtigt werden.
Der Vortrag sollte insbesondere folgende Aspekte behandeln:
• Was bedeutet die Entgrenzung von Arbeit und Privatleben und wie zeigt sie sich im Ar-
beitsalltag?
• Welche Ursachen und Entwicklungen begünstigen die Entgrenzung, beispielsweise Di-
gitalisierung, flexible Arbeitszeiten, Homeoffice und ständige Erreichbarkeit?
• Welche Auswirkungen kann die fehlende Abgrenzung auf Gesundheit und Wohlbefin-
den haben, z. B. auf Stress, Erholung, Schlaf, Konzentration und psychische Gesund-
heit?
• Welche Warnsignale weisen auf eine zunehmende Überlastung oder fehlende Erho-
lungsphasen hin?
• Welche Bedeutung haben persönliche Grenzen, Pausen, Erholungszeiten und be-
wusste Übergänge zwischen Arbeit und Freizeit?
• Welche konkreten Strategien können Beschäftigte entwickeln, um eine gesunde Ab-
grenzung zwischen Arbeit und Privatleben zu unterstützen?
Die Teilnehmenden sollen für die Auswirkungen der Entgrenzung sensibilisiert werden und
konkrete, alltagstaugliche Impulse erhalten, mit denen sie eigenverantwortlich ihr Arbeitsum-
feld und ihre Erholungsphasen gesundheitsförderlich gestalten können.
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Der Vortrag sollte dabei nicht ausschließlich problemorientiert, sondern ressourcen- bzw. lö-
sungsorientiert gestaltet sein.
10.2 Themenfeld 2: Altersgerechtes Arbeiten - gesund und leistungsfähig im Berufsle-
ben bleiben
Gesucht wird ein fachlich fundierter und praxisorientierter Vortrag zum Thema „Altersgerech-
tes Arbeiten – gesund und leistungsfähig im Berufsleben bleiben“ aus Sicht der Beschäftigten
im Kontext der Gesundheitsförderung.
Im Mittelpunkt soll die Frage stehen, wie Beschäftigte ihr Berufsleben auch mit zunehmen-
dem Alter gestalten können, um gesund, leistungsfähig, motiviert und zufrieden zu bleiben.
Dabei soll vermittelt werden, dass altersgerechtes Arbeiten nicht erst kurz vor dem Renten-
eintritt relevant wird, sondern die aktive Auseinandersetzung mit den eigenen Ressourcen,
Bedürfnissen, individuelle Veränderungen und Arbeitsbedingungen über das gesamte Be-
rufsleben hinweg umfasst.
Der Vortrag sollte sowohl Beschäftigte inhaltlich abholen, die bereits ein erhöhtes Alter (ab
50 Jahre) haben als auch jüngere Beschäftigte, die sich präventiv mit dem Thema beschäf-
tigen möchten. Insgesamt sollte eine wertschätzende Perspektive gewählt werden.
Der Vortrag sollte insbesondere folgende Aspekte behandeln:
• Was verändert sich im Laufe des Berufslebens und welchen Einfluss können Alter, Be-
rufserfahrung und die Lebensphase auf das eigene Arbeiten haben?
• Welche Veränderungen (körperlich, mental, psychisch, sozial usw.) können mit zuneh-
mendem Alter auftreten und wie kann man konstruktiv damit umgehen? (– Wechsel-
jahre müssen nicht umfangreich behandelt werden, da bereits ein Vortrag hierzu unse-
rerseits vorliegt)
• Welche persönlichen Ressourcen und Stärken entwickeln sich durch Berufserfahrung
und wie können diese bewusst genutzt werden?
• Wie können Beschäftigte ihre eigenen Belastungsgrenzen wahrnehmen und rechtzeitig
gegensteuern / ihre Arbeitsbedingungen mitgestalten?
• Welche Rolle spielen Pausen, Erholungszeiten, ergonomische Arbeitsplatzgestaltung
und eine gute Balance zwischen Belastung und Regeneration?
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Anlage 1 zum Vertrag
• Welche Bedeutung haben Lernbereitschaft, Weiterbildung und geistige Flexibilität?
• Wie können Motivation und Zufriedenheit bei der Arbeit erhalten bleiben?
• Wie kann ein konstruktiver Umgang mit altersbedingten Veränderungen gelingen, ohne
sich selbst auf vermeintliche Einschränkungen zu reduzieren?
• Wann ist es sinnvoll, Unterstützung zu suchen und welche Anlaufstellen können Be-
schäftigte nutzen?
Gewünscht ist ein verständlicher, lebensnaher und praxisorientierter Vortrag, der die Be-
schäftigten direkt anspricht. Persönliche Reflexionsfragen, kurze Übungen, Praxisbeispiele
oder Selbstchecks können eingesetzt werden, um die Teilnehmenden zur Auseinanderset-
zung mit der eigenen Arbeitssituation und den eigenen Ressourcen anzuregen und aktiv ein-
zubeziehen.
Die Inhalte sollten fachlich bzw. wissenschaftlich fundiert und gleichzeitig gut auf den beruf-
lichen Alltag übertragbar sein. Die Teilnehmenden sollten konkrete Impulse mitnehmen, die
sie unmittelbar in ihren eigenen Arbeits- und Lebensalltag integrieren können.
10.3 Themenfeld 3: Stretching und Dehnen – beweglich und gesund im Arbeitsalltag
Gesucht wird ein fachlich fundierter und praxisorientierter Vortrag zum Thema: „Stretching
und Dehnen – beweglich und gesund im Arbeitsalltag“ im Kontext der Gesundheitsförderung.
Der Vortrag soll den Beschäftigten grundlegendes Wissen über die Bedeutung von Bewe-
gung, Mobilität und Dehnung des Körpers vermitteln und ihnen gleichzeitig einfache, alltags-
taugliche Übungen an die Hand geben, die sie leicht in ihren Arbeitsalltag integrieren können.
Der Vortrag soll ausdrücklich keine reine Wissensvermittlung darstellen. Ein wesentlicher
Bestandteil der Veranstaltung sind praktische Übungssequenzen, bei denen die Teilnehmen-
den direkt mitmachen und die vermittelten Übungen ausprobieren können.
Die Beschäftigten sollen dadurch befähigt werden, die erlernten Übungen eigenverantwort-
lich und unkompliziert in ihren Arbeitsalltag zu integrieren und einen persönlichen Beitrag zur
Erhaltung ihrer körperlichen Gesundheit und Beweglichkeit zu leisten.
Der Vortrag sollte insbesondere folgende Aspekte behandeln:
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• Sensibilisierung der Beschäftigten für die Bedeutung von Bewegung und regelmäßigen
Bewegungsunterbrechungen im Arbeitsalltag.
• Vermittlung grundlegender Kenntnisse über Beweglichkeit und die Bedeutung von
Dehnung und Mobilisation.
• Vermittlung einfacher und sicher durchführbarer Übungen zur Mobilisation, Dehnung
und körperlichen Aktivierung.
• Befähigung der Beschäftigten, kurze Bewegungs- und Dehnungseinheiten selbststän-
dig in ihren Arbeitsalltag zu integrieren.
• Förderung der Eigenverantwortung und Klarstellung der Bedeutung für die eigene Ge-
sundheit und das persönliche Wohlbefinden.
• Zusammenhang zwischen Bewegungsmangel, einseitigen Belastungen und körperli-
chen Beschwerden.
• Motivation zu einem gesundheitsbewussteren Arbeitsalltag: Dehnen und Stretching ist
nicht als einmalige Maßnahme, sondern als Bestandteil eines insgesamt bewegungs-
orientierten und gesundheitsbewussten Alltags zu verstehen.
Der Vortrag soll fachlich fundiert, verständlich und praxisnah gestaltet sein. Die Inhalte sind
zielgruppengerecht, mit leichter Einstiegshürde und ohne vorausgesetzte Vorkenntnisse zu
vermitteln.
Besonderer Wert wird auf einen hohen Praxisanteil gelegt. Die Teilnehmenden sollen wäh-
rend der Veranstaltung wiederholt die Möglichkeit erhalten, die vorgestellten Übungen unmit-
telbar auszuprobieren.
Die Übungen sollen für den Arbeitsalltag geeignet sein und somit:
• ohne oder mit sehr einfachen Hilfsmitteln (verfügbar im Arbeitsalltag) durchführbar
sein,
• möglichst wenig Platz benötigen,
• sich für unterschiedliche körperliche Voraussetzungen anpassen lassen,
• einfach erlernbar sein,
• eigenständig durchführbar sein,
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• und auch in kurzen Zeitfenstern von wenigen Minuten umgesetzt werden können.
Die Referentin bzw. der Referent soll bei den praktischen Übungen auf eine korrekte und
sichere Ausführung hinweisen und mögliche Varianten bzw. Anpassungen für unterschiedli-
che individuelle Voraussetzungen aufzeigen.
Es sollen Übungen vermittelt werden, die im Stehen oder Sitzen durchführbar sind, sodass
sie für unterschiedliche Arbeitssituationen geeignet sind. Im Idealfall sind Übungen für beide
Varianten geeignet.
Die Veranstaltung soll die Beschäftigten dazu motivieren, selbst aktiv zu werden und Bewe-
gung sowie kurze Dehn- und Mobilisationssequenzen als unkomplizierten Bestandteil ihres
Arbeitsalltags wahrzunehmen.
Die Durchführung soll durch eine fachlich entsprechend qualifizierte Person erfolgen. Es soll-
ten fundierte fachliche Kenntnisse im Bereich Bewegung, Stretching, Dehnung, Mobilisation
und Gesundheitsförderung vorliegen. Die Qualifikation und einschlägige Erfahrung der vor-
gesehenen Referentin bzw. des vorgesehenen Referenten sind im Rahmen des Angebots
darzustellen.
10.4 Themenfeld 4: Gesundes Arbeiten im Homeoffice
Gesucht wird ein fachlich fundierter und praxisorientierter Vortrag zum Thema „Gesundes
Arbeiten im Homeoffice“ im Kontext der Gesundheitsförderung.
Der Vortrag soll die Beschäftigten für die gesundheitlichen Herausforderungen und Chancen
des Arbeitens im Homeoffice sensibilisieren und ihnen konkrete, alltagstaugliche Handlungs-
empfehlungen für eine gesundheitsgerechte Gestaltung ihres Arbeitsalltags vermitteln.
Der Vortrag sollte insbesondere folgende Themenbereiche behandeln:
• Erkennung gesundheitlicher Belastungsfaktoren bei der Arbeit im Homeoffice
• Gestaltung eines gesundheitsgerechten und ergonomischen Arbeitsplatzes im Home-
office
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• Ergonomisches Sitzen und Arbeiten sowie Vermeidung einseitiger körperlicher Belas-
tungen, Umgang mit langen Sitzzeiten und Möglichkeiten für bewegte Arbeitspausen
• Bedeutung von Bewegung und Ausgleichsaktivitäten im Arbeitsalltag
• Gestaltung eines gesunden und strukturierten Arbeitstages
• Pausenmanagement und bewusste Erholung
• Umgang mit Stress, Arbeitsverdichtung und psychischen Belastungen im Homeoffice
• Förderung von Konzentration, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden
• Praktische Tipps und einfache Übungen, die sich unmittelbar in den Arbeitsalltag integ-
rieren lassen
Die Inhalte sollen wissenschaftlich fundiert, zugleich jedoch verständlich und praxisnah ver-
mittelt werden. Ein besonderer Schwerpunkt soll auf konkreten Maßnahmen liegen, die von
den Beschäftigten ohne großen organisatorischen oder finanziellen Aufwand umgesetzt wer-
den können.
Zielgruppe sind Beschäftigte, die teilweise im Homeoffice bzw. mobil arbeiten. Der Vortrag
soll sich unabhängig von Alter, Tätigkeit und individuellem Vorwissen an das große Beschäf-
tigtenspektrum richten.
Der Vortrag soll neben der fachlichen Wissensvermittlung die Teilnehmenden zur Reflexion
ihrer eigenen Arbeitsbedingungen und Gewohnheiten anregen.
Dazu sind beispielsweise kurze Übungen, praktische Demonstrationen oder kleine Reflexi-
onsimpulse erwünscht.
Die Referentin bzw. der Referent soll über nachweisbare fachliche Kenntnisse und praktische
Erfahrungen in den Bereichen betriebliche Gesundheitsförderung, Gesundheitsprävention,
Ergonomie, Arbeitsgesundheit und/oder gesundes Arbeiten im Homeoffice verfügen.
Den Teilnehmenden sollen geeignete Materialien bzw. Handlungsempfehlungen zur nach-
haltigen Umsetzung der vermittelten Inhalte zur Verfügung gestellt werden. Der Vortrag soll
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damit einen praxisorientierten Beitrag zur Förderung der Gesundheitskompetenz der Be-
schäftigten und zur nachhaltigen Verankerung gesundheitsgerechten Arbeitens im Home-
office leisten.
10.5 Themenfeld 5: Einsamkeit im Arbeitsalltag
Gesucht wird ein fachlich fundierter und praxisorientierter Vortrag zum Thema „Einsamkeit
im Arbeitsalltag“ im Kontext der Gesundheitsförderung.
Der Vortrag soll die Beschäftigten für das Thema Einsamkeit und soziale Verbundenheit im
beruflichen Kontext sensibilisieren. Dabei sollen mögliche Ursachen und Auswirkungen von
Einsamkeit im Arbeitsalltag aufgezeigt und konkrete Möglichkeiten vermittelt werden, wie so-
ziale Kontakte, Zugehörigkeit und ein gesundes Miteinander im Arbeitsumfeld gefördert wer-
den können.
Das Thema soll dabei sensibel, wertschätzend und ohne Stigmatisierung behandelt werden.
Es soll deutlich werden, dass Einsamkeit nicht zwangsläufig mit dem Alleinsein gleichzuset-
zen ist und Menschen auch in einem grundsätzlich kommunikativen Arbeitsumfeld Einsam-
keit erleben können.
Der Vortrag soll insbesondere folgende Themenbereiche behandeln:
• Begriff und Erscheinungsformen von Einsamkeit im beruflichen Kontext
• Unterschied zwischen Alleinsein, sozialer Isolation und (subjektiv empfundener) Ein-
samkeit
• Ursachen und begünstigende Faktoren von Einsamkeit im Arbeitsalltag
• Zusammenhang zwischen soz. Verbundenheit, Wohlbefinden und psych. Gesundheit
• Besondere Herausforderungen durch mobiles Arbeiten (Homeoffice), hybride Arbeits-
formen, digitale Kommunikation und veränderte Teamstrukturen
• Auswirkungen fehlender sozialer Kontakte und mangelnder Zugehörigkeit auf Motiva-
tion, Zufriedenheit und Arbeitsfähigkeit
• Warnsignale und Anzeichen, die bei sich selbst oder bei Kolleginnen und Kollegen
wahrgenommen werden können
• Möglichkeiten soziale Verbundenheit u. Zugehörigkeit im Arbeitsalltag aktiv zu fördern
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Anlage 1 zum Vertrag
• Umgang mit Rückzug und sozialer Isolation im beruflichen Umfeld
• Konkrete, alltagstaugliche Impulse zur Förderung eines sozialen und gesundheitsför-
derlichen Arbeitsumfeldes
Die Inhalte sollen wissenschaftlich fundiert, verständlich und praxisnah vermittelt werden. Ein
besonderer Schwerpunkt soll auf konkreten Handlungsmöglichkeiten liegen, die Beschäftigte
im eigenen Arbeitsumfeld umsetzen können.
Der Vortrag soll als niedrigschwelliges Format gestaltet werden. Neben der fachlichen Wis-
sensvermittlung sollen die Teilnehmenden angeregt werden, die Bedeutung sozialer Kon-
takte und Zugehörigkeit für die eigene Arbeitssituation zu reflektieren.
Die Einbindung der Teilnehmenden, beispielsweise durch Anregungen, Reflexionsimpulse
oder Fallbeispiele sind erwünscht. Der Vortrag soll einen praxisorientierten Beitrag zur För-
derung der sozialen und psychischen Gesundheit, der Verbundenheit und des Wohlbefin-
dens der Beschäftigten leisten.
Die Referentin bzw. der Referent soll über nachweisbare fachliche Kenntnisse und praktische
Erfahrungen insbesondere in den Bereichen betriebliche Gesundheitsförderung, psychische
Gesundheit, Prävention, Arbeitspsychologie, Gesundheitspsychologie, Soziologie oder ver-
gleichbaren Fachgebieten verfügen.
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