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LEISTUNGSBESCHREIBUNG
- Neonatologischer Transportinkubator -
Vergabeart: Offenes Verfahren gem. § 15 VgV
Zeichen: Ausschreibungs-Nr.: 2026_27
Auftraggeber: Universitätsklinikum Halle (Saale)
Anstalt des öffentlichen Rechts
Ernst-Grube-Straße 30
06120 Halle (Saale)
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Vergabeverfahren Nr.: 2026_27: Neonatologischer Transportinkubator
Ausgangssituation und Gegenstand der Ausschreibung
Wie im Punkt 2 der Vergabeinformationen dargestellten Ausgangssituation, Ziel- und Aufgabenstellung, beabsichtigt der Auftraggeber die Beschaffung eines mobilen, vollständig ausgestatten Transportinkubators, der für den bodengebundenen Transport von 300g – 5.000g leichten Patientinnen und Patienten im Rettungswagen und Intensivtransportwagen sowie für den Einsatz in den
| nachweislich geeignet und mit den dort vorhandenen | |
|---|---|
| Befestigungs-, Energie-, Gas- und sonstigen Schnittstellen kompatibel sowie für den vorgesehenen | |
| Einsatz freigegeben ist. |
Darstellung in nachfolgenden Kategorien:
- Leistungsumfang
Transportinkubator einschließlich Haube/Kabine Beheizbare/temperaturgeregelte Matratze Beleuchtung Fahr-/Transportplattform, inkl. Befestigungen/Adapter Rückhaltesystem Beatmungsgerät Integration eines vorhandenen Patientenmonitors Infusionspumpen Absaugung Gasversorgung Interne und externe Stromversorgung / Akkus Ladeeinrichtungen Netzteile/Adapter/Halterungen Kabelmanagement Sämtliche für den bestimmungsgemäßen Betrieb erforderlichen Verbindungselemente und sonstige Kleinstkomponenten zur Gewährleistung einer Betriebsbereitschaft Dokumentation Schulung Inbetriebnahme Projektierung/Abnahme/Validierung
Die konkrete Gerätespezifikation ist im Detail dem Leistungsverzeichnis zu entnehmen. Die Inhalte der Projektierung sind dem nachfolgenden Punkt 4 zu entnehmen.
- Verzicht auf Losvergabe
Um die Patientensicherheit, einen zuverlässigen Betrieb und eine eindeutige Verantwortlichkeit für das Gesamtsystem zu gewährleisten, wird auf eine Losvergabe daher explizit verzichtet und obige Zusammenstellung als Gesamtauftrag vergeben. Die Argumentation des Verzichts wird mit nachfolgender Aufzählung konkretisiert:
I. Das Transportinkubatoren-System besteht aus technisch miteinander verbundenen Komponenten. II. Diese Komponenten müssen hinsichtlich mechanischer, elektrischer, pneumatischer, softwareseitiger und funktionaler Schnittstellen zusammenwirken. III. Die bestimmungsgemäße Funktion muss auch unter den besonderen Bedingungen von RTW/ITW und Luftfahrzeug gewährleistet sein. IV. Bei einer getrennten Beschaffung würde die Integrationsverantwortung auf mehrere Auftragnehmer verteilt. V. Dadurch entstünde ein erhöhtes Risiko von Schnittstellenproblemen und ungeklärten Verantwortlichkeiten.
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Vergabeverfahren Nr.: 2026_27: Neonatologischer Transportinkubator
VI. Eine nachträgliche Integration durch den Auftraggeber ist wegen der sicherheitskritischen Eigenschaften des Systems nicht sachgerecht. VII. Daher ist die Beschaffung als einheitliches, vom Auftragnehmer zu verantwortendes Gesamtsystem technisch erforderlich.
- Beschreibung der Transportbedingungen
Der anzubietende Transportinkubator ist für den sicheren und zuverlässigen Transport von Früh- und Neugeborenen unter unterschiedlichen Transportbedingungen auszulegen. Die bestimmungsgemäße Funktion und Patientensicherheit müssen sowohl beim innerklinischen Transport (Kurze Wege/ Aufzüge/ Schwellen/ Rampen/ Übergang zwischen Bett/Transportwagen/Fahrzeug) als auch beim bodengebundenen Transport (Beschleunigung/ Bremsmanöver/ Kurvenfahrt/ Vibrationen/ Erschütterungen) im Rettungswagen bzw. Intensivtransportwagen sowie beim luftgebundenen Transport (Vibrationen/ Beschleunigungen/ Luftdruckänderungen/ Temperatur/ Luftfeuchte/ Elektromagnetische Umgebung) im Rettungshubschrauber gewährleistet sein. Das Gesamtsystem einschließlich aller hierfür erforderlichen Komponenten, Befestigungs- und Versorgungseinrichtungen muss auf die besonderen mechanischen, elektrischen, pneumatischen und klimatischen Bedingungen der jeweiligen Transportumgebung abgestimmt sein. Darüber hinaus sind die vorhandenen räumlichen und infrastrukturellen Gegebenheiten der jeweiligen Operatoren (Fahrdienste) zu berücksichtigen. Alle Komponenten müssen für den jeweiligen Transporttyp zugelassen sein.
- Projektierung
Aufgrund der technischen Anforderungen und des vorgesehenen Einsatzes des Gesamtsystems in unterschiedlichen Rettungs- und Transportmitteln ist nach Zuschlagserteilung eine bereichsübergreifende Abstimmung zwischen Auftraggeber, Auftragnehmer sowie den jeweils betroffenen Rettungsdiensten und Luftrettungsbetreibern erforderlich.
Der Auftragnehmer übernimmt im Rahmen der Auftragsausführung die Projektierung und technische Integration des angebotenen Gesamtsystems. Hierzu gehören insbesondere:
I. Abstimmung der Einbausituation II. Prüfung der Fahrzeugkompatibilität III. Prüfung der Beladung IV. Prüfung der Befestigung V. Prüfung elektrischer Schnittstellen VI. Prüfung der Gasversorgung VII. Prüfung der Abmessungen und Gewichte VIII. Abstimmung mit dem jeweiligen RTH-Betreiber IX. Ggf. weitere Vor-Ort-Termine X. Praktische Erprobung (Rettungsdienst der Stadt Halle, DRF Standort Oppin) XI. Dokumentierte Abnahme in den vorgesehenen Fahrzeugen/Luftfahrzeugen
Sämtliche zur Herstellung der vertragsgemäßen Betriebsbereitschaft erforderlichen Projektierungs-, Abstimmungs-, Integrations- und Validierungsleistungen sind Bestandteil des angebotenen Gesamtpreises.
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