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Pflichtenheft
für Gebäudedokumentation
Teil I
Grafische Gebäudedokumentation
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Pflichtenheft für Gebäudedokumentation
Teil I – Grafische Gebäudedokumentation
Inhaltsverzeichnis
I. Grafische Gebäudedokumentation ...................................................................... 3
1 Georeferenzierte Gebäude- und ausgerichtete Geschoss-Grafiken ...................... 3 2 Struktur der CAD–Daten ................................................................................................. 3 2.1 Layerstruktur ..................................................................................................................... 3 3 Darstellung ....................................................................................................................... 4 4 Genauigkeit der Darstellung ......................................................................................... 5 4.1 CAD – Daten für das Flächenmanagement ................................................................ 5 4.2 CAD – Daten für Baumaßnahmen ................................................................................ 5 5 Bauteilkonstruktion .......................................................................................................... 6 6 Bemaßung ........................................................................................................................ 6 7 Beschriftung ...................................................................................................................... 7 8 Raumstempel ................................................................................................................... 7 9 Raum-ID ........................................................................................................................... 8 10 Schraffuren / Fillings ....................................................................................................... 8 11 Flächen und Räume ........................................................................................................ 8 11.1 Definition .......................................................................................................................... 8 11.2 Raumpolygone ................................................................................................................ 9 12 Beispiele für Raumdefinitionen .................................................................................... 10 12.1 Treppenhaus und Podest - Keine Trennung ............................................................... 10 12.2 Treppenhaus und Flur getrennt ................................................................................... 11 13 Planzusammenstellung und –ausgabe ....................................................................... 11 13.1 Modell- und Layout-Bereiche ...................................................................................... 11 13.2 Plankopf .......................................................................................................................... 11 13.3 Plotvorbereitung ............................................................................................................ 12 13.4 Plangröße / -faltung ..................................................................................................... 12 14 Datenlieferung ............................................................................................................... 12 14.1 Projekt-Ordner ............................................................................................................... 12 14.2 Bezeichnung der Gebäude .......................................................................................... 13 14.3 Bezeichnung der Geschoss-CAD-Dateien ................................................................ 13 15 Festlegung der zu liefernden Datenformate .............................................................. 13 16 Dokumentation der Datenlieferung ............................................................................ 14 17 Fehlerbehandlung ......................................................................................................... 15 18 Anlagen zur Grafischen Gebäudedokumentation .................................................... 16 18.1 Anlage 1 (Plangrößen und –faltung)........................................................................... 16 18.2 Anlage 3 (CAD-Ergebnis (Muster)) ............................................................................. 17 18.3 Anlage 4 (Datenaustauschblatt) ................................................................................. 18
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Teil I – Grafische Gebäudedokumentation
I. Grafische Gebäudedokumentation
Für die grafische Darstellung der Gebäude verwendet die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) DWG-Dateien des CAD–Programms AutoCAD® der Firma Autodesk mit den nachfolgend beschriebenen Anforderungen und Strukturen.
Das Ergebnis der Darstellung liefert eine DIN-Bauzeichnung, welche die in der Einführung des Pflichtenheftes benannten Anforderungen erfüllt.
Grundsätzlich ist zu beachten, dass sich im Zusammenhang mit der geplanten Systemumstellung weitere Anforderungen an die grafische Dokumentation ergeben können, die zum Zeitpunkt der Ausschreibung nicht bekannt waren. Diese sind gemeinsam mit dem Auftragnehmer zu bewerten und umzusetzen. Nachfolgend werden alle zum Zeitpunkt der Ausschreibung bekannten Anforderungen benannt.
1 Georeferenzierte Gebäude- und ausgerichtete Geschoss-Grafiken
Das grafische CAD-Endergebnis ist eine in einem lokalen Koordinatensystem („lokal“) als DIN- und bau-konforme Zeichnung konstruierte Vektorgrafik.
Diese ist im Modell- und Layoutbereich unter besonderer Beachtung der Flächendarstellungen nach DIN 277, allerdings auch unter Berücksichtigung der DIN 1356-1 auszurichten.
Diese lokale, vorzugsweise zum Blattrand rechtwinklig ausgerichtete Darstellung bildet den Hauszugang vorzugsweise unten ab. Hilfsweise und nur zur sparsamen Layout- Darstellung im DIN-Blatt Querformat kann der Gebäude-Hauptzugang auch rechts vorgesehen werden.
Für das Geoinformations-System der BIM ist die Geschossgrafik zusätzlich georeferenziert gem. dem EPSG 25833 Koordinatensystem im Welt-Koordinatensystem („WKS“) zu verorten.
2 Struktur der CAD–Daten
Das folgende Kapitel beschreibt die Anforderungen der BIM an die grafische Gebäudedokumentation in AutoCAD.
2.1 Layerstruktur
Innerhalb der Zeichnungen erfolgt die Darstellung der Bauteile und Konstruktionselemente auf Layern.
Die seitens der BIM GmbH zur Verfügung gestellte Musterdatei definiert die Standard- Layerstruktur. Diese ist inkl. der Festlegung von Strichstärke, Stift und Farbe („von Layer“) zu verwenden.
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Abweichungen: Layer A-Wand: Strichstärke 0,18 für Schwellen, Layer A-Treppe: Linientyp „gestrichelt“ für verdeckte Treppenstufen bzw. oberhalb der Schnittebene weitergehende Treppenläufe im untersten Geschoss.
Die Zeichnungen sind vor der Übersendung von nicht verwendeten, leeren und doppelten Layern, Blöcken bzw. auch allen anderen Objekten zu bereinigen, welche nicht in der Musterdatei definiert sind, bzw. welche durch eine AutoCAD-Basisversion nicht lesbar sind (z.B. Proxy-Elemente). Die DWG-Datei ist vom Auftragnehmer zu bereinigen und „für AutoCAD“ zu exportieren.
Sind im Rahmen der zu erbringenden Leistungen Ergänzungen bzw. Änderungen am hier vorgegeben Standard erforderlich, wird dieses vom Auftraggeber entweder vorgegeben oder ist auftragnehmerseitig mit dem Auftraggeber schriftlich abzustimmen und durch diesen freizugeben.
3 Darstellung Ein Geschossgrundriss wird im Allgemeinen als Horizontalschnitt bei 1m üFF dargestellt. In Ausnahmefällen werden Fenster und Öffnungen (keine Oberlichter über Türen), die oberhalb der 1m-Linie liegen, der besseren Erkennbarkeit wegen, ebenfalls geschnitten dargestellt. Die Brüstungshöhe ist in der Fensterbemaßung anzugeben. Alle Bauteile und Konstruktionselemente werden in den Zeichnungen grundsätzlich in natürlicher Größe konstruiert, d.h. der Maßstab ist 1:1 (Längenmaßstab: 1 Zeichnungseinheit = 1 Meter; Winkelangaben in Grad = Degree = „deg“). Für jede CAD-Geschossdatei ist die AutoCAD-Option: Benutzereinstellungen – Einfügemaßstab sowohl für die Quell- als auch die Zieleinheit auf „Meter“ einzustellen. Der Plotmaßstab ist ausschließlich im Layoutbereich festzulegen (siehe Pkt. I.13 „Planzusammenstellung und –ausgabe“). Die Bauteile und Konstruktionselemente sind in einem einheitlichen Koordinatensystem darzustellen. Die einzelnen Geschosse eines Gebäudes müssen deckungsgleich zusammengestellt werden können. Die Grundrisse der einzelnen Geschosse sind in zweidimensionaler Konstruktion darzustellen. Die Zeichnungen sind eingeebnet mit einer Z-Ordinate von 0.00 abzulegen. Es ist darauf zu achten, dass jegliche eingefügte Elemente nur als 2-D- Elemente in der Zeichnung erscheinen.
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Fest installierte, sichtbare Einbauten, die die Raumnutzung nachhaltig beeinflussen, sind in Lage und Größe aufzunehmen und darzustellen (z.B. Fenster, Türen, Schächte, Küchenzeilen, Kabelkanäle auf Brüstungshöhe, Türschwellen, Maschinenfundamente). Einschränkungen der Durchgangshöhe <2,00 m (z.B. Stürze, Unterzüge, Rohre, etc.) sind aufzunehmen, darzustellen und mit einem Text zu beschriften.
4 Genauigkeit der Darstellung
Grundsätzliche soll eine präzise, aktuelle und lasergestützte Messtechnik (wie z.B. Distanzmessgeräte, Tachymeter, Laserscanner für Punktwolken) eingesetzt werden.
Räume können jedoch notfalls und zur Vereinfachung rechtwinklig konstruiert werden, wenn die Winkelabweichung zweier Bauteile vom rechten Winkel weniger als 5,0 Grad (deg) beträgt. Dabei ist jeweils das mittlere Raummaß für die Konstruktion der parallelen Wände maßgebend. Es ist jedoch die unten genannte, maximal zulässige Längenabweichung einzuhalten. Die idealisierte Raumfläche hat der vorhandenen Raumfläche des schiefwinkligen Raumes zu entsprechen. Generell gilt, dass primär die Raumpolygone exakt dargestellt werden müssen und Idealisierungen in erster Linie über die konstruktiven Flächen (KGF) stattfinden können.
Idealisierungen von Raumfluchten und Fenster- bzw. Türöffnungen in der CAD- Konstruktion sind nur zulässig, wenn jedes einzelne Maß der idealisierten Räume und Bauteile innerhalb der geforderten Toleranzen liegt. Werden dabei Maße gleichartiger Bauteile bzw. Räume vereinheitlicht, so ist als idealisiertes Maß der Mittelwert der Maße der betroffenen Räume bzw. Bauteile zu verwenden.
4.1 CAD – Daten für das Flächenmanagement
Bei der maximal zulässigen Abweichung der CAD-Konstruktion von den tatsächlichen Gebäude- / Bauteilmaßen ist wie folgt zu unterscheiden: bei kleinen Längen <3,5 m höchstens +/- 1,5 %, bei Längen >3,5 bis 10 m max. +/- 5 cm, bei Längen >10 bis 20m maximal +/- 0,5%, bei Umringen und sehr langen Fluren (Länge>20 m) maximal +/- 10 cm.
4.2 CAD – Daten für Baumaßnahmen
Für die Darstellung der Gebäude beträgt die maximal zulässige Abweichung der Längenmaße +/- 2 – 3 cm. Wandstärken, Pfeiler, Versprünge, Fenster- und Türmaße und dergleichen sind mit einer Genauigkeit von +/- 1 cm darzustellen.
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5 Bauteilkonstruktion
Zeichnungselemente, die einen ununterbrochenen Wandzug bilden, sind als ein durchgehendes Zeichnungselement darzustellen. Bilden zwei Zeichnungselemente eine Ecke, so müssen die sich treffenden Eckpunkte die gleichen Koordinaten besitzen. Die Höhenkoten der einzelnen Geschosse sind zu beachten. Alle Bauteile sind danach auszurichten (Oberkante Fertigfußboden (OKFF) am Hauptzugang im EG = +/- 0,00 m). Aus den abzusetzenden Höhenkoten muss sowohl auf die Geschosshöhe als auch auf die allg. Höhenentwicklung des Gebäudes / im Geschoss geschlossen werden können. Hierzu sind an diversen Stellen Koten abzusetzen (in den Hauptfluren, auf TRH-Podesten, an Schrägen und Rampen, etc. – aber nicht in jedem Raum). Für Zwischengeschosse, deren Fläche einen erheblichen Anteil an der Regelgeschossfläche einnimmt, ist eine neue eigene Zeichnungsdatei anzulegen. Ansonsten sind sauber beschriftete Teilflächen-Auszüge mit einer Bezugslinie (auf Layer A_Wand) vorzuziehen. Einzelne Räume, welche sich zwischen zwei Geschossen befinden, sind i.d.R. auf der Zeichnung des unteren angrenzenden Vollgeschosses als Auszug darzustellen und auch diesem Regel-Geschoss zuzuordnen. Abweichungen hiervon sind mit dem Auftraggeber abzustimmen und durch diesen schriftlich freizugeben.
6 Bemaßung
Alle Maße müssen das Ergebnis der konstruierten Zeichnung sein. Abweichungen zwischen Konstruktion und Bemaßung sind nicht zulässig. Die Größe des Gebäudes, der einzelnen Geschosse sowie der jeweiligen Räume muss anhand der Maßketten vollständig prüfbar sein. Bei CAD–Darstellungen für das Flächenmanagement sind die Maßlinien jedoch auf ein FM-relevantes Minimum zu reduzieren (s.a. Pkt. 18.2 „Anlage 3 (CAD-Ergebnis (Muster))“). Abstimmungen sind zuvor mit dem Auftraggeber zu treffen.
Alle Maßlinien / Bemaßungen sind den entsprechenden Layern gemäß der Struktur der BIM-Musterdatei zuzuordnen. In dieser Musterdatei ist als Beispiel für die von der BIM geforderten Maßlinienparameter der Bemaßungsstil „BIM_Style_m_cm“ definiert.
Die Assoziativität der Maßlinien muss gewährleistet sein (DEFPOINTS), so dass diese automatisch angepasst werden, wenn die zu Grunde liegende Geometrie sich verändert. Die Bemaßungen müssen die Originaltexte anzeigen und dürfen nicht manuell durch eigene Einträge ersetzt werden.
Die Längen- / Öffnungsmaße stehen im Allgemeinen auf der Maßlinie. Lichte Öffnungsmaße (B/H) sowie Brüstungs- und Sturzhöhen (BRH / STH) sind direkt an der Öffnung anzutragen.
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Die Maßlinienbegrenzung hat durch Punktdarstellung zu erfolgen. Maßhilfslinien sind vorzusehen (maximaler Überstand ca. 10 mm). Gleiche Maßpunkte sind untereinander zu verbinden.
Der Bemaßungsstil hat nach der üblichen Schreibweise für die Maßeinheit [m, cm] zu erfolgen, d.h. bei Maßen unter 1 m werden die Werte in cm dargestellt (0,85 m = 85 cm =) 85, die mm-Werte werden hochgestellt (0,735 m = 73,5 cm =) 735. Bei Maßen über 1 m wird 1 m als 1,00 dargestellt. Die dritte Stelle nach dem Komma ist auf 5 auf/bzw. abzurunden. Ein Beispiel für die Bemaßung ist unter Pkt. 18.2 „Anlage 3 (CAD-Ergebnis (Muster))“ dargestellt.
Die Bemaßungen und Beschriftungen müssen von unten und von rechts zu lesen sein. Die Maßketten sind üblicherweise parallel zu den Bemaßungskanten zu führen. Sie sind i.d.R. unterhalb und rechts vom Konstruktionselement anzuordnen.
Die Maßketten sind vom Bauteil weg in folgender Reihenfolge anzulegen: lichte Raummaße für innenliegende Räume / Flure (wenn diese aus Platzgründen nicht direkt im Raum dargestellt werden können). Vorzugsweise sind lichte Raummaße bei innenliegenden Räumen im Raum selber anzutragen bzw. in den Innenhöfen herauszuziehen. Beim FM-Grundriss werden i.Allg. Maßketten nicht im Raum abgesetzt. Öffnungen und Pfeiler (an der Außenfläche) Wandstärken und außenliegende Räume Vor- und Rücksprünge Gesamtmaß
7 Beschriftung
Für die Beschriftungsparameter gelten die Standards der BIM-Musterdatei. Als Text- und auch Bemaßungsschriftart ist die AutoCAD-Standardschriftart RomanS (Breitenfaktor 0,75) zu wählen. Andere TrueType-, Symbol- oder spezielle Schriftarten sind mit der BIM im Vorfeld abzustimmen.
8 Raumstempel
Raumbezeichnungen sind bestmöglich innerhalb der Räume einzutragen. Hierfür ist der in der Musterdatei der BIM definierte Raumstempel mit seinen Funktionalitäten zu verwenden. Jeder neue Raum ist mit einem Raumstempel zu versehen, der sich wie folgt aufbaut:
„Text der Raum-Nr.“ [laut Türschild]
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„Text der Raumbezeichnung“ [nach DIN 277 Kurzform]
Fläche: „[m²] “
Li. Höhe: „[m]“
Der Raumstempel ist als Block auf dem Layer „Raum“ abzulegen.
Findet der gesamte Raumstempel keinen Platz in besonders kleinen Räumen, ist er an passender Stelle in direkter Nähe unter Verwendung einer verweisenden Linie (auf dem gleichen Layer) abzulegen. Das gilt z.B., wenn er nicht zu mind. 30% in den Raum passt.
9 Raum-ID
Zum Import von Flächen und Räumen in das CAFM-System ConjectFM benötigt man ein jeweils mittels Layer separiertes geschlossenes Raumpolygon und eine zugehörige Raumidentifikation innerhalb des Polygons als Singleline-Text.
Für alle Räume ist dafür eine eindeutige 5-stellige Identifizierungsnummer (Raum-ID, z.T. auch als CAD-ID bezeichnet) zu vergeben und auf dem Layer „0_Raum_Ident“ abzulegen. Diese muss eindeutig sein, d.h., sie darf nur einmal im Gebäude vergeben werden. Die ID muss vollständig innerhalb des Raumpolygons abgelegt sein, da sonst keine eindeutige Identifizierung des Raumes bei der Anlage des Raumbuches erfolgen kann. Daher gibt die BIM für die ID einen Text mit Anfasser „unten links“ in der Schriftgröße 0,02 und dem Ablageort oben links im Polygon für eine übliche neue AutoCAD-Datei bzw. Raumpolygon-Neuanlage vor.
10 Schraffuren / Fillings
Die geschnittenen Wandflächen sind nach der Maßgabe der BIM-Musterdatei zu schraffieren. Die Schraffur, d.h. das zu verwendende Filling, ist auf dem dafür vorgesehenen Layer „A-Filling“ abzulegen. Es ist darauf zu achten, dass nur die zu füllenden Bauteile schraffiert sind. Es dürfen keine Texte oder Vermaßungen als assoziative Teilflächen betroffen sein. Die einzelnen in sich geschlossenen Wandteile müssen mit jeweils „separater“ Schraffur erstellt werden. „Verbundene Schraffuren“ sind unzulässig.
Bei in sich geschlossenen Wandzügen ist die assoziative Fläche der Schraffur durch eine Hilfslinie aufzutrennen. In sich geschlossene („ringförmige“ / „Donut-“) Schraffuren sind unzulässig.
11 Flächen und Räume
11.1 Definition
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Die Definitionen von Flächen und Räumen werden zur Verknüpfung der CAD-Daten mit dem CAFM-System benötigt. Hierbei ist folgendes zu beachten: Für alle Flächen nach DIN 277 sind FM-Raumpolygone anzulegen. Ausgenommen hiervon sind Konstruktionsgrundflächen (KGF). Zur KGF zählen u.a. auch Türöffnungen, Nischen und Schlitze. Diese sind somit nicht in der Netto-Raumfläche (NRF) enthalten. Die FM-Raumpolygone sind auf einem separaten Layer „Raumgrenzen“ als geschlossene Polylinie abzulegen. Die Brutto-Grundfläche (BGF) ist als einzelnes BGF-Polygon des Geschosses auf dem Layer „0_BGF“ zu zeichnen, ebenso die Textangabe zur Fläche des BGF-Polygons. Der raumbegrenzende Polygonzug muss in sich geschlossen sein und darf keine Kreisbögen, Ellipsen und Splines enthalten. – Wände dürfen keine Ellipsen und Splines enthalten. Zur NRF gehören Grundflächen von freiliegenden Installationen und von fest eingebauten Gegenständen (z.B. Öfen, Heizkörper, Tischplatten, Einbauschränke, etc.). Für die Ermittlung der NRF bzw. der Nutzungsfläche (NUF), Technikfläche (TF) oder Verkehrsfläche (VF) sind die lichten Maße der Räume gem. DIN 277 in Fußboden- bzw. Deckenhöhe ohne Berücksichtigung von Fuß-, Sockel-, Stuckleisten bzw. Schrammborden anzusetzen. Grundflächen von Treppen und Rampen werden, soweit es zu keiner (erheblichen) Überdeckung mit anderen Grundrissflächen kommt, als Projektion auf die darüber liegende Grundrissebene im DIN-Raum-Polygon dargestellt und berechnet. Ansonsten ist ein Auszug des Treppenlaufs zu erstellen. Dem gegenüber steht die bautechnische Treppendarstellung mit der üblichen Lauf-Schnitt-Darstellung! Grundflächen von Aufzugsschächten und begehbaren Installationsschächten werden in jeder Grundrissebene berechnet, durch die sie führen.
Die Bezeichnung der Flächen ist gemäß DIN 277 vorzunehmen. Dies ist Bestandteil der alphanumerischen Gebäudedokumentation. (Detailtiefe siehe Pflichtenheft Teil II – Alphanumerische Gebäudedokumentation). Bei Teilflächen in Räumen, die ständig für andere Nutzungen ausgewiesen sind, gilt es zu beachten, dass für diese Flächen FM- Raumpolygone anzulegen sind, um die entsprechende Nutzungsart zuordnen zu können. Der Nutzungsartenwechsel ist durch eine beschriftete und gestrichelt darzustellende Linie am besten auf dem Layer „Informationen“ dauerhaft sichtbar darzustellen.
11.2 Raumpolygone
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Für den Import von Raumpolygonen mit innenliegenden Abzugsflächen (z.B. Stützen) und Flächen, die aus zwei Raumpolygonen bestehen, ist ein gemeinsamer Polygonzug für diese Flächen anzulegen. (Qualitätsprüfung: In AutoCAD muss der Flächenwert korrekt ausgelesen werden). Bei der Polygon-Konstruktion gilt folgendes zu beachten: Für ein importfähiges Polygon sollten die Verbindungsstege zwischen den Polylinien nicht senkrecht zu den Polygonen stehen und beim Aufbau der Polylinien ist darauf zu achten, dass diese geschlossen sind und dass bei Abzugsflächen sowie auch Additionsflächen der Steg, bestehend aus den Polylinien 2-3 und 7-8, eine Parallele mit dem Abstand 0 bildet:
Abbildung 11-1 : Verbindung zwischen den Polylinien
Mehrere Abzugsflächen sollten nicht von einem Punkt aus mit dem Polygon verbunden werden:
Abbildung 11-2: Verbindung mehrerer Abzugsflächen mit einer Polylinie
12 Beispiele für Raumdefinitionen
12.1 Treppenhaus und Podest - Keine Trennung
Treppenlauf und Etagenpodest sind vom restlichen Flur abgetrennt und das Podest ist nicht wesentlich tiefer als der Flur und nicht wesentlich breiter als der Lauf.
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Teil I – Grafische Gebäudedokumentation
Abbildung 12-1: Treppenhaus und Podest - Keine Trennung
12.2 Treppenhaus und Flur getrennt
a) Flur durchgehend vor TRH / b) Flur breiter als TRH und/oder c) Podest tiefer als Flurbreite
Abbildung 12-2: Treppenhaus und Flur getrennt
13 Planzusammenstellung und –ausgabe
13.1 Modell- und Layout-Bereiche
Neben dem Modellbereich sind die Pläne im Layoutbereich im Maßstab 1:100 zusammenzustellen. Den Standard für die Planzusammenstellung legt die BIM- Musterdatei fest. Bei der Notwendigkeit einer Anlage von mehreren Layout-Planblättern sind möglichst gleichartige Papierformate im „DIN A“-Format vorzusehen. Überlappungsbereiche des Geschossgrundrisses sind auf ein kontextbezogenes Minimum zu reduzieren.
13.2 Plankopf
Der Plankopf hat neben den Informationen zum Inhalt (Wirtschaftseinheiten-, Gebäude-, Geschossbezeichnung), den Plan-Erstellungsdaten und dem Verfasser auch die
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Teil I – Grafische Gebäudedokumentation
Bezeichnung des Auftraggebers und dessen Firmen-Logo auszuweisen. Die Attribute und XREF-Einstellungen hierzu sind der BIM-Musterdatei zu entnehmen.
Im Plankopf sind außerdem die Grundgeometrie des Gesamtbauwerkes (vorzugsweise BGF-Polygon des Modellbereiches) und die Ausrichtung durch einen Nordpfeil darzustellen. Falls erforderlich, ist der auf dem Plan dargestellte Geschossbereich zu kennzeichnen.
13.3 Plotvorbereitung
Die Pläne sind im Layoutbereich für den Ausdruck bis maximal DIN A0 vorzusehen. Darüber hinausgehende Übergrößen sind unzulässig. Die Aufteilung von Planausschnitten hat ohne großflächige Dopplungen zu erfolgen (d.h. nur geringe Überdeckungsbereiche). Breiten und Längen der Pläne sollten platzoptimiert eingerichtet werden. Die Formate der Einzelpläne eines Gebäudes sollten möglichst gleichartig sein.
13.4 Plangröße / -faltung
Es können zusätzlich auf Anforderung und gesonderter Vereinbarung zu den EDV-Plänen auch Ausdrucke der Pläne in allen Maßstäben erstellt werden. Jeder Plan ist dann nach DIN 824 B mit einem Rahmen mit Faltmarken zu versehen und auf Papier in max. DIN A0- Größe auszuplotten, zu schneiden und zu falten (siehe 18.1 „Anlage 1 (Plangrößen und – faltung)“).
14 Datenlieferung
14.1 Projekt-Ordner
Für jedes Gebäude (GE) einer zu betrachtenden Wirtschaftseinheit (WE) des BIM- Portfolios ist ein AutoCAD-Projekt-Ordner anzulegen, in dem die Geschoss-Zeichnungen incl. der jeweils lokal verknüpften Plankopf-Bild-Dateien abgelegt werden.
Für die Lieferung der Daten ist ein Datei-Ordner mit folgender Bezeichnung anzulegen:
WE-Bezeichnung˽Gebäude-Bezeichnung („˽“ = Leerzeichen / Space)
Beispiel:
Alt-Friedrichsfelde 60 Haus 02
BIM-Bestandsdaten-Bezeichnungen haben hier einen führenden Charakter, welcher - bis auf die 8-stellige GE-ID - zu übernehmen ist (speziell bei Datenaktualisierungen).
Folgende Daten sind in diesem Gebäudeordner abzulegen: Grafiken (Geschosspläne als AutoCAD DWG-Dateien, Bezeichnung der Dateien (siehe 14.3))
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Bilddateien (alle in den Grafiken eingebundenen Dateien). Die Verbindung zu im Ordner abgelegten Bildern, d.h. die „lokale“ XREF-Verknüpfung ist einzuhalten. Alphanumerische Daten (Raumbuch.txt und Ausstattung.txt)
14.2 Bezeichnung der Gebäude
Die Gebäude an einem Standort werden zu einer Wirtschaftseinheit (WE) zusammengefasst. Die WE wird mit einer 5-stelligen Nummer bezeichnet:
Beispiel:
WE-Nr. WE-Bezeichnung
30007 Alt-Friedrichsfelde 60
Die Bezeichnung der Gebäude (GE) einer WE ist 8-stellig und setzt sich aus der 5- stelligen WE-Nr. sowie einem 3-stelligen Zähler für das Haus zusammen:
Beispiel:
WE-Nr. WE-Bezeichnung GE-Nr. GE-Bezeichnung
30007 Alt-Friedrichsfelde 60 30007002 Haus 02 – Alt-Friedrichsfelde 60
14.3 Bezeichnung der Geschoss-CAD-Dateien
Die dwg-Dateien sind – ausschließlich in Kleinschreibung - wie folgt zu bezeichnen:
WE-Bezeichnung˽GE-Bezeichnung˽GE-Nr.˽Geschoss˽Lieferdatum˽Auftragnehmer.dwg
Beispiel:
alt-friedrichsfelde 60 hs02 30007002 og01 20160125 bim.dwg
Zur Zeicheneinsparung (geringe Datei- und gesamte Pfadlänge) wird „Straße“ in „Str“ und „Allee“ mit „A“, sowie „Chaussee“ mit „Ch“ abgekürzt. Die Bestandsdaten-Vorgaben der BIM haben hier einen Vorgabe-Charakter. „Punkte“ (z.B. …str. ) in Dateinamen sind verboten, außer vor dem Dateityp!
15 Festlegung der zu liefernden Datenformate
Der Datenaustausch zwischen EDV-Programmen stellt immer wieder eine erhebliche Fehlerquelle dar und muss daher konsequent geregelt werden. Folgende Grundsätze sind einzuhalten: Die CAD-Daten der Gebäude sind geschossweise im dwg-Format für max. AutoCAD 2013 zu liefern. Die Struktur der AutoCAD-Zeichnungen entspricht dem Standard der BIM-Musterdatei. – Änderungen der CAD-Version werden schriftlich von der BIM mitgeteilt.
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Die Vertragspartner verpflichten sich, einen Datenaustausch zu Testzwecken spätestens 2 Wochen nach Beauftragung durchzuführen. Der inhaltliche Umfang dieses AutoCAD Testprojektes besteht aus mindestens zwei Geschossen gemäß den Strukturen der BIM-Musterdatei.
16 Dokumentation der Datenlieferung
Zu jeder Übergabe von CAD-Projekten ist ein ausgefülltes Datenaustauschblatt mitzuliefern (s. Pkt. 18.3 „Anlage 4 (Datenaustauschblatt)“).
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17 Fehlerbehandlung
Die BIM GmbH behält sich vor, nach Übergabe und Import der CAD-Daten im Querschnitt der Gebäudeteile und Geschosse eines Objektes stichprobenartig einige Raummaße an Hand der gelieferten CAD-Projekte des Auftragnehmers nachzuprüfen bzw. durch einen Bevollmächtigten nachprüfen zu lassen.
Die BIM wird über das Prüfergebnis eine Kontrollmeldung erstellen und dem Auftragnehmer übergeben.
Danach ist die Konstruktion aller Räume und Raumpolygone vom Auftragnehmer auf eigene Kosten im gesamten betroffenen Bereich / im betroffenen Geschoss und Gebäude noch einmal vor Ort umfassend zu prüfen, nachzubessern.
Die Korrekturlieferung hat innerhalb von 2 Wochen nach übermittelter Kontrollmeldung zu erfolgen.
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18 Anlagen zur Grafischen Gebäudedokumentation
18.1 Anlage 1 (Plangrößen und –faltung)
Abbildung 18-1: Plangrößen nach DIN 476 und DIN 823
Abbildung 18-2: Planfaltung nach DIN 824
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18.2 Anlage 3 (CAD-Ergebnis (Muster))
Abbildung 18-3
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18.3 Anlage 4 (Datenaustauschblatt)
Abbildung 18-4: Datenaustauschblatt-Muster
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