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Ausschreibung
Verkehrsgutachten zum Verkehrsstrukturplan
Bad Cannstatt
Anlage 5 zu Vertrag 01/2026
Landeshauptstadt Stuttgart Amt für Stadtplanung und Wohnen Abteilung Verkehrsplanung und Stadtgestaltung Eberhardstraße 10 70173 Stuttgart
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Inhalt
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Anlass 3
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Aufgabestellung 4
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Bereitgestellte Unterlagen der Auftraggeberin 5
3.1 Verkehrsmodell der Stadt Stuttgart 5
3.2 Gestaltungspläne und Beschlussunterlagen 5
- Leistungsbeschreibung 5
Leistungsposition 1: Knotenpunktzählung und Erfassung des Durchgangsverkehrs 5
Leistungsposition 2: Makroskopisches Modell anpassen und kalibrieren 6
Leistungsposition 3: Mikroskopische Verkehrsmodellierung – Rosensteinbrücke 6
Leistungsposition 4: Mikroskopische Verkehrsmodellierung – Alte B14 7
Leistungsposition 5: Abstimmungen, Dokumentation und Präsentationen 8
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Vergabebedingungen, -ablauf und -kriterien 10
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Abgabe des Angebotes 11
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Weitere Angaben 11
7.1 Nebenkosten 12
7.2 Urheberrechte 12
7.3 Projektdauer 12
- Anlagenverzeichnis 13
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1. Anlass
Bad Cannstatt ist ein zentraler Stadtbezirk Stuttgarts mit guter Anbindung an den öffentlichen Verkehr über, S- und Regionalbahn, Stadtbahn und Stadtbusse. Darüber hinaus gewährleistet die Bundesstraße B10 eine direkte und leistungsfähige Anbindung für den motorisierten Individualverkehr. Bis 2023 stellte die Rosensteinbrücke eine wichtige Verbindung von der Schönestraße zur B10 dar; mit ihrem Rückbau kam es zu erheblichen Veränderungen im Verkehrssystem.
In den vergangenen Jahren wurden in Bad Cannstatt zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt, um das Verkehrssystem insgesamt zu verbessern. Hierzu zählen unter anderem der abschnittsweise Ausbau der Hauptradroute/ Radschnellverbindung entlang der Waiblinger / Nürnberger Straße, die Errichtung einer Linksabbiegerrampe von der B10 auf die König-Karls- Brücke sowie die Fertigstellung der neuen Leutze- und Rosenstein-Tunnel.
Auch in den kommenden Jahren sind eine Vielzahl an weiteren Projekten in Umsetzung, in Planung sowie in der sehr frühen Ideenphase. Aufbauend auf bestehenden konzeptionellen Grundlagen wie dem Klimamobilitätsplan Stuttgart, dem Radverkehrskonzept oder dem Fußverkehrskonzept soll ein neuer Verkehrsstrukturplan für Bad Cannstatt erstellt werden der neben den bereits gesetzten Maßnahmen zusätzliche Maßnahmen aus der Ideenphase beinhalten soll. Das zu erarbeitenden Verkehrsgutachten bildet somit eine wesentliche Grundlage für den zu erstellenden Verkehrsstrukturplan Bad Cannstatt. Im Rahmen des Gutachtens sind primär folgende Fragestellungen zu bearbeiten:
• Analyse bestehender Grundlagedaten sowie Durchführung einer umfassenden Bestandsaufnahme des Verkehrsgeschehens für alle Verkehrsarten im Untersuchungsraum. Berücksichtigung von Durchgangsverkehren auf verschiedenen Hauptachsen und Schleichverkehrsrouten im untergeordneten Netz. • Kalibrierung des makroskopischen MIV-Verkehrsmodells im Untersuchungsraum und Erarbeitung verschiedener Analyse-, Prognose- und Planfälle. • Erarbeitung von zwei multimodalen mikroskopischen Teilmodellen zur Überprüfung und Weiterentwicklung laufender Umgestaltungsprojekte: o Bereich Rosensteinbrücke: Im Zusammenhang mit dem Ersatzneubau der Rosensteinbrücke sowie der angrenzenden Wilhelmsbrücke soll das Verkehrssystem hier grundsätzlich neu geordnet und eine städtebauliche Entwicklung im Sinne der Stadt am Fluss ermöglicht werden. Aktuell liegen hier verschiedene Verkehrsentwürfe für die Rosensteinbrücke und die angrenzenden Knotenpunktsysteme vor. Hauptfokus der Umgestaltungsplanungen liegt hier auf einer bestmöglichen Verkehrsqualität für den Umweltverbund. o Bereich Alte B14: Die alte B14 (Achse König-Karl-Straße, Wilhelmsplatz, Waiblinger Str., Nürnberger Straße) hat hohe Bedeutung für den Kfz-, Rad- und öffentlichen Verkehr. Seit über 15 Jahren laufen hier umfangreiche Bestrebungen die Kfz- Verkehrsbelastung (insbesondere Durchgangsverkehr) zu reduzieren und die Achse für den Umweltverbund weiter aufzuwerten. Perspektivisch soll hier die Radschnellverbindung Stuttgart – Rems-Murr-Kreis verlaufen. Wesentliche Ziele sind ein durchgängiges qualitativ hochwertiges Radangebot (insbesondere auch stadteinwärts über den Wilhelmsplatz), die Einrichtung einer grünen Welle für den Radverkehr im Zuge der RSV, zusätzliche / verbesserte Querungsmöglichkeiten für den Fuß- und Radverkehr, der Ausbau des Augsburger Platzes zum Vollknoten sowie eine verstärkte Zuflusssteuerung an der Gemarkungsgrenze und Verkehrslenkung an der König-Karls-Brücke.
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Eine vollständige Übersicht über bereits realisierte sowie aktuell geplanter Maßnahmen ist in Anlage 5.1 enthalten.
2. Aufgabenstellung
Die Aufgabenstellung umfasst zunächst die Aktualisierung und Kalibrierung des PTV VISUM makroskopischen Verkehrsmodells der Stadt Stuttgart. Ein zentraler Bestandteil ist hierbei die Anpassung des Netzmodells für den Stadtbezirk Bad Cannstatt, um die aktuellen und geplanten Netzänderungen für den motorisierten Individualverkehr, den öffentlichen Nahverkehr, den Radverkehr sowie den Fußverkehr abzubilden. Darüber hinaus sind die Strukturdaten so zu ergänzen, dass die erste Entwicklungsphase des Neckarparks berücksichtigt wird.
Die Kalibrierung des Modells erfolgt auf Grundlage neuer Verkehrszählungen. Hierfür steht eine Liste von Zählstandorten zur Verfügung, die in Anlage 5.2 aufgeführt ist. Diese umfasst 14 Querschnittszählungen im Untersuchungsgebiet Rosensteinbrücke und Alte B14, welche die Basisbelastung im Netz erfassen.
Zur spezifischen Ermittlung des Durchgangsverkehrs in Bad Cannstatt werden 12 Standorte mit Kennzeichenerfassung am Knoten und 4 Standorte mit Kennzeichenerfassung am Querschnitt ausgestattet. Diese Kombination ist notwendig, um in dem dichten innerstädtischen Netz präzise zwischen dem Quell-/Zielverkehr und dem reinen Durchgangsverkehr zu differenzieren.
Im Stadtbezirk Münster sind zudem 4 Knotenpunktzählungen mit Kennzeichenerfassung definiert. Dies dient dazu, den Durchgangsverkehr durch Münster isoliert zu betrachten und verkehrliche Ausweichbewegungen, die den Stadtbezirk lediglich als Transitroute nutzen, quantitativ zu erfassen.
Im Rahmen der Modellierung sind ein Analysefall (2026), zwei Prognose-Nullfälle (2030 und 2035) sowie drei Prognose-Planfälle (2030, 2035a und 2035b) zu entwickeln. Detaillierte Informationen zu den makroskopischen Maßnahmen sind in Anlage 5.3 enthalten.
Zur Ermittlung der verkehrlichen Wirkungen sind zwei PTV VISSIM mikroskopische Verkehrssimulationen vorgesehen: für den Bereich Rosensteinbrücke und für den Bereich Alte B14. Die genauen Untersuchungsgebiete sind im Anlage 5.5 dargestellt.
Für den Bereich Rosensteinbrücke sind mikroskopische Simulationen erforderlich, die auf den makroskopischen Modellvarianten aufbauen: Prognose Nullfall 2035 und zwei Prognosen Planfälle 2035. Darüber hinaus sind die folgenden mikroskopischen Varianten zu untersuchen:
- Die U-Bahn-Haltestelle Rosensteinbrücke (U13/U16) bleibt unverändert
- Die U-Bahn-Haltestelle Rosensteinbrücke (U13/U16) wird auf die neu gebaute Rosensteinbrücke verlegt
Für den Bereich Alte B14 sind ebenfalls mikroskopische Simulationen erforderlich, die auf den makroskopischen Modellvarianten aufbauen: Prognose Nullfall 2030 und Prognose Planfall 2030. Pro Prognosefall sind zusätzlich zwei spezifische mikroskopische Varianten zu berücksichtigen:
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- Umgestaltungsplan für Streckenzug zwischen Wilhelmsplatz und König-Karls-Brücke und Streckenzug zwischen Augsburger Platz und Taubenheimstraße
- Umgestaltungsplan für den Augsburger Platz
Die Aufgaben beinhalten zudem die Dokumentation und Protokollführung sämtlicher Abstimmungstermine mit dem Auftraggeber sowie ggf. weiteren Beteiligten. Die Ergebnisse sind in einem politischen Gremium vorzustellen und in Form eines Untersuchungsberichts sowie einer Abschlusspräsentation aufzubereiten.
3. Bereitgestellte Unterlagen der Auftraggeberin
3.1 Verkehrsmodell der Stadt Stuttgart
Für die Bearbeitung des Projekts stellt die Auftraggeberin das Verkehrsmodell der Stadt Stuttgart zur Verfügung. Dieses basiert auf der Software PTV Visum Expert 2025 (SP1-4).
Das Verkehrsmodell bildet die gesamte Region Stuttgart ab und berücksichtigt darüber hinaus alle relevanten Verkehrswege außerhalb der Region, soweit diese für eine realitätsnahe Abbildung des regionalen Verkehrsgeschehens erforderlich sind. Das zugrunde liegende Knoten-Kanten-Modell umfasst rund 430.000 Strecken, 175.000 Knoten sowie etwa 1.200 Verkehrsbezirke, über die die Verkehrsnachfrage in das Netz eingespeist wird.
Im Bereich der Landeshauptstadt Stuttgart erhebt das Modell den Anspruch auf Vollständigkeit. Es beinhaltet sämtliche öffentlichen Wege, Straßen und Schienenverbindungen. Darüber hinaus sind auch Feld- und Waldwege sowie private Wege enthalten, sofern sie für den Rad- oder Fußverkehr von verkehrlicher Relevanz sind.
3.2 Gestaltungspläne und Beschlussunterlagen
Ergänzend zum Verkehrsmodell stellt die Auftraggeberin weitere Unterlagen in Form von Gestaltungsplänen und Beschlussdokumenten zur Verfügung. Diese umfassen alle verkehrlichen Mikro- und Makromodellierungsmaßnahmen (Anlage 5.3 und 5.4), die für die Bearbeitung des Projekts relevant sind. Dazu zählen insbesondere bereits beschlossene oder in Planung befindliche Projekte, die unmittelbare Auswirkungen auf den Verkehrsfluss und die Netzstruktur im Untersuchungsgebiet haben.
Die Unterlagen dienen als verbindliche Grundlage, um die geplanten Maßnahmen sachgerecht im Modell abzubilden und deren verkehrliche Wirkungen zu berücksichtigen. Hierdurch wird sichergestellt, dass die Modellierung auf einem aktuellen, konsistenten und abgestimmten Planungsstand basiert. Gleichzeitig ermöglichen die Dokumente eine klare Nachvollziehbarkeit der städtischen Planungsziele sowie eine einheitliche Datengrundlage für alle Beteiligten im Projekt.
4. Leistungsbeschreibung
Leistungsposition 1: Knotenpunktzählung und Erfassung des Durchgangsverkehrs
• Leistungsposition 1.1: Erhebung 24h Knoten, Querschnitte und Rückstaulängen im Bereich der Rosensteinbrücke
• Leistungsposition 1.2: Erhebung 24h Knoten, Querschnitte und Rückstaulängen im Bereich Alte B14
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• Leistungsposition 1.3: Erfassung des Durchgangsverkehrs in Bad Cannstatt
• Leistungsposition 1.4: Erfassung des Durchgangsverkehrs im Stadtbezirk Münster
• Leistungsposition 1.5: Auswertung der neu erhobenen Verkehrszählungen, einschließlich der Ermittlung des Durchgangsverkehrs getrennt nach Fahrtrichtung für die Durchgangsverkehrszählungen
• Optional: Erhebung weiterer Knotenpunkte nach Absprache mit der Auftraggeberin
Die Verkehrszählungen umfassen neben dem motorisierten Verkehr auch die Zählung von Fußgängern und Radfahrern, um eine vollständige Erfassung der Verkehrsnachfrage an den Knotenpunkten zu gewährleisten. Dabei ist auf passende Witterungsbedingungen zu achten, um eine repräsentative Datenerhebung sicherzustellen. Die erhobenen Rohdaten sind der Auftraggeberin vollständig im Excel-Format zur Verfügung zu stellen. Die genauen Knotenpunkte und die Erfassungsart sind in Anlage 5.2 aufgeführt.
Leistungsposition 2: Makroskopisches Modell anpassen und kalibrieren
• Leistungsposition 2.1: Abstimmung aller Maßnahmen (Anlage 5.1) mit der Auftraggeberin sowie Ermittlung der Grundlage für die Makro-Modellierung
• Leistungsposition 2.2: Aktualisierung des städtischen Verkehrsmodells mit den Verkehrszählungen und Kalibrierung / Validierung des Analysefalls 2026
• Leistungsposition 2.3: Erstellung der Prognosefälle (2030, 2035) und Erstellung der drei Planfälle (Planfall 2030, Planfall 2035a und Planfall 2035b) für die Planungsvarianten inkl. makroskopischer Maßnahmen (exemplarische Darstellungen siehe Anlage 3) Modellierung/Überprüfung im Verkehrsmodell inkl. Anpassung des Netzmodells, des Nachfragemodells und der Strukturdaten
• Leistungsposition 2.4: Bewertung der verkehrlichen Wirkung und Aufbereitung der Ergebnisse in entsprechenden Grafiken
• Leistungsposition 2.5: Übergabe eines bearbeitbaren makroskopischen Modells an die Auftraggeberin, inklusive klarer Auflistung der angepassten Netzelemente sowie der im Modell vorgenommenen Änderungen.
• Optional: Modellierung eines weiteren Planfalls in einer Makrosimulation (Prognose Nullfall+ 2035)
Leistungsposition 3: Mikroskopische Verkehrsmodellierung – Rosensteinbrücke
• Leistungsposition 3.1: Aufbau eines mikroskopischen Verkehrsmodells für den Bereich der Rosensteinbrücke für den Bestand und die Planung sowie für eine weitere Planungsvariante inklusive Annahmen zum LSA-Signalprogramm des angepassten Knotenpunkts
• Leistungsposition 3.2: Durchführung der mikroskopischen Verkehrssimulation in den aufgebauten Modellen für Prognose Nullfall 2035 und zwei Prognose Planfälle 2035 o Prognose Nullfall 2035: Vier Varianten werden untersucht (insgesamt zwei Szenarien): ▪ Die U-Bahn-Haltestelle Rosensteinbrücke (U13/U16) bleibt unverändert ▪ Die U-Bahn-Haltestelle Rosensteinbrücke (U13/U16) wird auf die neue Brücke verlegt
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o zwei Prognose Planfälle 2035: mit jeweils zwei Varianten des mikroskopischen Modells. Die genauen Varianten werden in Absprache mit der Auftraggeberin ausgewählt (insgesamt vier Szenarien) Insgesamt werden sechs Szenarien als Teil von Leistungsposition 3.2 untersucht. Die Unterlagen zu den mikroskopischen Varianten sind in Anlage 5.4 zu finden. Zu beachten ist, dass für jedes Szenario zwei Iterationen erforderlich sind
• Leistungsposition 3.3: Bewertung der Verkehrsqualität für alle Verkehrsarten inklusive Fuß- und Radverkehr, für alle Szenarien
• Leistungsposition 3.4: Bewertung der untersuchten Varianten und Erarbeitung von Vorschlägen zur Verbesserung der Verkehrsqualität an den einzelnen Knotenpunkten für alle Szenarien
• Leistungsposition 3.5: Bewertung der realisierten und geplanten ÖV-Maßnahmen und Erarbeitung von Vorschlägen weiterer ÖV-Optimierungsmaßnahmen für alle Szenarien
• Leistungsposition 3.6: Übergabe eines bearbeitbaren mikroskopischen Modells an die Auftraggeberin inklusive Dokumentation, um weiter mit dem Modell arbeiten zu können
• Optional: Modellierung eines weiteren mikroskopischen Szenarios im Untersuchungsgebiet Rosensteinbrücke mit der Variante, dass die Rosensteinbrücke für den MIV und Busbetrieb in beide Richtungen offen ist
Leistungsposition 4: Mikroskopische Verkehrsmodellierung – Alte B14
• Leistungsposition 4.1: Aufbau eines mikroskopischen Verkehrsmodells für den Bereich Alte B14 für den Bestand und die Planung sowie für eine weitere Planungsvariante inklusive Annahmen zum LSA-Signalprogramm des angepassten Knotenpunkts
• Leistungsposition 4.2: Durchführung der mikroskopischen Verkehrssimulation in einem gemeinsamen Modell für die Streckenzüge im Prognose Nullfall 2030 und Prognose Planfall 2030 o Prognose Nullfall 2030 und Planfall 2030: Die folgenden Streckenzüge sind innerhalb eines einheitlichen Mikromodells gemeinsam abzubilden (insgesamt zwei Szenarien): ▪ Streckenzug zwischen Wilhelmsplatz und König-Karls-Brücke ▪ Streckenzug zwischen Augsburger Platz und Taubenheimstraße o Prognose Nullfall 2030 und Planfall 2030: Mit jeweils einem Umgestaltungsplan für den Augsburger Platz (insgesamt zwei Szenarien) Insgesamt werden vier Szenarien als Teil von Leistungsposition 4.2 untersucht. Die Unterlagen zu den mikroskopischen Varianten sind in Anlage 5.4 zu finden. Zu beachten ist, dass für jedes Szenario zwei Iterationen erforderlich sind. Wichtig zu erwähnen ist, dass alle Szenarien die Integration einer Grünen Welle für den Radverkehr entlang der Nürnberger Straße beinhalten
• Leistungsposition 4.3: Bewertung der Verkehrsqualität für alle Verkehrsarten inklusive Fuß- und Radverkehr, für alle Szenarien
• Leistungsposition 4.4: Bewertung der untersuchten Varianten und Erarbeitung von Vorschlägen zur Verbesserung der Verkehrsqualität an den einzelnen Knotenpunkten für alle Szenarien
• Leistungsposition 4.5: Bewertung der realisierten und geplanten ÖV-Maßnahmen und Erarbeitung von Vorschlägen weiterer ÖV-Optimierungsmaßnahmen für alle Szenarien
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• Leistungsposition 4.6: Beschreibung der erforderlichen Hard- und Software für eine intelligente Stauraumbewirtschaftung. Diese dient der Steuerung des Verkehrsflusses entlang der Alten B14. Ziel ist es, ein kritisches Verkehrsaufkommen innerhalb Stuttgarts auf der Alten B14 zu vermeiden, indem der Verkehr bereits am Stuttgarter Rand durch gezielte Steuerung und aktives Management reguliert wird
• Leistungsposition 4.7: Übergabe eines bearbeitbaren mikroskopischen Modells an die Auftraggeberin inklusive Dokumentation, um weiter mit dem Modell arbeiten zu können
• Optional: Modellierung eines zusätzlichen (alternativen) Umgestaltungsplans für die beiden oben genannten Streckenzüge (Wilhelmsplatz – König-Karls-Brücke sowie Augsburger Platz – Taubenheimstraße) für Prognose Nullfall 2030 und Planfall 2030
• Optional: Modellierung eines weiteren mikroskopischen Szenarios im Untersuchungsgebiet Alte B14 für den Prognose-Planfall 2035b unter Berücksichtigung der Variante, dass der Augsburger Platz ohne Unterführung umgestaltet wird
Leistungsposition 5: Abstimmungen, Dokumentation und Präsentationen
Abstimmung
Durchführung und Protokollführung von Abstimmungsterminen mit der Auftraggeberin und ggf. weiteren Beteiligten.
Die Abstimmungen gliedern sich nach den jeweiligen Leistungspositionen:
• Leistungsposition 5.1: Zwei Online Abstimmungstermine im Zusammenhang mit der Durchführung der Verkehrszählungen und der Erfassung des Durchgangsverkehrs (Leistungsposition 1), die zugleich dem gegenseitigen Kennenlernen des Projektteams und der Klärung der Aufgaben dienen.
• Leistungsposition 5.2: Drei Online Abstimmungstermine zur Abstimmung der makroskopischen Modellanpassung, Kalibrierung und Bewertung (Leistungsposition 2)
• Leistungsposition 5.3: Drei Online Abstimmungstermine für die mikroskopische Modellierung im Bereich Rosensteinbrücke (Leistungsposition 3)
• Leistungsposition 5.4: Drei Online Abstimmungstermine für die mikroskopische Modellierung im Bereich Alte B14 (Leistungsposition 4)
• Optional: Weitere Abstimmungstermine nach Absprache mit der Auftraggeberin
Darüber hinaus erfolgen Abstimmungsgespräche zur Übergabe des überarbeiteten Verkehrsmodells an die Auftraggeberin (Leistungsposition 2).
Die Vorbereitung, Durchführung und Protokollierung der Termine erfolgt durch den Auftragnehmer.
Dokumentation
Aufbereitung der Ergebnisse der Untersuchung in Berichte, die nach Leistungspositionen in Abstimmung mit dem Auftraggeber zu gliedern sind.
Die Dokumentation gliedert sich nach den jeweiligen Leistungspositionen:
• Leistungsposition 5.5: Aufbereitung der Ergebnisse der Untersuchung in einem Bericht im Zusammenhang mit der Durchführung der Verkehrszählungen und der Erfassung des Durchgangsverkehrs (Leistungsposition 1) 8
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• Leistungsposition 5.6: Aufbereitung der Ergebnisse der Untersuchung in einem Bericht im Zusammenhang mit der makroskopischen Modellanpassung, Kalibrierung und Bewertung (Leistungsposition 2)
• Leistungsposition 5.7: Aufbereitung der Ergebnisse der Untersuchung in einem Bericht im Zusammenhang mit der mikroskopischen Modellierung im Bereich Rosensteinbrücke (Leistungsposition 3)
• Leistungsposition 5.8: Aufbereitung der Ergebnisse der Untersuchung in einem Bericht im Zusammenhang mit der mikroskopischen Modellierung im Bereich Alte B14 (Leistungsposition 4)
Präsentationen
Aufbereitung der Ergebnisse der Untersuchung in einer Abschlusspräsentation.
Die Präsentationen gliedern sich nach den jeweiligen Leistungspositionen:
• Leistungsposition 5.9: Zwei Abschlusspräsentationen zur makroskopischen und mikroskopischen Modellanpassung sowie zur Vorstellung der Ergebnisse in einem politischen Gremium (Leistungsposition 2–4)
• Optional: Weitere Präsentationen nach Absprache mit der Auftraggeberin
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5. Vergabebedingungen, -ablauf und -kriterien
Die Vergabe ist als zweistufiges Verfahren vorgesehen. Nach der ersten Stufe werden die fünf bestplatzierten Anbieter/-innen zur zweiten Stufe eingeladen. Liegt die Zahl der geeigneten Bewerber/-innen bei weniger als fünf Bewerber/-innen, so behält sich die Auftraggeberin vor, das Vergabeverfahren fortzuführen, indem sie den oder die Bewerber/-innen einlädt, die über die geforderte Eignung verfügen.
Zur Bewertung ist in der ersten Stufe der Vergabeunterlagen beigefügte Teilnahmeantrag auszufüllen und die dort aufgeführten Unterlagen einzureichen. Der Teilnahmeantrag und die entsprechenden Unterlagen werden nach der Vergabeunterlagen beigefügten Bewertungsmatrix der Stufe 1 bewertet.
Erreichen mehrere Bewerberinnen bzw. Bewerber im Rahmen der Bewertung der Teilnahmeanträge bzw. der Auswahlkriterien die gleiche Punktzahl und stehen nicht ausreichend Plätze für eine Einladung zur Stufe 2 zur Verfügung, entscheidet das Los über die Teilnahme an der zweiten Stufe des Vergabeverfahrens.
In der zweiten Stufe ist ein Angebot abzugeben, dass nach der Vergabeunterlagen beigefügten Bewertungsmatrix bewertet wird. Bestandteil hierbei ist auch eine Vorstellung und Präsentation des Angebotes und der Anbieter/-innen. Grundsätzlich gehen die folgenden Kriterien in die Bewertung ein:
Stufe 1 – Teilnahmewettbewerb
- Anbieter/-in allgemein (30%) • Jahresumsatz (Brutto) • Abgeschlossene Aufträge in vergleichbarem Volumen innerhalb der letzten 5 Jahre • Technische Fachkräfte
- Referenzprojekte (70%) • Referenzen bei vergleichbare Projekte
Stufe 2 - Verhandlungsverfahren
- Projektumsetzung (30%) • Projektumsetzung • Vorgehenskonzept • Zeitlicher Ablauf • Angebotskalkulation
- Projektteam (25%) • Erfahrung und Qualifikation
- Präsentation (20%) • Konzepterläuterung • Gesamteindruck
- Preisbewertung (25%)
Hinweise zu den Referenzen: Zur Vorlage der Projekte ist das beigefügte Formular „Eigenerklärung zu Referenzen“ im Teilnahmeantrag Stufe 1 zu nutzen.
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6. Abgabe des Angebotes (Stufe 2)
In der ersten Stufe ist der Vergabeunterlagen beigefügte Teilnahmeantrag auszufüllen und die dort aufgeführten Unterlagen einzureichen. In der zweiten Stufe ist ein Angebot abzugeben. Die Frist zur Abgabe des Angebots wird nach der Bewertung der Ergebnisse des Teilnahmewettbewerbs bekannt gegeben.
• Die Unterlagen können ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform eingereicht werden.
Aus dem Angebot müssen die Kosten für die einzelnen Leistungspositionen ersichtlich sein. Bitte füllen Sie hierzu alle blau umrahmten Felder im beiliegenden Vertragsentwurf 01/2026 und alle orange hinterlegten Felder in der Vergabeunterlagen beiliegenden Angebotskalkulation aus. Optionale Positionen sind zwingend anzubieten, nur die Beauftragung der Positionen ist optional.
Der Gesamtbetrag des Angebots darf 270.000 EUR (Brutto ohne Optionen) nicht übersteigen. Anfallende zusätzliche Leistungen sind beim Gesamtbetrag nicht zu berücksichtigen.
Folgende Bestandteile müssen Teil des Angebotes sein bzw. mit dem Angebot eingereicht werden
• Vorgehenskonzept / Projektumsetzung / Darstellung der Umsetzung der einzelnen Leistungspositionen • Zeitplan / Zeitkonzept / Zeitlicher Ablauf • Angebotskalkulation • Vorstellung Büro/Bürogemeinschaft • Vorstellung Projektteam • Optionale Positionen
7. Weitere Angaben
Über die angebotenen Leistungspositionen hinausgehende Leistungen und zusätzliche Termine werden zu Termin- und Stundenpauschalen nach gesonderter Beauftragung durch die Auftraggeberin vergütet. Alle über die genannten Leistungspositionen hinausgehenden Leistungen sowie sonstige Leistungen müssen vom Auftragnehmer bei der Auftraggeberin beantragt werden und müssen von der Auftraggeberin schriftlich beauftragt werden. Wir bitten um Angabe der Stundensätze bzw. Tagessätze.
Sollten nicht alle Teilleistungen vom Auftragnehmer selbst erbracht werden können, sind die für Teilleistungen vorgesehenen externen Mitarbeitenden vor Leistungsbeginn zu benennen und für diese Referenzen (siehe Hinweise zu den Referenzen) beizubringen.
Die Auftraggeberin behält sich vor, den Auftrag auf der Grundlage der Erstangebote, ohne in Verhandlungen einzutreten, zu vergeben.
Der Auftragnehmer muss mit dem kompletten Verkehrsmodell der Stadt Stuttgart (Region) arbeiten und die final kalibrierte Makromodellversion sowie die Modelle für den Analysefall, alle Prognosefälle und Planfälle, einschließlich der mikroskopischen Modelle für Rosensteinbrücke und Alte B14, an die Auftraggeberin übergeben.
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7.1 Nebenkosten
Die Nebenkosten werden pauschal mit dem im Angebot genannten Prozentsatz vergütet (in % der Nettohonorarsumme, max. 5%):
• Post- und Fernmeldegebühren • Vervielfältigungen der Unterlagen • Datenträger • Kopien • Fahrt- und Reisekosten
7.2 Urheberrechte
Die Urheber- und Nutzungsrechte für alle erbrachten Leistungen inklusive Text, Bildmaterial, Pläne, Dateien und Skizzen liegen bei dem Auftraggeber (siehe § 13 AVBS).
7.3 Projektdauer
Der Projektstart ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen. Die gesamte Bearbeitung einschließlich aller Abstimmungen, Modellierungen, Analysen und der Ergebnisdokumentation ist innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten abzuschließen. Damit ist die Fertigstellung des Projekts bis Anfang 2028 verbindlich vorgegeben.
Die Bearbeitung der Mikroskopischen Verkehrsmodellierung – Rosensteinbrücke ist zeitlich vorrangig zu behandeln. Da der Neubau der Rosensteinbrücke sowie die Umgestaltung des angrenzenden Areals für die Landeshauptstadt Stuttgart eine hohe Priorität besitzen, ist dieser spezifische Projektteil zwingend bis spätestens 9 Monate nach Projektbeginn fertigzustellen.
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8. Anlagenverzeichnis
Anlage 5.1 Geplante makroskopische Maßnahmen
Anlage 5.2 Zählstandorten
Anlage 5.3 Makroskopische Maßnahmenbeispiele
Anlage 5.4 Mikroskopische Modellierungsvarianten
Anlage 5.5 Mikroskopische Untersuchungsgebiete
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