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Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Eingaben taxonomischer Daten in das „BOG C/S“ und „BOG C/S extern“
Makrozoobenthoserhebungen
Eingabe WRRL und DIN Proben
Bei Probennahmen nach Perlodes ist im BOG-Feldprotokoll das Häkchen bei MHS zu setzen.
Für die Taxa-Eingabe ist bei den Taxa, die in den 20 Pflicht- (evtl. auch der 21. TP-)Proben gefunden wur- den, das Feld WRRL zu markieren. Weiter ergeben sich folgende Eingabemöglichkeiten: Stadium „N“ (normal) standardmäßig für Lebendfunde der meisten Taxa. Für Coleoptera-Nachweise ist eine nach „A“ (adult, Standardwert) und „L“ (Larve) differenzierte Stadium-Angabe zwingend erforderlich. Sind im Rah- men der Perlodes-Proben weiter bestimmbare Körperfragmente, z.B. Leerschalen von Bivalvia oder Leer- köcher von Trichoptera, dabei, so können diese auch erfasst werden. Hierzu ist bei Stadium „I“ (indiffe- rent) zu wählen. Über das Feld Stadium Faunistik kann dieser Fund noch weiter differenziert werden (s.u.). Nur die Taxa mit Häkchen bei WRRL und dem Stadium N, A oder L werden in den Export-Datensatz „Perlodes-Asterics“ aufgenommen. Stadium I wird generell nicht mit exportiert.
Mit Ausnahme der Coleoptera kann aus datenbanktechnischen Gründen pro Probe für jedes Taxon nur ein Stadium angegeben werden. Z. B. können für Trichoptera neben normalen Larvennachweisen Sta- dium „N“ nicht parallel auch Puppe oder Imagines im Uferbereich erfasst werden. Unabhängig von den Angaben für Stadium können Ergänzungen in Stadium Faunistik vorgenommen werden (z. B. Ergänzung „P“ für Puppen oder „IM“ für Imaginalfunde) und auch in der Bemerkungszeile eingetragen werden.
Wurde im Rahmen der Perlodes-Probennahme eine qualitative Zusatzbeprobung durchgeführt („22. TP“), so kann diese ebenfalls in die Datensammlung dieser Probe integriert werden. Hierbei sind nur die Taxa, die bei der eigentlichen Perlodes-Probennahme nicht gefunden worden sind, zusätzlich aufzuneh- men. Statt des Feldes WRRL ist hier das Feld DIN zu wählen und die Eingabe über die Häufigkeitsklasse des Taxons im Feld Abundanz einzutragen. Die hier eingetragenen Taxa werden bei einem Perlodes-Aste- rics-Export nicht berücksichtigt, gehen aber in die BOG-interne Berechnung des Saprobienindexes nach DIN 38410 mit ein.
Sollte parallel zu der Perlodes-Probe eine vollständige Probe nach DIN 38410 durchgeführt worden sein, so ist diese als eigene Probe im BOG aufzunehmen. Aus datenbanktechnischen Gründen müssen hierbei die Uhrzeiten der beiden Proben unterschiedlich sein. Die DIN-Probe sollte dabei immer die „jüngere“ Zeit aufweisen (z.B. Perlodes-Probenahme am 13.02.26 10:00h, DIN-Probe am 13.02.26 10:15h). Für die Eingabe einer vollständigen DIN-Probe ist das Feld MHS nicht anzuwählen. Bei der Taxa-Eingabe ist nur das Feld DIN zu verwenden. Unabhängig von der Probennahmeart werden Taxafunde außerhalb des limnischen Bereiches weder mit WRRL noch DIN markiert.
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Nutzung des Stadium Faunistik
Das ch eigener fachlicher Maßgabe des Dateneingebers zu einer sinnvollen Ergä genutzt werden. Es fließt nicht in spätere Berechnungen oder automati-
| Stadium Faunistik | |
|---|---|
| Stadium |
sche Exporte ein, ist aber für spezielle Auswertungen über Datenbankrecherchen verfügbar. In manchen Fällen ersetzt dieses auch den Eintrag im Bemerkungsfeld. Einsatzmöglichkeit z.B.
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Dokumentation, dass juvenile Limnephilidae nicht weiter bestimmbar waren: Stadium „N“, Stadium Faunistik „juv“.
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Dokumentation, dass Taxanachweise auf bestimmbaren Puppenstadien (gemäß Methodischem Hand- buch Fließgewässerbewertung 2006, Kap. 7.3.5) beruhen: Stadium „N“, Stadium Faunistik „P“.
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Dokumentation von Molluskenschalen in einer limnischen Probe: Angabe WRRL oder DIN, je nachdem bei welcher Methodik der Fund auftrat, Art als Stadium „I“, Stadium Faunistik „leer“ (Leerschale).
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Dokumentation von Exuvienfunden (z.B. Odonata, Plecoptera) am Ufer oder im Wasser (z.B. De- capoda): weder WRRL noch DIN markiert, Art als Stadium „I“, Stadium Faunistik „E“ (Exuvie).
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Bei Imagines von Coleoptera und Heteroptera ist es denkbar, dass eine bei der Bestimmung des Tieres erfolgte Geschlechtsbestimmung als „IM-M“ oder „IM-W“ mit eingepflegt wird, etwa um zu doku- mentieren, dass aufgrund des Geschlechts nicht bis zur Art bestimmt werden konnte.
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Dokumentation von über dem Gewässer fliegenden oder im Uferbereich sitzenden Imagines von Non- Coleoptera: weder WRRL noch DIN werden markiert, Art als Stadium „N“, Stadium Faunistik „IM“ (Imago), ggf. erweitert als „IM-M“ (Imago Männchen) oder „IM-W“ (Imago-Weibchen) Um die BOG-Datenbank vor unnötigem Daten-Ballast zu bewahren, sollten irrelevante Ergänzungen oder Pleonasmen vermieden werden: z.B. bei Crustacea oder Hirudinea Stadium „N“, nicht auch noch unter Stadium Faunistik vermerken, dass es sich um ein geschlechtsreifes Tier „IM“ handelt, oder bei Coleop- tera Stadium „A“, nicht auch noch zusätzlich unter Stadium Faunistik „IM“ dokumentieren.
Eingabe von Häufigkeitsklassen bei EG-WRRL-Proben
Diese Anmerkung betrifft nur die Eingabe von Taxa aus „WRRL“-Perlodes-Proben, deren Abundanz im Gelände ggf. als Häufigkeitsklasse nach DIN 38410 aufgenommen worden ist, also nicht gezählt worden sind, sondern als „Schätzzahl“ vorliegen. WRRL markieren, Eingabe in das Feld IZ Gesamt: HK1 & 2: Eingabe der real gefundenen Individuenzahl/1,25 m2 HK3: Eingabe von 25 Ind./1,25 m2 HK4: Eingabe von 80 Ind./1,25 m2 HK5: Eingabe von 250 Ind./1,25 m2 HK6: Eingabe von 800 Ind./1,25 m2 HK7: Eingabe von 2500 Ind./1,25 m2 (bei 1251-4000 Ind./1,25 m2) Eingabe von 8000 Ind./1,25 m2 (bei 4001-12500 Ind./1,25 m2) Eingabe von 20000 Ind./1,25 m2 (bei >12500 Ind./1,25 m2)
Daten aus qualitativen Zusatzerhebungen („22. TP.“) oder Erhebungen gemäß DIN 38410 werden nur über die Häufigkeitsklasse (Eingabefeld Abundanz nach vorheriger Markierung des Feldes DIN) aufge- nommen.
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Eingaben „krummer“ Individuenzahlen Bei der Mitnahme eines Teilbestandes im Gelände nicht weiter differenzierbarer Taxa und späterer Be- stimmung und Aufteilung auf mehrere Taxa kann es vorkommen, dass sich hierbei „krumme“ Individuen- zahlen ergeben. Z.B. sind in der Probe Asellidae in der Häufigkeitsklasse 4 (80 Ind./1,25 m2) festgestellt worden. Zur wei- teren Bestimmung sind gemäß Perlodes-Verfahrensbeschreibung mindestens 10 Individuen mitzuneh- men. 18 Tiere sind mitgenommen worden. Die Artbestimmung ergab 13 Asellus aquaticus und 5 Proasel- lus coxalis. Hiernach ergäben sich zur Eingabe ins BOG 57,77 A. aquaticus und 22,22 P. coxalis. Diese sind dann entgegen der Perlodes-Verfahrensbeschreibung (Meier et al. 2006) mathematisch gerundet als 58 A. aquaticus und 22 P. coxalis ins BOG einzupflegen.
Eingaben von Mikrozoobenthos-Taxa Besonders innerhalb der Oligochaeta sind eindeutig bestimmbare Arten wie z.B. Stylaria lacustris oder Ophidonais serpentina vermeintlich nicht in der MZB-Artenliste des BOG C/S enthalten. Für diese Arten, die nach der Artenverteilung gemäß DIN 38410 zum Mikrozoobenthos gezählt werden (obwohl sie grö- ßer sind als manche Makrozoobenthos-Taxa), und evtl. weitere miterfasste Taxa des Mikrozoobenthos ist die Häufigkeit analog zu den oben genannten Angaben im Feldprotokoll unter XIX Mikrozoobenthos einzugeben. Dort sollten diese Arten auch über die Taxalisten gefunden werden können.
Eingabe von Rundmäulern, Fischen und Amphibien Die evtl. bei den Makrozoobenthosuntersuchungen miterfassten Rundmäuler (Neunaugen, evtl. Quer- der), Fische und Amphibien sollten unter XVIII Vertebrata eingegeben werden. Daten zu den Fischen und Rundmäulern werden regelmäßig mit dem LAVES ausgetauscht.
Eingabe weiterer Freilandbefunde Auch eindeutige aus Bearbeitersicht anmerkenswerte Sichtbeobachtungen aquatischer Tiere bzw. Pflan- zen oder sonstige Freilandspuren (z.B. Biberbiss, -rutschen) können unter einem entsprechenden Artein- trag und ggf. ergänzender Bemerkung in das Feldprotokoll eingetragen werden. Diese Daten werden (ebenso wie die regulären Probeneintragungen) bei Anfragen z.B. für Rote Listen oder faunistische/floris- tische Fragestellungen verwendet.
Erhebungen aller Taxa Eingaben von dem BOG C/S unbekannten Taxa Besonders bei Neobiota, aber auch bei kryptischen Arten kann es vorkommen, dass diese in keiner der Artenlisten des BOG C/S bisher vorkommen und somit nicht angewählt werden können. In diesen Fällen bitte das nächst höhere verfügbare Taxon auswählen, die Art entsprechend unter Bemerkungen vermer- ken und dem Auftraggeber einen entsprechenden Vermerk, z.B. im Bericht zukommen lassen, so dass diese Taxa später nachgepflegt werden können.
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Eingaben „leerer“ oder bewertungsuntauglicher Proben Im Zuge der Probennahme kommen bei Erhebungen aller Taxa immer wieder Proben vor, die entweder keine oder nur extrem wenige Taxa enthalten und daher eigentlich keinerlei Bewertung zulassen. Die Gründe hierfür können vielfaltig sein, die Probe sollte aber dennoch im BOG dokumentiert werden, da dieses zum einen im Nachhinein Aufschlüsse z.B. über eine regelmäßige Austrocknung des Gewässer zu- lässt, zum andern dadurch auch der Versuch der Probennahme NLWKN-intern dargelegt ist. Für eine solche Probe sollte ein normales Feldprotokoll mit Datum, Probennehmer usw. angelegt wer- den, bei Austrocknung entfallen dann natürlich Angaben etwa zu den chemischen und anderen nicht er- mittelbaren Parametern. Der Grund für eine nicht genommene Probe muss in den Bemerkungsfeldern dokumentiert werden z.B. Gewässer ausgetrocknet, frische Grundräumung, Hochwasser. Von den BearbeiterInnen des NLWKN sollte ergänzend auf jeden Fall auch ein Ergebnisdatensatzblatt an- gelegt werden. Hierzu im Feldprotokoll auf den Reiter Ergebnisse gehen und Ergebnisdatensatz anlegen. Dort dann unter Bewertung bei der jeweils erfassten Qualitätskomponente (Plankton, Makrophyten, Makrozoobenthos) und dem richtigen Gewässertyp (NWB, HMWB) das Auswahlfeld 6 – Bewertung nicht möglich anwählen und im dahinterliegenden freien Textfeld eine kurze Begründung anfügen (s.o.).
Bei Unklarheiten zu den Eingabemodalitäten bitte nachfragen.
Dr. Thomas Ols Eggers, NLWKN Verden, 2026-04 thomas-ols.eggers@nlwkn.niedersachsen.de