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Unterhaltsreinigung am Standort Kempten

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 22.10.2026, 08:19 (Europe/Berlin)

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Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Kaufbeuren Apfeltranger Straße 15 87600 Kaufbeuren

Aktenzeichen Ansprechpartner Telefonnummer E-Mail Datum 6003134133-BwDLZ Alexander Buhl +49 (0) bwdlzkaufbeurenbeschaffung 20.10.2026 Kaufbeuren 8341-92-4139 @bundeswehr.org

Aufforderung zur Angebotsabgabe

Best And Final Offer (BAFO ) / Verbindliches Angebot

Offenes Verfahren

Beschaffungsvorgang: Unerhaltsreinigung Standort Kempten

Auftragsart: Dienstleistung Rahmenvereinbarung

nach: VgV

Nebenangebote sind: nicht zugelassen Mehrere Hauptangebote sind: nicht zugelassen

Sind mehrere Hauptangebote nicht zugelassen und reicht der Bieter mehrere Hauptangebote ein, werden alle Hauptangebote von der Vergabe ausgeschlossen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bitte Sie für den oben genannten Beschaffungsvorgang ein Angebot zu erstellen und die in diesem Schreiben sowie dessen Anlagen enthaltenen Vorgaben dabei zu beachten. Unterlagen zur Angebotsabgabe / Formulare und Grundlagen für die Vertragsgestaltung: Die Ihnen mit diesem Schreiben übersandten Vergabeunterlagen sind vollständig zu beachten, insbesondere die beigefügten bzw. zum Herunterladen aus dem Internet angegebenen Formulare zu nutzen. Dabei handelt es sich um folgende Unterlagen:

• BAAINBw B-V 034 - Eigenerklärung zum Nichtvorliegen zwingender und fakultativer BUNDESWEHR- Ausschlussgründe DIENSTLEISTUNGSZENTRUM KAUFBEUREN

Apfeltranger Straße 15 87600 Kaufbeuren

Tel. +49 (0) 8341 92-4139 Fax. +49 (0) 8341 92-484146

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• BAAINBw B-V 043 - Angebotsschreiben • Firmenprol unter Benennung der Gesellschafter, Geschäftsleitung, Mitarbeiteranzahl und Umsatz der letzten drei Jahre sowie Name Eintragung Handelsregister, Eintragungsnummer • Auszug aus dem Berufs- oder Handelsregister (nicht älter als 1 Jahr) • aktuelle Bankauskunft (Bonitätsbestätigung der Bank) • Unbedenklichkeitsbescheinigungen der Krankenkasse (nicht älter als 6 Monate): • Unbedenklichkeitsbescheinigungen in Stuersachen des nanzamtes (nicht älter als 6 Monate): • Unbedenklichkeitsbescheinigungen der Berufsgenossenschaft (nicht älter als 6 Monate): • Gültiger Versicherungsnachweis Berufshaftpicht bzw. eine Eigenerklärung, dass eine entsprechende Versicherung im Falle der Zuschlagserteilung abgeschlossen wird. • Zertizierung nach Qualitätsmanagement DIN EN ISO 9001 (oder vergleichbar) • Zertizierung nach Umweltmanagement DIN EN ISO 14001 (oder vergleichbar) • Referenzliste über vergleichbare früher ausgeführte Dienstleistungsaufträge in den letzten 3 Jahren, mind. 3 mit Namen und Telefonnummer, Angabe des Werts und des Erbringungszeitpunkts (vgl. Hinweise) • Eigenerklärung, dass die Objektleitung zu Beginn der Reinigungsleistung über die in der Leistungsbeschreibung geforderten Qualikation und Berufserfahrung verfügt. • Eigenerklärung zur Beachtung und Einhaltung des Mindestlohns im Gebäudereinigerhandwerk sowie Mindestarbeitsbedingungen gemäß Rahmentarifvertrag Gebäudereinigung (RTV). • Eigenerklärung, dass das eingesetzte Reinigungspersonal nicht der Staatsangehörigkeit angehört, das auf der Staatenliste (Zugehörigkeit Staaten mit besonderem Sicherheitsrisiko) gem. Anlage 9 gelistet ist. • Eigenerklärung, dass der angebotene Leistungsansatz (m2/Stunde) im Falle der Zuschlagserteilung umgesetzt und eingehalten wird. • Eigenerklärung Artikel 5k_ RUS Sanktionen - vollständig ausgefüllt und unterschrieben. • Aufgeschlüsselte Kalkulation des Stundenverrechnungssatzes unter Berücksichtigung aller Lohn- und Lohnnebenkosten, sonstige auftragsbezogene Kosten und unternehmensbezogene Kosten sowie Wagnis und Gewinn. • BAAINBw B-V 039a - Informationsblatt DSGVO • Verdingungsordnung für Leistungen, Teil B 'Allgemeine Vertragsbedingungen für die Ausführung von Leistungen' (VOL / B) - Fassung 2003 - vom 05.08.2003 • Zusätzliche Vertragsbedingungen des Bundesministeriums der Verteidigung (ZVB/BMVg) zur Verdingungsordnung für Leistungen, Teil B vom 05. Juni 2023 • Vertragsentwurf unterschrieben (ohne Anlagen)

Unterlagen, die Ihnen nicht mit den Vergabeunterlagen übersandt wurden, können Sie im Internet unter der Adresse „https://www.bundeswehr.de/de/organisation/ausruestung- baainbw/vergabe“, Rubrik „Vergabe“ beziehen. Dies betrifft:

• BAAINBw-B Nummern (z. B. Formulare, Auftragsbedingungen, Anlageblätter) sowie die VOL/B, ZVB/BMVg in der Marginalnavigation links unter „Formulare“ • Technische Lieferbedingungen in der Marginalnavigation links unter „Technische Lieferbedingungen“ • Fertigungsunterlagen (Technische Zeichnungen) in der Marginalnavigation links unter „Technische Zeichnungen“ Anforderung bitte formlos unter Angabe der dort hinterlegten Daten stellen. Die Fertigungsunterlagen werden auf CD bzw. DVD zur Verfügung gestellt. • NATO-Qualitätssicherungs-Druckschriften (AQAP) in der Marginalnavigation links unter „Qualitätsmanagement“.

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Verteidigungsgeräte-Normen (VG) und Luftfahrt-Normen (LN) sind über die DIN Media GmbH unter www.dinmedia.de zu beziehen.

Angebotsabgabe:

Das Angebot ist in allen seinen Teilen in deutscher Sprache einzureichen. Dokumenten in Fremdsprachen ist eine (auf Aufforderung auch beglaubigte) Übersetzung ins Deutsche beizufügen. Preisangaben sind an der dazu vorgesehenen Stelle in EUR, als Nettopreise, zu tätigen.

Das Angebot ist

• elektronisch in Textform nach § 126b BGB über die e-Vergabe-Plattform des Bundes www.evergabe-online.de oder

• elektronisch mit fortgeschrittener Signatur über die e-Vergabe-Plattform des Bundes www.evergabe-online.de oder

• elektronisch mit qualizierter Signatur über die e-Vergabe-Plattform des Bundes www.evergabe-online.de

einzureichen.

Losaufteilung:

Es ist keine Losaufteilung erfolgt. Die Angebotsabgabe erfolgt als Gesamtangebot auf die Material- und Leistungsliste.

Gliederung des Angebots:

Das Angebot ist nach folgender Gliederung zusammenzustellen:

(Die einzelnen Gliederungspunkte sind bei Angeboten in Papierform, die einen Umfang von 40 Seiten überschreiten, durch ein Register zu trennen.)

• BAAINBw B-V 043 - Angebotsschreiben • Vertragsentwurf (ohne Anlagen) ausgefüllt und unterschrieben • Preisblatt ausgefüllt und unterschrieben • Eigenerklaerung Artikel 5k_ RUS Sanktionen • Eigenerklärung zum Nichtvorliegen zwingender und fakultativer Ausschlussgründe/zum Nachweis der Zuverlässigkeit • Firmenprol unter Benennung der Gesellschafter, Geschäftsleitung, Mitarbeiteranzahl und Umsatz der letzten drei Jahre sowie Name Eintragung Handelsregister, Eintragungsnummer (vgl. Hinweise) • Auszug aus dem Berufs- oder Handelsregister (nicht älter als 1 Jahr) • aktuelle Bankauskunft (Bonitätsbestätigung der Bank) • Unbedenklichkeitsbescheinigungen der Krankenkasse (nicht älter als 6 Monate): • Unbedenklichkeitsbescheinigungen in Steuersachen des Finanzamtes (nicht älter als 6 Monate): • Unbedenklichkeitsbescheinigungen der Berufsgenossenschaft (nicht älter als 6 Monate): • Gültiger Versicherungsnachweis Berufshaftpicht bzw. eine Eigenerklärung, dass eine entsprechende Versicherung im Falle der Zuschlagserteilung abgeschlossen wird.

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• Zertizierung nach Qualitätsmanagement DIN EN ISO 9001 (oder vergleichbar) • Zertizierung nach Umweltmanagement DIN EN ISO 14001 (oder vergleichbar) • Referenzliste über vergleichbare früher ausgeführte Dienstleistungsaufträge in den letzten 3 Jahren, mind. 3 mit Namen und Telefonnummer, Angabe des Werts und des Erbringungszeitpunkts (vgl. Hinweise) • Eigenerklärung, dass die Objektleitung zu Beginn der Reinigungsleistung über die in der Leistungsbeschreibung geforderten Qualikation und Berufserfahrung verfügt. • Eigenerklärung zur Beachtung und Einhaltung des Mindestlohns im Gebäudereinigerhandwerk sowie Mindestarbeitsbedingungen gemäß Rahmentarifvertrag Gebäudereinigung (RTV). • Eigenerklärung, dass das eingesetzte Reinigungspersonal nicht der Staatsangehörigkeit angehört, das auf der Staatenliste (Zugehörigkeit Staaten mit besonderem Sicherheitsrisiko) gem. Anlage 9 gelistet ist. • Eigenerklärung, dass der angebotene Leistungsansatz (m2/Stunde) im Falle der Zuschlagserteilung umgesetzt und eingehalten wird. • Eigenerklärung Artikel 5k_ RUS Sanktionen - vollständig ausgefüllt und unterschrieben. • Aufgeschlüsselte Kalkulation des Stundenverrechnungssatzes unter Berücksichtigung aller Lohn- und Lohnnebenkosten, sonstige auftragsbezogene Kosten und unternehmensbezogene Kosten sowie Wagnis und Gewinn. Bei der elektronischen Angebotsabgabe ist zu beachten, dass immer das Leistungsverzeichnis im AIDF-Format zum Angebot hinzugefügt wird. Dabei ist darauf zu achten, dass immer die Datei aus der letzten gültigen Version der Vergabeunterlagen verwendet wird. Zum Ausfüllen der AIDF - Datei ist das kostenlose LV-Cockpit (www.lv-cockpit.de) zu nutzen.

Kosten: Diese Angebotsaufforderung begründet weder einen Anspruch auf Erstattung entstehender Angebotskosten, noch einen Anspruch auf Erteilung eines Auftrages.

Vertraulichkeit: Sämtliche Ihnen durch die Bundeswehr zugänglich gemachten Dokumente, einschließlich des darin enthaltenen Know-hows, dürfen nur zur Erstellung dieses Angebotes und zur Erfüllung des eventuell folgenden Auftrages benutzt werden. Jede Benutzung für andere Zwecke ist ausdrücklich untersagt. Zuwiderhandlungen verpichten zum Schadensersatz. Die Dokumente und darin enthaltenes Know-how sind i.S. des Schutzvermerkes nach DIN ISO 16016 vertraulich zu behandeln, es sei denn, sie sind ausdrücklich zur Nutzung freigegeben.

Vernichtung von Unterlagen: Alle Ihnen für die Angebotserstellung bzw. für die Erfüllung des Auftrages zugänglich gemachten Dokumente sind nach Abschluss ihrer Verwendung unaufgefordert – soweit erforderlich datenschutzgerecht bzw. unter Beachtung der Vorschriften zur Vernichtung von VS (vgl. bspw. § 32 Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum materiellen Geheimschutz (Verschlusssachenanweisung - VSA) Vom 10. August 2018) – zu vernichten.

Kommunikation:

Bieter-/Bewerberfragen werden ausschließlich über die e-Vergabe-Plattform des Bundes www.evergabe-online.de gestellt und beantwortet.

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Frist: 12.11.2026

Bieterfragen sind zugelassen bis einschl. 12.11.2026 über die Vergabeplattform.

Verfahrensgrundsätze:

Das Vergabeverfahren wird in deutscher Sprache durchgeführt. Jegliche Kommunikation erfolgt ausschließlich in Deutsch.

Das abgegebene Angebot wird nach Ablauf der Angebotsfrist eröffnet und geprüft.

Angebote müssen, um in die Wertung zu kommen, die Leistungsanforderungen vollständig erfüllen!

Soweit ein Unternehmen bzw. eine Bietergemeinschaft (siehe unten) im Laufe eines Vergabeverfahrens Änderungen an seiner (juristischen) Person vornehmen will, ist dies dem Auftraggeber rechtzeitig vorab an den unter Kommunikation genannten Kontakt mitzuteilen.

Verhandlungen:

Es sind keine Verhandlungen vorgesehen. Es ist ein verbindliches Angebot abzugeben.

Darstellung des geplanten Vergabeablaufs:

Fristen/Voraussichtlicher Zeitplan:
Lfd. Nr.:Aktion:Termin:
1.Versendung der Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes:20.10.2026
2.Letzter Termin zur Einreichung von Bieterfragen:12.11.2026
3.Angebotsfrist: Angebote, die nicht fristgerecht eingegangen sind, werden vom Vergabeverfahren ausgeschlossen, es sei denn, der Bieter hat die Verspätung nicht zu vertreten.20.11.2026 13:00 Uhr
4.Geplanter Zuschlagstermin:21.12.2026
5.Zuschlags- und Bindefrist:31.12.2026

13::00 Uhr.

Nachforderungen:

Beim Fehlen von Angaben und/oder Unterlagen kann die Vergabestelle von der Möglichkeit zur Nachforderung gemäß § 56 Abs. 2 VgV Gebrauch machen.

BAAINBw-B-V 040/03.2026 AzA (Aufforderung zur Angebotsabgabe) Seite 5 von 8 WWW.BUNDESWEHR.DE

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Macht die Vergabestelle davon Gebrauch und der Bieter hat nach Ablauf der für die Nachforderung gesetzten Frist die geforderten Angaben und/oder Unterlagen immer noch nicht vorgelegt, wird das Angebot vom weiteren Vergabeverfahren ausgeschlossen.

Zuschlagskriterien:

Alleiniges Zuschlagskriterium ist der Preis (in EUR netto). Gemäß Bewertungskriterien siehe "C. Teil B_Kriterienkatalog Unterhaltsreinigung StO Kempten" wie folgt: Jahrespreis für Unterhaltsreinigung und Grund-/Sonderreinigung.

Sonstiges:

Objektbesichtigung ist optional (wird angeboten, ist jedoch nicht verpichtend).

Nachprüfungen:

Bieter können sich zur Inanspruchnahme von Vergaberechtsschutz, das heißt der Nachprüfung behaupteter Verstöße bei der Vergabe öffentlicher Aufträge im Sinne des § 103 GWB an die Vergabekammer des Bundes wenden. Der Nachprüfungsantrag ist schriftlich bei der Vergabekammer des Bundes beim Bundeskartellamt, Kaiser-Friedrich- Straße 16, 53113 Bonn einzureichen.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Fristen der § 134, § 135 und § 160 GWB einzuhalten sind:

§ 134 GWB Informations- und Wartepicht

(1) Öffentliche Auftraggeber haben die Bieter, deren Angebote nicht berücksichtigt werden sollen, über den Namen des Unternehmens, dessen Angebot angenommen werden soll, über die Gründe der vorgesehenen Nichtberücksichtigung ihres Angebots und über den frühesten Zeitpunkt des Vertragsschlusses unverzüglich in Textform zu informieren. Dies gilt auch für Bewerber, denen keine Information über die Ablehnung ihrer Bewerbung zur Verfügung gestellt wurde, bevor die Mitteilung über die Zuschlagsentscheidung an die betroffenen Bieter ergangen ist.

(2) Ein Vertrag darf erst 15 Kalendertage nach Absendung der Information nach Absatz 1 geschlossen werden. Wird die Information auf elektronischem Weg oder per Fax versendet, verkürzt sich die Frist auf zehn Kalendertage. Die Frist beginnt am Tag nach der Absendung der Information durch den Auftraggeber; auf den Tag des Zugangs beim betroffenen Bieter und Bewerber kommt es nicht an.

(3) Die Informationspicht entfällt in Fällen, in denen das Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb wegen besonderer Dringlichkeit gerechtfertigt ist. Im Fall verteidigungsoder sicherheitsspezischer Aufträge können öffentliche Auftraggeber beschließen, bestimmte Informationen über die Zuschlagserteilung oder den Abschluss einer Rahmenvereinbarung nicht mitzuteilen, soweit die Offenlegung den Gesetzesvollzug behindert, dem öffentlichen Interesse, insbesondere Verteidigungs- oder Sicherheitsinteressen, zuwiderläuft, berechtigte geschäftliche Interessen von Unternehmen schädigt oder den lauteren Wettbewerb zwischen ihnen beeinträchtigen könnte.

§ 135 GWB Unwirksamkeit

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(1) Ein öffentlicher Auftrag ist von Anfang an unwirksam, wenn der öffentliche Auftraggeber

  1. gegen § 134 GWB verstoßen hat oder

  2. den Auftrag ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union vergeben hat, ohne dass dies aufgrund Gesetzes gestattet ist, und dieser Verstoß in einem Nachprüfungsverfahren festgestellt worden ist.

(2) Die Unwirksamkeit nach Absatz 1 kann nur festgestellt werden, wenn sie im Nachprüfungsverfahren innerhalb von 30 Kalendertagen nach der Information der betroffenen Bieter und Bewerber durch den öffentlichen Auftraggeber über den Abschluss des Vertrags, jedoch nicht später als sechs Monate nach Vertragsschluss geltend gemacht worden ist. Hat der Auftraggeber die Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union.

(3) Die Unwirksamkeit nach Absatz 1 Nummer 2 tritt nicht ein, wenn

  1. der öffentliche Auftraggeber der Ansicht ist, dass die Auftragsvergabe ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union zulässig ist,

  2. der öffentliche Auftraggeber eine Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht hat, mit der er die Absicht bekundet, den Vertrag abzuschließen, und

  3. der Vertrag nicht vor Ablauf einer Frist von mindestens zehn Kalendertagen, gerechnet ab dem Tag nach der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung, abgeschlossen wurde.

Die Bekanntmachung nach Satz 1 Nummer 2 muss den Namen und die Kontaktdaten des öffentlichen Auftraggebers, die Beschreibung des Vertragsgegenstands, die Begründung der Entscheidung des Auftraggebers, den Auftrag ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union zu vergeben, und den Namen und die Kontaktdaten des Unternehmens, das den Zuschlag erhalten soll, umfassen.

§ 160 GWB Einleitung, Antrag

(1) Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein.

(2) Antragsbefugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse an dem öffentlichen Auftrag oder der Konzession hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach § 97 Absatz 6 GWB durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften geltend macht. Dabei ist darzulegen, dass dem Unternehmen durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein Schaden entstanden ist oder zu entstehen droht.

(3) Der Antrag ist unzulässig, soweit

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  1. der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von zehn Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 GWB bleibt unberührt,

  2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

  3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

  4. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.

Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Absatz 1 Nummer 2 GWB. § 134 Absatz 1 Satz 2 GWB bleibt unberührt.

Kennzeichnung von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen :

Die Verfahrensbeteiligten eines Nachprüfungsverfahrens haben grds. Anspruch auf Akteneinsicht und können sich ggf. Ausfertigungen, Auszüge oder Abschriften erteilen lassen (§ 165 Abs. 1 GWB). Die Vergabekammer hat die Einsicht in die Unterlagen zu versagen, soweit dies aus wichtigen Gründen, insbesondere des Geheimschutzes oder zur Wahrung von Betriebs- oder Geschäftsgeheimnissen, geboten ist (§ 165 Abs. 2 GWB).

Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse sind in den Angeboten daher deutlich zu kennzeichnen, um einen versehentliche Offenlegung durch die Vergabekammer im Falle eines Nachprüfungsverfahrens zu vermeiden.

Mit freundlichen Grüßen

*** Dieses Dokument wurde elektronisch erstellt und bedarf keiner Unterschrift. *** BAAINBw-B-V 040/03.2026 AzA (Aufforderung zur Angebotsabgabe) Seite 8 von 8 WWW.BUNDESWEHR.DE

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