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Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten
beim Menschen (Infektionsschutzgesetz - IfSG)
IfSG
Ausfertigungsdatum:20.07.2000
Vollzitat:
"Infektionsschutzgesetzvom20.Juli2000(BGBl.IS.1045),daszuletztdurchArtikel7desGesetzesvom26.Juni 2026(BGBl.2026INr.195)geändertwordenist"
Stand: ZuletztgeändertdurchArt.3Abs.1Gv.4.3.2026INr.60
Hinweis: ÄnderungdurchArt.7Gv.26.6.2026INr.195textlichnachgewiesen,dokumentarischnochnicht abschließendbearbeitet
Fußnote
(+++ Textnachweis ab: 1.1.2001 +++)
DasGwurdealsArtikel1Gv.20.7.2000I1045(SeuchRNeuG)vomBundestagmitZustimmungdesBundesrates beschlossen.Esistgem.Art.5Abs.1Satz1diesesGmWv1.1.2001,§§37und38mWv26.7.2000inKraft getreten.
Inhaltsübersicht
- Abschnitt - Allgemeine Vorschriften
§1 ZweckdesGesetzes
§1a (weggefallen)
§2 Begriffsbestimmungen
§3 PräventiondurchAufklärung
- Abschnitt – Koordinierung und Sicherstellung der öffentlichen Gesundheit in besonderen Lagen
§4 AufgabendesRobertKoch-Instituts
§5 EpidemischeLagevonnationalerTragweite
§5a AusübungheilkundlicherTätigkeitenbeiVorliegeneinerepidemischenLagevonnationaler Tragweite,Verordnungsermächtigung
§5b SchutzmaskeninderNationalenReserveGesundheitsschutz
§5c VerfahrenbeiaufgrundeinerübertragbarenKrankheitnichtausreichendvorhandenen überlebenswichtigenintensivmedizinischenBehandlungskapazitäten
- Abschnitt - Überwachung
§6 MeldepflichtigeKrankheiten
§7 MeldepflichtigeNachweisevonKrankheitserregern
§8 ZurMeldungverpflichtetePersonen
§9 NamentlicheMeldung
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§10 NichtnamentlicheMeldung
§11 ÜbermittlungandiezuständigeLandesbehördeundandasRobertKoch-Institut
§12 ÜbermittlungenundMitteilungenaufGrundvölker-undunionsrechtlicherVorschriften
§12a (weggefallen)
§13 WeitereFormenderepidemiologischenÜberwachung;Verordnungsermächtigung
§14 ElektronischesMelde-undInformationssystem;Verordnungsermächtigung
§15 AnpassungderMeldepflichtandieepidemischeLage
§15a DurchführungderinfektionshygienischenundhygienischenÜberwachung
- Abschnitt - Verhütung übertragbarer Krankheiten
§16 AllgemeineMaßnahmenzurVerhütungübertragbarerKrankheiten
§17 BesondereMaßnahmenzurVerhütungübertragbarerKrankheiten,Verordnungsermächtigung
§18 BehördlichangeordneteMaßnahmenzurDesinfektionundzurBekämpfungvon Gesundheitsschädlingen,KrätzmilbenundKopfläusen;Verordnungsermächtigung
§19 AufgabendesGesundheitsamtesinbesonderenFällen
§20 SchutzimpfungenundandereMaßnahmenderspezifischenProphylaxe
§20a (weggefallen)
§20b (weggefallen)
§20c DurchführungvonSchutzimpfungendurchApotheker
§21 Impfstoffe
§22 Impf-,Genesenen-undTestdokumentation
§22a Impf-,Genesenen-undTestnachweisbeiCOVID-19;COVID-19-Zertifikate; Verordnungsermächtigung
§23 NosokomialeInfektionen;Resistenzen;RechtsverordnungendurchdieLänder
§23a PersonenbezogeneDatenüberdenImpf-undSerostatusvonBeschäftigten
- Abschnitt - Bekämpfung übertragbarer Krankheiten
§24 FeststellungundHeilbehandlungübertragbarerKrankheiten,Verordnungsermächtigung
§25 Ermittlungen
§26 TeilnahmedesbehandelndenArztes
§27 GegenseitigeUnterrichtung
§28 Schutzmaßnahmen
§28a BesondereSchutzmaßnahmenzurVerhinderungderVerbreitungderCoronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19)beiepidemischerLagevonnationalerTragweite
§28b BesondereSchutzmaßnahmenzurVerhinderungderVerbreitungderCoronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19)unabhängigvoneinerepidemischenLagevonnationalerTragweitebeisaisonalhoher Dynamik
§28c VerordnungsermächtigungfürbesondereRegelungenfürGeimpfte,Getesteteundvergleichbare Personen
§29 Beobachtung
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§30 Absonderung
§31 BeruflichesTätigkeitsverbot
§32 ErlassvonRechtsverordnungen
- Abschnitt - Infektionsschutz bei bestimmten Einrichtungen, Unternehmen und Personen
§33 Gemeinschaftseinrichtungen
§34 GesundheitlicheAnforderungen,Mitwirkungspflichten,AufgabendesGesundheitsamtes
§35 InfektionsschutzinEinrichtungenundUnternehmenderPflegeundEingliederungshilfe, Verordnungsermächtigung
§36 InfektionsschutzbeibestimmtenEinrichtungen,UnternehmenundPersonen; Verordnungsermächtigung
- Abschnitt - Wasser
§37 BeschaffenheitvonWasserfürdenmenschlichenGebrauchsowievonWasserzumSchwimmen oderBadeninBeckenoderTeichen,Überwachung
§38 Verordnungsermächtigung
§39 Untersuchungen,MaßnahmenderzuständigenBehörde
§40 AufgabendesUmweltbundesamtes
§41 Abwasser
- Abschnitt - Gesundheitliche Anforderungen an das Personal beim Umgang mit Lebensmitteln
§42 Tätigkeits-undBeschäftigungsverbote
§43 Belehrung,BescheinigungdesGesundheitsamtes
- Abschnitt - Tätigkeiten mit Krankheitserregern
§44 ErlaubnispflichtfürTätigkeitenmitKrankheitserregern
§45 Ausnahmen
§46 TätigkeitunterAufsicht
§47 Versagungsgründe,VoraussetzungenfürdieErlaubnis
§48 RücknahmeundWiderruf
§49 Anzeigepflichten
§50 Veränderungsanzeige
§50a LaborcontainmentundAusrottungdesPoliovirus;Verordnungsermächtigung
§51 Aufsicht
§52 Abgabe
§53 AnforderungenanRäumeundEinrichtungen,Gefahrenvorsorge
§53a VerfahrenübereineeinheitlicheStelle,Entscheidungsfrist
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(6)Krankenhäusersindverpflichtet,eineZuteilungsentscheidungunverzüglichderfürdieKrankenhausplanung zuständigenLandesbehördeanzuzeigenundihrmitzuteilen,weshalbimZeitpunktderZuteilungsentscheidung überlebenswichtigeintensivmedizinischeBehandlungskapazitätennichtausreichendvorhandenwaren,umdie fürdieKrankenhausplanungzuständigeLandesbehördeindieLagezuversetzen,imRahmenihrerZuständigkeit tätigzuwerden.
(7)DasBundesministeriumfürGesundheitbeauftragtinnerhalbvonsechsMonaten,nachdemerstmalseinerfür dieKrankenhausplanungzuständigenLandesbehördeeineZuteilungsentscheidungangezeigtwurde,spätestens jedochbiszum31.Dezember2025,eineexterneEvaluationdieserVorschrift.GegenstandderEvaluationsind insbesondere
-
dieErreichungderZiele,VorkehrungenzumSchutzvorDiskriminierungzuschaffenundRechtssicherheit fürdiehandelndenÄrztinnenundÄrztezugewährleisten,und
-
dieAuswirkungenderVorschriftunddernachAbsatz5Satz1zuerstellendenVerfahrensanweisungenauf diemedizinischePraxisunterBerücksichtigungderpraktischenUmsetzbarkeit.
DieEvaluationwirdinterdisziplinärinsbesondereaufGrundlagerechtlicher,medizinischerundethischer ErkenntnissedurchunabhängigeSachverständigedurchgeführt,diejeweilszurHälftevondem BundesministeriumfürGesundheitunddemDeutschenBundestagbenanntwerden.DieSachverständigen habenbundesweiteVerbände,FachkreiseundSelbstvertretungsorganisationen,derenBelangevonderVorschrift besondersberührtsind,angemessenzubeteiligen.DasBundesministeriumfürGesundheitübermitteltdem DeutschenBundestagspätestenseinJahrnachderBeauftragungdasErgebnisderEvaluationsowieeine StellungnahmedesBundesministeriumsfürGesundheitzudiesemErgebnis.
Fußnote
§5cidFd.Gv.8.12.2022I2235:NachMaßgabederEntscheidungsformelundGründegem.BVerfGEv.23.9.2025 INr.290-1BvR2284/23u.1BvR2285/23-mitArt.12Abs.1GG(100-1)unvereinbarundnichtig
- Abschnitt Überwachung
§ 6 Meldepflichtige Krankheiten
(1)Namentlichistzumelden:
- derVerdachteinerErkrankung,dieErkrankungsowiederTodinBezugaufdiefolgendenKrankheiten:
a) Botulismus,
b) Cholera,
c) Diphtherie,
d) humanespongiformeEnzephalopathie,außerfamiliär-hereditärerFormen,
e) akuteVirushepatitis,
f) enteropathischeshämolytisch-urämischesSyndrom(HUS),
g) virusbedingteshämorrhagischesFieber,
h) Keuchhusten,
i) Masern,
j) Meningokokken-Meningitisoder-Sepsis,
k) Milzbrand,
l) Mumps,
m) Pest,
n) Poliomyelitis,
o) RötelneinschließlichRötelnembryopathie,
p) Tollwut,
q) TyphusabdominalisoderParatyphus,
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r) Windpocken,
s) zoonotischeInfluenza,
t) (weggefallen)
u) durchOrthopockenvirenverursachteKrankheiten,
1a. dieErkrankungundderTodinBezugauffolgendeKrankheiten:
a) behandlungsbedürftigeTuberkulose,auchwenneinbakteriologischerNachweisnichtvorliegt,
b) Clostridioides-difficile-InfektionmitklinischschweremVerlauf;einklinischschwererVerlaufliegt vor,wenn
aa) derErkranktezurBehandlungeinerambulanterworbenenClostridioides-difficile-Infektion ineinemedizinischeEinrichtungaufgenommenwird,
bb) derErkranktezurBehandlungderClostridioides-difficile-Infektionoderihrer KomplikationenaufeineIntensivstationverlegtwird,
cc) einchirurgischerEingriff,zumBeispielKolektomie,aufGrundeinesMegakolons,einer PerforationodereinerrefraktärenKolitiserfolgtoder
dd) derErkrankteinnerhalbvon30TagennachderFeststellungderClostridioides-difficile- InfektionverstirbtunddieInfektionalsdirekteTodesursacheoderalszumTode beitragendeErkrankunggewertetwurde,
- derVerdachtaufunddieErkrankunganeinermikrobiellbedingtenLebensmittelvergiftungoderaneiner akuteninfektiösenGastroenteritis,wenn
a) einePersonbetroffenist,dieeineTätigkeitimSinnedes§42Abs.1ausübt,
b) zweiodermehrgleichartigeErkrankungenauftreten,beideneneinepidemischerZusammenhang wahrscheinlichistodervermutetwird,
-
derVerdachteinerüberdasüblicheAusmaßeinerImpfreaktionhinausgehendengesundheitlichen Schädigung,
-
dieVerletzungeinesMenschendurcheintollwutkrankes,-verdächtigesoder-ansteckungsverdächtiges TiersowiedieBerührungeinessolchenTieresoderTierkörpers,
-
derVerdachteinerErkrankung,dieErkrankungsowiederTod,inBezugaufeinebedrohlicheübertragbare Krankheit,dienichtbereitsnachdenNummern1bis4meldepflichtigist.
DieMeldungnachSatz1hatgemäß§8Absatz1Nummer1,3bis8,§9Absatz1,2,3Satz1oder3zuerfolgen.
(2)DemGesundheitsamtistüberdieMeldungnachAbsatz1Satz1Nummer1Buchstabeihinauszumelden, wennPersonenaneinersubakutensklerosierendenPanenzephalitisinfolgeeinerMaserninfektionerkrankenoder versterben.DemGesundheitsamtistüberdieMeldungnachAbsatz1Satz1Nummer1aBuchstabeahinauszu melden,wennPersonen,dieaneinerbehandlungsbedürftigenLungentuberkuloseerkranktsind,eineBehandlung verweigernoderabbrechen.DieMeldungnachdenSätzen1und2hatgemäß§8Absatz1Nummer1,§9Absatz 1und3Satz1oder3zuerfolgen.
(3)NamentlichistdasAuftretenvonzweiodermehrnosokomialenInfektionenzumelden,beidenenein epidemischerZusammenhangwahrscheinlichistodervermutetwird.DieMeldungnachSatz1hatgemäß§8 Absatz1Nummer1,3oder5undgemäß§9Absatz1,2,3Satz1oder3zuerfolgen.
§ 7 Meldepflichtige Nachweise von Krankheitserregern
(1)NamentlichistbeifolgendenKrankheitserregern,soweitnichtandersbestimmt,derdirekteoderindirekte Nachweiszumelden,soweitdieNachweiseaufeineakuteInfektionhinweisen:
-
Adenoviren;MeldepflichtnurfürdendirektenNachweisimKonjunktivalabstrich
-
Bacillusanthracis
-
Bordetellapertussis,Bordetellaparapertussis
3a. humanpathogeneBornaviren;MeldepflichtnurfürdendirektenNachweis
- Borreliarecurrentis
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-
Brucellasp.
-
Campylobactersp.,darmpathogen
6a. Candidozymaauris;MeldepflichtnurfürdendirektenNachweisbeiInfektionoderKolonisation
6b. Chikungunya-Virus
-
Chlamydiapsittaci
-
ClostridiumbotulinumoderToxinnachweis
-
Corynebacteriumspp.,Toxinbildend
-
Coxiellaburnetii
10a. Dengue-Virus
-
humanpathogeneCryptosporidiumsp.
-
Ebolavirus
a) Escherichiacoli,enterohämorrhagischeStämme(EHEC)
b) Escherichiacoli,sonstigedarmpathogeneStämme
-
Francisellatularensis
-
FSME-Virus
-
Gelbfiebervirus
-
Giardialamblia
-
Haemophilusinfluenzae;MeldepflichtnurfürdendirektenNachweisausLiquoroderBlut
-
Hantaviren
-
Hepatitis-A-Virus
-
Hepatitis-B-Virus;MeldepflichtfüralleNachweise
-
Hepatitis-C-Virus;MeldepflichtfüralleNachweise
-
Hepatitis-D-Virus;MeldepflichtfüralleNachweise
-
Hepatitis-E-Virus
-
Influenzaviren;MeldepflichtnurfürdendirektenNachweis
-
Lassavirus
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Legionellasp.
-
humanpathogeneLeptospirasp.
-
Listeriamonocytogenes;MeldepflichtnurfürdendirektenNachweisausBlut,Liquoroderanderen normalerweisesterilenSubstratensowieausAbstrichenvonNeugeborenen
-
Marburgvirus
-
Masernvirus
31a. Middle-East-Respiratory-Syndrome-Coronavirus(MERS-CoV)
-
Mumpsvirus
-
Mycobacteriumleprae
-
Mycobacteriumtuberculosis/africanum,Mycobacteriumbovis;Meldepflichtfürdendirekten ErregernachweissowienachfolgendfürdasErgebnisderResistenzbestimmung;vorabauchfürden NachweissäurefesterStäbchenimSputum
-
Neisseriameningitidis;MeldepflichtnurfürdendirektenNachweisausLiquor,Blut,hämorrhagischen HautinfiltratenoderanderennormalerweisesterilenSubstraten
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Norovirus
36a. Orthopockenviren
36b. Plasmodiumspp.
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Poliovirus
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Rabiesvirus
38a. RespiratorischeSynzytialViren
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Rickettsiaprowazekii
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Rotavirus
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Rubellavirus
-
SalmonellaParatyphi;MeldepflichtfüralledirektenNachweise
-
SalmonellaTyphi;MeldepflichtfüralledirektenNachweise
-
Salmonella,sonstige
44a. Severe-Acute-Respiratory-Syndrome-Coronavirus(SARS-CoV)undSevere-Acute-Respiratory-Syndrome- Coronavirus-2 (SARS-CoV-2)
- Shigellasp.
45a. Streptococcuspneumoniae;MeldepflichtnurfürdendirektenNachweisausLiquor,Blut,Gelenkpunktat oderanderennormalerweisesterilenSubstraten
-
Trichinellaspiralis
-
Varizella-Zoster-Virus
-
Vibriospp.,humanpathogen;soweitausschließlicheineOhrinfektionvorliegt,nurbeiVibriocholerae
48a. West-Nil-Virus
-
Yersiniapestis
-
Yersiniaspp.,darmpathogen
50a. Zika-VirusundsonstigeArboviren
-
andereErregerhämorrhagischerFieber
-
derdirekteNachweisfolgenderKrankheitserreger:
a) Staphylococcusaureus,Methicillin-resistenteStämme;MeldepflichtnurfürdenNachweisaus BlutoderLiquor
b) EnterobacteralesbeiNachweiseinerCarbapenemase-DeterminanteodermitResistenz gegenüberMeropenem;MeldepflichtnurbeiInfektionoderKolonisation
c) Acinetobacterspp.beiNachweiseinerCarbapenemase-DeterminanteodermitResistenz gegenüberMeropenem;MeldepflichtnurbeiInfektionoderKolonisation.
DieMeldungnachSatz1hatgemäß§8Absatz1Nummer2,3,4oderAbsatz4,§9Absatz1,2,3Satz1oder3 zuerfolgen.
(2)NamentlichsindinBezugaufInfektionenundKolonisationenNachweisevonindieserVorschriftnicht genanntenKrankheitserregernzumelden,wennunterBerücksichtigungderArtderKrankheitserregerund derHäufigkeitihresNachweisesHinweiseaufeineschwerwiegendeGefahrfürdieAllgemeinheitbestehen. DieMeldungnachSatz1hatgemäß§8Absatz1Nummer2,3oderAbsatz4,§9Absatz2,3Satz1oder3zu erfolgen.
(3)NichtnamentlichistbeifolgendenKrankheitserregernderdirekteoderindirekteNachweiszumelden:
-
Treponemapallidum
-
HIV
-
Echinococcussp.
-
Toxoplasmagondii;MeldepflichtnurbeikonnatalenInfektionen
-
Neisseriagonorrhoeae,
-
Chlamydiatrachomatis,sofernessichumeinenderSerotypenL1bisL3handelt.
DieMeldungnachSatz1hatgemäß§8Absatz1Nummer2,3oderAbsatz4,§10Absatz2zuerfolgen.
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(4)BeiUntersuchungenzumdirektenNachweisdesSevere-Acute-Respiratory-Syndrome-Coronavirus-2(SARS- CoV-2)mittelsNukleinsäureamplifikationstechnikistdasUntersuchungsergebnisnichtnamentlichzumelden.Die MeldungnachSatz1hatgemäß§8Absatz1Nummer2,3oderAbsatz4,§10Absatz3zuerfolgen.
§ 8 Zur Meldung verpflichtete Personen
(1)ZurMeldungsindverpflichtet:
-
imFalldes§6derfeststellendeArztsowiebeiderberufs-odergewerbsmäßigenAnwendungvonIn- vitro-Diagnostika,diefürpatientennaheSchnelltestsbeiDrittenverwendetwerden,diefeststellende Person,wennihrnach§24Absatz1Satz2oderaufgrundeinerRechtsverordnungnach§24Absatz2 Satz1Nummer1dieAnwendungderIn-vitro-Diagnostikagestattetist;inEinrichtungennach§23Absatz 5Satz1istfürdieEinhaltungderMeldepflichtnebendemfeststellendenArztauchderleitendeArzt,in KrankenhäusernmitmehrerenselbständigenAbteilungenderleitendeAbteilungsarzt,inEinrichtungen ohneleitendenArztderbehandelndeArztverantwortlich,
-
imFalldes§7dieLeitervonMedizinaluntersuchungsämternundsonstigenprivatenoderöffentlichen UntersuchungsstelleneinschließlichderLeitervonArztpraxenmitInfektionserregerdiagnostikund KrankenhauslaboratoriensowieZahnärzteundTierärzte,wennsieaufgrundeinerRechtsverordnung nach§24Absatz2Satz1Nummer2befugtsind,imRahmeneinerLabordiagnostikdendirektenoder indirektenNachweiseinesKrankheitserregerszuführen,
-
imFalleder§§6und7auchdieLeitervonEinrichtungenderpathologisch-anatomischenDiagnostik,
-
imFalledes§6Absatz1Satz1Nr.4undimFalledes§7Absatz1Satz1Nummer38beiTieren,mit denenMenschenKontaktgehabthaben,auchderTierarzt,
-
imFalledes§6Absatz1Satz1Nr.1,2und5undAbsatz3auchAngehörigeeinesanderenHeil-oder Pflegeberufs,derfürdieBerufsausübungoderdieFührungderBerufsbezeichnungeinestaatlichgeregelte AusbildungoderAnerkennungerfordert,
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imFalledes§6Absatz1Satz1Nummer3auchdiefürdieDurchführungderSchutzimpfung verantwortlichePerson;beiSchutzimpfungen,diedurchApothekerfüröffentlicheApothekendurchgeführt werden,anstellederfürdieSchutzimpfungverantwortlichenPersonderLeiterderöffentlichenApotheke,
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imFalldes§6Absatz1Satz1Nummer1,2und5auchdieLeitervondenin§35Absatz1Satz1und§ 36Absatz1genanntenEinrichtungenundUnternehmen,
-
imFalledes§6Absatz1Satz1auchderHeilpraktiker.
(2)DieMeldepflichtbestehtnichtfürPersonendesNot-undRettungsdienstes,wennderPatientunverzüglich ineineärztlichgeleiteteEinrichtunggebrachtwurde.DieMeldepflichtbestehtfürdieinAbsatz1Nr.5bis7 bezeichnetenPersonennur,wenneinArztnichthinzugezogenwurde.
(3)DieMeldepflichtbestehtnicht,wenndemMeldepflichtigeneinNachweisvorliegt,dassdieMeldungbereits erfolgteundanderealsdiebereitsgemeldetenAngabennichterhobenwurden.EineMeldepflichtbesteht ebenfallsnichtfürErkrankungen,beidenenderVerdachtbereitsgemeldetwurdeundanderealsdiebereits gemeldetenAngabennichterhobenwurden.
(4)Absatz1Nr.2giltentsprechendfürPersonen,diedieUntersuchungzumNachweisvonKrankheitserregern außerhalbdesGeltungsbereichsdiesesGesetzesdurchführenlassen.
(5)(weggefallen)
§ 9 Namentliche Meldung
(1)DienamentlicheMeldungdurcheinederin§8Absatz1Nummer1und4bis8genanntenPersonenmuss, soweitvorliegend,folgendeAngabenenthalten:
- zurbetroffenenPersonundimFalldes§6Absatz3auchzuPersonen,dievoneinerKolonisationbetroffen sind,diemitdennosokomialenInfektionenwahrscheinlichodervermutlichineinemepidemischen Zusammenhangsteht:
a) NameundVorname,
b) Geschlecht,
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c) Geburtsdatum,
d) AnschriftderHauptwohnungoderdesgewöhnlichenAufenthaltsortesund,fallsabweichend: AnschriftdesderzeitigenAufenthaltsortes,
e) weitereKontaktdaten,
f) TätigkeitinEinrichtungenundUnternehmennach§23Absatz3Satz1odernach§35Absatz 1Satz1oder§36Absatz1oderAbsatz2mitNamen,AnschriftundweiterenKontaktdatender EinrichtungoderdesUnternehmens,
g) Tätigkeitnach§42Absatz1beiakuterGastroenteritis,beiakuterVirushepatitis,beiTyphus abdominalisoderParatyphusundbeiCholeramitNamen,AnschriftundweiterenKontaktdatender EinrichtungoderdesUnternehmens,
h) BetreuungoderUnterbringunginoderdurchEinrichtungenoderUnternehmennach§23Absatz 5Satz1oder§35Absatz1Satz1oder§36Absatz1oderAbsatz2mitName,Anschriftund weiterenKontaktdatenderEinrichtungenoderUnternehmensowiederArtderEinrichtungoder desUnternehmens,
i) DiagnoseoderVerdachtsdiagnose,
j) TagderErkrankung,TagderDiagnose,gegebenenfallsTagdesTodesundwahrscheinlicher ZeitpunktoderZeitraumderInfektion,
k) wahrscheinlicherInfektionsweg,einschließlichUmfeld,indemdieÜbertragungwahrscheinlich stattgefundenhat,mitName,AnschriftundweiterenKontaktdatenderInfektionsquelleund wahrscheinlichesInfektionsrisiko,
l) inDeutschland:LandkreisoderkreisfreieStadt,indemoderinderdieInfektionwahrscheinlich erworbenwordenist,ansonstenStaat,indemdieInfektionwahrscheinlicherworbenwordenist,
m) beiTuberkulose,HepatitisBundHepatitisC:Geburtsstaat,Staatsangehörigkeitund gegebenenfallsJahrderEinreisenachDeutschland,
n) beiCoronavirus-Krankheit-2019(COVID-19):AngabenzumBehandlungsergebnisundzum SerostatusinBezugaufdieseKrankheit,
o) Überweisung,AufnahmeundEntlassungauseinerEinrichtungnach§23Absatz5Satz1, gegebenenfallsintensivmedizinischeBehandlungundderenDauer,
p) SpenderfüreineBlut-,Organ-,Gewebe-oderZellspendeindenletztensechsMonaten,
q) beiimpfpräventablenKrankheitenAngabenzumdiesbezüglichenImpfstatus,
r) Zugehörigkeitzudenin§54aAbsatz1Nummer1bis5genanntenPersonengruppen,
-
Name,AnschriftundweitereKontaktdatenderUntersuchungsstelle,diemitderErregerdiagnostik beauftragtist,
-
Name,AnschriftundweitereKontaktdatensowiedielebenslangeArztnummer(LANR)unddie Betriebsstättennummer(BSNR)desMeldendenund
-
beieinerMeldungnach§6Absatz1Satz1Nummer3dieAngabenzurSchutzimpfungnach§22Absatz2.
(2)DienamentlicheMeldungdurcheinein§8Absatz1Nummer2und3genanntePersonmuss,soweit vorliegend,folgendeAngabenenthalten:
- zurbetroffenenPerson:
a) NameundVorname,
b) Geschlecht,
c) Geburtsdatum,
d) AnschriftderHauptwohnungoderdesgewöhnlichenAufenthaltsortesund,fallsabweichend: AnschriftdesderzeitigenAufenthaltsortes,
e) weitereKontaktdaten,
f) ArtdesUntersuchungsmaterials,
g) EntnahmedatumoderEingangsdatumdesUntersuchungsmaterials,
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h) Nachweismethode,
i) Untersuchungsbefund,einschließlichTypisierungsergebnissen,und
j) erkennbareZugehörigkeitzueinerErkrankungshäufung,
k) beiPlasmodiumspp.:AngabenzueinerzumwahrscheinlichenZeitpunktderInfektionerfolgten MaßnahmederspezifischenProphylaxe,
-
Name,AnschriftundweitereKontaktdatendesEinsendersund
-
Name,AnschriftundweitereKontaktdatensowiedielebenslangeArztnummer(LANR)unddie Betriebsstättennummer(BSNR)desMeldendensowieZuordnungsmerkmalefürweitereUntersuchungen.
DerEinsenderhatdenMeldendenbeidessenAngabennachSatz1zuunterstützenunddieseAngaben gegebenenfallszuvervollständigen.BeieinerUntersuchungaufHepatitisChatderEinsenderdemMeldenden mitzuteilen,obihmeinechronischeHepatitisCbeiderbetroffenenPersonbekanntist.
(3)DienamentlicheMeldungmussunverzüglicherfolgenunddemzuständigenGesundheitsamtnachAbsatz 4spätestens24Stunden,nachdemderMeldendeKenntniserlangthat,vorliegen.EineMeldungdarfwegen einzelnerfehlenderAngabennichtverzögertwerden.DieNachmeldungoderKorrekturvonAngabenhat unverzüglichnachderenVorliegenandasGesundheitsamtzuerfolgen,dasdieursprünglicheMeldung erhaltenhat.DasGesundheitsamtistbefugt,vondemMeldendenAuskunftüberAngabenzuverlangen,die dieMeldungzuenthaltenhat.DerMeldendehatdemGesundheitsamtunverzüglichanzugeben,wennsicheine Verdachtsmeldungnichtbestätigthat.
(4)MeldungennachdenAbsätzen1und2habenandasGesundheitsamtzuerfolgen,indessenBezirksich diebetroffenePersonderzeitigaufhältoderzuletztaufhielt.SoferndiebetroffenePersonineinerEinrichtung gemäßAbsatz1Nummer1Buchstabehbetreutoderuntergebrachtist,habenMeldungennachAbsatz1an dasGesundheitsamtzuerfolgen,indessenBezirksichdieEinrichtungbefindet.AbweichendvonSatz1haben MeldungennachAbsatz2andasGesundheitsamtzuerfolgen,indessenBezirkdieEinsenderihrenSitzhaben, wenndenEinsendernkeineAngabenzumAufenthaltderbetroffenenPersonvorliegen.
(5)DieverarbeitetenDatenzumeldepflichtigenKrankheitenundNachweisenvonKrankheitserregernwerden jeweilsfallbezogenmitdenDatenderzudiesemFallgeführtenErmittlungenundgetroffenenMaßnahmensowie mitdendarausgewonnenenErkenntnissenauchandasGesundheitsamtübermittelt,
-
indessenBezirkdiebetroffenePersonihreHauptwohnunghatoderzuletzthatteoder
-
indessenBezirksichdiebetroffenePersongewöhnlichaufhält,fallseinHauptwohnsitznichtfeststellbar istoderfallsdiebetroffenePersonsichdortgewöhnlichnichtaufhält.
(6)DieverarbeitetenDatenzumeldepflichtigenKrankheitenundNachweisenvonKrankheitserregernwerden jeweilsfallbezogenmitdenDatenderzudiesemFallgeführtenErmittlungenundgetroffenenMaßnahmensowie mitdendarausgewonnenenErkenntnissenauchandiezuständigenStellenderBundeswehrübermittelt,sofern diebetroffenePersoneinerPersonengruppeimSinnedes§54aAbsatz1Nummer1bis5angehört.
§ 10 Nichtnamentliche Meldung
(1)(weggefallen)
(2)DienichtnamentlicheMeldungnach§7Absatz3Satz1mussinnerhalbvonzweiWochen,nachdemder MeldendeKenntniserlangthat,andasRobertKoch-Instituterfolgen.DasRobertKoch-Institutbestimmtdie technischenÜbermittlungsstandards.DieMeldungmussfolgendeAngabenenthalten:
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indenFällendes§7Absatz3Satz1Nummer2einefallbezogenePseudonymisierung,
-
GeschlechtderbetroffenenPerson,
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MonatundJahrderGeburtderbetroffenenPerson,
-
dieerstendreiZiffernderPostleitzahlderHauptwohnungoderdesgewöhnlichenAufenthaltsortes,
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UntersuchungsbefundeinschließlichTypisierungsergebnissen,
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MonatundJahrderDiagnose,
-
ArtdesUntersuchungsmaterials,
-
Nachweismethode,
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-
wahrscheinlicherInfektionswegundwahrscheinlichesInfektionsrisiko,
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Staat,indemdieInfektionwahrscheinlicherfolgtist,
-
beiTreponemapallidum,HIVundNeisseriagonorrhoeaeAngabenzueinerzumwahrscheinlichen ZeitpunktderInfektionerfolgtenMaßnahmederspezifischenProphylaxeundbeiNeisseriagonorrhoeae AngabenzueinervorliegendenvermindertenEmpfindlichkeitgegenüberAzithromycin,Cefiximoder Ceftriaxon,
-
Name,AnschriftundweitereKontaktdatendesEinsendersund
-
Name,AnschriftundweitereKontaktdatendesMeldenden.
DerEinsenderhatdenMeldendenbeidenAngabennachSatz3zuunterstützenunddieseAngaben gegebenenfallszuvervollständigen.§9Absatz3Satz2bis4giltentsprechend.
(3)DienichtnamentlicheMeldungnach§7Absatz4Satz1mussspätestens24Stunden,nachdemderMeldende KenntnisvondemUntersuchungsergebniserlangthat,andasRobertKoch-Instituterfolgen.DieMeldungmuss folgendeAngabenenthalten:
-
GeschlechtderbetroffenenPerson,
-
MonatundJahrderGeburtderbetroffenenPerson,
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dieerstendreiZiffernderPostleitzahlderHauptwohnungoderdesgewöhnlichenAufenthaltsortesder betroffenenPerson,
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UntersuchungsbefundeinschließlichTypisierungsergebnissen,
-
ArtdesUntersuchungsmaterials,
-
Name,AnschriftundweitereKontaktdatendesMeldenden,
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GrundderUntersuchung.
(4)DiefallbezogenePseudonymisierungnachAbsatz2Satz3Nummer1bestehtausdemdrittenBuchstaben deserstenVornamensinVerbindungmitderAnzahlderBuchstabendeserstenVornamenssowiedemdritten BuchstabendeserstenNachnamensinVerbindungmitderAnzahlderBuchstabendeserstenNachnamens.Bei DoppelnamenwirdjeweilsnurderersteTeildesNamensberücksichtigt;UmlautewerdeninzweiBuchstaben dargestellt.Namenszusätzebleibenunberücksichtigt.§14Absatz3bleibtunberührt.AngabennachdenSätzen 1bis3unddieAngabenzumMonatderGeburtdürfenvomRobertKoch-InstitutlediglichzuderPrüfung,ob verschiedeneMeldungensichaufdenselbenFallbeziehen,verarbeitetwerden.Siesindzulöschen,sobaldnicht mehrzuerwartenist,dassdiedamitbewirkteEinschränkungderPrüfungnachSatz5einenichtunerhebliche VerfälschungderausdenMeldungenzugewinnendenepidemiologischenBeurteilungbewirkt.
§ 11 Übermittlung an die zuständige Landesbehörde und an das Robert Koch-Institut
(1)DieverarbeitetenDatenzumeldepflichtigenKrankheitenundNachweisenvonKrankheitserregernwerden anhandderFalldefinitionennachAbsatz2bewertetundspätestensamfolgendenArbeitstagdurchdasnach Absatz3zuständigeGesundheitsamtvervollständigt,gegebenenfallsausverschiedenenMeldungenzumselben FallzusammengeführtundderzuständigenLandesbehördesowievondortspätestensamfolgendenArbeitstag demRobertKoch-InstitutmitfolgendenAngabenübermittelt:
- zurbetroffenenPerson:
a) Geschlecht,
b) MonatundJahrderGeburt,
c) TagderVerdachtsmeldung,Angabe,wennsicheinVerdachtnichtbestätigthat,Tagder Erkrankung,TagderDiagnose,gegebenenfallsTagdesTodesundwahrscheinlicherZeitpunktoder ZeitraumderInfektion,
d) Untersuchungsbefund,einschließlichTypisierungsergebnissen,
e) wahrscheinlicherInfektionsweg,einschließlichUmfeld,indemdieÜbertragungwahrscheinlich stattgefundenhat;wahrscheinlichesInfektionsrisiko,Impf-undSerostatusunderkennbare ZugehörigkeitzueinerErkrankungshäufung,
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f) gegebenenfallsInformationenzurArtderEinrichtungbeiTätigkeit,BetreuungoderUnterbringung inEinrichtungenundUnternehmennach§23Absatz3Satz1,Absatz5Satz1oder§35Absatz1 Satz1oder§36Absatz1oderAbsatz2,
g) inDeutschland:GemeindemitzugehörigemamtlichemachtstelligemGemeindeschlüssel,in derdieInfektionwahrscheinlicherfolgtist,ansonstenStaat,indemdieInfektionwahrscheinlich erfolgtist,
h) beireiseassoziierterLegionellose:NameundAnschriftderUnterkunft,
i) beiTuberkulose,HepatitisBundHepatitisC:Geburtsstaat,Staatsangehörigkeitund gegebenenfallsJahrderEinreisenachDeutschland,
j) beiCoronavirus-Krankheit-2019(COVID-19):durchgeführteMaßnahmennachdem5.Abschnitt; gegebenenfallsBehandlungsergebnisundAngabenzurAnzahlderKontaktpersonen,undjeweils zudiesenAngabenzuMonatundJahrderGeburt,Geschlecht,zuständigemGesundheitsamt, BeginnundEndederAbsonderungunddarüber,obbeidieseneineInfektionnachgewiesenwurde,
k) Überweisung,AufnahmeundEntlassungauseinerEinrichtungnach§23Absatz5Satz1, gegebenenfallsintensivmedizinischeBehandlungundderenDauer,
l) Zugehörigkeitzudenin§54aAbsatz1Nummer1bis5genanntenPersonengruppen,
m) GemeindemitzugehörigemamtlichemachtstelligemGemeindeschlüsselderHauptwohnungoder desgewöhnlichenAufenthaltsortesund,fallsabweichend,desderzeitigenAufenthaltsortes,
n) beiPlasmodiumspp.:AngabenzueinerzumwahrscheinlichenZeitpunktderInfektionerfolgten MaßnahmederspezifischenProphylaxe,
-
zuständigeGesundheitsämteroderzuständigeStellennach§54aund
-
DatumderMeldung.
IndenFällenderMeldungnach§6Absatz3Satz1sindnurdieAngabennachSatz1Nummer2und3sowie zudenaufgetretenennosokomialenInfektionenunddendamitzusammenhängendenKolonisationenjeweils nurdieAngabennachSatz1Nummer1Buchstabeabiseerforderlich.FürdieÜbermittlungenvonden zuständigenLandesbehördenandasRobertKoch-InstitutbestimmtdasRobertKoch-Institutdietechnischen Übermittlungsstandards.FrühereÜbermittlungensindgegebenenfallszuberichtigenundzuergänzen,insoweit geltendieSätze1bis3entsprechend.
(2)DasRobertKoch-InstituterstelltentsprechenddenjeweiligenepidemiologischenErfordernissendie FalldefinitionenfürdieBewertungvonVerdachts-,Erkrankungs-oderTodesfällenundNachweisenvon Krankheitserregernundschreibtsiefort.
(3)FürdieVervollständigung,ZusammenführungundÜbermittlungderDatennachAbsatz1istdas Gesundheitsamtzuständig,indessenBezirkdiebetroffenePersonihreHauptwohnunghatoderzuletzthatte. FallseinHauptwohnsitznichtfeststellbaristoderdiebetroffenePersonsichdortgewöhnlichnichtaufhält,so istdasGesundheitsamtzuständig,indessenBezirksichdiebetroffenePersongewöhnlichaufhält.Fallsein solcherAufenthaltsortnichtfeststellbaristoderindenFällenderMeldungnach§6Absatz3Satz1istdas Gesundheitsamtzuständig,welchesdieDatenerstmalsverarbeitethat.DasnachdenSätzen1bis3zuständige GesundheitsamtkanndieseZuständigkeitaneinanderesGesundheitsamtmitdessenZustimmungabgeben, insbesonderewennschwerpunktmäßigimZuständigkeitsbereichdesanderenGesundheitsamtesweitere Ermittlungennach§25Absatz1angestelltwerdenmüssen.
(4)Einennach§6Absatz1Satz1Nummer3gemeldetenVerdachteinerüberdasüblicheAusmaßeiner ImpfreaktionhinausgehendengesundheitlichenSchädigungübermitteltdasGesundheitsamtunverzüglich derzuständigenLandesbehörde.DasGesundheitsamtübermitteltallenotwendigenAngaben,sofernesdiese Angabenermittelnkann,wieBezeichnungdesProduktes,NameoderFirmadespharmazeutischenUnternehmers, dieChargenbezeichnung,denZeitpunktderImpfungunddenBeginnderErkrankung.ÜberdiebetroffenePerson sindausschließlichdasGeburtsdatum,dasGeschlechtsowiederersteBuchstabedeserstenVornamensund derersteBuchstabedeserstenNachnamensanzugeben.DiezuständigeBehördeübermitteltdieAngaben unverzüglichdemPaul-Ehrlich-Institut.DiepersonenbezogenenDatensindzupseudonymisieren.
§ 12 Übermittlungen und Mitteilungen auf Grund völker- und unionsrechtlicher Vorschriften
(1)ImHinblickaufeineübertragbareKrankheit,dienachAnlage2derInternationalenGesundheitsvorschriften (2005)vom23.Mai2005(BGBl.2007IIS.930,932)einegesundheitlicheNotlagevoninternationalerTragweite
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imSinnevonArtikel1Absatz1derInternationalenGesundheitsvorschriften(2005)darstellenkönnte,übermittelt diezuständigeBehördederzuständigenLandesbehördeunverzüglichfolgendeAngaben:
-
dasAuftretenderübertragbarenKrankheit,Tatsachen,dieaufdasAuftretenderübertragbarenKrankheit hinweisen,oderTatsachen,diezumAuftretenderübertragbarenKrankheitführenkönnen,
-
diegetroffenenMaßnahmenund
-
sonstigeInformationen,diefürdieBewertungderTatsachenundfürdieVerhütungundBekämpfungder übertragbarenKrankheitvonBedeutungsind.
DiezuständigeBehördedarfimRahmendieserVorschriftdiefolgendenpersonenbezogenenDatenübermitteln
- zurbetroffenenPerson:
a) denNamenundVornamen,
b) TagderGeburtund
c) AnschriftderHauptwohnungoderdesgewöhnlichenAufenthaltsortesund
- denNamendesMeldenden.
DiezuständigeLandesbehördeübermitteltdieindenSätzen1und2genanntenAngabenunverzüglich demRobertKoch-Institut.DarüberhinausübermitteltdiezuständigeLandesbehördedemRobertKoch- InstitutaufdessenAnforderungunverzüglichalleihrvorliegendenInformationen,diefürMitteilungenan dieWeltgesundheitsorganisationimSinnederArtikel6bis12und19BuchstabecderInternationalen Gesundheitsvorschriften(2005)erforderlichsind.FürdieÜbermittlungenvondenzuständigenLandesbehörden andasRobertKoch-InstitutkanndasRobertKoch-InstitutdietechnischenÜbermittlungsstandards bestimmen.DasRobertKoch-InstitutbewertetdieihmübermitteltenAngabennachderAnlage2der InternationalenGesundheitsvorschriften(2005)undnimmtdieAufgabennach§4Absatz1Nummer1desIGV- Durchführungsgesetzeswahr.
(2)ImHinblickaufGefahrenbiologischenoderunbekanntenUrsprungsnachArtikel2Absatz1Buchstabe aoderdderVerordnung(EU)2022/2371desEuropäischenParlamentsunddesRatesvom23.November 2022zuschwerwiegendengrenzüberschreitendenGesundheitsgefahrenundzurAufhebungdesBeschlusses Nr.1082/2013/EU(ABl.L314vom6.12.2022,S.26)übermitteltdiezuständigeBehördederzuständigen LandesbehördeunverzüglichalleAngaben,diefürÜbermittlungennachdenArtikeln13,14und17bis19 derVerordnung(EU)2022/2371erforderlichsind.DiezuständigeLandesbehördeübermitteltdieseAngaben unverzüglichdemRobertKoch-Institut.FürdieÜbermittlungandasRobertKoch-InstitutkanndasRobertKoch- InstitutdietechnischenÜbermittlungsstandardsbestimmen.DasRobertKoch-InstitutistindeminSatz1 genanntenBereichderGefahrenbiologischenoderunbekanntenUrsprungsdiezuständigenationaleBehördeim SinnederArtikel13und18bis20derVerordnung(EU)2022/2371.
(3)AbweichungenvondenRegelungendesVerwaltungsverfahrensinAbsatz1Satz1bis5undAbsatz2Satz1 bis3durchLandesrechtsindausgeschlossen.
§ 12a (weggefallen)
§ 13 Weitere Formen der epidemiologischen Überwachung; Verordnungsermächtigung
(1)ZurÜberwachungübertragbarerKrankheitenkönnenderBundunddieLänderweitereFormender epidemiologischenÜberwachungdurchführen.BeiErhebungendesBundesistdenjeweilszuständigen LandesbehördenGelegenheitzugeben,sichzubeteiligen.DasBundesministeriumfürGesundheitkannim BenehmenmitdenjeweilszuständigenoberstenLandesgesundheitsbehördenfestlegen,welcheKrankheitenund KrankheitserregerdurchErhebungennachSatz1überwachtwerden.
(2)DasRobertKoch-InstitutunddieLänderkönnenzurÜberwachungübertragbarerKrankheitenSentinel- ErhebungenundinsbesondereTestungenundBefragungenbeibestimmtenPersonengruppenmitEinwilligungder jeweilsbetroffenenPersonsowieTestungenanbestimmtenWasserprobeninbestimmtenGebietskörperschaften durchführen.DieErhebungennachSatz1könneninZusammenarbeitmitausgewähltenEinrichtungender GesundheitsvorsorgeundgesundheitlichensowiepflegerischenVersorgungzuPersonenstattfinden,diediese EinrichtungenunabhängigvonderSentinel-ErhebunginAnspruchnehmen.DieErhebungennachSatz1können auchüberanonymeunverknüpfbareTestungenanRestblutprobenoderanderemgeeignetenMaterialerfolgen. Sentinel-ErhebungenanAbwasserprobenkönneninZusammenarbeitmitausgewähltenEinrichtungender Abwasserbeseitigungund-analytikstattfinden.WerdenpersonenbezogeneDatenverwendet,diebereitsbei derVorsorgeoderVersorgungerhobenwurden,sinddiesezuanonymisieren.Daten,dieeineIdentifizierung
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derindieErhebungeneinbezogenenPersonenerlauben,dürfennichterhobenwerden.DasBundesministerium fürGesundheitwirdermächtigt,durchRechtsverordnungohneZustimmungdesBundesratesfestzulegen, dassundaufwelcheWeisebestimmteindenSätzen2und4genannteEinrichtungenverpflichtetsind,an denSentinel-Erhebungenmitzuwirken.DieRechtsverordnungnachSatz7bedarfdesEinvernehmensmitdem BundesministeriumfürUmwelt,Naturschutz,nukleareSicherheitundVerbraucherschutz,soweitSentinel- ErhebungennachSatz4betroffensind.
(3)FürZweckeweitererUntersuchungenundderVerwahrungkönnendiein§23Absatz3Satz1 genanntenEinrichtungensowieLaboratorienUntersuchungsmaterialundIsolatevonKrankheitserregern anbestimmteEinrichtungenderSpezialdiagnostikabliefern,insbesondereannationaleReferenzzentren, anKonsiliarlaboratorien,andasRobertKoch-InstitutundanfachlichunabhängigeLandeslaboratorien.Die EinrichtungenderSpezialdiagnostikkönnenUntersuchungsmaterialundIsolatevonKrankheitserregernfürden gleichenZweckuntereinanderabliefern.GemeinsammitdemabgeliefertenMaterialkönnenpseudonymisierte Falldatenübermitteltwerden.DieErgebnissederUntersuchungenkönnenandieablieferndenEinrichtungen übermitteltwerdensowiepseudonymisierteinemnach§7gemeldetenFallzugeordnetwerden.Eine WiederherstellungdesPersonenbezugsderübermitteltenpseudonymisiertenDatenistfürdieEinrichtungen derSpezialdiagnostikauszuschließen.EnthältdasUntersuchungsmaterialhumangenetischeBestandteile,sind angemesseneMaßnahmenzutreffen,dieeineIdentifizierungbetroffenerPersonenverhindern.Humangenetische AnalysendesUntersuchungsmaterialssindverboten.DasBundesministeriumfürGesundheitwirdermächtigt, durchRechtsverordnungohneZustimmungdesBundesratesfestzulegen,dassdieTrägerderin§8Absatz 1Nummer2und3genanntenEinrichtungensowieEinrichtungendesöffentlichenGesundheitsdienstes, indenenUntersuchungsmaterialundIsolatevonKrankheitserregernuntersuchtwerden,verpflichtetsind, UntersuchungsmaterialundIsolatevonKrankheitserregernzumZweckeweitererUntersuchungenundder VerwahrunganbestimmteEinrichtungenderSpezialdiagnostikabzuliefern(molekulareundvirologische Surveillance).DieSätze3bis7geltenentsprechend.InderRechtsverordnungnachSatz8kanninsbesondere bestimmtwerden,
-
inwelchenFällendieAblieferungzuerfolgenhat,
-
welcheVerfahrenbeiderBildungderPseudonymisierungnachSatz3undbeidenMaßnahmennachSatz 6anzuwendensind,
-
dassAngabenzuArtundHerkunftdesUntersuchungsmaterialssowiezuZeitpunktundUmständender Probennahmezuübermittelnsindund
-
inwelchemVerfahrenundinwelcherHöhediedurchdieAblieferungspflichtentstehendenKostenfürdie Vorbereitung,dieVerpackungunddenVersandderProbenerstattetwerdenundwelcherKostenträger dieseKostenübernimmt.
DieLänderkönnenzusätzlicheMaßnahmendermolekularenundvirologischenSurveillancetreffen.
(4)FürZweckederÜberwachungderVerbreitungvonKrankheitserregern,insbesonderesolchermitResistenzen, undderentsprechendenTherapie-undBekämpfungsmaßnahmenkönnendieinAbsatz3Satz1genannten EinrichtungenuntereinanderpseudonymisierteFalldatenübermitteln.DasBundesministeriumfürGesundheit wirdermächtigt,durchRechtsverordnungohneZustimmungdesBundesratesfestzulegen,dassbestimmtein Absatz3Satz1genannteEinrichtungenverpflichtetsind,demRobertKoch-InstitutinpseudonymisierterForm einzelfallbezogenfolgendeAngabenzuübermitteln:
-
AngabenübervonihnenuntersuchteProbeninBezugaufbestimmteKrankheitserreger (Krankheitserregersurveillance)oder
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AngabenüberdasgemeinsameVorliegenvonverschiedenenKrankheitszeichen(syndromische Surveillance).
InderRechtsverordnungkanninsbesonderebestimmtwerden,
-
welcheAngabeninnerhalbwelcherFristenzuübermittelnsind,
-
welcheVerfahrenbeiderBildungderPseudonymisierunganzuwendensindund
-
inwelchemVerfahrenundinwelcherHöhediedurchdieÜbermittlungspflichtentstehendenKosten erstattetwerdenundwerdieseKostenträgt.
EineWiederherstellungdesPersonenbezugsdernachSatz1oderderaufGrundderRechtsverordnungnachSatz 2übermitteltenpseudonymisiertenDatenistfürdenjeweiligenEmpfängerderDatenauszuschließen.
(5)DieKassenärztlichenVereinigungenund,soweitdieAngabenbeiihnenvorliegen,diefürdieDurchführung vonSchutzimpfungenverantwortlichenEinrichtungenundPersonenhabenfürZweckederFeststellungder
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InanspruchnahmevonSchutzimpfungenundvonImpfeffekten(Impfsurveillance)demRobertKoch-Institutund fürZweckederÜberwachungderSicherheitvonImpfstoffen(Pharmakovigilanz)demPaul-Ehrlich-Institutinvon diesenfestgelegtenZeitabständenfolgendeAngabenzuübermitteln:
-
Patienten-Pseudonym,
-
Geburtsmonatund-jahr,
-
Geschlecht,
-
fünfstelligePostleitzahlundLandkreisdesPatienten,
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LandkreisdesbehandelndenArztesoderderfürdieSchutzimpfungverantwortlichenEinrichtungoder Person,
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FachrichtungdesbehandelndenArztes,
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DatumderSchutzimpfung,derVorsorgeuntersuchung,desArzt-Patienten-KontaktesundQuartalder Diagnose,
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antigenspezifischeDokumentationsnummerderSchutzimpfung,beiVorsorgeuntersuchungendieLeistung nachdemeinheitlichenBewertungsmaßstab,
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DiagnosecodenachderInternationalenstatistischenKlassifikationderKrankheitenundverwandter Gesundheitsprobleme(ICD),DiagnosesicherheitundDiagnosetypimSinneeinerAkut-oder Dauerdiagnose,
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beiSchutzimpfungengegenSevere-Acute-Respiratory-Syndrome-Coronavirus-2(SARS-CoV-2)zusätzlich dieimpfstoffspezifischeDokumentationsnummer,dieChargennummer,dieIndikationsowiediegenaue StellungderImpfunginderImpfserie.
DieKassenärztlichenVereinigungenunddiezurDurchführungvonSchutzimpfungenverantwortlichen EinrichtungenundPersonendürfenpersonenbezogeneDatenverarbeiten,soweiteserforderlichist,um ihreVerpflichtungnachSatz1zuerfüllen.DasBundesministeriumfürGesundheitwirdermächtigt,durch RechtsverordnungohneZustimmungdesBundesratesFolgendesfestzulegen:
-
dasNäherezumVerfahrenderÜbermittlungderAngabennachSatz1,
-
AusnahmenzudennachSatz1zuübermittelndenAngaben.
DasRobertKoch-InstitutbestimmtdietechnischenÜbermittlungsstandardsfürdieimRahmender ImpfsurveillanceundderPharmakovigilanzzuübermittelndenDatensowiedasVerfahrenzurBildungdes Patienten-PseudonymsnachSatz1Nummer1.EineWiederherstellungdesPersonenbezugsderübermittelten pseudonymisiertenDatenistfürdasRobertKoch-InstitutunddasPaul-Ehrlich-Institutauszuschließen.
(6)(weggefallen)
(7)FürZweckederFeststellungderAuslastungderKrankenhauskapazitäten(Krankenhauskapazitätssurveillance) sindKrankenhäuserverpflichtet,folgendeAngabenandasRobertKoch-Institutzuübermitteln:
-
nachMaßgabederRechtsverordnungnachSatz4diefürdieErmittlungdernichtintensivmedizinischen somatischenBehandlungskapazitätenerforderlichenAngaben,
-
soferndasKrankenhausintensivmedizinischeBehandlungskapazitätenvorhält,nachMaßgabeder RechtsverordnungnachSatz4diefürdieErmittlungderintensivmedizinischenBehandlungskapazitäten erforderlichenAngabenund
-
soferndasKrankenhauseineNotaufnahmevorhält,nachMaßgabederRechtsverordnungnachSatz4die fürdieErmittlungdersomatischenBehandlungskapazitätenderNotaufnahmeerforderlichenAngaben.
DieÜbermittlungnachSatz1Nummer1und3hatüberdaselektronischeMelde-undInformationssystemnach §14zuerfolgen.DieÜbermittlungnachSatz1Nummer2hatandasvomRobertKoch-InstitutgeführteDIVI IntensivRegisterzuerfolgen.DasBundesministeriumfürGesundheitwirdermächtigt,durchRechtsverordnung ohneZustimmungdesBundesratesFolgendesfestzulegen:
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diefürdieErmittlungdernichtintensivmedizinischensomatischenBehandlungskapazitätenerforderlichen Angaben,
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diefürdieErmittlungderintensivmedizinischenBehandlungskapazitätenerforderlichenAngaben,
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diefürdieErmittlungdersomatischenBehandlungskapazitätenderNotaufnahmeerforderlichenAngaben,
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wieoftKrankenhäuserverpflichtetsind,ÜbermittlungennachSatz1vorzunehmen,und
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- einvondenSätzen2und3abweichendesVerfahrenderÜbermittlung.
§ 14 Elektronisches Melde- und Informationssystem; Verordnungsermächtigung
(1)FürdieErfüllungderAufgabennachMaßgabederZweckediesesGesetzesrichtetdasRobertKoch-Institut nachWeisungdesBundesministeriumsfürGesundheitundnachMaßgabedertechnischenMöglichkeiten einelektronischesMelde-undInformationssystemein.DasRobertKoch-InstitutistderVerantwortliche imSinnedesDatenschutzrechts.DasRobertKoch-InstitutkanneinenIT-Dienstleistermitdertechnischen Umsetzungbeauftragen.DaselektronischeMelde-undInformationssystemnutztgeeigneteDiensteder TelematikinfrastrukturnachdemFünftenBuchSozialgesetzbuch,sobalddiesezurVerfügungstehen.Die GesellschaftfürTelematiknach§306Absatz1Satz3desFünftenBuchesSozialgesetzbuchunterstütztdas RobertKoch-InstitutbeiderEntwicklungunddemBetriebdeselektronischenMelde-undInformationssystems. BeiderGesellschaftfürTelematikunmittelbarfürdieErfüllungderAufgabenachSatz5entstehendeKosten werdenvomRobertKoch-Institutgetragen.DasRobertKoch-InstitutlegtdieEinzelheitenderKostenerstattung imEinvernehmenmitderGesellschaftfürTelematikfest.FürdieZusammenarbeitvonBundundLändernbeider UmsetzungdeselektronischenMelde-undInformationssystemslegteingemeinsamerPlanungsratLeitlinienfest. SoferneineNutzungspflichtfürdaselektronischeMelde-undInformationssystembesteht,istdenAnwendern mindestenseinekostenloseSoftware-Lösungbereitzustellen.
(2)ImelektronischenMelde-undInformationssystemkönneninsbesonderefolgendeDatenfallbezogen verarbeitetwerden:
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dieDaten,dienachden§§6,7,34,35Absatz4und§36erhobenwordensind,
-
dieDaten,diebeidenMeldungennachdemIGV-DurchführungsgesetzundimRahmender§§4und12 erhobenwordensind,
-
dieDaten,dieimRahmenderepidemiologischenÜberwachungnach§13erhobenwordensind,
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dieimVerfahrenzuständigenBehördenundAnsprechpartner,
-
dieDatenüberdievondenzuständigenBehördennachden§§25bis32geführtenErmittlungen, getroffenenMaßnahmenunddiedarausgewonnenenErkenntnisseund
-
sonstigeInformationen,diefürdieBewertung,VerhütungundBekämpfungderübertragbarenKrankheit vonBedeutungsind.
(3)ImelektronischenMelde-undInformationssystemwerdendieverarbeitetenDaten,diezumelde-und benachrichtigungspflichtigenTatbeständennachden§§6,7,34,35Absatz4und§36erhobenwordensind, jeweilsfallbezogenmitdenDatenderzudiesemFallgeführtenErmittlungen,getroffenenMaßnahmenundden darausgewonnenenErkenntnissenautomatisiert
-
pseudonymisiert,
-
denzuständigenBehördenübermitteltmitderMöglichkeit,dasssiedieseDatenimRahmenihrer jeweiligenZuständigkeitverarbeitenkönnen,
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gegebenenfallsgemäßdenFalldefinitionennach§11Absatz2bewertetund
-
gemeinsammitdenDatennachdenNummern1bis3nacheinerkrankheitsspezifischenDauergelöscht, esseidenn,eshandeltsichumepidemiologischeDaten,dienachden§§11und12übermitteltwurden.
(4)ImelektronischenMelde-undInformationssystemkönnendieverarbeitetenDaten,diezumelde-und benachrichtigungspflichtigenTatbeständennachden§§6,7,34,35Absatz4und§36erhobenwordensind, daraufhinautomatisiertüberprüftwerden,obsichdieseDatenaufdenselbenFallbeziehen.
(5)ImelektronischenMelde-undInformationssystemkönnendieverarbeitetenDatenzumeldepflichtigen KrankheitenundNachweisenvonKrankheitserregernnachden§§6und7undausBenachrichtigungennach den§§34,35Absatz4und§36daraufhinautomatisiertüberprüftwerden,obeseingehäuftesAuftretenvon übertragbarenKrankheitengibt,beideneneinepidemischerZusammenhangwahrscheinlichist.
(6)DerZugriffaufgespeicherteDatenistnurimgesetzlichbestimmtenUmfangzulässig,soferndieKenntnisder DatenzurErfüllungdergesetzlichenAufgabenderbeteiligtenBehördenerforderlichist.EineWiederherstellung desPersonenbezugsbeipseudonymisiertenDatenistnurzulässig,soferndieseDatenaufderGrundlageeines GesetzesderbeteiligtenBehördeübermitteltwerdendürfen.Eswirdgewährleistet,dassauchimBereichder VerschlüsselungstechnikundderAuthentifizierungorganisatorischeunddemjeweiligenStandderTechnik
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entsprechendeMaßnahmengetroffenwerden,umdenDatenschutzunddieDatensicherheitundinsbesondere dieVertraulichkeitundIntegritätderimelektronischenMelde-undInformationssystemgespeichertenDaten sicherzustellen.UnterdiesenVoraussetzungenkanndieÜbermittlungderDatenauchdurcheineverschlüsselte DatenübertragungüberdasInterneterfolgen.DieKontrollederDurchführungdesDatenschutzesobliegtnach§9 Absatz1desBundesdatenschutzgesetzesausschließlichderoderdemBundesbeauftragtenfürdenDatenschutz unddieInformationsfreiheit.
(7)BiszurEinrichtungdeselektronischenMelde-undInformationssystemskanndasRobertKoch-Institutim EinvernehmenmitdenzuständigenoberstenLandesgesundheitsbehördenzurErprobungfürdiefreiwillig teilnehmendenmeldepflichtigenPersonenundfürdiezuständigenGesundheitsämterAbweichungenvonden VorschriftendesMelde-undÜbermittlungsverfahrenszulassen.
(8)Abdem1.Januar2021habendiezuständigenBehördenderLänderdaselektronischeMelde-und Informationssystemzunutzen.Abdem1.Januar2023müssenMelde-undBenachrichtigungspflichtige ihrerVerpflichtungzurMeldungundBenachrichtigungdurchNutzungdeselektronischenMelde-und Informationssystemsnachkommen.Meldepflichtigenach§8Absatz1Nummer2müssenabweichendvon Satz2ihrerVerpflichtungzurMeldungdesdirektenoderindirektenNachweiseseinerInfektionmitdemin§ 7Absatz1Satz1Nummer44agenanntenKrankheitserregerdurchNutzungdeselektronischenMelde-und Informationssystemsabdem1.Januar2021nachkommen.Meldepflichtigenach§8Absatz1Nummer2müssen abweichendvonSatz2ihrerVerpflichtungzurMeldungdesdirektenoderindirektenNachweiseseinerInfektion mitdensonstigenin§7Absatz1Satz1genanntenKrankheitserregerndurchNutzungdeselektronischenMelde- undInformationssystemsabdem1.Januar2022nachkommen.Meldepflichtigenach§8Absatz1Nummer2 müssenabweichendvonSatz2ihrerVerpflichtungzurMeldungdesdirektenoderindirektenNachweiseseiner Infektionmitdenin§7Absatz3Satz1genanntenKrankheitserregerndurchNutzungdeselektronischenMelde- undInformationssystemsabdem1.April2022nachkommen.Meldepflichtigenach§8Absatz1Nummer1 müssen,sofernsieineinemKrankenhaustätigsind,abweichendvonSatz2ihrerVerpflichtungzurMeldung nach§6inBezugaufdieCoronavirus-Krankheit-2019(COVID-19)durchNutzungdeselektronischenMelde-und Informationssystemsabdem17.September2022nachkommen.Meldepflichtigenach§8Absatz1Nummer7 undBenachrichtigungspflichtigenachden§§35und36müssenabweichendvonSatz2ihrerVerpflichtungzur MeldungundBenachrichtigungdurchNutzungdeselektronischenMelde-undInformationssystemsabdem1. Juli2023nachkommen.DasRobertKoch-InstitutbestimmtdastechnischeFormatderDatenunddastechnische VerfahrenderDatenübermittlung.
(9)DasBundesministeriumfürGesundheitwirdermächtigt,durchRechtsverordnungohneZustimmungdes BundesratesFolgendesfestzulegen:
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inwelchenFällenAusnahmenvonderVerpflichtungzurNutzungdeselektronischenMelde-und InformationssystemsnachAbsatz8Satz1bis5bestehen,
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dieimHinblickaufdieZweckbindungangemessenenFristenfürdieLöschungderimelektronischen Melde-undInformationssystemgespeichertenDaten,
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welchefunktionalenundtechnischenVorgabeneinschließlicheinesSicherheitskonzeptsdem elektronischenMelde-undInformationssystemzugrundeliegenmüssen,
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welchenotwendigenTest-,Authentifizierungs-undZertifizierungsmaßnahmensicherzustellensindund
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welchesVerfahrenbeiderBildungderfallbezogenenPseudonymisierungnachAbsatz3Nummer1 anzuwendenist;hierzukannfestgelegtwerden,dassbeinichtnamentlichenMeldungenanderealsdie in§10Absatz2genanntenAngabenübermitteltwerden,diesofortnachHerstellungderfallbezogenen Pseudonymisierungzulöschensind.
(10)AbweichungenvondenindieserVorschriftgetroffenenRegelungendesVerwaltungsverfahrensdurch Landesrechtsindausgeschlossen.
§ 14a Interoperabilität; Verordnungsermächtigung
(1)DasBundesministeriumfürGesundheitwirdermächtigt,durchRechtsverordnungmitZustimmungdes BundesrateszurFörderungderInteroperabilitätzwischeninformationstechnischenSystemen,vonoffenen StandardsfürinformationstechnischeSystemeundderIntegrationvonSchnittstellenininformationstechnischen SystemenderGesellschaftfürTelematikdieAufgabezuzuweisen,fürnichtausschließlichindieZuständigkeitder LänderfallendeinformationstechnischeSysteme,dieimAnwendungsbereichdiesesGesetzeseingesetztwerden,
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einenBedarfantechnischen,semantischenundsyntaktischenStandards,ProfilenundLeitfädenzu identifizierensowiezupriorisieren,
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technische,semantischeundsyntaktischeStandards,ProfileundLeitfädenzuprüfen,indem gebotenenUmfangselbstzuentwickelnundweiterzuentwickeln,denHerstellernundAnwendernvon informationstechnischenSystemenzuempfehlenundaufderWissensplattformnach§7Absatz1Satz1 derIOP-Governance-Verordnungzuveröffentlichen.
DasBundesministeriumfürGesundheitkanninderRechtsverordnungnachSatz1festlegen,dassEmpfehlungen nachSatz1Nummer2imAnwendungsbereichdiesesGesetzesvonAnwendernvoninformationstechnischen Systemenverbindlichzubeachtensind.AnwenderimSinnevonSatz2sindGesundheitsämterunddie zuständigenLandesbehörden.InderRechtsverordnungnachSatz1istdasNäherezuregelnzu
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denModalitätenderAbstimmungmitdemExpertengremiumnach§4Absatz1derIOP-Governance- Verordnung,
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denweiterenEinzelheitenderWahrnehmungdernachSatz1zugewiesenenAufgabeunddenhierbei anzuwendendenVerfahren.
BeiderGesellschaftfürTelematikunmittelbarfürdieErfüllungdernachSatz1zugewiesenenAufgabe entstehendeKostenwerdenvomRobertKoch-Institutgetragen.DasRobertKoch-InstitutlegtdieEinzelheitender KostenerstattungimEinvernehmenmitderGesellschaftfürTelematikfest.
(2)ZumZweckederFörderungderInteroperabilitätzwischeninformationstechnischenSystemenundvonoffenen StandardsfürinformationstechnischeSystemeundderIntegrationvonSchnittstellenininformationstechnischen SystemensowiezumZweckederOptimierungdesnach§14Absatz1Satz1eingerichtetenelektronischen Melde-undInformationssystemssammelnundkonsolidierendieLänderaufAnforderungdesRobertKoch-Instituts technischeundfunktionaleAnforderungenannach§14Absatz1Satz9bereitzustellendekostenloseSoftware- LösungenundübermittelndieseeinheitlichabgestimmtandasRobertKoch-Institut,soweitdieAnforderungen nichtausschließlichindieZuständigkeitderLänderfallen.
§ 15 Anpassung der Meldepflicht an die epidemische Lage
(1)DasBundesministeriumfürGesundheitwirdermächtigt,durchRechtsverordnungmitZustimmung desBundesratesdieMeldepflichtfürdiein§6aufgeführtenKrankheitenoderdiein§7aufgeführten Krankheitserregeraufzuheben,einzuschränkenoderzuerweiternoderdieMeldepflichtaufandereübertragbare KrankheitenoderKrankheitserregerauszudehnen,soweitdieepidemischeLagedieszulässtodererfordert. WirddieMeldepflichtnachSatz1aufandereübertragbareKrankheitenoderKrankheitserregerausgedehnt, geltendiefürmeldepflichtigeKrankheitennach§6Absatz1Satz1Nummer1undmeldepflichtigeNachweise vonKrankheitserregernnach§7Absatz1Satz1geltendenVorschriftenfürdieseentsprechend.Das BundesministeriumfürGesundheitwirdermächtigt,durchRechtsverordnungohneZustimmungdesBundesrates dieMeldepflichtfürfeststellendePersonenbeiderAnwendungpatientennaherSchnelltestsbeiDritten aufzuheben.
(2)IndringendenFällenkannzumSchutzderBevölkerungdieRechtsverordnungohneZustimmungdes Bundesrateserlassenwerden.EineaufderGrundlagedesSatzes1erlasseneVerordnungtritteinJahrnachihrem InkrafttretenaußerKraft;ihreGeltungsdauerkannmitZustimmungdesBundesratesverlängertwerden.
(3)SolangedasBundesministeriumfürGesundheitvonderErmächtigungnachAbsatz1Satz1keinenGebrauch macht,sinddieLandesregierungenzumErlasseinerRechtsverordnungnachAbsatz1Satz1ermächtigt,sofern dieMeldepflichtnachdiesemGesetzhierdurchnichteingeschränktoderaufgehobenwird.Siekönnendie ErmächtigungdurchRechtsverordnungaufandereStellenübertragen.
§ 15a Durchführung der infektionshygienischen und hygienischen Überwachung
(1)BeiderDurchführungderfolgendeninfektionshygienischenoderhygienischenÜberwachungunterliegen Personen,dieüberTatsachenAuskunftgebenkönnen,diefürdiejeweiligeÜberwachungvonBedeutungsind, deninAbsatz2genanntenPflichtenundhabendiemitderjeweiligenÜberwachungbeauftragtenPersonendiein Absatz3genanntenBefugnisse:
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infektionshygienischeÜberwachungdurchdasGesundheitsamtnach§23Absatz6,
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infektionshygienischeÜberwachungdurchdasGesundheitsamtnach§35Absatz1Satz3und§36Absatz 1und2,
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hygienischeÜberwachungdurchdasGesundheitsamtoderdiesonstzuständigeBehördenach§37Absatz 3und
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infektionshygienischeÜberwachungdurchdiezuständigeBehördenach§41Absatz1Satz2.
(2)Personen,dieüberTatsachenAuskunftgebenkönnen,diefürdieÜberwachungvonBedeutungsind,sind verpflichtet,denmitderÜberwachungbeauftragtenPersonenaufVerlangendieerforderlichenAuskünfte insbesondereüberdenBetriebunddenBetriebsablaufeinschließlichdessenKontrollezuerteilenundUnterlagen einschließlichdestatsächlichenStandesentsprechendetechnischePlänevorzulegen.DerVerpflichtetekann dieAuskunftaufsolcheFragenverweigern,derenBeantwortungihnselbstodereinenderin§52Absatz1der StrafprozessordnungbezeichnetenAngehörigenderGefahraussetzenwürde,wegeneinerStraftatodereiner Ordnungswidrigkeitverfolgtzuwerden;EntsprechendesgiltfürdieVorlagevonUnterlagen.
(3)DiemitderÜberwachungbeauftragtenPersonensind,soweitdieszurErfüllungihrerAufgabenerforderlichist, befugt,
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Betriebsgrundstücke,Betriebs-undGeschäftsräume,zumBetriebgehörendeAnlagenundEinrichtungen sowieVerkehrsmittelzuBetriebs-undGeschäftszeitenzubetretenundzubesichtigen,
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sonstigeGrundstückesowieWohnräumetagsüberanWerktagenzubetretenundzubesichtigen,
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indieBücherodersonstigenUnterlagenEinsichtzunehmenundhierausAbschriften,Ablichtungenoder Auszügeanzufertigen,
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sonstigeGegenständezuuntersuchenoder
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ProbenzurUntersuchungzufordernoderzuentnehmen.
DerInhaberdertatsächlichenGewaltistverpflichtet,denBeauftragtenderzuständigenBehördeoderdes GesundheitsamtesdieGrundstücke,Räume,Anlagen,EinrichtungenundVerkehrsmittelsowiesonstigen Gegenständezugänglichzumachen.DasGrundrechtderUnverletzlichkeitderWohnung(Artikel13Absatz1des Grundgesetzes)wirdinsoweiteingeschränkt.
(4)WeitergehendePflichtenundBefugnisse,insbesondereunterdenVoraussetzungender§§16oder17oder nachdenVorschriftendes5.Abschnitts,bleibenunberührt.
- Abschnitt Verhütung übertragbarer Krankheiten
§ 16 Allgemeine Maßnahmen zur Verhütung übertragbarer Krankheiten
(1)WerdenTatsachenfestgestellt,diezumAuftreteneinerübertragbarenKrankheitführenkönnen,oderist anzunehmen,dasssolcheTatsachenvorliegen,sotrifftdiezuständigeBehördedienotwendigenMaßnahmen zurAbwendungderdemEinzelnenoderderAllgemeinheithierdurchdrohendenGefahren.ImRahmendieser MaßnahmenkönnenvonderzuständigenBehördepersonenbezogeneDatenerhobenwerden;diesedürfennur vonderzuständigenBehördefürZweckediesesGesetzesverarbeitetwerden.
(2)IndenFällendesAbsatzes1sinddieBeauftragtenderzuständigenBehördeunddesGesundheitsamteszur DurchführungvonErmittlungenundzurÜberwachungderangeordnetenMaßnahmenberechtigt,Grundstücke, Räume,AnlagenundEinrichtungensowieVerkehrsmittelallerArtzubetretenundBücherodersonstige UnterlageneinzusehenundhierausAbschriften,AblichtungenoderAuszügeanzufertigensowiesonstige GegenständezuuntersuchenoderProbenzurUntersuchungzufordernoderzuentnehmen.DerInhaberder tatsächlichenGewaltistverpflichtet,denBeauftragtenderzuständigenBehördeunddesGesundheitsamtes Grundstücke,Räume,Anlagen,EinrichtungenundVerkehrsmittelsowiesonstigeGegenständezugänglichzu machen.Personen,dieüberdieinAbsatz1genanntenTatsachenAuskunftgebenkönnen,sindverpflichtet,auf VerlangendieerforderlichenAuskünfteinsbesondereüberdenBetriebunddenBetriebsablaufeinschließlich dessenKontrollezuerteilenundUnterlageneinschließlichdemtatsächlichenStandentsprechendetechnische Plänevorzulegen.DerVerpflichtetekanndieAuskunftaufsolcheFragenverweigern,derenBeantwortungihn selbstodereinenderin§383Abs.1Nr.1bis3derZivilprozessordnungbezeichnetenAngehörigenderGefahr strafrechtlicherVerfolgungodereinesVerfahrensnachdemGesetzüberOrdnungswidrigkeitenaussetzenwürde; EntsprechendesgiltfürdieVorlagevonUnterlagen.
(3)SoweitesdieAufklärungderepidemischenLageerfordert,kanndiezuständigeBehördeAnordnungen überdieÜbergabevoninAbsatz2genanntenUntersuchungsmaterialienzumZweckederUntersuchung
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undVerwahrunganInstitutedesöffentlichenGesundheitsdienstesoderanderevomLandzubestimmende Einrichtungentreffen.
(4)DasGrundrechtderUnverletzlichkeitderWohnung(Artikel13Abs.1Grundgesetz)wirdimRahmender Absätze2und3eingeschränkt.
(5)WenndievonMaßnahmennachdenAbsätzen1und2betroffenenPersonengeschäftsunfähigoderinder Geschäftsfähigkeitbeschränktsind,hatderjenigefürdieErfüllungdergenanntenVerpflichtungzusorgen,dem dieSorgefürdiePersonzusteht.DiegleicheVerpflichtungtrifftdenBetreuereinervonMaßnahmennachden Absätzen1und2betroffenenPerson,soweitdieErfüllungdieserVerpflichtungzuseinemAufgabenkreisgehört.
(6)DieMaßnahmennachAbsatz1werdenaufVorschlagdesGesundheitsamtesvonderzuständigenBehörde angeordnet.KanndiezuständigeBehördeeinenVorschlagdesGesundheitsamtesnichtrechtzeitigeinholen,so hatsiedasGesundheitsamtüberdiegetroffeneMaßnahmeunverzüglichzuunterrichten.
(7)BeiGefahrimVerzugekanndasGesundheitsamtdieerforderlichenMaßnahmenselbstanordnen.Eshatdie zuständigeBehördeunverzüglichhiervonzuunterrichten.DiesekanndieAnordnungändernoderaufheben.Wird dieAnordnungnichtinnerhalbvonzweiArbeitstagennachderUnterrichtungaufgehoben,sogiltsiealsvonder zuständigenBehördegetroffen.
(8)WiderspruchundAnfechtungsklagegegenMaßnahmennachdenAbsätzen1bis3habenkeineaufschiebende Wirkung.
§ 17 Besondere Maßnahmen zur Verhütung übertragbarer Krankheiten, Verordnungsermächtigung
(1)WennGegenständemitmeldepflichtigenKrankheitserregernbehaftetsindoderwenndasanzunehmenist unddadurcheineVerbreitungderKrankheitzubefürchtenist,hatdiezuständigeBehördedienotwendigen MaßnahmenzurAbwendungderhierdurchdrohendenGefahrenzutreffen.WennandereMaßnahmennicht ausreichen,kanndieVernichtungvonGegenständenangeordnetwerden.Siekannauchangeordnetwerden, wennandereMaßnahmenimVerhältniszumWertderGegenständezukostspieligsind,esseidenn,dass derjenige,dereinRechtandiesemGegenstandoderdietatsächlicheGewaltdarüberhat,widersprichtundauch diehöherenKostenübernimmt.MüssenGegenständeentseucht(desinfiziert),vonGesundheitsschädlingen befreitodervernichtetwerden,sokannihreBenutzungunddieBenutzungderRäumeundGrundstücke,indenen oderaufdenensiesichbefinden,untersagtwerden,bisdieMaßnahmedurchgeführtist.
(2)WennGesundheitsschädlingefestgestelltwerdenunddieGefahrbegründetist,dassdurchsie Krankheitserregerverbreitetwerden,sohatdiezuständigeBehördediezuihrerBekämpfungerforderlichen Maßnahmenanzuordnen.DieBekämpfungumfasstMaßnahmengegendasAuftreten,dieVermehrungund VerbreitungsowiezurVernichtungvonGesundheitsschädlingen.
(3)ErfordertdieDurchführungeinerMaßnahmenachdenAbsätzen1und2besondereSachkunde,sokanndie zuständigeBehördeanordnen,dassderVerpflichtetedamitgeeigneteFachkräftebeauftragt.Diezuständige BehördekannselbstgeeigneteFachkräftemitderDurchführungbeauftragen,wenndaszurwirksamen BekämpfungderübertragbarenKrankheitenoderKrankheitserregeroderderGesundheitsschädlingenotwendig istundderVerpflichtetedieseMaßnahmenichtdurchführenkannodereinerAnordnungnachSatz1nicht nachkommtodernachseinembisherigenVerhaltenanzunehmenist,dassereinerAnordnungnachSatz1nicht rechtzeitignachkommenwird.WereinRechtandemGegenstandoderdietatsächlicheGewaltdarüberhat,muss dieDurchführungderMaßnahmedulden.
(4)DieLandesregierungenwerdenermächtigt,unterdennach§16sowienachAbsatz1maßgebenden VoraussetzungendurchRechtsverordnungentsprechendeGeboteundVerbotezurVerhütungübertragbarer Krankheitenzuerlassen.SiekönnendieErmächtigungdurchRechtsverordnungaufandereStellenübertragen.
(5)DieLandesregierungenkönnenzurVerhütungundBekämpfungübertragbarerKrankheiten RechtsverordnungenüberdieFeststellungunddieBekämpfungvonGesundheitsschädlingen,Krätzmilbenund Kopfläusenerlassen.SiekönnendieErmächtigungdurchRechtsverordnungaufandereStellenübertragen.Die RechtsverordnungenkönneninsbesondereBestimmungentreffenüber
- dieVerpflichtungderEigentümervonGegenständen,derNutzungsberechtigtenoderderInhaberder tatsächlichenGewaltanGegenständensowiederzurUnterhaltungvonGegenständenVerpflichteten,
a) denBefallmitGesundheitsschädlingenfestzustellenoderfeststellenzulassenundder zuständigenBehördeanzuzeigen,
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b) Gesundheitsschädlingezubekämpfenoderbekämpfenzulassen,
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dieBefugnisunddieVerpflichtungderGemeindenoderderGemeindeverbände,Gesundheitsschädlinge, auchamMenschen,festzustellen,zubekämpfenunddasErgebnisderBekämpfungfestzustellen,
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dieFeststellungundBekämpfung,insbesondereüber
a) dieArtunddenUmfangderBekämpfung,
b) denEinsatzvonFachkräften,
c) diezulässigenBekämpfungsmittelund-verfahren,
d) dieMinimierungvonRückständenunddieBeseitigungvonBekämpfungsmittelnund
e) dieVerpflichtung,AbschlussundErgebnisderBekämpfungderzuständigenBehördemitzuteilen unddasErgebnisdurchFachkräftefeststellenzulassen,
- dieMitwirkungs-undDuldungspflichten,insbesondereimSinnedes§16Abs.2,diedeninNummer1 genanntenPersonenobliegen.
(6)§16Abs.5bis8giltentsprechend.
(7)DieGrundrechtederFreiheitderPerson(Artikel2Abs.2Satz2Grundgesetz),derFreizügigkeit(Artikel11 Abs.1Grundgesetz),derVersammlungsfreiheit(Artikel8Grundgesetz)undderUnverletzlichkeitderWohnung (Artikel13Abs.1Grundgesetz)werdenimRahmenderAbsätze1bis5eingeschränkt.
§ 18 Behördlich angeordnete Maßnahmen zur Desinfektion und zur Bekämpfung von Gesundheitsschädlingen, Krätzmilben und Kopfläusen; Verordnungsermächtigung
(1)ZumSchutzdesMenschenvorübertragbarenKrankheitendürfenbeibehördlichangeordnetenMaßnahmen zur
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Desinfektionund
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BekämpfungvonGesundheitsschädlingen,KrätzmilbenoderKopfläusen
nurMittelundVerfahrenverwendetwerden,dievonderzuständigenBundesoberbehördeanerkanntworden sind.BeiMaßnahmennachSatz1Nummer2kanndieanordnendeBehördemitZustimmungderzuständigen Bundesoberbehördezulassen,dassandereMitteloderVerfahrenalsdiebehördlichanerkanntenverwendet werden.
(2)DieMittelundVerfahrenwerdenvonderzuständigenBundesoberbehördeaufAntragodervonAmtswegen nuranerkannt,wennsiehinreichendwirksamsindundkeineunvertretbarenAuswirkungenaufdiemenschliche GesundheitunddieUmwelthaben.
(3)ZuständigeBundesoberbehördefürdieAnerkennungvonMittelnundVerfahrenzurDesinfektionistdas RobertKoch-Institut.ImAnerkennungsverfahrenprüft:
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dieWirksamkeitderMittelundVerfahrendasRobertKoch-Institut,
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dieAuswirkungenderMittelundVerfahrenaufdiemenschlicheGesundheitdasBundesinstitutfür ArzneimittelundMedizinprodukteund
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dieAuswirkungenderMittelundVerfahrenaufdieUmweltdasUmweltbundesamt.
DasRobertKoch-InstituterteiltdieAnerkennungimEinvernehmenmitdemBundesinstitutfürArzneimittelund MedizinprodukteundmitdemUmweltbundesamt.
(4)ZuständigeBundesoberbehördefürdieAnerkennungvonMittelnundVerfahrenzurBekämpfungvon Gesundheitsschädlingen,KrätzmilbenundKopfläusenistdasUmweltbundesamt.ImAnerkennungsverfahren prüft:
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dieWirksamkeitderMittelundVerfahrensowiederenAuswirkungenaufdieUmweltdas Umweltbundesamt,
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dieAuswirkungenderMittelundVerfahrenaufdiemenschlicheGesundheitdasBundesinstitutfür ArzneimittelundMedizinprodukte,soweitesnach§77Absatz1desArzneimittelgesetzesfürdie Zulassungzuständigist,
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dieAuswirkungenderMittelundVerfahrenaufdieGesundheitvonBeschäftigtenalsAnwenderdie BundesanstaltfürArbeitsschutzundArbeitsmedizin,wenndiePrüfungnichtnachNummer2dem BundesinstitutfürArzneimittelundMedizinproduktezugewiesenist,und
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dieAuswirkungenderMittelundVerfahrenaufdieGesundheitvonanderenalsdeninNummer3 genanntenPersonendasBundesinstitutfürRisikobewertung,wenndiePrüfungnichtnachNummer2dem BundesinstitutfürArzneimittelundMedizinproduktezugewiesenist.
DasUmweltbundesamterteiltdieAnerkennungimEinvernehmenmitdennachSatz2Nummer2bis4 prüfendenBehörden.SofernMittelWirkstoffeenthalten,dieinzugelassenenPflanzenschutzmittelnoderinder ZulassungsprüfungbefindlichenPflanzenschutzmittelnenthaltensind,erfolgtdieAnerkennungzusätzlichim BenehmenmitdemBundesamtfürVerbraucherschutzundLebensmittelsicherheit.
(5)DiePrüfungenkönnendurcheigeneUntersuchungenderzuständigenBundesbehördeoderaufderGrundlage vonSachverständigengutachten,dieimAuftragderzuständigenBundesbehördedurchgeführtwerden,erfolgen.
(6)DiePrüfungderWirksamkeitderMittelundVerfahrennachAbsatz1Satz1Nummer2istandenbetreffenden SchädlingenunterEinbeziehungvonWirtstierenbeiparasitärenNichtwirbeltierenvorzunehmen.DiePrüfungder WirksamkeitvonMittelnnachAbsatz1Satz1Nummer2unterbleibt,soferndieMittelnacheinerderfolgenden VorschriftennachdemTilgungsprinzipgleichwertiggeprüftundzugelassensind:
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Verordnung(EU)Nr.528/2012desEuropäischenParlamentsunddesRatesvom22.Mai2012überdie BereitstellungaufdemMarktunddieVerwendungvonBiozidprodukten(ABl.L167vom27.6.2012,S. 1;L303vom20.11.2015,S.109),diezuletztdurchdieVerordnung(EU)Nr.334/2014(ABl.L103vom 5.4.2014,S.22)geändertwordenist,
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Verordnung(EG)Nr.1107/2009desEuropäischenParlamentsunddesRatesvom21.Oktober2009 überdasInverkehrbringenvonPflanzenschutzmittelnundzurAufhebungderRichtlinien79/117/EWG und91/414/EWGdesRates(ABl.L309vom24.11.2009,S.1),diezuletztdurchdieVerordnung(EU)Nr. 652/2014(ABl.L189vom27.6.2014,S.1)geändertwordenist,oder
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Arzneimittelgesetz.
DiePrüfungderAuswirkungenvonMittelnnachAbsatz1Satz1Nummer1und2aufdiemenschlicheGesundheit unddiePrüfungihrerAuswirkungenaufdieUmweltunterbleibt,soferndieMitteloderihreBiozidwirkstoffenach einerderinSatz2genanntenVorschriftengeprüftundzugelassensind.
(7)DieAnerkennungistzuwiderrufen,wenndiezuständigeBundesoberbehördedavonKenntniserlangt,dass einenachanderenGesetzenerforderlicheVerkehrsfähigkeitfürdasMitteloderVerfahrennichtmehrbesteht. Siekannwiderrufenwerden,insbesonderewennnachaktuellenErkenntnissenundBewertungsmaßstäbendie VoraussetzungennachAbsatz2nichtmehrerfülltsind.DiezuständigeBundesoberbehördeführtdiejeweils anerkanntenMittelundVerfahrenineinerListeundveröffentlichtdieListe.
(8)DasBundesministeriumfürGesundheitwirdermächtigt,imEinvernehmenmitdemBundesministerium fürUmwelt,NaturschutzundnukleareSicherheitdurchRechtsverordnungohneZustimmungdesBundesrates EinzelheitendesAnerkennungsverfahrensfestzulegen.
§ 19 Aufgaben des Gesundheitsamtes in besonderen Fällen
(1) Das Gesundheitsamt bietet bezüglich sexuell übertragbarer Krankheiten und Tuberkulose Beratung und Untersuchung an oder stellt diese in Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Einrichtungen sicher. In Bezug auf andere übertragbare Krankheiten kann das Gesundheitsamt Beratung und Untersuchung anbieten oder diese inZusammenarbeitmitanderenmedizinischenEinrichtungensicherstellen.DieBeratungundUntersuchungsollen für Personen, deren Lebensumstände eine erhöhte Ansteckungsgefahr für sich oder andere mit sich bringen, auch aufsuchendangebotenwerden.ImEinzelfallkönnendieBeratungundUntersuchungnachSatz1bezüglichsexuell übertragbarerKrankheitenundTuberkulosedieambulanteBehandlungdurcheineÄrztinodereinenArztumfassen, soweit dies zur Verhinderung der Weiterverbreitung der übertragbaren Krankheit erforderlich ist. Die Angebote könnenbezüglichsexuellübertragbarerKrankheitenanonyminAnspruchgenommenwerden,soweithierdurchdie Geltendmachung von Kostenerstattungsansprüchen nicht gefährdet wird. Die zuständigen Behörden können mit denMaßnahmennachdenSätzen1bis4Drittebeauftragen.
(2)SoweitdievonderMaßnahmebetroffenePersongegeneinenanderenKostenträgereinenAnspruchauf entsprechendeLeistungenhatodereinenAnspruchaufErstattungderAufwendungenfürentsprechende Leistungenhätte,istdieserzurTragungderSachkostenverpflichtet.WennDrittenachAbsatz1Satz6beauftragt wurden,istderandereKostenträgerauchzurTragungdieserKostenverpflichtet,soweitdieseangemessensind.
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§ 20 Schutzimpfungen und andere Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe
(1)DieBundeszentralefürgesundheitlicheAufklärung,dieoberstenLandesgesundheitsbehördenunddievon ihnenbeauftragtenStellensowiedieGesundheitsämterinformierendieBevölkerungzielgruppenspezifisch überdieBedeutungvonSchutzimpfungenundandereMaßnahmenderspezifischenProphylaxeübertragbarer Krankheiten.BeiderInformationderBevölkerungsolldievorhandeneEvidenzzubestehendenImpflücken berücksichtigtwerden.
(2)BeimRobertKoch-InstitutwirdeineStändigeImpfkommissioneingerichtet.DieKommissiongibtsicheine Geschäftsordnung,diederZustimmungdesBundesministeriumsfürGesundheitbedarf.DieKommission gibtEmpfehlungenzurDurchführungvonSchutzimpfungenundzurDurchführungandererMaßnahmender spezifischenProphylaxeübertragbarerKrankheitenundentwickeltKriterienzurAbgrenzungeinerüblichen ImpfreaktionundeinerüberdasüblicheAusmaßeinerImpfreaktionhinausgehendengesundheitlichen Schädigung.DieMitgliederderKommissionwerdenvomBundesministeriumfürGesundheitimBenehmenmit denoberstenLandesgesundheitsbehördenberufen.VertreterdesBundesministeriumsfürGesundheit,der oberstenLandesgesundheitsbehörden,desRobertKoch-InstitutesunddesPaul-Ehrlich-Institutesnehmenmit beratenderStimmeandenSitzungenteil.WeitereVertretervonBundesbehördenkönnendaranteilnehmen.Die EmpfehlungenderKommissionwerdenvondemRobertKoch-InstitutdenoberstenLandesgesundheitsbehörden übermitteltundanschließendveröffentlicht.
(2a)EmpfehlungenderStändigenImpfkommissionzurDurchführungvonSchutzimpfungengegendas CoronavirusSARS-CoV-2habensichinsbesondereanfolgendenImpfzielenauszurichten:
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ReduktionschwererodertödlicherKrankheitsverläufe,
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UnterbindungeinerTransmissiondesCoronavirusSARS-CoV-2,
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SchutzvonPersonenmitbesondershohemRisikofüreinenschwerenodertödlichenKrankheitsverlauf,
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SchutzvonPersonenmitbesondershohembehinderungs-,tätigkeits-oderaufenthaltsbedingtem Infektionsrisiko,
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AufrechterhaltungzentralerstaatlicherFunktionen,vonKritischenInfrastrukturen,vonzentralen BereichenderDaseinsvorsorgeunddesöffentlichenLebens.
DieaufGrunddes§5Absatz2Satz1Nummer4Buchstabefsowiedes§20iAbsatz3Satz2Nummer 1Buchstabea,auchinVerbindungmitNummer2,desFünftenBuchesSozialgesetzbucherlassenen RechtsverordnungenhabensichandeninSatz1genanntenImpfzielenimFallbeschränkterVerfügbarkeitvon ImpfstoffenbeinotwendigenPriorisierungenauszurichten.
(3)DieoberstenLandesgesundheitsbehördensollenöffentlicheEmpfehlungenfürSchutzimpfungenoder andereMaßnahmenderspezifischenProphylaxeaufderGrundlagederjeweiligenEmpfehlungenderStändigen Impfkommissionaussprechen.
(4)ZurDurchführungvonSchutzimpfungenistjederArztberechtigt.FachärztedürfenSchutzimpfungen unabhängigvondenGrenzenderAusübungihrerfachärztlichenTätigkeitdurchführen.DieBerechtigungzur DurchführungvonSchutzimpfungennachanderenbundesrechtlichenVorschriftenbleibtunberührt.
(5)DieoberstenLandesgesundheitsbehördenkönnenbestimmen,dassdieGesundheitsämterunentgeltlich SchutzimpfungenoderandereMaßnahmenderspezifischenProphylaxegegenbestimmteübertragbare Krankheitendurchführen.DiezuständigenBehördenkönnenmitdenMaßnahmennachSatz1Drittebeauftragen. SoweitdievonderMaßnahmebetroffenePersongegeneinenanderenKostenträgereinenAnspruchauf entsprechendeLeistungenhatodereinenAnspruchaufErstattungderAufwendungenfürentsprechende Leistungenhätte,istdieserzurTragungderSachkostenverpflichtet.WennDrittenachSatz2beauftragtwurden, istderandereKostenträgerauchzurTragungdieserKostenverpflichtet,soweitdieseangemessensind.
(6)DasBundesministeriumfürGesundheitwirdermächtigt,durchRechtsverordnungmitZustimmungdes Bundesratesanzuordnen,dassbedrohteTeilederBevölkerunganSchutzimpfungenoderanderenMaßnahmen derspezifischenProphylaxeteilzunehmenhaben,wenneineübertragbareKrankheitmitklinischschweren VerlaufsformenauftrittundmitihrerepidemischenVerbreitungzurechnenist.Personen,dieaufGrundeiner medizinischenKontraindikationnichtanSchutzimpfungenoderananderenMaßnahmenderspezifischen Prophylaxeteilnehmenkönnen,könnendurchRechtsverordnungnachSatz1nichtzueinerTeilnahmean SchutzimpfungenoderananderenMaßnahmenderspezifischenProphylaxeverpflichtetwerden.§15Abs.2gilt entsprechend.
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(7)SolangedasBundesministeriumfürGesundheitvonderErmächtigungnachAbsatz6keinenGebrauchmacht, sinddieLandesregierungenzumErlasseinerRechtsverordnungnachAbsatz6ermächtigt.DieLandesregierungen könnendieErmächtigungdurchRechtsverordnungaufdieoberstenLandesgesundheitsbehördenübertragen.
(8)FolgendePersonen,dienachdem31.Dezember1970geborensind,müssenentwedereinennachden MaßgabenvonSatz2ausreichendenImpfschutzgegenMasernoderabderVollendungdeserstenLebensjahres eineImmunitätgegenMasernaufweisen:
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Personen,dieineinerGemeinschaftseinrichtungnach§33Nummer1bis3betreutwerden,
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Personen,diebereitsvierWochen
a) ineinerGemeinschaftseinrichtungnach§33Nummer4betreutwerdenoder
b) ineinerEinrichtungnach§36Absatz1Nummer4untergebrachtsind,und
- Personen,dieinEinrichtungennach§23Absatz3Satz1,§33Nummer1bis4oder§36Absatz1 Nummer4tätigsind.
EinausreichenderImpfschutzgegenMasernbesteht,wennabderVollendungdeserstenLebensjahres mindestenseineSchutzimpfungundabderVollendungdeszweitenLebensjahresmindestenszwei SchutzimpfungengegenMasernbeiderbetroffenenPersondurchgeführtwurden.Satz1giltauch,wennzur ErlangungvonImpfschutzgegenMasernausschließlichKombinationsimpfstoffezurVerfügungstehen,dieauch ImpfstoffkomponentengegenandereKrankheitenenthalten.Satz1giltnichtfürPersonen,dieaufGrundeiner medizinischenKontraindikationnichtgeimpftwerdenkönnen.
(9)Personen,dieinGemeinschaftseinrichtungennach§33Nummer1bis3betreutoderinEinrichtungennach§ 23Absatz3Satz1,§33Nummer1bis4oder§36Absatz1Nummer4tätigwerdensollen,habenderLeitungder jeweiligenEinrichtungvorBeginnihrerBetreuungoderihrerTätigkeitfolgendenNachweisvorzulegen:
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eineImpfdokumentationnach§22Absatz1und2odereinärztlichesZeugnis,auchinFormeiner Dokumentationnach§26Absatz2Satz4desFünftenBuchesSozialgesetzbuch,darüber,dassbeiihnen einnachdenMaßgabenvonAbsatz8Satz2ausreichenderImpfschutzgegenMasernbesteht,
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einärztlichesZeugnisdarüber,dassbeiihneneineImmunitätgegenMasernvorliegtodersieaufgrund einermedizinischenKontraindikationnichtgeimpftwerdenkönnenoder
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eineBestätigungeinerstaatlichenStelleoderderLeitungeinerandereninAbsatz8Satz1genannten Einrichtungdarüber,dasseinNachweisnachNummer1oderNummer2bereitsvorgelegenhat.
WennderNachweisnachSatz1voneinerPerson,dieaufGrundeinernachSatz8zugelassenenAusnahme odernachSatz9inGemeinschaftseinrichtungennach§33Nummer1bis3betreutoderinEinrichtungennach §23Absatz3Satz1,§33Nummer1bis4oder§36Absatz1Nummer4beschäftigtodertätigwerdendarf, nichtvorgelegtwirdoderwennZweifelanderEchtheitoderinhaltlichenRichtigkeitdesvorgelegtenNachweises bestehen,hatdieLeitungderjeweiligenEinrichtungunverzüglichdasGesundheitsamt,indessenBezirksich dieEinrichtungbefindet,darüberzubenachrichtigenunddemGesundheitsamtpersonenbezogeneAngabenzu übermitteln.DieobersteLandesgesundheitsbehördeoderdievonihrbestimmteStellekannbestimmen,dass
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derNachweisnachSatz1nichtderLeitungderjeweiligenEinrichtung,sonderndemGesundheitsamtoder eineranderenstaatlichenStellegegenüberzuerbringenist,
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dieBenachrichtigungnachSatz2nichtdurchdieLeitungderjeweiligenEinrichtung,sonderndurchdie nachNummer1bestimmteStellezuerfolgenhat,
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dieBenachrichtigungnachSatz2nichtgegenüberdemGesundheitsamt,indessenBezirksichdie jeweiligeEinrichtungbefindet,sonderngegenübereineranderenstaatlichenStellezuerfolgenhat.
DieBehörde,diefürdieErteilungderErlaubnisnach§43Absatz1desAchtenBuchesSozialgesetzbuch zuständigist,kannbestimmen,dassvordemBeginnderTätigkeitimRahmenderKindertagespflegeder NachweisnachSatz1ihrgegenüberzuerbringenist;indiesenFällenhatdieBenachrichtigungnachSatz2 durchsiezuerfolgen.EineBenachrichtigungspflichtnachSatz2bestehtnicht,wennderLeitungderjeweiligen EinrichtungoderderanderennachSatz3Nummer2oderSatz4bestimmtenStellebekanntist,dassdas GesundheitsamtoderdieanderenachSatz3Nummer3bestimmteStelleüberdenFallbereitsinformiertist. EinePerson,dieabderVollendungdeserstenLebensjahreskeinenNachweisnachSatz1vorlegt,darfnichtin Gemeinschaftseinrichtungennach§33Nummer1bis3betreutoderinEinrichtungennach§23Absatz3Satz1, §33Nummer1bis4oder§36Absatz1Nummer4beschäftigtwerden.EinePerson,dieüberkeinenNachweis nachSatz1verfügtoderdiesennichtvorlegt,darfinEinrichtungennach§23Absatz3Satz1,§33Nummer 1bis4oder§36Absatz1Nummer4nichttätigwerden.DieobersteLandesgesundheitsbehördeoderdievon
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ihrbestimmteStellekannallgemeineAusnahmenvondenSätzen6und7zulassen,wenndasPaul-Ehrlich- InstitutaufseinerInternetseiteeinenLieferengpasszuallenImpfstoffenmiteinerMasernkomponente,diefür dasInverkehrbringeninDeutschlandzugelassenodergenehmigtsind,bekanntgemachthat;parallelimportierte undparallelvertriebeneImpfstoffemiteinerMasernkomponentebleibenunberücksichtigt.EinePerson,dieeiner gesetzlichenSchulpflichtunterliegt,darfinAbweichungvonSatz6inGemeinschaftseinrichtungennach§33 Nummer3betreutwerden.
(9a)Sofernsichergibt,dasseinImpfschutzgegenMasernerstzueinemspäterenZeitpunktmöglichistoder vervollständigtwerdenkannodereinNachweisnachAbsatz9Satz1Nummer2seineGültigkeitaufGrund Zeitablaufsverliert,habenPersonen,dieinGemeinschaftseinrichtungennach§33Nummer1bis3betreut werdenoderinEinrichtungennach§23Absatz3Satz1,§33Nummer1bis4oder§36Absatz1Nummer4 tätigsind,derLeitungderjeweiligenEinrichtungeinenNachweisnachAbsatz9Satz1innerhalbeinesMonats, nachdemesihnenmöglichwar,einenImpfschutzgegenMasernzuerlangenoderzuvervollständigen,oder innerhalbeinesMonatsnachAblaufderGültigkeitdesbisherigenNachweisesnachAbsatz9Satz1Nummer2 vorzulegen.WennderNachweisnachSatz1nichtinnerhalbdiesesMonatsvorgelegtwirdoderwennZweifelan derEchtheitoderinhaltlichenRichtigkeitdesvorgelegtenNachweisesbestehen,hatdieLeitungderjeweiligen EinrichtungunverzüglichdasGesundheitsamt,indessenBezirksichdiejeweiligeEinrichtungbefindet,darüber zubenachrichtigenunddemGesundheitsamtpersonenbezogeneAngabenzuübermitteln.Absatz9Satz3gilt entsprechend.
(10)Personen,dieam1.März2020bereitsinGemeinschaftseinrichtungennach§33Nummer1bis3betreut wurdenundnochwerdenoderinEinrichtungennach§23Absatz3Satz1,§33Nummer1bis4oder§36 Absatz1Nummer4tätigwarenundnochsind,habenderLeitungderjeweiligenEinrichtungeinenNachweis nachAbsatz9Satz1biszumAblaufdes31.Juli2022vorzulegen.WennderNachweisnachAbsatz9Satz 1nichtbiszumAblaufdes31.Juli2022vorgelegtwirdoderwennZweifelanderEchtheitoderinhaltlichen RichtigkeitdesvorgelegtenNachweisesbestehen,hatdieLeitungderjeweiligenEinrichtungunverzüglich dasGesundheitsamt,indessenBezirksichdieEinrichtungbefindet,darüberzubenachrichtigenunddem GesundheitsamtpersonenbezogeneAngabenzuübermitteln.Absatz9Satz3und4findetentsprechende Anwendung.
(11)Personen,diebereitsvierWocheninGemeinschaftseinrichtungennach§33Nummer4betreutwerdenoder inEinrichtungennach§36Absatz1Nummer4untergebrachtsind,habenderLeitungderjeweiligenEinrichtung einenNachweisnachAbsatz9Satz1wiefolgtvorzulegen:
-
innerhalbvonvierweiterenWochenoder,
-
wennsieam1.März2020bereitsbetreutwurdenundnochwerdenoderuntergebrachtwarenundnoch sind,biszumAblaufdes31.Juli2022.
WennderNachweisnachAbsatz9Satz1indenFällendesSatzes1Nummer1nichtinnerhalbvonvierweiteren WochenoderindenFällenvonSatz1Nummer2nichtbiszumAblaufdes31.Juli2022vorgelegtwirdoderwenn ZweifelanderEchtheitoderinhaltlichenRichtigkeitdesvorgelegtenNachweisesbestehen,hatdieLeitungder jeweiligenEinrichtungunverzüglichdasGesundheitsamt,indessenBezirksichdieEinrichtungbefindet,darüber zubenachrichtigenunddemGesundheitsamtpersonenbezogeneAngabenzuübermitteln.Absatz9Satz3findet entsprechendeAnwendung.
(12)FolgendePersonenhabendemGesundheitsamt,indessenBezirksichdiejeweiligeEinrichtungbefindet,auf AnforderungeinenNachweisnachAbsatz9Satz1vorzulegen:
-
Personen,dieinGemeinschaftseinrichtungennach§33Nummer1bis3betreutwerden,
-
Personen,diebereitsachtWochen
a) inGemeinschaftseinrichtungennach§33Nummer4betreutwerdenoder
b) inEinrichtungennach§36Absatz1Nummer4untergebrachtsindund
- Personen,dieinEinrichtungennach§23Absatz3Satz1,§33Nummer1bis4oder§36Absatz1 Nummer4tätigsind.
BestehenZweifelanderEchtheitoderinhaltlichenRichtigkeitdesvorgelegtenNachweises,sokanndas GesundheitsamteineärztlicheUntersuchungdazuanordnen,obdiebetroffenePersonaufGrundeiner medizinischenKontraindikationnichtgegenMaserngeimpftwerdenkann;Personen,dieüberdieEchtheitoder inhaltlicheRichtigkeitdesvorgelegtenNachweisesAuskunftgebenkönnen,sindverpflichtet,aufVerlangen desGesundheitsamtesdieerforderlichenAuskünfteinsbesondereüberdiedemNachweiszugrundeliegenden Tatsachenzuerteilen,UnterlagenvorzulegenundEinsichtzugewähren;§15aAbsatz2Satz2giltentsprechend.
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WennderNachweisnachAbsatz9Satz1nichtinnerhalbeinerangemessenenFristvorgelegtwird,kanndas GesundheitsamtdiezurVorlagedesNachweisesverpflichtetePersonzueinerBeratungladenundhatdiesezu einerVervollständigungdesImpfschutzesgegenMasernaufzufordern.DasGesundheitsamtkanneinerPerson, dietrotzderAnforderungnachSatz1keinenNachweisinnerhalbeinerangemessenenFristvorlegtoderder AnordnungeinerärztlichenUntersuchungnachSatz2nichtFolgeleistet,untersagen,dasssiediedemBetrieb einerinAbsatz8Satz1genanntenEinrichtungdienendenRäumebetrittoderineinersolchenEinrichtungtätig wird.EinerPerson,dieeinergesetzlichenSchulpflichtunterliegt,kanninAbweichungvonSatz4nichtuntersagt werden,diedemBetriebeinerEinrichtungnach§33Nummer3dienendenRäumezubetreten.EinerPerson, dieeinerUnterbringungspflichtunterliegt,kanninAbweichungvonSatz4nichtuntersagtwerden,diedem BetriebeinerGemeinschaftseinrichtungnach§33Nummer4odereinerEinrichtungnach§36Absatz1Nummer 4dienendenRäumezubetreten.WiderspruchundAnfechtungsklagegegeneinevomGesundheitsamtnachSatz 1oderSatz2erlasseneAnordnungodereinvonihmnachSatz4erteiltesVerbothabenkeineaufschiebende Wirkung.SobaldeinNachweisnachAbsatz9Satz1vorgelegtwird,istdieMaßnahmenachSatz4aufzuheben unddasVerwaltungszwangsverfahrenmitsofortigerWirkungeinzustellen.
(13)WenneinenachdenAbsätzen9bis12verpflichtetePersonminderjährigist,sohatderjenigefürdie EinhaltungderdiesePersonnachdenAbsätzen9bis12treffendenVerpflichtungenzusorgen,demdieSorgefür diesePersonzusteht.DiegleicheVerpflichtungtrifftdenBetreuereinervonVerpflichtungennachdenAbsätzen9 bis12betroffenenPerson,soweitdieErfüllungdieserVerpflichtungenzuseinemAufgabenkreisgehört.
(14)DurchdieAbsätze6bis12wirddasGrundrechtderkörperlichenUnversehrtheit(Artikel2Absatz2Satz1 desGrundgesetzes)eingeschränkt.
Fußnote
§20Abs.8Satz3:vgl.BVerfGEv.21.7.2022-1BvR469/20,1BvR470/20,1BvR471/20,1BvR472/20-
§ 20a (weggefallen)
§ 20b (weggefallen)
§ 20c Durchführung von Schutzimpfungen durch Apotheker
(1)Abweichendvon§20Absatz4Satz1sindApothekerzurDurchführungvonSchutzimpfungenmitImpfstoffen, diekeineLebendimpfstoffesind,berechtigt,wennsie
-
hierfürärztlichgeschultwurdenundihnendieerfolgreicheTeilnahmeanderSchulungbestätigtwurde,
-
dieSchutzimpfungenfüreineöffentlicheApotheke,zuderenPersonalsiegehören,durchführenund
-
dieSchutzimpfungenbeieinerPersondurchführen,diedas18.Lebensjahrvollendethat.
AbweichendvonSatz1Nummer1sindApotheker,dieeineinSatz1Nummer1,Satz2oder3jeweilsinderbis zum1.Juli2026geltendenFassunggenannteärztlicheSchulungerfolgreichabsolvierthaben,berechtigt,
-
GrippeschutzimpfungenundSchutzimpfungengegendasCoronavirusSARS-CoV-2ohneweitereSchulung durchzuführenund
-
weitereSchutzimpfungenmitImpfstoffendurchzuführen,diekeineLebendimpfstoffesind,wenn sieaneinerErgänzungsschulungerfolgreichteilgenommenhaben,dieInformationenvermitteltzur DurchführungderweiterenSchutzimpfungenmitImpfstoffen,diekeineLebendimpfstoffesind.
(2)DieärztlicheSchulungnachAbsatz1Satz1Nummer1hatinsbesonderedieVermittlungderfolgenden Kenntnisse,FähigkeitenundFertigkeitenzuumfassen:
- Kenntnisse,FähigkeitenundFertigkeitenzurDurchführungderinAbsatz1Satz1genannten Schutzimpfungen,insbesonderezur
a) Aufklärung,
b) ErhebungderAnamneseeinschließlichderImpfanamneseundderFeststellungderaktuellen BefindlichkeitzumAusschlussakuterErkrankungenoderAllergien,
c) weiterenImpfberatungund
d) EinholungderEinwilligungderzuimpfendenPerson,
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-
KenntnisvonKontraindikationeninBezugaufdiejeweiligeSchutzimpfungsowieFähigkeitenund FertigkeitenzuderenBeachtungund
-
KenntnisvonNotfallmaßnahmenbeieventuellenakutenImpfreaktionensowieFähigkeitenund FertigkeitenzurDurchführungdieserNotfallmaßnahmen.
(3)DieBundesapothekerkammerentwickeltbiszum2.September2026inZusammenarbeitmitder Bundesärztekammer
-
einMustercurriculumfürdieinAbsatz1Satz1Nummer1genannteärztlicheSchulungderApothekerund
-
einMustercurriculumfürdieinAbsatz1Satz2Nummer2genannteErgänzungsschulung.
DieinAbsatz1Satz1Nummer1undSatz2Nummer2genanntenSchulungenkönnen,soweitmöglich,in digitalerFormabgehaltenwerden.
(4)Apotheker,dienachAbsatz1zurDurchführungvonSchutzimpfungenberechtigtsind,dürfendie VerabreichungdesImpfstoffsanPersonen,diesichinderpraktischenAusbildungzumApothekerbefinden, anpharmazeutisch-technischeAssistentenundanPharmazieingenieuredelegieren,sofernsiediesePersonen dabeibeaufsichtigenunddiesePersonenzurVerabreichungdesImpfstoffsärztlichgeschultwurdenundihnen dieerfolgreicheTeilnahmeanderSchulungbestätigtwurde.DieAufklärung,dieAnamnese,dieEinholungder EinwilligungderzuimpfendenPersonunddieImpfdokumentationnach§22dürfenApothekernichtandiein Satz1genanntenPersonendelegieren.DieärztlicheSchulungnachSatz1hatinsbesonderedieVermittlungder folgendenInhaltezuumfassen:
-
Kenntnisse,FähigkeitenundFertigkeitenzurVerabreichungderinAbsatz1Satz1genanntenImpfstoffe und
-
KenntnisvonNotfallmaßnahmenbeieventuellenakutenImpfreaktionensowieFähigkeitenund FertigkeitenzurDurchführungdieserNotfallmaßnahmen.
DieBundesapothekerkammerentwickeltbiszum2.November2026inZusammenarbeitmitder BundesärztekammereinMustercurriculumfürdieärztlicheSchulung.
§ 21 Impfstoffe
BeieineraufGrunddiesesGesetzesangeordnetenodereinervonderoberstenLandesgesundheitsbehörde öffentlichempfohlenenSchutzimpfungodereinerImpfungnach§17aAbsatz2desSoldatengesetzesdürfen Impfstoffeverwendetwerden,dieMikroorganismenenthalten,welchevondenGeimpftenausgeschiedenundvon anderenPersonenaufgenommenwerdenkönnen.DasGrundrechtderkörperlichenUnversehrtheit(Artikel2Abs. 2Satz1Grundgesetz)wirdinsoweiteingeschränkt.
§ 22 Impf-, Genesenen- und Testdokumentation
(1)DiezurDurchführungvonSchutzimpfungenberechtigtePersonhatjedeSchutzimpfungunverzüglichineinem Impfausweisoder,fallsderImpfausweisnichtvorgelegtwird,ineinerImpfbescheinigungzudokumentieren (Impfdokumentation).
(2)DieImpfdokumentationmusszujederSchutzimpfungfolgendeAngabenenthalten:
-
DatumderSchutzimpfung,
-
BezeichnungundChargenbezeichnungdesImpfstoffes,
-
NamederKrankheit,gegendiegeimpftwurde,
-
NamedergeimpftenPerson,derenGeburtsdatumundNameundAnschriftderfürdieDurchführungder SchutzimpfungverantwortlichenPersonsowie
-
BestätigunginSchriftformoderinelektronischerFormmiteinerqualifiziertenelektronischenSignatur odereinemqualifiziertenelektronischenSiegeldurchdiefürdieDurchführungderSchutzimpfung verantwortlichePerson.
DasBundesministeriumfürGesundheitwirdermächtigt,durchRechtsverordnungohneZustimmungdes Bundesratesfestzulegen,dassabweichendvonSatz1Nummer5dieBestätigunginelektronischerForm auchmiteinemfortgeschrittenenelektronischenSiegelerfolgenkann,wenndasSiegelderzurDurchführung derSchutzimpfungverantwortlichenPersoneindeutigzugeordnetwerdenkann.BeiNachtragungenineinen ImpfausweiskannjederArztoderApothekerdieBestätigungnachSatz1Nummer5vornehmenoderhat daszuständigeGesundheitsamtdieBestätigungnachSatz1Nummer5vorzunehmen,wenndemArzt,dem
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ApothekeroderdemGesundheitsamteinefrühereImpfdokumentationüberdienachzutragendeSchutzimpfung vorgelegtwird.
(3)InderImpfdokumentationisthinzuweisenauf
-
daszweckmäßigeVerhaltenbeiungewöhnlichenImpfreaktionen,
-
diesichgegebenenfallsausdenRegelungendesSozialenEntschädigungsrechtsergebendenAnsprüche beiEintritteinerüberdasüblicheAusmaßeinerImpfreaktionhinausgehendengesundheitlichen Schädigungsowie
-
Stellen,beidenendiesichauseinemImpfschadenergebendenAnsprüchegeltendgemachtwerden können.
(4)InderImpfdokumentationistübernotwendigeFolge-undAuffrischimpfungenmitTerminvorschlägenzu informieren,sodassdiegeimpftePersondieserechtzeitigwahrnehmenkann.
(4a)DiezurDurchführungoderÜberwachungeinerTestunginBezugaufeinenpositivenErregernachweis desCoronavirusSARS-CoV-2befugtePersonhatjedeDurchführungoderÜberwachungeinersolchenTestung unverzüglichzudokumentieren(Genesenendokumentation).AnderealsinSatz1genanntePersonendürfeneine dortgenannteTestungnichtdokumentieren.
(4b)DieGenesenendokumentationmusszujederTestungfolgendeAngabenenthalten:
-
DatumderTestung,
-
NamedergetestetenPersonundderenGeburtsdatumsowieNameundAnschriftderzurDurchführung oderÜberwachungderTestungbefugtenPerson,
-
AngabenzurTestung,einschließlichderArtderTestung.
(4c)DiezurDurchführungoderÜberwachungeinerTestunginBezugaufeinennegativenErregernachweis desCoronavirusSARS-CoV-2befugtePersonhatjedeDurchführungoderÜberwachungeinersolchenTestung unverzüglichzudokumentieren(Testdokumentation).AnderealsinSatz1genanntePersonendürfeneinedort genannteTestungnichtdokumentieren.
(4d)DieTestdokumentationmusszujederTestungfolgendeAngabenenthalten:
-
DatumderTestung,
-
NamedergetestetenPersonundderenGeburtsdatumsowieNameundAnschriftderzurDurchführung oderÜberwachungderTestungbefugtenPerson,
-
AngabenzurTestung,einschließlichderArtderTestung.
(5)(weggefallen)
(6)(weggefallen)
(7)(weggefallen)
§ 22a Impf-, Genesenen und Testnachweis bei COVID-19; COVID-19-Zertifikate; Verordnungsermächtigung
(1)EinImpfnachweisisteinNachweishinsichtlichdesVorliegenseinesvollständigenImpfschutzesgegen dasCoronavirusSARS-CoV-2indeutscher,englischer,französischer,italienischeroderspanischerSprachein verkörperteroderdigitalerForm.EinvollständigerImpfschutzgegendasCoronavirusSARS-CoV-2liegtvor,wenn
- diezugrundeliegendenEinzelimpfungenmiteinemoderverschiedenenImpfstoffenerfolgtsind,die
a) vonderEuropäischenUnionzugelassensindoder
b) imAuslandzugelassensindunddievonihrerFormulierungheridentischmiteineminder EuropäischenUnionzugelassenenImpfstoffsindoder
c) vonderWeltgesundheitsorganisationimRahmendesEmergencyUseListinganerkanntwurden undmindestenseineEinzelimpfungmiteinemmRNA-Impfstofferfolgtist,derdieVoraussetzungen nachBuchstabeaoderBuchstabeberfüllt,
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-
insgesamtdreiEinzelimpfungenerfolgtsindund
-
dieletzteEinzelimpfungmindestensdreiMonatenachderzweitenEinzelimpfungerfolgtist.
AbweichendvonSatz2Nummer2liegteinvollständigerImpfschutzbiszum30.September2022auchbeizwei Einzelimpfungenvorundabdem1.Oktober2022beizweiEinzelimpfungennurvor,wenn
-
diebetroffenePersoneinenbeiihrdurchgeführtenspezifischenpositivenAntikörpertestindeutscher, englischer,französischer,italienischeroderspanischerSpracheinverkörperteroderdigitalerForm nachweisenkannunddieserAntikörpertestzueinerZeiterfolgtist,zuderdiebetroffenePersonnoch keineEinzelimpfunggegendasCoronavirusSARS-CoV-2erhaltenhatte,
-
diebetroffenePersonmitdemCoronavirusSARS-CoV-2infiziertgewesenist,siedieseInfektionmit einemTestnachweisübereinendirektenErregernachweisnachweisenkannunddiedemTestnachweis zugrundeliegendeTestung
a) aufeinerLabordiagnostikmittelsNukleinsäurenachweis(PCRoderweitereMethodender Nukleinsäureamplifikationstechnik)beruhtsowie
b) zueinerZeiterfolgtist,zuderdiebetroffenePersonnochnichtdiezweiteImpfdosisgegendas CoronavirusSARS-CoV-2erhaltenhat,oder
- diebetroffenePersonsichnachErhaltderzweitenImpfdosismitdemCoronavirusSARS-CoV-2infiziert hat,siedieseInfektionmiteinemTestnachweisübereinendirektenErregernachweisnachweisenkann unddiedemTestnachweiszugrundeliegendeTestung
a) aufeinerLabordiagnostikmittelsNukleinsäurenachweis(PCRoderweitereMethodender Nukleinsäureamplifikationstechnik)beruhtsowie
b) seitdemTagderDurchführungderdemTestnachweiszugrundeliegendenTestung28Tage vergangensind.
AbweichendvonSatz3liegtindeninSatz3Nummer1bis3genanntenFälleneinvollständigerImpfschutzbis zum30.September2022auchbeieinerEinzelimpfungvor;andieStellederzweitenEinzelimpfungtrittdieerste Einzelimpfung.
(2)EinGenesenennachweisisteinNachweishinsichtlichdesVorliegenseinesdurchvorherigeInfektion erworbenenImmunschutzesgegendasCoronavirusSARS-CoV-2indeutscher,englischer,französischer, italienischeroderspanischerSpracheinverkörperteroderdigitalerForm,wenn
-
dievorherigeInfektiondurcheinenNukleinsäurenachweis(PCR,PoC-NAAToderweitereMethodender Nukleinsäureamplifikationstechnik)nachgewiesenwurdeund
-
dieTestungzumNachweisdervorherigenInfektionmindestens28Tageundhöchstens90Tage zurückliegt.
(3)EinTestnachweisisteinNachweishinsichtlichdesNichtvorliegenseinerInfektionmitdemCoronavirus SARS-CoV-2indeutscher,englischer,französischer,italienischeroderspanischerSpracheinverkörperteroder digitalerForm,wenndiezugrundeliegendeTestungdurchIn-vitro-Diagnostikaerfolgtist,diefürdendirekten ErregernachweisdesCoronavirusSARS-CoV-2bestimmtsindoderaufGrundihrerCE-Kennzeichnungoderauf Grundeinergemäß§11Absatz1desMedizinproduktegesetzeserteiltenSonderzulassungverkehrsfähigsind,und diezugrundeliegendeTestungmaximal24Stundenzurückliegtund
-
vorOrtunterAufsichtdesjenigenstattgefundenhat,derderjeweiligenSchutzmaßnahmeunterworfenist,
-
imRahmeneinerbetrieblichenTestungimSinnedesArbeitsschutzesdurchPersonalerfolgtist,dasdie dafürerforderlicheAusbildungoderKenntnisundErfahrungbesitzt,oder
-
voneinemLeistungserbringernach§6Absatz1derCoronavirus-Testverordnungvorgenommenodervor Ortüberwachtwordenist.
(4)DieBundesregierungwirdermächtigt,durchRechtsverordnungmitZustimmungdesBundesratesnachdem aktuellenStandderWissenschaftundForschungvondenAbsätzen1bis3abweichendeAnforderungenaneinen Impf-,einenGenesenen-undeinenTestnachweiszuregeln.InderRechtsverordnungdarfdieBundesregierung
- hinsichtlichdesImpfnachweisesabweichendvonAbsatz1regeln:
a) dieIntervallzeiten,
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aa) dienachjederEinzelimpfungfüreinenvollständigenImpfschutzabgewartetwerden müssenund
bb) diehöchstenszwischendenEinzelimpfungenliegendürfen,
b) dieZahlundmöglicheKombinationderEinzelimpfungenfüreinenvollständigenImpfschutzund
c) Impfstoffe,derenVerwendungfüreinenImpfnachweisimSinnedesAbsatzes1anerkanntwird,
- hinsichtlichdesGenesenennachweisesabweichendvonAbsatz2regeln:
a) Nachweismöglichkeiten,mitdenendievorherigeInfektionnachgewiesenwerdenkann,
b) dieZeit,dienachderTestungzumNachweisdervorherigenInfektionvergangenseinmuss,
c) dieZeit,diedieTestungzumNachweisdervorherigenInfektionhöchstenszurückliegendarf,
- hinsichtlichdesTestnachweisesabweichendvonAbsatz3Nachweismöglichkeitenregeln,mitdenendie möglicheInfektionnachgewiesenwerdenkann.
InderRechtsverordnungsindangemesseneÜbergangsfristenfürdieAnwendungdervondenAbsätzen1bis3 abweichendenAnforderungenaneinenImpf-,einenGenesenen-odereinenTestnachweisvorzusehen.
(5)ZusätzlichzuderImpfdokumentationistaufWunschdergeimpftenPersondieDurchführungeiner SchutzimpfunggegendasCoronavirusSARS-CoV-2ineinemdigitalenZertifikat(COVID-19-Impfzertifikat)durch folgendePersonenzubescheinigen:
-
diezurDurchführungderSchutzimpfungberechtigtePersonoder
-
nachträglichvonjedemArztoderApotheker.
DieVerpflichtungnachSatz1Nummer2bestehtnur,wenndemArztoderApothekereineImpfdokumentation übereineSchutzimpfunggegendasCoronavirusSARS-CoV-2vorgelegtwirdundersichzumNachtrag unterVerwendunggeeigneterMaßnahmenzurVermeidungderAusstellungeinesunrichtigenCOVID-19- Impfzertifikats,insbesondere,umdieIdentitätdergeimpftenPersonunddieAuthentizitätderImpfdokumentation nachzuprüfen,bereiterklärthat.ZurErstellungdesCOVID-19-ImpfzertifikatsübermitteltdiezurBescheinigung derSchutzimpfunggegendasCoronavirusSARSCoV-2verpflichtetePersondiein§22Absatz2Satz1undAbsatz 4genanntenpersonenbezogenenDatenandasRobertKoch-Institut,dasdasCOVID-19-Impfzertifikattechnisch generiert.DasRobertKoch-Institutistbefugt,diezurErstellungundBescheinigungdesCOVID-19-Impfzertifikats erforderlichenpersonenbezogenenDatenzuverarbeiten.
(6)DieDurchführungoderÜberwachungeinerTestunginBezugaufeinenpositivenErregernachweisdes CoronavirusSARS-CoV-2istaufWunschderbetroffenenPersonineinemdigitalenZertifikat(COVID-19- Genesenenzertifikat)zubescheinigen:
-
durchdiezurDurchführungoderÜberwachungderTestungberechtigtePersonoder
-
nachträglichvonjedemArztoderApotheker.
DieVerpflichtungnachSatz1Nummer2bestehtnur,wenndemArztoderApothekereineTestdokumentation inBezugaufeinenpositivenErregernachweisdesCoronavirusSARS-CoV-2vorgelegtwirdundersichzum NachtragunterVerwendunggeeigneterMaßnahmenzurVermeidungderAusstellungeinesunrichtigen COVID-19-Genesenenzertifikats,insbesondere,umdieIdentitätdergetestetenPersonunddieAuthentizität derTestdokumentationnachzuprüfen,bereiterklärthat.ZurErstellungdesCOVID-19-Genesenenzertifikats übermitteltdiezurBescheinigungderTestunginBezugaufeinenpositivenErregernachweisdes CoronavirusSARS-CoV-2verpflichtetePersonfolgendeDatenandasRobertKoch-Institut,dasdasCOVID-19- Genesenenzertifikattechnischgeneriert:
-
denNamendergetestetenPerson,ihrGeburtsdatum,
-
dasDatumderTestungund
-
AngabenzurTestung,einschließlichderArtderTestung,undzumAussteller.
Absatz5Satz4giltentsprechend.
(7)DieDurchführungoderÜberwachungeinerTestunginBezugaufeinennegativenErregernachweisdes CoronavirusSARS-CoV-2istaufWunschdergetestetenPersondurchdiezurDurchführungoderÜberwachungder TestungberechtigtePersonineinemdigitalenZertifikat(COVID-19-Testzertifikat)zubescheinigen.ZurErstellung
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desCOVID-19-TestzertifikatsübermitteltdiezurBescheinigungverpflichtetePersonfolgendeDatenandasRobert Koch-Institut,dasdasCOVID-19-Testzertifikattechnischgeneriert:
-
denNamendergetestetenPerson,ihrGeburtsdatum,
-
dasDatumderTestungund
-
AngabenzurTestung,einschließlichderArtderTestung,undzumAussteller.
Absatz5Satz4giltentsprechend.
(8)ZurSperrungvonentgegenAbsatz5Satz1,Absatz6Satz1oderAbsatz7Satz1nichtrichtigbescheinigten COVID-19-Impfzertifikaten,COVID-19-GenesenenzertifikatenoderCOVID-19-Testzertifikatenübermittelndie BundespolizeiunddiezurGefahrenabwehrzuständigenBehördenderLänderdemRobertKoch-Institutaufdas ZertifikatbezogeneDatensowieunmittelbarimZertifikatenthalteneDaten.AngabenzuNamen,Geburtsdaten oderdereindeutigenZertifikatkennunggemäßNummer1Buchstabea,bundk,Nummer2Buchstabea,bund lundNummer3Buchstabea,bundidesAnhangszurVerordnung(EU)2021/953desEuropäischenParlaments unddesRatesvom14.Juni2021übereinenRahmenfürdieAusstellung,ÜberprüfungundAnerkennung interoperablerZertifikatezurBescheinigungvonCOVID-19-Impfungenund-TestssowiederGenesungvoneiner COVID-19-Infektion(digitalesCOVID-ZertifikatderEU)mitderZielsetzungderErleichterungderFreizügigkeit währendderCOVID-19-Pandemie(ABl.L211vom15.6.2021,S.1),diezuletztdurchdieVerordnung(EU) 2022/256(ABl.L42vom23.2.2022,S.4)geändertwordenist,werdennichtübermittelt.DasRobertKoch-Institut führtdieSperrungdurchAufnahmedesjeweiligenZertifikatsineineZertifikatssperrlisteaus.DasRobertKoch- Institutistbefugt,diefürdieDurchführungderSperrungeinesZertifikatserforderlichenpersonenbezogenen Datenzuverarbeiten.
(9)VorbehaltlichnationalerodereuropäischerRegelungenbestehtkeinindividuellerAnspruchaufAnschluss einesLeistungserbringerszurGenerierungeinesCOVID-19-ZertifikatsnachdenAbsätzen5bis7.
(10)DieVerpflichtungnachAbsatz7bestehtnursolangeundsoweitdieBundesrepublikDeutschlandnach derVerordnung(EU)2021/953zurAusstellung,ÜberprüfungundAnerkennunginteroperablerZertifikatezur BescheinigungvonCOVID-19-Testsverpflichtetist.
§ 23 Nosokomiale Infektionen; Resistenzen; Rechtsverordnungen durch die Länder
(1)BeimRobertKoch-InstitutwirdeineKommissionfürInfektionspräventioninmedizinischenEinrichtungenund inEinrichtungenundUnternehmenderPflegeundEingliederungshilfeeingerichtet.DieKommissiongibtsicheine Geschäftsordnung,diederZustimmungdesBundesministeriumsfürGesundheitbedarf.DieKommissionerstellt EmpfehlungenzurPräventionnosokomialerundweitererInfektionensowiezubetrieblich-organisatorischen undbaulich-funktionellenMaßnahmenderHygieneinKrankenhäusern,anderenmedizinischenEinrichtungen undEinrichtungenundUnternehmenderPflegeundEingliederungshilfe.SieerstelltzudemEmpfehlungen zuKriterienundVerfahrenzurEinstufungvonEinrichtungenalsEinrichtungenfürambulantesOperieren. DieEmpfehlungenderKommissionwerdenunterBerücksichtigungaktuellerinfektionsepidemiologischer AuswertungenstetigweiterentwickeltundvomRobertKoch-Institutveröffentlicht.DieMitgliederderKommission werdenvomBundesministeriumfürGesundheitimBenehmenmitdenoberstenLandesgesundheitsbehörden unterBerücksichtigungdesgesamtenAufgabenspektrumsberufen.VertreterdesBundesministeriumsfür Gesundheit,deroberstenLandesgesundheitsbehördenunddesRobertKoch-Institutesnehmenmitberatender StimmeandenSitzungenteil.
(2)BeimRobertKoch-InstitutwirdeineKommissionAntiinfektiva,ResistenzundTherapieeingerichtet.Die KommissiongibtsicheineGeschäftsordnung,diederZustimmungdesBundesministeriumsfürGesundheit bedarf.DieKommissionerstelltEmpfehlungenmitallgemeinenGrundsätzenfürDiagnostikundantimikrobielle Therapie,insbesonderebeiInfektionenmitresistentenKrankheitserregern.DieEmpfehlungenderKommission werdenunterBerücksichtigungaktuellerinfektionsepidemiologischerAuswertungenstetigweiterentwickelt undvomRobertKoch-Institutveröffentlicht.DieMitgliederderKommissionwerdenvomBundesministerium fürGesundheitimBenehmenmitdenoberstenLandesgesundheitsbehördenberufen.Vertreterdes BundesministeriumsfürGesundheit,deroberstenLandesgesundheitsbehörden,desRobertKoch-Institutesund desBundesinstitutesfürArzneimittelundMedizinproduktenehmenmitberatenderStimmeandenSitzungenteil.
(3)DieLeiterfolgenderEinrichtungenhabensicherzustellen,dassdienachdemStanddermedizinischen WissenschafterforderlichenMaßnahmengetroffenwerden,umnosokomialeInfektionenzuverhütenunddie WeiterverbreitungvonKrankheitserregern,insbesonderesolchermitResistenzen,zuvermeiden:
- Krankenhäuser,
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EinrichtungenfürambulantesOperieren,
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Vorsorge-oderRehabilitationseinrichtungen,indeneneinedenKrankenhäusernvergleichbare medizinischeVersorgungerfolgt,
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Dialyseeinrichtungen,
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Tageskliniken,
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Entbindungseinrichtungen,
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Behandlungs-oderVersorgungseinrichtungen,diemiteinerderindenNummern1bis6genannten Einrichtungenvergleichbarsind,
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Arztpraxen,Zahnarztpraxen,psychotherapeutischePraxen,
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PraxensonstigerhumanmedizinischerHeilberufe,
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EinrichtungendesöffentlichenGesundheitsdienstes,indenenmedizinischeUntersuchungen, PräventionsmaßnahmenoderambulanteBehandlungendurchgeführtwerden,
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RettungsdiensteundEinrichtungendesZivil-undKatastrophenschutzes.
DieEinhaltungdesStandesdermedizinischenWissenschaftaufdiesemGebietwirdvermutet,wennjeweils dieveröffentlichtenEmpfehlungenderKommissionfürKrankenhaushygieneundInfektionspräventionbeim RobertKoch-InstitutundderKommissionAntiinfektiva,ResistenzundTherapiebeimRobertKoch-Institutbeachtet wordensind.
(4)DieLeitervonEinrichtungennachAbsatz3Satz1Nummer1bis3habensicherzustellen,dassdienach Absatz4afestgelegtennosokomialenInfektionenunddasAuftretenvonKrankheitserregernmitspeziellen ResistenzenundMultiresistenzenfortlaufendineinergesondertenNiederschriftaufgezeichnet,bewertetund sachgerechteSchlussfolgerungenhinsichtlicherforderlicherPräventionsmaßnahmengezogenwerdenund dassdieerforderlichenPräventionsmaßnahmendemPersonalmitgeteiltundumgesetztwerden.Darüber hinaushabendieLeitersicherzustellen,dassdienachAbsatz4afestgelegtenDatenzuArtundUmfangdes Antibiotika-VerbrauchsfortlaufendinzusammengefassterFormaufgezeichnet,unterBerücksichtigungderlokalen ResistenzsituationbewertetundsachgerechteSchlussfolgerungenhinsichtlichdesEinsatzesvonAntibiotika gezogenwerdenunddassdieerforderlichenAnpassungendesAntibiotikaeinsatzesdemPersonalmitgeteilt undumgesetztwerden.DieAufzeichnungennachdenSätzen1und2sindzehnJahrenachderenAnfertigung aufzubewahren.DemzuständigenGesundheitsamtistaufVerlangenEinsichtindieAufzeichnungen,Bewertungen undSchlussfolgerungenzugewähren.
(4a)DasRobertKoch-InstituthatentsprechenddenjeweiligenepidemiologischenErkenntnissendienach Absatz4zuerfassendennosokomialenInfektionenundKrankheitserregermitspeziellenResistenzenund MultiresistenzensowieDatenzuArtundUmfangdesAntibiotikaverbrauchsfestzulegen.DieFestlegungenhates ineinerListeimBundesgesundheitsblattzuveröffentlichen.DieListeistandenaktuellenStandanzupassen.
(5)DieLeiterfolgenderEinrichtungenhabensicherzustellen,dassinnerbetrieblicheVerfahrensweisenzur InfektionshygieneinHygieneplänenfestgelegtsind:
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Krankenhäuser,
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EinrichtungenfürambulantesOperieren,
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Vorsorge-oderRehabilitationseinrichtungen,
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Dialyseeinrichtungen,
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Tageskliniken,
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Entbindungseinrichtungen,
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Behandlungs-oderVersorgungseinrichtungen,diemiteinerderindenNummern1bis6genannten Einrichtungenvergleichbarsind,
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RettungsdiensteundEinrichtungendesZivil-undKatastrophenschutzes.
DieLandesregierungenkönnendurchRechtsverordnungvorsehen,dassLeitervonZahnarztpraxensowieLeiter vonArztpraxenundPraxensonstigerhumanmedizinischerHeilberufe,indeneninvasiveEingriffevorgenommen werden,sicherzustellenhaben,dassinnerbetrieblicheVerfahrensweisenzurInfektionshygieneinHygieneplänen festgelegtsind.DieLandesregierungenkönnendieErmächtigungdurchRechtsverordnungaufandereStellen übertragen.
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(6)EinrichtungennachAbsatz5Satz1unterliegenderinfektionshygienischenÜberwachungdurchdas Gesundheitsamt.EinrichtungennachAbsatz5Satz2könnendurchdasGesundheitsamtinfektionshygienisch überwachtwerden.
(6a)(weggefallen)
(7)(weggefallen)
(8)DieLandesregierungenhabendurchRechtsverordnungfürKrankenhäuser,Einrichtungenfürambulantes Operieren,Vorsorge-oderRehabilitationseinrichtungen,indeneneinedenKrankenhäusernvergleichbare medizinischeVersorgungerfolgt,sowiefürDialyseeinrichtungenundTagesklinikendiejeweilserforderlichen MaßnahmenzurVerhütung,Erkennung,ErfassungundBekämpfungvonnosokomialenInfektionenund KrankheitserregernmitResistenzenzuregeln.DabeisindinsbesondereRegelungenzutreffenüber
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hygienischeMindestanforderungenanBau,AusstattungundBetriebderEinrichtungen,
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Bestellung,AufgabenundZusammensetzungeinerHygienekommission,
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dieerforderlichepersonelleAusstattungmitHygienefachkräftenundKrankenhaushygienikernund dieBestellungvonhygienebeauftragtenÄrzteneinschließlichbislängstenszum31.Dezember2019 befristeterÜbergangsvorschriftenzurQualifikationeinerausreichendenZahlgeeignetenFachpersonals,
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AufgabenundAnforderungenanFort-undWeiterbildungderinderEinrichtungerforderlichen Hygienefachkräfte,KrankenhaushygienikerundhygienebeauftragtenÄrzte,
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dieerforderlicheQualifikationundSchulungdesPersonalshinsichtlichderInfektionsprävention,
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StrukturenundMethodenzurErkennungvonnosokomialenInfektionenundresistentenErregernundzur ErfassungimRahmenderärztlichenundpflegerischenDokumentationspflicht,
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diezurErfüllungihrerjeweiligenAufgabenerforderlicheEinsichtnahmederinNummer4genannten PersoneninAktenderjeweiligenEinrichtungeinschließlichderPatientenakten,
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dieInformationdesPersonalsüberMaßnahmen,diezurVerhütungundBekämpfungvonnosokomialen InfektionenundKrankheitserregernmitResistenzenerforderlichsind,
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dieklinisch-mikrobiologischundklinisch-pharmazeutischeBeratungdesärztlichenPersonals,
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dieInformationvonaufnehmendenEinrichtungenundniedergelassenenÄrztenbeiderVerlegung, ÜberweisungoderEntlassungvonPatientenüberMaßnahmen,diezurVerhütungundBekämpfungvon nosokomialenInfektionenundvonKrankheitserregernmitResistenzenerforderlichsind.
FürRettungsdienstekönnendieLandesregierungenerforderlicheMaßnahmennachdenSätzen1und2regeln. DieLandesregierungenkönnendieErmächtigungdurchRechtsverordnungaufandereStellenübertragen.
§ 23a Personenbezogene Daten über den Impf- und Serostatus von Beschäftigten
SoweiteszurErfüllungvonVerpflichtungenaus§23Absatz3inBezugaufübertragbareKrankheitenerforderlich ist,darfderArbeitgeberpersonenbezogeneDateneinesBeschäftigtenüberdessenImpf-undSerostatus verarbeiten,umüberdieBegründungeinesBeschäftigungsverhältnissesoderüberdieArtundWeiseeiner Beschäftigungzuentscheiden.DiesgiltnichtinBezugaufübertragbareKrankheiten,dieimRahmeneiner leitliniengerechtenBehandlungnachdemStanddermedizinischenWissenschaftnichtmehrübertragenwerden können.§22Absatz2desBundesdatenschutzgesetzesgiltentsprechend.DieBestimmungendesallgemeinen Datenschutzrechtsbleibenunberührt.
- Abschnitt Bekämpfung übertragbarer Krankheiten
§ 24 Feststellung und Heilbehandlung übertragbarer Krankheiten, Verordnungsermächtigung
(1)DieFeststellungoderdieHeilbehandlungeinerin§6Absatz1Satz1Nummer1,2oder5odereinerin§34 Absatz1Satz1genanntenKrankheitodereinerInfektionmiteinemin§7genanntenKrankheitserregeroder einersonstigensexuellübertragbarenKrankheitdarfnurdurcheinenArzterfolgen.AbweichendvonSatz1ist
- ApothekernunddemineinerApotheketätigenpharmazeutischenPersonalsowiePflegefachpersonen dieAnwendungvonIn-vitro-Diagnostika,diefürpatientennaheSchnelltestsbeiTestungaufAdenoviren, Influenzaviren,dasNorovirus,RespiratorischeSynzytialVirenunddasRotavirusverwendetwerden,
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gestattet,wennsiedieTestungfüreineApothekeodereinezugelassenePflegeeinrichtungimSinnevon §72Absatz1Satz1desElftenBuchesSozialgesetzbuchdurchführen,zuderenPersonalsiegehören,und
- PersonenunabhängigvonihrerberuflichenQualifikationdieAnwendungvonIn-vitro-Diagnostika,diefür patientennaheSchnelltestsbeiTestungaufHIV,dasHepatitis-C-Virus,dasSevere-Acute-Respiratory- Syndrome-Coronavirus-2(SARS-CoV-2)undTreponemapallidumverwendetwerden,gestattet.
(2)DasBundesministeriumfürGesundheitwirdermächtigt,soweitdieszurVerhinderungderVerbreitungvon KrankheitenoderKrankheitserregernerforderlichist,durchRechtsverordnungmitZustimmungdesBundesrates festzulegen,dassabweichendvonAbsatz1Satz1
-
PersonenunabhängigvonihrerberuflichenQualifikationdieAnwendungvonIn-vitro-Diagnostikagestattet ist,diefürpatientennaheSchnelltestsbeiTestungaufdieinAbsatz1genanntenKrankheitenund Krankheitserreger,auchsoweitsienichtinAbsatz1Satz2Nummer2genanntsind,verwendetwerden, und
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aucheinZahnarztodereinTierarztimRahmeneinerLabordiagnostikdendirektenoderindirekten Nachweiseinesin§7genanntenKrankheitserregersführendarf.
InderRechtsverordnungnachSatz1kannauchgeregeltwerden,dassMedizinischeTechnologenfür VeterinärmedizinbeiderDurchführunglaboranalytischerUntersuchungenzumNachweiseinesin§7genannten Krankheitserregersdiein§5Absatz1Satz1Nummer1desMT-Berufe-GesetzesgenanntenTätigkeitenausüben dürfenunddassindiesemFallderVorbehaltderAusübungdieserTätigkeitendurchMedizinischeTechnologenfür Laboratoriumsanalytiknichtgilt.
§ 25 Ermittlungen
(1)Ergibtsichoderistanzunehmen,dassjemandkrank,krankheitsverdächtig,ansteckungsverdächtigoder AusscheideristoderdasseinVerstorbenerkrank,krankheitsverdächtigoderAusscheiderwar,sostelltdas GesundheitsamtdieerforderlichenErmittlungenan,insbesondereüberArt,Ursache,Ansteckungsquelleund AusbreitungderKrankheit.DasGesundheitsamtkannauchErmittlungenanstellen,wennsichergibtoder anzunehmenist,dassjemanddurcheineSchutzimpfungoderandereMaßnahmederspezifischenProphylaxeeine gesundheitlicheSchädigungerlittenhat.
(2)FürdieDurchführungderErmittlungennachAbsatz1gilt§16Absatz1Satz2,Absatz2,3,5und8 entsprechend.DasGesundheitsamtkanneineimRahmenderErmittlungenimHinblickaufeinebedrohliche übertragbareKrankheiterforderlicheBefragunginBezugaufdieArt,Ursache,AnsteckungsquelleundAusbreitung derKrankheitunmittelbaraneinedrittePerson,insbesondereandenbehandelndenArzt,richten,wenneine MitwirkungderbetroffenenPersonoderdernach§16Absatz5verpflichtetenPersonnichtodernichtrechtzeitig möglichist;diedrittePersonistinentsprechenderAnwendungvon§16Absatz2Satz3und4zurAuskunft verpflichtet.
(3)DieinAbsatz1genanntenPersonenkönnendurchdasGesundheitsamtvorgeladenwerden.Siekönnendurch dasGesundheitsamtverpflichtetwerden,
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UntersuchungenundEntnahmenvonUntersuchungsmaterialansichvornehmenzulassen,insbesondere dieerforderlichenäußerlichenUntersuchungen,Röntgenuntersuchungen,Tuberkulintestungen, BlutentnahmenundAbstrichevonHautundSchleimhäutendurchdieBeauftragtendesGesundheitsamtes zudulden,sowie
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daserforderlicheUntersuchungsmaterialaufVerlangenbereitzustellen.
DarüberhinausgehendeinvasiveEingriffesowieEingriffe,dieeineBetäubungerfordern,dürfennurmit EinwilligungdesBetroffenenvorgenommenwerden;§16Absatz5giltnurentsprechend,wennderBetroffene einwilligungsunfähigist.DiebeidenUntersuchungenerhobenenpersonenbezogenenDatendürfennurfür ZweckediesesGesetzesverarbeitetwerden.
(4)DenÄrztendesGesundheitsamtesunddessenärztlichenBeauftragtenistvomGewahrsamsinhaberdie UntersuchungderinAbsatz1genanntenVerstorbenenzugestatten.DiezuständigeBehördesollgegenüberdem GewahrsamsinhaberdieinnereLeichenschauanordnen,wenndiesvomGesundheitsamtfürerforderlichgehalten wird.
(5)DieGrundrechtederkörperlichenUnversehrtheit(Artikel2Absatz2Satz1desGrundgesetzes),derFreiheit derPerson(Artikel2Absatz2Satz2desGrundgesetzes)undderUnverletzlichkeitderWohnung(Artikel13 Absatz1desGrundgesetzes)werdeninsoweiteingeschränkt.
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Fußnote
§25Abs.1:Baden-Württemberg-Abweichungdurch§60Abs.4Polizeigesetz(PolGBW)idFd.Gv.20.11.2012 GBl.BW2012,625mWv29.11.2012(vgl.BGBl.I2012,2726) §25Abs.1bis3:Bremen-Abweichungdurch§2desGesetzeszurBehandlungseinleitungbeiInfektionenmit übertragbarenKrankheitendurchDritte(BremBlüKDG)v.24.3.2015Brem.GBl.S.118mWv26.3.2015(vgl.BGBl. I2015,700)
§ 26 Teilnahme des behandelnden Arztes
DerbehandelndeArztistberechtigt,mitZustimmungdesPatientenandenUntersuchungennach§25sowiean derinnerenLeichenschauteilzunehmen.
Fußnote
§26Abs.1u.2:Baden-Württemberg-Abweichungdurch§60Abs.4Polizeigesetz(PolGBW)idFd.Gv. 20.11.2012GBl.BW2012,625mWv29.11.2012(vgl.BGBl.I2012,2726)
§ 27 Gegenseitige Unterrichtung
(1)DasGesundheitsamtunterrichtetinsbesondereindenFällendes§25Absatz1unverzüglichandere GesundheitsämteroderdiezuständigenBehördenundStellennachden§§54bis54b,derenAufgabennach diesemGesetzberührtsind,undübermitteltihnendiezurErfüllungvonderenAufgabenerforderlichenAngaben, sofernihmdieAngabenvorliegen.DiezuständigenBehördenundStellennachden§§54bis54bunterrichten dasGesundheitsamt,wenndessenAufgabennachdiesemGesetzberührtsind,undübermittelndiesemdiezur ErfüllungvondessenAufgabenerforderlichenAngaben,soweitihnendieAngabenvorliegen.
(2)DasGesundheitsamtunterrichtetunverzüglichdiefürdieÜberwachungnach§39Absatz1Satz1des Lebensmittel-undFuttermittelgesetzbuchsörtlichzuständigeLebensmittelüberwachungsbehörde,wennauf GrundvonTatsachenfeststehtoderderVerdachtbesteht,
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dasseinspezifischesLebensmittel,dasanEndverbraucherabgegebenwurde,inmindestenszweiFällen mitepidemiologischemZusammenhangUrsacheeinerübertragbarenKrankheitist,oder
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dassKrankheitserregeraufLebensmittelübertragenwurdenunddeshalbeineWeiterverbreitungder KrankheitdurchLebensmittelzubefürchtenist.
DasGesundheitsamtstelltfolgendeAngabenzurVerfügung,soweitsieihmvorliegenunddieAngabenfürdievon derzuständigenLebensmittelüberwachungsbehördezutreffendenMaßnahmenerforderlichsind:
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ZahlderKranken,Krankheitsverdächtigen,AnsteckungsverdächtigenundAusscheider,aufErsuchender LebensmittelüberwachungsbehördeauchNamenundErreichbarkeitsdaten,
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betroffenesLebensmittel,
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anEndverbraucherabgegebeneMengedesLebensmittels,
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OrtundZeitraumseinerAbgabe,
-
festgestellterKrankheitserregerund
-
vonPersonenentgegen§42ausgeübteTätigkeitsowieOrtderAusübung.
(3)DasGesundheitsamtunterrichtetunverzüglichdiefürMaßnahmennach§5desTiergesundheitsgesetzes zuständigeBehörde,wenn
- aufgrundvonTatsachenfeststehtoderderVerdachtbesteht,dass
a) ErregereinerübertragbarenKrankheitunmittelbarodermittelbarvonTierenaufeinebetroffene Personübertragenwurdenoder
b) ErregervoneinerbetroffenenPersonaufTiereübertragenwurden,und
- essichumErregereinernacheineraufgrunddesTiergesundheitsgesetzeserlassenenRechtsverordnung mitteilungspflichtigenodermeldepflichtigenSeuchehandelt.
DasGesundheitsamtübermitteltderfürMaßnahmennach§5desTiergesundheitsgesetzeszuständigenBehörde AngabenzumfestgestelltenErreger,zurTierartundzumStandortderTiere,sofernihmdieAngabenvorliegen.
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(4)DasGesundheitsamtunterrichtetunverzüglichdiefürdenImmissionsschutzzuständigeBehörde,wenn imFalleinerörtlichenoderzeitlichenHäufungvonInfektionenmitLegionellasp.derVerdachtbesteht,dass KrankheitserregerdurchAerosoleinderAußenluftaufdenMenschenübertragenwurden.DasGesundheitsamt übermitteltderfürdenImmissionsschutzzuständigenBehördeAngabenzudenwahrscheinlichenOrtenund ZeitpunktenderInfektionen,sofernihmdieAngabenvorliegen.
(5)DasGesundheitsamtunterrichtetunverzüglichdiezuständigeLandesbehörde,wennderVerdacht besteht,dasseinArzneimitteldieQuelleeinerInfektionist.DasGesundheitsamtübermitteltderzuständigen LandesbehördeallenotwendigenAngaben,sofernesdieseAngabenermittelnkann,wieBezeichnungdes Produktes,NameoderFirmadespharmazeutischenUnternehmersunddieChargenbezeichnung.Überdie betroffenePersonsindausschließlichdasGeburtsdatum,dasGeschlechtsowiederersteBuchstabedesersten VornamensundderersteBuchstabedeserstenNachnamensanzugeben.DiezuständigeBehördeübermittelt dieAngabenunverzüglichdernach§77desArzneimittelgesetzeszuständigenBundesoberbehörde.Die personenbezogenenDatensindzupseudonymisieren.
(6)StehtaufGrundvonTatsachenfestoderbestehtderVerdacht,dassjemand,deraneinermeldepflichtigen KrankheiterkranktodermiteinemmeldepflichtigenKrankheitserregerinfiziertist,oderdasseinVerstorbener, deraneinermeldepflichtigenKrankheiterkranktodermiteinemmeldepflichtigenKrankheitserregerinfiziert war,nachdemvermutetenZeitpunktderInfektionBlut-,Organ-,Gewebe-oderZellspenderwar,sohatdas Gesundheitsamt,wennessichdabeiumeinedurchBlut,Blutprodukte,Organe,GewebeoderZellenübertragbare KrankheitoderInfektionhandelt,diezuständigenBehördenvonBundundLändernunverzüglichüberdenBefund oderVerdachtzuunterrichten.EsmeldetdabeidieihmbekanntgewordenenSachverhalte.NachdenSätzen1 und2hatesbeiSpendernvermittlungspflichtigerOrgane(§1aNummer2desTransplantationsgesetzes)auch dienach§11desTransplantationsgesetzeserrichteteoderbestimmteKoordinierungsstellezuunterrichten,bei sonstigenOrgan-,Gewebe-oderZellspendernnachdenVorschriftendesTransplantationsgesetzesdieEinrichtung dermedizinischenVersorgung,inderdasOrgan,dasGewebeoderdieZelleübertragenwurdeoderübertragen werdensoll,unddieGewebeeinrichtung,diedasGewebeoderdieZelleentnommenhat.
§ 28 Schutzmaßnahmen
(1)WerdenKranke,Krankheitsverdächtige,AnsteckungsverdächtigeoderAusscheiderfestgestelltoderergibt sich,dasseinVerstorbenerkrank,krankheitsverdächtigoderAusscheiderwar,sotrifftdiezuständigeBehörde dienotwendigenSchutzmaßnahmen,insbesonderedieinden§§28a,28bund29bis31genannten,soweitund solangeeszurVerhinderungderVerbreitungübertragbarerKrankheitenerforderlichist;siekanninsbesondere Personenverpflichten,denOrt,andemsiesichbefinden,nichtodernurunterbestimmtenBedingungenzu verlassenodervonihrbestimmteOrteoderöffentlicheOrtenichtodernurunterbestimmtenBedingungen zubetreten.UnterdenVoraussetzungenvonSatz1kanndiezuständigeBehördeVeranstaltungenoder sonstigeAnsammlungenvonMenschenbeschränkenoderverbietenundBadeanstaltenoderin§33genannte GemeinschaftseinrichtungenoderTeiledavonschließen.EineHeilbehandlungdarfnichtangeordnetwerden. DieGrundrechtederkörperlichenUnversehrtheit(Artikel2Absatz2Satz1desGrundgesetzes),derFreiheitder Person(Artikel2Absatz2Satz2desGrundgesetzes),derVersammlungsfreiheit(Artikel8desGrundgesetzes), derFreizügigkeit(Artikel11Absatz1desGrundgesetzes)undderUnverletzlichkeitderWohnung(Artikel13 Absatz1desGrundgesetzes)werdeninsoweiteingeschränkt.
(2)Wirdfestgestellt,dasseinePersonineinerGemeinschaftseinrichtunganMasernerkrankt,dessenverdächtig oderansteckungsverdächtigist,kanndiezuständigeBehördePersonen,diewedereinenImpfschutz,der denEmpfehlungenderStändigenImpfkommissionentspricht,nocheineImmunitätgegenMaserndurch ärztlichesZeugnisnachweisenkönnen,diein§34Absatz1Satz1und2genanntenVerboteerteilen,biseine WeiterverbreitungderKrankheitinderGemeinschaftseinrichtungnichtmehrzubefürchtenist.
(3)FürMaßnahmennachdenAbsätzen1und2gilt§16Abs.5bis8,fürihreÜberwachungaußerdem§16Abs.2 entsprechend.
§ 28a Besondere Schutzmaßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung der Coronavirus-Krankheit- 2019 (COVID-19) bei epidemischer Lage von nationaler Tragweite
(1)NotwendigeSchutzmaßnahmenimSinnedes§28Absatz1Satz1und2zurVerhinderungderVerbreitung derCoronavirus-Krankheit-2019(COVID-19)könnenfürdieDauerderFeststellungeinerepidemischenLagevon nationalerTragweitenach§5Absatz1Satz1durchdenDeutschenBundestaginsbesonderesein
- AnordnungeinesAbstandsgebotsimöffentlichenRaum,
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VerpflichtungzumTrageneinerMund-Nasen-Bedeckung(Maskenpflicht),
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VerpflichtungzurVorlageeinesImpf-,Genesenen-oderTestnachweisesnach§22aAbsatz1bis3,
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Ausgangs-oderKontaktbeschränkungenimprivatensowieimöffentlichenRaum,
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VerpflichtungzurErstellungundAnwendungvonHygienekonzeptenfürBetriebe,Einrichtungenoder AngebotemitPublikumsverkehr,
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UntersagungoderBeschränkungvonFreizeitveranstaltungenundähnlichenVeranstaltungen,
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UntersagungoderBeschränkungdesBetriebsvonEinrichtungen,diederFreizeitgestaltungzuzurechnen sind,
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UntersagungoderBeschränkungvonKulturveranstaltungenoderdesBetriebsvonKultureinrichtungen,
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UntersagungoderBeschränkungvonSportveranstaltungenundderSportausübung,
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umfassendesoderaufbestimmteZeitenbeschränktesVerbotderAlkoholabgabeoderdes AlkoholkonsumsaufbestimmtenöffentlichenPlätzenoderinbestimmtenöffentlichzugänglichen Einrichtungen,
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UntersagungvonoderErteilungvonAuflagenfürdasAbhaltenvonVeranstaltungen,Ansammlungen, Aufzügen,VersammlungensowiereligiösenoderweltanschaulichenZusammenkünften,
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UntersagungoderBeschränkungvonReisen;diesgiltinsbesonderefürtouristischeReisen,
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UntersagungoderBeschränkungvonÜbernachtungsangeboten,
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UntersagungoderBeschränkungdesBetriebsvongastronomischenEinrichtungen,
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SchließungoderBeschränkungvonBetrieben,Gewerben,Einzel-oderGroßhandel,
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UntersagungoderBeschränkungdesBetretensoderdesBesuchsvonEinrichtungendesGesundheits- oderSozialwesens,
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SchließungvonGemeinschaftseinrichtungenimSinnevon§33,Hochschulen,außerschulischen EinrichtungenderErwachsenenbildungoderähnlichenEinrichtungenoderErteilungvonAuflagenfürdie FortführungihresBetriebsoder
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AnordnungderVerarbeitungderKontaktdatenvonKunden,GästenoderVeranstaltungsteilnehmern,um nachAuftreteneinerInfektionmitdemCoronavirusSARS-CoV-2möglicheInfektionskettennachverfolgen undunterbrechenzukönnen.
(2)DieAnordnungderfolgendenSchutzmaßnahmennachAbsatz1inVerbindungmit§28Absatz1istnur zulässig,soweitauchbeiBerücksichtigungallerbishergetroffenenanderenSchutzmaßnahmeneinewirksame EindämmungderVerbreitungderCoronavirus-Krankheit-2019(COVID-19)erheblichgefährdetwäre:
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UntersagungvonVersammlungenoderAufzügenimSinnevonArtikel8desGrundgesetzesundvon religiösenoderweltanschaulichenZusammenkünftennachAbsatz1Nummer11,
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AnordnungeinerAusgangsbeschränkungnachAbsatz1Nummer4,nachderdasVerlassendesprivaten WohnbereichsnurzubestimmtenZeitenoderzubestimmtenZweckenzulässigist,und
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UntersagungdesBetretensoderdesBesuchsvonEinrichtungenimSinnevonAbsatz1Nummer16,wie zumBeispielAlten-oderPflegeheimen,EinrichtungenderBehindertenhilfe,Entbindungseinrichtungen oderKrankenhäusernfürengeAngehörigevondortbehandelten,gepflegtenoderbetreutenPersonen.
SchutzmaßnahmennachAbsatz1Nummer16dürfennichtzurvollständigenIsolationvoneinzelnenPersonen oderGruppenführen;einMindestmaßansozialenKontaktenmussgewährleistetbleiben.
(3)EntscheidungenüberSchutzmaßnahmenzurVerhinderungderVerbreitungderCoronavirus-Krankheit- 2019(COVID-19)nachAbsatz1inVerbindungmit§28Absatz1,nach§28Absatz1Satz1und2undden §§29bis32sindinsbesondereandemSchutzvonLebenundGesundheitundderFunktionsfähigkeitdes Gesundheitssystemsauszurichten;dabeisindabsehbareÄnderungendesInfektionsgeschehensdurch ansteckendere,dasGesundheitssystemstärkerbelastendeVirusvariantenzuberücksichtigen.Zumpräventiven InfektionsschutzkönneninsbesonderedieinAbsatz1Nummer1,2,3,5und18genanntenSchutzmaßnahmen ergriffenwerden.WeitergehendeSchutzmaßnahmensollenunterBerücksichtigungdesjeweiligenregionalenund überregionalenInfektionsgeschehensmitdemZielgetroffenwerden,einedrohendeÜberlastungderregionalen undüberregionalenstationärenVersorgungzuvermeiden.WesentlicherMaßstabfürdieweitergehenden SchutzmaßnahmenistinsbesonderedieAnzahlderinBezugaufdieCoronavirus-Krankheit-2019(COVID-19) ineinKrankenhausaufgenommenenPersonenje100000EinwohnerinnerhalbvonsiebenTagen.Weitere
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IndikatorenwiedieunterinfektionsepidemiologischenAspektendifferenzierteAnzahlderNeuinfektionen mitdemCoronavirusSARS-CoV-2je100000EinwohnerinnerhalbvonsiebenTagen,dieverfügbaren intensivmedizinischenBehandlungskapazitätenunddieAnzahldergegendieCoronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19)geimpftenPersonensollenbeiderBewertungdesInfektionsgeschehensberücksichtigtwerden. DieLandesregierungenkönnenimRahmenderFestlegungderSchutzmaßnahmenunterBerücksichtigungder jeweiligenstationärenVersorgungskapazitätenineinerRechtsverordnungnach§32Schwellenwertefürdie IndikatorennachdenSätzen4und5festsetzen;entsprechendkönnendieSchutzmaßnahmeninnerhalbeines Landesregionaldifferenziertwerden.DasRobertKoch-InstitutveröffentlichtimInternetunterhttps://www.rki.de/ covid-19-trendswerktäglichnachAltersgruppendifferenzierteundmindestensaufeinzelneLänderundaufdas BundesgebietbezogeneDatenzuIndikatorennachdenSätzen4und5.DieLänderkönnendieIndikatorennach denSätzen4und5landesweitoderregionaldifferenziertauchstattbezogenauf100000Einwohnerbezogenauf dasLandoderdiejeweiligeRegionalsMaßstabverwenden.
(4)ImRahmenderKontaktdatenerhebungnachAbsatz1Nummer18dürfenvondenVerantwortlichennur personenbezogeneAngabensowieAngabenzumZeitraumundzumOrtdesAufenthalteserhobenundverarbeitet werden,soweitdieszurNachverfolgungvonKontaktpersonenzwingendnotwendigist.DieVerantwortlichen habensicherzustellen,dasseineKenntnisnahmedererfasstenDatendurchUnbefugteausgeschlossenist.Die DatendürfennichtzueinemanderenZweckalsderAushändigungaufAnforderungandienachLandesrecht fürdieErhebungderDatenzuständigenStellenverwendetwerdenundsindvierWochennachErhebungzu löschen.DiezuständigenStellennachSatz3sindberechtigt,dieerhobenenDatenanzufordern,soweitdies zurKontaktnachverfolgungnach§25Absatz1erforderlichist.DieVerantwortlichennachSatz1sindindiesen Fällenverpflichtet,denzuständigenStellennachSatz3dieerhobenenDatenzuübermitteln.EineWeitergabe derübermitteltenDatendurchdiezuständigenStellennachSatz3odereineWeiterverwendungdurchdiese zuanderenZweckenalsderKontaktnachverfolgungistausgeschlossen.DiedenzuständigenStellennach Satz3übermitteltenDatensindvondiesenunverzüglichirreversibelzulöschen,sobalddieDatenfürdie Kontaktnachverfolgungnichtmehrbenötigtwerden.
(5)Rechtsverordnungen,dienach§32inVerbindungmit§28Absatz1und§28aAbsatz1erlassenwerden,sind miteinerallgemeinenBegründungzuversehenundzeitlichzubefristen.DieGeltungsdauerbeträgtgrundsätzlich vierWochen;siekannverlängertwerden.
(6)SchutzmaßnahmennachAbsatz1inVerbindungmit§28Absatz1,nach§28Absatz1Satz1und2und nachden§§29bis31könnenauchkumulativangeordnetwerden,soweitundsolangeesfüreinewirksame VerhinderungderVerbreitungderCoronavirus-Krankheit-2019(COVID-19)erforderlichist.BeiEntscheidungen überSchutzmaßnahmenzurVerhinderungderVerbreitungderCoronavirus-Krankheit-2019(COVID-19) sindsoziale,gesellschaftlicheundwirtschaftlicheAuswirkungenaufdenEinzelnenunddieAllgemeinheit einzubeziehenundzuberücksichtigen,soweitdiesmitdemZieleinerwirksamenVerhinderungderVerbreitung derCoronavirus-Krankheit-2019(COVID-19)vereinbarist.Einzelnesoziale,gesellschaftlicheoderwirtschaftliche Bereiche,diefürdieAllgemeinheitvonbesondererBedeutungsind,könnenvondenSchutzmaßnahmen ausgenommenwerden,soweitihreEinbeziehungzurVerhinderungderVerbreitungderCoronavirus-Krankheit- 2019(COVID-19)nichtzwingenderforderlichist.
(7)-(10)(weggefallen)
§ 28b Besondere Schutzmaßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung der Coronavirus-Krankheit- 2019 (COVID-19) unabhängig von einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite bei saisonal hoher Dynamik
(1)UnabhängigvoneinerdurchdenDeutschenBundestagnach§5Absatz1Satz1festgestelltenepidemischen LagevonnationalerTragweitegiltzurVerhinderungderVerbreitungderCoronavirus-Krankheit-2019(COVID- 19)undzurGewährleistungderFunktionsfähigkeitdesGesundheitssystemsoderdersonstigenKritischen InfrastruktureninderZeitvom1.Oktober2022biszum7.April2023:
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FahrgästeinVerkehrsmittelndesöffentlichenPersonenfernverkehrs,diedas14.Lebensjahrvollendet haben,sindverpflichtet,eineAtemschutzmaske(FFP2odervergleichbar)zutragen,
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dasKontroll-undServicepersonalunddasFahr-undSteuerpersonalinVerkehrsmittelndesöffentlichen Personenfernverkehrs,soweittätigkeitsbedingtphysischeKontaktezuanderenPersonenbestehen,sowie FahrgästeinVerkehrsmittelndesöffentlichenPersonenfernverkehrs,diedassechste,abernochnichtdas 14.Lebensjahrvollendethaben,sindverpflichtet,einemedizinischeGesichtsmaske(Mund-Nasen-Schutz) odereineAtemschutzmaske(FFP2odervergleichbar)zutragen,
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- diefolgendenEinrichtungendürfennurvonPersonenbetretenwerden,dieeineAtemschutzmaske(FFP2 odervergleichbar)tragensowieeinenTestnachweisnach§22aAbsatz3vorlegen:
a) KrankenhäuserundRehabilitationseinrichtungen,indeneneinedenKrankenhäusern vergleichbaremedizinischeVersorgungerfolgt,
b) voll-oderteilstationäreEinrichtungenzurBetreuungundUnterbringungälterer,behinderteroder pflegebedürftigerMenschenundvergleichbareEinrichtungen;
BeschäftigteindiesenEinrichtungenmüsseneinenTestnachweisnach§22aAbsatz3abweichendvon§ 22aAbsatz3mindestensdreimalproKalenderwochevorlegen,
- infolgendenEinrichtungenoderUnternehmendürfeninderPflegenurPersonentätigwerden,dieeine Atemschutzmaske(FFP2odervergleichbar)tragensowiemindestensdreimalproKalenderwocheeinen Testnachweisnach§22aAbsatz3vorlegen:
a) ambulantePflegedienste,dieambulanteIntensivpflegeinEinrichtungen,Wohngruppenoder sonstigengemeinschaftlichenWohnformenoderindereigenenHäuslichkeitderpflegebedürftigen Personerbringensowie
b) ambulantePflegediensteundUnternehmen,dievergleichbareDienstleistungenwievoll- oderteilstationäreEinrichtungenzurBetreuungundUnterbringungälterer,behinderteroder pflegebedürftigerMenschenerbringen;AngebotezurUnterstützungimAlltagimSinnevon§45a Absatz1Satz2desElftenBuchesSozialgesetzbuchzählennichtzudiesenDienstleistungen. GleichesgiltfürPersonen,diedieseLeistungenimRahmeneinesPersönlichenBudgetsnach§29 desNeuntenBuchesSozialgesetzbucherbringen,
- diefolgendenEinrichtungendürfenvonPatientenundBesuchernnurbetretenwerden,wennsieeine Atemschutzmaske(FFP2odervergleichbar)tragen:
a) Arztpraxen,Zahnarztpraxen,psychotherapeutischePraxen,
b) PraxensonstigerhumanmedizinischerHeilberufe,
c) EinrichtungenfürambulantesOperieren,
d) Dialyseeinrichtungen,
e) Tageskliniken,
f) Behandlungs-oderVersorgungseinrichtungen,diemiteinerderindenBuchstabenabise genanntenEinrichtungenvergleichbarsind,
g) EinrichtungendesöffentlichenGesundheitsdienstes,indenenmedizinischeUntersuchungen, PräventionsmaßnahmenoderambulanteBehandlungendurchgeführtwerden,
h) Rettungsdienste.
DieBundesregierungwirdermächtigt,durchRechtsverordnungohneZustimmungdesBundesratesanzuordnen, dassFluggästesowieService-undSteuerpersonalindenVerkehrsmittelndesLuftverkehrsverpflichtetsind, eineAtemschutzmaske(FFP2odervergleichbar)odereinemedizinischeGesichtsmaske(Mund-Nasen-Schutz)zu tragen.EineAtemschutzmaske(FFP2odervergleichbar)odereinemedizinischeGesichtsmaske(Mund-Nasen- Schutz)mussnichtgetragenwerdenvon
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Kindern,diedassechsteLebensjahrnochnichtvollendethaben,
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Personen,dieärztlichbescheinigtaufGrundeinergesundheitlichenBeeinträchtigung,einerärztlich bescheinigtenchronischenErkrankungodereinerBehinderungkeineAtemschutzmaskeodermedizinische Gesichtsmasketragenkönnen,und
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gehörlosenundschwerhörigenMenschenundPersonen,diemitihnenkommunizieren,sowieihren Begleitpersonen.
Beförderersindverpflichtet,dieEinhaltungderVerpflichtungennachSatz1Nummer1und2sowieaufGrund einerRechtsverordnungnachSatz2durchstichprobenhafteKontrollenzuüberwachen;Einrichtungenund UnternehmennachSatz1Nummer3bis5sindverpflichtet,dieEinhaltungderVerpflichtungennachSatz1 Nummer3bis5durchstichprobenhafteKontrollenzuüberwachen.Personen,diedieVerpflichtungennachSatz 1oderaufGrundeinerRechtsverordnungnachSatz2nichterfüllen,könnenvonderBeförderungoderdem BetretenderEinrichtungoderdesUnternehmensausgeschlossenwerden.DieVerpflichtungzumTrageneiner Atemschutzmaske(FFP2odervergleichbar)nachSatz1Nummer3bis5giltnicht,wenndieErbringungoder EntgegennahmeeinermedizinischenodervergleichbarenBehandlungdemTrageneinerAtemschutzmaske
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entgegensteht,sowiefürindenEinrichtungenundUnternehmenbehandelte,betreute,untergebrachteoder gepflegtePersonenindenfürihrendauerhaftenAufenthaltbestimmtenRäumlichkeiten.DieVerpflichtungzur VorlageeinesTestnachweisesnachSatz1Nummer3und4giltnichtfürPersonen,dieinodervondeninSatz 1Nummer3und4genanntenEinrichtungenundUnternehmenbehandelt,betreut,untergebrachtodergepflegt werden.BeiPersonen,dieineinerodereineminSatz1Nummer4genanntenEinrichtungoderUnternehmen tätigsindunddieihreTätigkeitvonihrerWohnungausantreten,kanndiedemTestnachweiszugrundeliegende Testungabweichendvon§22aAbsatz3auchdurchAntigen-TestszurEigenanwendungohneÜberwachung erfolgen.DieLandesregierungenwerdenermächtigt,durchRechtsverordnungweiterePersonengruppenvonder NachweispflichteinesTestesnachSatz1Nummer3und4auszunehmen.DieLandesregierungenkönnendie ErmächtigungdurchRechtsverordnungaufandereStellenübertragen.
(2)SoweitdieszurVerhinderungderVerbreitungderCoronavirus-Krankheit-2019(COVID-19)undzur GewährleistungderFunktionsfähigkeitdesGesundheitssystemsoderdersonstigenKritischenInfrastrukturen erforderlichist,könneninderZeitvom1.Oktober2022biszum7.April2023folgendeMaßnahmennotwendige SchutzmaßnahmenimSinnedes§28Absatz1Satz1und2sein:
- dieVerpflichtungzumTrageneinermedizinischenGesichtsmaske(Mund-Nasen-Schutz)odereiner Atemschutzmaske(FFP2odervergleichbar)
a) inöffentlichzugänglichenInnenräumen,indenensichmehrerePersonenaufhalten,
b) inVerkehrsmittelndesöffentlichenPersonennahverkehrsfürFahrgäste,
c) inObdachlosenunterkünftenundEinrichtungenzurgemeinschaftlichenUnterbringungvon Asylbewerbern,vollziehbarAusreisepflichtigen,FlüchtlingenundSpätaussiedlern,
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dieVerpflichtungzumTrageneinermedizinischenGesichtsmaske(Mund-Nasen-Schutz)fürdas Kontroll-undServicepersonalunddasFahr-undSteuerpersonalinVerkehrsmittelndesöffentlichen Personennahverkehrs,soweittätigkeitsbedingtphysischeKontaktezuanderenPersonenbestehen,
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dieVerpflichtungzurTestungaufdasVorliegeneinerInfektionmitdemCoronavirusSARS-CoV-2in
a) EinrichtungenzurgemeinschaftlichenUnterbringungvonAsylbewerbern, vollziehbarAusreisepflichtigen,FlüchtlingenundSpätaussiedlern,Obdachlosen-und WohnungslosenunterkünftensowiesonstigenMassenunterkünften,
b) Schulen,Kindertageseinrichtungenund
c) Justizvollzugsanstalten,Abschiebungshafteinrichtungen,Maßregelvollzugseinrichtungensowie anderenAbteilungenoderEinrichtungen,wennundsoweitdortdauerhaftfreiheitsentziehende Unterbringungenerfolgen,insbesonderepsychiatrischeKrankenhäuser,HeimederJugendhilfeund fürSenioren.
Absatz1Satz3giltentsprechend.BeiFreizeit-,Kultur-undSportveranstaltungen,inFreizeit-und KultureinrichtungensowieingastronomischenEinrichtungenundbeiderSportausübungistvorzusehen,dass Personen,dieübereinenTestnachweisnach§22aAbsatz3verfügen,vonderVerpflichtungzumTrageneiner Atemschutzmaske(FFP2odervergleichbar)odereinermedizinischenGesichtsmaske(Mund-Nasen-Schutz) ausgenommensind.DenPersonen,dieübereinenTestnachweisnach§22aAbsatz3verfügen,könnenPersonen gleichgestelltwerden,dieübereinenImpfnachweisnach§22aAbsatz1verfügenundbeidenendieletzte EinzelimpfunghöchstensdreiMonatezurückliegt,undPersonen,dieübereinenGenesenennachweisnach§22a Absatz2verfügen.DasHausrechtderBetreiberoderVeranstalter,entsprechendeZugangsvoraussetzungen festzulegen,bleibtunberührt.
(3)SoweitdieszurVerhinderungderVerbreitungderCoronavirus-Krankheit-2019(COVID-19)undzur AufrechterhaltungeinesgeregeltenPräsenz-Unterrichtsbetriebserforderlichist,kanninderZeitvom1. Oktober2022biszum7.April2023fürfolgendePersonendieVerpflichtungzumTrageneinermedizinischen Gesichtsmaske(Mund-Nasen-Schutz)einenotwendigeSchutzmaßnahmeimSinnedes§28Absatz1Satz1und2 sein:
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KinderundSchülerinnenundSchülerabdemfünftenSchuljahrinSchulenundKinderhorten,insonstigen Ausbildungseinrichtungen,inHeimenundinFerienlagernund
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BeschäftigteinSchulenundKinderhorten,insonstigenAusbildungseinrichtungen,inHeimen,in Ferienlagern,inKindertageseinrichtungensowieineinernach§43Absatz1desAchtenBuches SozialgesetzbucherlaubnispflichtigenKindertagespflege.
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BeiderEntscheidungüberSchutzmaßnahmennachSatz1sindinsbesonderedasRechtaufschulischeBildung, aufsozialeTeilhabeunddiesonstigenbesonderenBelangevonKindernundJugendlichenzuberücksichtigen. Absatz1Satz3giltentsprechend.
(4)UnabhängigvoneinerdurchdenDeutschenBundestagnach§5Absatz1Satz1festgestelltenepidemischen LagevonnationalerTragweitekönnenineinemLandoderineinerodermehrerenkonkretzubenennenden GebietskörperschafteneinesLandesinderZeitvom1.Oktober2022biszum7.April2023zusätzlichzuden indenAbsätzen2und3genanntenMaßnahmenfolgendeMaßnahmennotwendigeSchutzmaßnahmenim Sinnedes§28Absatz1Satz1und2sein,sofernindemLandoderinderoderdenkonkretzubenennenden GebietskörperschafteneinekonkreteGefahrfürdieFunktionsfähigkeitdesGesundheitssystemsoderder sonstigenKritischenInfrastrukturenbestehtunddasParlamentdesbetroffenenLandesdiesfürdasLandoder eineodermehrerekonkretzubenennendeGebietskörperschaftenfestgestellthat:
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dieVerpflichtungzumTrageneinermedizinischenGesichtsmaske(Mund-Nasen-Schutz)odereiner Atemschutzmaske(FFP2odervergleichbar)beiVeranstaltungenimAußenbereich,soweiteinAbstandvon 1,5Meternregelmäßignichteingehaltenwerdenkann,
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dieVerpflichtungzumTrageneinermedizinischenGesichtsmaske(Mund-Nasen-Schutz)odereiner Atemschutzmaske(FFP2odervergleichbar)fürVeranstaltungeninöffentlichzugänglichenInnenräumen,
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dieVerpflichtungfürdenGroß-undEinzelhandel,fürBetriebe,Einrichtungen,GewerbesowieAngebote undVeranstaltungenausdemFreizeit-,Kultur-undSportbereichfüröffentlichzugänglicheInnenräume, indenensichmehrerePersonenaufhalten,Hygienekonzeptezuerstellen,diedieBereitstellungvon DesinfektionsmittelnsowieMaßnahmenzurVermeidungunnötigerKontakteundLüftungskonzepte vorsehenkönnen,
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dieAnordnungeinesAbstandsgebotsmiteinemAbstandvon1,5Metern(Mindestabstand)imöffentlichen Raum,insbesondereinöffentlichzugänglichenInnenräumen,
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dieFestlegungvonPersonenobergrenzenfürVeranstaltungeninöffentlichzugänglichenInnenräumen.
Absatz1Satz3giltentsprechend.DieFeststellungnachSatz1giltalsaufgehoben,soferndasParlamentindem betroffenenLandnichtspätestensdreiMonatenachderFeststellungnachSatz1dieFeststellungerneuttrifft; diesgiltentsprechend,soferndasParlamentindembetroffenenLandnichtspätestensdreiMonatenachder erneutenFeststellungerneutdieFeststellungtrifft.
(5)Rechtsverordnungen,dienach§32inVerbindungmit§28Absatz1unddenAbsätzen2bis4erlassen werden,sindmiteinerallgemeinenBegründungzuversehen.SchutzmaßnahmennachdenAbsätzen2bis4in Verbindungmit§28Absatz1undnach§28Absatz1Satz1und2undnachden§§29bis31könnenjeweilsauch kumulativangeordnetwerden.IndividuelleSchutzmaßnahmengegenüberKranken,Krankheitsverdächtigen, AnsteckungsverdächtigenoderAusscheidernnach§28Absatz1Satz1sowiedieSchließungvonEinrichtungen undBetriebenimEinzelfallnach§28Absatz1Satz1und2bleibenunberührt.BeiEntscheidungenüber Schutzmaßnahmensindsoziale,gesellschaftlicheundwirtschaftlicheAuswirkungenaufdenEinzelnenunddie Allgemeinheiteinzubeziehenundzuberücksichtigen,soweitdiesmitderErreichungderinAbsatz6genannten Zielevereinbarist.DiebesonderenBelangevonKindernundJugendlichensindzuberücksichtigen.
(6)EntscheidungenüberSchutzmaßnahmennachdenAbsätzen2bis4sindinsbesondereamSchutz vonLebenundGesundheitdurchVerhinderungeinerVielzahlschwererKrankheitsverläufe,amSchutz vulnerablerPersonengruppenundderFunktionsfähigkeitdesGesundheitssystemsunddersonstigenKritischen Infrastrukturenauszurichten.
(7)EinekonkreteGefahrfürdieFunktionsfähigkeitdesGesundheitssystemsoderdersonstigenKritischen Infrastrukturenbesteht,wennaufgrundeinesbesondersstarkenAnstiegsvonIndikatorennachSatz2erster HalbsatzoderderenStagnationaufeinemsehrhohenNiveauoderbeieinemversorgungsrelevantenRückgang derstationärenKapazitätendavonauszugehenist,dassesimGesundheitssystemoderindensonstigen KritischenInfrastrukturenzueinemschwerwiegendenSach-oderPersonalmangelodereinerÜberlastungder Kapazitätenkommt.IndikatorenhierfürsinddasAbwassermonitoring,dieAnzahlderNeuinfektionenmitdem CoronavirusSARS-CoV-2je100000EinwohnerinnerhalbvonsiebenTagen,dieSurveillance-Systemedes RobertKoch-InstitutsfürrespiratorischeAtemwegserkrankungen,dieAnzahlderinBezugaufdieCoronavirus- Krankheit-2019(COVID-19)ineinemKrankenhausaufgenommenenPersonenje100000Einwohnerinnerhalb vonsiebenTagen;ebensosinddieverfügbarenstationärenVersorgungskapazitätenzuberücksichtigen. AbsehbareÄnderungendesInfektionsgeschehensdurchansteckendere,dasGesundheitssystemstärker belastendeVirusvariantensindzuberücksichtigen.DieLandesregierungenkönnenimRahmenderFestlegung derSchutzmaßnahmennachdenAbsätzen2bis4ineinerRechtsverordnungnach§32Schwellenwertefürdie IndikatorennachSatz2festsetzen;entsprechendkönnendieSchutzmaßnahmeninnerhalbeinesLandesregional
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differenziertwerden.DieLandesregierungenkönnendieErmächtigungdurchRechtsverordnungaufandere Stellenübertragen.
(8)DieBundesregierungwirdermächtigt,durchRechtsverordnungohneZustimmungdesBundesrates
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dieVerpflichtungennachAbsatz1ganzoderteilweiseauszusetzen,
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abweichendvonAbsatz2Satz4dieZeit,diedieletzteEinzelimpfunghöchstenszurückliegendarf,zu regeln.
§ 28c Verordnungsermächtigung für besondere Regelungen für Geimpfte, Getestete und vergleichbare Personen
DieBundesregierungwirdermächtigt,durchRechtsverordnungfürPersonen,beidenenvoneinerImmunisierung gegendasCoronavirusSARS-CoV-2auszugehenistoderdieeinnegativesErgebniseinesTestsaufeineInfektion mitdemCoronavirusSARS-CoV-2vorlegenkönnen,ErleichterungenoderAusnahmenvonGebotenundVerboten nachdemfünftenAbschnittdiesesGesetzesodervonaufgrundderVorschriftenimfünftenAbschnittdieses GesetzeserlassenenGebotenundVerbotenzuregeln.InderRechtsverordnungkannvorgesehenwerden,dass ErleichterungenundAusnahmenfürPersonen,beidenenvoneinerImmunisierunggegendasCoronavirusSARS- CoV-2auszugehenist,nurbestehen,wennsieeinnegativesErgebniseinesTestsaufeineInfektionmitdem CoronavirusSARS-CoV-2vorlegenkönnen.RechtsverordnungenderBundesregierungnachdenSätzen1und2 bedürfenderZustimmungvonBundestagundBundesrat.WenndieBundesregierungvonihrerErmächtigung nachdenSätzen1und2Gebrauchmacht,kannsiezugleichdieLandesregierungenermächtigen,ganzoder teilweiseinBezugaufvondenLändernnachdemfünftenAbschnittdiesesGesetzeserlasseneGeboteund VerbotefürdieinSatz1genanntenPersonenErleichterungenoderAusnahmenzuregeln.DieLandesregierungen könnendieErmächtigungdurchRechtsverordnungaufandereStellenübertragen.
§ 29 Beobachtung
(1)Kranke,Krankheitsverdächtige,AnsteckungsverdächtigeundAusscheiderkönneneinerBeobachtung unterworfenwerden.
(2)WereinerBeobachtungnachAbsatz1unterworfenist,hatdieerforderlichenUntersuchungendurch dieBeauftragtendesGesundheitsamteszuduldenunddenAnordnungendesGesundheitsamtesFolgezu leisten.§25Absatz3giltentsprechend.EinePersonnachSatz1istfernerverpflichtet,denBeauftragten desGesundheitsamteszumZweckederBefragungoderderUntersuchungdenZutrittzuseinerWohnungzu gestatten,aufVerlangenihnenüberalleseinenGesundheitszustandbetreffendenUmständeAuskunftzugeben undimFalledesWechselsderHauptwohnungoderdesgewöhnlichenAufenthaltesunverzüglichdembisher zuständigenGesundheitsamtAnzeigezuerstatten.DieAnzeigepflichtgiltauchbeiÄnderungeneinerTätigkeit imLebensmittelbereichimSinnevon§42Abs.1Satz1oderinEinrichtungenimSinnevon§23Absatz5oder §35Absatz1Satz1sowie§36Absatz1sowiebeimWechseleinerGemeinschaftseinrichtungimSinnevon §33.§16Abs.2Satz4giltentsprechend.DieGrundrechtederkörperlichenUnversehrtheit(Artikel2Abs.2 Satz1Grundgesetz),derFreiheitderPerson(Artikel2Abs.2Satz2Grundgesetz)undderUnverletzlichkeitder Wohnung(Artikel13Abs.1Grundgesetz)werdeninsoweiteingeschränkt.
§ 30 Absonderung
(1)DiezuständigeBehördehatanzuordnen,dassPersonen,dieanLungenpestoderanvonMenschzu MenschübertragbaremhämorrhagischemFiebererkranktoderdessenverdächtigsind,unverzüglichineinem KrankenhausodereinerfürdieseKrankheitengeeignetenEinrichtungabgesondertwerden.BeisonstigenKranken sowieKrankheitsverdächtigen,AnsteckungsverdächtigenundAusscheidernkannangeordnetwerden,dasssie ineinemgeeignetenKrankenhausoderinsonstgeeigneterWeiseabgesondertwerden,beiAusscheidernjedoch nur,wennsieandereSchutzmaßnahmennichtbefolgen,befolgenkönnenoderbefolgenwürdenunddadurchihre Umgebunggefährden.
(2)KommtderBetroffenedenseineAbsonderungbetreffendenAnordnungennichtnachoderistnachseinem bisherigenVerhaltenanzunehmen,dassersolchenAnordnungennichtausreichendFolgeleistenwird,soister zwangsweisedurchUnterbringungineinemabgeschlossenenKrankenhausodereinemabgeschlossenenTeil einesKrankenhausesabzusondern.AnsteckungsverdächtigeundAusscheiderkönnenauchineineranderen geeignetenabgeschlossenenEinrichtungabgesondertwerden.DasGrundrechtderFreiheitderPerson(Artikel 2Abs.2Satz2Grundgesetz)kanninsoweiteingeschränktwerden.Buch7desGesetzesüberdasVerfahrenin FamiliensachenundindenAngelegenheitenderfreiwilligenGerichtsbarkeitgiltentsprechend.
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(3)DerAbgesondertehatdieAnordnungendesKrankenhausesoderdersonstigenAbsonderungseinrichtung zubefolgenunddieMaßnahmenzudulden,diederAufrechterhaltungeinesordnungsgemäßenBetriebsder EinrichtungoderderSicherungdesUnterbringungszwecksdienen.InsbesonderedürfenihmGegenstände, dieunmittelbarodermittelbareinemEntweichendienenkönnen,abgenommenundbiszuseinerEntlassung anderweitigverwahrtwerden.FürihneingehendeodervonihmausgehendePaketeundschriftliche MitteilungenkönneninseinemBeiseingeöffnetundzurückgehaltenwerden,soweitdieszurSicherungdes Unterbringungszweckserforderlichist.DiebeiderAbsonderungerhobenenpersonenbezogenenDatensowie dieüberPaketeundschriftlicheMitteilungengewonnenenErkenntnissedürfennurfürZweckediesesGesetzes verarbeitetwerden.PostsendungenvonGerichten,Behörden,gesetzlichenVertretern,Rechtsanwälten,Notaren oderSeelsorgerndürfenwedergeöffnetnochzurückgehaltenwerden;PostsendungenansolcheStellenoder Personendürfennurgeöffnetundzurückgehaltenwerden,soweitdieszumZweckederEntseuchungnotwendig ist.DieGrundrechtederkörperlichenUnversehrtheit(Artikel2Abs.2Satz1Grundgesetz),derFreiheitder Person(Artikel2Abs.2Satz2Grundgesetz)unddasGrundrechtdesBrief-undPostgeheimnisses(Artikel10 Grundgesetz)werdeninsoweiteingeschränkt.
(4)DerbehandelndeArztunddiezurPflegebestimmtenPersonenhabenfreienZutrittzuabgesonderten Personen.DemSeelsorgeroderUrkundspersonenmuss,anderenPersonenkannderbehandelndeArztdenZutritt unterAuferlegungdererforderlichenVerhaltensmaßregelngestatten.
(5)DieTrägerderEinrichtungenhabendafürzusorgen,dassdaseingesetztePersonalsowiedieweiteren gefährdetenPersonendenerforderlichenImpfschutzodereinespezifischeProphylaxeerhalten.
(6)DieLänderhabendafürSorgezutragen,dassdienachAbsatz1Satz1notwendigenRäume,Einrichtungen undTransportmittelzurVerfügungstehen.
(7)DiezuständigenGebietskörperschaftenhabendafürzusorgen,dassdienachAbsatz1Satz2undAbsatz2 notwendigenRäume,EinrichtungenundTransportmittelsowiedaserforderlichePersonalzurDurchführungvon AbsonderungsmaßnahmenaußerhalbderWohnungzurVerfügungstehen.DieRäumeundEinrichtungenzur AbsonderungnachAbsatz2sindnötigenfallsvondenLändernzuschaffenundzuunterhalten.
§ 31 Berufliches Tätigkeitsverbot
DiezuständigeBehördekannKranken,Krankheitsverdächtigen,AnsteckungsverdächtigenundAusscheidern dieAusübungbestimmterberuflicherTätigkeitenganzoderteilweiseuntersagen.Satz1giltauchfürsonstige Personen,dieKrankheitserregersoinoderansichtragen,dassimEinzelfalldieGefahreinerWeiterverbreitung besteht.
§ 32 Erlass von Rechtsverordnungen
DieLandesregierungenwerdenermächtigt,unterdenVoraussetzungen,diefürMaßnahmennachden§§28bis 28bund29bis31maßgebendsind,auchdurchRechtsverordnungenentsprechendeGeboteundVerbotezur BekämpfungübertragbarerKrankheitenzuerlassen.DieLandesregierungenkönnendieErmächtigungdurch RechtsverordnungaufandereStellenübertragen.DieGrundrechtederkörperlichenUnversehrtheit(Artikel2 Absatz2Satz1desGrundgesetzes),derFreiheitderPerson(Artikel2Absatz2Satz2desGrundgesetzes),der Freizügigkeit(Artikel11Absatz1desGrundgesetzes),derVersammlungsfreiheit(Artikel8desGrundgesetzes), derUnverletzlichkeitderWohnung(Artikel13Absatz1desGrundgesetzes)unddesBrief-undPostgeheimnisses (Artikel10desGrundgesetzes)könneninsoweiteingeschränktwerden.
- Abschnitt Infektionsschutz bei bestimmten Einrichtungen, Unternehmen und Personen
§ 33 Gemeinschaftseinrichtungen
GemeinschaftseinrichtungenimSinnediesesGesetzessindEinrichtungen,indenenüberwiegendminderjährige Personenbetreutwerden;dazugehöreninsbesondere:
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KindertageseinrichtungenundKinderhorte,
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dienach§43Absatz1desAchtenBuchesSozialgesetzbucherlaubnispflichtigeKindertagespflege,
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SchulenundsonstigeAusbildungseinrichtungen,
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Heimeund
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- Ferienlager.
§ 34 Gesundheitliche Anforderungen, Mitwirkungspflichten, Aufgaben des Gesundheitsamtes
(1)Personen,diean
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Cholera
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Diphtherie
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EnteritisdurchenterohämorrhagischeE.coli(EHEC)
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virusbedingtemhämorrhagischenFieber
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HaemophilusinfluenzaeTypb-Meningitis
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Impetigocontagiosa(ansteckendeBorkenflechte)
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Keuchhusten
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ansteckungsfähigerLungentuberkulose
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Masern
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Meningokokken-Infektion
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Mumps
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durchOrthopockenvirenverursachteKrankheiten
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Paratyphus
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Pest
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Poliomyelitis
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Röteln
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ScharlachodersonstigenStreptococcuspyogenes-Infektionen
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Shigellose
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Skabies(Krätze)
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Typhusabdominalis
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VirushepatitisAoderE
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Windpocken
erkranktoderdessenverdächtigoderdieverlaustsind,dürfenindenin§33genannten GemeinschaftseinrichtungenkeineLehr-,Erziehungs-,Pflege-,Aufsichts-odersonstigeTätigkeitenausüben, beidenensieKontaktzudendortBetreutenhaben,bisnachärztlichemUrteileineWeiterverbreitungder KrankheitoderderVerlausungdurchsienichtmehrzubefürchtenist.Satz1giltentsprechendfürdieinder GemeinschaftseinrichtungBetreutenmitderMaßgabe,dasssiediedemBetriebderGemeinschaftseinrichtung dienendenRäumenichtbetreten,EinrichtungenderGemeinschaftseinrichtungnichtbenutzenundan VeranstaltungenderGemeinschaftseinrichtungnichtteilnehmendürfen.Satz2giltauchfürKinder,diedas6. LebensjahrnochnichtvollendethabenundaninfektiöserGastroenteritiserkranktoderdessenverdächtigsind.
(2)Ausscheidervon
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VibriocholeraeO1undO139
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Corynebacteriumspp.,Toxinbildend
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SalmonellaTyphi
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SalmonellaParatyphi
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Shigellasp.
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enterohämorrhagischenE.coli(EHEC)
dürfennurmitZustimmungdesGesundheitsamtesundunterBeachtungdergegenüberdemAusscheiderund derGemeinschaftseinrichtungverfügtenSchutzmaßnahmendiedemBetriebderGemeinschaftseinrichtung dienendenRäumebetreten,EinrichtungenderGemeinschaftseinrichtungbenutzenundanVeranstaltungender Gemeinschaftseinrichtungteilnehmen.
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(3)Absatz1Satz1und2giltentsprechendfürPersonen,inderenWohngemeinschaftnachärztlichemUrteileine ErkrankunganodereinVerdachtauf
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Cholera
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Diphtherie
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EnteritisdurchenterohämorrhagischeE.coli(EHEC)
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virusbedingtemhämorrhagischemFieber
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HaemophilusinfluenzaeTypb-Meningitis
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ansteckungsfähigerLungentuberkulose
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Masern
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Meningokokken-Infektion
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Mumps
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Paratyphus
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Pest
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Poliomyelitis
12a. Röteln
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Shigellose
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Typhusabdominalis
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VirushepatitisAoderE
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Windpocken
aufgetretenist.
(4)WenndienachdenAbsätzen1bis3verpflichtetenPersonengeschäftsunfähigoderinderGeschäftsfähigkeit beschränktsind,sohatderjenigefürdieEinhaltungderdiesePersonennachdenAbsätzen1bis3treffenden Verpflichtungenzusorgen,demdieSorgefürdiesePersonzusteht.DiegleicheVerpflichtungtrifftden BetreuereinervonVerpflichtungennachdenAbsätzen1bis3betroffenenPerson,soweitdieErfüllungdieser VerpflichtungenzuseinemAufgabenkreisgehört.
(5)WenneinerderindenAbsätzen1,2oder3genanntenTatbeständebeideninAbsatz1genannten Personenauftritt,sohabendiesePersonenoderindenFällendesAbsatzes4derSorgeinhaberder GemeinschaftseinrichtunghiervonunverzüglichMitteilungzumachen.DieLeitungderGemeinschaftseinrichtung hatjedePerson,dieinderGemeinschaftseinrichtungneubetreutwird,oderderenSorgeberechtigteüberdie PflichtennachSatz1zubelehren.
(5a)Personen,dieindenin§33genanntenGemeinschaftseinrichtungenLehr-,Erziehungs-,Pflege-,Aufsichts- odersonstigeregelmäßigeTätigkeitenausübenundKontaktmitdendortBetreutenhaben,sindvorerstmaliger AufnahmeihrerTätigkeitundimWeiterenmindestensimAbstandvonzweiJahrenvonihremArbeitgeberüberdie gesundheitlichenAnforderungenundMitwirkungsverpflichtungennachdenAbsätzen1bis5zubelehren.Überdie BelehrungisteinProtokollzuerstellen,dasbeimArbeitgeberfürdieDauervondreiJahrenaufzubewahrenist.Die Sätze1und2findenfürDienstherrenentsprechendeAnwendung.
(6)WerdenTatsachenbekannt,diedasVorliegeneinerderindenAbsätzen1,2oder3aufgeführtenTatbestände annehmenlassen,sohatdieLeitungderGemeinschaftseinrichtungdasGesundheitsamt,indessenBezirksich dieGemeinschaftseinrichtungbefindet,unverzüglichzubenachrichtigenundkrankheits-undpersonenbezogene Angabenzumachen.DiesgiltauchbeimAuftretenvonzweiodermehrgleichartigen,schwerwiegenden Erkrankungen,wennalsderenUrsacheKrankheitserregeranzunehmensind.EineBenachrichtigungspflicht bestehtnicht,wennderLeitungeinNachweisdarübervorliegt,dassdieMeldungdesSachverhaltsnach§6 bereitserfolgtist.
(7)DiezuständigeBehördekannimEinvernehmenmitdemGesundheitsamtfürdiein§33genannten EinrichtungenAusnahmenvondemVerbotnachAbsatz1,auchinVerbindungmitAbsatz3,zulassen,wenn Maßnahmendurchgeführtwerdenoderwurden,mitdeneneineÜbertragungderaufgeführtenErkrankungenoder derVerlausungverhütetwerdenkann.
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(8)DasGesundheitsamtkanngegenüberderLeitungderGemeinschaftseinrichtunganordnen,dassdas AuftreteneinerErkrankungodereineshieraufgerichtetenVerdachtesohneHinweisaufdiePersoninder Gemeinschaftseinrichtungbekanntgegebenwird.
(9)WenninGemeinschaftseinrichtungenbetreutePersonenKrankheitserregersoinoderansichtragen, dassimEinzelfalldieGefahreinerWeiterverbreitungbesteht,kanndiezuständigeBehördedienotwendigen Schutzmaßnahmenanordnen.
(10)DieGesundheitsämterunddiein§33genanntenGemeinschaftseinrichtungensollendiebetreutenPersonen oderderenSorgeberechtigtegemeinsamüberdieBedeutungeinesvollständigen,altersgemäßen,nachden EmpfehlungenderStändigenImpfkommissionausreichendenImpfschutzesundüberdiePräventionübertragbarer Krankheitenaufklären.
(10a)BeiderErstaufnahmeineineKindertageseinrichtunghabendiePersonensorgeberechtigtengegenüber diesereinenschriftlichenNachweisdarüberzuerbringen,dasszeitnahvorderAufnahmeeineärztliche BeratunginBezugaufeinenvollständigen,altersgemäßen,nachdenEmpfehlungenderStändigen ImpfkommissionausreichendenImpfschutzdesKindeserfolgtist.WennderNachweisnichterbrachtwird, benachrichtigtdieLeitungderKindertageseinrichtungdasGesundheitsamt,indessenBezirksichdieEinrichtung befindet,undübermitteltdemGesundheitsamtpersonenbezogeneAngaben.DasGesundheitsamtkanndie PersonensorgeberechtigtenzueinerBeratungladen.WeitergehendelandesrechtlicheRegelungenbleiben unberührt.
(11)BeiErstaufnahmeindieersteKlasseeinerallgemeinbildendenSchulehatdasGesundheitsamtoderdervon ihmbeauftragteArztdenImpfstatuszuerhebenunddiehierbeigewonnenenaggregiertenundanonymisierten DatenüberdieobersteLandesgesundheitsbehördedemRobertKoch-Institutzuübermitteln.
§ 35 Infektionsschutz in Einrichtungen und Unternehmen der Pflege und Eingliederungshilfe, Verordnungsermächtigung
(1)FolgendeEinrichtungenundUnternehmenhabensicherzustellen,dassdienachdemStanddermedizinischen WissenschaftundderPflegewissenschafterforderlichenMaßnahmengetroffenwerden,umInfektionenzu verhütenunddieWeiterverbreitungvonKrankheitserregernzuvermeiden:
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vollstationäreEinrichtungenzurBetreuungundUnterbringungälterer,behinderteroderpflegebedürftiger MenschenodervergleichbareEinrichtungen,
-
teilstationäreEinrichtungenzurBetreuungundUnterbringungälterer,behinderteroderpflegebedürftiger MenschenodervergleichbareEinrichtungen,
-
ambulantePflegediensteundUnternehmen,diedenEinrichtungennachNummer1oderNummer2 vergleichbareDienstleistungenanbieten;AngebotezurUnterstützungimAlltagimSinnevon§45aAbsatz 1Satz2desElftenBuchesSozialgesetzbuchzählennichtzudenDienstleistungen,diemitAngebotenin EinrichtungennachNummer1oderNummer2vergleichbarsind.
DieEinhaltungdesStandesdermedizinischenWissenschaftoderderPflegewissenschaftimHinblickauf dieInfektionspräventionimRahmenderDurchführungmedizinischeroderpflegerischerMaßnahmenwird vermutet,wennjeweilsdieveröffentlichtenEmpfehlungenderKommissionfürInfektionspräventionin medizinischenEinrichtungenundinEinrichtungenundUnternehmenderPflegeundEingliederungshilfe nach§23Absatz1beachtetwordensind.DieinSatz1genanntenEinrichtungenundUnternehmenmüssen inHygienepläneninnerbetrieblicheVerfahrensweisenzurInfektionshygienefestlegenundunterliegender infektionshygienischenÜberwachungdurchdasGesundheitsamt.DieinfektionshygienischeÜberwachungvon ambulantenPflegediensten,dieambulanteIntensivpflegeerbringen,erstrecktsichauchaufOrte,andenendie Intensivpflegeerbrachtwird.DieambulantenPflegedienstenachSatz4habendemGesundheitsamtaufdessen AnforderungdieNamenundKontaktdatendervonihnenversorgtenPersonenunddervertretungsberechtigten Personenmitzuteilen.IndeninSatz1Nummer1und2genanntenEinrichtungenhabendieEinrichtungsleitungen fürdenZeitraumvom1.Oktober2022biseinschließlich7.April2023eineodermehrereverantwortliche PersonenzurSicherstellungderEinhaltungderinSatz7genanntenAnforderungen,AbläufeundMaßnahmen zubenennen;dieBenennungsetztdieZustimmungderbetreffendenPersonenvoraus.DiebenanntenPersonen stellensicher,
-
dassHygieneanforderungenunterBerücksichtigungderEmpfehlungennachSatz2undderHygienepläne nachSatz3eingehaltenwerden,
-
dassfestgelegteOrganisations-undVerfahrensabläufeimZusammenhangmitdem
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a) ImpfenvonBewohnernsowieGästengegendasCoronavirusSARS-CoV-2,insbesonderedie regelmäßigeKontrolledesImpfstatussowiedieorganisatorischeundpraktischeUnterstützungvon ImpfungendurchniedergelasseneÄrzteundmobileImpfteamsund
b) TestenvonBewohnernsowieGästen,voninderEinrichtungtätigenPersonenundvon BesuchernaufdasCoronavirusSARS-CoV-2gemäßdemeinrichtungsspezifischenTestkonzept undunterBerücksichtigungderTeststrategiederBundesregierung,derEmpfehlungendes RobertKoch-InstitutsfürPflegeeinrichtungenundEinrichtungenderEingliederungshilfesowie landesspezifischerVorgabenundderVorgabenderCoronavirus-Testverordnungbeachtetwerden sowie
- dassMaßnahmenzurUnterstützungderVersorgungvonBewohnernvonvollstationären PflegeeinrichtungenmitantiviralenCOVID-19-Arzneimitteln,insbesonderedieBenachrichtigungvon behandelndenÄrztenimFalleinespositivenTestergebnissesvonBewohnernaufdasCoronavirusSARS- CoV-2sowiedieBevorratungvonantiviralenCOVID-19-ArzneimittelninderjeweiligenEinrichtung vorgesehenwerden.
DerQualitätsausschussPflegenach§113bdesElftenBuchesSozialgesetzbucherstelltinAbstimmungmit demBundesministeriumfürGesundheitbiszum15.Oktober2022pflegefachlichorientierteGrundlagenund VerfahrenshinweisefürdieSicherstellungderEinhaltungderinSatz7genanntenAnforderungen,Abläufe undMaßnahmendurchnachSatz7involl-undteilstationärenPflegeeinrichtungenbenanntePersonen. UnterBerücksichtigungdieserGrundlagenundVerfahrenshinweiselegendievoll-undteilstationären PflegeeinrichtungenihreOrganisations-undVerfahrensabläufenachSatz7biszum1.November2022fest unddokumentierenindiesenFestlegungenauchdieBenennungnachSatz6.DieUmsetzungderinSatz7 genanntenAnforderungen,AbläufeundMaßnahmengemäßdenGrundlagenundVerfahrenshinweisendes QualitätsausschussesPflegenachSatz8vondenvoll-undteilstationärenPflegeeinrichtungeninVerantwortung dernachSatz6zubenennendenPersonensindzudokumentieren.DasGesundheitsamtüberwacht,obdie LeitungenderEinrichtungennachSatz1Nummer1und2PersonennachSatz6benannthaben.Esüberwacht auch,obvoll-undteilstationärePflegeeinrichtungendieinSatz7genanntenAnforderungen,Abläufeund MaßnahmenentsprechenddennachSatz8erstelltenGrundlagenundVerfahrenshinweisenumsetzenunddie FestlegungennachSatz9getroffenhaben.
(2)SoweiteszurErfüllungvonVerpflichtungennachAbsatz1inBezugaufübertragbareKrankheitenerforderlich ist,darfderArbeitgeberpersonenbezogeneDateneinesBeschäftigtenüberdessenImpf-undSerostatus verarbeiten,umüberdieBegründungeinesBeschäftigungsverhältnissesoderüberdieArtundWeiseeiner Beschäftigungzuentscheiden.DiesgiltnichtinBezugaufübertragbareKrankheiten,dieimRahmeneiner leitliniengerechtenBehandlungnachdemStanddermedizinischenWissenschaftnichtmehrübertragenwerden können.§22Absatz2desBundesdatenschutzgesetzesgiltentsprechend.DieBestimmungendesallgemeinen Datenschutzrechtsbleibenunberührt.
(3)DieLandesregierungenhabendurchRechtsverordnungfürdieinAbsatz1Satz1Nummer1genannten EinrichtungendiejeweilserforderlichenMaßnahmenzurVerhütung,Erkennung,ErfassungundBekämpfungvon übertragbarenKrankheitenzuregeln.DabeisindinsbesondereRegelungenzutreffenüber
-
hygienischeMindestanforderungenanBau,AusstattungundBetriebderEinrichtungen,
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dieerforderlichepersonelleAusstattungmithygienebeauftragtenPflegefachkräftenoder Hygienefachkräften,
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AufgabenundAnforderungenanFort-undWeiterbildungderinderEinrichtungerforderlichen hygienebeauftragtenPflegefachkräfteoderHygienefachkräfte,
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dieerforderlicheQualifikationundSchulungdesPersonalshinsichtlichderInfektionsprävention,
-
dieInformationdesPersonalsüberMaßnahmen,diezurVerhütungundBekämpfungvonübertragbaren Krankheitenerforderlichsind.
DieLandesregierungenkönnendieErmächtigungdurchRechtsverordnungaufandereStellenübertragen.
(4)DieLeitervoninAbsatz1Satz1Nummer1und2genanntenEinrichtungenhabendasGesundheitsamt, indessenBezirksichdieEinrichtungbefindet,unverzüglichzubenachrichtigenunddienachdiesemGesetz erforderlichenkrankheits-undpersonenbezogenenAngabenzumachen,wenneineinderEinrichtungtätigeoder untergebrachtePersonanSkabieserkranktistoderbeiihrderVerdachtbesteht,dasssieanSkabieserkranktist.
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(5)Personen,dieineinerinAbsatz1Satz1Nummer1und2genanntenEinrichtungaufgenommenwerden sollen,habenderLeitungderEinrichtungvoroderunverzüglichnachihrerAufnahmeeinärztlichesZeugnis darübervorzulegen,dassbeiihnenkeineAnhaltspunktefürdasVorliegeneineransteckungsfähigen Lungentuberkulosevorhandensind.BeidererstmaligenAufnahmedarfdieErhebungderBefunde,diedem ärztlichenZeugniszugrundeliegt,nichtlängeralssechsMonatezurückliegen,beieinererneutenAufnahmedarf sienichtlängeralszwölfMonatezurückliegen.
(6)DieinAbsatz1Satz1Nummer1und2genanntenvoll-undteilstationärenEinrichtungen,diezugelassene PflegeeinrichtungenimSinnevon§72desElftenBuchesSozialgesetzbuchsind,sindverpflichtet,demRobert Koch-InstitutmonatlichAngabenzumAnteilderPersonen,diegegendasCoronavirusSARS-CoV-2geimpft sind,jeweilsbezogenaufdiePersonen,dieinderEinrichtungbeschäftigtsindoderbehandelt,betreutoder gepflegtwerdenoderuntergebrachtsind,inanonymisierterFormzuübermitteln.HabensichdienachSatz1zu übermittelndenAngabenineinemMonatgegenüberdemVormonatnichtgeändert,übermitteltdieEinrichtung dievereinfachteMeldung,dasskeineÄnderungenimVergleichzumVormonatvorliegen.IndiesenFällenwerden dieDatendesVormonatsdurchdasRobertKoch-Institutfortgeschrieben.SoweiteszurErfüllungderPflichten nachdenSätzen1und2erforderlichist,darfdieLeitungderinSatz1genanntenEinrichtungenzudiesem ZweckpersonenbezogeneDateneinschließlichDatenzumImpfstatusinBezugaufdieCoronavirus-Krankheit- 2019(COVID-19)verarbeiten.DieDatennachSatz4dürfenauchzurBeurteilungderGefährdungslageinder EinrichtungimHinblickaufdieCoronavirus-Krankheit-2019(COVID-19)verarbeitetwerden,solangeundsoweit dieserforderlichist.§22Absatz2desBundesdatenschutzgesetzesgiltentsprechend.BestehenzumZeitpunkt desInkrafttretensdieserRegelungbereitslandesrechtlicheMeldeverfahren,dieaufbisherigemBundesrecht beruhenunddiezudendurchdasRobertKoch-InstitutnachSatz1zuerhebendenDatenanschlussfähigsind, bleibendielandesrechtlichenMeldeverfahrenvonderÄnderungunberührt,wenndieLändernachKreisenund kreisfreienStädtenaufgeschlüsselteDatendirektandasRobertKoch-Institutübermitteln;insoweitentfälltdie MeldepflichtnachSatz1.DasRobertKoch-InstitutführtdieihmübermitteltenDatenzusammenundübermittelt siemonatlichinanonymisierterFormdemBundesministeriumfürGesundheitsowiedenLändernbezogen aufLänder-undKreisebene.DienachdenSätzen4und5erhobenenDatensindspätestensamEndedes sechstenMonatsnachihrerErhebungzulöschen;dieBestimmungendesallgemeinenDatenschutzrechtsbleiben unberührt.DienachSatz1zuübermittelndenAngabenwerdenletztmaligfürdenMonatApril2023erhoben.
§ 36 Infektionsschutz bei bestimmten Einrichtungen, Unternehmen und Personen; Verordnungsermächtigung
(1)FolgendeEinrichtungenundUnternehmenmüsseninHygienepläneninnerbetrieblicheVerfahrensweisenzur InfektionshygienefestlegenundunterliegenderinfektionshygienischenÜberwachungdurchdasGesundheitsamt:
-
diein§33genanntenGemeinschaftseinrichtungenmitAusnahmederGemeinschaftseinrichtungennach§ 33Nummer2,
-
(weggefallen)
-
Obdachlosenunterkünfte,
-
EinrichtungenzurgemeinschaftlichenUnterbringungvonAsylbewerbern,vollziehbarAusreisepflichtigen, FlüchtlingenundSpätaussiedlern,
-
sonstigeMassenunterkünfte,
-
Justizvollzugsanstalten.
(2)EinrichtungenundUnternehmen,beidenendieMöglichkeitbesteht,dassdurchTätigkeitenamMenschen durchBlutKrankheitserregerübertragenwerden,sowieGemeinschaftseinrichtungennach§33Nummer2können durchdasGesundheitsamtinfektionshygienischüberwachtwerden.
(3)SofernderDeutscheBundestagnach§5Absatz1Satz1eineepidemischeLagevonnationalerTragweite festgestellthatundunabhängigdavonbiszumAblaufdes30.Juni2022darfderArbeitgeber,soweitdies zurVerhinderungderVerbreitungderCoronavirus-Krankheit-2019(COVID-19)erforderlichist,indeninden Absätzen1und2genanntenEinrichtungenundUnternehmenpersonenbezogeneDateneinesBeschäftigtenüber dessenImpf-undSerostatusinBezugaufdieCoronavirus-Krankheit-2019(COVID-19)verarbeiten,umüberdie BegründungeinesBeschäftigungsverhältnissesoderüberdieArtundWeiseeinerBeschäftigungzuentscheiden. ImÜbrigengeltendieBestimmungendesallgemeinenDatenschutzrechts.
(3a)DieLeitervoninAbsatz1Nummer2bis6genanntenEinrichtungenhabendasGesundheitsamt,in dessenBezirksichdieEinrichtungbefindet,unverzüglichzubenachrichtigenunddienachdiesemGesetz
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erforderlichenkrankheits-undpersonenbezogenenAngabenzumachen,wenneineinderEinrichtungtätigeoder untergebrachtePersonanSkabieserkranktistoderbeiihrderVerdachtbesteht,dasssieanSkabieserkranktist.
(4)Personen,dieineineEinrichtungnachAbsatz1Nummer2bis4aufgenommenwerdensollen,habender LeitungderEinrichtungvoroderunverzüglichnachihrerAufnahmeeinärztlichesZeugnisdarübervorzulegen, dassbeiihnenkeineAnhaltspunktefürdasVorliegeneineransteckungsfähigenLungentuberkulosevorhanden sind.BeidererstmaligenAufnahmedarfdieErhebungderBefunde,diedemärztlichenZeugniszugrundeliegt, nichtlängeralssechsMonatezurückliegen,beieinererneutenAufnahmedarfsienichtlängeralszwölfMonate zurückliegen.BeiPersonen,dieineineEinrichtungnachAbsatz1Nummer4aufgenommenwerdensollen,muss sichdasZeugnisaufeineimGeltungsbereichdiesesGesetzeserstellteRöntgenaufnahmederLungeoderauf anderevonderoberstenLandesgesundheitsbehördeoderdervonihrbestimmtenStellezugelasseneBefunde stützen.BeiPersonen,diedas15.Lebensjahrnochnichtvollendethaben,sowiebeiSchwangerenistvonder Röntgenaufnahmeabzusehen;stattdessenisteinärztlichesZeugnisvorzulegen,dassnachsonstigenBefunden eineansteckungsfähigeLungentuberkulosenichtzubefürchtenist.§34Absatz4giltentsprechend.Satz1gilt nichtfürObdachlose,diewenigeralsdreiTageineineEinrichtungnachAbsatz1Nummer3aufgenommen werden.
(5)Personen,dieineineEinrichtungnachAbsatz1Nummer4aufgenommenwerdensollen,sindverpflichtet, eineärztlicheUntersuchungaufAusschlusseineransteckungsfähigenLungentuberkuloseeinschließlicheiner RöntgenaufnahmederAtmungsorganezudulden.Diesgiltnicht,wenndiebetroffenenPersoneneinärztliches ZeugnisnachAbsatz4vorlegenoderunmittelbarvorihrerAufnahmeineineranderenEinrichtungnach Absatz1Nummer4untergebrachtwarenunddieentsprechendenUntersuchungenbereitsdortdurchgeführt wurden.Personen,dieineineJustizvollzugsanstaltaufgenommenwerden,sindverpflichtet,eineärztliche UntersuchungaufübertragbareKrankheiteneinschließlicheinerRöntgenaufnahmederLungezudulden.Für UntersuchungennachdenSätzen1und3giltAbsatz4Satz4entsprechend.WiderspruchundAnfechtungsklage gegenAnordnungennachdenSätzen1und3habenkeineaufschiebendeWirkung.
(6)DieLandesregierungenwerdenermächtigt,durchRechtsverordnungfestzulegen,dassPersonen,die nachdem31.Dezember2018indieBundesrepublikDeutschlandeingereistsindunddieaufGrundihrer HerkunftoderihrerLebenssituationwahrscheinlicheinemerhöhtenInfektionsrisikofürbestimmtebedrohliche übertragbareKrankheitenausgesetztwaren,nachihrerEinreiseeinärztlichesZeugnisdarübervorzulegen haben,dassbeiihnenkeineAnhaltspunktefürdasVorliegensolcherbedrohlicherübertragbarerKrankheiten vorhandensind,soferndieszumSchutzderBevölkerungvoreinerGefährdungdurchbedrohlicheübertragbare Krankheitenerforderlichist;§34Absatz4giltentsprechend.Personen,diekeinaufGrundderRechtsverordnung erforderlichesärztlichesZeugnisvorlegen,sindverpflichtet,eineärztlicheUntersuchungaufAusschluss bedrohlicherübertragbarerKrankheitenimSinnedesSatzes1zudulden;Absatz5Satz5giltentsprechend.In derRechtsverordnungnachSatz1istzubestimmen:
-
dasjeweilszugrundeliegendeerhöhteInfektionsrisikoimHinblickaufbestimmtebedrohliche übertragbareKrankheiten,
-
diejeweilsbetroffenenPersonengruppenunterBerücksichtigungihrerHerkunftoderihrerLebenssituation,
-
AnforderungenandasärztlicheZeugnisnachSatz1undzuderärztlichenUntersuchungnachSatz2 sowie
-
dieFrist,innerhalbderdasärztlicheZeugnisnachderEinreiseindieBundesrepublikDeutschland vorzulegenist.
DasRobertKoch-InstitutkannzudenEinzelheitennachSatz3Nummer1Empfehlungenabgeben.Die LandesregierungenkönnendieErmächtigungnachSatz1durchRechtsverordnungaufandereStellenübertragen.
(7)DasBundesministeriumfürGesundheitwirdermächtigt,durchRechtsverordnungmitZustimmungdes Bundesratesfestzulegen,dassPersonen,dieindieBundesrepublikDeutschlandeinreisenwollenodereingereist sindunddiewahrscheinlicheinemerhöhtenInfektionsrisikofüreinebestimmtebedrohlicheübertragbare Krankheitausgesetztwaren,vorodernachihrerEinreiseeinärztlichesZeugnisdarübervorzulegenhaben, dassbeiihnenkeineAnhaltspunktefürdasVorliegeneinersolchenbedrohlichenübertragbarenKrankheit vorhandensind,soferndieszumSchutzderBevölkerungvoreinerGefährdungdurchbedrohlicheübertragbare Krankheitenerforderlichist;§34Absatz4giltentsprechend.Personen,diekeinaufGrundderRechtsverordnung erforderlichesärztlichesZeugnisvorlegen,sindverpflichtet,eineärztlicheUntersuchungaufAusschlusseiner bedrohlichenübertragbarenKrankheitimSinnedesSatzes1zudulden;Absatz5Satz5giltentsprechend.Inder RechtsverordnungkönnennähereEinzelheiteninsbesonderezudenbetroffenenPersonengruppenundzuden AnforderungenandasärztlicheZeugnisnachSatz1undzuderärztlichenUntersuchungnachSatz2bestimmt werden.DasRobertKoch-InstitutkannzudenEinzelheitennachSatz3Empfehlungenabgeben.Indringenden
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FällenkannzumSchutzderBevölkerungdieRechtsverordnungohneZustimmungdesBundesrateserlassen werden.EineaufderGrundlagedesSatzes5erlasseneVerordnungtritteinJahrnachihremInkrafttretenaußer Kraft;ihreGeltungsdauerkannmitZustimmungdesBundesratesverlängertwerden.
(8)DieBundesregierungwird,sofernderDeutscheBundestagnach§5Absatz1Satz1eineepidemische LagevonnationalerTragweitefestgestellthat,ermächtigt,durchRechtsverordnungohneZustimmungdes Bundesratesfestzulegen,dassPersonen,dieindieBundesrepublikDeutschlandeinreisenwollenodereingereist sindundbeidenendieMöglichkeitbesteht,dasssieeinemerhöhtenInfektionsrisikofürdieKrankheitausgesetzt waren,diezurFeststellungderepidemischenLagevonnationalerTragweitegeführthat,insbesondere,weilsie sichineinementsprechendenRisikogebietaufgehaltenhaben,ausschließlichzurFeststellungundVerhinderung derVerbreitungdieserKrankheitverpflichtetsind,
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sichunverzüglichnachderEinreisefüreinenbestimmtenZeitraumingeeigneterWeiseaufeigeneKosten abzusondernsowie
-
derzuständigenBehördedurchNutzungdesvomRobertKoch-InstitutnachAbsatz9eingerichteten elektronischenMelde-undInformationssystemsfolgendeAngabenmitzuteilen:
a) ihrepersonenbezogenenAngaben,
b) dasDatumihrervoraussichtlichenEinreise,
c) ihreAufenthaltsortebiszuzehnTagevorundnachderEinreise,
d) dasfürdieEinreisegenutzteReisemittelundvorliegendeInformationenzumSitzplatz,
e) Angaben,obeineImpfdokumentationhinsichtlichderKrankheitvorliegt,diezurFeststellungder epidemischenLagevonnationalerTragweitegeführthat,
f) Angaben,obeinärztlichesZeugnisodereinTestergebnishinsichtlichdesNichtvorliegensder Krankheitvorliegt,diezurFeststellungderepidemischenLagevonnationalerTragweitegeführt hat,und
g) Angaben,obbeiihrAnhaltspunktefürdieKrankheitvorliegen,diezurFeststellungder epidemischenLagevonnationalerTragweitegeführthat;
inderRechtsverordnungkannauchfestgelegtwerden,dasseineImpfdokumentationimSinnedesBuchstabens eodereinärztlichesZeugnisodereinTestergebnisimSinnedesBuchstabensfüberdasnachAbsatz 9eingerichteteMelde-undInformationssystemderzuständigenBehördezuübermittelnsind.Inder Rechtsverordnungistauchzubestimmen,inwelchenFällenAusnahmenvondenVerpflichtungennachSatz 1bestehen.PersonennachSatz1könneneinerBeobachtungnach§29unterworfenwerden,auchwenndie in§29Absatz1genanntenVoraussetzungennichtvorliegen.Eskannfestgelegtwerden,inwelchenFällen anstellederNutzungdesvomRobertKoch-InstitutnachAbsatz9eingerichtetenelektronischenMelde-und InformationssystemseineschriftlicheErsatzmitteilunggegenüberderzuständigenBehördevorzunehmenist. §34Absatz4giltfürdiedurchdieRechtsverordnungnachdenSätzen1und4festgelegtenVerpflichtungen entsprechend.
(9)DasRobertKoch-InstitutrichtetfürdieZweckedesAbsatzes8Satz1einelektronischesMelde-und InformationssystemeinundistverantwortlichfürdessentechnischenBetrieb.DasRobertKoch-Institutkann einenIT-DienstleistermitdertechnischenUmsetzungbeauftragen.DieaufgrundeinerRechtsverordnung nachAbsatz8Satz1erhobenenDatendürfenvonderzuständigenBehördenurfürZweckederErfüllungund ÜberwachungderVerpflichtungen,diesichausderRechtsverordnungnachAbsatz8Satz1ergeben,undder Kontaktnachverfolgungverarbeitetwerden.Siesindspätestens14TagenachdemmitgeteiltenDatumder EinreisederjeweilsbetroffenenPersonzulöschen.EineÜbermittlungderaufGrundeinerRechtsverordnung nachAbsatz8Satz1Nummer2erhobenenDatendurchdiezuständigenBehördenanandereStellenoder eineWeiterverwendungdieserDatendurchdiezuständigenBehördenzuanderenalsdeninSatz3genannten Zweckenistunzulässig.
(10)DieBundesregierungwird,sofernderDeutscheBundestagnach§5Absatz1Satz1eineepidemische LagevonnationalerTragweitefestgestellthat,ermächtigt,durchRechtsverordnungohneZustimmungdes Bundesratesfestzulegen,
- dassdieineinerRechtsverordnungnachAbsatz8Satz1genanntenPersonenverpflichtetsind, gegenüberdenBeförderern,gegenüberderzuständigenBehördeodergegenüberdendiese BehördenachMaßgabedesAbsatzes11Satz1unterstützenden,mitderpolizeilichenKontrolledes grenzüberschreitendenVerkehrsbeauftragtenBehörden
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a) einenNachweisüberdieErfüllungderineinerRechtsverordnungnachAbsatz8Satz1Nummer 2festgelegtenVerpflichtungenoderdieErsatzmitteilungnachAbsatz8Satz4vorzulegenoder auszuhändigen,
b) eineImpfdokumentationhinsichtlichderinAbsatz8Satz1genanntenKrankheitvorzulegen,
c) einärztlichesZeugnisodereinTestergebnishinsichtlichdesNichtvorliegensderinAbsatz8Satz1 genanntenKrankheitvorzulegen,
d) Auskunftdarüberzugeben,obbeiihnenAnhaltspunktefürdieinAbsatz8Satz1genannte Krankheitvorhandensind;
1a. dassaufGrundeinesbeiReisenallgemeingesteigertenInfektionsrisikosinBezugaufdieKrankheit, diezurFeststellungderepidemischenLagevonnationalerTragweitegeführthat,allePersonen,diein dieBundesrepublikDeutschlandeinreisenwollenodereingereistsind,ausschließlichzurFeststellung undVerhinderungderVerbreitungderKrankheit,diezurFeststellungderepidemischenLagevon nationalerTragweitegeführthat,verpflichtetsind,übereinenNachweisodereinDokumentnachNummer 1BuchstabeboderBuchstabeczuverfügenunddenNachweisoderdasDokumentgegenüberden BeförderernoderdeninNummer1genanntenBehördenvorzulegen;
- dassUnternehmen,dieimEisenbahn-,Bus-,Schiffs-oderFlugverkehrReisendebefördern,Betreiber vonFlugplätzen,Häfen,PersonenbahnhöfenundOmnibusbahnhöfenimRahmenihrerbetrieblichenund technischenMöglichkeitenausschließlichzurFeststellungundVerhinderungderVerbreitungderinAbsatz 8Satz1genanntenKrankheit,beiderDurchführungderRechtsverordnungnachNummer1oderNummer 1amitzuwirkenhaben,undverpflichtetsind,
a) BeförderungenimFalleineserhöhtenInfektionsrisikosimSinnevonAbsatz8Satz1indie BundesrepublikDeutschlandzuunterlassen,soferneineRückreisevonPersonenmitWohnsitzin Deutschlandweiterhinmöglichist,derenEinreisenichtausaufenthaltsrechtlichenGründenzu untersagenist,
b) BeförderungenindieBundesrepublikDeutschlandnurdanndurchzuführen,wenndiezu beförderndenPersonendennachNummer1oderNummer1aauferlegtenVerpflichtungenvorder Beförderungnachgekommensind,
c) ReisendeüberdiegeltendenEinreise-undInfektionsschutzbestimmungenund-maßnahmeninder BundesrepublikDeutschlandunddieGefahrenderinAbsatz8Satz1genanntenKrankheitsowie dieMöglichkeitenzuderenVerhütungundBekämpfungbarrierefreizuinformierenundindiesem RahmenaufdieReise-undSicherheitshinweisedesAuswärtigenAmtshinzuweisen,
d) diezurIdentifizierungeinerPersonoderzurFrüherkennungvonKranken,Krankheitsverdächtigen, AnsteckungsverdächtigenundAusscheidernnotwendigenpersonenbezogenenAngaben zuerhebenundandiefürdenAufenthaltsortderbetreffendenPersonnachdiesemGesetz zuständigeBehördezuübermitteln,
e) bestimmteSchutzmaßnahmenzurVerhinderungderÜbertragungderinAbsatz8Satz1 genanntenKrankheitimRahmenderBeförderungvorzunehmen,
f) dieBeförderungvonKranken,Krankheitsverdächtigen,Ansteckungsverdächtigenund AusscheidernderzuständigenBehördezumelden,
g) PassagierlistenundSitzpläneaufNachfragederzuständigenBehördezuübermitteln,
h) denTransportvonKranken,Krankheitsverdächtigen,AnsteckungsverdächtigenoderAusscheidern, ineinKrankenhausoderineineanderegeeigneteEinrichtungdurchDrittezuermöglichen,
i) gegenüberdemRobertKoch-InstituteinefürRückfragenderzuständigenBehördenerreichbare Kontaktstellezubenennen;
- dassAnbietervonTelekommunikationsdienstenundBetreiberöffentlicherMobilfunknetzeverpflichtet sind,EinreisendebarrierefreiüberelektronischeNachrichtenüberdiegeltendenEinreise-und Infektionsschutzbestimmungenund-maßnahmeninderBundesrepublikDeutschlandzuinformieren.
Personen,diekeinenaufGrundderRechtsverordnungnachSatz1Nummer1und1aerforderlichenNachweis oderkeinaufGrundderRechtsverordnungnachSatz1Nummer1und1aerforderlichesDokumentvorlegen,sind verpflichtet,eineärztlicheUntersuchungaufAusschlussderinAbsatz8Satz1genanntenKrankheitzudulden. §34Absatz4giltfürdiedurchdieRechtsverordnungnachSatz1Nummer1oderNummer1afestgelegten Verpflichtungenentsprechend.
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(11)DiemitderpolizeilichenKontrolledesgrenzüberschreitendenVerkehrsbeauftragtenBehördenkönnen anlässlichdergrenzpolizeilichenAufgabenwahrnehmungalsunterstützendeBehördenachAbsatz10Satz 1Nummer1stichprobenhaftvondeninderRechtsverordnungnachAbsatz8Satz1genanntenPersonen verlangen,dasssieihnendieinAbsatz10Satz1Nummer1BuchstabeabiscgenanntenNachweiseoder DokumentevorlegenoderihnenAuskunftnachAbsatz10Satz1Nummer1Buchstabederteilen.Die unterstützendenBehördennachAbsatz10Satz1Nummer1unterrichtenbeiKenntnisunverzüglichdie zuständigenBehördenüberdieEinreisederinderRechtsverordnungnachAbsatz8Satz1genanntenPersonen, soweitdieseihrendenunterstützendenBehördengegenüberbestehendeninderRechtsverordnungnach Absatz10Satz1Nummer1festgelegtenVerpflichtungenbeiderEinreisenichtnachkommen.ZudiesemZweck dürfenbeideninderRechtsverordnungnachAbsatz8Satz1genanntenPersonenihrepersonenbezogenen Angaben,AngabenzuihrenAufenthaltsortenbiszuzehnTagevorundnachderEinreiseundAngabenzudem vonihnengenutztenReisemittelerhobenundderzuständigenBehördeübermitteltwerden.DieSätze1bis3 gelteninBezugaufdieinderRechtsverordnungnachAbsatz10Satz1Nummer1agenanntenPersonenmitden Maßgabenentsprechend,dassnurdieinAbsatz10Satz1Nummer1agenanntenNachweiseoderDokumente vorgelegtwerdenmüssenundnurdiepersonenbezogenenAngabenerhobenundübermitteltwerdendürfen. Dienach§71Absatz1Satz1desAufenthaltsgesetzeszuständigenBehördenunddieunterstützendenBehörden nachAbsatz10Satz1Nummer1unterrichtenbeiKenntnisunverzüglichdiezuständigenBehördenüberdie EinreisederinderRechtsverordnungnachAbsatz6Satz1odernachAbsatz7Satz1genanntenPersonen. ZudiesemZweckdürfenbeidiesenPersonenihrepersonenbezogenenAngabenerhobenundderzuständigen Behördeübermitteltwerden.DievondenBehördennachdenSätzen1,3,4und6erhobenenDatendürfenmit denDatenvorgelegterReisedokumenteabgeglichenwerden.
(12)EineaufgrunddesAbsatzes8Satz1oderdesAbsatzes10Satz1erlasseneRechtsverordnungtritt spätestensam7.April2023außerKraft.BiszuihremAußerkrafttretenkanneineaufgrunddesAbsatzes8Satz 1oderdesAbsatzes10Satz1erlasseneRechtsverordnungauchnachAufhebungderepidemischenLagevon nationalerTragweitegeändertwerden.
(13)DurchdieAbsätze4bis8und10werdendieGrundrechtederkörperlichenUnversehrtheit(Artikel2 Absatz2Satz1desGrundgesetzes),derFreiheitderPerson(Artikel2Absatz2Satz2desGrundgesetzes),der FreizügigkeitderPerson(Artikel11Absatz1desGrundgesetzes)undderUnverletzlichkeitderWohnung(Artikel 13Absatz1desGrundgesetzes)eingeschränkt.
- Abschnitt Wasser
§ 37 Beschaffenheit von Wasser für den menschlichen Gebrauch sowie von Wasser zum Schwimmen oder Baden in Becken oder Teichen, Überwachung
(1)WasserfürdenmenschlichenGebrauchmusssobeschaffensein,dassdurchseinenGenussoderGebrauch eineSchädigungdermenschlichenGesundheit,insbesonderedurchKrankheitserreger,nichtzubesorgenist.
(2)Wasser,dasinGewerbebetrieben,öffentlichenBädernsowieinsonstigennichtausschließlichprivatgenutzten EinrichtungenzumSchwimmenoderBadenbereitgestelltwird
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inSchwimm-oderBadebeckenoder
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inSchwimm-oderBadeteichen,dienichtBadegewässerimSinnederRichtlinie2006/7/EGdes EuropäischenParlamentsunddesRatesvom15.Februar2006überdieQualitätderBadegewässerund derenBewirtschaftungundzurAufhebungderRichtlinie76/160/EWG(ABl.L64vom4.3.2006,S.37;L 359vom29.12.2012,S.77),diezuletztdurchdieRichtlinie2013/64/EU(ABl.L353vom28.12.2013,S.8) geändertwordenist,sind,
musssobeschaffensein,dassdurchseinenGebraucheineSchädigungdermenschlichenGesundheit, insbesonderedurchKrankheitserreger,nichtzubesorgenist.BeiSchwimm-oderBadebeckenmussdie AufbereitungdesWasserseineDesinfektioneinschließen.BeiSchwimm-oderBadeteichenhatdieAufbereitung desWassersdurchbiologischeundmechanischeVerfahren,diemindestensdenallgemeinanerkanntenRegeln derTechnikentsprechen,zuerfolgen.
(3)Wasserversorgungsanlagen,Schwimm-oderBadebeckenundSchwimm-oderBadeteicheeinschließlichihrer WasseraufbereitungsanlagenunterliegenhinsichtlichderindenAbsätzen1und2genanntenAnforderungender ÜberwachungdurchdasGesundheitsamtund,soweitessichumdieÜberwachungradioaktiverStoffeimWasser fürdenmenschlichenGebrauchhandelt,durchdiesonstzuständigeBehörde.
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§ 38 Verordnungsermächtigung
(1)DasBundesministeriumfürGesundheitwirdermächtigt,durchRechtsverordnungmitZustimmungdes Bundesrateszubestimmen,
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welchenAnforderungendasWasserfürdenmenschlichenGebrauchentsprechenmuss,umderVorschrift von§37Absatz1zugenügen,
-
welchenAnforderungenWasserversorgungsanlagenentsprechenmüssen,
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dassundwiedieWasserversorgungsanlagenunddasWasserinhygienischerHinsichtzuüberwachen sind,
-
dassdieBetreibervonWasserversorgungsanlagen
a) AnzeigepflichteninBezugaufdieWasserversorgungsanlagenundihrenBetriebunterliegen,
b) beiderPlanung,derErrichtungunddemBetriebvonWasserversorgungsanlagen,insbesondere beiderAufbereitungdesWassers,bestimmteAnforderungenundallgemeinanerkannteRegeln derTechnikeinzuhaltenhaben,
c) WasseraufbestimmteParameterhinzuuntersuchenundzubewertenunddieErgebnisse aufzuzeichnen,aufzubewahren,demGesundheitsamtoderdersonstzuständigenBehördezu übermittelnoderaufderenVerlangenzurVerfügungzustellenhaben,
d) einRisikomanagementderWasserversorgungsanlagezubetreibenhaben,
e) imFallderNichteinhaltungvonAnforderungendieUrsachezuklärenundAbhilfezuschaffen haben,
f) Maßnahmenpläneaufzustellenhaben,
g) anÜberwachungsmaßnahmendesGesundheitsamtesoderdersonstzuständigenBehörde mitzuwirkenunddiesezuduldenhaben,
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welcheHandlungs-,Unterlassungs-,Mitwirkungs-undDuldungspflichtendenBetreibernvon WasserversorgungsanlagenüberNummer4hinausobliegen,
-
welcheAnforderungenanStoffe,VerfahrenundMaterialienbeiderGewinnung,Aufbereitungoder VerteilungeinschließlichSpeicherungdesWassersfürdenmenschlichenGebrauchbestehen,soweitdie Stoffe,VerfahrenundMaterialiennichtdenVorschriftendesLebensmittel-undFuttermittelgesetzbuches unterliegen,undinsbesondere,
a) dassnurAufbereitungsstoffeundDesinfektionsverfahrenverwendetwerdendürfen,die hinreichendwirksamsind,keinevermeidbarenoderunvertretbarenAuswirkungenaufGesundheit undUmwelthabenundfürdiedasUmweltbundesamtgeprüftundfestgestellthat,dassdie AufbereitungsstoffeundDesinfektionsverfahrendieseAnforderungenunterbestimmten einzuhaltendenEinsatzbedingungenundbeiBeachtungbestimmterDokumentations-und Untersuchungspflichtenerfüllen,und
b) welcheAnforderungenanWerkstoffeundMaterialien,dieKontaktmitdemWasserfürden menschlichenGebrauchhaben,bestehenunddassWerkstoffeundMaterialiennurverwendet werdendürfen,wenndasUmweltbundesamtgeprüftundinBewertungsgrundlagenmit PrüfvorschriftenundPositivlistenfestgestellthat,dassdieWerkstoffeundMaterialiendiese Anforderungenerfüllen,
- welcheVoraussetzungen,InhalteundVerfahrenfürdiePrüfungenundFeststellungendes UmweltbundesamtesnachNummer6gelten,
7a. nachwelchemVerfahrenKonformitätsbewertungsstellennachderDelegiertenVerordnung(EU)2024/370 notifiziertwerden,
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inwelchenFällendasWasserfürdenmenschlichenGebrauch,dasdenAnforderungennachNummer1 oderNummer6nichtentspricht,nichtodernureingeschränktabgegebenoderanderennichtodernur eingeschränktzurVerfügunggestelltwerdendarf,
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inwelchenFällenundwiediezuständigeBehördeoderdieBetreibervonWasserversorgungsanlagendie Bevölkerungzuinformierenhabenüber
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a) denNamen,dieAdresseunddieEigentumsstrukturdesBetreiberssowieAngabenzueiner Kontaktstelle,
b) dieWasserversorgung,
c) dieBeschaffenheitdesWassersfürdenmenschlichenGebrauchimHinblickaufdiein§37Absatz 1genanntenAnforderungen,
d) ErgebnissedervorgeschriebenenUntersuchungendesWassersfürdenmenschlichenGebrauch nacheineraufgrundderNummer4erlassenenRechtsverordnung,
e) dieÜberwachungderBeschaffenheitdesWassersfürdenmenschlichenGebrauchnach§37 Absatz3,
f) MaßnahmendesBetreiberszurAufrechterhaltungoderWiederherstellungderBeschaffenheit desWassersfürdenmenschlichenGebrauchimHinblickaufdiein§37Absatz1genannten Anforderungen,
g) dieMaßnahmendesBetreiberszurAnwendungdesrisikobasiertenAnsatzesfürsicheresWasser fürdenmenschlichenGebrauch,
h) einengesundheits-undverantwortungsbewusstenUmgangmitWasserfürdenmenschlichen Gebrauch,
i) denVerbrauchvonWasserfürdenmenschlichenGebrauch,
j) dieHöheunddieBerechnungsgrundlagendesEntgeltsfürWasserfürdenmenschlichenGebrauch und
k) VerbraucherbeschwerdeninBezugaufPflichtendesBetreibersnachdiesemGesetzodereinerauf GrunddiesesGesetzeserlassenenRechtsverordnung,soweitdemBetreiberdieInformationenals ZusammenfassungenoderStatistikenvorliegen,
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dassundwieAngabenüberdieGewinnungunddieBeschaffenheitdesWassersfürdenmenschlichen GebraucheinschließlichpersonenbezogenerDatenzuübermittelnsind,soweitdieseAngabenfürdie ErfassungunddieÜberwachungderBeschaffenheitdesWassersfürdenmenschlichenGebrauchundder Wasserversorgungerforderlichsind,
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welchenAnforderungenUntersuchungsstellenunterliegen,diedasWasserfürdenmenschlichen Gebrauchuntersuchen,undnachwelchenVerfahrenUntersuchungendesWassersfürdenmenschlichen Gebrauchdurchzuführensind,
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inwelchenFällenundwieUntersuchungsstellen,diedasWasserfürdenmenschlichenGebrauch untersuchen,demGesundheitsamtErgebnissevonsolchenUntersuchungenoderdemUmweltbundesamt DateninaggregierterFormüberUntersuchungenvonWasserfürdenmenschlichenGebrauchzumelden habenund
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inwelchenFällenundwiedieBetreibervonWasserversorgungsanlagenundInstallationsunternehmen demGesundheitsamtFeststellungenübereinegefährlicheBeschaffenheitvon Wasserversorgungsanlagen,insbesondereimHinblickaufdasVorhandenseindesWerkstoffsBlei, mitzuteilenhaben.
DieRechtsverordnungbedarfdesEinvernehmensmitdemBundesministeriumfürUmwelt,Naturschutz,nukleare SicherheitundVerbraucherschutz,soweitinderRechtsverordnungRegelungenzuWasserversorgungsanlagenmit WassergewinnungoderzuradioaktivenStoffenimWasserfürdenmenschlichenGebrauchgetroffenwerden.Das BundesministeriumfürGesundheitkanndieErmächtigungnachSatz1Nummer7adurchRechtsverordnungauf dasUmweltbundesamtübertragen.
(2)DasBundesministeriumfürGesundheitbestimmtdurchRechtsverordnungmitZustimmungdesBundesrates,
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welchenAnforderungendasin§37Abs.2bezeichneteWasserentsprechenmuss,umderVorschriftvon§ 37Abs.2zugenügen,
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dassundwiedieSchwimm-oderBadebecken,dieSchwimm-oderBadeteicheunddasWasserin hygienischerHinsichtzuüberwachensind,
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welcheHandlungs-,Unterlassungs-,Mitwirkungs-undDuldungspflichtendemBetreibereinesSchwimm- oderBadebeckensodereinesSchwimm-oderBadeteichesimSinnederNummern1und2obliegen, welcheWasseruntersuchungendieserdurchführenoderdurchführenlassenmussundinwelchen Zeitabständendiesevorzunehmensind,
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inwelchenFällendasin§37Abs.2bezeichneteWasser,dasdenAnforderungennachNummer1nicht entspricht,anderennichtzurVerfügunggestelltwerdendarfund
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dassfürdieAufbereitungdesin§37Absatz2Satz1bezeichnetenWassersnurMittelundVerfahren verwendetwerdendürfen,dievomUmweltbundesamtineinerListebekanntgemachtwordensind.
DieAufnahmevonMittelnundVerfahrenzurAufbereitungdesin§37Absatz2Satz2bezeichnetenWassersin dieListenachNummer5erfolgtnur,wenndasUmweltbundesamtfestgestellthat,dassdieMittelundVerfahren mindestensdenallgemeinanerkanntenRegelnderTechnikentsprechen.
(3)(weggefallen)
§ 39 Untersuchungen, Maßnahmen der zuständigen Behörde
(1)DerBetreibereinerWasserversorgungsanlage,einesSchwimm-oderBadebeckensodereinesSchwimm- oderBadeteicheshatdieihmaufGrundvonRechtsverordnungennach§38Abs.1oder2obliegenden WasseruntersuchungenaufeigeneKostendurchzuführenoderdurchführenzulassen.
(2)DiezuständigeBehördehatdienotwendigenMaßnahmenzutreffen,um
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dieEinhaltungderVorschriftendes§37Abs.1und2undvonRechtsverordnungennach§38Abs.1und2 sicherzustellen,
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GefahrenfürdiemenschlicheGesundheitabzuwenden,dievonWasserfürdenmenschlichenGebrauch imSinnevon§37Abs.1sowievonWasserfürundinSchwimm-oderBadebeckenundSchwimm- oderBadeteichenimSinnevon§37Abs.2ausgehenkönnen,insbesondereumdasAuftretenoderdie WeiterverbreitungübertragbarerKrankheitenzuverhindern.
§16Abs.6bis8giltentsprechend.
§ 40 Aufgaben des Umweltbundesamtes
(1)DasUmweltbundesamthatimRahmendiesesGesetzesdieAufgabe,KonzeptionenzurVorbeugung, ErkennungundVerhinderungderWeiterverbreitungvondurchWasserübertragbarenKrankheitenzuentwickeln.
(2)BeimUmweltbundesamtkönnenzurErfüllungdieserAufgabenberatendeFachkommissioneneingerichtet werden,dieEmpfehlungenzumSchutzdermenschlichenGesundheithinsichtlichderAnforderungenandie Qualitätdesin§37Abs.1und2bezeichnetenWasserssowiederinsoweitnotwendigenMaßnahmenabgeben können.DieMitgliederdieserKommissionenwerdenvomBundesministeriumfürGesundheitimBenehmen mitdemBundesministeriumfürUmwelt,NaturschutzundnukleareSicherheitsowieimBenehmenmitden jeweilszuständigenoberstenLandesbehördenberufen.VertreterdesBundesministeriumsfürGesundheit,des BundesministeriumsfürUmwelt,NaturschutzundnukleareSicherheitunddesUmweltbundesamtesnehmenmit beratenderStimmeandenSitzungenteil.WeitereVertretervonBundes-undLandesbehördenkönnendaran teilnehmen.
(3)DasUmweltbundesamtnimmtdieAufgabendernotifizierendenBehördenachArtikel3derDelegierten Verordnung(EU)2024/370wahr.
§ 41 Abwasser
(1)DieAbwasserbeseitigungspflichtigenhabendaraufhinzuwirken,dassAbwassersobeseitigtwird,dass GefahrenfürdiemenschlicheGesundheitdurchKrankheitserregernichtentstehen.EinrichtungenzurBeseitigung desinSatz1genanntenAbwassersunterliegenderinfektionshygienischenÜberwachungdurchdiezuständige Behörde.
(2)DieLandesregierungenwerdenermächtigt,bezüglichdesAbwassersdurchRechtsverordnungentsprechende GeboteundVerbotezurVerhütungübertragbarerKrankheitenzuerlassen.DieLandesregierungenkönnendie ErmächtigungdurchRechtsverordnungaufandereStellenübertragen.DasGrundrechtderUnverletzlichkeitder Wohnung(Artikel13Abs.1Grundgesetz)kanninsoweiteingeschränktwerden.
- Abschnitt Gesundheitliche Anforderungen an das Personal beim Umgang mit Lebensmitteln
§ 42 Tätigkeits- und Beschäftigungsverbote
(1)Personen,die
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anTyphusabdominalis,Paratyphus,Cholera,Shigellenruhr,Salmonellose,einerandereninfektiösen GastroenteritisoderVirushepatitisAoderEerkranktoderdessenverdächtigsind,
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aninfiziertenWundenoderanHautkrankheitenerkranktsind,beidenendieMöglichkeitbesteht,dass derenKrankheitserregerüberLebensmittelübertragenwerdenkönnen,
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dieKrankheitserregerShigellen,Salmonellen,enterohämorrhagischeEscherichiacolioder Choleravibrionenausscheiden,
dürfennichttätigseinoderbeschäftigtwerden
a) beimHerstellen,BehandelnoderInverkehrbringenderinAbsatz2genanntenLebensmittel,wennsie dabeimitdieseninBerührungkommen,oder
b) inKüchenvonGaststättenundsonstigenEinrichtungenmitoderzurGemeinschaftsverpflegung.
Satz1giltentsprechendfürPersonen,diemitBedarfsgegenständen,diefürdiedortgenanntenTätigkeiten verwendetwerden,soinBerührungkommen,dasseineÜbertragungvonKrankheitserregernaufdieLebensmittel imSinnedesAbsatzes2zubefürchtenist.DieSätze1und2geltennichtfürdenprivatenhauswirtschaftlichen Bereich.
(2)LebensmittelimSinnedesAbsatzes1sind
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Fleisch,GeflügelfleischundErzeugnissedaraus
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MilchundErzeugnisseaufMilchbasis
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Fische,KrebseoderWeichtiereundErzeugnissedaraus
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Eiprodukte
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Säuglings-undKleinkindernahrung
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SpeiseeisundSpeiseeishalberzeugnisse
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BackwarenmitnichtdurchgebackeneroderdurcherhitzterFüllungoderAuflage
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Feinkost-,Rohkost-undKartoffelsalate,Marinaden,Mayonnaisen,andereemulgierteSoßen, Nahrungshefen
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SprossenundKeimlingezumRohverzehrsowieSamenzurHerstellungvonSprossenundKeimlingenzum Rohverzehr.
(3)Personen,dieinamtlicherEigenschaft,auchimRahmenihrerAusbildung,mitdeninAbsatz2bezeichneten LebensmittelnodermitBedarfsgegenständenimSinnedesAbsatzes1Satz2inBerührungkommen,dürfenihre Tätigkeitnichtausüben,wennsieaneinerderinAbsatz1Nr.1genanntenKrankheitenerkranktoderdessen verdächtigsind,aneinerderinAbsatz1Nr.2genanntenKrankheitenerkranktsindoderdieinAbsatz1Nr.3 genanntenKrankheitserregerausscheiden.
(4)DasGesundheitsamtkannAusnahmenvondenVerbotennachdieserVorschriftzulassen,wennMaßnahmen durchgeführtwerden,mitdeneneineÜbertragungderaufgeführtenErkrankungenundKrankheitserreger verhütetwerdenkann.
(5)DasBundesministeriumfürGesundheitwirdermächtigt,durchRechtsverordnungmitZustimmungdes BundesratesdenKreisderinAbsatz1Nr.1und2genanntenKrankheiten,derinAbsatz1Nr.3genannten KrankheitserregerundderinAbsatz2genanntenLebensmitteleinzuschränken,wennepidemiologische Erkenntnissedieszulassen,oderzuerweitern,wenndieszumSchutzdermenschlichenGesundheitvoreiner GefährdungdurchKrankheitserregererforderlichist.IndringendenFällenkannzumSchutzderBevölkerung dieRechtsverordnungohneZustimmungdesBundesrateserlassenwerden.EineaufderGrundlagedes Satzes2erlasseneVerordnungtritteinJahrnachihremInkrafttretenaußerKraft;ihreGeltungsdauerkannmit ZustimmungdesBundesratesverlängertwerden.
§ 43 Belehrung, Bescheinigung des Gesundheitsamtes
(1)Personendürfengewerbsmäßigdiein§42Abs.1bezeichnetenTätigkeitenerstmalignurdannausübenund mitdiesenTätigkeitenerstmalignurdannbeschäftigtwerden,wenndurcheinenichtmehralsdreiMonatealte BescheinigungdesGesundheitsamtesodereinesvomGesundheitsamtbeauftragtenArztesnachgewiesenist, dasssie
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überdiein§42Abs.1genanntenTätigkeitsverboteundüberdieVerpflichtungennachdenAbsätzen2,4 und5vomGesundheitsamtodervoneinemdurchdasGesundheitsamtbeauftragtenArztbelehrtwurden und
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nachderBelehrungimSinnederNummer1inTextformerklärthaben,dassihnenkeineTatsachenfürein Tätigkeitsverbotbeiihnenbekanntsind.
LiegenAnhaltspunktevor,dassbeieinerPersonHinderungsgründenach§42Abs.1bestehen,sodarf dieBescheinigungerstausgestelltwerden,wenndurcheinärztlichesZeugnisnachgewiesenist,dass Hinderungsgründenichtodernichtmehrbestehen.
(2)TretenbeiPersonennachAufnahmeihrerTätigkeitHinderungsgründenach§42Abs.1auf,sindsie verpflichtet,diesihremArbeitgeberoderDienstherrnunverzüglichmitzuteilen.
(3)WerdendemArbeitgeberoderDienstherrnAnhaltspunkteoderTatsachenbekannt,dieeinTätigkeitsverbot nach§42Abs.1begründen,sohatdieserunverzüglichdiezurVerhinderungderWeiterverbreitungder KrankheitserregererforderlichenMaßnahmeneinzuleiten.
(4)DerArbeitgeberhatPersonen,dieeinederin§42Abs.1Satz1oder2genanntenTätigkeitenausüben,nach AufnahmeihrerTätigkeitundimWeiterenallezweiJahreüberdiein§42Abs.1genanntenTätigkeitsverbote undüberdieVerpflichtungnachAbsatz2zubelehren.DieTeilnahmeanderBelehrungistzudokumentieren.Die Sätze1und2findenfürDienstherrenentsprechendeAnwendung.
(5)DieBescheinigungnachAbsatz1unddieletzteDokumentationderBelehrungnachAbsatz4sindbeim Arbeitgeberaufzubewahren.DerArbeitgeberhatdieNachweisenachSatz1und,sofernereinein§42Abs.1 bezeichneteTätigkeitselbstausübt,dieihnbetreffendeBescheinigungnachAbsatz1Satz1anderBetriebsstätte verfügbarzuhaltenundderzuständigenBehördeundihrenBeauftragtenaufVerlangenvorzulegen.Bei TätigkeitenanwechselndenStandortengenügtdieVorlageeinerbeglaubigtenAbschriftodereinerbeglaubigten Kopie.
(6)ImFallederGeschäftsunfähigkeitoderderbeschränktenGeschäftsfähigkeittreffendieVerpflichtungennach Absatz1Satz1Nr.2undAbsatz2denjenigen,demdieSorgefürdiePersonzusteht.DiegleicheVerpflichtung trifftauchdenBetreuer,soweitdieSorgefürdiePersonzuseinemAufgabenkreisgehört.DiedenArbeitgeber oderDienstherrnbetreffendenVerpflichtungennachdieserVorschriftgeltenentsprechendfürPersonen,diediein §42Abs.1genanntenTätigkeitenselbständigausüben.
(7)DasBundesministeriumfürGesundheitwirdermächtigt,durchRechtsverordnungmitZustimmung desBundesratesUntersuchungenundweitergehendeAnforderungenvorzuschreibenoderAnforderungen einzuschränken,wennRechtsaktederEuropäischenUniondieserfordern.
- Abschnitt Tätigkeiten mit Krankheitserregern
§ 44 Erlaubnispflicht für Tätigkeiten mit Krankheitserregern
WerKrankheitserregerindenGeltungsbereichdiesesGesetzesverbringen,sieausführen,aufbewahren,abgeben odermitihnenarbeitenwill,bedarfeinerErlaubnisderzuständigenBehörde.
§ 45 Ausnahmen
(1)EinerErlaubnisnach§44bedürfennichtPersonen,diezurselbständigenAusübungdesBerufsalsArzt, ZahnarztoderTierarztberechtigtsind,fürmikrobiologischeUntersuchungenzurorientierendenmedizinischen undveterinärmedizinischenDiagnostikmittelssolcherkulturellerVerfahren,dieaufdieprimäreAnzucht undnachfolgenderSubkulturzumZweckederResistenzbestimmungbeschränktsindundbeidenendie angewendetenMethodennichtaufdenspezifischenNachweismeldepflichtigerKrankheitserregergerichtet sind,soweitdieUntersuchungenfürdieunmittelbareBehandlungdereigenenPatientenfürdieeigenePraxis durchgeführtwerden.
(2)EineErlaubnisnach§44istnichterforderlichfür
- Sterilitätsprüfungen,BestimmungderKoloniezahlundsonstigeArbeitenzurmikrobiologischen QualitätssicherungbeiderHerstellung,PrüfungundderÜberwachungdesVerkehrsmit
a) Arzneimitteln,
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