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Deutsche Rentenversicherung Berlin-Brandenburg Bertha-von-Suttner-Straße 1 15228 Frankfurt (Oder)
An die Interessenten dieses Vergabeverfahrens
Version: 1.0 Stand: 12.10.2026
Aufforderung zur Abgabe eines Teilnahmeantrags für eine Freihändige Vergabe mit Teil- nahmewettbewerb gemäß VOB/A
DRV Berlin-Brandenburg - Umbau Rechenzentrum Frankfurt (Oder) Vergabenummer: BAU-2026-0042
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir bitten Sie, im o.g. Vergabeverfahren einen Teilnahmeantrag zu stellen und diesen innerhalb der Frist zur Einreichung der Teilnahmeanträge bis zum
26.10.2026, 10:00 Uhr (Bewerbungsfrist)
unter Berücksichtigung der im Vergabeverfahren bereitgestellten Vergabeunterlagen und Infor- mationen einzureichen.
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Inhaltsverzeichnis
-
Rechtsrahmen, Vergabeverfahrensart und Vergabevorschriften ......................................... 3
-
Auftraggeber ....................................................................................................................... 3
-
Kommunikation ................................................................................................................... 3
3.1 Kommunikationsweg ................................................................................................... 3
3.2 Fragen, Hinweise, Beanstandungen der Bewerber ..................................................... 3
- Auftragsgegenstand ............................................................................................................ 4
4.1 Loszuschnitt ................................................................................................................ 4
4.2 Optionen ..................................................................................................................... 4
4.3 Ausführungsbedingungen ........................................................................................... 4
- Vergabeunterlagen ............................................................................................................. 5
5.1 Checkliste bereitgestellter Vergabeunterlagen ............................................................ 5
5.2 Vergabeunterlagen und Schutz der Vertraulichkeit von Informationen ......................... 5
- Beteiligungs- und Unternehmereinsatzformen .................................................................... 6
6.1 Bewerber-/Bietergemeinschaft .................................................................................... 6
6.2 Eignungsleihe ............................................................................................................. 6
6.3 Mehrfachbeteiligung .................................................................................................... 6
6.4 Eignungskriterien bei Bewerbergemeinschaften und Unterauftragnehmern und Eignungsleihe ......................................................................................................................... 7
6.5 Änderungen bei Bewerber-/Bietergemeinschaften sowie Unterauftragnehmern .......... 7
- Eignungskriterien, Prüfung und Wertung der Eignung ........................................................ 7
7.1 Ausschlussgründe ....................................................................................................... 8
7.2 Befähigung zur Berufsausübung ................................................................................. 8
7.3 Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit ........................................................ 8
7.4 Technische und berufliche Leistungsfähigkeit ............................................................. 9
7.5 Prüfung und Wertung der Teilnahmeanträge ............................................................. 10
7.6 Wettbewerbsregister ................................................................................................. 11
- Regelungen zur Einreichung der Teilnahmeanträge .......................................................... 11
8.1 Einzureichende Unterlagen ....................................................................................... 11
8.2 Form und Übermittlung der Teilnahmeanträge .......................................................... 11
8.3 Entschädigung, Kostenerstattung, Vergütung o.ä. für die Teilnahme am Vergabeverfahren ................................................................................................................. 11
- Verfahrensablauf, Termine, Fristen und vorgesehene Zuschlagskriterien für die Angebotswertung ..................................................................................................................... 11
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- Rechtsrahmen, Vergabeverfahrensart und Vergabevorschriften
Das Vergabeverfahren wird als Freihändige Vergabe mit Teilnahmewettbewerb gemäß § 3 Nr. 3 VOB/A durchgeführt. Abweichend davon ist in der Auftragsbekanntmachung und auf der Vergabeplattform als Verfahrensart eine Beschränkte Ausschreibung mit Teilnahmewettbewerb angegeben. Diese Angabe erfolgt allein aus technischen Gründen, um die Freihändige Vergabe mit Teilnahmewettbewerb über die Vergabeplattform durchführen zu können. Aus diesen techni- schen Gründen wird der Teilnahmewettbewerb über die Vergabeplattform in dem Projektraum für die Beschränkte Ausschreibung mit Teilnahmewettbewerb durchgeführt. Nach Abschluss des Teilnahmewettbewerbs und Auswahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe aufge- fordert werden (dann als „Bieter“ bezeichnet), wird die Freihändige Vergabe in einem anderen Projektraum auf der Vergabeplattform durchgeführt werden. Hierzu werden die Bieter rechtzeitig Informationen erhalten.
- Auftraggeber
Auftraggeber ist die Deutsche Rentenversicherung Berlin-Brandenburg (nachfolgend „Auftrag- geber“).
- Kommunikation
Die Kommunikation zwischen Auftraggeber und Bewerbern erfolgt grundsätzlich nur über die Vergabeplattform. Bewerber sind verpflichtet, regelmäßig zu überprüfen, ob zusätzliche oder geänderte Informationen über die Vergabeplattform kommuniziert werden.
Die Kommunikation im Vergabeverfahren erfolgt ausschließlich in deutscher Sprache.
3.1 Kommunikationsweg
Der Auftraggeber nutzt für die Durchführung des Vergabeverfahrens eine Vergabeplattform.
Eine Teilnahme am Vergabeverfahren, insbesondere durch das Stellen von Fragen oder das Einreichen von Teilnahmeanträgen und Angeboten setzt voraus, dass sich Bewerber unter auf der Vergabeplattform kostenfrei registrieren.
Auf dieser Webseite finden sich auch nähere Informationen zur Kommunikation sowie zu den technischen Voraussetzungen zur Teilnahme am Vergabeverfahren über die Vergabeplattform.
3.2 Fragen, Hinweise, Beanstandungen der Bewerber
Enthalten Bekanntmachungen oder (Vergabe-)Unterlagen des Auftraggebers nach Auffassung des Bewerbers Unklarheiten, Widersprüche oder verstoßen diese nach Auffassung des Bewer- bers gegen geltendes Recht, so hat der Bewerber den Auftraggeber hierauf unverzüglich in Textform hinzuweisen.
Fragen/Hinweise der Bewerber sind unverzüglich, spätestens aber bis zu dem unter Ziff. 9 Ver- fahrensablauf, Termine und Fristen angegebenen Datum über die Vergabeplattform einzu- reichen.
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Die Beantwortung von Bewerberfragen und sonstige verfahrensrelevante Informationen seitens des Auftraggebers erfolgen grundsätzlich über die Vergabeplattform.
Auch die Bewerberfragen selbst werden vom Auftraggeber dabei grundsätzlich veröffentlicht. Der Auftraggeber bittet daher darum, die Bewerberfragen so zu formulieren, dass sie keine Rückschlüsse auf die Identität des fragestellenden Bewerbers zulassen.
- Auftragsgegenstand
Die Deutsche Rentenversicherung Berlin-Brandenburg betreibt in Frankfurt (Oder) ein Rechen- zentrum, in dem Verfahren für Kernaufgaben der sozialen Sicherung verarbeitet werden. Das bestehende Rechenzentrum entspricht nicht mehr dem Stand der Technik und den Anforderun- gen an Betreiber kritischer Infrastrukturen. Ein Ausfall des Rechenzentrums würde zum Verlust kritischer Dienste führen und kann für den Auftraggeber und Dritte erhebliche Schäden verursa- chen. Der Auftraggeber beabsichtigt die Vergabe von Generalunternehmerleistungen für den Umbau des Rechenzentrums. Das Rechenzentrum soll künftig den Anforderungen der Verfüg- barkeitsklasse 3 nach der Normenreihe DIN EN 50600 genügen. Der Auftragsgegenstand, ins- besondere der Inhalt und Umfang der ausgeschriebenen und anzubietenden Leistungen ergibt sich im Einzelnen aus den Vergabeunterlagen, insbesondere aus den Eckpunkten zur Leis- tungsbeschreibung (Dokument Nr. 2).
4.1 Loszuschnitt
Die ausgeschriebenen Leistungen sind nicht in Lose aufgeteilt oder getrennt.
4.2 Optionen
Folgende optionale Leistungen sind vorgesehen:
Es sind
• eine zweite Netzersatzanlage, • Wartungs- und Instandhaltungsleistungen für einen Zeitraum von vier Jahren, • Die Zertifizierung des Rechenzentrums nach DIN EN 50600 Verfügbarkeitsklasse 3
als Option anzubieten. Über die Beauftragung dieser optionalen Leistungen wird der Auftragge- ber, auch unter Berücksichtigung des für die Maßnahme insgesamt zur Verfügung stehenden Budgets, voraussichtlich im 1. Quartal 2027 entscheiden.
4.3 Ausführungsbedingungen
Für den Auftrag gelten die Ausführungsbedingungen gemäß Brandenburgisches Gesetz über Mindestanforderungen für die Vergabe von öffentlichen Aufträgen (Brandenburgisches Verga- begesetz - BbgVergG). Hierzu wird der Auftraggeber in der Angebotsphase weitere Informatio- nen zur Verfügung stellen.
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- Vergabeunterlagen
5.1 Checkliste bereitgestellter Vergabeunterlagen
Der Auftraggeber stellt mit dieser Aufforderung zur Abgabe eines Teilnahmeantrags die unter Ziff. 5.2 aufgelisteten Vergabeunterlagen bereit.
5.2 Vergabeunterlagen und Schutz der Vertraulichkeit von Informationen
Der Auftraggeber stellt im Teilnahmewettbewerb folgende Vergabeunterlagen zur Verfügung.
| Lfd | ||
|---|---|---|
| Bezeichnung Dokument | Rücklauf benötigt | |
| Nr. | ||
| 1 | Aufforderung zur Abgabe eines Teilnahmeantrags | Nein |
| 2 | Eckpunkte zur Leistungsbeschreibung | Nein |
| 3 | Vertragliche Eckpunkte | Nein |
| 4 | Eignungsbewertungsmatrix | Nein |
| 5 | Datenschutzinformation | Nein |
| 6 | Formblatt Teilnahmeantrag | Ja |
| 7 | Erklärung zu Ausschlussgründen und zur Eignung | Ja |
| 8 | Erklärungen zu Russlandsanktionen | Ja |
| 9 | Erklärung zum Einsatz von Unterauftragnehmern oder Dritten | Ja, bei Einsatz von Un- terauftragnehmern oder Dritten |
| 10 | Erklärung des Unterauftragnehmers oder Dritten | Ja, bei Einsatz von Un- terauftragnehmern oder Dritten |
| 11 | Verschwiegenheits- und Vertraulichkeitserklärung im Verga- beverfahren | Ja |
Relevante Informationen für die Angebotsphase werden den im Teilnahmewettbewerb ausge- wählten Bietern nach Abschluss des Teilnahmewettbewerbs mit der Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zur Verfügung gestellt werden. Dies betrifft insbesondere die Funktionale Leis- tungsbeschreibung (ersetzt das Dokument Nr. 2 Eckpunkte zur Leistungsbeschreibung aus dem Teilnahmewettbewerb), den Vertrag (ersetzt das Dokument Nr. 3 Vertragliche Eckpunkte aus dem Teilnahmewettbewerb), das Preisblatt sowie die Angebotsbewertungsmatrix.
Diese weiteren Informationen stellt der Auftraggeber auch zum Schutz der Vertraulichkeit von Informationen erst in der Angebotsphase den zur Angebotsabgabe aufgeforderten Bietern zur
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Verfügung. Hierfür ist mit dem Teilnahmeantrag von dem Bewerber, bei Bewerbergemeinschaf- ten von jedem Mitglied der Bewerbergemeinschaft, das vom Auftraggeber bereitgestellte Doku- ment Nr. 11 Verschwiegenheits- und Vertraulichkeitserklärung im Vergabeverfahren einzu- reichen.
- Beteiligungs- und Unternehmereinsatzformen
6.1 Bewerber-/Bietergemeinschaft
Bewerber-/Bietergemeinschaften werden grundsätzlich wie Einzelbewerber/-bieter behandelt.
Bei Bildung einer Bewerber-/Bietergemeinschaft sind die hierzu im Vergabeverfahren geltenden Anforderungen einzuhalten. Bewerbergemeinschaften haben das von dem Auftraggeber bereit- gestellte Dokument Nr. 6 Teilnahmeantrag unter Ziff. 3 nebst den darin enthaltenen Angaben und Erklärungen mit dem Teilnahmeantrag abzugeben und einzureichen.
Im Falle von Bewerbergemeinschaften ist das von dem Auftraggeber bereitgestellte Dokument Nr. 07 Erklärung zu Ausschlussgründen und zur Eignung von jedem Mitglied der Bewerberge- meinschaft auszufüllen und einzureichen.
6.2 Eignungsleihe
Nimmt der Bewerber zum Nachweis seiner Leistungsfähigkeit die Kapazitäten anderer Unter- nehmen (Unterauftragnehmer / Dritter) in Anspruch (Eignungsleihe), hat der Bewerber das von dem Auftraggeber bereitgestellte Dokument Nr. 9 Erklärung zum Einsatz von Unterauftragneh- mern oder Dritten nebst den darin enthaltenen Angaben und Erklärungen mit dem Teilnahmean- trag abzugeben und einzureichen. Außerdem hat er nachzuweisen, dass ihm die für den Auftrag erforderlichen Kapazitäten tatsächlich zur Verfügung stehen werden. Hierzu hat der Bewerber von diesen anderen Unternehmen das von dem Auftraggeber bereitgestellte Dokument Nr. 10 Erklärung des Unterauftragnehmers oder Dritten nebst den darin enthaltenen Angaben und Er- klärungen einzuholen und mit dem Teilnahmeantrag abzugeben und einzureichen.
Für diesen Fall einer Eignungsleihe sind mit Abgabe des Teilnahmeantrags für die betroffenen Dritten die erforderlichen Erklärungen zum Nachweis ihrer Eignung im Umfang der Eignungslei- he unter Verwendung des dafür vom Auftraggeber zur Verfügung gestellten Dokuments Nr. 7 Erklärung zu Ausschlussgründen und zur Eignung auszufüllen und einzureichen.
6.3 Mehrfachbeteiligung
Im Falle von Mehrfachbeteiligungen einzelner Bewerber/Unterauftragnehmer/anderer Unter- nehmen (z. B. im Falle einer Beteiligung eines Unternehmens als Einzelbewerber einerseits und als Unterauftragnehmer eines anderen Einzelbewerbers andererseits) ist der Auftraggeber grundsätzlich gehalten, die Zulässigkeit dieser konkreten "Mehrfachbeteiligung" im Einzelnen unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls zu prüfen und zu bewerten.
Diese Prüfung erfolgt insbesondere dahingehend, ob durch die Mehrfachbeteiligung ein Verstoß gegen den Geheimwettbewerb und den Wettbewerbsgrundsatz vorliegt. Abhängig von den kon- kreten Umständen des Einzelfalls kann eine Mehrfachbeteiligung verschiedene Konsequenzen haben, ggf. sogar den zwingenden Ausschluss von allen von der Mehrfachbeteiligung betroffe- nen Bewerbern.
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Bewerber sind daher aufgefordert, bei jeder Entscheidung über ihre Beteiligungs- und Einsatz- form zu prüfen, ob und inwieweit eine Mehrfachbeteiligung vorliegt und diese zulässig ist.
6.4 Eignungskriterien bei Bewerbergemeinschaften und Unterauftragnehmern und Eig- nungsleihe
Bewerber haben - unabhängig von ihrer Beteiligungs- und Untereinsatzform - insbesondere die Regelungen über die Eignungskriterien (nachfolgende Ziff. 7) zu beachten.
Bei Bildung einer Bewerbergemeinschaft sind die hinsichtlich der Eignungskriterien (nachfol- gende Ziff. 7) geforderten Angaben, Erklärungen und Nachweise durch die Mitglieder der Be- werbergemeinschaft abzugeben und einzureichen.
Soweit der Bewerber zum Nachweis der Eignung die Kapazitäten anderer Unternehmen in An- spruch nimmt (Eignungsleihe), sind die hinsichtlich der Eignungskriterien (nachfolgende Ziff. 7) geforderten Angaben, Erklärungen und Nachweise durch den Bewerber/Bieter im Umfang der Eignungsleihe von diesen anderen Unternehmen einzuholen und mit dem Teilnahmeantrag ab- zugeben und einzureichen.
6.5 Änderungen bei Bewerber-/Bietergemeinschaften sowie Unterauftragnehmern
Bei Änderungen an gebildeten Bewerber-/Bietergemeinschaften und/oder am beabsichtigten Unterauftragnehmereinsatz (einschl. Eignungsleihe) während des Vergabeverfahrens, ist der Auftraggeber grundsätzlich gehalten, die Zulässigkeit der konkreten Änderung im Einzelnen unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls zu prüfen und zu bewerten. Diese Prüfung erfolgt insbesondere dahingehend, ob durch die Änderung ein Verstoß gegen Vergabevorschriften vorliegt. Abhängig von den konkreten Umständen des Einzelfalls kann eine Änderung verschiedene Konsequenzen haben, ggf. sogar den zwingenden Ausschluss des be- troffenen Bewerbers/Bieters.
Bewerber/Bieter sind daher aufgefordert, bei jeder Entscheidung über Änderungen an gebilde- ten Bewerber-/Bietergemeinschaften und/oder am beabsichtigten Unterauftragnehmereinsatz (einschl. Eignungsleihe) während des Vergabeverfahrens zu prüfen, ob und inwieweit die beab- sichtigte Änderung zulässig ist.
Etwaige Änderungen sind durch die betroffenen Bewerber/Bieter gegenüber dem Auftraggeber transparent zu machen, und zwar unter Darlegung der Gründe für diese Änderungen und der Gründe, warum aus Sicht des betroffenen Bewerbers/Bieters darin kein Verstoß gegen Verga- bevorschriften, insbesondere keine Verletzung der Vergabegrundsätze besteht. Die abschlie- ßende Prüfung und Entscheidung über die Zulässigkeit einer etwaigen Änderung obliegt im Vergabeverfahren dem Auftraggeber.
- Eignungskriterien, Prüfung und Wertung der Eignung
Eine Übersicht zu den Eignungskriterien, den diesbezüglichen Mindestanforderungen (Mindest- standards), zu den Eignungsbewertungskriterien und den vom Bewerber einzureichenden Un- terlagen ist dieser Ziff. 7 sowie den Dokumenten Nr. 4 Eignungsbewertungsmatrix und Doku- ment Nr. 7 Erklärung zu Ausschlussgründen und zur Eignung zu entnehmen.
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7.1 Ausschlussgründe
Bewerber haben Angaben und Erklärungen zu geltenden Ausschlussgründen im Zusammen- hang mit der Eignung von Unternehmen abzugeben und einzureichen.
Hierzu haben Bewerber das vom Auftraggeber bereitgestellte Dokument Nr. 7 Erklärung zu Ausschlussgründen und zur Eignung nebst den darin enthaltenen Angaben und Erklärungen mit dem Teilnahmeantrag abzugeben und einzureichen.
7.2 Befähigung zur Berufsausübung
Zum Nachweis der Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung sind mit dem Teilnahme- antrag folgende Angaben, Erklärungen und Nachweise vorzulegen:
• Handelsregister- bzw. Berufsregisterauszug oder vergleichbarer Existenznachweis
Es sind vom Bewerber/jedem Mitglied einer Bewerbergemeinschaft und jedem eignungsleihen- den Unternehmen Angaben zum Handels- bzw. Berufsregister oder vergleichbaren Existenz- nachweisen zu machen.
Hierzu haben Bewerber das vom Auftraggeber bereitgestellte Dokument Nr. 7 Erklärung zu Ausschlussgründen und zur Eignung nebst den darin enthaltenen Angaben und Erklärungen mit dem Teilnahmeantrag abzugeben und einzureichen.
Zudem haben die Bewerber/jedes Mitglied einer Bewerbergemeinschaft und jedes eignungslei- hende Unternehmen als Anlage zu Dokument Nr. 7 Erklärung zu Ausschlussgründen und zur Eignung einen Auszug (Kopie) aus dem Handelsregister oder dem Berufsregister vorzulegen. Im Handelsregister und Berufsregister nicht eingetragenen Bewerbern ist es gestattet, ver- gleichbare, gleichwertige Nachweise vorzulegen. Der jeweilige Nachweis soll nicht älter als sechs Monate sein.
Die Vorlage von Nachweisen, die älter als sechs Monate sind, führt nicht zwingend zum Aus- schluss. Der Auftraggeber wird in diesem Fall einen aktuellen Nachweis von der entsprechen- den Registerstelle einholen. Ist dem Auftraggeber dies nicht möglich, wird er einen aktuellen Nachweis vom Bewerber nachfordern.
7.3 Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Zum Nachweis der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit sind mit dem Teilnahme- antrag folgende Angaben, Erklärungen und Nachweise vorzulegen:
• Gesamtjahresumsätze: Es sind vom Bewerber/jedem Mitglied einer Bewerbergemeinschaft Angaben zu Gesamtjahresumsätzen der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre zu machen und einzureichen. • Jahresumsätze mit vergleichbaren Leistungen: Es sind vom Bewerber/jedem Mitglied einer Bewerbergemeinschaft Angaben zu Jahresumsätzen der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre mit Leistungen für den Gesamtumbau oder Neubau eines Rechenzentrums zu machen und einzureichen. • Versicherungen: Es sind vom Bewerber/jedem Mitglied einer Bewerbergemeinschaft Anga- ben zu bestehenden Betriebshaftpflichtversicherungen, Umweltschadenversicherungen und
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Bauleistungsversicherungen mit Angaben zu den bestehenden Konditionen zu machen und einzureichen.
Hierzu haben Bewerber das vom Auftraggeber bereitgestellte Dokument Nr. 7 Erklärung zu Ausschlussgründen und zur Eignung nebst den darin enthaltenen Angaben und Erklärungen mit dem Teilnahmeantrag abzugeben und einzureichen.
7.4 Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Zum Nachweis der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit sind mit dem Teilnahme- antrag folgende Angaben, Erklärungen und Nachweise vorzulegen:
• Anzahl Mitarbeitende: Es sind vom Bewerber/jedem Mitglied einer Bewerbergemeinschaft Angaben zur Anzahl der im Unternehmen angestellten Mitarbeitenden in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren zu machen und einzureichen. • Unternehmensreferenzen: Es sind vom Bewerber Angaben zu geeigneten Unternehmens- referenzen über in der Vergangenheit ausgeführte Leistungen mit folgenden Informationen zu machen:
- Bezeichnung des Referenzprojekts
- Auftraggeber (Referenzgeber), inkl. Kontaktdaten
- Kurzbeschreibung des Leistungsumfangs, inkl. Auftragswert der erbrachten Leistungen
- Zeitraum der Leistungserbringung
- Angaben zu den erbrachten Leistungen
- Leistungsbilanz (Elektro und Kühlung)
- Rolle im Referenzprojekt (Hauptauftragnehmer, Mitglied einer Arbeitsgemeinschaft, Un- terauftragnehmer), inkl. Angabe in Prozent, wie hoch der Anteil der im eigenen Unter- nehmen erbrachten Leistungen etwa war Anzugeben sind nur solche Referenzprojekte, die jeweils folgende Anforderungen erfüllen (Anforderungen für die Berücksichtigungsfähigkeit eines Referenzprojekts):
- Leistungen für den Gesamtumbau oder Neubau eines Rechenzentrums mit einer nicht redundanten elektrischen Nennanschlussleistung von mindestens 100 Kilowatt mittels Anwendung und Umsetzung der Normenserie DIN EN 50600 sowie einer Verfügbar- keitsklasse von mindestens Verfügbarkeitsklasse 3 gemäß DIN EN 50600.
- Leistungserbringung jedenfalls teilweise in den letzten fünf Jahren seit Auftragsbe- kanntmachung. Die Ausführung der Bauleistungen muss bereits abgeschlossen sein. Es ist mindestens eine Unternehmensreferenz, die diese Anforderungen erfüllt, nachzuwei- sen (Mindeststandard). Zu jeder Unternehmensreferenz sind Angaben dazu zu machen, ob das Referenzprojekt fol- gende Leistungen umfasste: a) Leistungen für ein Vorhaben eines Betreibers Kritischer Infrastrukturen (KRITIS- Betreiber). b) Baumaßnahme im laufenden Betrieb des Rechenzentrums, d.h. die Funktion der operati- onalen Systeme des Rechenzentrums waren ununterbrochen sicherzustellen. c) Einrichtung von Sicherheitsmaßnahmen zur Gewährleistung des Schutzes von techni- schen Anlagen im Innenbereich. d) Einrichtung von Sicherheitsmaßnahmen zur Gewährleistung des Schutzes von techni- schen Anlagen im Außenbereich. e) Rückbau inkl. fachgerechte Außerbetriebsetzung und Entsorgung von nicht mehr erfor- derlichen Komponenten eines bestehenden Rechenzentrums. f) Zertifizierung des Rechenzentrums nach DIN EN 50600, mindestens Verfügbarkeitsklas- se 3.
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g) Erarbeitung eines vollumfänglichen Sicherheits- und Bauphasenkonzepts. h) Neubau oder Gesamtumbau gemäß Gesetz zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland (EnEfG). • Zertifizierungen: Es sind vom Bewerber Angaben zu machen, ob folgende Unterneh- menszertifizierungen vorliegen:
- Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 (Qualitätsmanagementsysteme)
- Zertifizierung nach DIN EN ISO 14001 (Umweltmanagementsysteme)
- Zertifizierung nach DIN EN ISO / IEC 27001 (Informationssicherheitsmanagementsysteme)
- Zertifizierung nach DIN EN ISO 45001 (Managementsysteme für Sicherheit und Gesund- heit bei der Arbeit)
- Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 (Energiemanagementsysteme)
- Zertifizierung nach DIN 14675-2 (Brandmeldeanlagen - Teil 2: Anforderungen an die Fach- firma)
Hierzu haben Bewerber das vom Auftraggeber bereitgestellte Dokument Nr. 7 Erklärung zu Ausschlussgründen und zur Eignung nebst den darin enthaltenen Angaben und Erklärungen mit dem Teilnahmeantrag abzugeben und einzureichen.
7.5 Prüfung und Wertung der Teilnahmeanträge
Die Prüfung und Wertung der Teilnahmeanträge durch den Auftraggeber erfolgt nach folgendem Procedere:
-
Prüfung der Teilnahmeanträge auf Einhaltung der Formalien (§ 16c VOB/A), insbesondere form- und fristgerechte Übermittlung und Einreichung).
-
Prüfung der Teilnahmeanträge auf Vorliegen der geforderten Angaben, Erklärungen und Nachweise und Entscheidung über etwaige Aufklärungen/ Nachforderungen.
-
Prüfung der Teilnahmeanträge auf Vorliegen von Ausschlussgründen und sonstigen Nichtbe- rücksichtigungsgründen (z.B. Nichterfüllung von Mindestanforderungen); Entscheidungen über etwaige Aufklärungen/Nachforderungen.
-
Prüfung der Eignung des Unternehmens gemessen an der zu vergebenden Leistung anhand der vom Unternehmen eingereichten Angaben, Erklärungen und Nachweise.
-
Sollten danach mehr als 3 Bewerber die geforderten Eignungsvoraussetzungen erfüllen, so wird der Auftraggeber die Bewerber auswählen, die die geforderten Eignungsvoraussetzungen am besten erfüllen. Zur Ermittlung dieser am besten geeigneten Bewerber wird der Auftragge- ber die vom Bewerber eingereichten Angaben, Erklärungen und Nachweise anhand der zuge- hörigen Eignungsbewertungsmatrix bewerten. Die Eignungsbewertungsmatrix ist als Bestand- teil der Vergabeunterlagen bereitgestellt. Die 3 Bewerber, die die höchste Punktzahl erzielen, werden für das weitere Verfahren ausgewählt.
Sollte sich bei der Prüfung und Wertung der Teilnahmeanträge herausstellen, dass weniger als 3 Bewerber für die zu vergebenden Leistungen geeignet sind, können auch weniger als 3 Be- werber für das weitere Verfahren ausgewählt werden. Im Falle einer Punktgleichheit auf den ersten drei Rängen wird die Auswahl der 3 Bewerber danach getroffen, welcher Bewerber bei der Bewertung der Unternehmensreferenzen die höhere Punktzahl erzielt.
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7.6 Wettbewerbsregister
Bewerber haben Angaben und Erklärungen im Zusammenhang mit der Wettbewerbsregisterab- frage (§ 6 Abs. 1 WRegG) abzugeben und einzureichen. Hierzu haben Bewerber das vom Auf- traggeber bereitgestellte Dokument Nr. 7 Erklärung zu Ausschlussgründen und zur Eignung nebst den darin enthaltenen Angaben und Erklärungen mit dem Angebot abzugeben und einzu- reichen.
- Regelungen zur Einreichung der Teilnahmeanträge
Für die Einreichung der Teilnahmeanträge sind folgende Regelungen zu beachten.
8.1 Einzureichende Unterlagen
Mit dem Teilnahmeantrag sind die unter Ziff. 5 Vergabeunterlagen in der Tabelle gekennzeich- neten Dokumente („Rücklauf benötigt: ja“) abzugeben und einzureichen.
8.2 Form und Übermittlung der Teilnahmeanträge
Teilnahmeanträge sind in Textform nach § 126b BGB über die Vergabeplattform abzugeben und einzureichen.
8.3 Entschädigung, Kostenerstattung, Vergütung o.ä. für die Teilnahme am Vergabever- fahren
Der Auftraggeber weist schon jetzt darauf hin, dass die Bieter mit dem (Erst-)Angebot ein Aus- führungskonzept einreichen müssen. Der Auftraggeber beabsichtigt, für die Erstellung des Er- stangebots einschließlich des Ausführungskonzepts eine Entschädigung zu zahlen.
Detailliertere Informationen werden mit der Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zur Verfü- gung gestellt werden.
Weitere Kosten der Teilnahme am Vergabeverfahren – insbesondere solche für die Teilnahme am Teilnahmewettbewerb – werden nicht erstattet.
- Verfahrensablauf, Termine, Fristen und vorgesehene Zuschlagskriterien für die An- gebotswertung
Hinsichtlich des Verfahrensablaufs finden die für die gewählte Vergabeverfahrensart geltenden Vergabevorschriften Anwendung.
Der Auftraggeber sieht den nachfolgenden Verfahrensablauf und Vergabeterminplan vor. Ände- rungen / Ergänzungen an dem Verfahrensablauf und Vergabeterminplan behält sich der Auf- traggeber ausdrücklich vor, wenn und soweit sich dies als sachdienlich und zweckmäßig er- weist.
Im Rahmen des Teilnahmewettbewerbs wird der Auftraggeber auf Grundlage der Bewertung der Teilnahmeanträge anhand der Eignungsbewertungskriterien gemäß der Eignungsbewertungs- matrix die bis zu drei am besten geeigneten Bewerber auswählen und zur Abgabe eines Ange- bots auffordern.
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Während der laufenden Frist zur Abgabe dieses Angebots werden die Bieter Gelegenheit für eine Besichtigung des Rechenzentrums im Rahmen eines bieterindividuellen Ortsbesichti- gungstermins erhalten. Der Auftraggeber weist schon jetzt darauf hin, dass die Wahrnehmung des Ortsbesichtigungstermins dringend angeraten wird, da die gewonnenen Informationen aus der Besichtigung die Informationen aus den Vergabeunterlagen ergänzen.
Der Auftraggeber behält sich vor, ebenfalls während der laufenden Frist zur Abgabe des Ange- bots bieterindividuelle Bieterkolloquien (voraussichtlich als virtuelle Termine) durchzuführen, in denen die Bieter Gelegenheit erhalten würden, Fragen zu den Vergabeunterlagen zu stellen und Hinweise zu geben. Der Auftraggeber würde solche Fragen und Hinweise behandeln wie sonstige im Vergabeverfahren eingehende Bieterfragen und -hinweise (siehe dazu Ziff. 3.2), die selbstverständlich auch außerhalb der Bieterkolloquien gemäß den Festlegungen im Vergabe- verfahren zulässig und möglich bleiben würden.
Die nach Aufforderung zur Abgabe von Angeboten einzureichenden (Erst-)Angebote werden als verbindliche Angebote einzureichen sein. Der Auftraggeber behält sich vor, den Auftrag auf Grundlage dieser Angebote zu vergeben, ohne in Verhandlungen einzutreten.
Für die Wertung der Angebote gilt Folgendes: Der Zuschlag wird auf das wirtschaftlichste Ange- bot erteilt werden. Das wirtschaftlichste Angebot bestimmt sich nach dem besten Preis- Leistungs-Verhältnis. Für diese Ermittlung wird der Auftraggeber folgende Zuschlagskriterien anwenden:
• Preis 40 % • Qualität der Ausführung 60 %
Eine Konkretisierung der Zuschlagskriterien wird der Auftraggeber spätestens in den Vergabe- unterlagen bekannt geben, die mit der Aufforderung zur Angebotsabgabe bereitgestellt werde.
Vorgesehener Vergabeterminplan:
| Frist zur Einreichung von Bewerberfragen | 19.10.2026, 10:00 Uhr |
|---|---|
| Ablauf Frist zur Abgabe der Teilnahmeanträge | 26.10.2026, 10:00 Uhr |
| Versand Aufforderung zur Abgabe von (Erst-)Angeboten | 06.11.2026 |
| Ortsbesichtigungen | 16. bis 17.11.2026 |
| Bieterkolloquien | 23. bis 24.11.2026 |
| Ablauf Frist zur Abgabe von (Erst-)Angeboten | 04.12.2026 |
| Bei Vergabe des Auftrags auf Grundlage der (Erst- )Angebote: Zuschlagserteilung | 22.12.2026 |
| Bietergespräche (Verhandlungen) | 14.-15.12.2026 |
| Versand Aufforderung zur Abgabe von Folgeangeboten | 17.12.2026 |
| Ablauf Frist zur Abgabe von Folgeangeboten | 22.12.2026 |
| Zuschlagserteilung | 29.12.2026 |
| Ablauf Bindefrist | 15.01.2027 |
Ablauf Bindefrist 15.01.2027
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