AwF 150 - Bauabrechnung DB InfraGO AG, GB Fahrweg_v1.01_Stand 20.10.2026.pdf

Tunnelbauarbeiten für den Tunnel Wartberg einschließlich Technikschacht

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 26.10.2026, 13:22 (Europe/Berlin)

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DB InfraGO AG, Geschäftsbereich Fahrweg - Steckbrief BIM-AwF 150

1. STECKBRIEF

BIM-Anwendungsfall 150 – Bauabrechnung

1.1 Zuordnung des Anwendungsfalls zu den Projekt- bzw. Lebenszyklusphasen

Leistungsphase gem. HOAI

Bedarf Planen Bauen Betreiben

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1.2 Definition

Nutzung des Modells zur regelmäßigen Dokumentation von Bauleistungen und zur Plausibilisierung von Abschlagsrechnungen. Auf Basis der Erfassung und Ausgabe der Mengen und Kosten fertiggestellter Objekte aus dem BIM-Modell soll die modellbasierte Bauabrechnung erstellt werden.

1.3 Nutzen und Ziele

Welcher Mehrwert ist durch die Umsetzung des Anwendungsfalls zu erwarten?

 Durchgängige Datenverwendung aller Abrechnungsgrundlagen im Modell ohne Medienbrüche  Vereinfachtes und beschleunigtes Prüfverfahren für Auftraggeber und Auftragnehmer  Bessere visuelle Nachvollziehbarkeit der in Rechnung gestellten Leistungen  Erhöhung der Transparenz und der Kostensicherheit

Kurzfristige Ziele  Nutzung der BIM-Modelle zur Verifizierung der Abrechnungsmengen und zur Plausibilisierung der konventionellen Bauabrechnung

Langfristige Ziele  Vollständige modellgestützte Abrechnung der Bauleistungen auch unter Verwendung von Daten aus Baumaschinen und automatischen Aufmaß-Systemen  Erstellung von Kostenprognosen

i 1.4 Umsetzung Kurzbeschreibung der Arbeitsschritte.

  1. Anforderungen aus AIA und BAP erfassen und berücksichtigen
  2. Zusammenführung der für die Planerstellung erforderlichen Modelle
  3. Darstellung des Baufortschrittes zur Abrechnung von Zwischenständen
  4. Abrechnung des Endzustandes anhand des As-built Modells
  5. Qualitätsprüfung der in Rechnung gestellten Bauleistungen

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  1. Bereitstellung und Dokumentation der Bauabrechnung

1.5 Implementierungsvoraussetzungen

Rahmenbedingungen, die seitens AG und AN erfüllt sein müssen

AG  Erarbeitung allgemeingültiger Richtlinien für die modellbasierte Dokumentation und Abrechnung von Bauleistungen  Definition der für die Abrechnung benötigten Modelldaten in den AIA

AN  Einreichung modellbasierter Rechnungen (Abschlags- /Schlussrechnung)  Beschaffung entsprechender Software und Schulung der Mitarbeiter

1.6 Input und Output

Output/ Lieferobjekte  Bauabrechnung Abschlagsrechnungen  Bauabrechnung Schlussrechnung  Abrechnungsmodell

Input/ Eingangsdaten
 Planungsmodelle (IFC)
 Leistungsverzeichnis (GAEB)
 Aufmaß (REB, CSV, XML)
 Leistungsmeldung
 Baufortschrittsmodell/IST-Modell (IFC,
CPIXML,CSV, XML)
 As-Built Modell

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2. Umsetzungsdetails

BIM-Anwendungsfall 150 – Bauabrechnung

2.1 Qualitätskriterien

Welche Vorgaben sind zu beachten?

 Die Granularität der Modellstruktur ist mit den im Projekt verwendeten Kostenstrukturen kompatibel zu definieren  Verwendung einer Modellstruktur entsprechend einer Leistungsverzeichnisstruktur  Frühzeitige Festlegung von Prozessen für die Nachverfolgung von Änderungen

2.2 Beteiligte Akteure

Welche Akteure sind beteiligt?

 Projektleiter, BIM-Management (AG)  Kaufmännisches Projektmanagement (AG)  BIM-Gesamtkoordination (AN)  Bauüberwachung (AN)  Auftragnehmer (Bau)

i 2.3 Detaillierte Umsetzung Arbeitsschritte des Anwendungsfalls/Software

  1. Anforderungen aus AIA und BAP erfassen und berücksichtigen  Berücksichtigung der Vorgaben an die benötigten Modelldaten und Richtlinien für die modellbasierte Bauabrechnung.  Beschreibung des Umgangs mit Pauschalpositionen, gegebenenfalls über Platzhalterobjekte.

  2. Zusammenführung der für die Planerstellung erforderlichen Modelle  Identifikation der erforderlichen und koordinierten Modelle aus der gemeinsamen Datenumgebung  Zusammenführung der Modelle in einer geeigneten Software  Verwendung von Modellen mit einer auf Leistungsverzeichnisse abgestimmten Modellstruktur

  3. Darstellung des Baufortschrittes zur Abrechnung von Zwischenständen  Modellbasierte Darstellung des Baufortschritts, ggf. mit farblicher Kennung  Alle nicht aus Modellen ableitbaren oder nicht abgeleiteten Positionen ist ein Konzept zur Sicherstellung der Konsistenz der Informationen mit dem aktuellen Planungsstand zu implementieren  Alle aus den Modellen ableitbaren Mengen und Kostenpositionen sind über Verknüpfungen zu einem automatisierten Abrechnungsprozess zusammenzuführen  Nutzung der IST-Modell zur regelmäßigen Dokumentation von Bauleistungen zur Plausibilisierung von Abschlagsrechnungen  Nutzung der IST-Modell zur Verifizierung der Abrechnungsmengen und zur Plausibilisierung der Bauabrechnung

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 Abgerechnet wird auf Basis des im Rahmen der Ausführungsplanung mit der BÜW und dem AG vereinbarten Bausoll (SOLL-Modell Ausführung). In Abstimmung mit der BÜW und dem AG kann das vereinbarte Bausoll dem IST-Zustand entsprechend angepasst werden (Soll´-Modell Ausführung).  Auf Basis der Erfassung und Ausgabe der Mengen und Kosten fertiggestellter Objekte aus dem Modell (Abrechnungsmodell) soll die modellbasierte Bauabrechnung erstellt werden.  Die Erfassung der Leistungsmengen muss nicht, kann jedoch auch IT-gestützt erfolgen (z.B. Drohnenbefliegung Tunnelscan). Hierfür sind in diesem Fall abweichende Mengen/Geometrien im Modell zu erfassen.  Tunnel (Ausbruch und Sicherung): Nutzung des Modells, das mit den tatsächlich aufgefahrenen Ausbruchsklassen und etwaiger Zusatz- und/oder Mindermengen bei Sicherungsmitteln zeitnah aktualisiert ist, als Grundlage der Abrechnung von Ausbruchsleistungen unter Berücksichtigung der damit verbundenen zeitabhängigen Kosten. Dies erfolgt auf Basis eines digitalen Abschlagsprotokolls.  In Anlage AwF 150-1 - Barabrechnungsabluf.pdf ist der Entwurf für ein Prozessdiagramm für die modellbasierte Bauabrechnung.  Ein konkretes Konzept für den modellbasierten Abrechnungsprozess ist durch den AN und die BÜW zu erstellen und im BAP zu beschreiben.

  1. Abrechnung des Endzustandes anhand des As-built Modells  Leistungen werden zum Zeitpunkt der Fertigstellung vom AN modellbasiert übermittelt Modellbasierte Rechnungsstellung durch AN auf Basis des As-Built Modells

  2. Qualitätsprüfung der in Rechnung gestellten Bauleistungen  Plausibilisierung der in Rechnung gestellten Bauleistungen durch Abgleich der Rechnungspositionen anhand des im Modell farblich hinterlegten Baufortschritts gemäß der Struktur der Leistungspositionen

  3. Bereitstellung und Dokumentation der Bauabrechnung  Nutzung des As-built Modells (Endzustand) für die Bestandsdokumentation und die Aufstellung der Schlussrechnung  Dokumentation der Prüfung bereitstellen

 Teilweise fertiggestellte Leistungen können für Abschlagsrechnungen mit einem Faktor belegt werden

2.4 Abhängigkeiten der Anwendungsfälle untereinander

Umsetzung in Zusammenhang folgender Anwendungsfälle

Basis ist AwF Aktueller AwF Vorrausetzung für AwF

060 100 120 140 150 …  Basis für die Umsetzung dieses AwF 150 sind die Modellstrukturen der koordinierten Fachmodelle des AwF 060 (Koordination der Fachgewerke), der modellbasierten Leitungspositionen (AwF 100) und der Termin- und Bauphasenplanung (AwF 120). Alle Strukturen müssen zueinander kompatibel sein.  Die modellbasierte Baufortschrittskontrolle (AwF 140) dient als Grundlage für die Umsetzung dieses Anwendungsfalls 150.

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  1. Prinzipielles Ablaufdiagramm

BIM-Anwendungsfall 150 – Bauabrechnung

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