VE3600AU_B1.1_Baubeschreibung_2024-11-18.pdf

Trockenbauarbeiten mit Akustikdecken für die U6-Verlängerung nach Martinsried

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 17.10.2026, 19:05 (Europe/Berlin)

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Bauvorhaben: U-Bahnverlängerung Martinsried

Bauvorhaben: U-Bahnverlängerung Martinsried

Auftrags-Leistungsverzeichnis:

Trockenbauarbeiten incl. Akustikdecken

Vergabenummer: VE 3600

Baubeschreibung

Vorhabenträger:

Gemeinde Planegg Pasinger Straße 8 82152 Planegg

vertreten durch die

U-Bahn Martinsried Projektmanagement GmbH & Co. KG Bullachstraße 18 82256 Fürstenfeldbruck Nachstehend mit „PMG“ bezeichnet.

Projektleitung und Projektsteuerung:

baustein GmbH in der Kraemer`schen Kunstmühle Birkenleiten 43 81543 München Nachstehend mit „PS/PL“ bezeichnet

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Bauvorhaben: U-Bahnverlängerung Martinsried

Inhaltsverzeichnis

Bauvorhaben: U-Bahnverlängerung Martinsried ....................................................................................1 Vorhabenträger: ......................................................................................................................................1 Projektleitung und Projektsteuerung: .....................................................................................................1 1 Baubeschreibung ................................................................................................................................3 1.1 Kurzbeschreibung der Maßnahme .............................................................................................3 1.2 Ingenieurbauwerk U-Bahn ..........................................................................................................3 1.2.1 BA 1: Betriebsräume Bahnhof Westkopf: ...................................................................................4 1.2.2 BA 2: Bahnhof Bahnsteig: ...........................................................................................................4 1.2.3 BA 3: Betriebsräume Bahnhof Ostkopf:......................................................................................5 1.3 Kurzbeschreibung der Vergabeeinheit .......................................................................................6 1.4 Termine der Bauausführung .......................................................................................................6 Gleichzeitig stattfindende Arbeiten: ........................................................................................................6 2 Technischen Vorbemerkungen ...........................................................................................................6

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Bauvorhaben: U-Bahnverlängerung Martinsried

1 Baubeschreibung

Vor Angebotsabgabe wird dem Bieter empfohlen, sich eingehend über die örtlichen Verhältnisse und die Zugänglichkeit zur Baumaßnahme, sowie über die Größenordnung der anzubietenden Leistungen zu unterrichten.

1.1 Kurzbeschreibung der Maßnahme

Das Projekt U-Bahnverlängerung Martinsried beinhaltet die betriebsfertige Erstellung der U- Bahnstrecke vom Bahnhof Klinikum Großhadern bis zum neu entstehenden Endbahnhof Martinsried. Durch die Erweiterung nach Martinsried wird die Linie U6 künftig den Wissenschaftsstandort in Martinsried mit dem Universitätsstandort Innenstadt und dem Forschungsstandort Garching verbinden. Der Bahnhof Martinsried ist so gelegen, dass er das gesamte Universitäts- und Max- Planck-Gelände und den Großteil von Martinsried erschließt.

Die Verlängerung der U6 vom Klinikum Großhadern bis Martinsried wird aus einer bis zum neuen Endbahnhof dreigleisig ausgeführten U-Bahn-Strecke bestehen. Dabei wird das mittlere der drei Gleise als Abstell- und Wendeanlage dienen und mit gleichen Abstellkapazitäten die heutige Abstellanlage ersetzen. Diese befindet sich derzeit an dem bestehenden Streckenende der Haltestelle Klinikum Großhadern.

Die Neubaustreckenlänge beträgt ca. 1 Kilometer. Am zukünftigen Streckenende am Westkopf der Station Martinsried ist keine Abstellanlage vorgesehen, die Tunnelstrecke ragt nur über die Länge des sogenannten „Durchrutschweges“ über den Endbahnhof hinaus.

Am Neubau des U-Bahnhofes Martinsried wird zusätzlich ein Busbahnhof entstehen, an den die örtlichen Buslinien angebunden sind.

Das Projekt der U6-Verlängerung nach Martinsried beinhaltet auch die Planung und Realisierung einer P+R-Anlage für ca. 80 Stellplätze.

1.2 Ingenieurbauwerk U-Bahn

Das Ingenieurbauwerk gliedert sich in neun Bauwerksabschnitte (BA), welche in Abbildung 1 dargestellt sind. Darüber hinaus ist das Bauwerk in Blöcke aufgeteilt (Nummer 1 bis 94). Dabei entspricht die Anzahl der Blöcke nicht der Nummerierung, da einige Blöcke länger als die Regelblöcke sind und dementsprechend mehrere Nummern, getrennt durch Schrägstriche, umfassen. Dies sind:

Abb. 1: Auszug aus dem Übersichtsplan

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1.2.1 BA 1: Betriebsräume Bahnhof Westkopf:

 Block 1: Notausgang Angerbauerstraße

 Block 2 bis 6/7: Betriebsräume Westkopf

 Block 8/9: Treppen/Aufzug

 Länge Westkopf: 107 m, geradlinig verlaufend  Ebenen: o E0: Oberfläche o E -1: Betriebsräume  Rohbaubreite: 7,54m  Rohbauhöhe: 3,61m o E -2: Kabelkeller  Rohbaubreite: 7,54m  Rohbauhöhe: Keller: 1,68m; Pumpensumpf: 4,17 m

Von der Oberfläche dient eine kombinierte Treppenanlage, bestehend aus einer Fahrtreppe und einer Festtreppe, sowie ein Personenaufzug die Ebene E -1 an. Auf der Ebene E – 2 befindet sich der Kabelkeller, der als technische Verteilungsebene dient. Der Tunnelbereich hat in diesem Abschnitt in etwa eine konstante Breite von etwa 19,5 m und im Bereich der zukünftigen Gleise eine konstante Höhe von ca. 5,65m. Zusätzlich befinden sich im Bereich Westkopf zwei Erschließungshauben. Dabei handelt es sich um unterirdische Einrichtungen, die über eine Kabeltrasse mit der Oberfläche verbunden sind. Über die Erschließungshauben erfolgt der Anschluss der Niederspannungs-Stromversorgung und der Mittelspannungs-Stromversorgung von extern. Ebenfalls werden Installationsgeräte, die sich an der Oberfläche befinden, über die Erschließungshauben angebunden.

Im Treppenhausbauwerk an der Angerbauerstraße sind an der Oberfläche Schächte integriert, die eine technische Anbindung für Lüftung (Zu- und Abluft), den Abgaskanal der Netzersatzanlage, Sanitär- Entlüftung und ähnliche Zwecke ermöglichen.

1.2.2 BA 2: Bahnhof Bahnsteig:

 Block 10 bis 21 Bahnsteig  Block 22/23: Treppen/Aufzug  Länge: 120m, geradlinig verlaufend  Ebenen: o E0: Oberfläche o E -1: Bahnsteig  Rohbaubreite: ca. 10,38 m  Rohbauhöhe: 4,71m o E -2: Kabelkeller  Rohbauhöhe: Treppen/Aufzug: 2,23m; Bahnsteig: 1,68m  Rohbaubreite: 7,54m

Es handelt sich um einen Mittelbahnsteig. Alle Rohbauoberflächen werden in Sichtbeton ausgeführt. Die Rohbaudecke des Bahnsteiges ist mit zellförmigen Öffnungen und Aussparungen unterschiedlicher Form und Größe durchsetzt, welche die Entrauchung und den Tageslichteintrag gewährleisten oder Licht- und Akustikelemente aufnehmen. Eine weitere kombinierte Treppenanlage im Osten verbindet den Bahnsteig mit der Oberfläche. Dementsprechend wird die Haltestelle von Westen und Osten mit insgesamt zwei Festtreppen, zwei Fahrtreppen und einem barrierefreien Personenaufzug angedient.

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Bauvorhaben: U-Bahnverlängerung Martinsried

Abb. 2: Gestaltungsentwurf und Raumbildender Ausbau Gruber + Popp Architekt:innen BDA, Wettbewerb 1. Preis, Renderings: Stefan Amann/architecture2brain

1.2.3 BA 3: Betriebsräume Bahnhof Ostkopf:

 Block 22/23: Treppe  Block 24/25 bis 29  Länge: 96m, verjüngt sich  Ebenen: o E0: Oberfläche o E -1: Betriebsräume  Rohbaubreite: 6,90m bis 1,63m  Rohbauhöhe: 3,81m o E -2: Kabelkeller  Rohbaubreite: 6,90m bis 1,63m  Rohbauhöhe: Keller: 1,68m; Pumpensumpf: 4,17 m

Mit Beginn des Ostkopfes endet der gerade Verlauf des Tunnels. Der Bahnhofsostkopf verfügt ebenfalls über ein Geschoss oberhalb des Kabelkellers. Etwa mittig über den Räumen wird der Deckel lokal für die Schächte verschiedener technischer Anlagen durchdrungen, die auf der Oberfläche als Erschließungshauben sichtbar sind.

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1.3 Kurzbeschreibung der Vergabeeinheit

Der AN hat die Trockenbaudecken als akustisch wirksame, abgehängte Deckenbekleidung in konisch geformten Vertiefungen der Rohbaukonstruktion als revisionierbare Metallkassettendecken mit organisch gerundeter/amorpher Grundfläche über dem Bahnsteig zu erbringen. Weiterhin gehören Zellenrasterdecken aus Aluminium und Wandbekleidungen aus Kompaktplatten zum Leistungsumfang

1.4 Termine der Bauausführung

Es gelten die Vertragstermine, die in den besonderen Vertragsbedingungen (Anlage B.2) genannt sind. Innerhalb von 14 Werktagen nach Übergabe der Werk- und Montageplanung, soweit diese erforderlich ist, ist ein detaillierter Bauablaufplan vorzulegen.

Der Ausführungsterminplan muss alle geplanten Arbeiten umfassen und die Schnittstellen zu anderen Gewerken deutlich benennen und koordinieren. Insbesondere muss die Darstellung aller Abhängigkeiten zwischen den Arbeiten klar dargestellt werden, um eine reibungslose Abwicklung des Bauprojekts sicherzustellen. Der Plan muss präzise und realistisch sein, um eine zuverlässige Durchführung des Projekts zu gewährleisten.

Gleichzeitig stattfindende Arbeiten:

Die Leistungen des Auftragnehmers erfolgen in enger, zeitlicher Taktung zu den Vorgewerken. Insofern werden die einzelnen Betriebsräume abschnittweise übergeben. Der Auftragnehmer hat im Rahmen der Last Planner Besprechungen an der Sicherstellung eines effizienten Bauablaufs mitzuwirken und sich insbesondere mit den technischen Gewerken, die gleichzeitig in den Blockabschnitten arbeiten zu koordinieren und abzustimmen. Dies sind beispielhaft aufgeführt, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

 50 Hz Niederspannung  Sanitär  Lüftungstechnik  Rohbau – Schlosserarbeiten  50Hz – Anlagen (Mittelspannung)  Fahrstrom  Feuerlöscheinrichtung  Kälte  VE‘ zum raumbildende Ausbauarbeiten, wie z.B. Bodenbelags-, Beschichtungs-, Maler-, Maurer-, Kernbohr-, Werkstein-, Metallbau- ,Rolltor-, Metall/Glas-, Trockenbau-, Akustik-, Fliesen-, Möblierungsarbeiten und Reinigungsarbeiten.

2 Technischen Vorbemerkungen

Die technischen Vorbemerkungen (Anlage B1.2) sind Teil der Baubeschreibung und durch den AN zu berücksichtigen.

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