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Anwendungsfall-Steckbrief
AWF-051 BIM-Gesamtkoordination der Fachgewerke
Projekt: Neubau Regionalversorger Essingen Essingen
Status: Version 1.2 Ersteller: Michael Johl (michael.johl@siin.de) Datum: 17.11.2025
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Definition
Regelmäßiges Zusammenführen der Fachmodelle in einem Koordinationsmodell mit anschließender regelbasierter Kollisionsprüfung und Prüfung weiterer Kriterien als Unterstützung einer systematischen Konfliktbehebung. (Quality-Gate 3)
Zeitpunkt der Leistungserbringung (Leistungsphasen gem. HOAI)
1 2 3 4 5 6 / 7 8 9
X X X
X = im Projekt vereinbarter AWF O = Optionaler Anwendungsfall
Zyklus der Leistungserbringung (Leistungsphasen gem. HOAI)
1 2 3 4 5 6 / 7 8 9
4-wöchentl. 4-wöchentl. 4-wöchentl. Quartalsweise BGK-DD BGK-DD BGK-DD BGK-DD
Nutzen
strukturierte Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten auf Basis einer gemeinsamen qualitätsgeprüften Datengrundlage. Dadurch wird insbesondere eine medienbruchfreie und zielgerichtete Kommunikation im Projekt unterstützt. Verbesserung der Planungsqualität und Vorbereitung der Ausführung Unterstützung und Verbesserung der Kommunikation, Kooperation, Nachverfolgung sowie Dokumentation von Entscheidungen Unterstützung der fachlichen Prüfung Transparentes und einheitliches Verständnis unter den Beteiligten zwischen und innerhalb des Projekts Verbesserung der Aufgabenkoordination der Beteiligten durch Zuhilfenahme von Modellen Frühzeitiges Erkennen von Planungskonflikten Unterstützung und Qualitätssicherung
Voraussetzungen
Erfolgreich abgeschlossener Testlauf zu Projektbeginn AwF-001 Quality-Gate 1 & 2: Vorliegen konsolidierter und aktueller Teilmodelle Festlegung der zu prüfenden Planungsinhalte o Anforderung an den Ablauf des Datenaustauschs und das zu verwendende Datenformat (im Regelfall IFC) o Abstand, Ablauf und Inhalte wiederkehrender Prozesse der Datenlieferung (Datadrops) o Geforderte Modellinhalte und deren Attribute für alle Teilmodelle o Geeignete Informationstiefe aller Teilmodelle o Umfang der automatisierten, teilautomatisierten bzw. visuellen Modellprüfung o Festlegung grundsätzlicher Modellierungsvorgaben. Festlegungen im BAP zu o den Teilmodellen, die zusammengeführt werden o Zeitpunkt und Ort der Ablage der für die Zusammenführung erforderlichen Fach- und Teilmodelle o Protokollierung der Ergebnisse Gemeinsame Datenumgebung (CDE) o Datenaustausch sowie für die organisationsinterne und -übergreifende Kommunikation. Innerhalb der CDE wird daher ein Issue- und Task-Management eingesetzt. Rollenspezifisch geeignete Software mit Schnittstellen gemäß AIA/BAP Qualifiziertes Personal für die Koordination von Fachgewerken: o Verwendung von Koordinationssoftware (Model Checker Software, CDE, etc.) o Erstellen und Verwenden von Prüfregeln
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Prozessuale Leistungserbringung
Leistung KOA PST ARC TWP TA MED LSA BAU
BMG
Durchführen des BIM-Kick-Off M M E - - - - -
Teilnehmen an dem BIM-Kick-Off E E E E E E E -
Erstellen und Fortschreiben des BAP - M E M M M M -
Durchführen von Testläufen - - E M M M M -
Bereitstellen von Fachmodellen für die BIM-
-
-
- E E E E - Gesamtkoordination Zusammenführen der Fachmodell zu einem BIM-
-
-
- E - - - - - Gesamtkoordinationsmodell
Durchführen von regelbasierten Modellprüfungen - - E - - - - -
Kommunizieren der Prüfergebnisse im BCF
-
- E - - - - - (Issue-Management) Nachverfolgen der Bearbeitung der Prüfergebnisse
-
- E - - - - - (Issue-Management) Dokumentieren und Bereitstellen der
-
- E - - - - - Prüfergebnisse in eimen Qualitätsbericht Durchfürhen von BIM-
-
- E M M M M - Gesamtkoordinationsbesprechungen Nutzen einer bereitgestellten gemeinsamen
-
- E E E E E - Datenumgebung zum Austausch der Fachmodelle E – erbringt M – mitwirkend
Prozessdarstellung
Eine detaillierte Prozessbeschreibung obliegt der beauftragten BIM-Gesamtkoordination im Sinne seiner eigenständigen und fachlich unabhängigen Leistungserbringung im Rahmen des BAP
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Input
Daten- Liefer- Beschreibung Liefer- Format lieferer Gegenstand Zeitpunkt
ARC Vorlagen- Enthält Koordinationsobjekt an dem Ort des Projektnull-Punkts mit modell Geokoordinaten, die vom VMS für diesen Punkt angegeben wurden. Koordinationsobjekt muss bereits die richtigen Daten für IfcProject, Projekt- IFC IfcSite, IfcBuilding, IfcStorey enthalten. beginn Das Koordinationsobjekt muss auch ein Merkmal mit für die Kennung der betreffenden BIM-Beteiligten enthalten. Im Falle des Vorlagemodell ist diese Vorlagenmodell-Kennung.
ARC Architektur- Das ARC-Testmodell soll das Koordinationsobjekt mit der ARC- Testmodell Kennung enthalten Es soll möglichst viele unterschiedliche geometrische Bauteiltypen und Räume enthalten LPH 2 Es soll bereits die richtigen Daten für IfcProject, IfcSite, IfcBuilding, IFC Testlauf IfcStorey enthalten. Diese sollen auf mindestens zwei Geschossen modelliert sein. Die Elementtypen (IfcWall etc.) sollten bereits zugewiesen sein. Merkmal LoadBearing sollte vorhanden sei.
TWP TWP- Das TWP-Testmodell soll das Koordinationsobjekt mit der TWP- Testmodell Kennung enthalten Es soll Freihaltezonen enthalten Es soll bereits die richtigen Daten für IfcProject, IfcSite, IfcBuilding, IfcStorey enthalten. Es sollte auch die relevanten geometrischen Bauteiltypen der LPH 2 IFC TWP enthalten Testlauf Diese sollen auf mindestens zwei Geschossen modelliert sein. Die Modellierung sollte sich in seiner Lage bereits auf das ARC- Modell beziehen. Die Elementtypen (IfcFoundation etc.) sollten bereits zugewiesen sein.
All TA TA- Die TA-Testmodelle sollen das Koordinationsobjekt mit der Testmodelle entsprechenden TA-Kennung enthalten Es soll möglichst viele geometrische Bauteil- bzw. Komponententypen und Räume enthalten Es soll bereits die richtigen Daten für IfcProject, IfcSite, IfcBuilding, LPH 2 IFC IfcStorey enthalten. Testlauf Diese sollen auf mindestens zwei Geschossen modelliert sein. Die Modellierung sollte sich in seiner Lage bereits auf das ARC- Modell beziehen. Die Elementtypen (IfcDuct etc.) sollten bereits zugewiesen sein.
MED MED- Die MED-Testmodelle sollen das Koordinationsobjekt mit der Testmodelle MED-Kennung enthalten Es soll möglichst viele geometrische Bauteil- bzw. Komponententypen und Räume enthalten LPH 2 IFC Es soll bereits die richtigen Daten für IfcProject, IfcSite, IfcBuilding, Testlauf IfcStorey enthalten. Diese sollen auf mindestens zwei Geschossen modelliert sein. Die Modellierung sollte sich in seiner Lage bereits auf das ARC- Modell beziehen.
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Die Elementtypen (IfcDuct etc.) sollten bereits zugewiesen sein.
LSA LSA- Das LSA-Testmodell soll das Koordinationsobjekt mit der LSA- Testmodell Kennung enthalten Es soll möglichst viele unterschiedliche geometrische Bauteiltypen und Räume enthalten LPH 2 Es soll bereits die richtigen Daten für IfcProject, IfcSite, IfcBuilding, IFC Testlauf IfcStorey enthalten. Diese sollen auf mindestens zwei Geschossen modelliert sein. Die Elementtypen (IfcWall etc.) sollten bereits zugewiesen sein. Merkmal LoadBearing sollte vorhanden sei.
Alle Fachmodelle Alle für die BIM-Gesamtkoordination zu dem jeweiligen DataDrop notwendigen Modellelemente lebenszyklusphasengerechte und für den jeweiligen BGK-DD IFC Anwendungsfall erforderliche Abstraktion der geometrischen Bauwerkselemente Informationsgehalt entsprechend der LOIN-Tabelle
ARC Raummodell alle Flächen der DIN 277 als Raumelemente (IfcSpace) BGK-DD IFC
ARC Möblierungs- Möbelmodell z.B. für Abstimmung mit Bauherren und Nutzern BGK-DD IFC modell
ARC Rohbau- Rohbaumodell für Abstimmungsprüfung mit Tragwerksplanung BGK-DD IFC modell
ARC Freihalte- Freihaltezonen, wie z.B. Bewegungsflächen BGK-DD IFC zonenmodelle
TWP Freihalte- Sperrzonen zur Identifizierung von Abstimmungsbedarf BGK-DD IFC zonenmodell
Alle TA Freihalte- Raumbedarfskörper (BuildingsElementProxy; zonenmodelle PROVISIONFORVOID) zur Beschreibung des Raumbedarfs für die vertikale und ggf. horizontale Verteilung Medien, die für die BGK-DD IFC Abstimmung der Planung relevant sind. Freihaltezonen, wie z.B. Schächten, Trassen sowie Wartungs- oder Montagebereiche.
Alle TA S&D-Modelle Raumbedarfskörper (BuildingsElementProxy; BGK-DD PROVISIONFORVOID) zur Koordination von Schlitzen und IFC Ab LPH 5 Durchbrüchen.
MED Freihalte- Raumbedarfskörper (BuildingsElementProxy; zonenmodelle PROVISIONFORVOID) zur Beschreibung des Raumbedarfs für die vertikale und ggf. horizontale Verteilung Medien, die für die BGK-DD IFC Abstimmung der Planung relevant sind. Freihaltezonen, wie z.B. Schächten, Trassen sowie Wartungs- oder Montagebereiche.
LSA Freihalte- Freihaltezonen, wie z.B. Wartungs- oder Montagebereiche. BGK-DD IFC zonenmodelle
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Output
Daten- Liefer- Beschreibung Liefer- Format lieferer Gegenstand Zeitpunkt
BGK- qualitätsgeprüftes BIM-Gesamtkoordinationsmodell (QG3) mit allen Nach Modell BGK BGK-Modell für die BIM-Gesamtkoordination gelieferten und BGK-DD (z.B. zusammengeführten Teilmodellen SMC)
Nach BFC BGK BGK-Issues Prüfungsergebnisse im BCF-Format BGK-DD PDF
Nach BGK BGK-Bericht BIM-Gesamtkoordinationsbericht PDF BGK-DD
Abgrenzung zu anderen Anwendungsfällen
Der Anwendungsfall ist eindeutig beschrieben und bedarf keiner weiteren Abgrenzung zu anderen AWF.
Abkürzungen Beschreibung
KOA Auftraggeber ARC Objektplanung BAU Bauausführende Auftragnehmer BMA BIM-Autor (QG1) BFK BIM-Fachkoordination (QG2) BGK BIM-Gesamtkoordination (QG3) ELT Elektrotechnik Planung HLS Heizung-/Lüftung-/Sanitär-/Kälte-Technik Planung LSA Landschaftsarchitektur MED Medizintechnik-Planung QG Quality-Gate PST Projektsteuerung TWP Tragwerksplanung TA Technische Ausrüstung. Alle Leistungsbilder, die technische Ausrüstungen planen. VMS Vermesser WuM Werk- und Montage
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