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AIA – Auftraggeber-Informationsanforderungen
Projekt: Neubau Regionalversorger Essingen Essingen
Status: Version 1.4 Ersteller: Michael Johl (michael.johl@siin.de) Datum: 25.11.2025
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1 Einleitung
1.1 Allgemeine Anmerkung
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit und Verständlichkeit wird in diesem Dokument das generische Maskulinum verwendet. Die in diesem Dokument verwendeten Personenbezeichnungen beziehen sich gleichermaßen auf alle Geschlechter.
1.2 Geltungsbereich des Dokuments
Die Auftraggeber-Informationsanforderungen beinhalten die Informations- und Prozessbedürfnisse der Kliniken Ostalb, die als Anforderung für die Auftragnehmer beschrieben werden und als Grundlage für den BIM- Abwicklungsplan (BAP) im jeweiligen Projekt, welches mit der BIM-Methode durchgeführt wird, dienen.1
Weshalb wird die AIA benötigt?
Sie legt die von den Fachplanern zu erbringenden Leistungen fest und dient als Grundlage für ihre Kalkulationen. Alle Beteiligten verstehen die Ziele der Implementierung von BIM innerhalb des Projekts Alle Beteiligten verstehen deren Rollen & Verantwortlichkeiten innerhalb des Projekts
AIA | Neubau Regionalversorger Essingen Seite 4 von 24 GNUREDROFNA Auftraggeber: Leistungsbestellung (Was) Werkdefinition für BIM durch Lastenheft = AIA BIM- Management Auftraggeber
NOITINIFED Auftragnehmer und Auftraggeber: BIM-Management Vereinbarungen zur Leistungserbringung mit BIM durch BIM-Gesamtkoordination Pflichtenheft = BAP (WIE) BIM- Fachkoordination GNURHÜFSUA AIA
BAP
Auftragnehmer Leistungserbringung BIM- BIM Autor Fachkoordination
Diese AIA soll die Grundlage für eine Einigung auf eine Leistungserbringung nach der BIM-Methode unter den Projektbeteiligten der Objekt- und Fachplanung für eine modellgestützte Leistungserbringung sein.
Die als Regelprozess beschriebenen modellbasierten Leistungen dienen dem Zweck von Grundleistungen der Objekt- und Fachplanung und werden durch die notwendige Besondere Leistung der BIM- Gesamtkoordination ergänzt, die die Grundleistung der Planungskoordination modellbasiert unterstützt.
1Die in den vorliegenden AIA beschriebenen Leistungen ergänzen anderweitige in Leistungsbild oder Vertrag festgelegte Leistungen und ersetzen sie nicht. Auf Widersprüche muss frühzeitig hingewiesen werden.
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1.3 Projektübersicht
Bezeichnung
Projektname Neubau Regionalversorger Essingen Projektadresse Essingen Eigenbetrieb Immobilien Kliniken Ostalb Bauherrschaft Im Kälblesrain 1 73430 Aalen
1.4 Zeitrahmen
Der zeitliche Rahmen und die Termine sind dem Projektterminplan zu entnehmen. DataDrops der BIM- Gesamtkoordination werden als Meilensteine in den Plan der Planung eingearbeitet. Vor und nachgelagerte Prozesse wie Prüfläufe werden ebenfalls eingearbeitet.
2 Ziele des Auftraggebers
2.1 Vision
Auftraggeber und Auftragnehmer der beteiligten Objekt- und Fachplanungen vereinbaren die Erbringung der Planung nach der Methode Building Information Modeling (BIM).
2.2 Ziele
Im Schwerpunkt des BIM-Projektes stehen seitens der Kliniken Ostalb primär die folgenden projektspezifischen Ziele sowie die daraus abgeleiteten BIM-Anwendungsfälle:
Ziele AWF
Verbesserte und nachhaltigere Strukturierung von Projektinformationen AWF-191 AWF-201 Verbesserung von Prozessabläufen für Freigaben und Rechnungsprüfungen AWF-061
Verbesserung der Kommunikation und Mängelverfolgung AWF-051 AWF-052 Verbesserung der Nachverfolgbarkeit von Termine, Kosten und Qualitäten AWF-081 AWF-101 Verbesserung von Entscheidungsgrundlagen AWF-041 AWF-042 AWF-043 Bessere Einbindung der Nutzer und Bürger AWF-041 AWF-042 AWF-043 Verbesserung der Nachvollziehbarkeit von Planung und Betrieb durch klare Anforderungen an AWF-021 die Planenden in Form von technischem und medizinischem Raumbuch Genauer Kalkulierbarkeit für das Reinigungskonzept und Gebäudeunterhalt AWF-001 AWF-021 AWF-061 AWF-191 AWF-201 Kosteneinsparungen durch weniger Mängel und Störungen AWF-051 AWF-052 Sicherstellung funktionaler Anforderungen AWF-141
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Konsistente Daten für den Betrieb AWF-191 AWF-201 Frühzeitiges Erkennen und Lösen von Konflikten während Planung und Bauausführung sowie AWF-041 Erbringung einer kollisionsarmen Planung, nach der mangelfrei gebaut werden kann. AWF-051 AWF-061 AWF-141 Planung des gesamten Objektes anhand elementbasierter Fachmodelle als grundlegende AWF-001 Informationsträger in einer der jeweiligen Leistungsphase entsprechenden, geometrischen und AWF-041 alphanummerischen Planungstiefe AWF-051 AWF-052 Ableiten von zur Planung, Genehmigung und Errichtung des Bauwerks erforderlichen 2D-Plänen AWF-081 im Wesentlichen aus den Modellen. Ableiten von zur Planung, Genehmigung und Errichtung des Bauwerks erforderlichen AWF-101 alphanummerischen Daten, Mengengerüsten, Raum- und Bauteillisten im Wesentlichen aus den AWF-111 Modellen. Erbringen und Mitwirken an einer BIM-Gesamtkoordination zu Zweck der modelbasierten AWF-051 Koordination der fachlich Beteiligten AWF-061 Unterstützung der Kommunikation zwischen den Planungsbeteiligten und der Bauherrschaft AWF-041 sowie zwischen den Planungsbeteiligten untereinander. Lösungen und Entscheidungen anhand AWF-042 der Modelle sollen schneller gefunden werden. Nutzung des modellbasierten BCF als Mittel zur AWF-043 Problemlösung und Entscheidungsfindung AWF-051 Die Modelle sollen einer klaren Struktur folgen, damit diese von anderen Systemen AWF-001 interpretierbar und von allen Beteiligten zur weiteren Nutzung verwendbar sind. Offene und AWF-021 herstellerneutrale Schnittstellen und Standards (Open BIM). AWF-051 AWF-191 Es wird eine erhöhte Termin- und Kostensicherheit sowie eine erhöhte Planungs- und AWF-051 Ausführungsqualität angestrebt. AWF-052 AWF-061 AWF-101 Nutzung der Zusammenführung der Fachmodelle der einzelnen Fachdisziplinen AWF-041 (Gesamtkoordinationsmodell) als Grundlage für die Jour-Fixe-Termine und AWF-051 Planungsbesprechungen. AWF-052 Planungsmodelle werden auf einen für die Beteiligten freigegebenen zugänglichen Projektraum AWF-051 gelegt, um so Informationsabfrage und -austausche zu ermöglichen. AWF-081 Optimierung der Ausschreibungs- und Vergabeprozesse auf Seiten der Auftragnehmer und AWF-111 Auftraggeber Optimierung des Informationsmanagements während Betrieb und Erhaltung AWF-201
2.3 Anwendungsfälle
Zum Erreichen der festgelegten projektspezifischen BIM-Ziele werden die durch das Kliniken Ostalb ausgewählten BIM-Anwendungsfälle wie folgt zugeordnet:
RP- Nr Anwendungsfall BIM** AWF-001 Erarbeiten und Fortschreiben der Planung mit Hilfe eines 3D-Datenmodells X Nutzung der BIM-Methode für die Planung des gesamten Objektes anhand elementbasierter 3D-Fachmodelle als grundlegende Informationsträger in einer der Leistungsphase entsprechenden, geometrischen und alphanumerischen Planungstiefe, Erarbeiten und Fortschreiben der Werk- u. Montageplanung mit Hilfe eines 3D- AWF-002 Datenmodells Nutzung der BIM-Methode für die Werk- u. Montageplanung der beauftragten Leistungen anhand elementbasierter 3D-Fachmodelle als grundlegende Informationsträger in der zur Ausführung erforderlichen geometrischen und alphanumerischen Planungstiefe.
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AWF-011 Erstellen eines digitalen Geländemodels Erstellen eines geolokalisierten digitalen Geländemodells aus Basis der Vermessung des Baugrundstückes und der angrenzenden Umgebung. AWF-021 Digitales Raumbuch Fortschreiben des digitalen Raum- und Gebäudebuches mit Hilfe der Fachmodelle der Planung und Ausführung, sowie kontinuierlicher Abgleich mit dem Anforderungsraumbuch der Bedarfsplanung des Auftraggebers. AWF-041 Nutzung der Modelle in Besprechungen X Bedarfsgerechte Visualisierung der Planung als Modell in einem Modellviewer als Basis für die Projektkommunikation, z.B. im Rahmend er Planungsbesprechungen. AWF-042 Visualisierung für die Öffentlichkeit Erstellen von Renderings für die Beteiligung der Öffentlichkeit AWF-043 VR-Begehung ausgewählter Funktionsbereiche Erstellen und Durchführen von VR-Begehungen ausgewählter Funktionsräume zur Abstimmung mit den Nutzern von z.B. OP-Sälen. 5 VR-Begehungen. AWF-051 BIM-Gesamtkoordination der Fachgewerke * Regelmäßiges Zusammenführen der Fachmodelle in einem Koordinationsmodell mit anschließender regelbasierter Kollisionsprüfung und Prüfung weiterer Kriterien als Unterstützung einer systematischen Konfliktbehebung. AWF-052 Modellbasierte Schlitz- und Durchbruchsplanung * Unterstützung der Schlitz- und Durchbruchsplanung anhand von Modellelementen wie ProvisionforVoid und Freihaltezonen im Rahmen der BIM-Gesamtkoordination. AWF-061 Planungsfortschrittskontrolle und Qualitätsprüfung Nutzung der Modelle für die Planungsfortschrittskontrolle als Grundlage des Controllings sowie die Durchführung der Qualitätsprüfung der Planung inkl. der Abnahme der Leistung in den vordefinierten Meilensteinen und Planungsfreigabe durch den Auftraggeber. AWF-081 Ableitung von Planunterlagen X Ableitung relevanter Teile der Planung aus dem Bauwerksdatenmodell und Überführung in 2D-Planformate. Maßstab, Darstellung und Planinhalte entsprechen hierbei den Projektanforderungen der jeweiligen Leistungsphasen. Zeichnungen detaillierter als M1:50 werden auf der Grundlage von 2D-Darstellungen des Modells in 2D erstellt. AWF-101 Mengen und Massenermittlung X Strukturierte Ermittlung bauteilbezogener Mengen (Volumen, Flächen, Längen, Stückzahlen) im Wesentlichen anhand des Modells und Zuordnen zu Kostengruppen nach DIN276 entsprechend der jeweiligen Leistungsphase. AWF-111 Leistungsverzeichnis, Ausschreibung, Vergabe Erstellen mengenbezogener Positionen der Leistungsverzeichnisse sowie Ausschreibungen, Vergaben und Angebotsabgaben im Wesentlichen aus den Modellen. AWF-131 Baustellenphasenmodell Bedarfsgerechte Darstellung des Bauablaufs anhand der Modelle zur Plausibilisierung des Bauablaufs. AWF-141 Überwachen der Ausführung durch Modellabgleich Überwachen von Bauleistungen durch Abgleich der Baustelle mit den Modellen der Ausführungsplanung sowie der Werk-u. Montageplanung. AWF-191 Projekt- und Bauwerksdokumentation Dokumentation des Objekts durch Übergabe des letzten Standes der Revisionsplanung als Planungsmodell. AWF-201 Übergabe zur Nutzung für Betrieb und Erhaltung Bereitstellung von Daten zu Anlagen, wie Geräte und Ausstattungen, aus dem digitalen Raum- und Gebäudebuch für das FM-System des Auftraggebers nach dessen Anforderungen.
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Quelle der Sortierung: Standard-Anwendungsfälle. BIM Deutschland
Anwendungsfall-Steckbriefe werden als Anlage zu dieser AIA zur Verfügung gestellt. Eine detaillierte Prozess- Beschreibung der beauftragten Anwendungsfälle, obliegt den BIM-Beteiligten im Rahmen des BAP. Anwendungsfälle, die dem Regelprozess BIM entsprechen, sind in der Spalte RP-BIM mit einem X markiert. Die Grundlagen für den Regelprozess BIM sind als Regelwerke Bau Evaluierung der Planungsbereiche der HOAI (ID353) Endbericht hier einsehbar: https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/forschung/programme/zb/Auftragsforschung/jahr/2022/evaluierung- hoai/endbericht.html
- notwendige Besondere Leistung für den Regelprozess BIM
** RP-BIM = Regelprozess BIM
2.4 Anwendungsfälle und Lebenszyklusphasen
Im Folgenden wird aufgeführt, in welcher Lebenszyklusphase welcher Anwendungsfall erbracht werden muss:
AWF-Nr. Anwendungsfall Leistungsstufen 1 2 3 4 5
HOAI-Leistungsphasen 1 2 3 4 5 6/7 8 9
Erarbeiten und Fortschreiben der Planung mit Hilfe AWF-001 X X X eines 3D-Datenmodells Erarbeiten und Fortschreiben der Werk- u. AWF-002 X* X* Montageplanung mit Hilfe eines 3D-Datenmodells AWF-011 Erstellen eines digitalen Geländemodels X AWF-021 Digitales Raumbuch X X X X AWF-041 Nutzung der Modelle in Besprechungen X X X X X X AWF-042 Visualisierung für die Öffentlichkeit X X X AWF-043 VR-Begehung ausgewählter Funktionsbereiche X X AWF-051 BIM-Gesamtkoordination der Fachgewerke X X X AWF-052 Modellbasierte Schlitz- u. Durchbruchsplanung X AWF-061 Planungsfortschrittskontrolle u. Qualitätsprüfung X X X X AWF-081 Ableitung von Planunterlagen X X X X AWF-101 Mengen- und Massenermittlung X X X AWF-111 Leistungsverzeichnis, Ausschreibung, Vergabe X AWF-131 Baustellenphasenmodell X X X* AWF-141 Überwachen der Ausführung durch Modellabgleich X AWF-191 Projekt- und Bauwerksdokumentation X X* AWF-201 Übergabe für Nutzung in Betrieb und Erhaltung X X *Leistung durch BAU
Es ist darauf zu achten, dass die Beauftragung stufenweise erfolgt.
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2.5 Anwendungsfälle und Zuständigkeiten
Zum Erreichen der projektspezifische Anwendungsfälle werden diesen in den entsprechenden Leistungsphasen verantwortliche Beteiligte zugeordnet:
AWF-Nr. Anwendungsfall Beteiligte
AIA | Neubau Regionalversorger Essingen Seite 9 von 24 GMB SMV KGB CRA PWT SLH TLE GOL DEM PMA ASL TDM TIF UAB
Erarbeiten und Fortschreiben der Planung mit AWF-001 ○ ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● Hilfe eines 3D-Datenmodells Erarbeiten und Fortschreiben der Werk- u. AWF-002 Montageplanung mit Hilfe eines 3D- ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ● Datenmodells AWF-011 Erstellen eines digitalen Geländemodels ● AWF-021 Digitales Raumbuch ● ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ AWF-041 Nutzung der Modelle in Besprechungen ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● AWF-042 Visualisierung für die Öffentlichkeit ● ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ AWF-043 VR-Begehung ausgewählter Funktionsbereiche ● ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ AWF-051 BIM-Gesamtkoordination der Fachgewerke ● ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ Modellbasierte Schlitz- und AWF-052 ● ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ Durchbruchsplanung Planungsfortschrittskontrolle und AWF-061 ● ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ Qualitätsprüfung AWF-081 Ableitung von Planunterlagen ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● AWF-101 Mengen- und Massenermittlung ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● AWF-111 Leistungsverzeichnis, Ausschreibung, Vergabe ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● AWF-131 Baustellenphasenmodell ● ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ● Überwachen der Ausführung durch AWF-141 ● ○ Modellabgleich AWF-191 Projekt- und Bauwerksdokumentation ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● ● AWF-201 Übergabe für Nutzung in Betrieb und Erhaltung ● ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○ ● Erbringt Anwendungsfall ○ arbeitet / wirkt mit bei Anwendungsfall
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3 Anforderungen an die Projektbeteiligten
3.1 Organisation
Bauherr Leistungsbestellung (Was) Werkdefinition für BIM Kliniken Ostalb durch Lastenheft = AIA
| Projektsteuerung mit | ||||
|---|---|---|---|---|
| op erati vem BIM-Management BIM-Manag ement | ||||
| (BMG) | ||||
| Planende | Vereinbarung zur | |||
| BIM- Gesamt- | Leistungserbringung mit BIM | |||
| Koordination durch Pflichtenheft = BAP (WIE) (BGK) | ||||
| BFK BFK BFK BFK BFK BFK BFK BFK BFK BFK PL PL PL PL PL PL PL PL PL PL TWP ARC HLS ELT LOG MED AMP LSA MDT FIT | ||||
| BFK BFK BFK | ||||
| BFK | BFK | |||
| PL TWP | PL ARC |
PL – Projektleitung BFK - BIM-Fachkoordination Weitere Abkürzungen siehe BIM-Rollen und Beteiligte.
3.2 BIM-Beteiligte
Im Rahmen der BAP-Erstellung werden die Projektbeteiligten mit Ihren Kontaktdaten und Rollen im BAP aufgeführt.
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3.3 BIM-Rollen der BIM-Beteiligten
Beteiligte Ken- nung BIM- BIM- BIM-Gesamt- BIM-Fach- BIM- Nutzer Manager koord inator koordinantor Autor Bauherr KOA ● Projektsteuerung PST ● BIM-Management BMG ● ● Architekt ARC ● ● ● ● Tragwerksplanung TWP ● ● ● HLSK-Planung HLS ● ● ● ELT-Planung ELT ● ● ● Medizintechnikplanung MED ● ● ● Logistikplanung LOG ● ● ● AEMP-Planung AMP ● ● ● Außenanlagen Planung LSA ● ● ● Medientechnik MDT ● ● ● Fernmelde- u. IT- ● FIT ● ● Planung Bauphysik BPH ● Brandschutz BSG ● Vermessung VMS ● ● ●
3.4 Modellbasiertes Planen und Kommunizieren
Die folgenden Projektbeteiligten erstellen Modelle und kommunizieren modellbasiert.
Beteiligte Kennung Modellierung BCF Kommunikation
Bauherr KOA ○ Projektsteuerung PST ○ BIM-Management BMG ● BIM-Gesamtkoordination BGK ● Architekt ARC ● ● Tragwerksplanung TWP ● ● HLSK-Planung HLS ● ● ELT-Planung ELT ● ● Medizintechnikplanung MED ● ● Logistikplanung LOG ● ● AEMP-Planung AMP ● ● Außenanlagen Planung LSA ● ● Medientechnik MDT ● ● Fernmelde- u. IT-planung FIT ● ● Bauphysik BPH ● Brandschutz BDS ● Vermessung VMS ○ ● obligatorisch ○ optional
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3.5 Rollenbeschreibung
Rolle Beschreibung
Bauherr Der Auftraggeber muss dem BIM-Management bei der Erarbeitung der AIAs zuarbeiten und die Ziele, Vorstellungen und Wünsche vermitteln.
[KOA] Das BIM-Management ist für die Implementierung der Methode BIM in das Unternehmen bis hin zu einzelnem Projekt sowie die BIM-Qualitätssteuerung zuständig. BIM- Diese Rolle zeichnet sich durch folgende Charakteristika aus:
- das Identifizieren und Dokumentieren des BIM-spezifischen Informationsbedarfs des Management Auftraggebers,
- das Aufstellen der BIM-spezifischen Projekt-Zieldefinition in Form der Auftraggeber- Informationsanforderungen (AIA),
- die Empfehlung und Verhandlung der erforderlichen BIM-Leistungen bei der Beauftragung der Planungsbeteiligten,
- das Initiieren des BIM-Startgesprächs,
- das stichprobenartige Überprüfen der BIM-Leistungen der BIM-Gesamtkoordination, [BMG] BIM-Fachkoordination und der BIM-Autoren (BIM-bezogene Projektvorgaben, Modellkonsistenz, Qualitätssicherung der BIM-Prozesse),
- das Entgegennehmen und Überprüfen der Prüfberichte der BIM-Gesamtkoordination. Die BIM-Gesamtkoordination prüft und koordiniert die Einhaltung der Vereinbarungen aus AIA und BAP fachdisziplin-übergreifend auf operativer Ebene. Diese Rolle zeichnet sich durch folgende Charakteristika aus:
- das Erstellen und Fortschreiben des BIM-Abwicklungsplans (BAP) unter Mitwirkung der BIM- anderen Planungsbeteiligten, Gesamtkoordination 2. das Durchführen von Plausibilitäts-, Konsistenz- und Kollisionsprüfung anhand des BIM- Gesamtmodells (Koordinationsmodell)
- das Koordinieren der Behebung der festgestellten Konflikte unter den BIM- Fachkoordinatoren.
- das Überwachen der fristgerechten Erbringung von BIM-Leistungen zu im BAP vereinbarten Meilensteinen und ggf. Melden von Nicht-Einhaltung der Vereinbarungen,
- das Prüfen der Verwendung der vereinbarten Kommunikationssysteme im Projektteam [BGK] 6. erforderlichenfalls das regelmäßige Vermitteln der BIM-Standards an die Fachplanung,
- das zyklische Berichten über die Qualität der Einhaltung der BIM-Anwendung (Qualitätsbericht),
- sowie das Leiten und Protokollführen in expliziten BIM-Besprechungen (siehe 4.8 Planungsbesprechungen) BIM- Die BIM-Fachkoordinatoren sind für die BIM-bezogenen Leistungen innerhalb einer Fachdisziplin Fachkoordination zuständig. Diese Rolle zeichnet sich durch folgende Charakteristika aus:
- das Prüfen der eigenen Fachmodelle auf Einhaltung der vereinbarten Qualitäten (Konsistenz und Kollisionen),
- die Übergabe der Fachmodelle an die Gesamtkoordination,
- das Teilnehmen an BIM-Gesamtkoordinationssitzungen,
- das Teilnehmen an BIM-Besprechungen, [BFK] 5. das Mitwirken an der Fortschreibung des BIM-Abwicklungsplans. BIM-Autor BIM-Autoren sind für das Erstellen der Bauwerks-Information-Modelle zuständig. Diese Rolle zeichnet sich durch folgende Charakteristika aus:
- das Erstellen der BIM-Fachmodelle,
- das Erstellen der Pläne durch Ableiten von 2D-Darstellungen des Modells und Ergänzen von Annotationen, wie z.B. Bemaßungen,
- das Erstellen von Massenauswertung, Bauteillisten etc. auf Grundlage des Modells in der jeweiligen Fachdisziplin,
- die interne planerische Abstimmung in der Fachdisziplin, [BMA]
- sowie das Sicherstellen der vereinbarten Modellqualität.
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3.6 Übersicht der Zuständigkeiten
Leistung KOA BMG BGK BFK AIA F/M V BAP F V M BIM-KICKOFF M V M Qualitätssicherung Ü P V Modellkoordination Ü V M Qualitätsberichte V/Ü V Modellinformationen F Ü P V F Freigabe Ü Überprüfung (strichprobenartige Prüfung) P Prüfung V Verantwortlich M Mitwirkung
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4 Anforderungen an die Zusammenarbeit
4.1 Kooperationsprozess
Der Planungsprozess soll durch die folgenden kontinuierlich ablaufenden Schritte erfolgen:
Planung – Austausch – Prüfung - Anpassung
Die Vorgehensweise richtet sich an dem kontinuierlichen Verbesserungsprozesses „Planen-Umsetzen-Überprüfen- Handeln“ aus.
PDCA-ZYKLUS
Diese Vorgehensweise ist Teil der BIM-Methode und wird so lange über die DataDrop-Zyklen (1 ... n) durchlaufen, bis das gewünschte Ergebnis (Werkerfolg) gemeinsam erreicht ist.
4.2 Allgemeine Anforderungen an die eingesetzte Software
Eigenschaft Anforderung
buildingSMART Ifc-zertifiziert, mind. Ifc 2x3, Ifc4 oder neuer, wenn möglich. Die Version des IFC-Austauschformat ist zusammen mit der BIM-Fachkoordination im Allgemein Zuge der BAP-Erarbeitung festzulegen. DWG- und PDF-Version in Abstimmung mit Auftraggeber im BAP zu dokumentieren. Bauteile und räumliche Einheiten können elementbasiert modelliert werden. Bauteile und räumliche Einheiten können Ifc-Typen zugewiesen werden. Modellerstellung Bauteile und räumliche Einheiten können mit individuellen Merkmalen versehen werden. Bauteile und räumliche Einheiten sind bearbeitbar. Modellkoordination Bauteile und räumliche Einheiten können nach Ifc-Typ, Merkmal oder durch eine Modellauswertung Kombination aus beiden gefiltert werden. Modellbetrachtung Editierbare Prüfregeln können erstellt werden Modellkoordination Geometrie kann regelbasiert geprüft werden Merkmale können regelbasiert geprüft werden
4.3 Common Data Environment (CDE)
Der modellbasierte Informationsaustausch soll über das BCF-Format erfolgen. Die Ansammlung aller Vorgänge (Issues) erfolgt über eine Kommunikationsplattform.
Der Modellaustausch sowie die generellen Planungsthemen werden über eine Datenplattform durchgeführt.
Typ System Zuständigkeit
BCF-Kommunikationsplattform BCF-Kommunikationsplattform BMG Datenplattform PKMS-Plattform PS
Der Austausch von Modelldaten per E-Mail ist nicht gestattet. Die jeweils gültigen Modelldaten und Unterlagen der Planung werden über PKMS-Plattform zwischen allen Beteiligten bereitgestellt.
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4.4 Datenschutz und Datensicherheit
Die Datenschutz- und Datensicherheitsanforderungen des Kliniken Ostalb werden von allen Beteiligten eingehalten. Alle Projektdaten sind vertraulich und werden von den Beteiligten dementsprechend behandelt.
Die Datensicherheit der Plan- und Modelldaten wird über die PKMS-Plattform sichergestellt. Die Datensicherheit der BCF-Dokumente wird über die BCF-Kommunikationsplattform sichergestellt. Der Schutz vor Missbrauch erfolgt bei der BCF-Kommunikationsplattform über die Rechtezuweisung.
4.5 Status der Liefergegenstände
Der Bearbeitungsstand der Liefergegenstände wird auf der PKMS-Plattform mit einem Status als Attribut der Dateien beschrieben. Die Verortung der Liefergegenstände in den einzelnen Status (seitens Auftraggeber oder Auftragnehmer) wird in der nachfolgenden Tabelle festgelegt:
TYP Status CODE Mindestzustand
Lokale Position und Ausrichtung nach In Arbeitsmodell V abgestimmtem Nullpunkt (mit Koordinationskörper) Bearbeitung ohne Referenzen. Planstandmodell Geteilt P Qualitätsprüfung gemäß 5.1 durchgeführt Qualitätsprüfung gemäß 5.1 durchgeführt Beinhaltet ausschließlich Bauteile, die von der Übergabemodell Veröffentlich F jeweiligen Fachdisziplin erstellt oder hinzugefügt wurden. Vom AG freigegeben
4.6 Namenskonvention
Bei der Benennung der Liefergegenstände ist die Namenskonvention der Kliniken Ostalb zu berücksichtigen und bei jedem Hochladen auf die Projektplattform und im Austausch mit den Planungsbeteiligten einzuhalten. Die Namenskonvention gilt als Anlage zum BAP.
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4.7 Modellaustauschprozess
Die BIM-Beteiligten vereinbaren für die modellbasierte Koordination folgendes Vorgehen:
Start LPH BGK-Data BGK-Data Drop Data Drop Ende LPH Drop 1 x
Der erste modellbasierte Datenaustausch erfolgt in Form von Testmodellen (Testlauf).
Als Kontext für die Planung und Modellierung werden Arbeitsmodelle regelmäßig, mindestens jedoch alle 2- Wochen, über die CDE ausgetauscht und gegenseitig referenziert.
Für die BIM-Gesamtkoordination werden zu den im Terminplan festgelegten BGK-DataDrops (Fachmodell für die BIM-Gesamtkoordination) Fachmodelle als Arbeitsstand über die CDE an die BIM-Gesamtkoordination geliefert. Die Inhalte der BGK-DataDrops orientieren sich an Planungsmeilensteinen der Leistungsphasen. An die BGK- DataDrops schließt sich jeweils eine BIM-Koordinations-Besprechung (BGK-JF) an.
Zum Ende jeder Leistungsphase ist von allen Planungsbeteiligten als Planstand ein Übergabemodell (IFC- Modell) + Plansatz als PDF und DWG zu liefern, welches dem Planungsstand der jeweiligen Leistungsphase wiedergibt. Dieses muss hinsichtlich BAP und Informationsanforderungen mit Hilfe der BIM-Gesamtkoordination konsistent sein.
4.8 Datenlieferzyklen
n. S&D- Zweck LPH 2 LPH 3 LPH 5 LPH 8 Planung * BIM-Gesamtkoordination 4-wöchentlich 4-wöchentlch 4-wöchentlch 3-monatlich 3-monatlich Arbeitsmodelle 2-wöchtlich 2-wöchtlich 2-wöchtlich 2-wöchtlich n. Erfordernis Grundrisse o. Bemaßung 4-wöchentlich 4-wöchentlich 4-wöchentlich 4-wöchentlich n. Erfordernis (Bemaßung n. Abstimmung mit AG) Übergabe Ende LPH 1-malig 1-malig 1-malig 1-malig
- n. S&D-Planung = nach der Schlitz- & Durchbruchplanung
AIA | Neubau Regionalversorger Essingen Seite 16 von 24 CRA
AGT
PWT
Test BGK-Data Drop LPH-Gesamtmodell Gesamtmodell x noitanidrooktmaseG-MIB Test Arbeitsmodell 1 BGK-Data Drop 1 Arbeitsmodell x BGK-Data Drop x Arbeitsmodell n LPH-Modell
Test Arbeitsmodell 1 BGL-Data Drop 1 Arbeitsmodell x BGK-Data Drop x Arbeitsmodell n LPH-Modell
Test Arbeitsmodell x BGK-Data Drop x Arbeitsmodell n LPH-Modell
BGL-Data Drop Gesamtmodell 1
Qualitätssicherungsbericht 1 Qualitätssicherungsbericht x Abschlussbericht Qualitätssicherung
Koordinationsbesprechung Koordinationsbesprechung
Arbeitsstand Arbeitsstand Arbeitsstand Arbeitsstand Arbeitsstand LPH-Planstand
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4.9 Qualitätssicherung als Teil der Zusammenarbeit
An der Qualitätssicherung sind alle Projektbeteiligten beteiligt.
| Bauherr | BIM- Autor | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| BIM- | BIM- | BIM- | |||||
| Management | Gesamtkoordination | Fachkoordination | |||||
| Teil der Modell-Qualitätssicherung |
Forderung
Überwachung
Lieferung
4.10 Gesamtprozess der Qualitätssicherung
Die BIM-Koordination ist Teil der Qualitätssicherung des Projekts. Die BIM-Koordination besteht aus BIM- Fachkoordination und der übergreifenden BIM-Gesamtkoordination. Sie unterstützen durch die Modellprüfungen die Planungskoordination der Objektplanung (Leistungsbild Objektplanung Gebäude).
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4.11 Stufen der Qualitätsprüfung
QG Prüfungsinhalt
Prüfungsinhalt ist in jedem Fachbereich intern festzulegen. 1 Prüfung abgestimmter Planungsinhalte
Prüfung auf Einhaltung der Modellierungsvereinbarungen Prüfung auf Einhaltung des vereinbarten LOIN (Level of Information Need) Prüfung auf formal und technisch korrekte geometrische Modellierung 2 (Konsistenzprüfung) Leistungsbild Interne Kollisionsprüfung Kommunikation und Nachverfolgung der Prüfungsergebnisse Zusammenführen der Fachmodelle zu einem BIM-Gesamtkoordinationsmodell Prüfung auf formal und technisch korrekte geometrische Modellierung (Konsistenzprüfung) 3 Einhaltung des vereinbarten LOIN (Level of Information Need) Leistungsbild übergreifende Kollisionsprüfung Kommunikation und Nachverfolgung der Prüfungsergebnisse
Modellprüfung auf Erfüllung der Anforderungen des AG 4 Kommunikation und Nachverfolgung der Prüfungsergebnisse
Erarbeiten der Objektplanung inkl. Planungskoordination und Integration der Objektplanung Lösungen der anderen Beteiligten Erarbeiten der Fachplanung inkl. Mitwirken bei der Planungskoordination und Fachplanung Integration der Lösungen der anderen Beteiligten
- GG = Quality-Gate
4.12 Planungsbesprechungen
Folgende Besprechungen sind im Zusammenhang mit der BIM-Methode im Projektverlauf vorgesehen:
Besprechungsart Inhalte Intervall online/Präsenz
BIM-Kick-Off BAP Einmalig Präsenz BIM- BIM-Koordination 4-wöchentlich online Koordinationsbesprechungen Präsenz/online BIM-Bauherren-Jour-Fixe Termine, Modellqualität, Leistungsstand 4-wöchentlich abwechselnd Planungsbesprechungen Planung, Fachplanung, Modell wöchentlich nach Vereinbarung Projektbesprechungen Projektstand, Modell 2-wöchentlich Präsenz
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4.13 Aufgaben in Besprechungen
Besprechungsart BIM- KOA PST BMG BGK BFK Nutzer Planer BIM-Kick-Off X (X) X L X (X) (X) BIM-Koordinationsbesprechungen (X) (X) (X) L X - (X) BIM-Bauherren-Jour-Fixe X X L (X) - - - Bauherren-Jour-Fixe X L - - - - X Planungsbesprechungen (X) L - (X) (X) - X Projektbesprechung X L (X) (X) (X) - X L-Leitung/Protokoll X-Teilnahme (X)-Teilnahme bei Bedarf
5 Anforderungen an Modellstruktur und Modellinhalte
5.1 Einheiten
Modelleinheit Maßeinheit
Länge, Stärke, Höhe m Fläche m2 Volumen m3 Winkel Grad Gewicht kg Temperatur °C
5.2 Koordinationssysteme
Alle Fachmodelle müssen lagerichtig sein. Die Lagerichtigkeit wird über den Koordinationskörper sichergestellt, der die Weltkoordinaten beinhaltet. Durch diese Koordinaten ist der Bezug des Projekts zum Vermesser- Koordinatensystem herzustellen.
Der Bezugspunkt ist so zu wählen, dass er sich südwestlich des Baufeldes befindet. Er sollte sich auf einem Punkt im Vermesserplan befinden, der während der gesamten Baumaßnahme besteht.
Die geografische Lage wird in den Modelldaten (Eigenschaften IfcSite) mitgeführt und ist in der jeweilig eingesetzten BIM-fähigen Software eigenverantwortlich einzustellen.
Beispiel für Platzierung des Koordinationskörper
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5.3 Geokoordinaten
Im Vermesser-System In Autorensoftware
X Festlegung im BAP Festlegung im BAP Y Festlegung im BAP Festlegung im BAP Z (EG OKFF) Festlegung im BAP Festlegung im BAP Winkel Festlegung im BAP Festlegung im BAP
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5.4 Geschossstruktur
Die Geschossbezeichnungen werden im BAP vereinbart. Alle Geschosse müssen sich auf OKFF beziehen. Ein Geschoss reicht von OKFF bis OKFF im Geschoss darüber. Decken-, Dach- und Bodenplatten sowie die Beläge auf Ihnen gehören zu dem Geschoss, dass sich auf ihnen befindet. Alle Objekte werden dem jeweiligen Geschoß zugewiesen wie grafisch abgebildet.
5.5 Modellarten
Für eine klare Abgrenzung der Gewährleistung arbeiten die Projektbeteiligten getrennt in eigenen Fachmodellen. Die Liefergegenstände können außerdem in Teilmodelle unterteilt exportiert und geliefert werden. Das vereinfacht den spezifischen Austausch von Planungsinhalten. Die Aufteilung der Modelle sollte einer klaren Logik folgen, um auch die Arbeit und die Visualisierung mit den Modellen zu optimieren und um eine Datenreduzierung zu erwirken (Gebäudeteile, Einzeldisziplinen, Elementgruppen etc.) Ziel sollte sein die Teilmodelle so zu definieren, dass alle Planungsbeteiligten nicht mehr Modellinhalt verarbeiten und betrachten müssen als notwendig.
Im Folgenden werden beispielhaft Teilmodelle mit Ihren Modellkürzel aufgeführt:
Leistungsbild Code Teilmodell Code Teilmodell
Vermesser VMS Digitales Geländemodell DGM Objektplanung Gebäude / ARC ARC Architekturmodell Architektur Raummodell RAM Rohbaumodell ROH Möblierungsmodell MOB Umgebungsmodell UMG Freihaltezonenmodell FHZ Tragwerksplanung TWP Tragwerksmodell TWP No-Go-Modell FHZ Planung Technischen Ausrüstung HLS TAM-Modell HLS / TGA Heizungsmodell HZG Lüftungsmodell LFT Kältemodell KLT Sanitärmodell SAN Freihaltezonenmodell FHZ Durchbruchsmodell DBR ELT Elektromodell ELT Beleuchtungsmodell BEL Freihaltezonenmodell FHZ Durchbruchsmodell DBR Weitere Fachplanungen NNN NNN-Modell NNN Freihaltezonenmodell FHZ Durchbruchsmodell DBR Die Auflistung ist nicht abschließend. Weitere Modellarten sind im Zuge der BAP-Erarbeitung in Abstimmung mit dem BIM-Management und der BIM-Gesamtkoordination festzulegen.
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5.6 Modellzwecke
Der Modellzweck hilft zu verstehen, für welchen Zweck die zu liefernde Modelle verwendet werden sollen.
Modellzweck Code Teilmodell
Planung PLN BIM-Gesamtkoordination BGK Schlitz- und Durchbruchskoordination SDK Freihaltezonenkoordination FHK Raumprogrammauswertung / Raumprogrammprüfung RPA Variantenuntersuchung VAR
5.7 Geometrischer Detaillierungsgrad (Abstraktionsgrad)
Der geometrische Abstraktionsgrad der Modelle muss im BAP festgelegt werden. Dieser sollte sich an den LPH orientieren und den Zweck der Anwendungsfälle erfüllen.
HOAI Lebenszyklusphase Beschreibung Name LPH Vorplanung 2 Geometrischer Abstraktionsgrad, der das Ableiten von geeigneten 2D- M1:200 Darstellungen das 3D-Fachmodells im Maßstab M1:200 erlaubt. Die geometrische Differenzierung des Modells muss geeignet sein, Mengen für Kostenelemente der 2 Ebene der DIN 276 zu liefern. Entwurfsplanung / 3-4 Geometrischer Abstraktionsgrad, der das Ableiten von geeigneten 2D- M1:100 Genehmigungsplanung Darstellungen das 3D-Fachmodells im Maßstab M1:100 erlaubt. Die geometrische Differenzierung des Modells muss geeignet sein, Mengen für Kostenelemente der 3 Ebene der DIN 276 zu liefern. Ab 5-9 Geometrischer Abstraktionsgrad, der das Ableiten von geeigneten 2D- M1:50 Ausführungsplanung Darstellungen das 3D-Fachmodells im Maßstab M1:50 erlaubt. Die geometrische Differenzierung des Modells muss geeignet sein, Mengen für Kostenelemente der 3 Ebene der DIN 276 zu liefern.
5.8 LOIN-Level of Information Needed
In der Anlage „RVE_AIA_LOIN“ sind weiter Informationen aufgelistet, die die Kliniken Ostalb für die Dokumentation und den Betrieb benötigen.
Ziel der Anlage „RVE_AIA_LOIN“ ist:
- Eine Dokumentation der für die Bestellung und Herstellung relevanten Anforderungen (Soll) der Planung an die geplanten Anlagen in Form von standardisierten Merkmalen. Hierdurch soll es dem Betreiber ermöglicht werden zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen einer Ersatzbeschaffung oder Instandsetzung beurteilen zu können, welche Anforderungen eine Anlage mindestens erfüllen muss.
- Eine Dokumentation der betriebsrelevanten Informationen zu den verbauten Anlagen in Form von standardisierten Merkmalen.
Darüber hinaus muss die BIM-Gesamtkoordination den Informationsbedarf der Beteiligten untereinander für die Anwendungsfälle erfassen und in einem BAP-LOIN dokumentieren.
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5.9 Klassifikation
Folgende Klassifikationen sind für Räume (IfcSpace) und allen anderen Modellelementen nach DIN als Attribut zu liefern:
Klassifikations- Beschreibung Modelle / Objekte system Klassifikation der Modellelemente in Anlehnung an die Gilt für alle* Modellelemente, DIN 276 als Merkmal: die Mengen für Klassifikation n. DIN 276 (kurz) Kostengruppen der DIN 276 DIN 276-2018 o Wertebereich: Kostengruppen-Nummer liefern. Klassifikation n. DIN 276 (lang) o Wertebereich: Kostengruppen-Name DIN 277 Raumklassifizierung Räume Raumklassifizierung zur Gliederung des Krankenhauses DIN 13080 Räume in Funktionsbereiche und Funktionsstellen Kennzeichnungspflichte BAS Benutzeradressierungssystem nach VDI 3814 Elemente Weitere Klassifizierungen sind im BAP abzustimmen *Für Modellelemente, die als Bestandteil eines anderen Modellelements modelliert werden, deren Geometrie jedoch Mengen für eigenständige Kostengruppen liefert, wie z.B. Wandbekleidungen, muss im BAP dokumentiert werden, wie diese zu identifizieren sind.
5.10 Liefergegenstände
Im Rahmen der modellbasierten Planung der Auftragnehmer sind digitale Liefergegenstände zu erstellen, auf die Einhaltung der Anforderungen dieser AIA und der Vereinbarungen des BAP zu prüfen, und der Auftraggeberschaft in dem geforderten Format zu übergeben. Lieferzeitpunkte und Datenaustauschanforderungen für die Liefergegenstände, werden so weit nicht in den AIA oder den Anwendungsfall-Steckbriefen vorgegeben im Rahmen des BAP vereinbart.
6 Abkürzungsverzeichnis
Abkürzung Bedeutung
KOA Auftraggeber AN Auftragnehmer AIA Auftraggeber-Informationsanforderungen ARC Architektur AWF Anwendungsfall BAP BIM-Abwicklungsplan BCF BIM Collaboration Format BFK BIM-Fachkoordination (QG2) BGK BIM-Gesamtkoordination (QG3) BIM Building Information Modeling BMA BIM-Autor (QG1) BMG BIM-Management (QG4) BNU BIM-Nutzer CDE Gemeinsame Datenumgebung (engl. Common Data Environment) DIN Deutsches Institut für Normung ELT Elektroplanung HLS Heizung-, Lüftung-, Sanitär- und ggf. Kälte-Planung HOAI Honorarordnung für Architekten und Ingenieure IDS Information Delivery Specification
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IFC Industry Foundation Classes SAF Structural Analysis Format LOIN Informationsbedarfstiefe (engl. Level of Information Need) QG Quality-Gate TA Planung Technische Ausrüstung TAM Planung Technische Ausrüstung für mechanische Medien TAE Planung Technische Ausrüstung für Elektrotechnik TGA Planung Technische Gebäudeausrüstung TWP Tragwerksplanung VDI Verein Deutscher Ingenieure VMS Vermesser WuM Werk- und Montageplaung
7 Glossar
Siehe Anlage_06_BIM-Glossar.pdf
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