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Konzept OGS GFD.pdf

Trägerschaft und Betreuung an zwei offenen Ganztagsschulen im Hochsauerlandkreis

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 03.10.2026, 22:19 (Europe/Berlin)

Herkunft: www.vergabe-westfalen.de

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Förderschule des Hochsauerlandkreises mit dem Förderschwerpunkt Sprache

Konzept des Offenen Ganztages

Zur Jakobuslinde 23, 59929 Brilon; 02961-945800; sekretariat@gfd-schule.de 1

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Inhaltsübersicht

  1. Die Georg-Friedrich-Daumer-Schule, Brilon 3

  2. Rechtliche Rahmenbedingungen für die Einrichtung der Offenen Ganztagsbeschulung 4

  3. Die pädagogischen Leitlinien: Eine Synergie der fünf Säulen 4

  4. Gestaltungsebenen 7

  5. Organisatorische Ebene 12

  6. Räumliche Bedingungen 13

  7. Kooperation mit außerschulischen Partnern 15

  8. Elternbeteiligung: Die Erziehungspartnerschaft 15

  9. Qualifikation und Personalentwicklung 16

  10. Fazit: Ein in sich geschlossenes System 16

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  1. Die Georg-Friedrich-Daumer-Schule, Brilon

Die Georg-Friedrich-Daumer-Schule ist eine Förderschule des Hochsauerlandkreises mit dem Förderschwerpunkt Sprache im Primarbereich. Als Einzugsgebiet der Schule zählt der Altkreis Brilon, mit den Städten Marsberg, Brilon, Olsberg, Bestwig, Medebach, Winterberg und Hallenberg. Zur Zeit werden die 68 Schülerinnen und Schüler in 6 Klassen unterrichtet. Ein seitens des Schulträgers eingerichteter Schülerspezialverkehr sorgt dafür, dass die Kinder aus ihren Heimatorten zur Schule gelangen und zurück.

Alle Kinder der Schule haben einen sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf in ihrer Sprachentwicklung. Auf Basis ihrer Individualität werden Förderpläne erstellt, aus denen heraus sich auch gezielte Unterrichtsmethoden und Inhaltsanpassungen ergeben. Somit wird gewährleistet, dass jedes Kind tatsächlich seinen Stärken entsprechend gefördert wird. Zusätzlich zu den unterrichtlichen Angeboten wird eine regelmäßige/tägliche Sprachförderung und Leseförderung durchgeführt.

Von allen Schülerinnen und Schülern der Schule nehmen aktuell 10 Kinder an Ganztags-/Betreuungsangeboten im Altkreis Brilon teil. Diese Angebote sind OGS-Angebote in den jeweiligen Grundschulen der Heimatorte, Angebote der Tagesgruppen und weiterer freier Träger.

Unser Verständnis von Ganzheitlichkeit

Die Georg-Friedrich-Daumer-Schule in Brilon ist mehr als ein Ort der Wissensvermittlung; sie ist ein geschützter Entwicklungsraum für Kinder, deren primärer Förderbedarf im Bereich der Sprache liegt. Das vorliegende Konzept des Offenen Ganztages (OGS) basiert auf der Überzeugung, dass sprachliche Kompetenz untrennbar mit emotionaler Sicherheit, sozialer Einbindung und körperlichem Erleben verbunden ist. Wir begreifen den Nachmittag nicht als additive Betreuungszeit, sondern als Resonanzraum, in dem die am Vormittag erworbenen Fähigkeiten in lebensnahen Situationen erprobt, gefestigt und durch positive Erfahrungen emotional besetzt werden.

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  1. Rechtliche Rahmenbedingungen für die Einrichtung der Offenen Ganztagsbeschulung

Der rechtliche Rahmen für die Einrichtung einer OGS an der Georg-Friedrich-Daumer-Schule basiert auf dem Ganztagsförderungsgesetz (GaFöG) des Landes Nordrhein-Westfalen und des Schulgesetzes (SchulG, §9). Auf eine Darlegung und Herleitung der rechtlichen Bestimmungen und deren Auswirkung auf die Offene Ganztagsschule an unserer Schule im Besonderen, wird in diesem Konzept verzichtet und als bekannt vorausgesetzt. Nähere Informationen können darüber beim Ministerium für Schule und Bildung eingeholt werden.

  1. Die pädagogischen Leitlinien: Eine Synergie der fünf Säulen

In unserem pädagogischen Grundverständnis gehen wir vom interaktionistischen Menschenbild aus. Erziehung ist kommunikatives Handeln. Wir möchten eine sinnvolle Verbindung zwischen unserer Erziehungs- und Bildungsaufgabe und unserer integrativen Handlungsweise schaffen.

Professionalität umfasst für uns einen Komplex differenzierten fachlichen Wissens und Könnens, das immer reflexiv und weiterentwickelbar ist und der unterschiedlichen Persönlichkeiten der Pädagogischen Kräfte. Dabei möchten wir kreativ agieren und auch neue Wege gehen. Wir orientieren uns somit unmittelbar an den Bedürfnissen der Kinder und begeben uns gemeinsam mit ihnen auf eine Entdeckungsreise durch das Leben.

Unsere Arbeit wird durch fünf zentrale Schwerpunkte getragen. Die Besonderheit liegt in ihrer gegenseitigen Bedingung: Nur ein Kind, das sich wertgeschätzt fühlt, entwickelt die intrinsische Motivation, sich sprachlich mit seiner Individualität einzubringen, um dadurch Selbstwirksamkeit und Selbstbestimmung zu erfahren.

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3.1 Wertschätzung als angstfreie Basis

In der Arbeit mit sprachbehinderten Kindern ist die Beziehungsqualität der wichtigste Wirkfaktor.

• Methodik: Wir praktizieren die „Akzeptierende Gesprächsführung“. Fehler in der Artikulation oder Grammatik werden niemals sanktioniert oder direkt korrigiert. Stattdessen nutzen die Mitarbeitenden das Corrective Feedback (Modellierung). • Ziel: Die Überwindung der Sprechangst. Das Kind erfährt: „Ich werde gehört und ernst genommen, egal wie ich es sage.“

3.2 Selbstbestimmung und Partizipation

Wir fördern die Entwicklung vom „behandelten Patienten“ zum „handelnden Subjekt“.

• Umsetzung: In wöchentlichen Gruppenräten entscheiden die Kinder über die Gestaltung der Freispielphasen oder bringen Vorschläge für das Mittagessen ein. • Pässigkeit: Selbstbestimmung baut die Passivität ab, die oft mit Sprachheilbedarf einhergeht, und fördert die aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

3.3 Selbstwirksamkeit durch Erfolgserlebnisse

Sprache ist ein Werkzeug, um die Welt zu verändern.

• Beispiel: Ein Kind, das im Rollenspiel lernt, ein Bedürfnis so zu formulieren, dass die Gruppe darauf reagiert, erlebt unmittelbare Selbstwirksamkeit. Wir schaffen bewusst Situationen, in denen Handeln und Sprechen zum Erfolg führen (z.B. Kochprojekte, Werken).

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3.4 Intrinsische Motivation: Freude am Ausdruck

Wir setzen auf Angebote, die einen hohen Aufforderungscharakter besitzen.

• Ansatz: Statt mechanischer Sprechübungen nutzen wir die natürliche Neugier. Ob im Waldprojekt oder in der Theater-AG – das Kind will kommunizieren, um Teil des Geschehens zu sein. Die Motivation kommt aus dem Spielspaß, nicht aus dem Pflichtgefühl.

3.5 Individualität: Vielfalt als Ressource

Jeder Förderplan ist so einzigartig wie das Kind selbst.

• Differenzierung: Wir berücksichtigen, dass Kinder mit auditiven Verarbeitungsstörungen andere Ruhepausen benötigen als Kinder mit rein artikulatorischen Problemen. Individualität bedeutet hier, den Tagesablauf an das Belastungsprofil des Kindes anzupassen.

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  1. Gestaltungsebenen:

Sonderpädagogische Ebene

Sprachliche Kompetenzen fördern

Für viele Kinder ist der Entwicklungsbereich „Sprache“ bereits negativ besetzt. Sie erleben sich defizitär und sind gehemmt in ihren Äußerungen. Durch positive Zuwendung ohne Ausübung von Druck möchten wir eine Atmosphäre schaffen, in der die Kinder keine Sorge haben, sich zu blamieren oder aufzufallen. Dadurch gewinnen sie den Mut, die Welt der Sprache neu zu entdecken und ihre Fähigkeiten zu erproben und zu erweitern. Grundvoraussetzungen dafür sind eine positive, vertrauensvolle Beziehung und die OGS als ein Ort, an dem die Kinder sich wohl fühlen.

Wir nehmen die Kinder ernst. Daher bemühen wir uns, sie zu verstehen. Wir hören zu, sind aufmerksam und fragen nach. Wir zeigen ihnen, dass das, was sie sagen, wichtig ist und wir gerne erfahren möchten, was sie zu erzählen haben. Wir nehmen uns Zeit für Gespräche.

Gute Sprachkenntnisse, Lesekompetenz und die richtige Anwendung der deutschen Sprache sind eine wichtige Voraussetzung für den Schulerfolg und die Bewältigung des alltäglichen Lebens, wozu auch soziale Situationen zählen. In Absprache mit allen am Bildungsprozess Beteiligten fördern wir die Kinder in ihrer sprachlichen Entwicklung. Inhalte der Sprachförderung werden nicht nur in Lernsituationen, sondern auch beim gemeinsamen Mittagessen, im Freispiel und in gelenkten Angeboten integriert.

Soziale Kompetenzen fördern

Das Kind ist in wechselseitiger Interaktion in das gemeinschaftliche Leben in Familie, Freundeskreis, Schule und Gesellschaft integriert. Es gestaltet diese mit, erschließt, versteht und akzeptiert. Es wird sich seiner eigenen Perspektive und der Perspektive anderer bewusst und kann die Meinungen anderer anerkennen und respektieren. Dabei nimmt es sich zunehmend als eigene

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Person wahr, artikuliert eigene Interessen und Bedürfnisse und entwickelt so eine eigene Identität. Auch das kulturelle Umfeld, in dem das Kind lebt und aufwächst, wird einbezogen und beeinflusst die Bildungsprozesse.

Einfluss hat auch die sprachliche Entwicklung der Kinder. Soziales Miteinander impliziert in der Regel auch Kommunikation und Sprachverständnis. Hier möchten wir die Kinder besonders stärken und unterstützen.

Die soziale Entwicklung geschieht bei jedem Menschen in einem eigenen Tempo. So hat jedes Kind unterschiedliche Themen, Wahrnehmungen, Stärken und Schwierigkeiten. Wir unterstützen die Kinder bei der Entwicklung einer eigenen, individuellen Persönlichkeit mit all den Fähigkeiten und Schwächen, die dazu gehören. Wir möchten aber auch den Blick für die Mitmenschen öffnen.

In der OGS sind die Kinder in einer Gruppe und somit ständig in sozialen Kontakten. Sie erleben Menschen mit unterschiedlichen Persönlichkeiten, Gefühlen und Stimmungen. Sie lernen, diese einzuschätzen, Empathie zu entwickeln und auf andere Menschen einzugehen, ohne dabei sich selbst und die eigenen Wünsche und Bedürfnisse aus dem Blick zu verlieren.

Neben der Freispielzeit, wo die Kinder diese Kompetenzen in alltäglichen Situationen üben, machen wir auch gezielte Angebote:

• Gespräche • Angebote zur Förderung sozialer Kompetenzen • Streitschlichtung • Bücher zu den Themen Gefühle, Streit, Freundschaft… werden (vor-)gelesen • Rollenspiele (Vater-Mutter-Kind, Kasperletheater, Märchen und Geschichten nachspielen…)

Auf Kinder mit additiven Förderbedarfen, wie z.B. in der sozialen und emotionalen Entwicklung oder im Lernen, gehen wir besonders ein und begleiten sie. Wir stellen mit ihnen kleine, erreichbare Ziele auf, die wir gemeinsam erreichen.

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Emotionale Entwicklung fördern

Der Aufbau und die Förderung positiver Beziehungen ist eine Basis der pädagogischen Arbeit. Die Beziehung zwischen Pädagogen und Kindern ist, auf professioneller Basis, ein Grundstein. Wir legen Wert auf Echtheit, Kongruenz, Wertschätzung, Respekt, Vertrauen und Verlässlichkeit.

Die Kontakte und Freundschaften unter den Kindern werden gefördert und unterstützt. Bei Schwierigkeiten werden in Gesprächen gemeinsam Lösungen gesucht. Es ist wichtig, dass die Kinder Spielpartner finden, mit denen sie gerne Zeit verbringen, sich verstehen, Geheimnisse teilen und Interessen nachgehen können.

Die Pädagogen zeigen empathisches Verhalten. Wir versuchen, die emotionale Befindlichkeit zu erkennen. Dazu gehört auch, ein offenes Ohr für die Kinder zu haben und Gespräche zu führen. Themen können auch Wünsche und Träume der Kinder sein. Wir bieten Raum, Interessen und Begabungen zu entfalten. Wir bieten den Kindern die Sicherheit, sich mit Sorgen und Problemen jederzeit an die Erwachsenen wenden zu können. Gemeinsam wird nach Lösungen oder einer weiteren Vorgehensweise gesucht.

Wir bieten den Kindern Räume und Möglichkeiten, sich zurückzuziehen und sich auszuruhen, wenn sie das Bedürfnis haben. Der Umgang mit Tieren tut vielen Kindern gut.

Den Kindern werden Möglichkeiten, mit Schwierigkeiten und Konflikten gewaltfrei umzugehen vermittelt. Dabei begleiten wir die Kinder und bieten ihnen einen Raum, in dem sie neue Verhaltensweisen erproben können.

Unser Blick auf die Kinder ist nicht defizitorientiert. Wir sehen jeden Menschen als individuelle Persönlichkeit, mit Stärken und Schwächen, die zum Mensch sein dazugehören. Wir vermitteln den Kindern die Sicherheit, dass sie Fehler machen dürfen und machen sollen. So entwickeln die Kinder Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Kinder brauchen Ermutigung bei Misserfolgen und Anerkennung bei Erfolgen.

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Wir wecken bei den Kindern ein Gespür für die Gefühle anderer Menschen, aber auch für die eigenen Gefühlen. Durch Bilder, Bilderbücher, Spiele, Gespräche und Erlebnisse lernen die Kinder, Gefühle einzuordnen und angemessen damit umzugehen. Sie dürfen Gefühle zeigen und keiner braucht sich seiner Gefühle zu schämen. Gefühle anderer Menschen müssen respektiert werden.

Inhaltliche Ebene

Besondere Förderangebote:

Zielgruppe Schuleingangsphase:

  • Sprach- und auditive Übungen durch Theaterspiel,
  • Hörbücher nutzen, Vorlesezeit als Sprach-, Sprech- und Hörentwicklungsübung
  • Alltagsfähigkeiten schulen,
  • Ruhetraining/Resillienztraining – Yoga-Angebote durch bisherige Zusammenarbeit mit „Waldfee-Yoga“

Zielgruppe Klassen 3 und 4:

  • Vorbereitung auf Fahrradprüfung mit den schuleigenen Fahrrädern;
  • Handwerkliche und künstlerische Angebote auch in Zusammenarbeit mit der Jugendkunstschule;
  • Langfristige Projektarbeit – Patenschaften, Brieffreundschaften mit anderen Schulen, Schulgarten als Verantwortungsbereich der Klassen 3 und 4;

Alle Schülerinnen und Schüler:

  • Leseförderung in der Schülerbücherei, aber auch in Zusammenarbeit mit der örtlichen Stadtbibliothek;
  • Naturerleben durch Waldgänge mit Rothaarsteig-Rangern und/oder der Waldpädagogin unserer Schule und dem Umweltbildungs-Mobil des Naturparks Diemelsee;
  • Musikalische Angebote – Gesang und/oder instrumentale Angebote mit der Musikschule des Hochsauerlandkreises;

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  • Hauswirtschaftliche Angebote – z.B. unter dem Aspekt „Ernährungsführerschein“/“gesunde Ernährung“ mit unserer Hauswirtschaftskollegin;

Hausaufgabenbetreuung:

  • Hausaufgabenbegleitung durch Lehrkräfte – hier wird das Arbeitsprinzip aus den bekannten Arbeitsphasen des Vormittags weitergeführt; dies ermöglicht eine klare Struktur der Arbeitsform und ist sowohl den Schülerinnen und Schülern, als auch den Kolleginnen und Kollegen bekannt;

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  1. Organisatorische Ebene:

Ein möglicher zeitlicher und organisatorischer Ablauf der Offenen Ganztagszeit:

nach 4 Stunden Unterricht:nach 5 Stunden Unterricht:nach 6 Stunden Unterricht:
11.35-12.30 Uhr12.45-13.30 Uhr13.20-14.00 Uhr
Lern- und HausaufgabenzeitMittagessenMittagessen
12.30-13.15 Uhr13.30-14.30 Uhr14.00-15.00 Uhr
MittagessenLern- und HausaufgabenzeitLern- und Hausaufgabenzeit
ab 13.15 Uhr Freispielzeit mit Angeboten und AGsab 14.15 Uhrab 15.00 Uhr
Freispielzeit mit Angeboten undFreispielzeit mit Angeboten und
AGsAGs

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  1. Räumliche Bedingungen: Der Raum als „Dritter Erzieher“

Unsere Räume in Brilon sind so gestaltet, dass sie den spezifischen Bedürfnissen der Sprachförderung gerecht werden:

• Akustische Optimierung: Teilweise durch Teppiche und Schallschutzelemente schaffen wir eine ruhige Atmosphäre, die selektives Hören ermöglicht.

• Themenräume: Wir bieten eine „Lese-Oase“ (Rückzug/Sprachrezeption), einen „Bauraum“ (Raum-Lage- Beziehung/Präpositionen), eine Nähwerkstatt, eine großzügige Küche und einen „Rollenspielbereich“ (Aula; (Interaktion/Pragmatik).

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• Struktur: Klare visuelle Markierungen (Piktogramme) helfen den Kindern, sich ohne ständige verbale Nachfrage zurechtzufinden, was die Selbstbestimmung stärkt.

• Schulhof: Motorische Angebote (Matschanlage, Wasserspiel, Koordinationsspiele) und Abenteuer-Elemente (Wald und Büsche) schaffen ein hohes Maß an Körperwahrnehmung und bieten unterschwellige Sprach- und Sprechangebote.

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  1. Kooperationen mit außerschulischen Partnern

Wir vernetzen die Kinder mit ihrer Heimatstadt Brilon:

• Sportvereine: Förderung der Inklusion und der motorischen Sicherheit – initiiert durch das Sportprojekt „Gemeinschaft bewegt“ des Rotary-Clubs Brilon-Marsberg). • Stadtbibliothek: Regelmäßige Besuche fördern die Lust am Buch (Literacy-Erziehung). • Lokale Experten: Ob Imker oder Förster – externe Partner bringen neuen Fachwortschatz und authentische Lernsituationen in die OGS. • Eselschule Brilon: Tiergestützte Arbeit unterstützt maßgeblich die kindliche Entwicklung – Pflege, Sorge und Rücksicht auf die Tiere können ein hohes Maß an Selbstbewusstsein und Selbstwirksamtkeit entstehen lassen.

  1. Elternbeteiligung: Die Erziehungspartnerschaft

Ohne die Eltern ist nachhaltige Sprachförderung nicht möglich.

• Transparenz: Durch ein „Ganztags-Heft“ halten wir täglichen Kontakt. • Partizipation: Wir laden zu „Mitmach-Nachmittagen“ ein, an denen Eltern die Methoden der OGS kennenlernen. • Beratung: Wir verstehen uns als Begleiter der Familien und vermitteln bei Bedarf Kontakte zu weiteren therapeutischen und beratenden Angeboten.

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  1. Qualifikation und Personalentwicklung

Die Professionalität unseres Teams ist der Garant für die Umsetzungsqualität.

• Multiprofessionalität: Wir beschäftigen Erzieher, Sozialpädagogen und qualifizierte Ergänzungskräfte. • Fortbildung: Jährliche Inhouse-Schulungen zu Themen wie „Sprachförderung im Spiel“ und „Kommunikationswege mit Kindern“. • Austausch: Wöchentliche Teamsitzungen dienen der Fallberatung. Hier wird analysiert: „Welchen sprachlichen Fortschritt zeigt Kind X in der AG und wie können wir diesen verstärken?“ Aber auch andere individuelle Fortschritte sind Bestandteil des fachlichen Austauschs. Sollten sich daraus Veränderungen z.B. im Tagesablauf, der Themenschwerpunkte etc. ergeben, würden diese unmittelbar umgesetzt werden können.

  1. Fazit: Ein in sich geschlossenes System

Dieses vorliegende Konzept zeigt, dass an der Georg-Friedrich-Daumer-Schule jedes Rädchen in das andere greift. Die räumliche Struktur ermöglicht individuelle Entfaltung, das qualifizierte Personal nutzt diese für gezielte Sprachförderung, welche wiederum die Selbstwirksamkeit der Kinder erhöht. Die Kooperationen und die Elternarbeit sichern den Transfer des Gelernten in den Alltag. Somit ist die OGS ein unverzichtbarer Baustein für die ganzheitliche Entwicklung unserer Schülerinnen und Schüler.

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