2025-05-16_Hemmingen GS Arnum_Neubau_BAI Nachweis_.pdf

Tischlerarbeiten für Innentüren und Innenfenster an der Grundschule Arnum

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 01.11.2026, 06:38 (Europe/Berlin)

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AMT Ingenieurgesellschaft mbH

Gesellschaft für Akustik, Messungen und Technische Planungen Amtlich bekanntgegebene Messstelle nach §§ 26, 29b BImSchG

Hemmingen – Grundschule Arnum

Neubau „Ganztagsgebäude“

06_Nachweis_Schallschutz_2025-05-16_V1

Konzept zum Schallschutz innerhalb des Gebäudes

Akustik

Datum: 16.05.2025 Nummer: 168921-BAI-Neubau-1 Umfang: 47 Seiten Bericht DIN A4 Schallschutz

Bearbeitung: M.Schrader B.A. A. Severin-Schmidt M.Sc.

Medientechnik Auftraggeber: Stadt Hemmingen Rathausplatz 1 30966 Hemmingen

Ausführung: AMT Ingenieurgesellschaft mbH Steller Straße 4, 30916 Isernhagen Telefon (051 36) 87 86 20 0, Telefax 87 86 20 29 E-Mail: info@amt-ig.de http://www.amt-ig.de

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Hemmingen – Grundschule Arnum – Neubau „Ganztagsgebäude“ – Konzept zum Schallschutz innerhalb des Gebäudes

Inhaltsverzeichnis

1 Objektbeschreibung und Aufgabenstellung............................................................... 3

2 Planunterlagen, Normen und Richtlinien. ................................................................... 6

3 Bauakustische Kenngrößen ........................................................................................ 7

4 Anforderungen ............................................................................................................. 8

4.1 Erläuterung des geschuldeten Schallschutzes ........................................................ 8 4.2 Schallschutz gegenüber „besonders lauten“ Räumen ............................................. 9 4.3 Schallschutzanforderungen an Wände und Türen (Übersicht) ............................... 10 4.4 Technische Auslegung der Anforderungen ............................................................ 13 5 Bauteilergebnisse ...................................................................................................... 14

6 Bauteilnachweis ......................................................................................................... 15

6.1 Luftschalldämmung – Trennwand zwischen AUR (Gruppe 1 – Diff.)...................... 16 6.2 Luftschalldämmung – Trennwand zwischen AUR (Gruppe 2 – Diff.)...................... 19 6.3 Luftschalldämmung – Trennwand zwischen AUR (Gruppe 1 – Ganztag Flur) ....... 22 6.4 Luftschalldämmung – Trennwand zwischen Diff.Raum und Flur. ........................... 25 6.5 Luftschalldämmung – Treppenraumwand .............................................................. 28 6.6 Luftschalldämmung – Aufzugsschachtwand .......................................................... 31 6.7 Luftschalldämmung – Trenndecke über „besonders lauten“ Räumen .................... 35 6.8 Luftschalldämmung – Türen .................................................................................. 38 6.9 Trittschalldämmung – Trenndecke AUR (horizontale Übertragung im OG) ............ 39 6.10 Trittschalldämmung – EG ...................................................................................... 40 6.11 Trittschalldämmung – Treppenläufe und Podeste.................................................. 41 7 Ausführungsempfehlungen und -hinweise .............................................................. 42

7.1 Ausführung massiver Bauteile ............................................................................... 42 7.2 Trennwände mit schalltechnischen Anforderungen ............................................... 42 Steckdosen und Schalter....................................................................................... 42 7.3 42 7.4 Sanitärinstallationen .............................................................................................. 43 7.5 Installationswände ................................................................................................. 43 7.6 Schachtwände. ...................................................................................................... 44 7.7 Schallübertragung über Schächte oder Kanäle ..................................................... 45 7.8 Schallschutz zu Technikräumen ............................................................................ 45 7.9 Bodenaufbau und schwimmender Estrich ............................................................. 45 7.10 Entkopplung haustechnischer Anlagen. ................................................................. 46 7.11 Bemerkung zu Produktvorschlägen ....................................................................... 46

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1 Objektbeschreibung und Aufgabenstellung

Im Klapperweg 18 in 30966 Hemmingen befindet sich die Grundschule Arnum (GS Arnum). Im Bestand ist ein Schulgebäude mit einem angeschlossenen Verwaltungstrakt vorhanden. Ein Ge- bäude für die Ganztagsbetreuung soll neu errichtet werden. Eine Übersicht des Gebäudeensem- bles ist in Abbildung 1 dargestellt. Es sind u.a. die folgenden baulichen Maßnahmen geplant:

  • Neubau eines „Ganztagsgebäudes“: o mit Speisesaal, Küche, Gruppenräumen und Lager- / Technik- / Verkehrsflächen o zweigeschossiges Gebäude (EG und OG) in Holzbauweise o Flachdach, kein Keller

  • Umbau des Verwaltungstrakts: o eingeschossiges Gebäude (EG) in Massivbauweise o neue Außenwände und neues Dach, jeweils in Holzbauweise o z.T. neue Raumgestaltung (z.B. neue Innenwände, neuer Fußbodenbelag etc.) o Flachdach, kein Keller

Die AMT Ingenieurgesellschaft mbH wurde mit der schalltechnischen Beratung für die Bauakustik nach DIN 4109 „Schallschutz im Hochbau“ beauftragt. Im Rahmen dessen wurde das vorliegende Konzept zum Schallschutz innerhalb des Gebäudes für den Neubau des Ganztagsgebäudes er- stellt. Der Schallschutz im Verwaltungstrakt wird in einem separaten Dokument untersucht.

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Abbildung 1: GS Arnum - Lageplan Ausschnitt (Quelle: pfitzner moorkens)

In den folgenden Abbildungen sind die Grundrisse EG und OG des Neubaus / Ganztagsgebäudes dargestellt.

Abbildung 2: GS Arnum - Neubau Ganztagsgebäude - Grundriss EG (Quelle: pfitzner moorkens)

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Abbildung 3: GS Arnum - Neubau Ganztagsgebäude - Grundriss OG (Quelle: pfitzner moorkens)

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2 Planunterlagen, Normen und Richtlinien

Für die Bearbeitung und Erstellung des vorliegenden Schallschutzkonzepts wurden die folgenden Unterlagen und Daten herangezogen.

  • Grundrisse des Büros pfitzner moorkens architekten PartG mbB, Genehmigungsplanung im Maßstab 1:100 vom 03.04.2025: o Grundriss EG, Plan-Nr. 41423-ARC-N-GR-00-4v01 o Grundriss OG, Plan-Nr. 41423-ARC-N-GR-01-4v01 o Lageplan / Dachaufsicht, Plan-Nr. 41423-ARC-N-LP-DA-3v02

  • Schnitte und Ansichten des Büros pfitzner moorkens architekten PartG mbB, Genehmigungsplanung im Maßstab 1:100 vom 03.04.2025: o Schnitte, Plan-Nr. 41423-ARC-N-SC-SX-4v01 o Ansichten, Plan-Nr. 41423-ARC-N-AN-AX-3v04

  • Normen und Richtlinien: o DIN 4109-1:2018-01, Schallschutz im Hochbau, Mindestanforderungen, Beuth Verlag o DIN 4109-2:2018-01, Schallschutz im Hochbau, Rechnerische Nachweise der Erfül- lung der Anforderungen, Beuth Verlag o DIN 4109:2016-07 (Teil 31-36), Schallschutz im Hochbau, Daten für die rechnerischen Nachweise des Schallschutzes (Bauteilkatalog), Rahmendokument und Bauteilkata- loge, Beuth Verlag o DIN 4109-5:2020-08, Schallschutz im Hochbau, Erhöhte Anforderungen, Beuth Ver- lag o DIN 8989:2019-08, Schallschutz in Gebäuden, Aufzüge, Beuth Verlag o Informationsdienst Holz, Schallschutz im Holzbau, Reihe 3, Teil 3, Folge 1– Grundla- gen und Vorbemessung o VDI 2081-1 (2022-04), Raumlufttechnik, Geräuscherzeugung und Lärmminderung, Beuth Verlag

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3 Bauakustische Kenngrößen

Die bauakustische Kenngröße für den Luftschallschutz ist das bewertete Schalldämm-Maß R’ . w Darin sind alle Schallübertragungswege, d.h. die direkte Schallübertragung über das Trennbauteil (z.B. Trennwände, Türen) wie auch die indirekte Schallübertragung über die flankierenden Bau- teile (z.B. Innenwände, Außenwände, Decken, Böden) erfasst. Hohe Werte für das bewertete Schalldämm-Maß R’ bedeuten einen hohen Luftschallschutz. w

Zur Charakterisierung der Schalldämmung von Luftschallübertragungen flankierender Bau- teile (z.B. Boden, Fassade, flankierende Innenwände) wird die Norm-Flankenschallpegeldifferenz D herangezogen. Diese gibt an, wie groß der horizontale oder vertikale Schallübertrag zwi- n,f,w schen Räumen über das flankierende Bauteil ist. Je größer die Norm-Flankenpegeldifferenz ist, desto geringer (günstiger) ist die flankierende Schallübertragung.

Die bauakustische Bauteil-Kenngröße für den Trittschallschutz ist der bewertete Norm-Tritt- schallpegel L’ Darin sind sowohl die direkte Schallübertragung über das Trennbauteil (z.B. Ge- n,w. schossdecke) wie auch die indirekte Schallübertragung über die flankierenden Bauteile (z.B. In- nenwände, Außenwände) erfasst. Niedrige Werte des bewerteten Norm-Trittschallpegels L’ be- n,w deuten einen hohen Trittschallschutz.

Die allein auf das Bauteil bezogenen Schallschutzkennwerte (d.h. ohne flankierende Schallüber- tragung) werden durch das bewertete Schalldämm-Maß R und den bewertete Norm-Trittschall- w pegel L gekennzeichnet. Werte aus Prüfberichten werden zur Unterscheidung mit einem zusätz- n,w lichen „P“ im Index versehen, zum Beispiel R . w,P

Zur Charakterisierung der Geräuschentwicklung in einem Raum werden der A-bewertete energie- äquivalente Schalldruckpegel L und der mit der Zeitbewertung „fast“ bewertete maximale Aeq Schalldruckpegel L herangezogen: AF,max

  • Der zeitlich gemittelte Schalldruckpegel wird durch die Größe L beschrieben. Aeq
  • Geräuschspitzen werden durch den maximalen Schalldruckpegel L charakterisiert. AF,max

Die kennzeichnende Größe für die Einwirkung der Betriebsgeräusche von haustechnischen Anla- gen in schutzbedürftigen Aufenthaltsräumen ist gemäß DIN 4109 der Norm-Schalldruckpegel L , d.h. der mit der Frequenzbewertung A und der Zeitbewertung F (fast) gemessene und auf AF,max,n die Bezugsabsorptionsfläche A = 10 m² bezogene Schalldruckpegel. 0

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4 Anforderungen

4.1 Erläuterung des geschuldeten Schallschutzes

Die DIN 4109-1 „Schallschutz im Hochbau“ aus dem Jahr 2018 ist in Niedersachsen baurechtlich eingeführt. Ihre Anforderungen sind damit zwingend einzuhalten. Für den Neubau und die Sanie- rung von Schulen und vergleichbaren Einrichtungen (z.B. Ausbildungs- oder Kindertagesstätten) werden in der DIN 4109-1 Anforderungen an den baulichen Schallschutz definiert. Die jeweiligen Anforderungen an den Luft- und Trittschallschutz sind in der nachfolgenden Tabelle aufgelistet.

Tabelle 1: Luft- und Trittschallschutz für Schulen und Kindertagesstätten nach DIN 4109-1:2018-01

BauteilAnforderungBemerkungen
R‘wL’n,w
nekceDDecken zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen/Decken unter Fluren(cid:149) 55 dB(cid:148) 53 dBDie Anforderung an die Trittschalldäm- mung gilt für die Trittschallübertragung in Aufenthaltsräume in alle Schallaus- breitungsrichtungen. Zu ähnlichen Räumen gehören auch solche Räume mit erhöhtem Ruhebedürfnis, z.B. Schlafräume.
Decken zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und „lauten“ Räumen (z.B. Speiseräume, Cafeterien, Musik- räume, Spielräume, Technikzentralen)(cid:149) 55 dB(cid:148) 46 dBWegen der verstärkten Übertragung tiefer Frequenzen können zusätzlich Maßnahmen zur Körperschalldäm- mung erforderlich sein.
Decken zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und z.B. Sporthallen, Werkräumen(cid:149) 60 dB(cid:148) 46 dB-
ednäWWände zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen untereinander und zu Fluren(cid:149) 47 dB-Zu ähnlichen Räumen gehören auch solche Räume mit erhöhtem Ruhebe- dürfnis, z.B. Schlafräume.
Wände zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und Treppenhäusern(cid:149) 52 dB--
Wände zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und „lauten“ Räumen (z.B. Speiseräume, Cafeterien, Musik- räume, Spielräume, Technikzentralen)(cid:149) 55 dB--
Wände zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und z.B. Sporthallen, Werkräumen(cid:149) 60 dB--
nerüTTüren zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen und Fluren(cid:149) 32 dB-Bei Türen gilt Rw.
Türen zwischen Unterrichtsräumen oder ähnlichen Räumen untereinander(cid:149) 37 dB-

Rw: bewertetes Schalldämm-Maß ohne Schallübertragung über flankierende Bauteile R’w: bewertetes Schalldämm-Maß mit Schallübertragung über flankierende Bauteile L’n,w: bewerteter Norm-Trittschallpegel

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Die DIN 4109-1 legt maximal zulässige Schalldruckpegel von gebäudetechnischen Anlagen und baulich verbundenen Anlagen fest, die in fremden schutzbedürftigen Räumen einzuhalten sind. Die mindestens einzuhaltenden Schalldruckpegel sind in der folgenden Tabelle dargestellt.

Tabelle 2: Mindestanforderungen an die maximal zulässigen Schalldruckpegel in fremden schutzwürdigen Räumen erzeugt durch Wasserinstallationen und haustechnische Anlagen nach DIN 4109-1: 2018-01

GeräuschquelleKlassifizierungDIN 4109-1:2018-01
Geräusche von Wasserinstallationen in Unterrichts- und ArbeitsräumenL in dB AF,max,n(cid:148) 35 A, B
Geräusche von sonstigen haustechnischen Anlagen in Unterrichts- und ArbeitsräumenL in dB AF,max,n(cid:148) 35 A, B

A Einzelne kurzzeitige Geräuschspitzen, die beim Betätigen der Armaturen und Geräte (Öffnen, Schließen, Umstellen, Unterbrechen) entstehen, sind derzeit nicht zu berücksichtigen. B Abweichend von DIN EN ISO 10052:2010-10, 6.3.3, wird auf Messung in der lautesten Raumecke verzichtet (siehe auch DIN 4109-4). LAF,max,n: A-bewerteter maximale Norm-Schalldruckpegel

Für die Betriebsgeräusche von raumlufttechnischen Anlagen empfehlen wir die Kennwerte der VDI 2081-1 „Raumlufttechnik – Geräuscherzeugung und Lärmminderung“ umzusetzen (siehe Ta- belle 3). Unsere Empfehlungen für den Neubau der Grundschule Hemmingen sind in der folgen- den Tabelle blau markiert. Diese korrespondieren mit den rechtlich bindenden Mindestschall- schutzanforderungen nach DIN 4109-1 (vgl. Tabelle 2). Eine Abstimmung bezüglich der zu erwar- tenden Schalldruckpegel ist im weiteren Planungsverlauf mit den Fachplaner der technischen Ge- bäudeausrüstung zu führen.

Tabelle 3: Empfehlung für A-bewertete Schalldruckpegel (L ) der RLT-Anlagen im Aufenthaltsbereich und pA Anhaltswerte für eine mittlere Nachhallzeit nach VDI 2081-1:2019-03

RaumartA-bewerteter Schalldruckpegel LpA in dB(A)Richtwert in dB(A)mittlere Nachhallzeit in s
Hohe AnforderungNiedrige Anforderung
Unterrichtsraum, Gruppenraum3035350,5
Bibliothek3035301,3

4.2 Schallschutz gegenüber „besonders lauten“ Räumen

Die Mindestanforderungen an Bauteile zu „besonders lauten“ Räumen (z.B. Technikräumen) sind auch in Schulgebäuden einzuhalten (siehe Tabelle 4). Als „besonders laut“ gelten Räume, in de- nen der Schalldruckpegel des Luftschalls L häufig mehr als 75 dB beträgt und / oder in denen AF,max häufigere und größere Körperschallanregungen stattfinden als in herkömmlichen Aufenthaltsräu- men.

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Tabelle 4: Kennwerte für den Luft- und Trittschallschutz zu „besonders lauten“ Räumen nach DIN 4109- 1:2018

Luft- und TrittschallschutzKlassifizie- rungAnforderung
nach
DIN 4109-
1:2018
Decke / Wand zu besonders lauten Räumen (z.B. Technik, Gewerbe) mit einem Innenpegel von 75 dB (cid:148) LAF,max (cid:148) 80 dBerf. R‘w(cid:149) 57 dB
Decke / Wand zu besonders lauten Räumen (z.B. Technik, Gewerbe) mit einem Innenpegel von 81 dB (cid:148) LAF,max (cid:148) 85 dB 1erf. R’w(cid:149) 62 dB
Decke / Wand zu besonders lauten Räumen (z.B. Technik, Gewerbe) mit einem Innenpegel von 75 dB (cid:148) LAF,max (cid:148) 85 dB 1erf. L’n,w(cid:148) 43 dB

1 Bei LAF,max > 85 dB ist eine Detailabstimmung erforderlich. 2 In Technikräumen kann auf einen schwimmenden Estrich verzichtet werden, wenn sämtliche technische Anlagen und Anlagenteile körperschallentkoppelt aufgestellt und befestigt werden (z.B. Lüftungszentrale Kellergeschoss).

4.3 Schallschutzanforderungen an Wände und Türen (Übersicht)

In Abbildung 4 sind die Trennwände und Türen, an welche gemäß DIN 4109-1 Schallschutzanfor- derungen und -empfehlungen definiert werden, im OG-Grundriss des Ganztagsgebäudes farbig markiert. Die zugehörige Legende ist in Abbildung 5 dargestellt. Im EG befinden sich keine schutzbedürftigen Räume im Sinne der DIN 4109-1, dementsprechend bestehen an die Trennwände und Türen im EG keine Schallschutzanforderungen. Sollte der Spei- sesaal in der zukünftigen Nutzung auch für externe Veranstaltungen genutzt werden, definieren sich hierdurch Anforderungen an die Trennbauteile. Dies ist mit dem Nutzer abzustimmen.

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Abbildung 4: GS Arnum Neubau – Schallschutzanforderungen an Trennwände und Türen im OG (nach DIN)

Der Flur 2.01 beinhaltet einen Treppenlauf. Dennoch wird der Flur 2.01 im Hinblick auf den Schall- schutz als „Flur“ eingestuft und nicht als „Treppenhaus“, aus den folgenden Gründen:

  • Der Flur 2.01 kann als Flur mit Aufenthaltsqualität eingestuft werden. Es sind Sitznischen und voraussichtlich eine akustische Bedämpfung an der Decke vorhanden.
  • Der Treppenlauf grenzt hauptsächlich an nicht-schutzbedürftige Nebenräume. Die schutz- bedürftigen Gruppenräume grenzen hauptsächlich an den Flurbereich.

Bei dem vorliegenden Bauvorhaben sind in vielen Trennwänden mit Schallschutzanforderungen Türen vorgesehen. Die Türen werden die Gesamt-Schalldämmung der Trennbauteile stark beein- flussen. Deshalb können die baulichen Anforderungen an die Trennwände zusammengesetzter Bauteile im Vergleich zu den DIN-Anforderungen bezogen auf die Einzelbauteile ggf. reduziert werden. Dies wäre bei Bedarf im weiteren Planungsprozess zu untersuchen.

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Abbildung 5: GS Arnum Neubau – Schallschutzanforderungen (Legende)

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4.4 Technische Auslegung der Anforderungen

Die Schallschutzanforderungen beziehen sich auf das resultierende bewertete Schalldämm-Maß R’ sowie auf den bewerteten Norm-Trittschallpegel L’ . Dabei erfolgt die Schallübertragung über w n,w das trennende Bauteil selbst sowie über die angrenzenden flankierenden Bauteile (z.B. Fassaden, Innenwände). Bei der Planung ist zu berücksichtigen, dass die maximal mögliche Schalldämmung stets nur so groß sein kann wie die der schalltechnisch schwächsten Einzelkomponente. Aufgrund des geplanten Tragwerks in Holzbauweise kann das Rechnerverfahren nach DIN 4109:2018 nur in Anlehnung verwendet werden. Ein tatsächlicher Nachweis ist nur durch eine Messung nach Fertigstellung möglich. Es handelt sich daher bei dem vorliegen- den Dokument nicht um einen formalen Schallschutznachweis nach DIN 4109, sondern um ein Konzept. Die vorgesehenen Trennwandanschlüsse sollten im Zuge der Ausführungs- planung mit dem zuständigen Fachplaner, in diesem Fall dem Bauakustiker, abgestimmt werden.

Das vorliegende Schallschutzkonzept ist auf Grundlage des Rechenverfahrens nach DIN 4109: 2018 entstanden. Darin sind Schallflankenübertragungen sowie raum- und geometrieabhängige Einflüsse berücksichtigt. Dadurch bedingt erfolgt die schalltechnische Charakterisierung des be- trachteten Bauteils nicht ausschließlich durch die Eigenschaften des Bauteils selbst, sondern an- hand einer oder mehrerer maßgeblicher Raumsituationen, in denen das Bauteil vorkommt. Die betrachteten maßgeblichen Raumsituationen sind so gewählt, dass das prognostizierte Schall- schutzniveau in anderen Raumsituationen mindestens vergleichbar oder höher liegt. Damit lässt sich die Eignung der betrachteten Konstruktion des Trennbauteils auf das gesamte Bauvorhaben übertragen, sofern das betrachtete Bauteil und die daran anschließenden Flanken schalltechnisch gleichwertig oder höherwertig beschaffen sind.

Gemäß dem Sicherheitskonzept der DIN 4109:2018 sind alle Prognosewerte im Rahmen des Nachweises um einen Sicherheitsbeiwert zu vermindern. Damit werden Unsicherheiten in der Be- rechnung sowie der Unterschied zwischen der idealen Einbaubedingung im Prüfstand und der tatsächlichen Einbausituation am Bau berücksichtigt. Die in diesem Schallschutznachweis ange- gebenen Einzahlwerte der Luft- und Trittschalldämmung enthalten die Sicherheitsbeiwerte bereits.

Bei der Auslegung von Türen muss ein Sicherheitsbeiwert von pauschal 5 dB berücksichtigt wer- den. Damit eine Tür beispielsweise eine Anforderung von R = 37 dB am Bau erreicht, muss die w Tür einen Prüfstandswert von R = 42 dB aufweisen. w,P

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5 Bauteilergebnisse

Im Folgenden sind die prognostizierten resultierenden Schalldämm-Maße und Norm-Trittschallpe- gel der rechnerisch geprüften Raumsituationen den Werten des Mindestschallschutzes nach DIN 4109-1:2018 zu finden. Weiterhin sind Festlegungen an den Schallschutz der Türen getroffen.

Die in der Prognoserechnung herangezogenen Konstruktionen des jeweiligen Trennbauteils sowie der an der Schallübertragung beteiligten flankierenden Bauteile sind im Bauteilkatalog in den je- weiligen Kapiteln näher beschrieben. Grundlage dieses Schallschutznachweises ist der in Kapi- tel 2 angegebene Planstand. Abweichungen in der weiteren Planung können einen Einfluss auf das erreichbare Schallschutzniveau haben und sind daher gegebenenfalls neu zu bewerten.

Tabelle 5: Prognose der Luftschalldämm-Maße der trennenden Innenbauteile

BauteilPrognoseKonstruktion erfüllt Anforderung / EmpfehlungBauteilnachweis
R’wDIN 4109-1: 2018
bzw.
Dn,w *
Trennwand zwischen AUR (Gruppe 1 – Diff.)50,3 dB(cid:51)(cid:3)siehe Kapitel 6.1
Trennwand zwischen AUR (Gruppe 2 – Diff.)49,3 dB(cid:51)(cid:3)siehe Kapitel 6.2
Trennwand zwischen AUR (Gruppe 1 Ganz- tag – Flur)48,6 dB(cid:51)(cid:3)siehe Kapitel 6.3
Trennwand zwischen Diff.Raum und Flur45,7 dB((cid:51)) konstruktionsbedingt geringere Schalldämmungsiehe Kapitel 6.4
Treppenraumwand53,0 dB(cid:51)siehe Kapitel 6.5
Aufzugsschachtwand57,5 dB(cid:51)(cid:3)siehe Kapitel 6.6
Trenndecke über „be- sonders lautem“ Raum57,6 dB(cid:51)(cid:3)siehe Kapitel 6.7

*: Wenn die Trennbauteilfläche < 10 m² ist, wird der Wert für die Anforderung nach DIN 4109 anstelle des Schalldämm-Maßes R’ an die Norm-Schallpegeldifferenz D gestellt. w n,w

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Tabelle 6: Prognose der Norm-Trittschallpegel der Innenbauteile

BauteilPrognoseKonstruktion erfülltBauteilnachweis
Anforderung / Empfehlung
L’n,wDIN 4109-1:2018
Trenndecke AUR (horizontale Übertra- gung im OG)47 dB(cid:51)(cid:3)siehe Kapitel 6.9
Trittschalldämmung Fußboden EG37,4 dB(cid:51)siehe Kapitel 6.10
TreppenTreppenläufe und Trep- penzwischenpodeste(cid:3)siehe Kapitel 6.11
Treppenpodeste(cid:3)

Tabelle 7: Festlegung der Luftschalldämm-Maße von Türen

BauteilFestlegungKonstruktion erfüllt Anforderung /Erläuterung
Empfehlung
RwDIN 4109-1:2018
Tür zwischen Unterrichtsräumen o.ä. und Fluren(cid:149) 32 dB(cid:51)siehe Kapitel6.8
Tür zwischen Unterrichtsräumen o.ä. untereinander(cid:149) 37 dB(cid:51) (cid:3)

6 Bauteilnachweis

Im Folgenden wird der Nachweis zum baulichen Schallschutz erbracht bzw. werden die gemäß der Planung zu erwartenden Schalldämm-Maße sowie Norm-Trittschallpegel ermittelt. Für jede betrachtete Raumsituation ist hierfür die Ausführung der trennenden und flankierenden Bauteile inklusive der Stoßstellen zusammengefasst.

Die betrachteten maßgeblichen Raumsituationen sind so gewählt, dass das prognostizierte Schall- schutzniveau in anderen Raumsituationen vergleichbar oder höher liegt. Damit lässt sich die Eig- nung der betrachteten Trennbauteilkonstruktion auf das gesamte Bauvorhaben übertragen, sofern das betrachtete Bauteil und die daran anschließenden Flanken schalltechnisch gleichwertig oder höherwertig beschaffen sind.

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6.1 Luftschalldämmung – Trennwand zwischen AUR (Gruppe 1 – Diff.)

Tabelle 8: verwendeter Bauteilaufbau

AufbauSchalltechnische Eigenschaften
- 2x18mm Gipsplatte o. Gipsfa- serplatte - 22mm OSB Platte - 160mm Konstruktionsholz | Mi- neralwolle 160mm - 22mm OSB Platte - 2x18mm Gipsplatte o. Gipsfa- serplatteRw = 56dB i.A. an dataholz.eu iwrxxo10b

Im Bereich der Anschlüsse an flankierende Bauteile sind besondere Maßnahmen erforderlich auf die ebenfalls in den Berechnungen verwiesen wird.

Tabelle 9: Anschluss an flankierende Bauteile

InnenwandanschlussAußenwandanschluss
D (cid:149) 58dB gemäß DIN4109-33 Tab27. Zeile 2 nfwD (cid:149) 58dB gemäß DIN 4109-33 Tab27. Zeile 2 nfw
DeckenanschlussBodenanschluss
Trennwand unterbricht Dachkonstruktion; Lat- tung und Wärmedämmung getrennt R (cid:149) 58dB d,dwSchwimmender Estrich durch Trennwand unterbro- chen D (cid:3)(cid:149) 67dB nfw

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Tabelle 10: Beschreibung der Raumsituation, des Trennbauteils und Bauteilergebnisse

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Tabelle 11: Beschreibung der flankierenden Bauteile

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6.2 Luftschalldämmung – Trennwand zwischen AUR (Gruppe 2 – Diff.)

Tabelle 12: verwendeter Bauteilaufbau

AufbauSchalltechnische Eigenschaften
- 2x18mm Gipsplatte o. Gipsfa- serplatte - 22mm OSB Platte - 160mm Konstruktionsholz | Mi- neralwolle 160mm - 22mm OSB Platte - 2x18mm Gipsplatte o. Gipsfa- serplatteRw = 56dB i.A. an dataholz.eu iwrxxo10b

Im Bereich der Anschlüsse an flankierende Bauteile sind besondere Maßnahmen erforderlich auf die ebenfalls in den Berechnungen verwiesen wird.

Tabelle 13: Anschluss an flankierende Bauteile

InnenwandanschlussAußenwandanschluss
D (cid:3)(cid:149) 58dB gemäß DIN4109-33 Tab27. Zeile 2 nfwD (cid:149) 58dB gemäß DIN4109-33 Tab27. Zeile 2 nfw
DeckenanschlussBodenanschluss
Trennwand unterbricht Dachkonstruktion; Lat- tung und Wärmedämmung getrennt R (cid:149) 58dB d,dwSchwimmender Estrich durch Trennwand unterbro- chen D (cid:3)(cid:149) 67dB nfw

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Tabelle 14: Beschreibung der Raumsituation, des Trennbauteils und Bauteilergebnisse

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Tabelle 15: Beschreibung der flankierenden Bauteile

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6.3 Luftschalldämmung – Trennwand zwischen AUR (Gruppe 1 – Ganztag Flur)

Tabelle 16: verwendeter Bauteilaufbau

AufbauSchalltechnische Eigenschaften
- 2x18mm Gipsplatte o. Gipsfa- serplatte - 22mm OSB Platte - 160mm Konstruktionsholz | Mi- neralwolle 160mm - 22mm OSB Platte - 2x18mm Gipsplatte o. Gipsfa- serplatteRw = 56dB i.A. an dataholz.eu iwrxxo10b

Im Bereich der Anschlüsse an flankierende Bauteile sind besondere Maßnahmen erforderlich auf die ebenfalls in den Berechnungen verwiesen wird.

Tabelle 17: Anschluss an flankierende Bauteile

InnenwandanschlussAußenwandanschluss
D (cid:3)(cid:149) 58dB gemäß DIN4109-33 Tab27. Zeile 2 nfwD (cid:149) 58dB gemäß DIN4109-33 Tab27. Zeile 2 nfw
DeckenanschlussBodenanschluss
Trennwand unterbricht Dachkonstruktion; Lat- tung und Wärmedämmung getrennt R (cid:149) 58dB d,dwSchwimmender Estrich durch Trennwand unterbro- chen D (cid:3)(cid:149) 67dB nfw

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Tabelle 18: Beschreibung der Raumsituation, des Trennbauteils und Bauteilergebnisse

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Tabelle 19: Beschreibung der flankierenden Bauteile

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6.4 Luftschalldämmung – Trennwand zwischen Diff.Raum und Flur

Tabelle 20: verwendeter Bauteilaufbau

AufbauSchalltechnische Eigenschaften
- Aufbau gemäß Strähle - Annahme hier Strähle System- trennwand 2300Rw = 52B

Wir empfehlen bei der Planung von Systemtrennwänden aus Glas von den geforderten Anforde- rungen nach DIN4109-1:2018 abzuweichen, da das bewertete Schalldämm-Maß einer solchen Konstruktion begrenz ist. Dies ist im weiteren Verlauf mit der Bauherrenschaft abzustimmen. Im Bereich der Anschlüsse an flankierende Bauteile sind besondere Maßnahmen erforderlich auf die ebenfalls in den Berechnungen verwiesen wird.

Tabelle 21: Anschluss an flankierende Bauteile

InnenwandanschlussAußenwandanschluss
D (cid:3)(cid:149) 58dB gemäß DIN4109-33 Tab27. Zeile 2 nfwD (cid:3)(cid:149) 58dB gemäß DIN4109-33 Tab27. Zeile 2 nfw
DeckenanschlussBodenanschluss
D (cid:3)(cid:149) 52dB gemäß DIN4109-33 Tab36. Zeile 1 nfwSchwimmender Estrich durch Trennwand unterbro- chen D (cid:3)(cid:149) 67dB nfw

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Tabelle 22: Beschreibung der Raumsituation, des Trennbauteils und Bauteilergebnisse

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Tabelle 23: Beschreibung der flankierenden Bauteile

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6.5 Luftschalldämmung – Treppenraumwand

Tabelle 24: verwendeter Bauteilaufbau

AufbauSchalltechnische Eigenschaften
- 2x18mm Gipsplatte o. Gipsfa- serplatte - Mineralwolle 75mm - 160mm Konstruktionsholz - 2x18mm Gipsplatte o. Gipsfa- serplatteRw = 62B i.A.an Binderholz IW04b

Im Bereich der Anschlüsse an flankierende Bauteile sind besondere Maßnahmen erforderlich auf die ebenfalls in den Berechnungen verwiesen wird.

Tabelle 25: Anschluss an flankierende Bauteile

InnenwandanschlussAußenwandanschluss
D (cid:3)(cid:149) 68dB gemäß DIN4109-33 Tab28. Zeile 1 nfwD (cid:3)(cid:149) 68dB gemäß DIN4109-33 Tab28. Zeile 1 nfw
DachanschlussBodenanschluss
D (cid:3)(cid:149) 58dB gemäß DIN4109-33 Tab30. Zeile A nfwFlanke des Fußbodens ist in diesem Fall der Bauteilaufbau der TRH Wand.

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Tabelle 26: Beschreibung der Raumsituation, des Trennbauteils und Bauteilergebnisse

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Tabelle 27: Beschreibung der flankierenden Bauteile

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6.6 Luftschalldämmung – Aufzugsschachtwand

Tabelle 28: verwendeter Bauteilaufbau

AufbauSchalltechnische Eigenschaften
- 2x18mm Gipsplatte o. Gipsfa- serplatte - Mineralwolle 75mm - 160mm Konstruktionsholz - 2x18mm Gipsplatte o. Gipsfa- serplatteRw = 62B i.A.an Binderholz IW04b

Im Bereich der Anschlüsse an flankierende Bauteile sind besondere Maßnahmen erforderlich auf die ebenfalls in den Berechnungen verwiesen wird.

Tabelle 29: Anschluss an flankierende Bauteile

InnenwandanschlussAußenwandanschluss
D (cid:3)(cid:149) 68dB gemäß DIN4109-33 Tab28. Zeile 1 nfwD (cid:3)(cid:149) 68dB gemäß DIN4109-33 Tab28. Zeile 1 nfw
DeckenanschlussBodenanschluss
D (cid:3)(cid:149) 65dB gemäß DIN4109-33 Tab33. Zeile 1 nfw Spalte 3Flanke des Fußbodens ist in diesem Fall der Bauteilaufbau der TRH Wand.

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Tabelle 30: Beschreibung der Raumsituation, des Trennbauteils und Bauteilergebnisse

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Tabelle 31: Beschreibung der flankierenden Bauteile

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In Tabelle 30 und Tabelle 31 wird das erforderliche Schalldämm-Maß R’ der Aufzugsschachtwand w gemäß DIN 4109-1:2018 nachgewiesen. Gemäß DIN 4109-1:2018 bestehen zusätzlich Anforde- rungen an die maximal zulässigen Geräusche aus haustechnischen Anlagen in schutzbedürftigen Räumen, welche in der folgenden Tabelle 32 aufgeführt sind. Diese Anforderungen gelten auch für Geräusche aus Aufzugsanlagen.

Tabelle 32: Zulässiger Norm-Schalldruckpegel in fremden schutzbedürftigen Räumen nach DIN 4109-1

Geräusche von AufzugsanlagenNorm-SchalldruckpegelDIN 4109-1:2018
in Unterrichts- und ArbeitsräumenLAFmax,n in dB(cid:148) 35 dB

Zur Einhaltung der o.g. Norm-Schalldruckpegel L sind die in der folgenden Tabelle 33 be- AF,max,n schriebenen Maßnahmen erforderlich.

Tabelle 33: Maßnahmen zum Schallschutz gegen Aufzugsgeräusche

MaßnahmePlanung / AusführungRegelwerk
ausreichend hohe flächenbezogene Masse m‘ von Auf- zugsschachtwänden und deren flankierenden BauteilenArchitekt, Bauphysiker / BaufirmaDIN 8989:2019
Entkopplung der Aufzugsanlage von den massiven Bauteilen des GebäudesAufzugshersteller / Aufzugsbauergemäß Aufzugsplaner

Bei der vorliegenden Bauweise (Massivholz mit VSS) handelt es sich um eine Sonderkonstruktion, welche in der DIN 8989 nicht betrachtet wird. Für Aufzugsschächte in Holzbauweise liegen noch keine genormten Bauweisen oder Prüfwerte vor. Der zu erwartende Schalldruckpegel kann rech- nerisch nicht prognostiziert werden. Körperschall kann nicht berechnet werden, weder im Holzbau noch im Massivbau. Dementsprechend können verschiedene bauliche Maßnahmen aufzeigt wer- den (vgl. Kapitel 6.6), mit denen die Aufzugsgeräusche in den schutzbedürftigen Räumen reduziert werden können, aber es kann nicht garantiert werden, dass der geforderte Schalldruckpegel L (cid:148) 35 dB eingehalten werden kann. Hierzu wird eine Rücksprache mit der Bauherrenschaft AF,max,n benötigt, um zu klären, ob die Intensität der Aufzugsnutzung (z.B. aufgrund von Inklusion) zukünf- tig als so gering eingeschätzt wird, dass die wenigen kurzen Geräusche als hinnehmbar eingestuft werden können. Die Räume im EG gelten gemäß DIN 4109-1 nicht als schutzbedürftige Aufent- haltsräume. Nachdem die Geschossdecke EG-OG an den Schacht angekoppelt wird, werden die Aufzugsgeräusche im EG lauter zu hören sein als im OG, da bei der Übertragung ins OG der schwimmende Estrich als entkoppelte Vorsatzschale wirkt. Das kann aber evtl. durch organisato- rische Maßnahmen geregelt werden. Der Entkopplung von Triebwerk, Schienen und Schaltgerä- ten sollte gemäß den Angaben der DIN 8989 besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Füh- rungsschienen von Fahrkorb und Gegengewicht sollten nicht an Schachtwänden befestigt werden, die an schutzbedürftige Räume grenzen. Es wird empfohlen eine Abstimmung mit dem Aufzugs- bauer zu den möglichen Maßnahmen und den zu erwartenden Schalldruckpegeln bei Massivholz- bauweisen zu führen und deren Erfahrungen in die Planung einfließen zu lassen. Wenn die Anforderungen der DIN nicht eingehalten werden, dann handelt es sich um eine Abwei- chung und muss klar der Bauherrenschaft kommuniziert werden.Erfahrungen haben gezeigt, dass

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bei Beschwerdefällen meist eine unzureichende Entkopplung der Aufzugsanlage die Ursache für eine erhöhte Schallübertragung ist.

6.7 Luftschalldämmung – Trenndecke über „besonders lauten“ Räumen

Tabelle 34: verwendeter Bauteilaufbau

AufbauSchalltechnische Eigenschaften
- 24mm Fußbodenbelag - 50mm Estrich - 40mm Trittschalldämmung (s(cid:148)10MN/m³) - Rohdeckenbeschwerung aus geb. Schüttgut d(cid:149)60mm m(cid:149)90kg/m² - 200mm MassivholzdeckeRw = 73B i.A.an dataholz gdmnxn02-04

Im Bereich der Anschlüsse an flankierende Bauteile sind besondere Maßnahmen erforderlich auf die ebenfalls in den Berechnungen verwiesen wird.

Tabelle 35: Anschluss an flankierende Bauteile

InnenwandanschlussAußenwandanschluss
D (cid:149) 67dB gemäß DIN4109-33 Kap.5.1.3.2 nfwD (cid:149) 67dB gemäß DIN4109-33 Kap.5.1.3.2 nfw

nfw nfw

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Tabelle 36: Beschreibung der Raumsituation, des Trennbauteils und Bauteilergebnisse

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Tabelle 37: Beschreibung der flankierenden Bauteile

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6.8 Luftschalldämmung – Türen

In der folgenden Tabelle sind die erforderlichen Luftschalldämm-Maße der Innentüren für das vor- liegende Bauvorhaben zusammengefasst.

Tabelle 38: Luftschalldämm-Maße von Innentüren

BauteilFestlegungKonstruktion erfüllt Anforderung
RwDIN 4109-1:2018
Tür zwischen Unterrichtsräumen o.ä. und FlurenRw(cid:3)(cid:149) 32 dB (Rw,P(cid:3)(cid:149) 37 dB)(cid:51)(cid:3)
Tür zwischen Unterrichtsräumen o.ä. untereinanderRw(cid:3)(cid:149) 37 dB (Rw,P(cid:3)(cid:149) 42 dB)(cid:51)(cid:3)

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6.9 Trittschalldämmung – Trenndecke AUR (horizontale Übertragung im OG)

Tabelle 39: verwendeter Bauteilaufbau

AufbauSchalltechnische Eigenschaften
- 24mm Fußbodenbelag - 50mm Estrich - 40mm Trittschalldämmung (s(cid:148)10MN/m³) - Rohdeckenbeschwerung aus geb. Schüttgut d(cid:149)60mm m(cid:149)90kg/m² - 200mm MassivholzdeckeLn,w = 46B i.A.an dataholz gdmnxn02-04 Der Estrich ist raumweise auszuführen.

Das Berechnungsverfahren für die vertikale Trittschallübertragung von Decken in Holzbauweise wird analog zum Massivbau angewandt, jedoch mit an den Holzbau angepassten Korrekturwerten für die Flankenübertragung K und K . 1 2

Tabelle 12: Trittschalldämmung – Holzmassivdecke

GrößeBezeichnungWert
Ln,wBewerteter Norm-Trittschallpegel der Decke ohne Flankenübertragung (Aufbau in Anlehnung an dataholz gdmnxn02-04)46 dB
K1Korrekturwert zur Berücksichtigung der Flankenübertragung (flankie- rende Wände in Holzrahmenbauweise mit zus. Holzwerkstoffplatte)1 dB
K2Korrekturwert zur Berücksichtigung der Flankenübertragung (flankie- rende Wände in Holzrahmenbauweise, Zementestrich)2 dB
µprogSicherheitsbeiwert3 dB
KKorrekturfaktor Raumsituation-5dB
Mindestschallschutz nach DIN 4109-1:2018, erf. L’n,w(cid:148) 53 dB
L’n,wBewerteter Norm-Trittschallpegel in der Bausituation47 dB

Die Mindestanforderungen für Trenndecken in Schulen nach DIN 4109-1:2018 L’ (cid:148) 53dB werden n,w rechnerisch erfüllt.

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6.10 Trittschalldämmung – EG

Tabelle 40: Beschreibung der Raumsituation, des Trennbauteils und Bauteilergebnisse

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6.11 Trittschalldämmung – Treppenläufe und Podeste

Gemäß der aktuellen Planung ist die Ausführung der Treppe in Massivholzbauweise geplant. In der DIN 4109-1:2018 sind für Treppenläufe und -podeste in Schulen und vergleichbaren Einrich- tungen keine Mindestanforderungen an den Trittschallschutz definiert. In einem Fachartikel der Kultusministerkonferenz „Verbesserung des Schallschutzes in Typenschulbauten und Sporthallen in Montagebauweise“ wird empfohlen, ein bewerteten Norm-Trittschallpegel L’ (cid:3)(cid:148) 53 dB anzu- n,w streben. Dies entspricht den Anforderungen, die auch an die Trittschalldämmung von Decken zwi- schen Unterrichtsräume oder ähnlichen Räumen untereinander und Decken unter Fluren gestellt wird. Wir empfehlen daher diese Empfehlung an den Trittschallschutz auch in dem geplanten Neu- bau umzusetzen. Nach aktueller Normung gibt es hierfür kein anzuwendendes Berechnungsver- fahren. Eine tatsächliche Aussage über das Trittschalldämm-Maß muss nach Fertigstellung durch eine Messung erfolgen. Gemäß den Angaben des Informationsdienst Holz ergeben sich die folgende Planungshinweise für die Erreichung des geforderten Trittschalldämm-Maßes. Treppenläufe und Podeste sind mittels elastischer Auflagerung (z.B. Elastomere) zu trennen, oder es ist über die Verwendung eines schwimmenden Estrichs nachzudenken. Bei der Auslegung der Elastomere ist auf Wichtigkeit der Resonanzfrequenz hinzuweisen. Die Resonanzfrequenz f sollte bei einer Belastung von 80% des 0 Systems f (cid:148)30Hz sein, um beim dem Nutzer ein eventuell auftretendes „dröhnen“ zu reduzieren. 0 Die Befestigungselemente der Treppe sind möglichst an Wänden zu nicht schutzbedürftigen Räu- men vorzusehen, wobei darauf zu achten ist, dass die gewählte Wand ein ausreichend hohes bewertetes Luftschalldämm-Maß aufweist Dies ist projektspezifisch zu prüfen. In der Ausführung ist darauf zu achten auch die Treppenwange entweder entkoppelt zu installieren oder mittels eines Luftspalts eine direkte Verbindung zu den Trennwänden zu unterbinden ist.

Abbildung 6: mögliche Entkopplung der Treppe, Quelle Schöck Tronsole

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7 Ausführungsempfehlungen und -hinweise

7.1 Ausführung massiver Bauteile

Werden massive Wände und Decken mit einer einer größeren Bauteilstärke ausgeführt, als im Konzept angegeben, so ist dies aus schalltechnischer Sicht ebenfalls möglich und führt zu einer Verbesserung der erreichbaren Luft- und Trittschalldämmung.

7.2 Trennwände mit schalltechnischen Anforderungen

Funktionsfugen (z.B. bei Trennwänden, Türen etc.) sind luft- und damit schalldicht auszuführen. Ggf. sind die Fugen nachträglich mit einem dauerelastischen Material zu versiegeln.

Elektrokanäle und andere Technikdurchführungen durch Flur- oder Trennwände von schutz- bedürftigen Räumen sind nach der Installation schalldicht zu verschließen. Das betrifft auch die Durchdringungen von Deckenschotts im Bereich über der abgehängten Decke (falls vorhanden). Gängige Brandschotts erzielen bei üblichen Abmessungen i.d.R. eine ausreichende Schalldäm- mung. Kanäle oder Kabelpritschen sind im Bereich der Trennwand zu unterbrechen, um die Schall- Längsleitung über die Kanalwandung zu reduzieren.

Lüftungskanäle durch Flur- oder Trennwände von schutzbedürftigen Räumen müssen ausrei- chend dimensionierte Schalldämpfer enthalten, sodass durch die Schallübertragung über die Lüf- tungskanäle die Schalldämmung der Trennwand nicht verschlechtert wird.

Werden in Wänden und / oder Türen lüftungstechnische Überströmelemente von den Unter- richtsbereichen in die Flurzonen ausgeführt, müssen diese selbst ein ausreichend hohes Schall- dämm-Maß aufweisen, um das Schalldämm-Maß der Trennwand nicht erheblich zu verschlech- tern. Hierzu ist anhand des tatsächlich erforderlichen Öffnungsquerschnitts ggf. eine Detailabstim- mung mit dem Architekten und TGA- Planer erforderlich.

7.3 Steckdosen und Schalter

Bei Wänden mit Schallschutzanforderungen ist darauf zu achten, dass das Schalldämm-Maß der Trockenbauwand durch den Einbau von Steckdosen, Lichtschaltern etc. nicht verschlechtert wird.

Sollten Steckdosen und Schalter in Wände mit Schallschutzanforderungen eingebaut werden, sind schallgeprüfte Produkte zu verbauen, die das Schalldämm-Maß der Wand nicht schwächen. Hierzu sind z.B. schalldämmende Steckdosen und Schalter der Fa. Kaiser GmbH & Co. KG ge- eignet. Ggf. sind gegenüberliegende Dosen mindestens um die Wandstärke versetzt anzuordnen.

Die Einbauvorschriften für die Schallschutzdosen sind bei der Ausführung zu befolgen. Ggf. sind weitere Schallschutzmaßnahmen (z.B. Abdichtung von Leerrohren) erforderlich.

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7.4 Sanitärinstallationen

Es wird empfohlen, die Geräuschübertragung von Sanitärinstallationen in schutzbedürftige Räu- men auf die in der folgenden Tabelle 41 aufgeführten maximalen Schalldruckpegel zu begrenzen..

Tabelle 41: Zulässiger Norm-Schalldruckpegel in fremden schutzbedürftigen Räumen nach DIN 4109-1

Geräusche von SanitärinstallationenNorm-SchalldruckpegelDIN 4109-1:2018
in Unterrichts- und ArbeitsräumenLAFmax,n in dB(cid:148) 35 dB

Folgende Hinweise sind bei der Umsetzung zu beachten:

  • Sämtliche Sanitärleitungen und sanitäre Einrichtungen sind körperschallisoliert zu befestigen.
  • Es sind ausschließlich schalltechnisch geprüfte Sanitärsysteme zulässig (z.B. Geberit GIS).
  • Bei der Auswahl der Sanitäreinheiten (WC-Einheit, Dusche, Waschbecken usw.) ist darauf zu achten, dass diese die o.a. Pegelanforderung in der vorhandenen Einbausituation einhalten können.

7.5 Installationswände

Installationswände dienen der Aufnahme von haustechnischen Ver- und Entsorgungsleitungen sowie Sanitärobjekten in Sanitärräumen und Küchen. In der Regel handelt es sich um (vorgefer- tigte) Trockenbau-Wandsysteme, die eine Befestigung der dazugehörigen Rohrleitungen und Sa- nitärelemente in bzw. an einer Vorwand ermöglichen.

Die folgenden Ausführungshinweise sind für Installationswände zu berücksichtigen.

  • Die Installationen sind körperschallentkoppelt an den Installationswänden zu befestigen, so- dass in schutzwürdigen Räumen ein maximal zulässiger Schalldruckpegel L (cid:3)(cid:148) 35 dB AF,max,n eingehalten wird.
  • Trockenbausysteme, an denen Rohrleitungen oder sanitäre Einrichtungen befestigt werden, dürfen nur als Vorwandinstallationen zum Einsatz kommen und müssen ihre Eignung als In- stallationswand durch Schallmessungen im Prüflabor nachgewiesen haben (z.B. Fa. Geberit o.glw.).
  • Trockenbauvorwände sind aus schalltechnischer Sicht Vormauerungen aus Mauerwerk vor- zuziehen, da hierbei die Entstehung von Schallbrücken deutlich unwahrscheinlicher ist.
  • Wenn Sanitärinstallationen oder sanitäre Einrichtungen an massiven Wänden befestigt wer- den, müssen diese Wände eine flächenbezogene Masse von m’ (cid:149) 220 kg/m² aufweisen. Bei 17,5 cm starken internen Wänden sind hierzu Steine der Rohdichteklasse (cid:149) 1.4 erforderlich. Bei 11,5 cm starkem Mauerwerk bedeutet dies mindestens Steine der Rohdichteklasse 2.0.
  • Auf eine direkte Befestigung von sanitären Einrichtungen oder Installationen an Trennwänden sollte verzichtet werden.

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7.6 Schachtwände

Schachtwände sind Wände zum brand- und schallschutztechnischen Raumabschluss von Instal- lationsschächten. Im Hinblick auf den Schallschutz sind i.d.R. die Konstruktionen relevant, welche nach der Montage von Abwasserinstallationen zum Verschluss eines Schachtes montiert werden.

Durch Abwasserleitungen entstehen Geräusche im Schacht. Hierbei werden drei Arten von Ge- räuschquellen unterschieden (siehe Abbildung 7): Fallgeräusche in senkrechten Rohrleitungen (1), Aufprallgeräusche in Umlenkungen (2) und Fließgeräusche in waagrecht liegenden Leitungen (3). Im Bereich von Umlenkungen und Verzügen findet i.d.R. eine Überlagerung verschiedener Ge- räuscharten statt.

Abbildung 7: Geräuschquellen im Entwässerungssystem (Quelle: Geberit Schallschutzbroschüre)

Als Schachtabschluss ist eine der folgenden Konstruktionen erforderlich:

  • Abmauerung aus (cid:149) 11,5 cm starken Mauerwerkssteinen der RDK 2.0 oder
  • Trockenbaukonstruktion mit (cid:149) 50 mm Metallständerwerk, (cid:149) 40 mm Dämmstoffausfachung und raumseitig 2-facher Gipskartonbeplankung

Des Weiteren sind die folgenden Konstruktionshinweise zu berücksichtigen:

  • An Trockenbau-Schachtwänden zu schutzbedürftigen Räumen dürfen weder Installationslei- tungen noch Sanitärgegenstände befestigt werden. Diese sind an der Geschossdecke oder an Quertraversen zwischen eigenen Ständern, welche zwischen den Rohdecken aufgestellt werden, körperschallentkoppelt zu befestigen.
  • Zu schutzbedürftigen Räumen dürfen keine Revisionsklappen oder Rohrdurchdringungen an- geordnet werden, sondern lediglich zu Nebenräumen wie Fluren, Zweckküchen, WCs etc. Dort müssen die Revisionsklappen in den Schachtwänden dicht schließen und dürfen das Schall- dämm-Maß der Schachtabtrennung um maximal 3 dB verschlechtern.
  • Die Schächte im Bereich der Geschossdecken müssen nachträglich mit Beton vergossen oder gleichwertig verschlossen werden, sodass eine Schallübertragung über Schächte und Ge- schosse hinweg unterbunden wird. Hierbei ist auf eine ausreichende Körperschallisolierung

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der Leitungen zu achten. Bei Kernbohrungen ist der verbleibende Ringspalt mit Mineralwolle dicht auszustopfen.

  • Bei Umschwenkung im Abwasserstrang empfehlen wir diese mit zwei 15°-Bögen und nicht – wie üblich – mit zwei 45°-Bögen auszuführen.
  • Bei horizontalen Verzügen von Entwässerungsleitungen unterhalb der Decke (z.B. aufgrund versetzter Grundrisse) muss die Umlenkung mit zwei 45°-Bögen – und nicht mit einem 90°- Bogen – ausgeführt werden.
  • Bei höheren Schalldruckpegeln in den Schächten ist für die Auslegung der Schachtwände eine Detailabstimmung erforderlich. In diesem Fall wird vom TGA-Planer eine Angabe über den im Schacht zu erwartenden Innenpegel benötigt.

7.7 Schallübertragung über Schächte oder Kanäle

Sobald Räume durch Lüftungskanäle miteinander verbunden sind, kann die Schalldämmung von Trennbauteilen (hier: Trennwände) geschwächt werden. Die erforderliche Luftschalldämmung R(cid:397) w des trennenden Bauteils darf durch eine Schallübertragung über Schacht- bzw. Kanalanlagen nicht unterschritten werden. Auch im Bereich von prinzipiell nicht schutzbedürftigen Räumen (z.B. Toilette, Nebenraum) ist eine Absenkung der schalltechnischen Qualität der Trennbauteile durch Schächte, Kanäle oder reduzierte Bauteildicken nicht zulässig.

Die Schallübertragung zwischen Räumen durch das Leitungsnetz der RLT-Anlage ist durch ge- eignet dimensionierte Schalldämpfer zu begrenzen, sodass die Schalldämmung der Trennwände nicht verringert wird. Wir weisen der guten Form halber darauf hin, dass die vollständige akustische Dimensionierung von RLT-Anlagen allgemein im Aufgabenbereich der Lüftungsplanung liegt.

7.8 Schallschutz zu Technikräumen

In „besonders lauten“ Technikräumen ist ein maximaler Innenpegel von L (cid:3)(cid:148) 80 dB durch den AF,max Betrieb der Anlagen einzuhalten. Bei Nicht-Einhaltung des maximal zulässigen Innenpegels kön- nen ggf. weitere Maßnahmen wie z.B. eine schalldämmende Abhangdecke im Technikraum, schallabsorbierende Maßnahmen im Technikraum, leisere Anlagen, Geräteeinhausungen oder zu- sätzliche Schalldämpfer erforderlich werden.

7.9 Bodenaufbau und schwimmender Estrich

Für den Estrich werden im Schallschutznachweis Dicken von (cid:149) 50 mm angesetzt. Größere Est- richdicken können im Hinblick auf den Schallschutz demnach auch realisiert werden.

Für die Trittschalldämmung werden im Schallschutznachweis Dicken von (cid:149) 40 mm angesetzt. Die Dicke der Trittschalldämmung ist von untergeordnetem Einfluss. Maßgebend ist, dass die im Schallschutznachweis angegebene dynamische Steifigkeit s‘ eingehalten wird.

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Eine evtl. vorhandene Ausgleichsdämmung bzw. -schüttung wird in der Schallschutzberechnung rechnerisch nicht berücksichtigt, da die zusätzliche Dämmschicht entweder keinen oder einen po- sitiven Einfluss auf die Schalldämmung hat.

Installationsleitungen dürfen nur in der Ebene des Höhenausgleichs verlegt werden, sodass die darüberliegende Trittschalldämmung ungeschwächt durchläuft.

Bei der Bauausführung ist darauf zu achten, dass Verbindungen zwischen dem schwimmenden Estrich und den angrenzenden Wänden und Decken (z.B. über Bodenbeläge, Sockelfliesen, Randleisten, Abdichtungssysteme, Kleber etc.) zwingend vermieden werden. Im Bereich der Tü- ren ist ebenfalls eine Entkopplung bzw. Trennung mittels Randdämmstreifen vorzusehen. Um die Trittschalldämmung des Bodenaufbaus nicht zu reduzieren bzw. um den schwimmenden Estrich nicht an die Gebäudekonstruktion anzukoppeln, sollten Küchenzeilen freistehend vor der Wand aufgestellt werden oder schallentkoppelt an der Wand befestigt werden.

7.10 Entkopplung haustechnischer Anlagen

Gemäß DIN 4109-1 sind sämtliche haustechnische Anlagen, Anlagenteile und die dazugehörigen Installationen so aufzustellen beziehungsweise zu befestigen, dass in den schutzbedürftigen Räu- men des Gebäudes die in Tabelle 42 aufgeführten, kennzeichnenden Schalldruckpegel eingehal- ten werden.

Tabelle 42: Zulässiger Norm-Schalldruckpegel in fremden schutzbedürftigen Räumen nach DIN 4109-1

Geräusche von sonstigen haustechnischen AnlagenNorm-SchalldruckpegelDIN 4109-1:2018
in Unterrichts- und ArbeitsräumenLAFmax,n in dB(cid:148) 35 dB

Haustechnische Anlagen in und am Gebäude (z.B. raumlufttechnische Anlagen) müssen grund- sätzlich schallentkoppelt installiert werden, um den Körperschalleintrag in den Baukörper zu mini- mieren. Anderenfalls kann der eingeleitete Körperschall in schutzbedürftigen Räumen durch Wände und Decken abgestrahlt werden, sodass dort die zulässigen Schalldruckpegel L für AF,max,n haustechnische Anlagen überschritten werden können.

Die erforderliche schwingungs- und körperschallisolierte Aufstellung von Anlagen hängt von der Bauart der Geräte ab und ist vom Hersteller der Anlagen zu dimensionieren. Die Einhaltung des geforderten Schallschutzes in fremden schutzbedürftigen Räumen ist durch den Hersteller bzw. durch das jeweilige ausführende Unternehmen nachzuweisen.

7.11 Bemerkung zu Produktvorschlägen

Die in unseren Empfehlungen aufgeführten Produkte sind Beispielprodukte. Selbstverständlich können auch akustisch gleichwertige Produkte anderer Hersteller verwendet werden.

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AMT Ingenieurgesellschaft mbH Isernhagen, 16.05.2025

erarbeitet von gelesen von AMT Ingenieurgesellschaft mbH Amtlich bekanntgegebene Messstelle nach §§ 26, 29b BImSchG Gesellschaft für Akustik, Messungen und technische Planungen ................................................... ................................................... D-30916 Isernhagen, Steller Str. 4, Tel. 05136 - 87 86 20-0, info@amt-ig.de

M.Schrader. B.A. A. Severin-Schmidt M.Sc.

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