01 - Gutachten_16.06.2015.pdf

Stahlbau und Dachkonstruktion für das Bauvorhaben Stadtkrone Ost

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Gutachten

Stadt Dortmund, Objekt B 1 - Haltestellenverlegung

Zum Zustand, zur Verkehrssicherheit und zur Erhaltenswürdigkeit von ausgewählten Bäumen im Zusammenhang mit der Verlegung von Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs

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Inhalt Seite

  1. Anlass und Gegenstand 4

  2. Auftraggeber 4

  3. Auftrag 4

  4. Allgemeines 5

  5. Übergebene Unterlagen 5

  6. Ortsbesichtigung, Arbeitsweise 7

  7. Ergebnisse 9 A – Haltestelle Kohlgartenstraße 9

Lageplan mit Baumnummern und Übersichtsfotos 9

Tabelle mit Einzelbaumbeurteilungen 11

Fotodokumentation für Einzelbäume 13

Lagepläne (Visualisierung) 25

Fachliche Würdigung 28

B – Haltestelle Voßkule 30

Lageplan mit Baumnummern und Übersichtsfotos 30

Tabelle mit Einzelbaumbeurteilungen 32

Fotodokumentation für Einzelbäume 35

Lagepläne (Visualisierung) 51

Fachliche Würdigung 54

C – Haltestelle Lübkestraße 56

Lageplan mit Baumnummern und Übersichtsfotos 56

Tabelle mit Einzelbaumbeurteilungen 58

Fotodokumentation für Einzelbäume 61

Lagepläne (Visualisierung) 75

Fachliche Würdigung 78

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D – Haltestelle Max-Eyth-Straße 80

Lageplan mit Baumnummern und Übersichtsfotos 80

Tabelle mit Einzelbaumbeurteilungen 82

Fotodokumentation für Einzelbäume 86

Lagepläne (Visualisierung) 105

Fachliche Würdigung 108

E – Haltestelle Stadtkrone Ost 110

Lageplan mit Baumnummern und Übersichtsfotos 110

Tabelle mit Einzelbaumbeurteilungen 112

Fotodokumentation für Einzelbäume 115

Lagepläne (Visualisierung) 128

Fachliche Würdigung 131

  1. Zusammenfassung 133

  2. Anhang 134

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  1. Anlass und Gegenstand

Die Stadt Dortmund plant die Verlegung und die Neugestaltung von Haltestellen des schienengebundenen öffentlichen Nahverkehrs entlang des Westfalendamms zwischen der Stadtmitte und den äußeren Stadtbe- zirken. Es sind umfangreiche bauliche Maßnahmen zur Anpassung der Haltestellen an die heute erforderli- chen Voraussetzungen für Barrierefreiheit etc. vorgesehen.

Der betroffene Bereich umfasst den durch die Naturdenkmalverordnung der Stadt Dortmund besonders geschützten Landschaftsbestandteil der Allee Westfalendamm, zwischen den Haltestellen Kohlgartenstraße und Stadtkrone Ost.

Im Zusammenhang mit den baulichen Planungen sind umfangreiche Auskünfte zur Situation der dortigen Bestandsbäume erforderlich, die durch das vorliegende Gutachten erbracht werden sollen. Das Gutachten soll eine entscheidende Handlungsgrundlage für die weiteren Planungen darstellen.

  1. Auftraggeber

Stadt Dortmund, Tiefbauamt – Stadtgrün, Untere Brinkstraße 81-83, 44141 Dortmund, vertreten durch Herrn Sichelschmidt (Städtischer Gartenbaudirektor) und Herrn Just (fachlicher Ansprechpartner).

  1. Auftrag

Schriftlicher Auftrag vom 20.04.2015 nach schriftlichem Angebot vom 01.04.2015. Gutachten gemäß Ange- bot – Haltestellenverlegung Kohlgartenstraße bis Stadtkrone Ost. Erhebung der folgenden Parameter für ca. 140 Bäume an fünf Haltestellen: · Vitalität, Baumgesundheit, Verkehrssicherheit · Bedeutung des gegenwärtigen Wurzelumfelds · Gesamtzustand des betroffenen Bereiches.

Im Anschluss sollen unter Berücksichtigung der Planungsabsichten die folgenden Fragen beantwortet werden: · Wie ist die Lebenserwartung am Standort? · Gibt es abschätzbare Auswirkungen auf die allgemeine Verkehrssicherheit? · Welche Einschränkungen aus der gegenwärtigen Situation sind zu erwarten? · Wie sehen mögliche Maßnahmen zur Verbesserung dieser Situation aus?

Abschließend werden fachliche Betrachtungen zu den Auswirkungen der geplanten Umbaumaßnahmen an den jeweiligen Standorten vorgenommen, u.a. · Direkte Auswirkungen des Bauvorhabens auf die Bäume (Risiken)? · Indirekte Auswirkungen des Bauvorhabens auf die Bäume mit Bezug auf Lebenserwartung am Standort und Verkehrssicherheit der betroffenen Bäume?

Obwohl eine Einzelbaumbetrachtung stattfindet, sollen auch die benachbarten Bäume im definierten Umfeld mit berücksichtigt werden. Die textlichen Aussagen zu Ergebnissen und Empfehlungen werden durch Fotos und Abbildungen ergänzt.

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  1. Allgemeines

Als fachliche Grundlagen zur Baumbeurteilung dienen die Baumkontrollrichtlinie (FLL 2010) und die Bau- muntersuchungsrichtlinie (FLL 2013). Alle Empfehlungen für Pflege- oder Sicherungsmaßnahmen werden auf der Grundlage der ZTV-Baumpflege (FLL 2006) abgegeben.

Alle Äußerungen im vorliegenden Gutachten erfolgen ausschließlich aus fachlicher Sicht. Eine rechtliche Bewertung von Sachverhalten wird in keinem Fall vorgenommen. Die Aussagen zum vorgefundenen Zu- stand der Bäume beziehen sich auf den Tag der Ortsbesichtigung.

  1. Übergebene Unterlagen

Vor der Durchführung der Untersuchungen vor Ort waren vom Auftraggeber die folgenden Unterlagen übergeben worden: · Plan Oberfläche B 1 – Baumplanung · Pläne Oberfläche B 1 – Baumplanung Blatt 1-4 · Plan Regelquerschnitt · Baumkataster Datenblatt · Bestandsdaten 66-6 · Regelquerschnitt Strecke · Regelquerschnitt Haltestelle Voßkuhle · Übersichtsplan 1_3000 · Visualisierung Lageplan, Beispiel Kleppingstraße.

Mit der Angebotsabfrage sind bereits Detailpläne zu den einzelnen Haltestellen mit dem jeweils zu beurtei- lenden Baumbestand (farbig markiert) übergeben worden. Dabei handelt es sich im Einzelnen um: · Haltestelle Kohlgartenstraße, ca. 24 Bäume im Baubereich und Umfeld · Haltestelle Voßkuhle, ca. 30 Bäume im Baubereich und Umfeld · Haltestelle Lübkestraße, ca. 27 Bäume im Baubereich und Umfeld · Haltestelle Max-Eyth-Straße, ca. 30 Bäume im Baubereich und Umfeld · Haltestelle Stadtkrone Ost, ca. 27 Bäume im Baubereich und Umfeld.

Diese übergebenen Unterlagen bilden mit den Ergebnissen der Untersuchungen vor Ort die Grundlagen des vorliegenden Gutachtens.

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E

D B C A

Abb. 1: Übersichtsplan (A – Haltestelle Kohlgarten, B – Haltestelle Voßkuhle, C – Haltestelle Lübkestraße, D – Haltestelle Max-Eyth-Straße, E – Haltestelle Stadtkrone Ost).

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  1. Ortsbesichtigung, Arbeitsweise

Die Untersuchungen vor Ort wurden in der Zeit vom 27. bis 29.05.2015 von den Sachverständigen Brehm und Plietzsch (beide öbv SV) durchgeführt. Zunächst erfolgte eine visuelle Beurteilung der geplanten Aus- baupunkte entlang des Westfalendamms mit dem jeweils betroffenen Baumbestand. Danach wurde die Arbeitsweise festgelegt.

Die Beurteilung der einzelnen Haltepunkte erfolgte mit Beginn an der Kohlgartenstraße und dann in östli- cher Richtung bis zum Haltepunkt Stadtkrone Ost. Die Beurteilung der vorgegebenen Bäume wurde an den jeweiligen Haltestellen gemäß Vereinbarung visuell vom Boden aus vorgenommen. Dabei kamen die fachli- chen Grundsätze der Baumkontrollrichtlinie (FLL 2010) und der Baumuntersuchungsrichtlinie (FLL 2013) zur Anwendung. Eventuell erforderliche Maßnahmen zur Pflege oder zur Wiederherstellung der Verkehrssicher- heit werden auf der fachlichen Grundlage der ZTV-Baumpflege (FLL 2006) benannt.

Weil auf den übergebenen Plänen und in den Katasterausdrucken die Baumnummern nicht in jedem Fall übereinstimmen und weil vor Ort keine Nummern an den Bäumen vorhanden sind, wurden die beurteilten Bäume an jeder Haltestelle neu nummeriert (1 bis x). Diese Nummern sind in den Ergebnistabellen und in den neu angefertigten Lageplänen (Visualisierung) eingetragen. Die Begutachtung erfolgte an allen Halte- stellen immer beginnend auf der Nordseite von Ost nach West und auf der Südseite zurück von West nach Ost.

Es wurden für jeden zu beurteilenden Baum die folgenden Parameter erfasst: · Baumnummer (fortlaufend 1 bis x) · Baumart (deutscher Name) · Stammdurchmesser (digitales Messgerät, zentimetergenau, in 1 m Höhe) · Baumhöhe (visuell auf 1 m genau geschätzt) · Höhe Kronenansatz (visuell auf 0,5 m genau geschätzt) · Kronendurchmesser (visuell auf 1 m genau geschätzt) · Vitalität (Stufen 1 – 5, Anlehnung an Vorgaben der Stadt Dortmund) · Zustand (Stufen 1 – 4, gemäß Schadstufen nach GALK 2002) · Erhaltenswürdigkeit (ja – nein – bedingt, als Alternativen) · Prognose Reststandzeit (in den Gruppen < 10 Jahre, ca. 10 Jahre, > 10 Jahre) · Ausweisung von Mängeln, Vorschäden und Defekten.

Die Ausweisung der Vitalität erfolgt in Anlehnung an die Vorgaben aus dem Baumkataster der Stadt Dort- mund in den folgenden Stufen: · Stufe 1 – sehr gut, keine Vitalitätsdefizite, Baum mit voller Wuchskraft · Stufe 2 – gut, nur geringe (ggf. temporäre) Vitalitätsdefizite · Stufe 3 – zufriedenstellend, leichte bis mittlere Vitalitätsdefizite · Stufe 4 – erkennbare bis ausgeprägte Vitalitätsdefizite · Stufe 5 – ausgeprägte bis schwere Defizite, Baumerhalt zu hinterfragen.

Die Ausweisung des Zustandes erfolgt gemäß Schadstufenzuordnung der GALK (2002) in den folgenden Stufen: · Stufe 0 – gesund bis leicht geschädigt · Stufe 1 – leicht bis mittelstark geschädigt · Stufe 2 – mittelstark bis stark geschädigt · Stufe 3 – stark bis sehr stark geschädigt · Stufe 4 – sehr stark geschädigt bis absterbend/tot.

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Es wird hier bewusst zwischen Vitalität und Zustand für den Einzelbaum unterschieden, weil diese Parame- ter aus fachlicher Sicht sich zwar gegenseitig beeinflussen können, aber dennoch unterschiedliche Inhalte verkörpern. Die Vitalität gibt Auskunft über die Wuchskraft eines Baumes. Diese Aussage ist in die Zukunft gerichtet und berücksichtigt u.a. die Belaubungsdichte und die Trieblängen am Baum (Verhältnis von Kurz- zu Langtrieben). Der Zustand eines Baumes beschreibt hingegen den aktuellen Gesundheitszustand unter Berücksichtigung von allen Defekten. Es kann deshalb vorkommen, dass ein Baum als gut vital angespro- chen wird, aber dennoch starke Schäden im Stammbereich, z.B. eine ausgedehnte Morschung nach pilzbe- dingtem Holzabbau, aufweist.

Unter Reststandzeit wird hier der Zeitraum einer möglichen sicheren Funktionserfüllung unter unveränder- ten Standortbedingungen verstanden (nicht Restlebenszeit). Da es sich um eine Prognose handelt, sind Vorhersagen auf einzelne Jahre genau bzw. über sehr lange Zeiträume nicht seriös möglich. Die Prognose der Reststandzeit erfolgt unter Berücksichtigung von Baumart, Alter am Standort, Standortbedingungen, Zustand und Vitalität. Im vorliegenden Gutachten werden die folgenden Gruppen gebildet: · ca. 10 Jahre – kurzfristige Funktionserfüllung möglich · > 10 Jahre – mittelfristige Funktionserfüllung möglich · > 20 Jahre – langfristige Funktionserfüllung möglich.

Nach der Erfassung der genannten Parameter wurde von jedem beurteiltem Baum ein Übersichtsfoto als Beleg angefertigt. Abschließend erfolgten eine fotografische Dokumentation des Standortes der Bäume an dem jeweiligen Haltepunkt (exemplarisch) sowie die Anfertigung von Fotos zur Dokumentation des Zustan- des der Haltestelle. Außerdem wurde eine Haltestelle aufgesucht, die bereits umgebaut und modernisiert worden war (Hauptfriedhof).

Die Darstellung der Ergebnisse erfolgt in der genannten Reihenfolge der Aufnahme der Haltestellen für die Einzelbäume in tabellarischer Form und in Bestandsplänen (Visualisierung).

Die Bestandsbäume erfüllen vor Ort mehrere Funktionen, z.B. Gestaltungselement, Teil eines geschützten Landschaftsbestandteils, optische Leitung und Lenkung des Verkehrs, Abschirmung des Verkehrs, Schat- tenspender, Luftbefeuchter, Windbrecher, Feinstaubfilter usw. Sie erhöhen wesentlich die Aufenthaltsquali- tät im Verkehrsraum.

Die Baumkronen der Bäume überragen öffentliche Verkehrsflächen. Es besteht an allen Standorten eine hohe Sicherheitserwartung des Verkehrs.

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  1. Ergebnisse

A – Haltestelle Kohlgartenstraße

1 2 3 4 5 6 9 8 7 10 22 23 11 21 12 19 20 13 14 18

17 16 15

Abb. 2: Haltestelle Kohlgartenstraße mit den zu beurteilenden Bäumen (ergänzt um Baum 18).

Foto 1: Übersicht. Haltestelle Kohlgartenstraße mit Alt- baumbestand (Platanen).

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Foto 2: Übersicht. Haltestelle Kohlgartenstraße, Bahnsteig Nordseite.

Foto 3: Übersicht. Haltestelle Kohlgartenstraße, Bahnsteig Südseite.

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Tabelle 1: Dortmund, Westfalendamm, Kohlgartenstraße, Einzelbaumbeurteilungen

Baum- Nr.BaumartStamm ØBaum- höheKronen- ansatzKronen ØVitalitätZustandErhaltReststand- zeitVorschäden/ Empfehlungen (fett gedruckt)
1Platane98 cm22 m3,5 m15 m32ja> 10 JahreMehrfachzwiesel am Kronenansatz, Höhlung am Kronenansatz, Astungswunden in der Krone mit Höhlungen
2Platane87 cm22 m4 m16 m32ja> 10 JahreRindenriss an Stämmling, Astungswunden in der Krone mit Höhlungen/ Kronensicherung an Stämm- ling über Fahrbahn einbauen (Bruchlast 4t)
3Platane91 cm23 m3,5 m15 m32ja> 10 JahreAstungswunden mit Höhlungen am Kronenansatz und in der Krone
4Platane109 cm22 m3,5 m16 m32ja> 10 JahreMehrfachzwiesel am Kronenansatz, Rindenriss an Stämmling, 2x Kronensicherung vorhanden, As- tungswunden mit Höhlungen am Kronenansatz und in der Krone
5Platane44 cm21 m4,5 m12 m21ja> 20 JahreAstungswunden am Kronenansatz
6Platane50 cm20 m4,5 m12 m21ja> 20 JahreAstungswunden am Kronenansatz
7Platane47 cm19 m4 m11 m22ja> 10 JahreGroße Astabbruchstelle in der Krone
8Platane40 cm19 m4,5 m10 m21ja> 20 JahreAstungswunden mit Morschung am Kronenansatz und in der Krone
9Platane45 cm19 m4,5 m10 m21ja> 20 JahreAstungswunden mit Morschung und Höhlung in der Krone
10Platane7 cm5 m3 m1 m10ja> 20 Jahrekeine Vorschäden/ Jungbaum verpflanzbar

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Baum- Nr.BaumartStamm ØBaum- höheKronen- ansatzKronen ØVitalitätZustandErhaltReststand- zeitVorschäden/ Empfehlungen (fett)
11Platane88 cm19 m3 m17 m32ja> 10 JahreZwiesel am Kronenansatz, Rindenrisse am Stamm, Höhlung am Kronenansatz
12Platane67 cm19 m4,5 m16 m32ja> 10 JahreRindenrisse am Stamm, Astungswunden mit Mor- schung in der Krone
13Platane67 cm20 m3,5 m15 m32ja> 10 JahreMehrfachzwiesel am Kronenansatz, Astungswunden mit Morschung und Höhlung am Kronenansatz und in der Krone
14Platane80 cm19 m3,5 m12 m32ja> 10 Jahreeinseitige Krone, Rindenschaden in der Krone, As- tungswunden mit Morschung in der Krone
15Platane77 cm23 m4 m16 m32ja> 10 Jahrebeschädigter Wurzelanlauf, Zwiesel am Kronenan- satz, Astungswunden mit Morschung
16Platane77 cm20 m5 m14 m32ja> 10 JahreAstungswunden mit Morschung in der Krone
17Platane44 cm17 m4,5 m10 m21ja> 20 JahreAstungswunden mit Morschung in der Krone
18Platane69 cm20 m4,5 m12 m21ja> 20 JahreEfeu an Stamm und Kronenansatz, Astungswunden mit Morschung in der Krone
19Platane53 cm19 m5,5 m10 m21ja> 20 JahreZwiesel am Kronenansatz, 2x Kronensicherung vor- handen
20Platane38 cm18 m3,5 m9 m21ja> 20 JahreZwiesel am Kronenansatz, Astungswunden am Kro- nenansatz und in der Krone
21Platane23 cm11 m4 m6 m21ja> 20 JahreAstungswunden am Kronenansatz und in der Krone
22Platane103 cm23 m5,5 m16 m32ja> 10 JahreAstungswunden am Kronenansatz und in der Krone
23Platane18 cm10 m3,5 m5 m22ja> 20 JahreWuchsdepression durch Konkurrenz

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Fotodokumentation: Dortmund, Westfalendamm, Kohlgartenstraße, Einzelbäume

Foto 4: Übersicht. Baum 1 am Standort Kohlgartenstraße.

Foto 5: Übersicht. Baum 2 am Standort Kohlgartenstraße.

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Foto 6: Übersicht. Baum 3 am Standort Kohlgartenstraße.

Foto 7: Übersicht. Baum 4 am Standort Kohlgartenstraße.

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Foto 8: Übersicht. Baum 5 am Standort Kohlgartenstraße.

Foto 9: Übersicht. Baum 6 am Standort Kohlgartenstraße.

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Foto 10: Übersicht. Baum 7 am Standort Kohlgartenstraße.

Foto 11: Übersicht. Baum 8 am Standort Kohlgartenstraße.

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Foto 12: Übersicht. Baum 9 am Standort Kohlgartenstraße.

Foto 13: Übersicht. Baum 10 am Standort Kohlgartenstraße.

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Foto 14: Übersicht. Baum 11 am Standort Kohlgartenstraße.

Foto 15: Übersicht. Baum 12 am Standort Kohlgartenstraße.

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Foto 16: Übersicht. Baum 13 am Standort Kohlgartenstraße.

Foto 17: Übersicht. Baum 14 am Standort Kohlgartenstraße.

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Foto 18: Übersicht. Baum 15 am Standort Kohlgartenstraße.

Foto 19: Übersicht. Baum 16 am Standort Kohlgartenstraße.

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Foto 20: Übersicht. Baum 17 am Standort Kohlgartenstraße.

Foto 21: Übersicht. Baum 18 am Standort Kohlgartenstraße.

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Foto 22: Übersicht. Baum 19 am Standort Kohlgartenstraße.

Foto 23: Übersicht. Baum 20 am Standort Kohlgartenstraße.

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Foto 24: Übersicht. Baum 21 am Standort Kohlgartenstraße.

Foto 25: Übersicht. Baum 22 am Standort Kohlgartenstraße.

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Foto 26: Übersicht. Baum 23 am Standort Kohlgartenstraße.

An der Haltestelle Kohlgartenstraße stehen · die Bäume 1 bis 8 und die Bäume 19 bis 23 in einem breiten offenen Grünstreifen neben den Glei- sen, · die Bäume 9 und 10 in einem schmalen offenen Grünstreifen dicht neben den Gleisen, · die Bäume 11 bis 14 in separaten Baumscheiben auf dem nördlichen Bahnsteig, · die Bäume 15 und 16 direkt neben dem Gleisbett am Bahnsteig (einseitig eingepflastert, einseitig offen), · die Bäume 17 und 18 in einem schmalen Grünstreifen zwischen Bahnsteig und Fahrbahn.

Das heißt, die vorhandenen Bäume stehen gegenwärtig unter sehr verschiedenen Standortbedingungen im Bereich der Haltestelle Kohlgartenstraße.

Bei den beurteilten Bäumen handelt es sich im genannten Bereich ausschließlich um Platanen, überwiegend in der Alterungsphase (> 50 Jahre, 12 Bäume). Die restlichen Bäume befinden sich in der Reifephase (> 15 Jahre und < 50 Jahre, 10 Bäume). Es ist ein Jungbaum vorhanden (< 15 Jahre am Standort). Dieser Baum ist problemlos verpflanzbar.

Alle beurteilten Bäume sind derzeit grundsätzlich erhaltenswürdig. 12 Bäume könnten ihre Funktionen am Standort unter unveränderten Standortbedingungen noch mittelfristig erfüllen (> 10 Jahre Reststandzeit) und 11 Bäume könnten dies noch langfristig erfüllen (> 20 Jahre Reststandzeit).

Auf den folgenden Lageplänen sind die tatsächlichen Kronenausdehnungen der Einzelbäume visualisiert sowie deren Zustand, Vitalität und Reststandzeitprognosen verschieden farbig dargestellt.

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Abb. 3: Haltestelle Kohlgartenstraße, Schematische Darstellung der Vitalität der Bestandsbäume.

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Abb. 4: Haltestelle Kohlgartenstraße, Schematische Darstellung des Zustandes der Bestandsbäume.

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Abb. 5: Haltestelle Kohlgartenstraße, Schematische Darstellung der Reststandzeit der Bestandsbäume.

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Fachliche Würdigung Haltestelle Kohlgartenstraße

Im Bereich der Haltestelle Kohlgartenstraße verläuft die Gleistrasse aus westlicher Richtung kommend zu- nächst zwischen den Bäumen der Allee und schwenkt dann südlich aus der Allee aus. Die Allee besteht hier ausschließlich aus Platanen. Die untersuchten 23 Bäume sind grundsätzlich alle erhaltenswürdig und könn- ten ihre Funktionen ohne eine Umsetzung der Bauabsicht vor Ort noch mindestens mittelfristig, teilweise langfristig erfüllen.

Es waren an den untersuchten 23 Bäumen derzeit keine erkennbaren Einschränkungen der Verkehrssicher- heit (Stand- und Bruchsicherheit) zu erkennen. Eine Ausnahme bildet der Baum 2. Hier wird der Einbau einer Kronensicherung zur Sicherung des Stämmlings über der Fahrbahn empfohlen (Bruchlast 4t) (inner- halb von 2 Monaten). Ansonsten befinden sich die Bäume in einem guten bis akzeptablen Pflegezustand. Als Hauptdefekte sind an diesen Bäumen vor allem Astungswunden – teilweise mit Morschungen oder Höh- lungen zu erkennen.

Die Bäume 1 bis 4 und 20 bis 23 bilden den unmittelbaren Anschluss an die in Richtung Osten weiter ver- laufende Platanen-Allee. Aus der Sicht des Ensembleschutzes als Allee handelt es sich hierbei um die wert- vollsten Bäume. Wenn eine bauliche Umgestaltung der Haltestelle Kohlgartenstraße durchgeführt wird, sollte sich dies möglichst auf den Bereich der bestehenden Haltestelle erstrecken (zwischen den Bäumen 14 bzw. 15 im Westen und der Fußgängerbrücke im Osten).

Bei einer baulichen Umgestaltung der Haltestelle Kohlgartenstraße dürften die im Baufeld stehenden Bäu- me 9 bis 18 (10 Stück) nicht sinnvoll zu erhalten sein. Diese Bäume stehen entweder sehr dicht neben dem bestehenden Gleisbett oder in separaten Baumscheiben auf dem Bahnsteig. Bei den geplanten Baumaß- nahmen muss damit gerechnet werden, dass erhebliche Eingriffe in den Wurzelbereich dieser Bäume erfol- gen (Abgrabungen, mechanische Beschädigungen, Anhebung des Höhenniveaus im Bahnsteigbereich, zu- sätzliche Versiegelungen). Diese Eingriffe hätten sowohl unmittelbare, kurzfristige Folgen für die Verkehrs- sicherheit (Standsicherheit) als auch mittelfristige negative Folgen für die Vitalität, den Zustand und die Reststandzeit der betroffenen Bäume.

Begründungen: Die Wurzeln der Bäume haben sich über lange Zeiträume an eine bestimmte Situation am Standort angepasst (Bodenluftgehalt in bestimmten Wurzeltiefen, Versiegelungsgrad des Wurzelbereiches, statische Anpassung an Auflasten und seitliche Einschränkungen durch bauliche Elemente im Boden). Wenn im Wurzelbereich dieser Bäume nun bauliche Veränderungen vorgenommen werden, um eine Erneuerung der Bahnsteigbereiche durchzuführen und Barrierefreiheit herzustellen (Anhebung des Bahnsteigniveaus, Versiegelung bisher unversiegelter Bodenoberflächen, Einbau eines Fahrstuhls usw.), werden die Eingriffe in den Wurzelbereich dieser Bäume als so stark angesehen, dass ihr Erhalt aus fachlicher Sicht als nicht sinnvoll erscheint. Als geschützter Wurzelbereich gilt die Bodenfläche unter der Kronentraufe von Bäumen zuzüglich 1,50 m nach allen Seiten. Außerdem setzen viele der Baumkronen bei den Platanen relativ niedrig an (Kronenansatzhöhen von 3 m bis 5,5 m). Die Bäume in der Reife- und Altersphase haben zudem ausladende Kronen (Kronendurchmesser bis 17 m. Deshalb ist auch der oberirdische Arbeitsraum für Kräne, große Bagger und zum evtl. Einsetzen von Spundwänden während des Ausbaus im unmittelbaren Haltestellenbereich sehr begrenzt.

Der Jungbaum Nr. 10 ist noch verpflanzbar. Grundsätzlich sind alle Jungbäume bis etwa zum 10. bis 15. Standjahr ohne größere Probleme mit der entsprechenden Technik und nachsorgenden Pflege zu verpflan- zen. Auch ältere Bäume können u.U. noch verpflanzt werden. Dabei steigt jedoch das Ausfallrisiko artspezi- fisch mit zunehmender Standzeit und in Abhängigkeit von den Standortbedingungen am alten und am neu- en Standort enorm an.

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In dem Abschnitt mit Platanen sollten auch wieder Platanen nachgepflanzt werden – ungeachtet der aktuel- len Diskussion um die Massaria-Krankheit. Die Platane wird ein wichtiger innerstädtischer Straßen- und Alleebaum in genügend großen Freiräumen bleiben. Eine Neupflanzung von Bäumen (hier: Platanen) bietet sich jedoch nur in Bereichen an, die eine ausreichende Entwicklungsmöglichkeit für die neuen Bäume besit- zen (keine direkte Konkurrenz von Altbäumen in zu kleinen Lücken). Ein nachgepflanzter Baum im Bereich der Haltestelle Kohlgartenstraße zeigt deutliche Wuchsdepressionen infolge von Lichtkonkurrenz durch Alt- bäume (Baum 23).

Grundsätzlich ist es möglich, auch zukünftig Bäume auf den neuen Bahnsteigen in separaten Baumscheiben zu pflanzen und zu etablieren. Dies ist beim Neubau der Haltestelle Friedhof nicht erfolgt, kann aber bei der baulichen Umgestaltung der Haltestelle Kohlgartenstraße in Betracht kommen. Dazu ist es jedoch erforder- lich, zusätzliche Aufwendungen zu treffen. Es müssen Baumgruben mit mindestens 12 m² Rauminhalt und anschließendem durchwurzelbarem Raum geschaffen werden, die mit einem speziellen Baumsubstrat ge- füllt werden (z.B. überbaubares Baumsubstrat Baugrubenbauweise II gemäß FLL 2010). Eine Baumschei- benabdeckung mit Betongitterrosten hat sich bei Platanen nicht bewährt wie an mehreren Haltestellen zu sehen ist. Diese Elemente sind von flach verlaufenden Wurzeln oder einem verbreiterten Wurzelstock im Laufe der Jahre angehoben und beschädigt worden. Vielmehr sollten offene Baumscheiben mindestens in einer Ausdehnung von 2 x 2 m (besser: 3 x 3 m) angelegt und mit Baumgitterrosten aus Metall abgedeckt werden. Der seitliche Abstand neu gepflanzter Bäume sollte bei Platanen 12-15 m nicht unterschreiten.

Wenn Tragschichten oder andere stabilisierende Unterbau-Materialien in den geschützten Wurzelbereich von Bestandsbäumen eingebaut werden, sollte auf die Verwendung von Recyclingmaterial mit Betonantei- len verzichtet werden. Aus Erfahrung ist bekannt, dass diese Materialien einen stark alkalischen pH-Wert (pH > 10) besitzen und bei direktem Wurzelkontakt zu Verätzungen an der Wurzelrinde führen können (siehe auch DIN 18920). Stattdessen sollte auf Natursteinschotter mit einem neutralen pH-Wert zurückge- griffen werden.

Die verbleibenden Bäume im Baufeld sollten während der geplanten Baumaßnahmen einen Schutz gemäß DIN 18920 erhalten. Dazu gehören vor allem der Schutz des Wurzelbereiches vor Abgrabungen, Aufschüt- tungen und mechanischen Beschädigungen sowie ein Stammschutz. Es wird empfohlen, für die Dauer der Baumaßnahmen einen Sachverständigen mit der ökologischen Baubegleitung zu beauftragen, der sich mit Kontrollen, Beratungen und Dokumentation zum Baumschutz befasst.

Die verbleibenden Bäume unterliegen auch zukünftig den rechtlichen und fachlichen Anforderungen an die Verkehrssicherheit. Sie sollten mindestens 1x jährlich visuell und unter Zuhilfenahme einfacher Werkzeuge vom Boden aus kontrolliert werden (jährlich wechselnd im belaubten und unbelaubten Zustand) sowie zu- sätzlich nach extremen Witterungsereignissen (FLL 2010, FLL 2013). Eine besondere Aufmerksamkeit er- fordern die Platanen hinsichtlich der Kontrolle auf die Massaria-Krankheit. Den übergebenen Katasterunter- lagen ist zu entnehmen, dass dies bereits geschieht.

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B – Haltestelle Voßkuhle

2 1 4 3 6 5 10 9 8 7

12 11 14 13 30 15 21 22 23 24 25 26 27 28 29

19 20 18 17 16

Abb. 6: Haltestelle Voßkuhle mit den zu beurteilenden Bäumen.

Foto 27: Übersicht. Haltestelle Voßkuhle.

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Foto 28: In westlicher Richtung schließt sich nach der Kreu- zung Westfalendamm/Voßkuhle eine Allee aus Platanen-Altbäumen an. Die Gleise verlaufen südli- cher der Allee (im Bild links).

Foto 29: In östlicher Richtung schließt sich an die Haltestelle eine Allee aus unterschiedlichen Linden-Arten in verschiedenem Alter an. Die Gleise verlaufen süd- lich der Allee (im Bild rechts).

Foto 30: Die Bäume 21 und 22 stehen in separaten Baum- scheiben auf einem Bahnsteig.

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Tabelle 2: Dortmund, Westfalendamm, Voßkuhle, Einzelbaumbeurteilungen

Baum- Nr.BaumartStamm ØBaum- höheKronen- ansatzKronen ØVitalitätZustandErhaltReststand- zeitVorschäden/ Empfehlungen (fett gedruckt)
1Linde27 cm10 m5 m7 m32Ja> 10 JahreTrockenschäden, Stockaustriebe
2Winter- Linde8 cm4 m2,2 m2 m11Ja> 20 JahreStockaustriebe, Stammschaden (15 x 5 cm)
3Linde33 cm14 m6 m7 m11Ja> 20 JahreStockaustriebe, Astungswunden
4Winter- Linde25 cm11 m4 m6 m10Ja> 20 JahreKeine
5Winter- Linde19 cm10 m4,5 m6 m10Ja> 20 JahreKeine
6Linde25 cm11 m4,5 m7 m11Ja> 20 JahreStockaustriebe, 2x Astungswunden Fahrbahnseite
7Winter- Linde18 cm12 m4 m7 m10Ja> 20 JahreKeine
8Silber- Linde36 cm15 m5 m8 m21Ja> 20 JahreStockaustriebe, Astungswunden
9Winter- Linde20 cm12 m4 m7 m10Ja> 20 JahreKeine
10Linde26 cm10 m4 m8 m32Ja> 10 JahreStockaustriebe, Astungswunden, Trockenschäden
11Platane107 cm20 m4 m15 m32Ja> 10 JahreRindenrisse in Stämmling, Mehrfachzwiesel am Kro- nenansatz, Astungswunden am Kronenansatz
12Platane93 cm22 m4 m17 m32Ja> 10 JahreAstungswunden mit Morschung in der Krone, Astabbruchstelle an Stämmling

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Baum- Nr.BaumartStamm ØBaum- höheKronen- ansatzKronen ØVitalitätZustandErhaltReststand- zeitVorschäden/ Empfehlungen (fett gedruckt)
13Platane93 cm22 m4 m16 m32Ja> 10 JahreMehrfachzwiesel am Kronenansatz, Astungswunden mit Höhlungen, Stammschaden (40 x 10 cm)
14Platane96 cm23 m3,5 m17 m32Ja> 10 JahreAstabbruchstellen und Astungswunden in der Krone
15Platane106 cm23 m4 m15 m32Ja> 10 JahreMehrfachzwiesel am Kronenansatz, Astungswunden mit Morschung
16Platane87 cm23 m3,5 m15 m32Ja> 10 JahreZwiesel am Kronenansatz, Astungswunden mit Mor- schung
17Platane18 cm9 m7 m5 m21Ja> 20 JahreWuchsdepression (Lichtkonkurrenz), Astabbruch- stellen
18Platane82 cm23 m4,5 m14 m32Ja> 10 JahreAstungswunden mit Morschung
19Platane83 cm23 m4,5 m13 m32Ja> 10 JahreMehrfachzwiesel am Kronenansatz, Astungswunden mit Morschung
20Platane92 cm22 m4,5 m14 m32Ja> 10 JahreMehrfachzwiesel am Kronenansatz, Astungswunden mit Morschung
21Silber- Linde74 cm20 m3,5 m15 m32Ja> 10 JahreStockaustriebe, 2x Zwiesel am Kronenansatz, As- tungswunden mit Morschung
22Silber- Linde40 cm18 m7 m10 m21Ja> 20 JahreAstungswunden mit Morschung
23Winter- Linde19 cm12 m4 m7 m21Ja> 20 JahreAstungswunden
24Silber- Linde41 cm17 m4 m8 m21Ja> 10 JahreAstungswunden, Stockaustriebe
25Winter- Linde24 cm13 m3,5 m7 m21Ja> 20 JahreAstungswunden

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Baum- Nr.BaumartStamm ØBaum- höheKronen- ansatzKronen ØVitalitätZustandErhaltReststand- zeitVorschäden/ Empfehlungen (fett gedruckt)
26Silber- Linde47 cm20 m5 m9 m21Ja> 10 JahreAstungswunden
27Silber- Linde46 cm17 m4 m7 m21Ja> 10 JahreStockaustriebe, Astungswunden
28Silber- Linde66 cm24 m5 m14 m32(Ja)ca. 10 JahreAstungswunden mit Morschung, Mehrfachzwiesel am Kronenansatz, ehemals eingekürzte Krone / Kroneneinkürzung empfohlen
29Winter- Linde18 cm10 m4 m6 m21Ja> 20 JahreAstungswunden
30Winter- Linde20 cm9 m4 m6 m21Ja> 20 JahreAstungswunden

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Fotodokumentation: Dortmund, Westfalendamm, Voßkuhle, Einzelbäume

Foto 31: Übersicht. Baum 1 am Standort Voßkuhle.

Foto 32: Übersicht. Baum 2 am Standort Voßkuhle.

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Foto 33: Übersicht. Baum 3 am Standort Voßkuhle.

Foto 34: Übersicht. Baum 4 am Standort Voßkuhle.

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Foto 35: Übersicht. Baum 5 am Standort Voßkuhle.

Foto 36: Übersicht. Baum 6 am Standort Voßkuhle.

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Foto 37: Übersicht. Baum 7 am Standort Voßkuhle.

Foto 38: Übersicht. Baum 8 am Standort Voßkuhle.

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Foto 39: Übersicht. Baum 9 am Standort Voßkuhle.

Foto 40: Übersicht. Baum 10 am Standort Voßkuhle.

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Foto 41: Übersicht. Baum 11 am Standort Voßkuhle.

Foto 42: Übersicht. Baum 12 am Standort Voßkuhle.

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Foto 43: Übersicht. Baum 13 am Standort Voßkuhle.

Foto 44: Übersicht. Baum 14 am Standort Voßkuhle .

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Foto 45: Übersicht. Baum 15 am Standort Voßkuhle.

Foto 46: Übersicht. Baum 16 am Standort Voßkuhle.

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Foto 47: Übersicht. Baum 17 am Standort Voßkuhle.

Foto 48: Übersicht. Baum 18 am Standort Voßkuhle.

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Foto 49: Übersicht. Baum 19 am Standort Voßkuhle.

Foto 50: Übersicht. Baum 20 am Standort Voßkuhle.

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Foto 51: Übersicht. Baum 21 am Standort Voßkuhle.

Foto 52: Übersicht. Baum 22 am Standort Voßkuhle.

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Foto 53: Übersicht. Baum 23 am Standort Voßkuhle.

Foto 54: Übersicht. Baum 24 am Standort Voßkuhle.

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Foto 55: Übersicht. Baum 25 am Standort Voßkuhle.

Foto 56: Übersicht. Baum 26 am Standort Voßkuhle.

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Foto 57: Übersicht. Baum 27 am Standort Voßkuhle.

Foto 58: Übersicht. Baum 28 am Standort Voßkuhle.

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Foto 59: Übersicht. Baum 29 am Standort Voßkuhle.

Foto 60: Übersicht. Baum 30 am Standort Voßkuhle.

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An der Haltestelle Voßkuhle stehen · die Bäume 1 bis 10 und die Bäume 23 bis 30 in einem breiten offenen Grünstreifen neben den Gleisen, · die Bäume 21 und 22 in separaten Baumscheiben auf den Bahnsteigen, · die Bäume 11-20 in einem breiten offenen Grünstreifen neben den Gleisen.

Das heißt, die vorhandenen Bäume stehen gegenwärtig unter sehr verschiedenen Standortbedingungen im Bereich der Haltestelle Voßkuhle.

Bei den beurteilten Bäumen handelt es sich im genannten Bereich um Linden-Arten und um Platanen. Die Platanen befinden sich überwiegend in der Alterungsphase (> 50 Jahre, 9 Bäume); ein Baum in der Reife- phase (> 15 Jahre und < 50 Jahre). Die Linden sind überwiegend der Reifephase zuzuordnen (16 Stück); drei Silber-Linden befinden sich in der Altersphase. Bei einer Linde handelt es sich um einen Jungbaum (Baum 2).

Alle beurteilten Bäume sind derzeit grundsätzlich erhaltenswürdig. Ein Baum kann seine Funktionen am Standort nur noch kurzfristig erfüllen (Baum 28 – Silber-Linde). 15 Bäume könnten ihre Funktionen am Standort unter unveränderten Standortbedingungen noch mittelfristig erfüllen (> 10 Jahre Reststandzeit) und 14 Bäume könnten dies noch langfristig erfüllen (> 20 Jahre Reststandzeit).

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Abb. 7: Haltestelle Voßkuhle, Schematische Darstellung der Vitalität der Bestandsbäume.

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Abb. 8: Haltestelle Voßkuhle, Schematische Darstellung des Zustandes der Bestandsbäume.

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Abb. 9: Haltestelle Voßkuhle, Schematische Darstellung der Reststandzeit der Bestandsbäume.

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Fachliche Würdigung Haltestelle Voßkuhle

Im Bereich der Haltestelle Voßkuhle verläuft die Gleistrasse aus westlicher Richtung kommend in Richtung Osten durchweg südlich der Allee. Die Allee besteht im westlichen Untersuchungsteil bis zur Kreuzung Voß- kuhle aus Platanen (Bäume 11 bis 20). Östlich der Kreuzung Voßkuhle besteht die Allee aus unterschiedlich alten Linden verschiedener Arten (Bäume 1 bis 10 und 21 bis 30). Die untersuchten 30 Bäume sind grund- sätzlich alle erhaltenswürdig und könnten ihre Funktionen ohne eine Umsetzung der Bauabsicht vor Ort noch mindestens mittelfristig, teilweise langfristig erfüllen. Lediglich ein Baum kann seine Funktionen am Standort aufgrund seines Zustandes nur noch kurzfristig erfüllen (Baum 28 – Silber-Linde).

Es waren an den untersuchten 30 Bäumen derzeit keine sichtbaren Einschränkungen der Verkehrssicherheit (Stand- und Bruchsicherheit) zu erkennen. Eine Ausnahme bildet der Baum 28. Die Baumkrone ist ehemals eingekürzt worden und sollte nunmehr wiederum eingekürzt werden (innerhalb von 3 Monaten). Ansonsten befinden sich die Bäume in einem guten bis akzeptablen Pflegezustand. Als Hauptdefekte sind an diesen Bäumen vor allem Astungswunden, teilweise mit Morschungen oder Höhlungen, zu erkennen (Platanen) sowie die typischen Zwiesel bei Silber-Linden und Stockaustriebe an den Linden. Die Beseitigung von Stockaustrieben an den Linden sollte regelmäßig erfolgen, um bei Baumkontrollen einen ungehinderten Blick auf den Stammfuß zu haben (Gefahr Brandkrustenpilz erkennen).

Die Platanen westlich der Kreuzung Voßkuhle bilden mit der anschließenden Allee in Richtung Westen ein wertvolles Allee-Ensemble und sollten erhalten werden. Die Bäume 1 bis 10 und 21 bis 30 bilden den un- mittelbaren Anschluss an die in Richtung Osten weiter verlaufende Allee aus Linden. Wenn eine bauliche Umgestaltung der Haltestelle Voßkuhle durchgeführt wird, sollte sich dies möglichst auf den Bereich der bestehenden Haltestelle erstrecken. Lediglich die Bäume 21 und 22 stehen derzeit auf dem Bahnsteig in separaten Baumscheiben und können bei einem Umbau aus sachverständiger Sicht nicht sinnvoll erhalten werden. Hinzu kommt, dass parallel zur nördlichen Bahnsteigseite die Anlage eines Gehweges geplant ist (Haltestelle Voßkuhle, Regelquerschnitt Bahnsteig). Es verbleibt ein Grünstreifen, dessen Ausbaubreite dem Plan nicht zu entnehmen ist und ein Grünstreifen, in dem nur noch eine Baumreihe eingetragen ist.

Bei den geplanten Baumaßnahmen muss damit gerechnet werden, dass erhebliche Eingriffe in den Wurzel- bereich dieser Bäume erfolgen (Abgrabungen, mechanische Beschädigungen, Anhebung des Höhenniveaus im Bahnsteigbereich, zusätzliche Versiegelungen). Diese Eingriffe hätten sowohl unmittelbare, kurzfristige Folgen für die Verkehrssicherheit (Standsicherheit) als auch mittelfristige negative Folgen für die Vitalität, den Zustand und die Reststandzeit der betroffenen Bäume.

Begründungen: Die Wurzeln der Bäume haben sich über lange Zeiträume an eine bestimmte Situation am Standort angepasst (Bodenluftgehalt in bestimmten Wurzeltiefen, Versiegelungsgrad des Wurzelbereiches, statische Anpassung an Auflasten und seitliche Einschränkungen durch bauliche Elemente im Boden). Wenn im Wurzelbereich dieser Bäume nun bauliche Veränderungen vorgenommen werden, um eine Erneuerung der Bahnsteigbereiche durchzuführen und Barrierefreiheit herzustellen (Anhebung des Bahnsteigniveaus, Versiegelung bisher unversiegelter Bodenoberflächen, Einbau eines Fahrstuhls usw.), werden die Eingriffe in den Wurzelbereich dieser Bäume als so stark angesehen, dass ihr Erhalt aus fachlicher Sicht als nicht sinnvoll erscheint. Als geschützter Wurzelbereich gilt die Bodenfläche unter der Kronentraufe von Bäumen zuzüglich 1,50 m nach allen Seiten. Außerdem setzen viele der Baumkronen bei den Linden relativ niedrig an (Kronenansatzhöhen meist um 4,0 m). Die Bäume in der Reife- und Altersphase haben zudem ausladende Kronen (Kronendurchmesser bis 17 m. Deshalb ist auch der oberirdische Arbeitsraum für Kräne, große Bagger und zum evtl. Einsetzen von Spundwänden während des Ausbaus im unmittelbaren Haltestellenbereich sehr begrenzt.

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Gutachten. Stadt Dortmund, Objekt B 1 – Haltestellenverlegung. Zum Zustand, zur Verkehrssicherheit und zur Erhaltenswürdigkeit von ausgewählten Bäumen im Zusammenhang mit der Verlegung von Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs. Seite 55

Der Jungbaum Nr. 2 ist noch verpflanzbar. Grundsätzlich sind alle Jungbäume bis etwa zum 10. bis 15. Standjahr ohne größere Probleme mit der entsprechenden Technik und nachsorgenden Pflege zu verpflan- zen. Auch ältere Bäume können u.U. noch verpflanzt werden. Dabei steigt jedoch das Ausfallrisiko artspezi- fisch mit zunehmender Standzeit und in Abhängigkeit von den Standortbedingungen am alten und am neu- en Standort enorm an.

In dem Abschnitt mit Linden sollten auch wieder Linden nachgepflanzt werden. Wenn Wert auf eine große Einheitlichkeit gelegt wird, sollte auf die Winter-Linden-Sorte Greenspire (Tilia cordata Greenspire) zurück- gegriffen werden. Eine Neupflanzung von Bäumen (hier: Linden) bietet sich jedoch nur in Bereichen an, die eine ausreichende Entwicklungsmöglichkeit für die neuen Bäume besitzen (keine direkte Konkurrenz von Altbäumen in zu kleinen Lücken).

Grundsätzlich ist es möglich, auch zukünftig Bäume auf den neuen Bahnsteigen in separaten Baumscheiben zu pflanzen und zu etablieren. Dies ist beim Neubau der Haltestelle Friedhof nicht erfolgt, kann aber bei der baulichen Umgestaltung der Haltestelle Voßkuhle in Betracht kommen. Dazu ist es jedoch erforderlich, zu- sätzliche Aufwendungen zu treffen. Es müssen Baumgruben mit mindestens 12 m² Rauminhalt und an- schließendem durchwurzelbarem Raum geschaffen werden, die mit einem speziellen Baumsubstrat gefüllt werden (z.B. überbaubares Baumsubstrat Baugrubenbauweise II gemäß FLL 2010). Eine Baumscheibenab- deckung mit Betongitterrosten hat sich bei Platanen nicht bewährt wie an mehreren Haltestellen zu sehen ist. Diese Elemente sind von flach verlaufenden Wurzeln oder einem verbreiterten Wurzelstock im Laufe der Jahre angehoben und beschädigt worden. Vielmehr sollten offene Baumscheiben mindestens in einer Aus- dehnung von 2 x 2 m (besser: 3 x 3 m) angelegt und mit Baumgitterrosten aus Metall abgedeckt werden. Der seitliche Abstand neu gepflanzter Bäume sollte bei Linden 10-12 m nicht unterschreiten.

Wenn Tragschichten oder andere stabilisierende Unterbau-Materialien in den geschützten Wurzelbereich von Bestandsbäumen eingebaut werden, sollte auf die Verwendung von Recyclingmaterial mit Betonantei- len verzichtet werden. Aus Erfahrung ist bekannt, dass diese Materialien einen stark alkalischen pH-Wert (pH > 10) besitzen und bei direktem Wurzelkontakt zu Verätzungen an der Wurzelrinde führen können (siehe auch DIN 18920). Stattdessen sollte auf Natursteinschotter mit einem neutralen pH-Wert zurückge- griffen werden.

Die verbleibenden Bäume im Baufeld sollten während der geplanten Baumaßnahmen einen Schutz gemäß DIN 18920 erhalten. Dazu gehören vor allem der Schutz des Wurzelbereiches vor Abgrabungen, Aufschüt- tungen und mechanischen Beschädigungen sowie ein Stammschutz. Es wird empfohlen, für die Dauer der Baumaßnahmen einen Sachverständigen mit der ökologischen Baubegleitung zu beauftragen, der sich mit Kontrollen, Beratungen und Dokumentation zum Baumschutz befasst.

Die verbleibenden Bäume unterliegen auch zukünftig den rechtlichen und fachlichen Anforderungen an die Verkehrssicherheit. Sie sollten mindestens 1x jährlich visuell und unter Zuhilfenahme einfacher Werkzeuge vom Boden aus kontrolliert werden (jährlich wechselnd im belaubten und unbelaubten Zustand) sowie zu- sätzlich nach extremen Witterungsereignissen (FLL 2010, FLL 2013).

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C – Haltestelle Lübkestraße

14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1

15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26

Abb. 10: Haltestelle Lübkestraße mit den zu beurteilenden Bäumen.

Foto 61: Übersicht. Haltestelle Lübkestraße.

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Foto 62: Übersicht. Allee aus unterschiedlich alten Linden in verschiedenen Arten (Blickrichtung Osten). Die Gleise verlaufen südlich der Allee (im Bild rechts).

Foto 63: Übersicht. Allee aus unterschiedlich alten Linden in verschiedenen Arten (Blickrichtung Westen). Die Gleise verlaufen südlicher der Allee (im Bild links).

Foto 64: Übersicht. Die Bäume 18 bis 20 stehen in separa- ten Baumscheiben auf dem Bahnsteig.

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Tabelle 3: Dortmund, Westfalendamm, Lübkestraße, Einzelbaumbeurteilungen

Baum- Nr.BaumartStamm ØBaum- höheKronen- ansatzKronen ØVitalitätZustandErhaltReststand- zeitVorschäden/ Empfehlungen (fett gedruckt)
1Winter- Linde16 cm7 m3,5 m5 m11Ja> 20 JahreStammaustriebe
2Silber- Linde48 cm18 m6 m7 m21Ja> 10 JahreAstungswunden am Stamm
3Winter- Linde12 cm6 m3 m5 m10Ja> 20 JahreKeine
4Winter- Linde19 cm8 m4 m5 m11Ja> 20 JahreMehrfachzwiesel am Kronenansatz
5Winter- Linde15 cm8 m3,5 m5 m22Ja> 10 JahreStammriss (ca. 100 cm)
6Silber- Linde28 cm11 m4,5 m7 m32(Ja)ca. 10 JahreStockaustriebe, Wipfeldürre
7Winter- Linde27 cm11 m4 m7 m20Ja> 20 JahreKeine
8Silber- Linde47 cm15 m3,5 m13 m21Ja> 10 JahreMehrfachzwiesel am Kronenansatz
9Winter- Linde22 cm11 m4,5 m5 m32Ja> 10 JahreAstausbruchstelle, Astungswunden
10Winter- Linde18 cm10 m3,5 m5 m21Ja> 20 JahreStarker steil stehender Ast/ steil stehenden Ast beseitigen
11Winter- Linde21 cm11 m3 m6 m20Ja> 20 JahreKeine
12Winter- Linde24 cm8 m4 m6 m21Ja> 20 JahreMehrfachzwiesel am Kronenansatz

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Baum- Nr.BaumartStamm ØBaum- höheKronen- ansatzKronen ØVitalitätZustandErhaltReststand- zeitVorschäden/ Empfehlungen (fett gedruckt)
13Silber- Linde49 cm19 m3,5 m12 m32Ja> 10 JahreWassertasche am Kronenansatz, Astungswunden mit Morschung
14Silber- Linde48 cm19 m4 m11 m21Ja> 10 JahreMehrfachzwiesel am Kronenansatz
15Winter- Linde21 cm12 m4,5 m7 m10Ja> 20 JahreKeine
16Winter- Linde13 cm8 m3,5 m5,5 m21Ja> 20 JahreSchlecht überwallte Astungswunden
17Silber- Linde7 cm4,5 m2,5 m1,5 m10Ja> 20 JahreAnbindung locker/ Anbindung nacharbeiten
18Winter- Linde7 cm4,5 m2,5 m1 m10Ja> 20 JahreKeine
19Silber- Linde8 cm4,5 m2,5 m1 m10Ja> 20 JahreKeine
20Winter- Linde13 cm8 m4 m3 m10Ja> 20 JahreKeine
21Winter- Linde6 cm4 m2 m1 m10Ja> 20 JahreKeine
22Silber- Linde70 cm23 m5,5 m15 m32(Ja)ca. 10 JahreMehrfachzwiesel am Kronenansatz, Astungswunden mit Höhlungen, Krone ehemals gekappt und Stän- derastbildung/ Kroneneinkürzung empfohlen
23Silber- Linde77 cm24 m4,5 m17 m33(Ja)ca. 10 JahreMehrfachzwiesel am Kronenansatz, 2 Starkäste mit tiefen Höhlungen, Kronensicherung zu tief einge- baut und teilweise gerissen/ Kroneneinkürzung + Entnahme von 2 Starkästen + Kronensicherung fachgerecht erneuern

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Baum- Nr.BaumartStamm ØBaum- höheKronen- ansatzKronen ØVitalitätZustandErhaltReststand- zeitVorschäden/ Empfehlungen (fett gedruckt)
24Silber- Linde80 cm24 m4 m15 m33(Ja)ca. 10 JahreMehrfachzwiesel am Kronenansatz, Kronensiche- rung zu tief eingebaut/ Kronensicherung fachge- recht erneuern
25Silber- Linde8 cm4 m2 m2,5 m10Ja> 20 JahreKeine
26Winter- Linde15 cm8 m4 m6 m10Ja> 20 Jahrekeine

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Fotodokumentation: Dortmund, Westfalendamm, Lübkestraße, Einzelbäume

Foto 65: Übersicht. Baum 1 am Standort Lübkestraße.

Foto 66: Übersicht. Baum 2 am Standort Lübkestraße.

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Foto 67: Übersicht. Baum 3 am Standort Lübkestraße.

Foto 68: Übersicht. Baum 4 am Standort Lübkestraße.

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Foto 69: Übersicht. Baum 5 am Standort Lübkestraße.

Foto 70: Übersicht. Baum 6 am Standort Lübkestraße.

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Foto 71: Übersicht. Baum 7 am Standort Lübkestraße.

Foto 72: Übersicht. Baum 8 am Standort Lübkestraße.

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Foto 73: Übersicht. Baum 9 am Standort Lübkestraße.

Foto 74: Übersicht. Baum 10 am Standort Lübkestraße.

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Foto 75: Übersicht. Baum 11 am Standort Lübkestraße.

Foto 76: Übersicht. Baum 12 am Standort Lübkestraße.

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Foto 77: Übersicht. Baum 13 am Standort Lübkestraße.

Foto 78: Übersicht. Baum 14 am Standort Lübkestraße.

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Foto 79: Übersicht. Baum 15 am Standort Lübkestraße.

Foto 80: Übersicht. Baum 16 am Standort Lübkestraße.

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Foto 81: Übersicht. Baum 17 am Standort Lübkestraße.

Foto 82: Übersicht. Baum 18 am Standort Lübkestraße.

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Foto 83: Übersicht. Baum 19 am Standort Lübkestraße.

Foto 84: Übersicht. Baum 20 am Standort Lübkestraße.

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Foto 85: Übersicht. Baum 21 am Standort Lübkestraße.

Foto 86: Übersicht. Baum 22 am Standort Lübkestraße.

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Foto 87: Übersicht. Baum 23 am Standort Lübkestraße.

Foto 88: Übersicht. Baum 24 am Standort Lübkestraße.

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Foto 89: Übersicht. Baum 25 am Standort Lübkestraße.

Foto 90: Übersicht. Baum 26 am Standort Lübkestraße.

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An der Haltestelle Lübkestraße stehen · die Bäume 1 bis 4 und die Bäume 23 bis 26 in einem breiten offenen Grünstreifen neben den Glei- sen, · die Bäume 5 bis 7 in einem schmalen Grünstreifen neben dem Bahnsteig, · die Bäume 8 bis 14 und 15 bis 17 in einem breiten offenen Grünstreifen neben den Gleisen, · die Bäume 18 bis 20 in separaten Baumscheiben auf dem Bahnsteig, · die Bäume 21 und 22 in einem schmalen Grünstreifen neben Gleis und Bahnsteig.

Das heißt, die vorhandenen Bäume stehen gegenwärtig unter sehr verschiedenen Standortbedingungen im Bereich der Haltestelle Lübkestraße.

Bei den beurteilten Bäumen handelt es sich im genannten Bereich ausschließlich um zwei Linden-Arten. Die Bäume befinden sich überwiegend in der Reifephase (> 15 Jahre und < 50 Jahre; 19 Bäume) und in der Alterungsphase (> 50 Jahre; drei Bäume). Bei den restlichen Bäumen handelt es sich um Jungbäume (< 15 Jahre; vier Stück).

Alle beurteilten Bäume sind derzeit grundsätzlich erhaltenswürdig. Vier Bäume können ihre Funktionen am Standort nur noch kurzfristig erfüllen (Bäume 6, 22, 23 und 24 – Silber-Linden). Sechs Bäume könnten ihre Funktionen am Standort unter unveränderten Standortbedingungen noch mittelfristig erfüllen (> 10 Jahre Reststandzeit) und 16 Bäume könnten dies noch langfristig erfüllen (> 20 Jahre Reststandzeit).

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Abb. 11: Haltestelle Lübkestraße, Schematische Darstellung der Vitalität der Bestandsbäume.

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Abb. 12: Haltestelle Lübkestraße, Schematische Darstellung des Zustandes der Bestandsbäume.

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Abb. 13: Haltestelle Lübkestraße, Schematische Darstellung der Reststandzeit der Bestandsbäume.

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Fachliche Würdigung Haltestelle Lübkestraße

Im Bereich der Haltestelle Lübkestraße verläuft die Gleistrasse aus westlicher Richtung kommend in Rich- tung Osten durchweg südlich der Allee. Die Allee besteht im gesamten Untersuchungsteil an der Haltestelle Lübkestraße aus verschiedenen Linden-Arten mit unterschiedlichem Alter. Die untersuchten 26 Bäume sind grundsätzlich alle erhaltenswürdig und könnten ihre Funktionen ohne eine Umsetzung der Bauabsicht vor Ort noch mindestens mittelfristig, teilweise langfristig erfüllen. Lediglich vier Bäume können ihre Funktionen am Standort aufgrund ihres Zustandes nur noch kurzfristig erfüllen (Bäume Nr. 6, 22, 23, 24 – alles Silber- Linden).

Es waren an den untersuchten 26 Bäumen derzeit an fünf Bäumen sichtbaren Einschränkungen der Ver- kehrssicherheit (Stand- und Bruchsicherheit) bzw. Pflegebedarf zu erkennen. Es handelt sich um die Bäume 10 (steil stehenden Ast beseitigen), 17 (Anbindung des Jungbaumes nacharbeiten), 22 (Kroneneinkürzung empfohlen, 23 (Kroneneinkürzung, Entnahme von 2 Starkästen und fachgerechte Erneuerung von Kronen- sicherungen empfohlen) (alle Maßnahmen innerhalb von 2 Monaten). Ansonsten befinden sich die Bäume in einem guten bis akzeptablen Pflegezustand. Als Hauptdefekte sind an diesen Bäumen vor allem As- tungswunden zu erkennen sowie die typischen Zwiesel bei Silber-Linden und Stockaustriebe an den Linden. Die Beseitigung von Stockaustrieben an den Linden sollte regelmäßig erfolgen, um bei Baumkontrollen einen ungehinderten Blick auf den Stammfuß zu haben (Gefahr Brandkrustenpilz erkennen).

Die Linden östlich der Kreuzung Lübkestraße bilden mit der anschließenden Allee in Richtung Osten ein wertvolles Allee-Ensemble und sollten erhalten werden (Bäume 1 bis 4 und 23 bis 26). Die Bäume 5 bis 11 und 18 bis 20 stehen im unmittelbaren Bereich der Haltestelle Lübkestraße (teilweise auf dem Bahnsteig). Wenn eine bauliche Umgestaltung der Haltestelle Lübkestraße durchgeführt wird, sollte sich dies möglichst auf den Bereich der bestehenden Haltestelle erstrecken.

Bei den geplanten Baumaßnahmen muss damit gerechnet werden, dass erhebliche Eingriffe in den Wurzel- bereich dieser Bäume erfolgen (Abgrabungen, mechanische Beschädigungen, Anhebung des Höhenniveaus im Bahnsteigbereich, zusätzliche Versiegelungen). Diese Eingriffe hätten sowohl unmittelbare, kurzfristige Folgen für die Verkehrssicherheit (Standsicherheit) als auch mittelfristige negative Folgen für die Vitalität, den Zustand und die Reststandzeit der betroffenen Bäume.

Begründungen: Die Wurzeln der Bäume haben sich über lange Zeiträume an eine bestimmte Situation am Standort angepasst (Bodenluftgehalt in bestimmten Wurzeltiefen, Versiegelungsgrad des Wurzelbereiches, statische Anpassung an Auflasten und seitliche Einschränkungen durch bauliche Elemente im Boden). Wenn im Wurzelbereich dieser Bäume nun bauliche Veränderungen vorgenommen werden, um eine Erneuerung der Bahnsteigbereiche durchzuführen und Barrierefreiheit herzustellen (Anhebung des Bahnsteigniveaus, Versiegelung bisher unversiegelter Bodenoberflächen, Einbau eines Fahrstuhls usw.), werden die Eingriffe in den Wurzelbereich dieser Bäume als so stark angesehen, dass ihr Erhalt aus fachlicher Sicht als nicht sinnvoll erscheint. Als geschützter Wurzelbereich gilt die Bodenfläche unter der Kronentraufe von Bäumen zuzüglich 1,50 m nach allen Seiten. Außerdem setzen viele der Baumkronen bei den Linden relativ niedrig an (Kronenansatzhöhen meist um 4,0 m). Die Bäume in der Reife- und Altersphase haben zudem ausladende Kronen (Kronendurchmesser bis 17 m. Deshalb ist auch der oberirdische Arbeitsraum für Kräne, große Bagger und zum evtl. Einsetzen von Spundwänden während des Ausbaus im unmittelbaren Haltestellenbereich sehr begrenzt.

Bei den auf dem Bahnsteig stehenden Bäumen 18 bis 20 handelt es sich um Jungbäume, die verpflanzt werden können. Grundsätzlich sind alle Jungbäume bis etwa zum 10. bis 15. Standjahr ohne größere Prob- leme mit der entsprechenden Technik und nachsorgenden Pflege zu verpflanzen. Auch ältere Bäume kön-

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nen u.U. noch verpflanzt werden. Dabei steigt jedoch das Ausfallrisiko artspezifisch mit zunehmender Standzeit und in Abhängigkeit von den Standortbedingungen am alten und am neuen Standort enorm an.

In dem Abschnitt mit Linden sollten auch wieder Linden nachgepflanzt werden. Wenn Wert auf eine große Einheitlichkeit gelegt wird, sollte auf die Winter-Linden-Sorte Greenspire (Tilia cordata Greenspire) zurück- gegriffen werden. Eine Neupflanzung von Bäumen (hier: Linden) bietet sich jedoch nur in Bereichen an, die eine ausreichende Entwicklungsmöglichkeit für die neuen Bäume besitzen (keine direkte Konkurrenz von Altbäumen in zu kleinen Lücken).

Grundsätzlich ist es möglich, auch zukünftig Bäume auf den neuen Bahnsteigen in separaten Baumscheiben zu pflanzen und zu etablieren. Dies ist beim Neubau der Haltestelle Friedhof nicht erfolgt, kann aber bei der baulichen Umgestaltung der Haltestelle Lübkestraße in Betracht kommen. Dazu ist es jedoch erforderlich, zusätzliche Aufwendungen zu treffen. Es müssen Baumgruben mit mindestens 12 m² Rauminhalt und an- schließendem durchwurzelbarem Raum geschaffen werden, die mit einem speziellen Baumsubstrat gefüllt werden (z.B. überbaubares Baumsubstrat Baugrubenbauweise II gemäß FLL 2010). Eine Baumscheibenab- deckung mit Betongitterrosten hat sich bei Platanen nicht bewährt wie an mehreren Haltestellen zu sehen ist. Diese Elemente sind von flach verlaufenden Wurzeln oder einem verbreiterten Wurzelstock im Laufe der Jahre angehoben und beschädigt worden. Vielmehr sollten offene Baumscheiben mindestens in einer Aus- dehnung von 2 x 2 m (besser: 3 x 3 m) angelegt und mit Baumgitterrosten aus Metall abgedeckt werden. Der seitliche Abstand neu gepflanzter Bäume sollte bei Linden 10-12 m nicht unterschreiten.

Wenn Tragschichten oder andere stabilisierende Unterbau-Materialien in den geschützten Wurzelbereich von Bestandsbäumen eingebaut werden, sollte auf die Verwendung von Recyclingmaterial mit Betonantei- len verzichtet werden. Aus Erfahrung ist bekannt, dass diese Materialien einen stark alkalischen pH-Wert (pH > 10) besitzen und bei direktem Wurzelkontakt zu Verätzungen an der Wurzelrinde führen können (siehe auch DIN 18920). Stattdessen sollte auf Natursteinschotter mit einem neutralen pH-Wert zurückge- griffen werden.

Die verbleibenden Bäume im Baufeld sollten während der geplanten Baumaßnahmen einen Schutz gemäß DIN 18920 erhalten. Dazu gehören vor allem der Schutz des Wurzelbereiches vor Abgrabungen, Aufschüt- tungen und mechanischen Beschädigungen sowie ein Stammschutz. Es wird empfohlen, für die Dauer der Baumaßnahmen einen Sachverständigen mit der ökologischen Baubegleitung zu beauftragen, der sich mit Kontrollen, Beratungen und Dokumentation zum Baumschutz befasst.

Die verbleibenden Bäume unterliegen auch zukünftig den rechtlichen und fachlichen Anforderungen an die Verkehrssicherheit. Sie sollten mindestens 1x jährlich visuell und unter Zuhilfenahme einfacher Werkzeuge vom Boden aus kontrolliert werden (jährlich wechselnd im belaubten und unbelaubten Zustand) sowie zu- sätzlich nach extremen Witterungsereignissen (FLL 2010, FLL 2013).

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D – Haltestelle Max-Eyth-Straße

1 3 2 20 19 18 17 16 15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4

36 37 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35

Abb. 14: Haltestelle Max-Eyth-Straße mit den zu beurteilenden Bäumen

Foto 91: Übersicht. Haltestelle Max-Eyth-Straße.

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Foto 92: Übersicht. Platanenallee an der Haltestelle Max- Eyth-Straße (Blick in Richtung Osten).

Foto 93: Übersicht. Platanenallee an der Haltestelle Max- Eyth-Straße (Blick in Richtung Westen).

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Tabelle 4: Dortmund, Westfalendamm, Max-Eyth-Straße, Einzelbaumbeurteilungen

Baum- Nr.BaumartStamm ØBaum- höheKronen- ansatzKronen ØVitalitätZustandErhaltReststand- zeitVorschäden/ Empfehlungen (fett gedruckt)
1Platane97 cm24 m3,5 m15 m31Ja> 10 JahreZwiesel und Astungswunden am Kronenansatz
2Platane91 cm24 m3,5 m15 m31Ja> 10 JahreMehrfachzwiesel am Kronenansatz, Astungswunden in der Baumkrone
3Platane93 cm23 m3,5 m16 m31Ja> 10 JahreGroße Astungswunde in ca. 2,5-3 m Höhe, Astungs- wunden mit Morschung in der Baumkrone
4Platane89 cm22 m3,5 m16 m31Ja> 10 JahreAstungswunden
5Platane21 cm16 m6 m6 m32(ja)Ca. 10 JahreRindenschaden, einseitige Krone
6Platane7 cm6 m2,5 m2 m11Ja> 20 JahreJunge Astspitzen mit Trockenschäden
7Platane90 cm20 m3,5 m15 m31Ja> 10 JahreZwiesel und Astungswunden am Kronenansatz
8Platane25 cm10 m3 m9 m21Ja> 20 JahreAstungswunden und Astabbruchstellen in der Krone
9Platane86 cm21 m4 m14 m31Ja> 10 JahreAstungswunden
10Platane9 cm6 m3 m2 m21Ja> 20 JahreWuchsdepression (Lichtkonkurrenz)
11Platane47 cm15 m7 m11 m21Ja> 20 JahreGroße Astungswunde

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Baum- Nr.BaumartStamm ØBaum- höheKronen- ansatzKronen ØVitalitätZustandErhaltReststand- zeitVorschäden/ Empfehlungen (fett gedruckt)
12Platane29 cm11 m3 m9 m21Ja> 20 JahreStammkrümmung, einseitige Krone
13Platane9 cm6 m2 m2,5 m22Ja> 20 JahreTrockenschäden in der Baumkrone
14Platane78 cm19 m3 m14 m32Ja> 10 JahreLängsriss mit Morschung am Stamm, Zwiesel am Kronenansatz, 2x Kronensicherung zu niedrig/ Kronensicherung fachgerecht erneuern
15Platane13 cm8 m4,5 m4,5 m21Ja> 20 JahreKeine
16Platane75 cm24 m4 m14 m31Ja> 10 JahreRindenschaden mit beginnender Morschung
17Platane11 cm7 m4 m3,5 m22Ja> 20 JahreWuchsdepression (Lichtkonkurrenz)
18Platane46 cm19 m5 m11 m21Ja> 20 JahreKeine
19Platane46 cm19 m5 m12 m21Ja> 20 JahreKeine
20Winter- Linde34 cm20 m4,5 m10 m21Ja> 20 JahreZwiesel am Kronenansatz
21Silber- Linde53 cm23 m5 m13 m21Ja> 10 JahreStammfuß leicht angeschüttet, Mehrfachzwiesel und Astungswunden am Kronenansatz
22Platane51 cm22 m7 m12 m21Ja> 10 JahreAstungswunden
23Platane42 cm21 m7 m11 m21Ja> 20 JahreZwiesel am Kronenansatz

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Baum- Nr.BaumartStamm ØBaum- höheKronen- ansatzKronen ØVitalitätZustandErhaltReststand- zeitVorschäden/ Empfehlungen (fett gedruckt)
24Platane98 cm23 m4 m16 m32Ja> 10 JahreMehrfachzwiesel und Astungswunden am Kronen- ansatz, 4x Kronensicherung vorhanden
25Platane65 cm24 m9 m10 m32Ja> 10 JahreStamm berührt die Oberleitung, einseitige Krone
26Platane85 cm23 m3,5 m15 m31Ja> 10 JahreZwiesel am Kronenansatz
27Platane81 cm22 m4 m13 m32Ja> 10 JahreZwiesel und Astungswunden am Kronenansatz
28Platane89 cm20 m3 m15 m32Ja> 10 JahreAstungssunden und Astabbruchstellen in der Krone, Fremdkörper im Baum (Kabel)
29Platane80 cm19 m2,5 m13 m32Ja> 10 JahreKrone teilweise eingekürzt, Höhlung am Kronenan- satz, Fremdkörper im Baum (Kabel)
30Platane80 cm22 m4 m12 m32Ja> 10 JahreZwiesel und Höhlung am Kronenansatz, Fremdkör- per im Baum (Kabel)
31Platane79 cm23 m3,5 m16 m32Ja> 10 JahreZwiesel und Astungswunden am Kronenansatz, Fremdkörper im Baum (Kabel)
32Platane8 cm5 m2,5 m1,5 m10Ja> 20 JahreKeine
33Platane35 cm15 m9 m8 m21Ja> 10 Jahre2x Astungswunden mit Morschung, Stammkrüm- mung
34Platane27 cm13 m6 m7 m21Ja> 10 JahreStammkrümmung, einseitige Krone
35Platane82 cm25 m7 m16 m22Ja> 10 JahreKabelkanal am Stammfuß angehoben
36Platane96 cm24 m4,5 m15 m22Ja> 10 JahreAstungswunden, 3x Kronensicherung vorhanden

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Baum- Nr.BaumartStamm ØBaum- höheKronen- ansatzKronen ØVitalitätZustandErhaltReststand- zeitVorschäden/ Empfehlungen (fett gedruckt)
37Platane102 cm24 m4,5 m16 m22Ja> 10 JahreAstungswunden mit Höhlungen am Kronenansatz, Zwiesel am Kronenansatz, 3x Kronensicherung vor- handen

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Fotodokumentation: Dortmund, Westfalendamm, Max-Eyth-Straße, Einzelbäume

Foto 94: Übersicht. Baum 1 am Standort Max-Eyth-Straße.

Foto 95: Übersicht. Baum 2 am Standort Max-Eyth-Straße.

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Foto 96: Übersicht. Baum 3 am Standort Max-Eyth-Straße.

Foto 97: Übersicht. Baum 4 am Standort Max-Eyth-Straße.

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Foto 98: Übersicht. Baum 5 am Standort Max-Eyth-Straße.

Foto 99: Übersicht. Baum 6 am Standort Max-Eyth-Straße.

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Foto 100: Übersicht. Baum 7 am Standort Max-Eyth-Straße.

Foto 101: Übersicht. Baum 8 am Standort Max-Eyth-Straße.

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Foto 102: Übersicht. Baum 9 am Standort Max-Eyth-Straße.

Foto 103: Übersicht. Baum 10 am Standort Max-Eyth-Straße.

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Foto 104: Übersicht. Baum 11 am Standort Max-Eyth-Straße.

Foto 105: Übersicht. Baum 12 am Standort Max-Eyth-Straße.

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Foto 106: Übersicht. Baum 13 am Standort Max-Eyth-Straße.

Foto 107: Übersicht. Baum 14 am Standort Max-Eyth-Straße.

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Foto 108: Übersicht. Baum 15 am Standort Max-Eyth-Straße.

Foto 109: Übersicht. Baum 16 am Standort Max-Eyth-Straße.

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Foto 110: Übersicht. Baum 17 am Standort Max-Eyth-Straße.

Foto 111: Übersicht. Baum 18 am Standort Max-Eyth-Straße.

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Foto 112: Übersicht. Baum 19 am Standort Max-Eyth-Straße.

Foto 113: Übersicht. Baum 20 am Standort Max-Eyth-Straße.

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Foto 114: Übersicht. Baum 21 am Standort Max-Eyth-Straße.

Foto 115: Übersicht. Baum 22 am Standort Max-Eyth-Straße.

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Foto 116: Übersicht. Baum 23 am Standort Max-Eyth-Straße.

Foto 117: Übersicht. Baum 24 am Standort Max-Eyth-Straße.

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Foto 118: Übersicht. Baum 25 am Standort Max-Eyth-Straße.

Foto 119: Übersicht. Baum 26 am Standort Max-Eyth-Straße.

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Foto 120: Übersicht. Baum 27 am Standort Max-Eyth-Straße.

Foto 121: Übersicht. Baum 28 am Standort Max-Eyth-Straße.

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Foto 122: Übersicht. Baum 29 am Standort Max-Eyth-Straße.

Foto 123: Übersicht. Baum 30 am Standort Max-Eyth-Straße.

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Foto 124: Übersicht. Baum 31 am Standort Max-Eyth-Straße.

Foto 125: Übersicht. Baum 32 am Standort Max-Eyth-Straße.

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Foto 126: Übersicht. Baum 33 am Standort Max-Eyth-Straße.

Foto 127: Übersicht. Baum 34 am Standort Max-Eyth-Straße.

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Foto 128: Übersicht. Baum 35 am Standort Max-Eyth-Straße.

Foto 129: Übersicht. Baum 36 am Standort Max-Eyth-Straße.

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Foto 130: Übersicht. Baum 37 am Standort Max-Eyth-Straße.

An der Haltestelle Max-Eyth-Straße stehen · die Bäume 1 bis 6 und die Bäume 32 bis 37 in einem breiten offenen Grünstreifen neben den Glei- sen, · die Bäume 7 bis 20 in einem Grünstreifen neben den Gleisen, · die Bäume 21 bis 28 in einem Grünstreifen neben den Gleisen, · die Bäume 29 bis 31 in separaten Baumscheiben auf dem Bahnsteig.

Das heißt, die vorhandenen Bäume stehen gegenwärtig unter sehr verschiedenen Standortbedingungen im Bereich der Haltestelle Max-Eyth-Straße.

Bei den beurteilten Bäumen handelt es sich im genannten Bereich fast ausschließlich um Platanen. Die Bäume befinden sich überwiegend in der Altersphase > 50 Jahre; 17 Bäume) und in der Reifephase (> 15 Jahre und < 50 Jahre; 13 Bäume). Bei den restlichen Bäumen handelt es sich um Jungbäume (< 15 Jahre; 7 Stück).

Alle beurteilten Bäume sind derzeit grundsätzlich erhaltenswürdig. Ein Baum kann seine Funktionen am Standort nur noch kurzfristig erfüllen (Baum 5 – Platane). 23 Bäume könnten ihre Funktionen am Standort unter unveränderten Standortbedingungen noch mittelfristig erfüllen (> 10 Jahre Reststandzeit) und 13 Bäume könnten dies noch langfristig erfüllen (> 20 Jahre Reststandzeit).

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Abb. 15: Haltestelle Max-Eyth-Straße, Schematische Darstellung der Vitalität der Bestandsbäume.

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Abb. 16: Haltestelle Max-Eyth-Straße, Schematische Darstellung des Zustandes der Bestandsbäume.

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Abb. 17: Haltestelle Max-Eyth-Straße, Schematische Darstellung der Reststandzeit der Bestandsbäume.

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Fachliche Würdigung Haltestelle Max-Eyth-Straße

Im Bereich der Haltestelle Max-Eyth-Straße verläuft die Gleistrasse aus westlicher Richtung kommend durchweg südlich der Allee. Die Allee besteht hier fast ausschließlich aus Platanen (Baum 20 – Winter- Linde; Baum 21 – Silber-Linde). Die untersuchten 37 Bäume sind grundsätzlich alle erhaltenswürdig und könnten ihre Funktionen ohne eine Umsetzung der Bauabsicht vor Ort noch mindestens mittelfristig, teil- weise langfristig erfüllen. Eine Ausnahme bildet der Baum 5, der aufgrund von Vorschäden seine Funktio- nen nur noch kurzfristig erfüllen kann.

Es waren an den untersuchten 37 Bäumen derzeit keine erkennbaren Einschränkungen der Verkehrssicher- heit (Stand- und Bruchsicherheit) zu erkennen. Eine Ausnahme bildet der Baum 14. Hier ist eine Kronensi- cherung zu niedrig eingebaut und sollte deshalb fachgerecht erneuert werden (innerhalb von 3 Monaten). Ansonsten befinden sich die Bäume in einem guten bis akzeptablen Pflegezustand. Als Hauptdefekte sind an diesen Bäumen vor allem Astungswunden – teilweise mit Morschungen oder Höhlungen zu erkennen.

Die Bäume 1 bis 6 und 32 bis 37 bilden den unmittelbaren Anschluss an die in Richtung Osten weiter ver- laufende Platanen-Allee. Aus der Sicht des Ensembleschutzes als Allee handelt es sich hierbei um die wert- vollsten Bäume. Wenn eine bauliche Umgestaltung der Haltestelle Max-Eyth-Straße durchgeführt wird, soll- te sich dies möglichst auf den Bereich der bestehenden Haltestelle erstrecken (zwischen Fußgängerbrücke im Osten und den Bäumen 13 bzw. 28 im Westen).

Bei einer baulichen Umgestaltung der Haltestelle Max-Eyth-Straße dürften die im Baufeld stehenden Bäume 7 bis 12 und 29 bis 31 (9 Stück) nicht sinnvoll zu erhalten sein. Diese Bäume stehen entweder sehr dicht neben dem bestehenden Gleisbett oder in separaten Baumscheiben auf dem Bahnsteig. Bei den geplanten Baumaßnahmen muss damit gerechnet werden, dass erhebliche Eingriffe in den Wurzelbereich dieser Bäu- me erfolgen (Abgrabungen, mechanische Beschädigungen, Anhebung des Höhenniveaus im Bahnsteigbe- reich, zusätzliche Versiegelungen). Diese Eingriffe hätten sowohl unmittelbare, kurzfristige Folgen für die Verkehrssicherheit (Standsicherheit) als auch mittelfristige negative Folgen für die Vitalität, den Zustand und die Reststandzeit der betroffenen Bäume.

Begründungen: Die Wurzeln der Bäume haben sich über lange Zeiträume an eine bestimmte Situation am Standort angepasst (Bodenluftgehalt in bestimmten Wurzeltiefen, Versiegelungsgrad des Wurzelbereiches, statische Anpassung an Auflasten und seitliche Einschränkungen durch bauliche Elemente im Boden). Wenn im Wurzelbereich dieser Bäume nun bauliche Veränderungen vorgenommen werden, um eine Erneuerung der Bahnsteigbereiche durchzuführen und Barrierefreiheit herzustellen (Anhebung des Bahnsteigniveaus, Versiegelung bisher unversiegelter Bodenoberflächen, Einbau eines Fahrstuhls usw.), werden die Eingriffe in den Wurzelbereich dieser Bäume als so stark angesehen, dass ihr Erhalt aus fachlicher Sicht als nicht sinnvoll erscheint. Als geschützter Wurzelbereich gilt die Bodenfläche unter der Kronentraufe von Bäumen zuzüglich 1,50 m nach allen Seiten. Außerdem setzen viele der Baumkronen bei den Platanen relativ niedrig an (Kronenansatzhöhen von 3 m bis 7 m). Die Bäume in der Reife- und Altersphase haben zudem ausladende Kronen (Kronendurchmesser bis 16 m. Deshalb ist auch der oberirdische Arbeitsraum für Kräne, große Bagger und zum evtl. Einsetzen von Spundwänden während des Ausbaus im unmittelbaren Haltestellenbereich sehr begrenzt.

Die Jungbäume Nr. 6, 10, 13, 15, 17 und 32 noch verpflanzbar. Grundsätzlich sind alle Jungbäume bis etwa zum 10. bis 15. Standjahr ohne größere Probleme mit der entsprechenden Technik und nachsorgenden Pflege zu verpflanzen. Auch ältere Bäume können u.U. noch verpflanzt werden. Dabei steigt jedoch das Ausfallrisiko artspezifisch mit zunehmender Standzeit und in Abhängigkeit von den Standortbedingungen am alten und am neuen Standort enorm an.

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In dem Abschnitt mit Platanen sollten auch wieder Platanen nachgepflanzt werden – ungeachtet der aktuel- len Diskussion um die Massaria-Krankheit. Die Platane wird ein wichtiger innerstädtischer Straßen- und Alleebaum in genügend großen Freiräumen bleiben. Eine Neupflanzung von Bäumen (hier: Platanen) bietet sich jedoch nur in Bereichen an, die eine ausreichende Entwicklungsmöglichkeit für die neuen Bäume besit- zen (keine direkte Konkurrenz von Altbäumen in zu kleinen Lücken). Zwei nachgepflanzte Bäume im Be- reich der Haltestelle Max-Eyth-Straße zeigen deutliche Wuchsdepressionen infolge von Lichtkonkurrenz durch Altbäume (Bäume 10 und 17).

Grundsätzlich ist es möglich, auch zukünftig Bäume auf den neuen Bahnsteigen in separaten Baumscheiben zu pflanzen und zu etablieren. Dies ist beim Neubau der Haltestelle Friedhof nicht erfolgt, kann aber bei der baulichen Umgestaltung der Haltestelle Max-Eyth-Straße in Betracht kommen. Dazu ist es jedoch erforder- lich, zusätzliche Aufwendungen zu treffen. Es müssen Baumgruben mit mindestens 12 m² Rauminhalt und anschließendem durchwurzelbarem Raum geschaffen werden, die mit einem speziellen Baumsubstrat ge- füllt werden (z.B. überbaubares Baumsubstrat Baugrubenbauweise II gemäß FLL 2010). Eine Baumschei- benabdeckung mit Betongitterrosten hat sich bei Platanen nicht bewährt wie an mehreren Haltestellen zu sehen ist. Diese Elemente sind von flach verlaufenden Wurzeln oder einem verbreiterten Wurzelstock im Laufe der Jahre angehoben und beschädigt worden. Vielmehr sollten offene Baumscheiben mindestens in einer Ausdehnung von 2 x 2 m (besser: 3 x 3 m) angelegt und mit Baumgitterrosten aus Metall abgedeckt werden. Der seitliche Abstand neu gepflanzter Bäume sollte bei Platanen 12-15 m nicht unterschreiten.

Wenn Tragschichten oder andere stabilisierende Unterbau-Materialien in den geschützten Wurzelbereich von Bestandsbäumen eingebaut werden, sollte auf die Verwendung von Recyclingmaterial mit Betonantei- len verzichtet werden. Aus Erfahrung ist bekannt, dass diese Materialien einen stark alkalischen pH-Wert (pH > 10) besitzen und bei direktem Wurzelkontakt zu Verätzungen an der Wurzelrinde führen können (siehe auch DIN 18920). Stattdessen sollte auf Natursteinschotter mit einem neutralen pH-Wert zurückge- griffen werden.

Die verbleibenden Bäume im Baufeld sollten während der geplanten Baumaßnahmen einen Schutz gemäß DIN 18920 erhalten. Dazu gehören vor allem der Schutz des Wurzelbereiches vor Abgrabungen, Aufschüt- tungen und mechanischen Beschädigungen sowie ein Stammschutz. Es wird empfohlen, für die Dauer der Baumaßnahmen einen Sachverständigen mit der ökologischen Baubegleitung zu beauftragen, der sich mit Kontrollen, Beratungen und Dokumentation zum Baumschutz befasst.

Die verbleibenden Bäume unterliegen auch zukünftig den rechtlichen und fachlichen Anforderungen an die Verkehrssicherheit. Sie sollten mindestens 1x jährlich visuell und unter Zuhilfenahme einfacher Werkzeuge vom Boden aus kontrolliert werden (jährlich wechselnd im belaubten und unbelaubten Zustand) sowie zu- sätzlich nach extremen Witterungsereignissen (FLL 2010, FLL 2013). Eine besondere Aufmerksamkeit er- fordern die Platanen hinsichtlich der Kontrolle auf die Massaria-Krankheit. Den übergebenen Katasterunter- lagen ist zu entnehmen, dass dies bereits geschieht.

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E – Haltestelle Stadtkrone Ost

1 2 4 3 5 7 6 8 9 11 10 25 12 24 13 23 15 14 20 21 22 18 19 17 16

Abb. 18: Haltestelle Stadtkrone Ost mit den zu beurteilenden Bäumen

Foto 131: Übersicht. Haltestelle Stadtkrone Ost.

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Foto 132: Übersicht. Nördliche Baumreihe an der Haltestelle Stadtkrone Ost (Blick in Richtung Westen).

Foto 133: Übersicht. Südliche Baumreihe an der Haltestelle Stadtkrone Ost (Blick in Richtung Osten).

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Tabelle 5: Dortmund, Westfalendamm, Stadtkrone Ost, Einzelbaumbeurteilungen

Baum- Nr.BaumartStamm ØBaum- höheKronen- ansatzKronen ØVitalitätZustandErhaltReststand- zeitVorschäden/ Empfehlungen (fett gedruckt)
1Esche48 cm15 m4 m10 m21Ja> 10 JahreKeine
2Winter- Linde55 cm18 m8 m15 m21Ja> 10 Jahre2x große Astungswunden (in ca. 3-3,5 m Höhe)
3Winter- Linde29 cm18 m3,5 m8 m22Ja> 10 JahreZwiesel am Kronenansatz, Stammschaden (50 x 20 cm)
4Krim- Linde56 cm19 m5,5 m10 m22Ja> 10 JahreZwiesel am Kronenansatz, Astungswunden mit Höh- lungen
5Winter- Linde32 cm17 m5 m9 m21Ja> 20 JahreAstungswunden
6Linde25 cm11 m4 m8 m21Ja> 20 JahreStockaustriebe, Astungswunden
7Winter- Linde52 cm18 m6,5 m12 m22Ja> 10 JahreAstungswunden mit Morschungen
8Linde36 cm11 m5,5 m7 m21Ja> 20 JahreStockaustriebe, Astungswunden
9Linde30 cm10 m6,5 m6 m21Ja> 20 JahreStock- und Stammaustriebe, Astungswunden
10Linde36 cm11 m5,5 m6 m22Ja> 10 JahreStockaustriebe, 2x Stammschaden
11Winter- Linde10 cm5 m3 m2,5 m21Ja> 20 JahreStockaustriebe, Astungswunden

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Baum- Nr.BaumartStamm ØBaum- höheKronen- ansatzKronen ØVitalitätZustandErhaltReststand- zeitVorschäden/ Empfehlungen (fett gedruckt)
12Winter- Linde17 cm8 m4 m3 m21Ja> 20 JahreStockaustriebe, Astungswunden
13Winter- Linde17 cm9 m4,5 m3 m21Ja> 20 JahreAstungswunden
14Linde27 cm11 m7 m4 m21Ja> 20 JahreStockaustriebe, Astungswunden
15Winter- Linde16 cm9 m5,5 m3,5 m21Ja> 20 JahreAstungswunden
16Winter- Linde55 cm16 m2,5 m9 m21Ja> 20 JahreZwiesel am Kronenansatz, Stockaustriebe, Astungs- wunden
17Winter- Linde40 cm18 m4,5 m10 m21Ja> 20 JahreAstungswunden mit Höhlung, Zwiesel am Kronenan- satz
18Winter- Linde40 cm19 m8 m10 m21Ja> 20 JahreStockaustriebe, Astungswunden
19Winter- Linde51 cm21 m4 m10 m21Ja> 10 JahreZwiesel am Kronenansatz, Astungswunden, Kronen- sicherung vorhanden
20Winter- Linde45 cm20 m4 m9 m31Ja> 10 JahreZwiesel am Kronenansatz mit Rindenauffälligkeiten, Kronensicherung vorhanden, Baumscheibenabde- ckung angehoben
21Winter- Linde44 cm19 m9 m9 m21Ja> 10 JahreAstungswunden, Baumscheibenabdeckung angeho- ben
22Winter- Linde51 cm18 m4,5 m10 m21Ja> 10 JahreStockaustriebe, Zwiesel am Kronenansatz, Astungs- wunde mit Höhlung am Kronenansatz
23Winter- Linde50 cm19 m5,5 m10 m21Ja> 10 JahreStockaustriebe, Astungswunden, Krone seitlich ein- gekürzt

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Baum- Nr.BaumartStamm ØBaum- höheKronen- ansatzKronen ØVitalitätZustandErhaltReststand- zeitVorschäden/ Empfehlungen (fett gedruckt)
24Winter- Linde42 cm17 m6 m10 m31Ja> 10 JahreAstabbruchstelle mit losem Ast, Astungswunden mit Höhlung/ losen Ast beseitigen
25Winter- Linde36 cm18 m5,5 m9 m22Ja> 10 JahreStock- und Stammaustriebe, Astungswunden am Stamm

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Fotodokumentation: Dortmund, Westfalendamm, Stadtkrone Ost, Einzelbäume

Foto 134: Übersicht. Baum 1 am Standort Stadtkrone Ost.

Foto 135: Übersicht. Baum 2 am Standort Stadtkrone Ost.

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Foto 136: Übersicht. Baum 3 am Standort Stadtkrone Ost.

Foto 137: Übersicht. Baum 4 am Standort Stadtkrone Ost.

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Foto 138: Übersicht. Baum 5 am Standort Stadtkrone Ost.

Foto 139: Übersicht. Baum 6 am Standort Stadtkrone Ost.

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Foto 140: Übersicht. Baum 7 am Standort Stadtkrone Ost.

Foto 141: Übersicht. Baum 8 am Standort Stadtkrone Ost.

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Foto 142: Übersicht. Baum 9 am Standort Stadtkrone Ost.

Foto 143: Übersicht. Baum 10 am Standort Stadtkrone Ost.

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Foto 144: Übersicht. Baum 11 am Standort Stadtkrone Ost.

Foto 145: Übersicht. Baum 12 am Standort Stadtkrone Ost.

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Foto 146: Übersicht. Baum 13 am Standort Stadtkrone Ost.

Foto 147: Übersicht. Baum 14 am Standort Stadtkrone Ost.

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Foto 148: Übersicht. Baum 15 am Standort Stadtkrone Ost.

Foto 149: Übersicht. Baum 16 am Standort Stadtkrone Ost.

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Foto 150: Übersicht. Baum 17 am Standort Stadtkrone Ost.

Foto 151: Übersicht. Baum 18 am Standort Stadtkrone Ost.

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Foto 152: Übersicht. Baum 19 am Standort Stadtkrone Ost.

Foto 153: Übersicht. Baum 20 am Standort Stadtkrone Ost.

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Foto 154: Übersicht. Baum 21 am Standort Stadtkrone Ost.

Foto 155: Übersicht. Baum 22 am Standort Stadtkrone Ost.

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Foto 156: Übersicht. Baum 23 am Standort Stadtkrone Ost.

Foto 157: Übersicht. Baum 24 am Standort Stadtkrone Ost.

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Foto 158: Übersicht. Baum 25 am Standort Stadtkrone Ost.

An der Haltestelle Stadtkrone Ost stehen · die Bäume 1 bis 15 in einem Grünstreifen zwischen Fahrbahn Nordseite und den Gleisen, · die Bäume 16 bis 19 in einem Grünstreifen zwischen den Gleisen, · die Bäume 20 bis 25 in separaten Baumscheiben auf dem Bahnsteig.

Das heißt, die vorhandenen Bäume stehen gegenwärtig unter sehr verschiedenen Standortbedingungen im Bereich der Haltestelle Stadtkrone Ost.

Bei den beurteilten Bäumen handelt es sich im genannten Bereich fast ausschließlich um Linden verschie- dener Arten. Die Bäume befinden sich alle in der Reifephase (> 15 Jahre und < 50 Jahre; 25 Bäume).

Alle beurteilten Bäume sind derzeit grundsätzlich erhaltenswürdig. 13 Bäume könnten ihre Funktionen am Standort unter unveränderten Standortbedingungen noch mittelfristig erfüllen (> 10 Jahre Reststandzeit) und 12 Bäume könnten dies noch langfristig erfüllen (> 20 Jahre Reststandzeit).

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Abb. 19: Haltestelle Stadtkrone Ost, Schematische Darstellung der Vitalität der Bestandsbäume.

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Abb. 20: Haltestelle Stadtkrone Ost, Schematische Darstellung des Zustandes der Bestandsbäume.

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Abb. 21: Haltestelle Stadtkrone Ost, Schematische Darstellung der Reststandzeit der Bestandsbäume.

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Fachliche Würdigung Haltestelle Stadtkrone Ost

Im Bereich der Haltestelle Stadtkrone Ost verläuft die nördliche Gleistrasse aus westlicher Richtung kom- mend in Richtung Osten zwischen der Allee und die südliche Gleistrasse durchweg südlich der Allee. Die Allee besteht im gesamten Untersuchungsteil an der Haltestelle Stadtkrone Ost aus verschiedenen Linden- Arten mit unterschiedlichem Alter und einer Esche (Baum 1). Die untersuchten 25 Bäume sind grundsätz- lich alle erhaltenswürdig und könnten ihre Funktionen ohne eine Umsetzung der Bauabsicht vor Ort noch mindestens mittelfristig, teilweise langfristig erfüllen.

Es waren an den untersuchten 25 Bäumen derzeit nur an einem Baum sichtbare Einschränkungen der Ver- kehrssicherheit (Bruchsicherheit) zu erkennen. Es handelt sich um den Baum 24 (lose hängender Ast). Die- ser Ast sollte innerhalb von 2 Wochen beseitigt werden. Ansonsten befinden sich die Bäume in einem guten bis akzeptablen Pflegezustand. Als Hauptdefekte sind an diesen Bäumen vor allem Astungswunden zu er- kennen sowie die typischen Zwiesel bei Silber-Linden und Stockaustriebe an den Linden. Die Beseitigung von Stockaustrieben an den Linden sollte regelmäßig erfolgen, um bei Baumkontrollen einen ungehinderten Blick auf den Stammfuß zu haben (Gefahr Brandkrustenpilz erkennen).

Die Linden westlich der Haltestelle Stadtkrone Ost bilden mit der anschließenden Allee in Richtung Westen ein wertvolles Allee-Ensemble und sollten erhalten werden (Bäume 8 bis 19). Die Bäume 1 bis 7 und 20 bis 25 stehen im unmittelbaren Bereich der Haltestelle Stadtkrone Ost (teilweise auf dem Bahnsteig). Wenn eine bauliche Umgestaltung der Haltestelle Stadtkrone Ost durchgeführt wird, sollte sich dies möglichst auf den Bereich der bestehenden Haltestelle erstrecken.

Bei einer baulichen Umgestaltung der Haltestelle Stadtkrone Ost dürften die im Baufeld stehenden Bäume 1 bis 7 und 20 bis 25 (13 Stück) nicht sinnvoll zu erhalten sein. Diese Bäume stehen entweder sehr dicht neben dem bestehenden Gleisbett oder in separaten Baumscheiben auf dem Bahnsteig. Bei den geplanten Baumaßnahmen muss damit gerechnet werden, dass erhebliche Eingriffe in den Wurzelbereich dieser Bäu- me erfolgen (Abgrabungen, mechanische Beschädigungen, Anhebung des Höhenniveaus im Bahnsteigbe- reich, zusätzliche Versiegelungen). Diese Eingriffe hätten sowohl unmittelbare, kurzfristige Folgen für die Verkehrssicherheit (Standsicherheit) als auch mittelfristige negative Folgen für die Vitalität, den Zustand und die Reststandzeit der betroffenen Bäume.

Begründungen: Die Wurzeln der Bäume haben sich über lange Zeiträume an eine bestimmte Situation am Standort angepasst (Bodenluftgehalt in bestimmten Wurzeltiefen, Versiegelungsgrad des Wurzelbereiches, statische Anpassung an Auflasten und seitliche Einschränkungen durch bauliche Elemente im Boden). Wenn im Wurzelbereich dieser Bäume nun bauliche Veränderungen vorgenommen werden, um eine Erneuerung der Bahnsteigbereiche durchzuführen und Barrierefreiheit herzustellen (Anhebung des Bahnsteigniveaus, Versiegelung bisher unversiegelter Bodenoberflächen, Einbau eines Fahrstuhls usw.), werden die Eingriffe in den Wurzelbereich dieser Bäume als so stark angesehen, dass ihr Erhalt aus fachlicher Sicht als nicht sinnvoll erscheint. Als geschützter Wurzelbereich gilt die Bodenfläche unter der Kronentraufe von Bäumen zuzüglich 1,50 m nach allen Seiten. Außerdem setzen viele der Baumkronen bei den Linden relativ niedrig an (Kronenansatzhöhen sehr unter- schiedlich zwischen 3,5 m und 9 m). Die Bäume in der Reife- und Altersphase haben zudem ausladende Kronen (Kronendurchmesser bis 15 m. Deshalb ist auch der oberirdische Arbeitsraum für Kräne, große Bagger und zum evtl. Einsetzen von Spundwänden während des Ausbaus im unmittelbaren Haltestellenbe- reich sehr begrenzt.

Bei dem Baum 11 handelt es sich um einen Jungbaum, der verpflanzt werden könnte. Grundsätzlich sind alle Jungbäume bis etwa zum 10. bis 15. Standjahr ohne größere Probleme mit der entsprechenden Tech-

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nik und nachsorgenden Pflege zu verpflanzen. Auch ältere Bäume können u.U. noch verpflanzt werden. Dabei steigt jedoch das Ausfallrisiko artspezifisch mit zunehmender Standzeit und in Abhängigkeit von den Standortbedingungen am alten und am neuen Standort enorm an.

In dem Abschnitt mit Linden sollten auch wieder Linden nachgepflanzt werden. Wenn Wert auf eine große Einheitlichkeit gelegt wird, sollte auf die Winter-Linden-Sorte Greenspire (Tilia cordata Greenspire) zurück- gegriffen werden. Eine Neupflanzung von Bäumen (hier: Linden) bietet sich jedoch nur in Bereichen an, die eine ausreichende Entwicklungsmöglichkeit für die neuen Bäume besitzen (keine direkte Konkurrenz von Altbäumen in zu kleinen Lücken).

Grundsätzlich ist es möglich, auch zukünftig Bäume auf den neuen Bahnsteigen in separaten Baumscheiben zu pflanzen und zu etablieren. Dies ist beim Neubau der Haltestelle Friedhof nicht erfolgt, kann aber bei der baulichen Umgestaltung der Haltestelle Stadtkrone Ost in Betracht kommen. Dazu ist es jedoch erforder- lich, zusätzliche Aufwendungen zu treffen. Es müssen Baumgruben mit mindestens 12 m² Rauminhalt und anschließendem durchwurzelbarem Raum geschaffen werden, die mit einem speziellen Baumsubstrat ge- füllt werden (z.B. überbaubares Baumsubstrat Baugrubenbauweise II gemäß FLL 2010). Eine Baumschei- benabdeckung mit Betongitterrosten hat sich bei Platanen nicht bewährt wie an mehreren Haltestellen zu sehen ist. Diese Elemente sind von flach verlaufenden Wurzeln oder einem verbreiterten Wurzelstock im Laufe der Jahre angehoben und beschädigt worden. Vielmehr sollten offene Baumscheiben mindestens in einer Ausdehnung von 2 x 2 m (besser: 3 x 3 m) angelegt und mit Baumgitterrosten aus Metall abgedeckt werden. Der seitliche Abstand neu gepflanzter Bäume sollte bei Linden 10-12 m nicht unterschreiten.

Wenn Tragschichten oder andere stabilisierende Unterbau-Materialien in den geschützten Wurzelbereich von Bestandsbäumen eingebaut werden, sollte auf die Verwendung von Recyclingmaterial mit Betonantei- len verzichtet werden. Aus Erfahrung ist bekannt, dass diese Materialien einen stark alkalischen pH-Wert (pH > 10) besitzen und bei direktem Wurzelkontakt zu Verätzungen an der Wurzelrinde führen können (siehe auch DIN 18920). Stattdessen sollte auf Natursteinschotter mit einem neutralen pH-Wert zurückge- griffen werden.

Die verbleibenden Bäume im Baufeld sollten während der geplanten Baumaßnahmen einen Schutz gemäß DIN 18920 erhalten. Dazu gehören vor allem der Schutz des Wurzelbereiches vor Abgrabungen, Aufschüt- tungen und mechanischen Beschädigungen sowie ein Stammschutz. Es wird empfohlen, für die Dauer der Baumaßnahmen einen Sachverständigen mit der ökologischen Baubegleitung zu beauftragen, der sich mit Kontrollen, Beratungen und Dokumentation zum Baumschutz befasst.

Die verbleibenden Bäume unterliegen auch zukünftig den rechtlichen und fachlichen Anforderungen an die Verkehrssicherheit. Sie sollten mindestens 1x jährlich visuell und unter Zuhilfenahme einfacher Werkzeuge vom Boden aus kontrolliert werden (jährlich wechselnd im belaubten und unbelaubten Zustand) sowie zu- sätzlich nach extremen Witterungsereignissen (FLL 2010, FLL 2013).

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  1. Anhang

Zitierte Quellen

DIN 18916 – Vegetationstechnik im Landschaftsbau. Pflanzen und Pflanzarbeiten. 2002.

DIN 18920 – Vegetationstechnik im Landschaftsbau. Schutz von Bäumen, Pflanzenbeständen und Vegeta- tionsflächen bei Baumaßnahmen. 2014.

Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau – FLL 2006: Zusätzliche Technische Ver- tragsbedingungen und Richtlinien für Baumpflege. ZTV-Baumpflege, Bonn.

Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau – FLL 2010: Richtlinien für Regelkontrollen zur Überprüfung der Verkehrssicherheit von Bäumen. Baumkontrollrichtlinien, Bonn.

Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau – FLL 2010: Empfehlungen für Baumpflan- zungen. Teil 2: Standortvorbereitungen für Neupflanzungen; Pflanzgruben und Wurzelraumerweiterung, Bauweisen und Substrate. Bonn.

Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau – FLL 2013: Richtlinien für eingehende Untersuchungen zur Überprüfung der Verkehrssicherheit von Bäumen. Baumuntersuchungsrichtlinien, Bonn.

GALK – Gartenamtsleiterkonferenz, Arbeitskreis Stadtbäume (Hrsg.) 2002: Empfehlungen für die Beurtei- lung von Bäumen in der Stadt.

Anlage

· Zustandsbeurteilung nach GALK (2002)

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GALK – Gartenamtsleiterkonferenz, Arbeitskreis Stadtbäume (Hrsg.): "Empfehlungen für die Beurteilung von Bäumen in der Stadt" (2002)

Für Maßnahmen der Baumpflege, Baumsanierung, Baumerhaltung und Baumwertberechnung ist eine Beur- teilung des Zustandes der Bäume erforderlich. Sichtbare Schadensmerkmale sind in der Regel für eine Baumbeurteilung ausreichend.

Ausgangspunkt aller Untersuchungen ist der gesunde Baum, der sich arttypisch entwickelt hat. Demnach ist zuerst der Habitus des Baumes, bezogen auf ein Wachstum mit "normal" verlaufenden Funktionen zu beur- teilen. Eine allgemeingültige Definition mit messbaren Absolutwerten gibt es jedoch nicht. Die Beurteilung ist abhängig von der Baumart und dem Baumumfeld. Um eine möglichst einheitliche Beurteilung von Baumschäden zu erreichen, wurden diese Empfehlungen zur Schadstufenbestimmung erarbeitet. Sie orien- tiert sich an den bisher üblichen allgemeinen Aussagen über Schäden an Bäumen und an den Empfeh- lungen zum Erkennen von Waldschäden.

Schadens- und Vitalitätsbestimmungen von Bäumen stimmen zwar in vielen Fällen, aber nicht immer über- ein. Erkennbare Schäden im Wurzel-, Stamm- oder Kronenbereich sind bei Schadensbeurteilungen in an- gemessener Weise zu berücksichtigen, müssen aber nicht die Baumvitalität negativ beeinflussen. Zum Beispiel kann ein hohler Baum, der vital erscheint, wegen Bruchgefahr eine hohe Schadstufe errei- chen. Bei einer Schadensbeurteilung muss vom derzeitigen Zustand ausgegangen werden, die Vitalitätsbe- urteilung soll dagegen die Entwicklungsmöglichkeiten des Baumes beurteilen.

SchadstufeSchädigungs- gradAllgemeiner Baumzustand
0 gesund bis leicht ge- schädigt0 – 10%Wachstum und Entwicklung arttypisch, volle Funktionserfüllung, gute Vitalität
1 leicht bis mittelstark geschädigt> 10 – 25%Wachstum und Entwicklung ausreichend, eingeschränkte Funktionserfüllung, nachlassende Vitalität
2 mittelstark bis stark geschädigt> 25 – 60%Wachstum und Entwicklung gestört, deutlich eingeschränkte Funktionserfüllung
3 stark bis sehr stark ge- schädigt> 60 – 90%Wachstum und Entwicklung erheblich gestört, Vitalität nicht mehr ausreichend, schwere Beeinträchtigung der Funktionserfüllung
4 absterbend bis tot> 90 – 100%Vitalität kaum oder nicht mehr feststellbar

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