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Signaturtool für Outlook

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 19.10.2026, 11:29 (Europe/Berlin)

Herkunft: www.vergabe-westfalen.de

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Lastenheft für das neue Produkt für einen E-Mail-Footer

1. Einleitung und Zielsetzung
Momentan haben wir eine Eigenentwicklung im Einsatz, die dem User eine
Signatur in Outlook bereitstellt. Diese Signatur kann über eine Weboberfläche
vordefiniert und mit Platzhaltern versehen werden. Über eine kleine
Anwendung auf dem Client, die ähnlich wie ein Anmeldescript fungiert, wird
die Signatur vom Server abgerufen und die Platzhalter werden über Daten aus
dem ActiveDirectory ersetzt. Diese Clientseitige Software verteilen wir über
unsere Softwareverteilung mit den dazugehörigen Config-Files.
Da die bisherige Software nur eine Signatur für Outlook zur Verfügung stellen
kann, gibt es keine Möglichkeit für die ActiveSync-Geräte oder andere
Systeme auf diese Signatur zuzugreifen. Der Aufwand die bisherige
Eigenentwicklung, um diese Möglichkeit zu erweitern wurde als zu hoch
eingeschätzt und zusätzlich entspricht eine Solche Applikation dann nicht
mehr dem Kerngeschäft unseres Unternehmens.
Aus diesem Grund wird eine Ausschreibung erstellt, über die eine Software mit
den entsprechenden Kriterien gesucht wird. Als Rechenzentrum möchten wir
unseren Kunden dadurch ein Produkt mit besserer Skalierbarkeit anbieten, da
dies durch die Eigenentwicklung ebenfalls nicht abgedeckt werden konnte.
Wir haben aktuell 3 unterschiedlich aufgebaute On-Prem Exchange-
Strukturen, für die das neue Produkt eingesetzt werden soll.
1. Umgebung: Es gibt nur eine AD-Domäne, in die die zwei Exchange Server
installiert sind. Hier werden die Postfächer unseres Unternehmens, aber
auch welche von Kunden gehostet. Die Postfächer sind als Linked
Mailboxes angelegt und die entsprechenden ADs, in denen die Accounts
liegen, mit denen die User arbeiten, werden über eine Vertrauensstellung
angebunden.
Keiner der Kunden hat direkten Zugriff auf das Exchange-Admin-Center
oder per Remote-PowerShell auf die Exchange-Server.
2. Umgebung: Es gibt einen Forest mit 13 Domänen. In einer zentralen
Domäne sind unsere 6 Exchange Server installiert. Die Kunden, die jeweils

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eine eigene Domäne besitzen, werden auf diesen Exchange Servern
gehostet. Die Postfächer hier werden als “normale” User Mailboxes
angelegt. Die Administratoren der Kunden haben Zugriff über das
Exchange-Admin-Center Zugriff auf diese Umgebung und haben die
Möglichkeit z.B. Postfächer anzulegen, Verteiler zu pflegen o.ä.
3. Umgebung: Die Umgebung besteht aus einem Forest aus 43 Domänen.
Hier haben wir 4 zentrale Exchange Server und 14 dezentrale Exchange
Server. Ein Großteil der Kunden wird auf den zentralen Servern gehostet,
vereinzelt haben Kunden einen eigenen Server gefordert.
Diese Exchange Server sind, aufgrund von Firewalls, so aufgebaut, dass
die zentralen Exchange-Server das Zentrum einer Sternstruktur bilden und
die dezentralen Exchange Server nicht direkt miteinander kommunizieren
können. Auch hier haben die Kunden Zugriff auf das Exchange-Admin-
Center und können dort z.B. Postfächer anlegen, Verteiler pflegen usw.
2. Funktionale Anforderungen (WAS das Produkt tun muss)
Die Software muss folgende Funktionen und Merkmale unterstützen:
o Die Software muss Signaturen an E-Mails anbringen, unabhängig
davon, ob ein lokaler Client, ein ActiveSync-Gerät oder separate
Software verwendet wird.
o Die Software muss Mandantenfähig sein.
o Es muss eine Verwaltungskonsole geben, die unabhängig vom
Exchange-Server nutzbar ist.
o Bilddaten müssen eingebettet sein, um die Mailgröße klein zu halten
und keine Download-Links zu generieren.
o Platzhalter für AD-Attribute müssen unterstützt werden.
o Die Software muss Zero-Touch für Endanwender unterstützen.
o Es muss eine rollenbasierten Rechteverwaltung geben.
o Es muss neben einer Zuweisung auf Basis von ActiveDirectory
Gruppen, auch eine Filterfunktion für einzelne AD-Attribute geben, um
separate Signaturzuweisungen vornehmen zu können.

Die Zielgruppe für die Verwaltung der Anwendung liegt primär bei Marketing-

Mitarbeitern, die das Corporate Design und wechselnde Werbeelemente in

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den E-Mail-Footer einbringen wollen. Diese Gruppe verwendet in erster Linie

den Editor der Software.

3. Nicht-funktionale Anforderungen (WIE das Produkt sein muss)
Die Software muss diese Anforderungen erfüllen:
o Das Produkt muss mit Microsoft Exchange kompatibel sein.
o Die Verwaltungssoftware muss ausgehend vom Client, unabhängig
vom IP-Adressbereich, die Exchange-Server erreichen können.

o Anforderungen an die vom Produkt geforderten Komponenten

▪ Sofern für den Betrieb der Lösung serverseitige Komponenten

erforderlich sind, müssen diese unter Windows Server 2025,

SUSE Linux Enterprise oder Debian betrieben werden können.

Alternativ kann die Bereitstellung in Form von Docker-Containern

erfolgen.

▪ Der Betrieb der Komponenten erfolgt ausschließlich auf On-

Prem Infrastruktur. Ein direkter oder indirekter unbeaufsichtigter

Zugriff auf diese Infrastruktur ist nicht vorgesehen.

▪ Sofern für den Betrieb externe Datenbanken erforderlich sind,

dürfen ausschließlich Microsoft SQL Server, Oracle Database

oder PostgresSQL eingesetzt werden.

o Die Kommunikation der Software muss TLS verschlüsselt sein.
4. Lieferumfang und Rahmenbedingungen
Für die Einführung eines zentralen Outlook-Signaturmanagements wird im
Rahmen des ausgeschriebenen Rahmenvertrags (Laufzeit 4 Jahre) zunächst
ein Bedarf von ungefähr 500 Lizenzen vorgesehen. Darüber hinaus sollen
während der Vertragslaufzeit bei Bedarf weitere Lizenzen abgerufen werden
können. Der voraussichtliche Gesamtbedarf wird auf bis zu 4.000 Lizenzen
geschätzt, wobei kein Anspruch auf vollständigen Abruf dieser Menge besteht.
Die Bereitstellung zusätzlicher Lizenzen erfolgt im Rahmen der im
Rahmenvertrag definierten Abrufbedingungen. Der Auftragnehmer hat
sicherzustellen, dass die vereinbarten Leistungen und Lizenzen während der

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gesamten Vertragslaufzeit zu den vertraglich festgelegten Konditionen

bereitgestellt werden können.

Sofern Schulungsleistungen für Administratoren erforderlich werden, können

diese als optionale Leistungen Bestandteil des Rahmenvertrags sein oder

über entsprechende Einzelabrufe beauftragt werden.

Der Ausschreibung ist dieser Teilnahmewettbewerb vorgeschaltet, um über die

entsprechenden Kriterien (siehe Anlage „Eignungskriterien zum

Teilnahmewettbewerb“) den Bieterkreis auf maximal 3 teilnehmende Anbieter

zu begrenzen.

Auswahlkriterien und Vorgehen bei Punktgleichheit:

Die Auswahl der Teilnehmer erfolgt anhand der in den Vergabeunterlagen

definierten Eignungskriterien und deren Matrix-Bewertung (Punkteverfahren).

Es werden die 3 punktbesten Bewerber ausgewählt.

Sollte es bei der Ermittlung der 3 punktbesten Bewerber zu einer

Punktgleichheit kommen, gilt folgende Regelung:

Zulassung bei Punktgleichheit: Alle Bewerber, die auf dem letzten

qualifizierenden Platz die gleiche Punktzahl erreichen, werden zur

Angebotsabgabe zugelassen. Dies gilt auch dann, wenn dadurch die

festgelegte Maximalzahl von 3 Teilnehmern überschritten wird.

Ein Losverfahren zur Bereinigung von Punktgleichheiten auf dem letzten

Qualifikationsrang wird für diesen Fall ausgeschlossen.

Im Rahmen der Ausschreibung ist die Software seitens des Bieters für eine

Teststellung bereitzustellen (in vollen Funktionsumfang), um technische

Aspekte und die Usability der Anwendung weitergehend bewerten zu können.

Die Terminierung erfolgt nach Einstellung der Ausschreibung.

Für die Teststellung, die Erstellung der Teilnahmeanträge und Angebote wird

weder eine Vergütung noch eine Kostenerstattung gewährt. Mit Abgabe eines

Teilnahmeantrages/Angebotes erklärt sich der Bieter mit dieser Regelung

einverstanden.

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Die Angebote, Teilnahmeanträge und Qualifikationsnachweise sind in

deutscher Sprache einzureichen.

Wenn Sie zur Angebotsphase zugelassen worden sind, gilt für das

abzugebende Angebot:

Das endgültige Angebot stellt die Bewertungsgrundlage für die Ermittlung der

Wirtschaftlichkeit dar und ergibt in Verbindung mit der erreichten Punktzahl

aus den Leistungskriterien die Grundlage zur Zuschlagserteilung. Preis und

Produktqualität werden hierbei in einem Verhältnis Produktqualität 60 %,

Preis 40 %, bewertet.

Formel:

Alle Unterlagen dieser Ausschreibung