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Bericht Schallschutz Lph 4
Objekt Jugendbauhütte Johannistal Wagner-Regeny-Allee 9 12487 Berlin
Bauherr Deutsche Stiftung Denkmalschutz Brüderstraße 13 10178 Berlin
Nutzer Internationale Jugendgemeinschaftsdienste (IJGD) Glogauer Straße 21 10999 Berlin
Architekt
Projekt 22/063
Gegenstand des Berichts Nachweis baulicher Schallschutz
Bearbeiter
Der Bericht umfasst Seite 01 bis
Anlagen -
Berlin, den 21.10.2025
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Datum: Okt. 2025
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Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung / Grundlagen .............................................................................................................................................. 3 I.1. Vorbemerkung und Grundlagen ........................................................................................................................ 3 I.2. Objekt- und Konstruktionsbeschreibung ............................................................................................................ 4 I.3. Emissionseintrag Arbeitsgeräte ......................................................................................................................... 7 I.4. Regelwerke und Normen ................................................................................................................................... 7 I.5. Arbeitsgrundlagen ............................................................................................................................................. 7 I.6. Begriffsdefinition ................................................................................................................................................ 8
II. Anforderungen ........................................................................................................................................................... 8 II.1. Außenlärm ......................................................................................................................................................... 9 II.2. Zusammenfassung Anforderungen ................................................................................................................. 10 II.2.1. Regelausbau .......................................................................................................................................... 10 II.2.2. Erweiterter Ausbau Hochebene Achse 1-10 ........................................................................................... 11
III. Grundwerte und Bauteilaufbauten ........................................................................................................................... 12 III.1. Türen ............................................................................................................................................................... 12 III.2. Trennwand Büro / Hochlager ........................................................................................................................... 12 III.3. Trennwand Sozialraum / Hochlager ................................................................................................................ 13 III.4. Außenwand ..................................................................................................................................................... 14 III.5. Dach ................................................................................................................................................................ 15 III.6. Fenster ............................................................................................................................................................ 16 III.7. Anschlussdetails .............................................................................................................................................. 16
IV. Nachweise ............................................................................................................................................................... 16
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I. Einleitung / Grundlagen
I.1. Vorbemerkung und Grundlagen
ZRS Ingenieure wurden mit der Erstellung des Nachweises zum Schallschutz nach DIN 4109 für den Neubau eines Werkstattgebäudes in der Wagner-Regeny-Allee 9 in 12487 Berlin beauftragt.
Das Gebäude wird als Werkstattgebäude mit Multifunktions- und Versorgungsräumen im Auftrag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz errichtet und soll von den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (IJGD) als Lehrbauhof genutzt werden.
Das Baugrundstück erstreckt sich in nordwestlich- südöstliche Richtung parallel zur S-Bahntrasse S8, S9 und Adlergestell (B96a). Es befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Lokschuppen Berlin Schöneweide.
Abb. I.1 Übersichtsplan Umgebung
Abb. I.2 Übersicht Grundriss
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Abb. I.3: Fassadenansichten
I.2. Objekt- und Konstruktionsbeschreibung
Das L-förmige Gebäude gliedert sich in eine südöstliche eingeschossige Halle und einen nordwestlichen ebenfalls eingeschossigen Seitenflügel.
Die Halle beherbergt einen Multifunktionsbereich / Seminarwerkstatt, eine Mobi-Holzwerkstatt, einen Maschinenraum sowie eine Holzwerkstatt.
Im Seitenflügel sind Erschließung, Sanitäranlagen, ein Sozialraum, eine Schmiede / Metallwerkstatt sowie ein überdachtes Freilager untergebracht.
Von Achse 10 bis 17 sowie A bis B wird ein zusätzliches Geschoss eingezogen, welches einen Sozialraum und ein Büroraum beherbergen. In den Achsen 01 bis 10 soll später ggf. ebenfalls ein Geschoss eingezogen werden um zusätzliche Aufenthaltsräume errichten zu können.
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Abb. I.4: Grundriss EG mit Nutzungseinheiten
Abb. I.5: Grundriss OG, geplantes Zwischengeschoss (rot), nachträgliches Zwischengeschoss (blau)
blau: Werkstatt / besonders laute Räume grün: untergeordnete Räume rot: schutzbedürftige Räume
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Sonstiges
- Der Hallenbereich besitzt ein Sheddach mit unterschiedlichen Neigungen und der Seitenflügel besitzt ein Satteldach.
- Tragende Außenwände werden als Holztafelwände hergestellt.
- Das Gebäude ist nicht unterkellert.
- Nachbarbebauung grenzt nicht unmittelbar an.
Abb. I.6: Schnitt quer Seitenflügel
Abb. I.7: Schnitt längs Seitenflügel
Abb. I.8: Schnitt längs Halle
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I.3. Emissionseintrag Arbeitsgeräte
Angaben: GUS Architekten Ingenieure
Schmiede 1 Schmiedehammer: ca. 99
I.4. Regelwerke und Normen
[1] DIN 4109-1:2016-07 „Schallschutz im Hochbau - Teil 1: Mindestanforderungen“ [2] DIN 4109-2:2016-07 „Schallschutz im Hochbau - Teil 2: Rechnerische Nachweise der Erfüllung der Anforderungen“ [3] DIN 4109-5:2020-00 „Schallschutz im Hochbau - Teil 5: erhöhte Anforderungen“ [4] DIN 4109-31:2016-07 „Schallschutz im Hochbau - Teil 31: Daten für die rechnerischen Nachweise des Schall- schutzes (Bauteilkatalog) – Rahmendokument [5] DIN 4109-32:2016-07 „Schallschutz im Hochbau - Teil 32: Daten für die rechnerischen Nachweise es Schallschutzes (Bauteilkatalog) - Massivbau“ [6] DIN 4109-33:2016-07 „Schallschutz im Hochbau - Teil 33: Daten für die rechnerischen Nachweise des Schall- schutzes (Bauteilkatalog) - Holz-, Leicht- und Trockenbau“ [7] DIN 4109-34:2016-07 „Schallschutz im Hochbau - Teil 34: Daten für die rechnerischen Nachweise des Schall- schutzes (Bauteilkatalog) - Vorsatzkonstruktionen vor massiven Bauteilen“ [8] DIN 4109-35:2016-07 „Schallschutz im Hochbau - Teil 35: Daten für die rechnerischen Nachweise des Schall- schutzes (Bauteilkatalog) - Elemente, Fenster, Türen, Vorhangfassaden“ [9] DIN 4109-36:2016-07 „Schallschutz im Hochbau - Teil 36: Daten für die rechnerischen Nachweise des Schall- schutzes (Bauteilkatalog) - Gebäudetechnische Anlagen“ [10] DIN 4109-4:2016-07 „Schallschutz im Hochbau - Teil 4: Bauakustische Prüfungen“
I.5. Arbeitsgrundlagen
[A] Planstand Sept. 2025 [B] ift Rosenheim, Bauteilkatalog für Holzdecken [C] dataholz.eu [D] Fermacell Produktkatalog [E] „Schallschutz im Holzbau – Grundlagen und Vorbemessung“, Informationsdienst Holz, Holzbauhandbuch Reihe 3, Teil 3, Folge 1, März 2019 [F] „Schallschutz und Raumakustik mit Knauf“, Knauf Bauphysik, 2021 [G] Gutachten Nr. 8242, Institut für Schall- und Schwingungstechnik, Stader Straße 2-4, 21075 Hamburg
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I.6. Begriffsdefinition
Tabelle: Begriffsdefinition gemäß DIN 4109-2
Die Luftschalldämmung eines Bauteils ist umso besser, je größer R’ ist. w Die Trittschalldämmung eines Bauteils ist umso besser, je kleiner L’ ist. n,w
Fenster Das hier angegebene bewertete Fensterschalldämm-Maß entspricht der in DIN EN ISO 717-1 verwendeten Bezeichnung R (Prüfstandsmaß, auch R ). Im Ausschreibungstext ist auf eine eindeutige Formulierung zu achten. w w,P
Die angegebenen Fensterschalldämmungen müssen vom gesamten Fenster inklusive Blend- und Flügelrahmen erreicht werden.
Türen Die angegebenen Türchalldämmungen müssen von der gesamten Tür inklusive Einbaurahmen erreicht werden. Es werden die Werte für die Bestellung R (Schalldämmmaß im Prüfstand) und die Werte R für die Türen im w,p w,R eingebauten Zustand angegeben.
Im Ausschreibungstext ist auf eine eindeutige Formulierung zu achten.
II. Anforderungen
Die in der DIN 4109 festgelegten Mindestwerte gelten nur gegenüber Aufenthaltsräumen in fremden Nutzungs- einheiten. Durch die DIN 4109 wird garantiert, dass die Geräuschbelastung aus fremden Nutzungseinheiten 30 dB(A) nicht überschreitet.
Da wir im gesamten Gebäude nur einen Nutzer haben ziehen wir für die Bemessung der Aufenthaltsräume die Arbeitsplatzverordnung heran.
Des Weiteren wurde durch die Bauherrschaft festgelegt, dass der untere Sozialraum (EG) nur genutzt wird, wenn in den Arbeitsbereichen die Arbeit ruht. Dadurch ergibt sich in den angrenzenden Räumen keine Lärmemission zu den Nutzungszeiten des Sozialraumes.
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Büroarbeitsplatz Um Stress durch Lärm zu vermeiden, sollte ein Lärmpegel von 55 dB(A) nicht überschritten werden. Das entspricht in etwa der Lautstärke eines normalen Gesprächs und gilt als oberste Richtgrenze für "vorwiegend geistige Tätigkeiten".
Sozialraum / Pausenraum Während der Pause darf der durchschnittliche Schalldruckpegel in Pausenräumen aus den Betriebseinrichtungen und dem von außen einwirkenden Umgebungslärm höchstens 55 dB(A) betragen.
II.1. Außenlärm
Gemäß DIN 4109-1 Kapitel 7.1 gilt als Anforderung an den Mindest-Luftschallschutz von Außenbauteilen gegen Außenlärm folgende Anforderungen:
Wir befinden uns maximal im Lärmpegelbereich IV.
Somit liegt R’ = 70 dB – 35 dB bei R’ = 35 dB >30dB w,ges w,ges
Lärm nach außen In Gewerbegebieten dürfen von 6 bis 22 Uhr nicht mehr als 65 dB(A) emittiert werden. Dies wird bei einem Innenschallpegel von maximal 99 dB(A) und einer Fassade mit R’ = 35 dB ebenfalls sichergestellt. w,ges
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II.2. Zusammenfassung Anforderungen
II.2.1. Regelausbau
Grundriss mit Anforderungen R’ ≥ 49 dB (99 dB – 50 dB) (Emissionswert – Schutzziel) w R’ ≥ 35 dB (85 dB – 50 dB) (Emissionswert – Schutzziel) w R ≥ 47 dB (Türen) SK 5 w,R R ≥ 37 dB (Türen) SK 3 w,R R’ ≥ 35 dB (gegen Außenlärm) w,ges
EG
OG
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Teilansicht Schnitt (Architekten) mit Anforderungen R’ ≥ 49 dB (99 dB – 50 dB) (Emissionswert – Schutzziel) w R’ ≥ 35 dB (85 dB – 50 dB) (Emissionswert – Schutzziel) w R’ ≥ 35 dB (gegen Außenlärm) w,ges
II.2.2. Erweiterter Ausbau Hochebene Achse 1-10
Teilansicht Schnitt (Architekten) mit Anforderungen R’ ≥ 49 dB (99 dB – 50 dB) (Emissionswert – Schutzziel) w R’ ≥ 35 dB (85 dB – 50 dB) (Emissionswert – Schutzziel) w R’ ≥ 35 dB (gegen Außenlärm) w,ges
Decke über R’ ≥ 40 dB (90 dB – 50 dB) (Emissionswert – Schutzziel) w EG L‘ ≤ 53 dB n,w
Schnitt
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III. Grundwerte und Bauteilaufbauten
III.1. Türen
Schallschutztüren gehören zu den Funktionstüren. Diese haben weitere bestimmte Eigenschaften, die durch bestimmte Aufbauten, Anbauten, Materialien oder Strukturen erreicht werden.
Schalldämmende Türen werden in folgende Schallschutzklassen eingeordnet.
Lautstärkenreduktion Lautstärkenreduktion erforderlich im Prüfstand im eingebauten Zustand für R R Bauteil w,p w,R
SK 3 mehr als 42 dB 37 dB Tür zw. Sozialr. OG und Lager SK 5 mehr als 52 dB 47 dB Tür zw. Büro und Lager
III.2. Trennwand Büro / Hochlager (Schmiede)
Aufbau Trennbauteil, Skizze aus Architektenplanung
geprüfter Vergleichsaufbau
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Bewertetes direkt Schalldämmmaß: Rw = 70 dB(A) statt 68 dB(A) da freistehende Vorsatzschalen mit einer höheren Masse der Beplankung geplant als im Versuchsaufbau.
Eine Ausführung in Massivausfachung hat weitere ca 4 dB(A) höhere Schalldämmung.
III.3. Trennwand Sozialraum / Hochlager bzw. Holzwerkstatt
Aufbau Trennbauteil, Skizze aus Architektenplanung
geprüfter Vergleichsaufbau
Holzrahmenbau-Wand (gefüllt mit Ziegeln oder Mineralwolle) und einseitiger freistehender Vorsatzschale je Seite.
Bewertetes Schalldämmmaß: Rw = 64 dB(A) statt 61 dB(A) des Prüfaufbaus da beidseitige, freistehende Vorsatzschale und größere Ständertiefe. Es wird die Wand in Ausführung mit Mineralwolle bewertet. Eine Ausführung in Massivausfachung hat eine ca 4 dB(A) höhere Schalldämmung.
Anmerkung zur Planung Architekten: Beplankung Vorsatzschale auf mind. GF 18mm (alternativ GF 10+12,5) erhöhen.
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III.4. Außenwand
Aufbau Trennbauteil, Skizze aus Architektenplanung
geprüfter Vergleichsaufbau
Bewertetes Schalldämmmaß: Rw = 45 dB(A)
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III.5. Dach
Aufbau Trennbauteil, Skizze aus Architektenplanung
geprüfter Vergleichsaufbau
Bewertetes Schalldämmmaß: Rw = 49 dB(A)
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III.6. Fenster
Die Fenster benötigen ein Mindestschalldämmmaß von mindestens R .>33 dB(A). Dieser
w,p
Wert wird von den meisten Standard-Energie-Verglasungen erfüllt.
III.7. Anschlussdetails
Einbindung der Trennbauteile immer in die Anschluss / flankierende Bauteile.
Skizze Anschluss Trennwand / Dach Skizze Anschluss Trennwand Außenwand
IV. Nachweise
Mit den vor genannten Bauteilaufbauten erreichen wir die Anforderungen an den baulichen Schallschutz. Die schalltechnischen Nachweise werden nach Festschreibung der Ausführung ausgeliefert.