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241126_JBH_Konzept_Barrierefrei.pdf

Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination für einen Werkstattneubau

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 07.10.2026, 05:51 (Europe/Berlin)

Herkunft: www.dtvp.de

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KONZEPT BARRIEREFREI ANLAGE ZUR VPU

NEUBAU BAUHOF DER INTERNATIONALEN JUGENDBAUHÜTTE BERLIN

Auftraggeber*in: Deutsche Stiftung Denkmalschutz Brüderstraße 13 10178 Berlin

Objekt: Bauhof der Internationalen Jugendbauhütte Berlin Wagner-Régeny-Allee 9 12487 Berlin-Johannisthal

Erstellt von:

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Inhalt Planliste Anlage Pläne zum Konzept Barrierefrei Vorbemerkung Plangrundlage Architektur Anlass und Aufgabenstellung Nutzer*innen

1 Gesamtkonzept 1.1 Städtebauliche Integration Anbindung an ÖPNV Anbindung an Individualverkehr 1.2 Orientierungs- und Leitsysteme

2 Außenräume 2.1 Wege und Erschließungsflächen außen 2.2 Treppen außen 2.3 Besondere Außenräume Werkhof Möblierung

3 Innenräume (öffentlich zugänglich) 3.1 Flure und Erschließungsflächen innen 3.2 Treppen innen 3.3 Türen 3.4 Alarmierung und Evakuierung 3.5 Bedienelemente und Kommunikationsanlagen 3.6 Multifunktionsbereich / Seminarwerkstatt 3.7 Sanitäranlagen

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Planliste Anlage zum Konzept Barrierefrei: Plan-Nr. Inhalt Maßstab Format Datum BF_2_2001 Barrierefreiheit 1:200 297 x 420 mm 26.11.24 Grundriss EG BF_2_2002 Barrierefreiheit 1:200 297 x 420 mm 26.11.24 Grundriss OG

Vorbemerkung Das Grundstück für den Bauhof der Internationalen Jugendbauhütte Berlin (IJBH) grenzt unmittelbar an das ehemalige Bahnbetriebswerk Schöneweide mit seinem denkmalgeschützten Gebäudebestand. Das Gebiet soll künftig als „DampflokWerk Berlin“ den Eingang zu den in der Umgebung neu entstehenden Stadtquartier markieren und als Identifikationsort mit Schwerpunkt Handwerks- und Bautechniken funktionieren. Durch die Ansiedlung der IJBH wird das Angebot für Jugendliche und Bildung an diesem historisch besonderen Ort gefördert.

Plangrundlage Architektur

– Planstand LP2 Vorabzug, 20.11.2024

Anlass und Aufgabenstellung Die Jugendbauhütte ist in Teilen öffentlich zugänglich und wird in den meisten Bereichen als reine Arbeitsstätte ohne Publikumsverkehr / Besucher*innen genutzt.

Der Neubau ist als L-förmiger, ein- bis zweigeschossiger Baukörper in Holzbauweise geplant. In Richtung des historischen Bahnbetriebswerks öffnet sich der „Werkhof“ der Jugendbauhütte, von wo aus auch die Haupterschließung des Gebäudes erfolgt.

Im Erdgeschoss befinden sich die öffentlich zugänglichen Räume: der Multifunktionsbereich / Seminarwerkstatt, der Pausenraum mit Küchenzeile sowie die angrenzenden Sanitärräume. Außerdem befinden sich dort die Holzwerkstatt mit Maschinenraum, die Schmiede / Metallwerkstatt sowie Lager- und Technikflächen. Diese Räume werden als Arbeitsstätte von der Jugendbauhütte genutzt und sind nicht öffentlich zugänglich.

Im 1. Obergeschoss befinden sich weitere ausschließlich von der IJBH genutzten Räume: der Pausenraum, das Büro sowie Lager- und Erweiterungsflächen.

Das Konzept Barrierefrei bezieht sich auf den geplanten Neubau der Jugendbauhütte mit dem unmittelbar angrenzenden Außenraum. Die Situation auf dem Gesamtgebiet des DampflokWerk Berlin und den dortigen Bestandsgebäuden ist nicht Gegenstand dieses Konzeptes.

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Nutzerinnen Der Neubau der IJBH wird überwiegend durch die Jugendbauhütte selbst, also Jugendliche im Alter von 16-26 Jahren sowie deren Anleiterinnen (Handwerkerinnen / Restauratorinnen) genutzt. Gemäß Abstimmung mit den Nutzerinnen und der Bauherrin werden die ausschließlich durch die IJBH als reine Arbeitsstätte genutzten Bereiche im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss nicht barrierefrei geplant. Die öffentlich zugänglichen Bereiche im Erdgeschoss werden sowohl durch die IJBH als auch durch externe Nutzerinnen genutzt z.B. von / für: Schulklassen, Seminare, Workshops, Mitmachaktionen, Firmenfeiern etc. Diese Bereiche werden demnach als öffentlich zugängliche Räume und Anlagen barrierefrei geplant.

KONZEPT BARRIEREFREI

1 Gesamtkonzept Der L-förmige Baukörper orientiert sich mit dem Werkhof in Richtung DampflokWerk. Die Fassade in Richtung Straße ist eher geschlossen, die Fassade Richtung Werkhof und Gleisanlagen hingegen eher transparent gestaltet. Von dort aus markiert ein Vordach den Haupteingang der IJBH. Ein stufen- und schwellenloser Zugang von der straßenseitigen Grundstücksgrenze zum Gebäude ist sicherzustellen (z.B. Bordsteinabsenkung).

Abbildung: Apple Karten, aufgerufen am 26.11.2024. 1.1 Städtebauliche Integration

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Anbindung an ÖPNV Die nächstgelegene S-Bahn-Haltestelle Johannisthal ist ca. 300 m entfernt. Die Haltestelle ist in Richtung Wagner-Régeny-Allee nicht barrierefrei nutzbar. Es sind Aufzüge in Richtung Adlergestell und zu den Bahngleisen vorhanden. In Richtung Wagner-Régeny- Allee wird die S-Bahn-Haltestelle derzeit nur mit einer Treppe erschlossen.

Die nächstgelegen Tram-Haltestellen sind 550 m (Benno-König-Straße) bzw. 650 m (Landfliegerstraße) entfernt.

Anbindung an Individualverkehr Gem. AV-Stellplätze vom 16. Juni 2021, Anlage 1, ist 1 barrierefreier PKW-Stellplatz herzustellen. Es ist ein Stellplatz mit den Abmessungen von mind. 5,00 x 3,50 m (Länge x Breite) im Bereich des Freilagers vorgesehen. Der Stellplatz ist durch Schilder und Markierungen am Boden zu kennzeichnen. Da das Freilager auch für andere Zwecke genutzt wird, ist darauf zu achten, dass der Stellplatz im Bedarfsfall frei ist.

Der Stellplatz ist über die Zufahrt von der Wagner-Régeny-Allee aus erreichbar. Der Haupteingang zum Gebäude ist vom barrierefreien Stellplatz ca. 15 m entfernt.

1.2 Orientierungs- und Leitsysteme Auch die öffentlich zugänglichen Räume der IJBH (Multifunktionsbereich, Pausenraum, WC´s) werden nur nach vorheriger Einweisung an Seminargruppen / Schulklassen etc. übergeben. Die Türen zu den öffentlich zugänglichen Bereichen sollten entsprechend gekennzeichnet werden.

2 Außenräume Alle öffentlich zugänglichen Haupt- und Nebeneingänge sind stufen- und schwellenlos geplant. An den Gebäudezugängen ist zur Abführung von Oberflächenwasser ein Längsgefälle von max. 2% geplant.

2.1 Wege und Erschließungsflächen außen Besucherinnen und Mitarbeiterinnen nutzen eine gemeinsame Wegeführung. Der Haupteingang zum Pausenraum / Foyer / zur Garderobe wird über den Werkhof erschlossen. Am Gebäude markiert ein Vordach den Eingangsbereich.

2.2 Treppen außen

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Die Außentreppe wird ausschließlich von der IJBH (Arbeitsstätte) genutzt und erschließt keine öffentlich zugänglichen Bereiche. Die Treppe ist bis zu einer Höhe von mind. 2,20 m vor Unterlaufen zu schützen (in Abstimmung).

2.3 Besondere Außenräume Werkhof Der Werkhof ist gepflastert. Es ist auf eine gute Begeh- und Berollbarkeit des Belags zu achten. Hinweis: Der Bodenbelag der Zufahrt ist noch in Abstimmung, die Anforderungen an die Barrierefreiheit sind hierbei zu beachten.

Möblierung Angrenzend an den Werkhof sind Sitzmöglichkeiten vorgesehen. Hierbei ist in Teilen eine barrierefreie Erreichbarkeit und Nutzbarkeit in der weiteren Planung zu berücksichtigen.

3 Innenräume (öffentlich zugänglich) Der Pausenraum wird direkt über den Haupteingang erschlossen. Von dort sind die Sanitärbereiche auffindbar. Um in den öffentlich zugänglichen Multifunktionsbereich zu gelangen, müssen die Nutzer*innen zurück nach draußen und ca. 10 m über den Werkhof. Der Eingang zum Multifunktionsbereich ist vom Pausenraum aus einsehbar. Es wird empfohlen, die Türen zwischen Pausenraum und Holzwerkstatt sowie Holzwerkstatt und Multifunktionsraum barrierefrei auszuführen, damit der Multifunktionsraum optional auch über das Gebäudeinnere erschlossen werden kann. Die notwendigen Bewegungsflächen innerhalb der Holzwerkstatt sind dann bei der Möblierung zu beachten.

3.1 Flure und Erschließungsflächen innen Die horizontale Erschließung ist ausreichend dimensioniert. Die Wegeführung ist mind. 1,50 m breit. Die Bodenbeläge müssen rutschhemmend (mind. R9), fest verlegt und gut begeh- und berollbar sein. Derzeit ist im gesamten Gebäude ein fugenloser Betonboden geplant sowie Fliesen in den Sanitärbereichen.

3.2 Treppen innen

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Die Innentreppe wird ausschließlich von der IJBH (Arbeitsstätte) genutzt und erschließt keine öffentlich zugänglichen Bereiche. Im Erdgeschoss ist die Treppe bis zu einer Höhe von 2,20m vor Unterlaufen zu schützen. In diesem Bereich ist ein durchgängiges, fest eingebautes Küchenmöbel geplant.

3.3 Türen Die lichte Durchgangsbreite der Türen in den öffentlich zugänglichen Bereichen beträgt grundsätzlich mind. 0,90 m, die lichte Türhöhe mind. 2,05 m. Bei manuell zu bedienenden Türen wird die max. Leibungstiefe von 26 cm sowie der seitliche Abstand zu angrenzenden Bauteilen von mind. 50 cm eingehalten. Drücker sind griffgünstig auszubilden (z.B. U-förmig) und grundsätzlich in einer Höhe von 1,05 m ü. OKFF anzubringen. Die Türdrücker zu den Sanitärräumen sowie die Türdrücker zu den barrierefreien WCs sind auf 85 cm ü. OKFF anzubringen. Alle Übergänge von Innen nach Außen sind schwellenlos ausgebildet. Es ist in der weiteren Planung zu prüfen, inwiefern die Haupteingangstür manuell betätigt werden kann und dabei die Anforderungen an die Barrierefreiheit erfüllt werden.

3.4 Alarmierung und Evakuierung Die Alarmierung von Menschen mit auditiven Einschränkungen erfolgt nach dem Zwei- Sinne-Prinzip. Die Sanitärräume werden zusätzlich mit optischen Alarmgebern ausgestattet. Da sich alle öffentlich zugänglichen Bereiche im Erdgeschoss befinden, ist eine Selbstrettung ins Freie über die Außentüren möglich.

3.5 Bedienelemente und Kommunikationsanlagen Adressschild, Briefkasten, Klingel / Gegensprechanlage haben die Sicht- und Sprechhöhe von rollstuhlnutzenden und kleineren Personen zu berücksichtigen. Neben dem Haupteingang ist eine barrierefrei nutzbare Gegensprechanlage vorzusehen.

3.6 Multifunktionsbereich / Seminarwerkstatt Der Multifunktionsraum im Erdgeschoss wird überwiegend für Workshops und Seminare genutzt. Auf ausreichend Bewegungsflächen zwischen der Möblierung und vor den Türen ist zu achten. Bei der Möblierung ist auf die teilweise Unterfahrbarkeit und Höhenverstellbarkeit von Tischen / Werkbänken zu achten. In der weiteren Planung ist zu klären, ob für den Multifunktionsraum eine induktive Höranlage / mobile Höranlagen zur Verfügung gestellt werden sollen.

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3.7 Sanitäranlagen Im Erdgeschoss ist ein barrierefreier, geschlechtsneutraler Sanitärraum mit beidseitig anfahrbarer Toilette vorgesehen. Der barrierefreie Sanitärraum befindet sich in unmittelbarer Nähe zu den allgemeinen Sanitärbereichen. Innerhalb des barrierefreien Sanitärraums ist im Bereich der Umsteigefläche ein Notrufschalter oder eine Notrufleine bis zu einer Höhe von max. 20 cm über dem Boden herzustellen. Das Notrufsignal soll als Leuchte im Pausenraum (z.B. über der Tür zu den Sanitärräumen) und ggf. an eine weitere, mobile Stelle (z.B. Aufsicht IJBH) aufgeschaltet sein (in Abstimmung).

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