[Seite 1]
john becker ingenieure GmbH & Co. KG Zur alten Wörpe 6, 28865 Lilienthal
Erftverband RÜB/RRB 613 Langwaden LEISTUNGSBESCHREIBUNG E-MSR-Technik LB Allgemein
Betriebsstelle 613 - RÜB/RRB Langwaden Erneuerung der E-MSR-Technik
LEISTUNGSBESCHREIBUNG ALLGEMEIN
Allgemeine Beschreibung der Baumaßnahme
1
[Seite 2]
john becker ingenieure GmbH & Co. KG Zur alten Wörpe 6, 28865 Lilienthal
Erftverband RÜB/RRB 613 Langwaden LEISTUNGSBESCHREIBUNG E-MSR-Technik LB Allgemein
Inhaltsübersicht
1 Übersicht über das Projekt ............................................................................... 4 1.1 Allgemeines ......................................................................................................... 4 1.1.1 Maßnahmen ........................................................................................................ 4 1.1.2 Planung, Bauleitendes Ingenieurbüro .................................................................. 4 1.2 Lage der Baustellen ............................................................................................. 4 1.3 Veranlassung....................................................................................................... 4 1.3.1 RÜB/RRB Langwaden ......................................................................................... 4 1.4 Lager- und Arbeitsplätze ...................................................................................... 4 1.5 Schutz von vorhandenen baulichen Anlagen ....................................................... 5 1.6 Besondere Angaben zur Sicherung gegen Unfallgefahren................................... 5 1.7 Baustellenordnung und Baustellenorganisation ................................................... 5 1.7.1 Baustellenordnung ............................................................................................... 5 1.7.2 Sicherheits- und Gesundheitsschutz .................................................................... 5 1.7.3 Einweisung vor Beginn der Arbeiten .................................................................... 5 1.7.4 Baustellensicherung ............................................................................................ 5 1.7.5 Baustellenorganisation ........................................................................................ 5 1.7.6 Endreinigung ....................................................................................................... 6 1.8 Abrechnung ......................................................................................................... 6 1.8.1 Leistungsfeststellungen (Aufmaße und Abrechnungszeichnungen) ..................... 6 1.8.2 Rechnungen ........................................................................................................ 6 2 Leistungsumfang ............................................................................................... 6 2.1 Allgemein ............................................................................................................. 6 2.2 RÜB/RRB Langwaden ......................................................................................... 7 2.2.1 Aufbau der Schaltanlage ..................................................................................... 7 2.2.2 Elektroinstallationen ............................................................................................. 7 2.2.3 Sicherheitsbeleuchtung ....................................................................................... 8 2.2.4 Bedienung und Beobachtung ............................................................................... 8 2.2.5 Automatisierungstechnik ...................................................................................... 8 2.2.6 Datenfernübertragung .......................................................................................... 8 2.2.7 Messtechnik......................................................................................................... 8 2.2.8 24-V-Gleichstromversorgung Niederspannung .................................................... 9 2.2.9 Leitungen und Installationen ................................................................................ 9 2.3 Hinweis zur technischen Ausrüstung im Ex-Bereich ............................................ 9 2.4 TÜV-Prüfung........................................................................................................ 9 3 Termine .............................................................................................................. 9 3.1.1 Bauzeitenplan .................................................................................................... 10 3.1.2 Bauablauf .......................................................................................................... 10 3.1.3 Umbaukonzept RÜB/RRB.................................................................................. 10 3.1.4 Baustellentermine .............................................................................................. 11 3.2 Vorhaltung von Gerüsten ................................................................................... 11 3.3 Montagebedingungen ........................................................................................ 11 3.3.1 Abnahme ........................................................................................................... 12 4 Unfallverhütungsvorschriften ......................................................................... 13
2
[Seite 3]
john becker ingenieure GmbH & Co. KG Zur alten Wörpe 6, 28865 Lilienthal
Erftverband RÜB/RRB 613 Langwaden LEISTUNGSBESCHREIBUNG E-MSR-Technik LB Allgemein
Anlagenverzeichnis:
Anlage 1.1 : Terminplan EMSR
Anlage 1.2 : Antriebsliste
Anlage 1.3 : Messstellenliste
Anlage 1.4 : ZTV-E
Anlage 1.5 : VA_10
Anlage 1.6 : VA_11
Anlage 1.7 : Pläne
A24-2617EP01 Einpolige Darstellung RÜB/RRB Langwaden
A24-2617IP01 Installationsplan RÜB/RRB Langwaden
3
[Seite 4]
john becker ingenieure GmbH & Co. KG Zur alten Wörpe 6, 28865 Lilienthal
Erftverband RÜB/RRB 613 Langwaden LEISTUNGSBESCHREIBUNG E-MSR-Technik LB Allgemein
1 Übersicht über das Projekt
1.1 Allgemeines
1.1.1 Maßnahmen RÜB/RRB Langwaden Betriebsstelle 613 E-MSR-Technik
Bauherr: Erftverband Am Erftverband 6 50126 Bergheim
1.1.2 Planung, Bauleitendes Ingenieurbüro john becker ingenieure GmbH & Co. KG Zur alten Wörpe 6 28865 Lilienthal
Ansprechpartner: Herr Holger von Tils Tel.-Nr.: 04298 27695-338 Fax-Nr.: 04298 27695-340 E-Mail: h.vontils@wirberaten.de
1.2 Lage der Baustellen RÜB/RRB Langwaden
51°07'04.4"N 6°38'55.5"E
Schloß Langwaden 51516 Grevenbroich
Die Betriebsstelle liegt am Rand der Ortslage Langwaden, nördlich der L142 in Nähe des Klosters Langwaden.
1.3 Veranlassung Die Betriebsstelle wurde Ende der neunziger Jahre in Betrieb genommen und 2006 vom Erftver- band übernommen.
Die Veranlassung für die Erneuerung der E-MSR-Technik ergibt sich aus der Sanierung des Bau- werks und der Verbesserung der Rückstausituation.
1.3.1 RÜB/RRB Langwaden Die Betriebsstelle ist mit einem unterirdischen Betriebsraum ausgestattet, in welcher die Nieder- spannungsschaltanlage untergebracht ist. Die vorhandene Schaltanlage wird demontiert und durch eine neue Schaltanlage ersetzt. Die Demontage sowie die Montage erfolgten mittels Montageöff- nung.
1.4 Lager- und Arbeitsplätze Lager- und Arbeitsplätze stehen begrenzt zur Verfügung. Für kleinere Baucontainer kann nach Ab- sprache mit dem Auftraggeber auf der Anlage Fläche zur Verfügung gestellt werden. Benötigt der Auftragnehmer weitere Lager- und Arbeitsflächen, hat er diese selbst zu beschaffen; die Kosten sind durch die Vertragspreise abgegolten.
4
[Seite 5]
john becker ingenieure GmbH & Co. KG Zur alten Wörpe 6, 28865 Lilienthal
Erftverband RÜB/RRB 613 Langwaden LEISTUNGSBESCHREIBUNG E-MSR-Technik LB Allgemein
1.5 Schutz von vorhandenen baulichen Anlagen Vorhandene bauliche Anlagen sind vor Beschädigungen und Verunreinigungen zu schützen. Alle für den Auftraggeber entstehenden Nachteile durch Nichtbeachtung dieses Schutzgebietes gehen zu Lasten des Auftragnehmers.
1.6 Besondere Angaben zur Sicherung gegen Unfallgefahren Auf den beiden gesamten Betriebsstellen besteht akute Unfallgefahr durch austretende Gase so- wie Ertrinkungsgefahr. Neben den Unfallschutzbestimmungen des Auftragnehmers sind auch die Bestimmungen des Unfallversicherungsträgers des Auftraggebers bzw. des TÜV sowie die allge- mein gültigen Unfallverhütungsvorschriften, Richtlinien, Sicherheitsregeln und Merkblätter in aktuel- ler Fassung zu berücksichtigen.
1.7 Baustellenordnung und Baustellenorganisation
1.7.1 Baustellenordnung Der Auftraggeber behält sich das Recht vor, eine Baustellenordnung zu erlassen. Sie ist dann in den Vertragsunterlagen enthalten.
1.7.2 Sicherheits- und Gesundheitsschutz Ergänzend zur DIN 18299 sind vom Auftragnehmer neben den berufsgenossenschaftlichen Regeln und Vorschriften auch deren Informationen, Grundsätze und Empfehlungen zwingend einzuhalten.
Der SiGeKo wird von einem externen Büro gestellt. Seinen Anweisungen ist Folge zu leisten. Ein SiGe-Plan ist auf der jeweiligen Baustelle sichtbar ausgehängt. Die Einweisung in den Plan erfolgt vor Beginn der Arbeiten durch das beauftragte Büro und ist schriftlich zu dokumentieren.
1.7.3 Einweisung vor Beginn der Arbeiten Vor Beginn der Arbeiten wird der Auftragnehmer vom Auftraggeber und SiGeKo über die anlagen- spezifischen Gefahren, Vorschriften und Verhaltensweisen unterwiesen. Hierzu hat der Auftrag- nehmer rechtzeitig mit dem Auftraggeber einen Termin zu vereinbaren. Der Auftragnehmer hat seine Subunternehmer entsprechend zu unterweisen und diese Unterweisung gegenüber dem Auf- traggeber nachzuweisen.
1.7.4 Baustellensicherung Die Lieferung und Aufstellung der zur Sicherung der Baustelle sowohl für die eigenen Mitarbei- ter(innen) als auch gegenüber Dritten erforderliche Absperrung, Beschilderung und Beleuchtung sowie sonstige notwendige Einrichtungen, deren Vorhaltung, Unterhaltung, Inbetriebnahme, lau- fende Kontrolle und spätere Beseitigung, sind allein Sache des Auftragnehmers.
Der Auftraggeber ist berechtigt, jedoch nicht verpflichtet, Verbesserungen an Sicherheitsvorkehrun- gen zu fordern, ohne dass dem Auftragnehmer ein Anspruch auf eine besondere Vergütung er- wächst, sofern der Auftragnehmer die oben beschriebenen Forderungen nicht erfüllt hat. Der Auf- tragnehmer haftet für alle Schäden, die dem Auftraggeber oder Dritten aus Nichtbeachtung der Bestimmungen entstehen.
1.7.5 Baustellenorganisation Durch den Auftragnehmer sind Tagesberichte zu führen.
Sie müssen alle Angaben enthalten, die für die Ausführung und Abrechnung des Auftrags von Be- deutung sein können, mindestens aber folgende:
- Datum
- Klimadaten
- Name und Qualifikation des eingesetzten Personals und deren Arbeitszeit
- eingesetzte Geräte und deren Arbeitszeit
5
[Seite 6]
john becker ingenieure GmbH & Co. KG Zur alten Wörpe 6, 28865 Lilienthal
Erftverband RÜB/RRB 613 Langwaden LEISTUNGSBESCHREIBUNG E-MSR-Technik LB Allgemein
- Beschreibung der durchgeführten Arbeiten
- Bemerkungen des Auftragnehmers
- Raum für Bemerkungen des Auftraggebers
- Unterschrift des Auftragnehmers
- Unterschriftenzeile für den Auftraggeber
Der örtlichen Bauüberwachung sind die Tagesberichte des Auftragnehmers wöchentlich in mindes- tens 2-facher Ausfertigung vorzulegen.
Der Auftragnehmer erhält eine von der örtlichen Bauleitung unterzeichnete Ausfertigung zurück.
1.7.6 Endreinigung Die Endreinigung der Baustelle in Bezug auf die hier ausgeschriebenen Leistungen mit ordnungs- gemäßer und fachgerechter Entsorgung sämtlicher angefallener Abfälle fällt in den Leistungsum- fang des Auftragnehmers.
1.8 Abrechnung
1.8.1 Leistungsfeststellungen (Aufmaße und Abrechnungszeichnungen) Die vom Auftragnehmer erbrachte Leistung ist gemeinsam mit der örtlichen Bauleitung des Auf- traggebers festzustellen. Hierzu sind Aufmaße und Abrechnungszeichnungen gemeinsam mit der örtlichen Bauleitung des Auftraggebers auf der Baustelle aufzustellen und von beiden zu unter- schreiben.
Die Originale verbleiben bei der örtlichen Bauleitung des Auftraggebers.
1.8.2 Rechnungen Rechnungen, die ohne die oben beschriebenen notwendigen Leistungsfeststellungen eingereicht werden, erfüllen nicht die in der VOB/B § 14 beschriebenen Voraussetzungen zur Prüfung.
2 Leistungsumfang Im Rahmen dieser Ausschreibung ist die Elektrotechnische Ausrüstung vom RÜB/RRB Langwaden im Zuge der bautechnischen Sanierung vorgesehen.
Grundsätzlich sind für den gesamten Leistungsumfang die beiliegenden ZTV Elektrotechnik sowie alle einschlägigen Regelwerke zu beachten.
2.1 Allgemein Folgende Projektziele werden für dieses Projekt definiert:
Allgemein:
- Sicherstellung eines wirtschaftlichen Betriebs der Betriebsstelle
- Neubau der Schaltanlage zur Versorgung und zum Betrieb des RÜB/RRB Langwaden. Sicherstellung des Betriebs der Betriebsstelle auch während der Bauzeit/Provisorium
RÜB/RRB Langwaden:
- Neubau der Niederspannungsverteilung unter Berücksichtigung der aktuellen Anforderungen an Verfügbarkeit und Personensicherheit im laufenden Betrieb
- Erneuerung der Messtechnik
- Berücksichtigung von Reserven für Erweiterungen
- Anbindung des RÜB/RRB Langwaden an der BDS vom Erftverband
- Versorgung vom Provisorium und der Störmeldeübertragung
- Sanierung der Installationstechnik
6
[Seite 7]
john becker ingenieure GmbH & Co. KG Zur alten Wörpe 6, 28865 Lilienthal
Erftverband RÜB/RRB 613 Langwaden LEISTUNGSBESCHREIBUNG E-MSR-Technik LB Allgemein
2.2 RÜB/RRB Langwaden
2.2.1 Aufbau der Schaltanlage Für das RÜB/RRB wird eine neue Schaltanlage vorgesehen. Von dieser erfolgt die Versorgung der gesamten Betriebsstelle.
Zur Aufnahme der elektrotechnischen Einrichtungen wird eine neue Niederspannungsschaltanlage im Betriebsgebäude errichtet. Diese wird im Betriebsraum aufgestellt und ersetzt die Bestandsan- lage an der gleichen Stelle. Für die Zeit des Umbaus wird ein Provisorium am Betriebsgebäude links neben der Tür aufgestellt. Dazu muss der Kompressor demontiert werden.
Die Niederspannungsschaltanlage wird 4-feldrig nach DIN EN 61439 als typgeprüfte Schaltgeräte- Kombination in Schutzart IP54 vorgesehen. Die Aufstellung erfolgt als L-Form.
Auf der kurzen Seite des Schaltschranks wird ein Einspeisefeld (800 mm) vorgesehen, in dem ein Umschalter eingebaut wird.
Auf der langen Seite sind drei Felder (jeweils 800 mm) vorgesehen, in denen die E-MSR-Technik der Betriebsstelle untergebracht wird. Die Position der Schaltschränke ist der vorangehenden Ab- bildung zu entnehmen.
Folgende Standards sind für die Niederspannungsschaltanlage zu berücksichtigen:
- Gehäusefarbe in RAL 7032 (bzw. Wahl des Auftraggebers)
- Montageplatte in RAL 2000
- mit Lüftungsöffnung und Schaltschrankheizung
- in Festeinbautechnik für Bedien- und Anzeigeelemente
- als TN-S-System
Die Schaltanlage hat eine eigene 230-V-AC-Steuerspannungsversorgung sowie eine gesicherte Gleichspannungsversorgung 24 V DC. Für die Netzeinspeisung, Antriebe, Messungen und Kom- munikation werden Überspannungsableiter vorgesehen. Die Leistungsabgänge zu den einzelnen Aggregaten werden mit Motorschutzschaltern und den entsprechenden Schützen bzw. Schütz- kombinationen ausgerüstet.
Die Dokumentation der bestehenden Schaltanlagen liegt im WSCAD-Format vor.
2.2.2 Elektroinstallationen Die allgemeinen Elektroinstallationen des neuen RÜB/RBB wie Beleuchtung und Steckdosen so- wie Teile der Außenbeleuchtung werden im Zuge des Umbaus erneuert bzw. neu errichtet.
Für den Personen- und Körperschutz ist nach DIN VDE 0100 der Schutz durch Überstromschutz- einrichtungen im (TN-C-S-)Netz vorgesehen. In Anlagenbereichen der flexiblen und instationären
7
[Seite 8]
john becker ingenieure GmbH & Co. KG Zur alten Wörpe 6, 28865 Lilienthal
Erftverband RÜB/RRB 613 Langwaden LEISTUNGSBESCHREIBUNG E-MSR-Technik LB Allgemein
Stromverbrauchsanlagen (Steckdosen- und Beleuchtungsanlage) ist ein FI-Schutz (RCD) vorgese- hen. Der Nennfehlerstrom der zu verwendenden Schutzschalter wird 0,03 A für Steckdosenstrom- kreise betragen.
Für die Beleuchtung werden LED-Feuchtraum-Wannenleuchten, LED-Strahler sowie LED- Mastleuchten vorgesehen. In den Schaltanlagenräumen ist gemäß ASR A3.4 eine ausreichende Beleuchtungsstärke für das Arbeiten an Schaltgeräten von 200 Lux einzuhalten.
Weiterhin wird der Raum mit Hinweisschildern und Zubehör nach den gültigen DIN-Vorschriften bzw. EVU-Vorgaben ausgestattet.
2.2.3 Sicherheitsbeleuchtung Als Sicherheitsbeleuchtung wird eine akkugepufferte Sicherheitsleuchte oberhalb der Zugangstür vorgesehen. Aufgrund der geänderten Anforderungen der ASR 3.4 ist eine Beleuchtungsstärke von 15 Lux einzuhalten. Hierfür wird ergänzend eine akkugepufferte Einzelbatterie LED-Wannenleuch- te im Raum berücksichtigt.
Gemäß ASR A2.3 ist auf Fluchtwegen eine Beleuchtungsstärke von 1 Lux in 20 cm über dem Bo- den des Fluchtwegs für mindestens 30 Minuten einzuhalten.
2.2.4 Bedienung und Beobachtung Die Antriebe vom RÜB/RRB erhalten neue Vor-Ort-Steuerstellen (Start/Stop/Störung), welche in der Schaltanlage unter Umgehung der SPS installiert werden. Es werden keine Vor-Ort-Steuer- stellen am Aggregat berücksichtigt;
In die Schaltschranktür vom Feld 4 wird ein Touchpanel zum Bedienen und Beobachten einge- baut. Auf dem Touchpanel wird die gesamte Anlage (RÜB/RRB/MID-Schacht) dargestellt.
Die Darstellung von Messwerten und Stellungsrückmeldungen sowie die Veränderung von Soll- werten, Zeiten und Grenzwerten erfolgt grundsätzlich nur über das TP900 in der Bedientür des Au- ßenschaltschranks. Über die Fernwirktechnik werden Meldungen und Messwerte übertragen, je- doch keine Befehle erteilt bzw. Sollwerte verändert. Die Darstellung von Messwerten und Stel- lungsrückmeldungen sowie die Veränderung von Sollwerten, Zeiten und Grenzwerten erfolgt grundsätzlich nur über das TP900 in der Tür des Schaltschranks. Über die Fernwirktechnik werden Meldungen und Messwerte übertragen, jedoch keine Befehle erteilt bzw. Sollwerte verändert.
In der Schaltschranktür und in direkter Nähe zur Treppe werden Not-Aus-Schlagtaster vorgesehen. Ein Not-Aus-Konzept für die Betriebsstelle liegt nicht vor.
2.2.5 Automatisierungstechnik Die Steuerung der bestehenden und neuen Aggregate und Messeinrichtungen erfolgt über ein neues Automatisierungsgerät vom Typ Siemens S7-1500 (Konfiguration siehe A24-2617EP01). Der Erftverband führt eine Liste von sogenannten Standardkomponenten, welche für die Automati- sierungstechnik zu verwenden sind.
2.2.6 Datenfernübertragung Die Störmeldeübertragung erfolgt über neue Fernwirkkomponenten der S7-1500 mit der Kommuni- kationsbaugruppe TIM 1531 IRC und einem SCALANCE M876-4-Modem inkl. KEY-PLUG SINEMA. Die SIM-Karte wird vom Auftraggeber beigestellt.
Die Anbindung an das Betriebsdatenerfassungs- und Störmeldesystem des Erftverbandes (Fabri- kat Siemens WinCC) gehört nicht mit zum Leistungsumfang. Es ist lediglich ein gemeinsamer Da- tenpunkttest vorgesehen.
2.2.7 Messtechnik Der bestehende magnetisch-induktive Durchflussmesser (MID) wird übernommen. Der Messum- former wird in die neue Schaltanlage installiert.
8
[Seite 9]
john becker ingenieure GmbH & Co. KG Zur alten Wörpe 6, 28865 Lilienthal
Erftverband RÜB/RRB 613 Langwaden LEISTUNGSBESCHREIBUNG E-MSR-Technik LB Allgemein
In beiden Pumpensümpfe wird jeweils eine Ultraschallsonde installiert, um den Höhenstand erfas- sen zu können. Die bestehende Halterung im Pumpensumpf soll weiterverwendet werden.
Im Abschlagsbauwerk vom RRB werden ebenfalls zwei Radarmessungen zur Erfassung des Hö- henstandes vorgesehen.
Im RÜB ist in Abstimmung mit dem Erftverband keine Messung vorgesehen.
Alle Messgeräte, außer dem MID, erhalten keine Vor-Ort-Anzeigen und die Messumformer wer- den zentral im Schaltschrank installiert.
Nähere Informationen zu den nachfolgend aufgeführten Messungen sind der beigelegten Mess- stellenliste zu entnehmen.
2.2.8 24-V-Gleichstromversorgung Niederspannung Die USV ist für die unterbrechungsfreie Versorgung der Automatisierungstechnik bei Ausfall der Netzspannung vorgesehen. Die Überbrückungszeit beträgt gemäß der ZTV-Elektrotechnik mind. 0,5 h.
2.2.9 Leitungen und Installationen Kabelschutzrohre und Installationskanäle werden in Kunststoff ausgeführt. Kabelbühnen und Stei- getrassen werden feuerverzinkt ausgeführt. Die Neuverkabelung zwischen neuem Pumpwerk und der Trafostation, der Maschinenhalle und dem Kabelzugschacht vor der Rechenanlage wird über eingesandete Kabelleerrohre ausgeführt. Die Kabelleerrohre werden an den Bauwerken mit was- serdichten Kabel- und Leerrohreinführungen abgedichtet. Oberhalb der Leerrohrtrassen werden Erdungsbänder verlegt (Rundstahl 1.4571). Die Arbeiten zu den Kabelleerrohren werden vom AN Bautechnik ausgeführt.
Die Verlegung der Leerrohre und der Anschluss an die Gebäude/Zugschächte erfolgen durch die Bautechnik; die innere Abdichtung der Rohre wird von der Elektrotechnik berücksichtigt.
Die Verbindung zwischen Pumpensumpf und Pumpenkeller wird mit gasdichten Kabeleinführungen verschlossen, um eine Verschleppung der Ex-Zone zu verhindern.
Für die Verkabelung ist folgendes Leitungsmaterial vorgesehen:
- Energiekabel: PVC-Anschlussleitung, chemisch beständig, farbcodiert
- Installationen: Kunststoffkabel NYM/NYCY
- Messtechnik: Datenleitung LiYCY
Die Kabel werden entsprechend ihrer Aufgabenstellung und hinsichtlich Art, Querschnitt und Adernzahl ausgelegt. Die Spannungsverluste werden auf maximal 3 % begrenzt.
2.3 Hinweis zur technischen Ausrüstung im Ex-Bereich Das Explosionsschutzdokument nach Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) für die betref- fende Betriebsstelle ist vorhanden. Im Zuge der Umbauarbeiten werden die Betriebsmittelliste und die Eigensicherheitsnachweise durch den Ausrüster vorgelegt.
2.4 TÜV-Prüfung Im Rahmen der Maßnahme wird bis zur mängelfreien Abnahme die technische Ausrüstung hin- sichtlich Blitz- und Explosionsschutz und Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen durch einen Sachverständigen überprüft.
3 Termine Der Auftragnehmer hat umgehend, spätestens jedoch 7 Werktage nach Auftragserteilung bzw. Auf- forderung durch die örtliche Bauüberwachung, mit den Planungsarbeiten bzw. der Montage zu be- ginnen.
Die Maßnahme soll im Mai 2027 abgeschlossen sein.
9
[Seite 10]
john becker ingenieure GmbH & Co. KG Zur alten Wörpe 6, 28865 Lilienthal
Erftverband RÜB/RRB 613 Langwaden LEISTUNGSBESCHREIBUNG E-MSR-Technik LB Allgemein
Der Auftragnehmer hat zu berücksichtigen, dass die Ausführung der Kapitel zeitlich versetzt erfol- gen wird und mehrmals An- und Abreisen, das Einrichten der einzelnen Baustellen, die Inbetrieb- nahmen und einzelnen Probebetriebe etc. erforderlich werden. Dies ist in die Einzelpreise (EP) der Einzelpositionen der jeweiligen Kapitel einzurechnen.
Grundlage für die Terminplanung ist der angehängte Terminplan (siehe Anlage 1.1).
Innerhalb einer Woche nach Auftragsbestätigung hat der Auftragnehmer unter Berücksichtigung der Fristen nach den Vorbemerkungen und der Bauablaufbeschreibung im Einverständnis mit dem Auftraggeber einen Bauzeitenplan vorzulegen, der Bestandteil des Vertrages wird.
3.1.1 Bauzeitenplan Ein Bauzeitenplan ist im Detail, gemeinsam mit allen Beteiligten, unverzüglich und rechtzeitig abzu- stimmen.
Vom Auftragnehmer sind ein grafischer Bauzeitenplan (MS-Project) je Bauwerk sowie ein Gesamt- terminplan aufzustellen, aus dem unter anderem die Reihenfolge der Einzelschritte, Belegung der Baustelle, Einsatz von Maschinen, Baustelleneinrichtung und Arbeiten von Dritten ersichtlich sind.
Die Detailtermine sind in einem vom Auftragnehmer zu erstellenden Bauablaufterminplan einzutra- gen. Dieser Plan ist dem Auftraggeber und der Bauüberwachung vorzulegen und wird Vertragsbe- standteil.
Im Zuge des Baus ist der Bauzeitenplan stetig mit allen Beteiligten (AG; weitere AN) abzustimmen und fortzuschreiben.
3.1.2 Bauablauf Die Arbeiten können nicht in einem Zuge durchgeführt werden. In den einzelnen Verfahrensberei- chen ist gegebenenfalls ein abschnittsweises Arbeiten im Bereich von in Betrieb befindlichen Anla- genteilen sowie die Abstimmung mit weiteren Auftragnehmern erforderlich. Die hierfür erforderli- chen Mehraufwendungen sind einzukalkulieren.
Eine Außerbetriebnahme von Anlagenteilen darf nur in Absprache mit dem Auftraggeber erfol- gen.
Die Zufahrt zur Baustelle muss jederzeit möglich bleiben.
Einrichtungen der Baustelle stehen dem Auftragnehmer nicht zur Verfügung.
Für die Ausführung der vertraglich vereinbarten Leistung einschließlich Baustelleneinrichtung ste- hen dem Auftragnehmer nach Absprache kleine Flächen auf dem Baustellengelände zur Verfü- gung.
Das Baustellengelände darf ohne Zustimmung des Auftraggebers nicht betreten werden.
Die öffentlichen Straßen sind regelmäßig nach Aufforderung der Bauleitung zu reinigen.
Die Baustraßen sind so zu unterhalten, dass Schmutz- und Staubbelästigungen in der Nachbar- schaft ausgeschlossen sind.
Die Bauausführung hat so zu erfolgen, dass an den Einzelhäusern in der Nachbarschaft die Schal- limmission unter 45 dB(A) liegt. Der Einsatz entsprechender Geräte ist einzukalkulieren.
3.1.3 Umbaukonzept RÜB/RRB Zur Aufrechterhaltung der Entwässerung des angeschlossenen Einzugsgebietes ist ein Umbau der Betriebsstelle im laufenden Betrieb erforderlich.
Hierzu ist folgendes Umbaukonzept zu beachten.
- allgemeine Vorbereitungen (z. B. Demontage vom Kompressor durch die Bautechnik)
- Aufbau des Baustromverteilers zum Anchluss des Provisoriums der MT
10
[Seite 11]
john becker ingenieure GmbH & Co. KG Zur alten Wörpe 6, 28865 Lilienthal
Erftverband RÜB/RRB 613 Langwaden LEISTUNGSBESCHREIBUNG E-MSR-Technik LB Allgemein
a) Anschluss des Provisoriums über eine provisorische Einspeisung an vorhandenen HAK bzw. provisorischen Klemmkasten b) Störmeldung über bestehende SPS umsetzen und testen.
- Demontage der vorhandenen Schaltanlage
- Aufbau der neuen Schaltanlage
- provisorische Einspeisung der Schaltanlage aus vorgenannten Klemmkasten
- Demontage der vorhandenen Kabel und Herstellung der neuen Kabelverbindungen
- Umschluss vom MID und Installation der neuen Messtechnik im Pumpensumpf. Test vom Au- tomatikbetrieb
- Anbindung der Störmeldungen der neuen Schaltanlage
- Funktionskontrolle/Automatikbetrieb und Störungen/Alarme testen
- Rückbau des Provisoriums und Herstellung der neuen Einspeisung
- Rückbau vom prov. Übertragung der Störungen nach erfolgreicher BDS-Anbindung
3.1.4 Baustellentermine Der Bauleiter der örtlichen Bauüberwachung des Auftraggebers wird in der Regel einmal monatlich bzw. dem Baufortschritt und den Erfordernissen entsprechend einmal wöchentlich alle Ausfüh- rungsbeteiligten zu Koordinationsgesprächen einladen. Bei diesen Koordinationsgesprächen sind die Montageabläufe, Leitungsführungen, Standortbestimmungen und sonstige den Bauablauf be- einflussende Umstände mit den Ausführungsfirmen zu besprechen und so sinnvoll aufeinander ab- zustimmen, dass jeder Ausführende in der Lage ist, seine Lieferungen und Leistungen termin- und vertragsgerecht durchzuführen.
Gleichzeitig wird bei den Koordinationsgesprächen festgestellt, ob die baulichen Voraussetzungen für die ordnungsgemäße Durchführung der Arbeiten erfüllt sind.
An den mindestens monatlich durchzuführenden Bauhauptbesprechungen muss außer dem Bau- leiter auch der Projektleiter des Auftragnehmers teilnehmen. Zweck dieser Besprechung ist haupt- sächlich die Einhaltung des Bauablaufterminplans und die fachtechnische Bewertung der Lieferun- gen und Leistungen.
Von allen Besprechungen wird das zuständige Planungsbüro detaillierte Besprechungsprotokolle erstellen, in denen die Teilnehmer, Besprechungspunkte sowie Entscheidungen und Anordnungen festgehalten werden.
3.2 Vorhaltung von Gerüsten Es sind sämtliche erforderliche Schutz- und Montagegerüste für die in diesem Leistungsverzeichnis aufgeführten Leistungen herzustellen und zu unterhalten. Auf die Einhaltung der Arbeitsschutzvor- schriften wird größten Wert gelegt.
Ein Montagegerüst steht bauseits nicht zur Verfügung, was bei der Angebotserstellung berücksich- tigt werden muss. Die Abrechnung der Arbeitsgerüste mit Arbeitsbühnenhöhen über 2,0 m erfolgt über eine gesonderte Leistungsposition im Leistungsverzeichnis.
3.3 Montagebedingungen Sämtliche Arbeiten müssen in enger Abstimmung mit dem Betreiber der Betriebsstellen abge- stimmt werden. Vor Beginn der Arbeiten ist der Baubeginn frühzeitig mit dem Auftraggeber abzu- sprechen.
Es ist zu gewährleisten, dass der Betrieb der Abwasserweiterleitung über den gesamten Zeitraum der Arbeiten bis zur Inbetriebnahme uneingeschränkt und störungsfrei möglich bleibt.
Die Baumaßnahmen sind so vorzubereiten, dass eine möglichst kurze Montagezeit vor Ort erfor- derlich ist.
Der Auftraggeber ist berechtigt, bei Feststellung von Ausführungsfehlern alle notwendigen Maß- nahmen, wie Beseitigung der beanstandeten Bauteile, Stilllegung usw., zu ergreifen. Die Kosten hierfür gehen zu Lasten des Auftragnehmers. Sich hieraus ergebende Verzögerungen verringern
11
[Seite 12]
john becker ingenieure GmbH & Co. KG Zur alten Wörpe 6, 28865 Lilienthal
Erftverband RÜB/RRB 613 Langwaden LEISTUNGSBESCHREIBUNG E-MSR-Technik LB Allgemein
nicht die Bauzeit.
Abweichungen von den in den Planunterlagen und im Leistungsverzeichnis vorgesehenen Ausfüh- rungen sind nur mit Genehmigung des Auftraggebers zulässig.
3.3.1 Abnahme Bis zum Zeitpunkt der endgültigen Abnahme durch den Auftraggeber (VOB-Abnahme) hat der Auf- tragnehmer die Gefahr sowohl für seine eigenen als auch für die Unterlieferungen zu übernehmen.
Die VOB-Abnahme erfolgt nach Nachweis des störungsfreien Probebetriebs unter Betriebsbedin- gungen auf schriftlichen Antrag, der rechtzeitig und mindestens 14 Tage vorher anzumelden ist. Vor Abnahme sind dem Verband mängelfreie TÜV-Protokolle vorzulegen. Ohne diese Protokolle kann eine Abnahme nicht stattfinden. Zur VOB-Abnahme wird eine Abnahmebescheinigung ausge- stellt.
Der Auftraggeber behält sich vor, Termin- bzw. Qualitätskontrollen sowie Abnahmeprüfungen im Herstellerwerk durchführen zu lassen.
Bis zur Abnahme hat der Auftragnehmer alle erforderlichen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten durchzuführen.
Die TÜV-Abnahmen hat der Auftragnehmer zu beantragen und durchführen zu lassen. Dem Auf- traggeber sind im Anschluss daran TÜV-Abnahmebescheinigungen sowie etwaige weitere Doku- mente zu übergeben.
Die Gebühren für die Abnahme sowie Kosten für Nachbesserungen von beanstandeten Teilen sind in den Einheitspreisen enthalten und werden nicht zusätzlich vergütet.
12
[Seite 13]
john becker ingenieure GmbH & Co. KG Zur alten Wörpe 6, 28865 Lilienthal
Erftverband RÜB/RRB 613 Langwaden LEISTUNGSBESCHREIBUNG E-MSR-Technik LB Allgemein
4 Unfallverhütungsvorschriften Beim Bau und Betreiben von abwassertechnischen Anlagen sind unter anderem folgende Unfall- verhütungsvorschriften, Richtlinien, Sicherheitsregeln und Merkblätter in der jeweils gültigen Fas- sung zu beachten. Die Aufstellung ist nicht abschließend.
DGUV Allgemeine Vorschriften und Regeln
DGUV 3 Elektrische Anlagen
DGUV 21 Abwassertechnische Anlagen
DGUV 38 Bauarbeiten
DGUV 52 Krane
DGUV 54 Winden, Hub- und Zuggeräte
DGUV 79 Verwendung von Flüssiggas
Für die Maßnahme ist zwingend die Anlage „va_10 Sicherheitsbestimmungen Elektrotechnik für Fremdfirmen“ sowie die Anlage „va_11_baustromversorgung und baustellenbetrieb“ zu beachten und einzuhalten.
13