VE39-Anlage 02-Untersuchungsbericht Auszug Halle.pdf

Restauratorische Innenputz- und Malerarbeiten im Medico Palais

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 16.10.2026, 10:17 (Europe/Berlin)

Herkunft: www.had.de

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B S , T

AD ODEN AUNUS

BURGBERGINHALATORIUM/ MEDICO PALAIS BEFUNDUNTERSUCHUNG HALLE

MÄRZ 2024

Leonie Saltzmann-Tyll Hofgasse 11 64850 Schaafheim info@hangleiter.com 0176-61187487

www.hangleiter.com

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Ort: Bad SodenBefunduntersuchung
Objekt: Burgberg-InhalatoriumZustand: 2024
Bauteil:Druckdatum: März 2024
Bereich:Bearbeiter: L. Saltzmann-Tyll

FASSUNGSUNTERSUCHUNG 2024

Als Grundlage zur Entwicklung eines neuen Gestaltungskonzeptes wurde in der Halle nach Befunden zur Erstfassung gesucht.

Bei der Erstfassung handelte es sich um eine in geometrischen Flächen angelegt Gestaltung, die eine Verkleidung mit verschiedenen marmorierten Steinen imitieren sollte. Die Malerei war mit wasserlöslichem Bindemittel auf einem hellen cremefarbenen Grundanstrich angelegt. Teilweise gab es schablonierte Motive. Die erbauungszeitliche Gestaltung ist weitgehend verloren, da wasserlöslich gebundene Fassungen nicht überstreichbar waren, sondern für Renovierungsanstriche vollständig abgewaschen werden mussten. Bei der Fassungsuntersuchung konnten nur wenig Befunde zur Farbgebung in der Halle aufgedeckt werden.

Für die vertiefende Untersuchung 2024 wurde ein Stuckkapitell und ein Wandpilaster der Ausstattung von 1964 abgenommen. In beiden Bereichen konnten Reste der Erstfassung festgestellt werden. Der Erhaltungszustand der Erstfassung variiert stark. In einigen Flächen ist der Cremefarbene Grundanstich vollständig freigewaschen. Lediglich die mit Bleistiftlinien angelegten Feldeinteilung ist darauf erkennbar. In anderen Bereichen sind reduzierte Farbreste der Marmorierung erhalten. Eine Bestimmung der Farbtöne war wegen des aufliegenden Gips- und Kalkschleiers nicht zielführend. Die Fassungsreste lassen sich nicht weiter freilegen, da die Fassung leichter wasserlöslich ist als die aufliegenden Schleier.

• Für die Gestaltung der Stützen blieb der helle Cremefarbton weitgehend sichtbar. Als Marmorierung wurde eine sehr grobe, senkrecht verlaufende Bänderung mit dem Zackenpinsel in einem etwas dunklere Beigefarbton aufgemalt. • In der Kapitellzone wurde reduzierte Reste einer dunklen Marmorierung angetroffen. Es konnten Schwarz und ein dunkles Blaugrau auf dem hellen Grundanstrich identifiziert werden. Den oberen Abschluss des Kapitells bildete eine weiße Kontur. • Die im Bogen oberhalb der Kapitelle anschließende Rahmung scheint in Ockertönen angelegt gewesen zu sein. Hier sind nur minimale Reste zu erahnen. • Auf den historischen Aufnahmen scheint die gemalte Basis eine Marmorierung entsprechend den Kapitellen gehabt zu haben. Der an einer Stelle angetroffene schwarze Anstrich stammt aus einer späteren Instandsetzung, die Farbigkeit und Marmorierung der darunterliegenden Erstfassung konnte nicht mehr bestimmt werden. • Begleitend zu den Bögen konnte ein Schabloniertes Band aufgedeckt werden, die Grundfarbigkeit ist ein stark reduziertes helles Beige, das Band erscheint in dunklem grünlichem Grau. • Im Bereich der gemalten Wandpilaster wurden helle grau braune Fassungsreste aufgedeckt • Die Fassung im Bereich der Wandpilasterkapitelle entspricht den Fassungsresten des Stützenkapitells • Das Ornamentband Oberhalb der Wandpilasterkapitelle weist Reste einer Ockerfarbenen Rahmung, grau- bis grünlich graue Felder (Farbgebung etwa wie auf den Kapitellen) und weiße Konturlinien auf • Im Feld mit der Raute wurde bis auf einen grünlich grauen Rest des Mittelornaments keine Farbreste vorgefunden.

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Ort: Bad SodenBefunduntersuchung
Objekt: Burgberg-InhalatoriumZustand: 2024
Bauteil:Druckdatum: März 2024
Bereich:Bearbeiter: L. Saltzmann-Tyll

Weitere Rückschlüsse auf die Farbpalette der ursprünglichen Gestaltung lassen sich aus den Fassungsresten in den Tiefen der Kalksteintafel und des Brunnens ziehen. Hier finden sich Reste von Gelbocker, Dunkelgrün und einem dunklen matten Blau.

Auf dem Schmiedegeländer in der Hallenmitte konnten vier Fassungsschichten unterschieden werden. Obwohl sich diese in Ihrem Aufbau deutlich unterscheiden, scheint das Geländer in allen Phasen Goldfarben gewesen zu sein. Der aus Eichenholz gefertigte Handlauf trägt unter zwei Grünfassungen einen deckend schwarzen Anstrich. Ob der Handlauf zur Entstehungszeit holzsichtig war ließ sich nicht feststellen.

Auf dem Holzgeländer im Obergeschoss konnten unter dem heutigen Grün und kleinen Resten eines älteren Grundanstriches mit weißer Grundierung keine älteren Befunde aufgedeckt werden. Wie auch beim Eisengeländer besteht der Handlauf aus Eiche. Hier fanden sich keine Reste einer Schwarzfassung.

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BEFUNDBLATT B 1

Ort:Bad Soden i.T.Befundstelle:
Objekt:Medico PalaisAbbildung:
Bauteil:Innenraum HalleAbbildung:
Bereich:Zustand:Feb 2024
Bearbeiter:SaltzmannDatum:Feb 2024
Fassungsreste auf einer Stütze.
Der Putz der abgerundeten Ecken wurde
abgeschlagen und Die Ecken mit Schienen winklig
gearbeitet. Diese überarbeitung deckt die
ursprüngliche Gestaltung ab. Sichtbar ist zu
Beigfarbenen Flächen eine schwarze Basis ohne
Marmorierung und ohne den auf den hist.
Aufnahmen sichtbaren weißen Trennstrich. Im
Detail oben ist erkennbar, dass die Basis zu einer
Überarbeitung der Erstfassung gehört. Die
Erfassung der Basis konnte nicht festgestellt
werden.
Farbton der Flächen ähnlich NCS S 105-y30r und
NCS S 1010-y30r.

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BEFUNDBLATT B 2

Ort:Bad Soden i.T.Befundstelle:
Objekt:Medico PalaisAbbildung:
Bauteil:Innenraum HalleAbbildung:
Bereich:Zustand:Feb 2024
Bearbeiter:SaltzmannDatum:Feb 2024
Fassungsreste EG Decke.
An der Decke im EG ist die auf einer historischen
Aufnahme (siehe Fehler! Verweisquelle konnte
nicht gefunden werden.) dargestellte zweifarbige
Gestaltung erkennbar. Der hellgraue Anstrich der
Decke ist als Leimfarbfassung vermutlich im
Original erhalten, der helle Beige Anstrich des
Sturzes ist in ähnlichem Farbton überfasst.
Farbton des Sturzes ähnlich NCS S 105-y30r
Farbton der Decke ähnlich NCS S 1502-b und
NCS S 1502-b50g

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BEFUNDBLATT B 3

Ort:Bad Soden i.T.Befundstelle:
Objekt:Medico PalaisAbbildung:
Bauteil:Innenraum HalleAbbildung:
Bereich:Zustand:Feb 2024
Bearbeiter:SaltzmannDatum:Feb 2024
Befundöffnung im Stuckkapitell
In Rückspraxche mit den planenden Architekten wurde eine Befundöffnung in einem Stuckkapitell der
Bauphase 1964 angelegt. Hinter dem Kapitell wurden abgewaschene Farbrestes der Erstfassung
aufgedeckt. Die Grundfarbigkeit ist weitgehend abgewaschen, im Bereich der Äderung lässt sich eine
dunkle grünlich graue Farbigkeit vermuten. Ein Farbton wurde nicht bestimmt.

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BEFUNDBLATT B 4

Ort:Bad Soden i.T.Befundstelle:
Objekt:Medico PalaisAbbildung:
Bauteil:Innenraum HalleAbbildung:
Bereich:Zustand:März 2024
Bearbeiter:SaltzmannDatum:März 2024
Befundöffnung im Stuckkapitell
In Rückspraxche mit den planenden Architekten wurde ein Stuckkapitell der Bauphase 1964
abgenommen. Hinter dem Kapitell wurden abgewaschene Farbrestes der Erstfassung aufgedeckt.
Die gesamte Erstfassung war scheinbar auf einem hellen gebrochen weißen Gundanstrich aufgebaut. Die
Marmorierungen wurden darauf in verschiedenen Farbtönen ausgeführt.

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BEFUNDBLATT B 5

Ort:Bad Soden i.T.Befundstelle:
Objekt:Medico PalaisAbbildung:
Bauteil:Innenraum HalleAbbildung:
Bereich:Zustand:März 2024
Bearbeiter:SaltzmannDatum:März 2024
Befundöffnung im Stuckkapitell
Detail Kapitellfassung. In dem Detail ist die dunkle Marmorierung noch deckend erhalten. Oberhalb ist
eine weiße Konturlinie erkennbar.

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BEFUNDBLATT B 6

Ort:Bad Soden i.T.Befundstelle:
Objekt:Medico PalaisAbbildung:
Bauteil:Innenraum HalleAbbildung:
Bereich:Zustand:März 2024
Bearbeiter:SaltzmannDatum:März 2024
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Befundöffnung im Stuckkapitell, Detail
Kapitellfassung. In dem Detail lassen sich zwei
Farbtöne der Marmorierung differenzieren.
Eventuell gab es einen dritten Farbton.
1. Schwarz
2. Grünlich/ Bläulich grau
3. Dunkel, bräunlich
Oberhalb der weißen Konturlinie schließen kleine
Reste der Rahmung im Bogen an
4. Bräunliche Reste.

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BEFUNDBLATT B 7

Ort:Bad Soden i.T.Befundstelle:
Objekt:Medico PalaisAbbildung:
Bauteil:Innenraum HalleAbbildung:
Bereich:Zustand:März 2024
Bearbeiter:SaltzmannDatum:März 2024
Auf dem Befundbild ist der gekennzeichnete Bereich zu
sehen. Auf der aufgepickten Putzoberfläche ist ein Rest
der Feldeinteilung mit Bleistiftlinien sowie ein
reduzierter Farbbefund aus dem Bereich mittig in der
Raute zu sehen.
Im angefeuchteten Zustand erscheint der Farbton
grünlich bis schwarz.

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BEFUNDBLATT B 8

Ort:Bad Soden i.T.Befundstelle:
Objekt:Medico PalaisAbbildung:
Bauteil:Innenraum HalleAbbildung:
Bereich:Zustand:März 2024
Bearbeiter:SaltzmannDatum:März 2024
Auf dem Befundbild ist der gekennzeichnete Bereich zu
sehen.
Gut erkennbar die Ockerfarbene Rahmung des
Onamentbandes, die grünlich graue Kapitellzone und
der helle, braungraue Wandpilaster.

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BEFUNDBLATT B 9

Ort:Bad Soden i.T.Befundstelle:
Objekt:Medico PalaisAbbildung:
Bauteil:Innenraum HalleAbbildung:
Bereich:Zustand:März 2024
Bearbeiter:SaltzmannDatum:März 2024
Auf dem Befundbild ist der gekennzeichnete Bereich zu
sehen
Gut sichtbar eine weiße Trennlinie unterhalb des
dunkel-grau erscheinenden Kapitells. Der Wandpilaster
scheint eine relativ helle grünlich graue Marmorierung
zu haben, für das aufgesetzte Ornament wurde ein
rötlicher Ockerton festgestellt.
Die Befundstelle ist angefeuchtet, um durch den
aufliegenden Schleier sehen zu können. Farbtöne mit
hohem Weißanteil wirken dadurch sehr dunkel.

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BEFUNDBLATT B 10

Ort:Bad Soden i.T.Befundstelle:
Objekt:Medico PalaisAbbildung:
Bauteil:Innenraum HalleAbbildung:
Bereich:Zustand:März 2024
Bearbeiter:SaltzmannDatum:März 2024
Auf dem Befundbild ist der gekennzeichnete Bereich zu
sehen. Detail aus dem Ornamentband oberhalb der
Kapitellzone.
Der im historischen Foto dunkelste Farbton der
Rahmung ist im Befund eindeutig ein intensives Ocker,
die vom Grauwert etwas helleren Füllungen sind im
Befund in einem grünlich bis schwarzen Farbton
marmoriert. Die Farbgebung entspricht dem
darunterliegenden Kapitell. Für die Kontur wurde weiß
verwendet.
Zwischen Kapitell und Ornamentband liegen eine
schmale schwarze und eine schmale weiße Linie.

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