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B S , T
AD ODEN AUNUS
BURGBERGINHALATORIUM/ MEDICO PALAIS BEFUNDUNTERSUCHUNG
FEB 2023
Leonie Saltzmann-Tyll Hans Michael Hangleiter Hofgasse 11 Bismarckstr. 13 64850 Schaafheim 64853 Otzberg Leo.Tyll@gmx.de hm.hangleiter@t-online.de 0176-61187487 0171-5235625 www.hangleiter.com
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| Ort: Bad Soden | Befunduntersuchung |
|---|---|
| Objekt: Burgberg-Inhalatorium | Zustand: 2022 |
| Bauteil: | Druckdatum: Feb 2023 |
| Bereich: | Bearbeiter: L. Saltzmann-Tyll |
1 INHALTSVERZEICHNIS
Bad Soden, Taunus .................................................................................................................................. 1
- Vorlauf .............................................................................................................................................. 3
1.1. Ziel und Aufgabenstellung ....................................................................................................... 3
1.2. Beschreibung des Objektes ...................................................................................................... 3
1.3. Bereichseinteilung ................................................................................................................... 3
1.4. Systematisierung der Quellen .................................................................................................. 3
1.5. Tabellarische Daten zu Baugeschichte ..................................................................................... 4
-
Definition der Bereiche die untersucht wurden ............................................................................... 5
-
Bau und Veränderungsphasen ......................................................................................................... 5
1.1 Phase 1 Erbauungszeit 1912 .......................................................................................................... 5
1.2 Phase 2 Frühe Veränderungen ....................................................................................................... 7
1.3 Phase 3 Anbau der Eingangshalle im EG 1928 ............................................................................... 8
1.4 Phase 4 sonstige Veränderungen 30er bis 50er ............................................................................. 9
1.5 Phase 5 um 1964 .......................................................................................................................... 10
1.6 Phase 6 1992 ................................................................................................................................ 12
-
Fotodokumentation Befundblätter ................................................................................................ 13
-
Historische Bildquellen ................................................................................................................... 27
6 Baualterspläne .................................................................................................................................... 32
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| Ort: Bad Soden | Befunduntersuchung |
|---|---|
| Objekt: Burgberg-Inhalatorium | Zustand: 2022 |
| Bauteil: | Druckdatum: Feb 2023 |
| Bereich: | Bearbeiter: L. Saltzmann-Tyll |
1. VORLAUF
1.1. ZIEL UND AUFGABENSTELLUNG
Vorbereitende Untersuchung der Halle und der Fassaden mit dem Ziel einer zeitlichen Einordnung des Bestandes.
Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass im Eingangsbereich des Erdgeschosses hölzerne Ausstattung der ersten beiden Ausstattungsphasen erhalten ist. Dieser Bereich wurde noch nicht näher untersucht.
1.2. BESCHREIBUNG DES OBJEKTES
1912/13 von E. Rückbauer, Fa. P. Holzmann errichtet. Repräsentativer Skelettbau auf quadratischem Grundriss, in am Klassizismus orientierten Formen. Mit zweiarmiger, sechsläufiger Freitreppe zum Hauptgeschoss, die einen 1927/28 angefügten oktogonalen Terrassenvorbau umschließt. Zurückspringendes Dachgeschoss über quadratischer zweigeschossiger Halle. Innen Korbbögen über zwölf Pfeilern, Galerie und Lichtkuppel.1
1.3. BEREICHSEINTEILUNG
Die Fassaden des Gebäudes werden nach Himmelsrichtung bezeichnet, die Fensterachsen von links nach rechts durchnummeriert.
Die in der Planung verwendeten Bezeichnungen als 0 Erdgeschoss, 1. und 2. Obergeschoss werden beibehalten, in den historischen Beschreibungen und Plänen werden die Bezeichnung Erdgeschoss, Hauptgeschoss und Obergeschoss verwendet.
Abb. 1: Fensterkartierung Westfassade mit Legende. Plangrundlage: Städt. Bade- und Kurbetrieb Bad Soden, 1992 1.4. SYSTEMATISIERUNG DER QUELLEN Die Quellen zum Parkinhalatorium sind in der Publikation von Günter Menze2 „Vom Park-Inhalatorium zum Medico Palais, Eine Dokumentation der Inhalatorien in Bad Soden am Taunus“ aufgearbeitet. Gut
1 Dehio, 2008, S. 59 2 Menze, 2012 Seite 3
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| Ort: Bad Soden | Befunduntersuchung |
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| Objekt: Burgberg-Inhalatorium | Zustand: 2022 |
| Bauteil: | Druckdatum: Feb 2023 |
| Bereich: | Bearbeiter: L. Saltzmann-Tyll |
dokumentiert ist die Zeit von der Errichtung des Gebäudes bis in die 1930er Jahre und ab Übernahme des Gebäudes durch die Stadt Bad Soden 1982, die Quellen zu den 1950er bis 1970er Jahren sind leider nur fragmentarisch vorhanden. Die prägende Bauphase um 1964 konnte über Postkarten datiert werden. 1.5. TABELLARISCHE DATEN ZU BAUGESCHICHTE 3
1911 Baugenehmigung 1912 Fertigstellung 1914 Erhöhung Lüftungsschacht 1914 Aufstocken im 1OG auf den bestehenden Anbau (bauzeitliche Planänderung) im Nordosten mit Raum für Trafo und Werkstatt 1922-1925 Erweiterungsbau DG (vgl. Planung und Fotos 1919 mit 1925) 1927 Einbau Personenaufzug 1928 Gebäude mit Waschküche nördlich (1-gesch. 5x5m) 1928 Anbau Eingangshalle, Druckluftkammern Links vom Eingang, Lamellenjalousien im OG, Glastrennwand auf der Dachterrasse (siehe Bild 1930) 1928 Erneuerung Soleleitung 1930 Einbau Drehtür Antrag 1930, Ausführung vermutlich 1931 (gestuft aus der Fassade vorspringend mit halbrundem Dach) 1936 Einfriedung Grundstück mit Maschendraht 1952 Werbeprospekt mit Spalieren und Halle in ursprünglicher Gestaltung 1959 Bau Garage und Öltankanlage Ostgrenze 1962 geplanter Erweiterungsneubau Westseite (3.890 m³), Ca. 1964 Generalsanierung: neue Fassadengestaltung, Rückbau Spaliere, Beleuchtungssäulen Eingang, neue Innenfenster, Veränderung Brüstung Dachterrasse, neuer Drehtürvorbau, Neufassung Halle, Erneuerung der Hallentüren im 1 OG 1979 Eintragung Gesamtanlage Bad Soden, Paulinenschlösschen, Kuranlagen mit Inhalatorium in das Denkmalbuch - Denkmaltopographie "Sonderbaugebiet Kur" 1980-85 Planungen für Umnutzung und Erweiterung 1986-88 Beschluss Sanierung und Umnutzung Inh. In Kurverwaltung, Anwendung und Arztpraxen 1990 Bauantrag zum Umbau zum Kurmittelhaus 1991-1993 Generalsanierung, dabei Entfernen der historischen Fliesen und weiterer original Ausstattung, neue Decken und UZ, Sanierung Asbestdacheindeckung, Sanierung Terrassenbrüstung, Außenputz weitgehend beibehalten, Glasdach Neubau Technikzentrale, Wintergärten, Aufzug, Eingang hinten 2003 Praxisumbau 2005 Umnutzung als Ärztehaus 2009 Änderung BSK (Brandschutzvorhänge) wg. Veranstaltung EG 2011 Dach und Fassadensanierung (Instandsetzung der Brüstung kein Gesamtanstrich der Fassaden)
3 Eckdaten aus Menze, 2012, S. 544- 546, in der Publizierten Zeittafel sind Daten aus Bauamtsunterlagen veröffentlicht. Diese Daten wurden mit Informationen aus historischen Aufnahmen ergänzt und teilweise korrigiert Seite 4
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2. DEFINITION DER BEREICHE DIE UNTERSUCHT WURDEN
Untersucht wurden alle Fassaden, Schwerpunkt war die Zuordnung der Fassadenputze und die Suche nach den ersten beiden Fassadenfassungen, sowie die Zuordnung und Kartierung des Fensterbestandes. Im Innenraum wurde die zentrale Halle erfasst. Hier liegt der Untersuchungsschwerpunkt im Erfassen des originalen Bestandes.
3. BAU UND VERÄNDERUNGSPHASEN
1.1 PHASE 1 ERBAUUNGSZEIT 1912
Abb. 2: 1912_Gesamtansicht, Zeichnung von 1912 Scan aus den Bauamtsunterlagen Upload Nina Elzenheimer 7/11/2022
FASSADEN Das bauzeitliche Äußere des Inhalatoriums ist über historische Aufnahmen, Grundrisse und Fassadenaufrisse belegt. Aus der Baubeschreibung von 1911 sind Informationen über die Materialität zu entnehmen: Wände und Decken: Mauerwerk und Eisenbeton; Bedachungen: Holzzement, Schiefer und Drahtglas; Fassadengestaltung: Basalt, Sandstein und Terranova Putz4
Bei dem Erdgeschoss des Anbaus im Nordosten handelt es sich um eine erbauungszeitliche Planänderung.
BESTAND PHASE 1: Bauzeitlicher Bestand Fassadengestaltung:
⋅ Putzreste in den Nischen der Loggia ⋅ Figureneschmuck Loggia ⋅ Putz-Profile der Fenstergewände im 1. OG
4 Terranova Putz ist ein Edelputz mit farbigen Gesteinssplitt als Zuschlag. Die Zuschläge sind so gewählt, dass Farb- oder Glanzeffekte erreicht werden können, die Putze haben meist eine charakteristische raue Kratz- oder Schabeputz-Oberfläche, sie werden nicht überstrichen. Seite 5
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⋅ möglicherweise Teile der Putz-Profile in der Terrassenbrüstung des 2 OG erhalten. ⋅ Sandsteinsäulen der Loggia ⋅ Sandstein Balustrade der Loggia ⋅ Baluster der Terrasse im 2 OG ⋅ Überbaute Eckstützen der ehemaligen Freisitze auf den Ecken das 2 OG ⋅ Basalttreppen zur Loggia ⋅ Fenstergitter und Geländer der Treppenanlage ⋅ Auf der Ost-, West- und Südfassade der niedrige Sockel aus dunkelrotem Klinker. ⋅ Der Bestand der bauzeitlichen Fenster ist in einer Kartierung im Plananhang eingetragen.
HALLE Die ursprüngliche Ausstattung der Halle ist über historische Aufnahmen gut belegt. Die heutige Gestaltung der Halle stammt weitgehend aus der Bauphase 5 um 1964, einige Originale Ausstattungsteile haben sich bis heute erhalten.
BESTAND PHASE 1: Von der ursprünglichen Ausstattung der Halle hat sich im 1 und 2 OG folgender Bestand erhalten:
⋅ Kubatur des Raumes mit Korbbögen im 1 OG und eckigen Öffnungen im 2 OG, flachem Kuppelgewölbe und runder verglaster Lichtöffnung im Scheitel. ⋅ Wandbrunnen und Inschriftentafel aus Kalkstein (ursprünglich farbig gefasst) ⋅ Stuckreliefs an den Wänden, es handelt sich um sehr dünne vorgefertigte Stuckelemente die die mit einem groben Gewebe armiert sind. ⋅ Die Stuckverzierungen ober- und unterhalb der Brüstung des 2 OG. Die stuckierten Pilasterkapitelle und die canellierten Wandpilaster sind nicht original, sie stammen wahrscheinlich aus Phase 5 (1964) ⋅ Eisengeländer um die runde Bodenöffnung im 1 OG zum EG. ⋅ Sandsteineinfassung der Öffnung im Boden ⋅ An Ketten abgehängte Uhr aus dem mittleren Bogen im Norden ⋅ hölzerne Stützen und Brüstungselemente im 2 OG, Aufgrund der Freilegung während der Maßnahme 1992 ist die Zuordnung nicht mehr über die Fassungsabfolge zu belegen. ⋅ Die Türen im EG von der Halle zu den umgebenden Räumen sowie die Holz-Glas-Wände im Eingangsbereich des EG sind mit kleinen Veränderungen aus der Bauzeit erhalten. ⋅ Die Türen im 1 und 2 OG sind aus Phase 1964 und später, die Sprossenteilung weicht von der ursprünglichen ab. Vereinzelt sind Originalteile wiederverwendet worden.
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1.2 PHASE 2 FRÜHE VERÄNDERUNGEN
Abb. 3: ca. 1925 Auf der Dachterrasse sind beidseitig Anbauten zugefügt. Menze, 2012, S. 318
FASSADEN Über historische Fotos, Detailpläne und Dokumente sind frühe Veränderungen am Gebäude nachvollziehbar. Es existieren Genehmigungsunterlagen von 1913 und 1914 für einen Anbau im Norden (Transformatorenstationsanbau) und eine Erhöhung eines Lüftungsschachtes. Außerdem lassen sich ab etwa 1922 beidseitige Anbauten auf der Dachterrasse über historische Aufnahmen nachweisen. Anhand stilistischer Merkmale lassen sich für die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts Fensterveränderungen in zwei Kampagnen nachweisen. Eine Kampagne verändert die Fenster in den nordwestlichen Räumen des EG und 1 OG zu Kastenfenstern, eine weitere Maßnahme tauscht einzelne Fenster im Norden (vermutlich Toilettenumbauten) und im Süden. Ein Zusammenhang mit den verschiedenen Anbauten ist anzunehmen, eine exaktere Zuordnung der Veränderungen ist aber nicht möglich.
Veränderungen der Halle sind für die Zeit nicht überliefert
BESTAND PHASE 2:
⋅ Aufstockung im 1.OG auf den Anbau in der Nordostecke 1914 ⋅ 3 (Innen-) Fenster im Anbau, siehe Kartierung ⋅ Erweiterungsbauten auf der Terrasse, wahrscheinlich bei der Maßnahme 1991 weitgehend erneuert ⋅ Fensterveränderungen siehe Kartierung
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1.3 PHASE 3 ANBAU DER EINGANGSHALLE IM EG 1928
Abb. 4: ca. 1929-1930, die Eingangshalle ist fertiggestellt, im EG sind hinter den zwei rechten Fenstern die Einbauten der „pneumatischen Zimmer“ zu sehen, im OG sind die Markisen durch Lamellenjalousien ersetzt, und auf der Dachterrasse wurde eine Trennwand zugefügt.
FASSADEN Die Planung für den Anbau einer Eingangshalle im Süden zwischen den beiden Treppenläufen beginnt bereits Anfang 1927. Für Juli 1928 ist ein Rohbau-Abnahmeprotokoll archiviert. Bei der Maßnahme wird wie aus Plänen und Fotografien gut erkennbar ein Baukörper zwischen die Treppenläufe gesetzt. In den Plänen ist die gesamte Treppenanlage als Neubau rot gekennzeichnet, welche Teile für die neue Eingangshalle tatsächlich abgebrochen und neu aufgesetzt wurden, wurde nicht untersucht.
Im Zuge der Maßnahme wurden im 1 OG die kleinen Klappmarkisen durch Lamellenjalousien mit Lambrequins5 als außenliegender Sonnenschutz ausgetauscht, im EG wurden weitere Druckkammern eingebaut und die Dachterrasse wurde mit einer halbtransparenten Trennwand unterteilt. Für die gleiche Zeit ist der Einbau eines Aufzugs in das Auge des Treppenhauses belegt.
BESTAND PHASE 3:
⋅ Eingangshalle ⋅ Balustrade auf dem Dach der Eingangshalle ⋅ Schalterfenster im Inneren der Eingangshalle erhalten. ⋅ Fensterveränderungen siehe Kartierung
5 Lambrequin: Zierblende, häufig aus Blech ornamental ausgearbeitet zum Verdecken von Jalousien Seite 8
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1.4 PHASE 4 SONSTIGE VERÄNDERUNGEN 30ER BIS 50ER
Abb. 5: ca. 1937, an die Eingangshalle ist ein runder Vorbau für die Drehtür angefügt Quelle: Ansichtskarten-Lexikon.de https://ansichtskarten-lexikon.de/ak-18595.html
Abb. 6: Prospekt von 1952, Fassade und Halle entsprechen der ursprünglichen Gestaltung Quelle: abb.-5-werbeprospekt-1952.jpg (4571×5010) (bad-soden.de)
FASSADEN Für 1930 wird der Einbau von Drehtüren im EG und 1 OG beantragt. Diese Veränderung wird im EG umgesetzt. Bei der heutigen Drehtür mit eckigem Vordach handelt es sich nicht um Bestand dieser Maßnahme, die Drehtüre wurde bei der Maßnahme 1964 erneuert. Aus dem Jahr 1952 ist ein Prospekt des Inhalatoriums erhalten. Auf dem Titelbild sind sowohl die Fassaden als auch die Halle weitgehend im bauzeitlichen Zustand mit den Erweiterungen der Phase 3 zu sehen.
BESTAND PHASE 4:
⋅ Kein erkennbarer Bestand
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1.5 PHASE 5 UM 1964
Abb. 7: Postkarte nach 19586, das Inhalatorium zeigt die alte Fassadengliederung Quelle: https://www.ebay.de/itm/363965673426
Abb. 8: Postkarte 19657, das Inhalatorium zeigt die neue Fassadengliederung Quelle: https://www.ebay.de/itm/353490955601
FASSADEN Die heutige Gestaltung der Fassaden und der zentralen Halle ist das Ergebnis einer großen Sanierungsmaßnahme, die sich anhand von Postkarten auf ca. 1964 datieren lässt, zu der aber keine Unterlagen vorliegen. Ein nicht bearbeiteter Bauantrag für einen Neubau im Westen von 1962 macht eine große Maßnahme am bestehenden Inhalatorium plausibel.
Bei der Maßnahme wurde das Gebäude umfassend saniert. An den Fassaden wurde die ursprünglich mit Holzspalieren hergestellte Gliederung des Erdgeschosses entfernt. Die gesamten Fassaden wurden neu verputzt, das Erdgeschoss erhielt eine Putzgliederung in Anlehnung an die Gestaltung des Obergeschosses. Diese springt gegenüber der Gliederung im OG etwas vor, der Versprung wird von einem kleinen Holzgesims kaschiert und abgedeckt. Auf der Dachterrasse wurden die durchbrochenen Brüstungselemente mit Fächermuster (vermutlich Beton bzw. Kunststein) entfernt und die
6 Datierung neue Trinkkuranlage 7 1965 postalisch gelaufen Seite 10
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| Objekt: Burgberg-Inhalatorium | Zustand: 2022 |
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Brüstungsfelder leicht zurückspringend vermauert. In dem mit Balustern und Schriftkartusche gestaltetet Bereich über der Loggia wurde ein breites Schriftfeld angelegt. Die Schriftkartusche wurde dafür entfernt, die Baluster blieben hinter dem Schriftfeld erhalten. Der gerundete Vorbau der Drehtür von 1930 wurde entfernt und gegen einen eckigen Vorbau mit weit auskragendem Dach ersetzt.
Im gesamten Gebäude wurden Innenfenster nachgerüstet und die beschädigten Fenster gegen neue Kastenfenster ersetzt.
BESTAND PHASE 4:
⋅ Fassadenputze und Fassadengestaltung im EG mit hölzernem Abschlusssgesims ⋅ Vermauerung in den ursprünglich durchbrochenen Brüstungsteilen der Dachterrasse ⋅ Orthogonaler Drehtürvorbau ⋅ Etliche ausgetauschte Fenster (siehe Kartierung) ⋅ Innenfenster (siehe Kartierung)
HALLE Das heutige Gestaltungskonzept der Halle stammt ebenfalls aus dieser Bauphase. Es entspricht nicht der bauzeitlichen Ausstattung. Erbauungszeitliche Ausstattungsstücke sind durch kannelierten Pilaster und Stuckkapitelle auf den Säulen ergänzt und in ein helles Farbkonzept eingebunden. Dazu waren die Türen im EG und Holzgeländer im OG grün gefasst.
BESTAND PHASE 4:
⋅ Farbgestaltung der Halle ⋅ Cannelierte Wandpilaster ⋅ Stuckkapitelle auf den Stützen im 1 OG ⋅ Türen im 1 OG
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| Ort: Bad Soden | Befunduntersuchung |
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| Objekt: Burgberg-Inhalatorium | Zustand: 2022 |
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1.6 PHASE 6 1992
Abb. 9: ca. 1991, Fassade zu Anfang der Maßnahme. Quelle: Fotodokumentation der Baumaßnahme. Upload Nina Elzenheimer 07/18/2022
FASSADEN Die Maßnahme 1992 ist über zahlreiche Fotos gut dokumentiert. Die Fassadengestaltung der Maßnahme 1964 wurde weitgehend beibehalten, lediglich das große Schriftfeld im 2 OG wurde zurückgebaut. Die Baluster wurden dabei wieder freigelegt, in dem fehlenden, mittleren Feld wurde eine Gestaltung entsprechend der übrigen Brüstung ergänzt.
Im 2 Obergeschoss wurden Teile der Terrasse mit Wintergärten überbaut und die überdachten, eingezogenen Eckbereiche des ursprünglichen Obergeschosses geschlossen.
HALLE In der Halle wurde ebenfalls die Gestaltung von 1964 beibehalten. Die hölzerne Ausstattung wurde jedoch vollständig entlackt und neu gefasst. Die zu dem Zeitpunkt noch erhaltenen originalen Strukturen sowie etliche Ausstattungselemente in den Räumen rund um die Halle wurden bei der Maßnahme entfernt. Die Türen im Erdgeschoss sowie die Holz-Glastrennwände und Schalter im Eingangsbereich blieben als einzige historische Innenausstattung erhalten.
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4. FOTODOKUMENTATION BEFUNDBLÄTTER
BEFUNDBLATT B 1
| Ort: | Bad Soden i.T. | Befundstelle: | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Objekt: | Medico Palais | Abbildung: | BS-23 (1) | ||||||||||
| Bauteil: | Fassade | Abbildung: | BS-23 (2) | ||||||||||
| Bereich: | Zustand: | Aug-Dez 22 | |||||||||||
| Bearbeiter: | Saltzmann | Datum: | März 23 | ||||||||||
| Westfassade, Fenster EG und Fenster 1 OG die Fenster im EG verfügen im Gegensatz zu den Fenster im | |||||||||||||
| 1 OG über hölzerne Rollläden. Bei den Fenstergewänden des 1 OG handelt es sich um aufstuckierte | |||||||||||||
| Profile. | |||||||||||||
| An einigen wenigen Fenstern haben sich die originalen Fensterhebel erhalten, die meisten Fenster haben | |||||||||||||
| Schubstangenverschlüsse mit einfachen Messingoliven – vermutlich bereits vor dem Krieg ausgetauscht. |
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BEFUNDBLATT B 2
| Ort: | Bad Soden i.T. | Befundstelle: | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Objekt: | Medico Palais | Abbildung: | BS-23 (2), (3) | ||||||||||
| Bauteil: | Fassade | Abbildung: | BS-23 (4), (5) | ||||||||||
| Bereich: | Zustand: | Aug-Dez 22 | |||||||||||
| Bearbeiter: | Saltzmann | Datum: | März 23 | ||||||||||
| 1912 Standart | 1912, Toilettenfenster mit | 1912 mit verbreitertem Kämpfer, | |||||||||||
| feststehendem Mittelsteg | für Kastenfenster | ||||||||||||
| Auf den Fassade finden sich verschiedene Fenstertypen. Die oberen | |||||||||||||
| 3 Fenster stammen aus der Erbauungszeit oder einer frühen | |||||||||||||
| Umbauphase, bei dem unteren Fenster handelt es sich um den | |||||||||||||
| Nachbau aus der Bauphase 1964, dabei wurde der kleine | |||||||||||||
| Diamantquader auf der Kreuzung von Kämpfer und senkrechter | |||||||||||||
| Schlagleiste weggelassen. | |||||||||||||
| Auf dem Technik Plan von 1912 sind die Toiletten flankierend zum | |||||||||||||
| Treppenhaus angelegt. Der abweichende Fenstertypus mit festem | |||||||||||||
| Mittelsteg ist notwedig um in den Kabinen die zu Fenster öffnen. |
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BEFUNDBLATT B 3
| Ort: | Bad Soden i.T. | Befundstelle: | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Objekt: | Medico Palais | Abbildung: | BS-23 (6), (7) | ||||||||||
| Bauteil: | Fassade | Abbildung: | BS-23 (8), (9) | ||||||||||
| Bereich: | Zustand: | Aug-Dez 22 | |||||||||||
| Bearbeiter: | Saltzmann | Datum: | März 23 | ||||||||||
| Fensterverschluss 1912 | Fensterverschluss historischer Ersatz | ||||||||||||
| Fensterverschluss zu den Fenstern von 1964 | Fensterverschluss Maßnahmen 1991-1993 | ||||||||||||
| An einigen wenigen Fenstern haben sich die originalen Fensterhebel erhalten, die meisten Fenster haben | |||||||||||||
| Schubstangenverschlüsse mit einfachen Messingoliven – diese sind nicht exakt zu datieren, vermutlich | |||||||||||||
| stammen sie aus einer Maßnahme der 20er-40er Jahre. |
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BEFUNDBLATT B 4
| Ort: | Bad Soden i.T. | Befundstelle: | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Objekt: | Medico Palais | Abbildung: | BS-23 (10) | ||||||||||
| Bauteil: | Fassade | Abbildung: | BS-23 (11) | ||||||||||
| Bereich: | Zustand: | Aug-Dez 22 | |||||||||||
| Bearbeiter: | Saltzmann | Datum: | März 23 | ||||||||||
| Westfassade Fenster 1 OG bei den Fenstergewänden des 1 OG handelt es sich um auf das | |||||||||||||
| Ziegelmauerwerk (Bild links) aufstuckierte Profile (Bild rechts). Bei den heutigen Profilen handelt es sich | |||||||||||||
| vermutlich um den mehrfach überarbeiteten originalen Bestand. | |||||||||||||
| Der in der Baubeschreibung genannte Terranova Putz konnte nicht identifiziert werden |
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BEFUNDBLATT B 5
| Ort: | Bad Soden i.T. | Befundstelle: | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Objekt: | Medico Palais | Abbildung: | BS-23 (12) | ||||||||||
| Bauteil: | Fassade | Abbildung: | BS-23 (13) | ||||||||||
| Bereich: | Zustand: | Aug-Dez 22 | |||||||||||
| Bearbeiter: | Saltzmann | Datum: | März 23 | ||||||||||
| 5.2 5.1 2 4.2 3 4.1 1.2 1.1 | |||||||||||||
| Südfassade, Loggia, linke Figuerennische: In der Figuernnische finden sich unter einer modernen | |||||||||||||
| Putzschicht Reste eines älteren Putzes mit diversen Fassungsschichten. Auf der geglätteten | |||||||||||||
| Putzoberfläche (1.1) liegt als erste Farbschicht ein grünlich-grauer Anstrich (1.2). Darüber aber unter der | |||||||||||||
| Überputzung liegen zwei gelbe Tünchen. Die satt gelbe untere Tünche hat keine Haftung zum Untergrund | |||||||||||||
| (2), der Tünche scheint ein großer Anteil an grobem Füllstoff zugesetzt zu sein (wahrscheinlich um Risse | |||||||||||||
| und Ausbesserungen im Putzbestand zu kaschieren.) Die obere ist eine matte gelbliche Tünche (3). | |||||||||||||
| Die moderne Putzschicht ist der Maßnahme um 1964 zuzurechnen (4.1), dazu ein hellgelber Anstrich | |||||||||||||
| (4.2). Der hellgelbe Anstrich der Maßnahme 1991 (5.2) auf einer dünnen körnigen Ausbesserungsschicht | |||||||||||||
| (5.1). |
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BEFUNDBLATT B 6
| Ort: | Bad Soden i.T. | Befundstelle: | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Objekt: | Medico Palais | Abbildung: | 1991 DG West2 | ||||||||||
| Bauteil: | Fassade | Abbildung: | BS-23 (14), (15) | ||||||||||
| Bereich: | Zustand: | Aug-Dez 22 | |||||||||||
| Bearbeiter: | Saltzmann | Datum: | März 23 | ||||||||||
| 4.1 4.2 | |||||||||||||
| Südwestecke 2 Obergeschoss, bereits vor der | 3 2 1 | ||||||||||||
| Maßnahme 1991-1993 waren die Freisitze auf den | |||||||||||||
| Ecken des 2 OG geschlossen. Bei der Maßnahme | |||||||||||||
| wurden die bestehenden Vermauerungen teilweise | |||||||||||||
| erneuert und teilweise mit einer Styropordämmung | |||||||||||||
| versehen, so dass die Eckstütze in der Wandflucht | |||||||||||||
| verschwand. Hinter der Styropordämmung ist auf | |||||||||||||
| der Stütze eine historische Fassungsabfolge | |||||||||||||
| erkennbar. | |||||||||||||
| 1. Raue Putzoberfläche möglicherweise | |||||||||||||
| Terranova Putz, Farbton nicht bestimmt. | |||||||||||||
| 2. Satt gelber Anstrich (entspricht Farbton der | |||||||||||||
| zweiten Farbschicht in der Nische der Loggia) | |||||||||||||
| 3. Vermutlich mehrere gelbe Tünchen | |||||||||||||
| (konnten in der Öffnung nicht abgetreppt | |||||||||||||
| werden) | |||||||||||||
| 4. 4.1 Grundputz der Maßnahme 1991, 4.2 | |||||||||||||
| Glättschicht und Fassung der Maßnahme 1991 |
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BEFUNDBLATT B 7
| Ort: | Bad Soden i.T. | Befundstelle: | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Objekt: | Medico Palais | Abbildung: | 1930 Süd, 1991 | ||||||||||
| DG Süd | |||||||||||||
| Bauteil: | Fassade | Abbildung: | BS-23 (16), (17) | ||||||||||
| Bereich: | Zustand: | Aug-Dez 22 | |||||||||||
| Bearbeiter: | Saltzmann | Datum: | März 23 | ||||||||||
| 1 2 | |||||||||||||
| Südostecke 2 OG, Brüstung Dachterrasse: Die | |||||||||||||
| ursprünglich mit durchbochenen Gusselementen | |||||||||||||
| ausgestatteten Füllungsfelder der Brüstung wurden | |||||||||||||
| bei der Maßnahme 1964 verschlossen. Ebenso | |||||||||||||
| wurden die Öffnungen unter der Brüstung | |||||||||||||
| verschlossen. Auf dem Bild rechts scheint der | |||||||||||||
| untere Abschluss als durchgehende Betonriegel. | |||||||||||||
| Die bauliche Situation wurde bei der Maßnahme | |||||||||||||
| 1991 beibehalten. Für 2011 gibt es Unterlagen, dass | |||||||||||||
| die Terrassenbrüstung unansehnlich geworden sei | |||||||||||||
| und die Rücksprünge der Nischen mit einer | |||||||||||||
| Vormauerung aus Leichtbeton reduziert wurden um | |||||||||||||
| die Wasserführung zu verbessern. | |||||||||||||
| Reste der durchbrochenen Brüstungsfelder wurden | |||||||||||||
| nicht vorgefunden. |
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BEFUNDBLATT B 8
| Ort: | Bad Soden i.T. | Befundstelle: | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Objekt: | Medico Palais | Abbildung: | ||||||||||
| Bauteil: | Fassade | Abbildung: | BS-23 (18) | |||||||||
| Bereich: | Zustand: | Aug-Dez 22 | ||||||||||
| Bearbeiter: | Saltzmann | Datum: | März 23 | |||||||||
| Halle, Gesamtaufnahme 1OG: | ||||||||||||
| Das Geländer um die Bodenöffnung, die Stuckelemente im 2 OG, wahrscheinlich die Brüstungen im 2 OG | ||||||||||||
| und die Stuckreliefs an den Wänden gehören zum originalen Bestand |
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BEFUNDBLATT B 9
| Ort: | Bad Soden i.T. | Befundstelle: | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Objekt: | Medico Palais | Abbildung: | BS-23 (19), (20) | ||||||||||
| Bauteil: | Fassade | Abbildung: | BS-23 (21) | ||||||||||
| Bereich: | Zustand: | Aug-Dez 22 | |||||||||||
| Bearbeiter: | Saltzmann | Datum: | März 23 | ||||||||||
| 1 2 5.1 3 5.2 4 | |||||||||||||
| Halle, 1 OG, Metallgeländer mit hölzernem Handlauf: | |||||||||||||
| Das Metallgeländer wurde bei der Maßnahme 1991 nicht freigelegt. Hier finden sich 4-5 | |||||||||||||
| Fassungsschichten, die sich zeitlich noch nicht eindeutig zuordenen lassen. Die Metallteile zeigen | |||||||||||||
| deutliche Korrosion. Bei der ersten erkennbare Farbschicht ist icht eindeutig ob es sich um eine grüne | |||||||||||||
| Fassung ode um eine grün verfärbte Goldbronze handelt. | |||||||||||||
| 1. Grün | 4. Goldbronze auf weißer Grundierung 5. 5.1 weiße Grundierung, 5.2 Goldbronze | ||||||||||||
| 2. Gold/ Goldbronze | |||||||||||||
| 3. Rot, hellrot vorgelegt |
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BEFUNDBLATT B 10
| Ort: | Bad Soden i.T. | Befundstelle: | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Objekt: | Medico Palais | Abbildung: | 1991 Halle ZZ | ||||||||||
| Bauteil: | Fassade | Abbildung: | BS-23 (22) | ||||||||||
| Bereich: | Zustand: | Aug-Dez 22 | |||||||||||
| Bearbeiter: | Saltzmann | Datum: | März 23 | ||||||||||
| Halle, Brüstung Galerie 2 OG: Auf dem Foto der Maßnahme 1991-1993 ist das freigelegt | |||||||||||||
| Brüstungsgeländer zu sehen. Unter dem heutigen Anstrich wurden bislang keine Reste älterer Fassung | |||||||||||||
| angetroffen. Das hsitorische Foto zeigt die heute erhaltene Gestaltung der Halle mit Ausbesserungen. | |||||||||||||
| Die Fassung war Bestand und wurde bei der Maßnahme wiederholt. |
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BEFUNDBLATT B 11
| Ort: | Bad Soden i.T. | Befundstelle: | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Objekt: | Medico Palais | Abbildung: | BS-23 (23) | ||||||||||
| Bauteil: | Fassade | Abbildung: | BS-23 (24), (25) | ||||||||||
| Bereich: | Zustand: | Aug-Dez 22 | |||||||||||
| Bearbeiter: | Saltzmann | Datum: | März 23 | ||||||||||
| Halle, Profil unterhalb der Brüstung Galerie 2 OG:Die erhaltenen Stuckelemente entsprechen dem Stuck | |||||||||||||
| auf den historischen Aufnahmen. Als ersten Anstrich finden sich auf dem Stuck bräunliche Farbreste die | |||||||||||||
| vermutlich zur Erstfassung gehören. |
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BEFUNDBLATT B 12
| Ort: | Bad Soden i.T. | Befundstelle: | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Objekt: | Medico Palais | Abbildung: | BS-23 (26) | ||||||||||
| Bauteil: | Fassade | Abbildung: | BS-23 (27) | ||||||||||
| Bereich: | Zustand: | Aug-Dez 22 | |||||||||||
| Bearbeiter: | Saltzmann | Datum: | März 23 | ||||||||||
| Halle, 1 OG, cannelierte Wandpilaster: Die cannelierten Wandplaster entsprechen nicht der | |||||||||||||
| Wandgestaltung auf den historischen Aufnahmen, als erster Anstrich findet sich auf den Pilastern eine | |||||||||||||
| helle grauweiße Tünche, der Wandputz mit einer hellbräunlichen Tünche läuft hinter die Pilaster. | |||||||||||||
| Die Stuckreleifs an den Wänden sind Originalbestand |
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BEFUNDBLATT B 13
| Ort: | Bad Soden i.T. | Befundstelle: | |||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Objekt: | Medico Palais | Abbildung: | BS-23 (28), (29) | ||||||||||||
| Bauteil: | Fassade | Abbildung: | BS-23 (30) | ||||||||||||
| Bereich: | Zustand: | Aug-Dez 22 | |||||||||||||
| Bearbeiter: | Saltzmann | Datum: | März 23 | ||||||||||||
| EG, Schaltertür Ostseite | EG Schaltertüre Westseite, Türblatt ausgehängt | ||||||||||||||
| Eingangshalle, EG, Schaltertüren: Die beiden Türen mit Schalterfenstern wurden beim Umbau 1928 | |||||||||||||||
| beibehalten und sind bis heuter erhalten. Die Gläser wurden 1992 gegen dickere Scheiben getauscht, | |||||||||||||||
| dadurch verschwinden die Profile in den Glasleisten. Plan: Menze, 2012, S. 312 |
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BEFUNDBLATT B 14
| Ort: | Bad Soden i.T. | Befundstelle: | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Objekt: | Medico Palais | Abbildung: | BS-23 (31) | ||||||||||
| Bauteil: | Fassade | Abbildung: | BS-23 (32) | ||||||||||
| Bereich: | Zustand: | Aug-Dez 22 | |||||||||||
| Bearbeiter: | Saltzmann | Datum: | März 23 | ||||||||||
| Eingangshalle, EG, Holz-Glas Wandelemente: Im Eingangsbereich des EG sind die bauzeitlichen Holz-Glas | |||||||||||||
| Wandelemente erhalten. Die Elemente sind zu den Räumen hin überbaut, scheinbar sind hier die | |||||||||||||
| originalen Scheiben erhalten. | |||||||||||||
| Plan: Menze, 2012, S. 315 |
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5. HISTORISCHE BILDQUELLEN
ARCHIVBILD A 1
| Ort: Bad Soden i.T. | Inventar Nr.: |
|---|---|
| Objekt: Medico Palais | Datierung: |
| Bauteil: Fassade | Erstellt von: |
| 1912_Gesamtansicht, Zeichnung von 1912 Scan aus den Bauamtsunterlagen Quelle: Upload Nina Elzenheimer 7/11/2022 | |
| Gesamtansicht der Fassade, die Gestaltung wurde gegenüber den Entwürfen von 1911 etwas vereinfacht. Vermutlich wurde aus Kostengründen auf die Bänderrustika im EG verzichtet. Auch der geplante aber noch nicht ausgeführte Aufzug spricht für Einsparungen während des Baus |
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ARCHIVBILD A 2
| Ort: Bad Soden i.T. | Inventar Nr.: |
|---|---|
| Objekt: Medico Palais | Datierung: 1913 |
| Bauteil: Fassade | Erstellt von: |
| Quelle: https://historischer-verein-bad-soden.de/Projekte/100-Jahre-Burgberg-Inhalatorium | |
| Gut datierte Aufnahme des Eingangsbereiches im erbauungszeitlichen Zustand. Die Fassaden sind in einem einheitlichen Putzton, ohne farbige Differenzierung der Gleiderung gestaltet. Die Fensterrahmen und Spaliere stehen hell gegen den etwas dunkleren Putz. Der Farbton ist dunkler als die hellen bereiche der Sanssteinsäulen und heller als der Basalt der Treppe. Damit war die Fassadenfarbigkeit deutlich dunkler als heute, die Eisengeländer der Treppenanlage waren wahrscheinlich schwarz gefasst. |
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ARCHIVBILD A 3
| Ort: Bad Soden i.T. | Inventar Nr.: |
|---|---|
| Objekt: Medico Palais | Datierung: 1913/ 1914 |
| Bauteil: Fassade | Erstellt von: |
| 1913_Ansicht Nord, Zeichnung von 1913 Scan aus den Bauamtsunterlagen Quelle: 1914_Westfront Querschnitt von 1914 Scan aus den Bauamtsunterlagen Upload Nina Elzenheimer 7/11/2022 | |
| Nordfassade mit der ursprünglichen Eingangssituation. Der untere Teil des Anbaus im Nordosten ist bereits vorhanden. 1914 wird dieser um ein Geschoss aufgestockt |
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ARCHIVBILD A 4
| Ort: Bad Soden i.T. | Inventar Nr.: |
|---|---|
| Objekt: Medico Palais | Datierung: Ca. 1925 |
| Bauteil: Fassade | Erstellt von: |
| https://www.bad-soden.de/pdfs/kultur/museum/kur-und-baedergeschichte-bad-soden-am- Quelle: taunus.pdf?cid=4h | |
| Ab ca. 1925 sind auf Aufnahmen Erweiterungsbauten im DG erkennbar. Dazu gibt es keine Unterlagen in den Akten. Bei dem Anbau im Osten ist die Trennung zwischen baueitlichem Bestand und Erweiterung noch in der Dachausbildung ablesbar. Der Anbau im Westen wurde bei der Maßnahme 1991-1993 weitgehend erneuert. |
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ARCHIVBILD A 5
| Ort: Bad Soden i.T. | Inventar Nr.: | |
|---|---|---|
| Objekt: Medico Palais | Datierung: 1930 | |
| Bauteil: Fassade | Erstellt von: | |
| https://de.wikipedia.org/wiki/Medico- Quelle: Palais_%28Bad_Soden%29#/media/Datei:Bad_Soden_am_Taunus_-_Burgberginhalatorium.jpg | ||
| 1928 wurde der Eingangsbereich verändert und zwischen die Treppen eine Vorhalle gesetzt. Die Eingangstür wurde dafür wiederverwendet. Dadurch, dass die Eingangshalle etwas tiefer lag und eine großere Deckenhöhe hatte wurde der Tür ein kräftiger Türsturz aufgesetzt. Vermutlich gabe es mit dem Anbau eine neugestaltung der Fassaden. Auf dem Bild ist eine weißer Anstrich des Geländers zu einem dunklen Handlauf nachweisbar. Die Klappmarkisen über den Fenstern wurden bei der Maßnahme durch Lamellenjalousien mit Lambrequins ersetzt (Bild rechts). Hinter den Fenstern des EG sind die Einbauten von neuen Pneumatischen Kammern sichtbar. | ||
| Postkarte von 1929: https://www.akpool.de/ansichtskarten/27291662- ansichtskarte-postkarte-bad-soden-am-taunus- hessen-blick-auf-inhalatorium |
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6 BAUALTERSPLÄNE
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Der westliche Aufbau im 2 OG wurde bei der Maßnahme 1992 neu aufgebaut
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