03 Bewerbungsbedingungen.pdf

Rahmenvertrag über die Lieferung von flüssigem Stickstoff der Qualität 5.0

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 24.09.2026, 13:27 (Europe/Berlin)

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GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH Planckstraße 1, 64291 Darmstadt www.gsi.de

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Genderhinweis:

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männ-

lich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen

für alle Geschlechter.

An alle Bieter

Besondere Bewerbungsbedingungen für das Offene Verfahren

gem. § 15 VgV

Geschäftsführung: Dr. Katharina Stummeyer Sehr geehrte Damen und Herren, Jörg Blaurock Dr. Thomas Nilsson die GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH (im Folgenden „GSI“, Vorsitzende des GSI-Aufsichtsrats: Ministerialdirigentin Dr. Andrea Fischer Vergabestelle oder „Auftraggeber“) führt ein Offenes Verfahren gem. § 15 VgV, § 119 Abs. 3 GWB für die Ausschreibung „44/2600038197-38199 – Rahmenvertrag Sitz: Darmstadt Amtsgericht Darmstadt HRB 1528 Stickstoff LN2 Versorgung 2026-2030“ nachfolgenden Bedingungen durch: VAT-ID: DE 111 671 917 Landesbank Hessen/Thüringen Mitteilung von Unklarheiten in den Vergabeunterlagen IBAN DE56 5005 0000 5001 8650 04 BIC HELA DE FF

Nach Erhalt der Vergabeunterlagen hat der Bewerber/Bieter diese auf Voll- ständigkeit zu überprüfen. Sind die Vergabeunterlagen unvollständig oder ent- halten sie nach Auffassung des Bewerbers/Bieters Unklarheiten, so hat der Be- werber/Bieter unverzüglich den Auftraggeber vor Abgabe des Angebots über das DTVP darauf hinzuweisen.

HINWEIS: Klarstellend hebt die Vergabestelle hervor, dass die Begriffe „Bewer- ber“, „Bieter“, „Anbieter“ und „Auftragnehmer“ jeweils dieselbe (juristische) Per- son bezeichnen. Die „Bewerbergemeinschaft“ und die „Bietergemeinschaft“ wer- den ebenfalls synonym verwendet; der Übersichtlichkeit halber findet sich in den weiteren Unterlagen nur der Begriff „Bietergemeinschaft“.

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  1. Vergabeunterlagen und Bestandteile des Angebots

Folgende von der GSI mit den Vergabeunterlagen zur Verfügung gestellten Form- blätter sind als Bestandteil des Angebots bei der Vergabestelle ausgefüllt einzu- reichen:

  • Dokument „04 Eignungsnachweise.docx“ mit folgenden Formblättern und Mindestanforderungen 1.1 Formblatt Eigenerklärung zur Eignung nach §§ 123, 124 GWB 1.2 Formblatt Eigenerklärung MiLoG 1.3 Formblatt Eigenerklärung Betriebs-/Berufshaftpflicht Die Deckungssumme hat mindestens den doppelten Auftragswert abzu- sichern. 1.4 Formblatt Eigenerklärung Datenschutz 1.5 Nachhaltigkeit Strom 1.6 Formblatt Weitere Angeben zum Bieter 1.7 Formblatt Eigenerklärung zur Verordnung (EU) 833/2014

NUR wenn zutreffend auszufüllen

  • Dokument „04.1 Eignung VgV – UA und Bietergemeinschaft.docx“
  • Verfügbarkeitserklärung des Unterauftragnehmers/ Nachunterauftrag- nehmers
  • Eigenerklärung Bietergemeinschaft

Folgende Unterlagen werden dem Bieter zur Kenntnisnahme zur Verfügung gestellt aufgrund der gewünschten Auftragsausführung:

Allgemeine Anforderungen an den Gesundheits-, Arbeits- und Umweltschutz bei der Zusammenarbeit mit Fremdfirmen

Die Vergabestelle akzeptiert die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) gem. § 50 VgV. Fordert die Vergabestelle zusätzliche über die EEE hinausgehende Eigenerklärungen ab, muss der Bieter diese ergänzend einreichen. Diese sind im Dokument GSI_Eignung VgV zu finden.

Folgende Unterlagen sind vom Bieter zu erstellen und als Bestandteil des Ange- bots ebenfalls bei der Vergabestelle einzureichen:

  • Erläuterungen zum Angebot Der Bieter fügt dem Angebot ein Dokument bei, indem er den Gesamtange- botspreis sowie den angebotenen Leistungsumfang detailliert erläutert. Die in der Leistungs-beschreibung geforderten Angaben sind zu belegen.

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  • Bitte beachten Sie, dass Ihre technischen Erläuterungen zur Leistungser- bringung den gegebenen Vergabe- und Vertragsunterlagen nicht wider- sprechen dürfen.

Der Bieter hat mit dem Angebot sämtliche einschlägigen Zolltarifnummern der an- gebotsbestandteiligen Leistungen gesondert zu benennen. Sind diese noch nicht vorhanden, hat er dies stattdessen der Vergabestelle im Angebot mitzuteilen. Die Vergabestelle behält sich vor, die Zolltarifnummern einmalig nachzufordern. Ein Anspruch des Bieters hierauf besteht jedoch nicht. Der Bieter kann bei Nichtbe- nennung vorhandener Zolltarifnummern von dem Verfahren ausgeschlossen wer- den.

Hinweis: Schutzzoll auf Stahlerzeugnisse Unter Verweis auf die Durchführungsverordnungen (EU) 2018/1013 der Kommis- sion vom 17. Juli 2018 zur Einführung vorläufiger Schutzmaßnahmen betreffend die Einführung bestimmter Stahlerzeugnisse und 2019/159 der Kommission vom 31. Januar 2019 zur Einführung endgültiger Schutzmaßnahmen gegenüber Einfuh- ren bestimmter Stahlerzeugnisse, insb. der dort dargelegten Erwägungsgründe, weist die Vergabestelle auf Folgendes hin:

Die Bieter informieren die Vergabestelle im Rahmen der Angebotsabgabe darüber, dass beide oder auch nur eine der Verordnungen im Falle des Zuschlags zur An- wendung kommen würden. Auf die Möglichkeit eines befreiten Kontingents kommt es nicht an. Sollte der Bieter dies entgegen der hiermit bestimmten Pflicht nicht tun, kann er von dem Verfahren ausgeschlossen werden. Sollte der Vergabe- stelle nach Zuschlag bekannt werden, dass ein solcher Pflichtverstoß vorgelegen hat, ist diese berechtigt, nach alleinigem Ermessen und ohne Einhaltung einer Frist von dem Vertrag zurück zu treten, ohne dass dadurch etwaige Haftungsansprüche gegenüber dem Auftragnehmer entstünden.

Es bleibt den betroffenen Bietern nachgelassen, mittels Ursprungszeugnis mit der Angebotsabgabe nachzuweisen, dass der Schutzzoll gem. der Verordnungen nicht einschlägig ist.

Die mit den Vergabeunterlagen zur Verfügung gestellten Formblätter sind – in Abhängigkeit vom Angebot – vollständig auszufüllen. Die Nichtvorlage bzw. un- vollständige Vorlage der geforderten Unterlagen sowie wissentlich falsche Erklä- rungen können zum Ausschluss des Bieters vom Vergabeverfahren führen. GSI behält sich eine einmalige Nachforderung von Unterlagen innerhalb einer im Nachforderungsschreiben festzusetzenden Frist gemäß § 56 VgV vor. Die Bieter können sich auf eine Nachforderung aber nicht verlassen. Letztendlich unvoll- ständige Angebote werden ausgeschlossen (§ 57 Abs. 1 Nr. 2 VgV).

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Bieter dürfen dem Angebot keine eigenen Vertragsbedingungen zugrunde legen. Änderungen an den Vergabeunterlagen (beispielsweise Streichungen oder Ergän- zungen in den zur Verfügung gestellten Unterlagen an dafür nicht vorgesehenen Stellen) sind unzulässig und führen zum Ausschluss vom weiteren Verfahren, § 57 Abs. 1 Nr. 4 VgV. 2 Frist für die Abgabe der Angebote

Die in der Bekanntmachung genannte Frist für die Abgabe der Angebote ist unbe- dingt einzuhalten. Verspätet eingegangene Angebote werden vom Verfahren aus- geschlossen, es sei denn, der Bieter hat dies nicht zu vertreten (§ 57 Abs. 1 Nr. 1 VgV).

3 Anforderungen an die Einreichung der Angebote

Die Vergabestelle akzeptiert ausschließlich die Angebotsabgabe elektronisch in Textform.

Zu beachten ist, dass bei elektronischer Einreichung die Textform des § 126b BGB im Vergaberecht nur eingehalten ist, wenn die Angebote über die Vergabeplatt- form verschlüsselt übermittelt werden (vgl. die Information zur eVergabe und URL: http://www.dtvp.de/Center/). Die Einreichung des Angebots per E-Mail genügt nicht.

Bei fehlerhaften / unvollständigen Angaben, welche die oben genannten Formvo- raussetzungen, werden die Angebote ausgeschlossen es sei denn, der Bieter hat dies nicht zu vertreten (§ 57 Abs. 1 Nr. 1 VgV).

4 Kommunikation mit den Bietern

Die Kommunikation mit den Bietern erfolgt über die Ausschreibungsplattform des DTVP. Fragen sind über das DTVP an die GSI zu übermitteln und werden über das DTVP beantwortet. Mündlich bzw. telefonisch gestellte Fragen zu den Unterlagen oder dem Auftragsgegenstand werden nicht beantwortet; mündlich bzw. telefo- nisch erteilte Antworten sind nicht verbindlich.

5 Sprachen

Verfahrens- und Vertragssprache ist Deutsch. Die Vergabeunterlagen sind ggf. teil- weise in Deutsch und Englisch verfasst, Spezifikationen und technische Anlagen teilweise auch nur in Englisch. Bei Dokumenten, die in Deutsch und Englisch ver- fasst sind, ist allein die deutsche Fassung verbindlich; die englische Version dient in diesem Fall nur dem besseren Verständnis für ausländische Bieter. Im Falle von

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Abweichungen zwischen der deutschen Version und der englischen Übersetzung gilt der deutsche Originaltext.

Wenn der Bieter dem Angebot Eignungsnachweise in einer anderen Sprache bei- fügt, sind deutsche Übersetzungen mit einzureichen.

6 Zuschlagskriterien/Angebotsauswertung

Der Zuschlag wird auf das wirtschaftlichste Angebot erteilt. Die zur Wertung zuge- lassenen Angebote werden anhand Zuschlagskriterien mit der entsprechend ange- gebenen Gewichtung gewertet.

Unter Beachtung der allgemeinen Grundsätze der Gleichbehandlung und Transpa- renz hat der Auftraggeber folgende Zuschlagskriterien festgelegt: siehe „CSX 42 - Angebotswertungsmethoden und -kriterien.pdf“

Wertung der Gesamtsummen der Positionen 1-3 im Angebotsformblatt (Anlage 1)

Wertungspreis 100% = Gesamtpreis Pos. 1 - „Produktpreis Stickstoff 5.0, tiefkalt flüssig“ * 80%

  • Gesamtpreis Pos. 2 – „Summe aller jeweiligen Tankmieten“ * 10%
  • Gesamtpreis Pos. 3 – „Montage/Demontage der jeweiligen Tanks“ * 10%

Für die Leistungserbringung sind ausschließlich die im Angebotsformblatt ausge- wiesenen Preise maßgeblich.

7 Nebenangebote, § 35 VgV

Nebenangebote sind nicht zugelassen.

8 Gewerbliche Schutzrechte, § 53 Abs. 8 VgV

Sollten für den Gegenstand des Angebots gewerbliche Schutzrechte bestehen oder vom Bieter oder anderen beantragt sein, ist das in den Erläuterungen zum Angebot anzugeben. Sollte ein Bieter erwägen, Angaben aus dem Angebot zum Gegenstand einer Anmeldung eines gewerblichen Schutzrechtes zu machen, ist das in den Er- läuterungen zum Angebot deutlich anzugeben.

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9 Hinweis für Wirtschaftsteilnehmer aus Drittstaaten, die keine internatio- nale Übereinkunft mit der EU im Bereich des öffentlichen Auftragswesens ge- schlossen haben

Die Vergabestelle weist darauf hin, dass sie sich vorbehält, Wirtschaftsteilnehmer aus Drittstaaten, die keine internationale Übereinkunft mit der EU im Bereich des öffentlichen Auftragswesens geschlossen haben, zu jedem Zeitpunkt des Verfah- rens – auch ohne die Angabe von Gründen – auszuschließen. Dies umfasst auch Bietergemeinschaften, an denen mindestens ein solcher Wirtschaftsteilnehmer beteiligt ist. Es betrifft jedoch nicht Fälle, in denen ein solcher Wirtschaftsteilneh- mer nur als Subunternehmer geplant ist.

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