Schule_am_Dösner_Weg_Projektrahmen_Schule_trifft_Küche.pdf

Rahmenvereinbarung zur Speiseversorgung der Schule am Dösner Weg

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 20.10.2026, 12:23 (Europe/Berlin)

Herkunft: www.evergabe.de

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Stadt Leipzig – Vergabenummer: L-40-2026-00367

Projektrahmen „Schule trifft Küche – Ernährung, Nachhaltigkeit und Alltagskompetenz praktisch lernen“

Ziel des Projektes

Ziel des Projektes ist es, das Fach Wirtschaft-Technik-Haushalt/Soziales (WTH) als praxisorientierten und fächerverbindenden Lernbereich dauerhaft im Schulalltag zu verankern. Schülerinnen und Schüler erwerben dabei unmittelbar anwendbare Kompetenzen in den Bereichen Ernährung, Haushaltsführung, Gesundheit, Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Lebensmittelverarbeitung.

Die im pädagogischen Konzept vorgesehene Verbindung von Werkstatt, Projekt, selbstorganisiertem Lernen und fächerverbindenden Lernformaten bietet hierfür die geeignete Grundlage. WTH ist in den entsprechenden Klassenstufen bereits als Werkstatt vorgesehen und kann damit unmittelbar in die bestehende Lernstruktur integriert werden.

Umsetzung

Ein pädagogischer Koch des Caterers wird als kontinuierlicher außerschulischer Bildungspartner in den WTH-Unterricht eingebunden. In enger Abstimmung mit den WTH- Lehrkräften entstehen regelmäßig praktische Lernangebote, die sich am tatsächlichen Schulalltag orientieren.

Die Schülerinnen und Schüler planen und kalkulieren Speisen, lernen Lebensmittel und deren Herkunft kennen, erproben Zubereitungsverfahren, beschäftigen sich mit Hygiene und Arbeitssicherheit und reflektieren Fragen einer gesunden und nachhaltigen Ernährung. Die Mensa und die Küche werden dabei zu authentischen Lernorten. Geplant ist, die produzierten Speisen im Rahmen der Ganztagsbetreuung anzubieten/zu verkaufen.

Durch die Fünfzügigkeit der Schule kann die Umsetzung in einem verlässlichen Rotationsmodell erfolgen. Die Klassen bzw. Lerngruppen durchlaufen unterschiedliche Praxis- und Werkstattangebote. Dadurch kann der pädagogische Koch mit überschaubaren Lerngruppen arbeiten, während parallel weitere Schülerinnen und Schüler an WTH- bzw. fächerverbindenden Aufgaben arbeiten.

Die Inhalte werden gezielt mit anderen Fächern verbunden, beispielsweise mit Biologie, Mathematik, Deutsch, Geographie und GRW. So werden etwa Nährwerte berechnet, Mengen und Kosten kalkuliert, Speisepläne erstellt, regionale Lebensmittel untersucht oder nachhaltige Einkaufsentscheidungen getroffen. Dies entspricht dem im Konzept beschriebenen Anspruch, Fächer miteinander zu verbinden und Lerninhalte in Projekt- und Werkstattformaten umzusetzen.

Personalbedarf

Für die Umsetzung werden insbesondere benötigt:

 eine pädagogische Fachkraft bzw. ein pädagogischer Koch des Caterers als Praxispartner,  eine koordinierende WTH-Lehrkraft,  bei fächerverbindenden Projekten die beteiligten Fachlehrkräfte,  geeignete Küchen-, Arbeits- und Unterrichtsmaterialien.

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Stadt Leipzig – Vergabenummer: L-40-2026-00367

Der pädagogische Koch übernimmt dabei nicht den regulären Fachunterricht, sondern ergänzt diesen durch seine berufliche Expertise und die praktische Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern. Die fachliche Verantwortung und pädagogische Steuerung verbleiben bei der Schule. Das Fach WTH wird gemäß der sächsischen Stundentafel im Jahrgang 7 2-stündig und im Jahrgang 8-9 3-stündig unterrichtet. Die Gruppengröße beträgt ca. 14 Lernende.

Perspektivisch soll die 2 bzw. 3-stündige Statuierung im Stundenplan ausgebaut werden auf weitere gezielte Fächer wie bspw. Mathematik, Biologie, Geografie.

Mehrwert für die Schule

Das Projekt stärkt die Lebensweltorientierung und Praxisnähe des Unterrichts und schafft einen dauerhaften Lernort innerhalb des Schulalltags. Schülerinnen und Schüler erleben unmittelbar, wofür schulisches Wissen gebraucht wird und entwickeln Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein und praktische Alltagskompetenzen.

Gleichzeitig wird die im pädagogischen Konzept angelegte Werkstatt- und Projektstruktur mit einem konkreten, authentischen Lernfeld gefüllt. WTH erhält dadurch ein sichtbares Profil und kann insbesondere im fächerverbindenden Unterricht seine verbindende Funktion entfalten.

Mehrwert für den Caterer

Für den Caterer entsteht eine nachhaltige Bildungspartnerschaft mit der Schule. Fachwissen aus Küche, Ernährung und Gemeinschaftsverpflegung wird sichtbar und kann an die nächste Generation weitergegeben werden. Gleichzeitig lernen die Schülerinnen und Schüler die Arbeitswelt des Caterings kennen und erhalten authentische Einblicke in Berufe, Abläufe und Anforderungen der Gemeinschaftsverpflegung.

Das Projekt verbindet damit Bildung, Gesundheitsförderung, Berufsorientierung und nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung und schafft einen langfristig angelegten Mehrwert für Schule, Schülerinnen und Schüler sowie den Caterer.

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