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1.1 Abkürzungsvz_Glossar.pdf

Rahmenvereinbarung für Komponenten und Betriebsführung eines integrierten Leit- und Bediensystems

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 06.10.2026, 22:07 (Europe/Berlin)

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Rahmenvertrag integriertes Bediensystem (iBS) II Anlage 1.1 Abkürzungsverzeichnis und Glossar

Abkürzungsverzeichnis

AGAuftraggeber
ANAuftragnehmer
ATOAutomatic Train Operation (ATO) - automatisierte Fahrbetrieb
bbIPBahnbetriebliches IP-Netz
BetraBetriebs- und Bauanweisung
BSOBedienstandort
BZBetriebszentrale
CMDBConfiguration Management Database
COTScommercial off-the-shelf
CRChange Request
DBDeutsche Bahn
DGRIDeutsche Gesellschaft für Recht und Informatik
DLSTDigitale Leit- und Sicherungstechnik
DSDDigitale Schiene Deutschland
DSTWDigitales Stellwerk
DSZDigitale Steuerzentrale
DTZDigitale Technikzentrale
EAREntwurfs- und Anwendungsregeln
EBAEisenbahn-Bundesamt
EBOEisenbahn Bau- und Betriebsordnung
EIGVEisenbahn-Inbetriebnahmegenehmigungsverordnung
ESTWElektronisches Stellwerk
ETCSEuropean Train Control System
ETCS-BOETCS-Bedienoberfläche
ETCS-ZETCS-Zentrale
GAEBGemeinsamer Ausschuss Elektronik im Bauwesen
GS1 CodeIdentifikationsstandards für Produkte und Orte
HdFHerstellung der Funktionsfähigkeit
IBNInbetriebnahme
iBPIntegrierter Bedienplatz
iBSIntegriertes Bediensystem
iBS-ZZentrale Dienste des iBS
iLBSIntegriertes Leit- und Bediensystem
iLBS-ZEiLBS-Zentraleinheit
iUZIntegrierte Unterzentrale
KRITISKritische Infrastruktur
LCCLife Cycle Costs / Lebenszykluskosten
LHLastenheft
LLPVLokale Lenkplanverwaltung
LMCLST-Managementcenter
LPVLenkplanverwaltung
LSTLeit- und Sicherungstechnik
LZBLinienzugbeeinflussung (automatisiertes Zugsicherungssystem)
PoSPoint of Service
PZBPunktförmige Zugbeeinflussung
Ril.Richtlinie
SCI-CC-LSTStandard Communication Interface – Command & Control für LST
SLAService Level Agreement
STESignaltechnik, Telekommunikation und Elektrotechnik
TKTelekommunikation

Vergabevorgang: 25FEI81299 - 1 - Stand: 26.09.2023

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Rahmenvertrag integriertes Bediensystem (iBS) II Anlage 1.1 Abkürzungsverzeichnis und Glossar

TNRTransfernetzrouter
TSITechnische Spezifikationen für die Interoperabilität
TSOTechnikstandort
VDVerzeichnisdienst (lokale Replik des ZVD)
VV BAU STEVerwaltungsvorschrift für die Bauaufsicht über Signal-, Telekommunikations- und Elektrotechnische Anlagen
ZLZuglenkung
ZMAZugnummernmeldeanlage
ZVDZentraler Verzeichnisdienst

Glossar

BegriffBegriffsdefinition
AbnahmeprüferEs handelt sich um eine vom EBA anerkannte bzw. eine auf Grundlage des Sicherheitsmanagementsystems zertifizierte Person zum Prüfen von gewerkespezifischen Plänen der Ausrüstungstechnik bei Infrastruktur-Bauprojekten.
AbkündigungenAufgabe der Fertigung von Komponenten bzw. Baugruppen durch den AN.
BaugruppeEine Baugruppe ist ein in sich geschlossener aus zwei oder mehr Teilen und/oder Baugruppen niederer Ordnung bestehender Gegenstand, wobei ein Einzelteil ein technisch beschriebener, nach einem bestimmten Arbeitsablauf zu fertigender bzw. gefertigter, nicht zerlegbarer Gegenstand ist. Maßgeblich für diese Definition ist die DIN 6789
Bedienstandort (BSO) / Digitale Steuerzentrale (DSZ)Ein BSO/DSZ ist der Arbeitsort eines oder mehrerer Fahrdienstleiter zur Steuerung einer oder mehrerer Betriebsstellen.
BetraBetriebs- und Bauanweisung siehe RiL 406.1201
Betra-Antragsiehe RiL 406.1201V01
Broker NetzNetzwerk aus Broker Servern. Das Netzwerk dient der Kommunikation der Komponenten des iLBS über das Protokoll AMQP und dient hier als Middleware zum Verteilen der Nachrichten zwischen den iUZ und iLBS sowie zum LMC.
commercial off-the- shelf (COTS)Mit dem Begriff COTS (commercial off-the-shelf) (Marktsicht) werden "kommerziell über mindestens zwei Hersteller zu vergleichbaren Kriterien (funktional, wirtschaftlich, qualitative und quantitative Kriterien) erwerbbare und ohne Anpassungen sofort einsetzbare Hardware- und Softwarekomponenten" bezeichnet.
Dezentrale Komponenten LMCTechnische Komponenten, die funktional mit dem LMC in Verbindung stehen, bzw. vom LMC aus administriert werden, aber nicht am LMC-Standort aufgebaut sind. Beispiele sind die LLPV und der VD.
DSTW Technikstandort (TSO) / Digitale Technikzentrale (DTZ)Der DSTW Technikstandort (TSO/DTZ) ist ein gewerkeübergreifendes und standardisiertes Gebäudekonzept zur Unterbringung zentraler Komponenten der digitalen Leit- und Sicherungstechnik, insbesondere der TK. Der DSTW Technikstandort (TSO/DTZ) ist als hochverfügbares Gebäude konzipiert.

Vergabevorgang: 25FEI81299 - 2 - Stand: 26.09.2023

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Rahmenvertrag integriertes Bediensystem (iBS) II Anlage 1.1 Abkürzungsverzeichnis und Glossar

BegriffBegriffsdefinition
ErsatzteilEinheit zum Ersatz einer entsprechenden Einheit, um die ursprünglich geforderte Funktion der Einheit wiederherzustellen (EN 13306).
GenehmigungEine Genehmigung entspricht einer Legitimation für einen Leistungsgegenstand. Unter dem Begriff Genehmigung werden alle Anforderungen an den Leistungsgegenstand zusammengefasst, die sich aus anwendbaren Gesetzen, Verordnungen (z.B. EIGV), Verwaltungsvorschriften (z.B. VV BAU STE), behördlichen Anordnungen und Vorgaben des AG (z.B. DB Freigabe-Prozess) ergeben. Dabei kann es sich beispielsweise um Zustimmungen, Erlaubnisse, Zulassungen, Freigaben, Typzulassen, GIuV, Inbetriebnahmegenehmigungen, Auflagen oder Bedingungen handeln.
Herstellung der Funktionsfähigkeit (HdF)Die HdF ist die durch den AN durchgeführte und bestätigte Vorprüfung zur Fehlerfreiheit der Anlage.
Inbetriebnahme (IBN)Die IBN ist die durch den AG und/oder das EBA durchgeführte Abnahme der Anlage mit anschließender Nutzung durch den Betrieb.
Inbetriebnahme- verantwortlicherDie Aufgaben des Inbetriebnahmeverantwortlichen (IBV) sind im §10 der VV BAU sowie im §19 VV IST geregelt.
IntegrationstestsDie Integrationstests beschreiben die Tests, wenn mehrere Komponenten erstmalig zusammen getestet werden. Die Tests werden in der Regel in den Laboren und in der Verantwortung der Hersteller durchgeführt.
Integrierter Bedienplatz (iBP)Der iBP ist ein Teilsystem des integrierten Bediensystems (iBS). Er dient als Schnittstelle zwischen dem Bediener und den angeschlossenen Systemen.
Integriertes Leit- und Bediensystem - Zent- raleinheit(iLBS-ZE)Die iLBS-ZE befindet sich immer in einer iUZ und beinhaltet alle Komponenten des iLBS, die am Standort einer iUZ für die Funktionalität erforderlich sind.
integrierte Unterzentrale (iUZ)Einheit der LST-Ausrüstung, die über ein iBS bedient werden kann. Die iUZ beinhaltet eine iLBS-ZE mit einem ESTW-ZE (inkl. SI-ESTW) und / oder einer ETCS-Z (inkl. SI-ETCS-Z). An einer iUZ können sich mehr als ein iBS anmelden.
KomponenteKomponenten ist ein allgemeiner Begriff für Gerät, System (Hard- und Software) oder Software-Funktion. Eine Komponente ist immer Bestandteil eines (Teil-)Systems.
Lebenszykluskosten (LCC)LCC sind die Kosten, welche über den gesamten Lebenszyklus einer Anlage, d.h. von der Erstellung, über den Betrieb, die Instandhaltung bis zum Rückbau anfallen.
LegitimationSiehe Genehmigung
LenkplanEin Lenkplan ist eine planerische Vorgabe der automatischen Lenkung für einen Zug anhand aufeinanderfolgender Fahrstraßen und ZL-Regeln.
Der iBP ist ein Teilsystem desintegrierten Bediensystems
(iBS). Er dient als Schnittstelle zwischen dem Bediener und

Vergabevorgang: 25FEI81299 - 3 - Stand: 26.09.2023

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Rahmenvertrag integriertes Bediensystem (iBS) II Anlage 1.1 Abkürzungsverzeichnis und Glossar

BegriffBegriffsdefinition
LenkplanverwaltungIm LMC verortete Anwendung zur Verwaltung von Lenkplänen und der Kommunikation mit der Zuglenkung und weiteren iLBS Komponenten.
Lenkplanverwaltung LokalLenkplanverwaltung für ein iBS Lokal, die alle Funktionen der LPV und LLPV bietet, allerdings ohne Verbindung zum LMC funktionsfähig ist. Ein Einsatz der Lenkplanverwaltung Lokal ist nur für das iLBS Lokal vorgesehen, die Bedienung ist vor Ort möglich.
Lokale LenkplanverwaltungLokale Instanz der LPV, verortet am Standort des iBS, hält die Kommunikation zur LPV.
Lokaler VerzeichnisdienstLokale Replik des zentralen Verzeichnisdienstes, die an iBS- Standorten realisiert und funktional auf Lesezugriff beschränkt ist.
LST Management CenterDie LST Management Center (LMC) an den Standorten Berlin und Frankfurt entsprechen dem Integritätsbereich 1. Die LMC sind im Referenzprojekt „Harz-Weser-Netz“ direkt mit dem Niederlassungs-Standort „BZ Hannover“ verbunden. Teilsysteme, die im Gesamtsystem nur zentral existieren (z. B. ZVD, LPV, DMS), sind in den LMC verortet.
MangelEin Mangel ist jeder Sach- und Rechtsmangel, wobei ein Rechtsmangel insbesondere auch bei einer fehlenden behördlichen oder nicht behördlichen Zulassung, bauaufsichtliche Abnahmeprüfung oder Genehmigung vorliegt.
PatchSoftware, die auf eine vorhandene Software aufgespielt wird, um Sicherheitslücken in Hardware oder Software zu schließen oder deren Ausnutzbarkeit zu reduzieren. Eine Änderung der Funktion durch einen Patch ist ausgeschlossen (Abgrenzung zum Versionswechsel).
ProjektbaselineDie Projektbaseline ist die durch fachliche und qualitative Prüfung sowie Freigabe festgelegte spezifische Konfiguration aller Anforderungen an das iLBS, die nur über den Änderungsprozess (CR) verändert werden darf.
ProjektierungDie Projektierung ist die Erstellung von technischen (oder
anderen) Unterlagen, Programmen und Daten zur
Planungund Realisierung von Anlagen.
PT1Planteil 1 – Planung Auftraggeber (Lagepläne, Übersichtspläne, Tabellen, …)
PT2Planteil 2 – Planung Auftragnehmer (Schrankbelegungen, Besetzungslisten, …)
SchutzrechteSchutzrechte sind jegliche Arten von gewerblichen Schutzrechten, insbesondere Patente und Gebrauchsmuster sich aus dem Urheberrecht oder Leistungsschutz ergebende Rechtspositionen.
SoftwareSoftware ist die Gesamtheit von ausreichend kommentierten Programmcodes, Programmregeln, Daten und

Vergabevorgang: 25FEI81299 - 4 - Stand: 26.09.2023

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Rahmenvertrag integriertes Bediensystem (iBS) II Anlage 1.1 Abkürzungsverzeichnis und Glossar

BegriffBegriffsdefinition
Dokumentation, Entwicklungsumgebung, Compiler und lauffähigen Programmen und den dafür erforderlichen Unterprogrammen, sofern verwendet.
TeilerneuerungEine Teilerneuerung ist die komplette Erneuerung eines betroffenen Moduls.
TeilsystemEin Teilsystem stellt eine Technik oder den Teil einer Technik dar, wenn diese logisch oder physisch aufgeteilt ist. Ein Teilsystem kann sich aus mehreren Teilsystemen bestehen, ein Beispiel dafür ist das iBS, das Teilsystem des iLBS ist und sich aus mehreren Teilsystemen (iLBS-Z, iBP, RBF, iBS-Kom und iBS-Konsole) zusammensetzt.
TransfernetzDas Transfernetz ist Bestandteil des iLBS und realisiert die Kommunikation zwischen sämtlichen Transfernetz- Teilnehmern (z. B. iBS, iUZ und zentraler Verzeichnisdienst) bis zur Vermittlungsschicht (Network Layer, OSI Schicht 3).
TransfernetzrouterDie Transfernetzrouter (TNR) ermöglichen eine Punkt-zu- Mulitpunktverbindung der einzelnen Standorte auf Basis der Punkt-zu-Punkt Verschlüsselung KISA SL2.
Transfernetz- TeilnehmerAls „Transfernetz-Teilnehmer“ werden Geräte oder Gruppen von Geräten bezeichnet, die (ggf. über Netzwerkkomponenten) physikalisch an das Transfernetz angebunden sind und Daten übertragen oder empfangen. Es kann auch Transfernetz-Teilnehmer geben, die ohne Middleware-Client im Transfernetz kommunizieren, wenn sie ausschließlich andere Applikationsprotokolle sprechen als das Middleware-Protokoll.
UmbauEin Umbau ist das bauliche oder technische Verändern einer bestehenden LST-Anlage, sofern diese Veränderung nicht im zeitlichen und örtlichen Zusammenhang mit einem beauftragten Neubauvorhaben nach diesem Modulvertrag steht. Durch den Umbau soll die Anlage an aktuelle Anforderungen angepasst werden. Der Umbau kann den teilweisen Abriss, Anbau oder Neubau im Bestand erfassen.
Verzeichnisdienst für Identitätenangeschlossenes System des iBS, das aus zwei Partitionen besteht: - Bereitstellung der Benutzerdaten zur Authentifizierung und Autorisierung der Bediener - Bereitstellung der Identitäten anzuschließender Systeme
Verzeichnisdienst LokalVariante des ZVD für das iLBS Lokal. Der Verzeichnisdienst Lokal bietet alle Funktionen des ZVD, funktioniert jedoch ohne Anbindung an das LMC und kann vor Ort bedient werden.
Zentrale Dienste des iBS (iBS-Z)Das iBS-Z ist ein Teilsystem des integrierten Bediensystems (iBS). Im Teilsystem iBS-Z werden zentrale Dienste bereitgestellt, die die Kommunikation mit den Anwendungen der angeschlossenen Systeme und die Verwaltung der hierfür im iBS benötigten Daten realisieren.

Vergabevorgang: 25FEI81299 - 5 - Stand: 26.09.2023

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Rahmenvertrag integriertes Bediensystem (iBS) II Anlage 1.1 Abkürzungsverzeichnis und Glossar

Vergabevorgang: 25FEI81299 - 6 - Stand: 26.09.2023

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